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Donnerstag, 14. Mai 2026

The Blade

The Blade

Story:

Ting On (Vincent Zhao Wenzhuo) rettet die Tochter (Valerie Chow Kar-Ling) seines Meisters (Austin Wai Tin-Chi) und verliert dabei einen Arm und stürzt in den vermeintlichen Tod. Doch Ting On überlebt und bringt sich selbst, auch mit nur einem Arm, eine Kampftechnik bei, die es ihm erlaubt, zu überleben. Denn er kennt nur ein Ziel: Rache am Killer (Xiong Xinxin) seines Vaters zu üben!

Meine Meinung:

The Blade von Tsui Hark (Shanghai Blues, Dragon Inn) stellt ein Remake des Shaw Brothers Klassikers The One-Armed Swordsman mit Jimmy Wang Yu dar. Dem Chang Cheh Klassiker. Der Film entstand 1995 und zu einer Zeit, als das goldene HK-Kino schon fast erloschen war. Die Unsicherheit aufgrund politischer und geschichtlicher Ereignisse (1997 die Rückkehr nach China) wirkte sich auch negativ auf das HK-Kino aus. Zudem liess sich Tsui Hark vom Arthouse-Regisseur Wong Kar-Wai beeinflussen.

Obwohl The Blade teilweise sehr gute Kritiken bekam, nehme ich den Film als überbewertet wahr. Zudem ist The Blade nicht das, was ich von einem richtigen HK-Film der 90er erwarte. Ich sah mir The Blade heute, wenn ich mich nicht irre, zum dritten Mal an. Im Januar 2006 sah ich den Film via UK-DVD und empfand den gemäss meinem uralten Review als gelungen. Als Warner Archive dazumal ihre DVD veröffentlichte, empfand ich The Blade nur noch als mittelmässig. Dies hat sich auch mit der neusten Sichtung nicht geändert.

Somit blieben Tsui Harks beste Filme nach wie vor Titel wie Once Upon a Time in China oder seine ersten drei Titel, die für die New Wave Bewegung immens wichtig waren: The Butterfly Murders, We're Going to Eat You sowie Dangerous Encounter - 1st Kind. Die drei Titel sind für meinen Geschmack nach wie vor die besten Titel, die Tsui Hark realisiert hat. Was mich seit der 2. Sichtung an The Blade am meisten gestört hat, störte mich auch bei der heutigen Sichtung. Trotz angepassten Erwartungen. Die Erzählweise des weiblichen Charakters und ihre Kommentare waren einfach nur nervend. Sie kommentiert das Geschehen und all ihre Szenen hätten entfernt gehört.

Ohne ihre nervenden Momente wäre der Film auch kurzweiliger gewesen. Die Dreiecksbeziehung fesselt nicht und man fiebert mit ihr auch nicht mit. Es ist zwar ganz nett, am Ende als alte Frau in der Rolle der Siu Ling einen Altstar wie Suet Nei (A Mysterious Weapon, Paragon of Sword and Knife 1 + 2) zu sehen, aber im Grossen und Ganzen waren praktisch alle Momente mit Siu Ling und ihren philosophischen Dialogen ermüdend, nervend und zogen den Film unnötig in die Länge. Das war das grosse Minus des Filmes, dessen Laufzeit mit 109 Minuten zu lang ausgefallen ist. Desweitern gibt es vor allem in den ersten 53 Minuten auch kaum sehenswerte Actionsequenzen zu sehen.

Trotz Beteiligung von Namen wie Stephen Tung Wai (Mars Villa), Mang Hoi (The Blonde Fury) oder Yuen Bun (legt auch einen Gastauftritt hin) ist die Choreographie der Kampfszenen so schnell, so verwackelt und so unübersichtlich gefilmt, dass davon oft sowieso so gut wie nichts erkannt werden kann. Drei solche Choreographen an Bord zu haben und dann solche Actionszenen zu realisieren, grenzt schon fast an Arbeitsverweigerung. Dass weitere bekannte Gesichter in Gastauftritten nicht aufgefallen sind, überrascht bei der wilden Kameraführung nicht. Da wären u.a. auch CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness) und Ngai Sing (Flash Point) zu sehen gewesen.

Dennoch hat mich die wilde Kameraarbeit in den Kampfszenen diesmal nicht mehr sonderlich gestört. Da konnte ich die Erwartungen anpassen und damit meinen Frieden tätigen. Denn rein optisch ist der Film halt schon auch sehr gelungen und düster. Es gibt einige innovative Kamerafahrten die im Mix aus Geschrei, Chaos, Blut und Schlamm (zudem ohne einen Funken Humor inszeniert) bestens funktionieren und in der Tat einen interessanten Mehrwert darstellen. Vincent Zhao Wenzhuo (Once Upon a Time in China 4 & 5, Fong Sai Yuk) gibt alles und am meisten Freude hatte ich an Xiong Xinxin (Once Upon a Time in China and America) als Bösewicht. Der hat mich schon bei der ersten Sichtung absolut überzeugt und der Finalkampf allein empfand ich schon immer als sehenswert. Da kommen Samurai- und Italo-Western Vibes zum Tragen! Sehr cool!

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten. Für mich leider nur eine durchschnittliche Arbeit, die aufgrund des Finalkampfes und der Optik des Filmes knapp in der Sammlung bleibt…

Infos:

O: Dao

HK 1995

R: Tsuo Hark

D: Vincent Zhao Wenzhuo, Valerie Chow Kar-Ling, Xiong Xinxin, Austin Wai Tin-Chi, Moses Chan Ho, Suet Nei, William Ho Ka-Kui, Michael Tse Tin-Wah, Ngai Sing, Yuen Bun

Laufzeit der US-DVD: Ca. 106 Min.

Gesehen am: Jan. 2006 / Neusichtung am: 14.05.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Warner Archive vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. In Deutschland gibt es den Film nur in Deutsch auf DVD (Titel: The Blade - Das zerbrochene Schwert). Die deutsche Synchronisation soll «miserabel» sein. Wer eine Blu-Ray möchte, muss nach USA oder England schauen (The Criterion Collection).

Montag, 23. März 2026

Phenomena

 

Phenomena

Story:

Die sensitive Jennifer (Jennifer Connelly), die mit Insekten kommunizieren kann, kommt während ihrem Aufenthalt in einem Fraueninternat in der Schweiz, einer Mordserie auf die Spur. Sie wird dabei von einem Professor (Donald Pleasence) unterstützt…

Meine Meinung:

Zwischen Tenebre und Opera drehte Dario Argento, teilweise vor Ort in den Schweizer Alpen, den mystischen, traumhaften und surrealen «Mystery-Krimi» Phenomena. Der Film ist, was seinen Plot angeht, definitiv kein 08/15-Werk. Und dennoch ist Dario Argento Mal wieder die Optik und Stimmung wichtiger, als sein dennoch zugegebenermassen dünner Plot. Das ist an sich für meinen Geschmack kein wirklicher Kritikpunkt, allerdings zieht sich der Film in den ersten 60 Minuten doch sehr, was das Fortschreiten der Geschichte und wirkliche Horrorparts darin, angehen. Soll heissen, es gibt definitiv auch die ein oder andere lahme Sequenz zu sehen und dass der Film für den US-Markt stark gestrafft wurde (und dann als Creepers veröffentlicht wurde), kann ich sogar nachvollziehen.

Ich mag Phenomena, auch wenn ich diesen persönlich nicht zu den Stärksten Argento-Werken zähle (Suspiria, Deep Red, Sleepless, Opera). Die erste Stunde war wirklich zäh, Affen mag ich nicht (ausser seiner letzten Szene im Film) und der Englische Dub (nicht alle Personen haben sich selbst gesprochen) mindert das Sehvergnügen halt doch auch ein bisschen (wirkt je nach Dialogen und Stimmen billig und künstlich). Die Besetzung von Halloween-Star Donald Pleasence (Specters) war ein gekonnter Schachzug. Die damals noch minderjährige Jennifer Connelly trägt den Film jedoch praktisch allein. In der sehenswerten Anfangssequenz ist zur Abwechslung Mal nicht Dario Argentos Tochter Asia, sondern Fiore zu sehen. Netter Gastauftritt, wie auch jener von Michele Soavi (Stage Fright). Daria Nicolodi (Inferno) spielt eine Nebenrolle. Sie gehörte zu dem Zeitpunkt zum Repertoire eines jeden Dario Argento Filmes.

Weitere Namen aus dem Ital. Film, die sich dazu gesellt haben: Goblin und Claudio Simonetti (Cut and Run), Luigi Cozzi (Demons 6 De Profundis) und Effekte Künstler Sergio Stivaletti (I Tre volti del terrore, Dellamorte Dellamore, Murder Obsession). Letzterer war für einige (zwar wenige aber dennoch sehenswerte) Tötungs- und Make-Up- Masken und Leichenteile zuständig. Der Film bietet in der Hinsicht einige schöne Ekelmomente mit Maden. Diesbezüglich gibt es auch im Finale einige wunderbar makabre Einfälle zu sehen. Die traumähnliche und surrealistische Stimmung plus die sonderbare Musik diverser Metal-Bands (z.B. Flash of the Blade von Iron Maiden) inklusive den Close-Ups von diversen Insekten ist definitiv sehenswert und wertet den Film im gegen Ende hin auf.

Fazit: Fantasievolles Kino von Dario Argento!

Infos:

O: Phenomena

Italien 1985

R: Dario Argento

D: Jennifer Connelly, Donald Pleasence, Daria Nicolodi, Fiore Argento, Michele Soavi, Patrick Bauchau, Franco Trevisi, Francesca Ottaviani, Dalila Di Lazzaro, Federica Mastroianni

Laufzeit der US-Blu: 116:00 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 23.03.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Synapse Films vor, die vor einigen Jahren am Brugggore Filmfestival von Claudio Simonetti signiert wurde. Dieses Set kommt mit Booklet, Steelbook und drei Discs daher = Soundtrack-CD, zwei Blu-Rays (mit insgesamt drei Filmfassungen), limitiert auf 3000 Stück. Das Set bietet den Film in Englisch/Ital. mit englischen Untertiteln an. Dazu gibt es Unmengen an Extras (u.a. Dario Argentos World of Horror Doku, Interview mit Andi Sex Gang, Trailer, TV-Spots, Audiokommentar). Gibt es in Deutschland Uncut von XT-Video auf Blu-Ray (in Deutsch oder Englisch).

Mittwoch, 11. März 2026

Je brûle de partout

Je brûle de partout

Story:

Die jungfräuliche Jenny (Susan Hemingway) wird von einem Paar (u.a. Brigitte Lahaie) verführt, unter Drogen gesetzt und an Menschenhändler verkauft. Nun muss Jenny in einem Bordell zusammen mit anderen Frauen ihre Dienste für Kunden anbieten. Ein Gas sorgt dafür, dass sich die Opfer immer in einem erregten Zustand befinden. Als das Paar erfährt, wen sie da verkauft haben (die Tochter eines reichen Geschäftsmannes), planen sie, Jenny zurückzuholen um von ihrem Vater Lösegeld erpressen zu können…

Meine Meinung:

Je brûle de partout war ein extrem seltener Jess Franco (Two Female Spies with Flowered Panties, The Sinister Dr. Orloff, Dracula, Prisoner of Frankenstein) Film, den es scheinbar offiziell nicht auf Heimmedium zu sehen gab. Unter Fankreisen kursierten scheinbar nur qualitativ schlechte Prints, abgefilmte Versionen und andere Bootlegs. Erst das Label Pulse Video schaffte, wohl auch Dank der Mithilfe von einer Crowdfunding-Aktion, Abhilfe. Und lohnt sich der Film? Leider nein. Oder vielleicht und höchstens für Fans von Brigitte Lahaie (Faceless), die hier und da für Jess Franco, Jean Rollin und Co. vor der Kamera stand.

Trotz der interessanten Fakten um die Seltenheit des Filmes, empfand ich Je brûle de partout als wenig sehenswert. In Wahrheit handelt es sich um einen stinklangweiligen, öden, repetitiven und uninteressanten und leider auch wenig erotischen Soft-Sex-Film, der kaum Plot bietet. Das Ende, die schockierende Pointe, drehte Jess Franco schon zuvor in seinem HC-Porno Feuchte Lippen, in welcher die von de Sade erfundene Person Eugenie im Finale feststellt, dass sie da ihren eigenen Vater als Kunden vor sich hat, um genüsslich weiterzumachen.

Je brûle de partout bietet wirklich praktisch gar nichts, was den Film sehenswert macht. Es mutet so an, als sei der Film auf Wunsch der Produzenten erfolgt um Kohle zu scheffeln. Natürlich sind gewisse Jess Franco Merkmale auszumachen, aber im Grossen und Ganzen sind die Szenen und Figuren austauschbar. Selbst Fans der französischen Porno-Darstellerin Brigitte Lahaie dürfen nicht zu viele Momente von ihrem Star erwarten. Sie gerät in den Hintergrund und ab einem gewissen Zeitpunkt ist sie auch nicht mehr zu sehen. Hauptdarstellerin Susan Hemingway, die in Jess Francos Die Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne debütierte, wirkt besonders lustlos.

Fazit: Nur für Soft-Sex und Brigitte Lahaie-Fans zu empfehlen…

Infos:

O: Je brûle de partout

Frankreich 1979

R: Jess Franco

D: Susan Hemingway, Didier Aubriot, Jean Ferrere, Martine Flety, Brigitte Lahaie

Laufzeit der franz. Blu-Ray: 81:16 Min.

Gesehen am: 11.03.26

Fassungen: Mir lag die franz. Blu-Ray von Pulse Video vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, franz. O-Ton mit englischen Subs. Wohl die weltweit erste offizielle Heimkinofassung des Filmes. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2026). Als Extras gibt es einen weiteren Brigitte Lahaie Film, eine Doku über ihr Leben und einen weiteren Jess Franco Film (= Dark Mission) zu sehen.

Mittwoch, 4. März 2026

November

 

November

Story:

Estland im 19. Jahrhundert, im November und zu Zeiten der Pestgefahr:

Für das einfache Volk, Bauern und Dorfbewohner sind es schwere Zeiten. Zwar helfen die Kratts bei der Arbeit, doch nicht selten verlieren Menschen ihre Seele, um mit dem Teufel zu Geschäften und sich Vorteile zu erhoffen. Liina (Rea Lest) verliebt sich in Hans (Jörgen Liik). Dieser hat jedoch nur Augen für die Tochter (Jette Loona Hermanis) des Barons (Dieter Laser). Da beschliesst es Liina mit einem Zauber…

Meine Meinung:

November, in wunderschönen Schwarzweiss-Bildern gedreht, basiert auf dem Roman Der Scheunenvogt (Rehepapp ehk November) von Andrus Kivirähk. Einem Roman, der als unverfilmbar galt. Den Film, den ich via Severin Films Box All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 sah, ist ein Mix aus Romann-Verfilmung, Folklore, Märchen und Arthouse-Film. Ob der Roman 1:1 übernommen und verfilmt wurde, weiss ich nicht, da ich diesen nicht kenne.

Regisseur Rainer Sarnet hatte die Idee zum Film bereits im Jahr 2005. Es dauert jedoch bis 2014, ehe der den Film drehen konnte (innerhalb von 60 Tagen zwischen 2014-2016). Ich sah mir den Film ohne jegliches Vorwissen an. Optisch sind die Bilder ein Genuss und zuweilen sehr stimmungsvoll. Absolut zum Geniessen. Der Fantasy- und Märchen-Anteil ist ebenfalls sehr hoch. Ich hätte gerne etwas mehr von den Kratt gesehen. Die Kratt sind die «Kreaturen», die in der estnischen Folklore aus Gegenständen zusammengebaut und dann dank einer Seele Leben eingehaucht bekommen. Diese könnten direkt (optisch) aus einem Horrorfilm stammen.

Es geht jedoch primär nicht um die Kratt. Inhaltlich könnte ich fast von einem Style over Substance Faktor sprechen. Mit einer Laufzeit von fast 120 Minuten war mir der Film jedoch zu lang, der Plot zu dünn, der Humor unpassend und die Figuren und deren Schicksale (eine tragische Love-Story gibt es obendrein) uninteressant. Das ist schade. Die Dramatik und Tragik färben nicht auf den Zuschauer ab, da die Figuren einem nichts an Herz wachsen, auch wenn ich das Ende, da kein Happy End, doch mochte. The Human Centipede Star Dieter Laser ist hier in einer kleinen Nebenrolle und übrigens in seiner letzten Rolle zu sehen, bevor er kurze Zeit später starb.

Fazit: Optisch toll, sonst weniger mein Fall.

Infos:

O: November

Estland, Polen, Holland 2017

R: Rainer Sarnet

D: Jörgen Liik, Dieter Laser, Katariina Unt, Rea Lest, Mari Abel, Arvo Kukumägi, Jaan Tooming, Jette Loona Hermanis

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 119 Min.

Gesehen am: 04.03.26

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray von Severin Films (All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2) = Hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gibt es in Deutschland auf Blu-Ray von donau film / ALIVE (Uncut, Deutsch/Estnisch mit deutschen Subs).

Donnerstag, 5. Februar 2026

No Other Choice

 

No Other Choice

Story:

Ehemann und Vater Man-soo (Lee Byung-hun) verliert nach 25 Jahren seinen Job. Trotz Bewerbungen steht er auch ein Jahr später noch ohne Job da und arbeitet als «Aushilfe» im Supermarkt. Dies hat negative Folgen für seine Familie. Danach fasst Man-soo einen radikalen Plan, um eine Stelle zu bekommen und die Konkurrenz «abzuschütteln»…

Meine Meinung:

No Other Choice ist der neuste Film von Old Boy Regisseur Park Chan-wook (Sympathy for Mr. Vengeance, Sympathy for Lady Vengeance, The Handmaiden, Joint Security Area). Die Prämisse des Filmes hörte sich vielversprechend an. Daher ging ich doch mit einer gewissen Vorfreude ins Kino. Leider konnte mich der Film jedoch nicht abholen. Ganz überrascht bin ich dennoch nicht, da ich allgemein kein wirklich grosser Fan von Park Chan-wook bin (Ausnahme: Old Boy). Ansonsten finde ich die Mehrheit seiner Filme überbewertet. Optisch meist schick, aber sonst relativ zäh und lahm.

Das trifft auch auf No Other Choice zu, der es in der Schweiz sogar ins reguläre Kinoprogramm geschafft hat. Das hatte ich nicht erwartet und das gefiel. Der Film ist bombastisch gefilmt worden. Extrem schöne Bilder, spezielle und innovative Kameraeinstellungen, wunderschöne Bilder und Optik. Die Machart und Inszenierung des Filmes (Ton und Musik) sind ein Genuss, sieht der Zuschauer von einer CGI-Schlange in einer einzelnen Szene ab. Ggf. könnte schon fast von einem Style over Substance Faktor gesprochen werden.

Der Film sieht nicht nur fantastisch aus, sondern ist auch unglaublich gut gespielt. Besonders die Hauptfiguren waren sehr überzeugend. Da geben Lee Byung-hun (A Bittersweet Life, I Saw the Devil) und Son Ye-jin einfach alles. Eine der besten Szenen war die Kostümparty, die fast in einem Drama endet. Aber auch die Nebenfiguren sind alle toll gecastet und überzeugen in ihren Rollen. Zudem gibt es schöne Herbst-Bilder zu sehen. Die lassen Wild Vibes aufkommen, was ich als Wild-Liebhaber (Link 1, Link 2, Link 3) von der Stimmung, die diese Szenen generiert haben, sehr mochte.

Leider bewegt sich der Plot zunächst kaum vom Fleck und der Film weiss nicht, was er eigentlich sein möchte. Ich hätte den Inhalt und dessen Verlauf auch anders erwartet. Da hatte ich vor der Sichtung falsche Erwartungen. Da der Film eine Laufzeit von über zwei Stunden aufweist, wurde die Sichtung auf Dauer zäh und zuweilen auch sehr langweilig. Es braucht viel Sitzfleisch. Und die «Actionparts» sind dabei rar und selten. Und viele der "lustigen Szenen" waren nicht leider nicht wirklich lustig (die wenigen Zuschauer haben kaum bis nie gelacht).

Fazit: Optisch stark, inhaltlich schwach. Fans von Park Chan-wook können dennoch einen Blick riskieren…

Infos:

O: Eojjeol suga eopda

Südkorea 2025

R: Park Chan-wook

D: Lee Byung-hun, Son Ye-jin, Park Hee-soon, Lee Sung-min, Yeom Hye-ran

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 139 Min.

Gesehen am: 05.02.26

Fassungen: In Bern im Kino gesehen = Uncut, O-Ton, deutsche Subs. Soll Ende Mai in Deutschland auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Samstag, 24. Januar 2026

MadS

MadS

Story:

Romain (Milton Riche) macht, bevor er eine Party aufsuchen will, einen Abstecher zu seinem Dealer und konsumiert Drogen. Auf dem Weg zur Party beginnt für Romain ein Höllentrip…

Meine Meinung:

MadS schaute ich mir ohne Vorwissen an. Ich wusste nichts über den Film, den Regisseur oder die Produktion. Erst danach erfuhr ich, dass der Film ohne Schnitt gedreht worden sein soll (à la One Cut of the Dead). Jedoch fand ich in Online Reviews/Videos und gegenteilige Aussagen, dass da mit Technik nachgeholfen wurde. Ob dies stimmt oder der Film wirklich am Stück und ohne Schnitt gedreht wurde, kann ich daher weder dementieren noch bestätigen. Für die Qualität des Filmes und meinem Fazit spielt das aber auch keine Rolle.

MadS ist ein französischer Film. Eine Art Mix aus 28 Days Later auf Drogen mit künstlerischer Note. Während der Sichtung vermutete ich zuerst einen Studentenfilm, so schlecht war der Streifen. MadS war einer der schlechtesten Filme, welche ich je gesehen habe. Extrem nervend. Ich wollte während der Sichtung schon nach 20-30 Min. ausschalten. Das heisst viel. Das ist selten. MadS ist ein Film ohne Sinn und Verstand mit untalentierten, lächerlichen und nervenden Menschen, die sich "Schauspieler" nennen. Das Schauspiel ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. In meinen Augen waren das Laien. Es gibt fast keinen Plot. Romain verschwindet ab der Mitte des Filmes und danach geht es mit seiner Freundin, die noch viel nervender agiert und schlechter spielt, weiter.

Am Ende gibt es keine Erklärungen. Der Plot ist einfach nur langweilig und vor allem nervend. Vor allem das ewige, hysterische und laute Gekreische aller Personen war nicht zum Aushalten. Absolut nicht. Niemand konnte in dem Film ruhig und normal kommunizieren. Das in Zusammenhang mit dem Sound-Design war höllisch nervend. Irre Menschen irren durch die Strassen, haben Zuckungen, schneiden Grimassen, schreien und nerven. Das ist der Hauptplot des Filmes. Echte Effekte gibt es bis auf das Finale (eine angefressene Leiche) auch nicht. Es wird nur mit roter Farbe gearbeitet (war wohl kaum Budget vorhanden).

Fazit: Totalausfall. David Moreau kommt auf die schwarze Liste!

Infos:

O: MadS

Frankreich 2024

R: David Moreau

D: Lucille Guillaume, Lewkowski Yovel, Xiomara Melissa Ahumada Quito

Laufzeit der Bootleg-Blu-Ray: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 24.01.26

Fassungen: Gesehen via Bootleg-Blu-Ray = Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Franz. O-Ton mit englischen Subs. MadS gibt es in Deutschland offiziell von capelight pictures / AL!VE auf Blu-Ray.

Samstag, 27. Dezember 2025

Sex of the Witch Review

Sex of the Witch

Story:

Diverse Familienangehörige (u.a. Camille Keaton) werden nach dem Tod des Vaters (Simone Santia) zu Erben. Dann beginnt ein mysteriöser Killer die Familienmitglieder zu töten. Die Polizei (Donald O'Brien) ermittelt…

Meine Meinung:

Der zweite Film aus Vinegar Syndromes Box Camille Keaton in Italy nach dem relativ langweiligen Tragic Ceremony hat mir besser gefallen. Zwar ist der Film noch immer kein wirkliches Highlight, aber er hat seine Momente. Camille Keaton, Star aus I Spit on Your Grave, spielt hier einer der Familienangehörigen (Erbin), die zum einen zum Opfer eines Killers werden, und zum anderen unter Verdacht geraten, die Täterschaft zu sein. Regie führt der mir unbekannte Angelo Pannacciò. Er arbeitete mir einigen der Darstellerinnen schon in Holocaust II zusammen.  

Inhaltlich gibt es einen ermittelnden Cop und jede Menge Sexszenen als Füllszenen zu sehen. Laut Blu-Ray Back-Cover gibt es hier erstmals zehn Extra-Minuten zu sehen, die bisher wohl als verschollen galten. Was mir am Film, vor allem zu Beginn, sehr gefiel waren Jess Franco Vibes. Der Film wirkt sehr traumhaft und psychedelisch. Positiv hervorheben, praktisch in jeder Szene, war dabei auch die immer passende und sehr stimmungsvolle Musik. Hat mir gut gefallen. Das waren die stärksten Momente des Filmes.

Der Plot selbst ist jedoch dünn und kaum vorhanden. Ab einer gewissen Zeit vergeht die zunächst entstandene Faszination und es kommt zu Längen. Diese werden immerhin mit vielen Nacktszenen (Sexszenen) aufgefüllt. Könnte also schlimmer sein. Wirklich blutig wird es praktisch nur in einer Szene und etwas übernatürlicher Schnickschnack kommt auch vor. Die weiblichen Darstellerinnen um Susanna Levi, Marzia Damon (The Hand That Feeds the Dead) und Lorenza Guerrieri sind hübsch anzusehen, Donald O'Brien erinnerte mich jedes Mal an seine irre Mad scientist Rolle aus Zombi Holocaust und Franco Garofalo (Star aus Hell of the Living Dead) wird von den Frauen umgarnt.

Fazit: Euro-Cult Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Il Sesso della strega

Italien 1973

R: Angelo Pannacciò

D: Susanna Levi, Jessica Dublin, Sergio Ferrero, Camille Keaton, Franco Garofalo, Donald O'Brien, Simone Santia

Laufzeit der US-Blu: 95:17 Min.

Gesehen am: 27.12.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome (Camille Keaton in Italy) = drei Filme in einer Box, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Ital. O-Ton mit englischen Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2025).

Montag, 8. Dezember 2025

Sons of the Neon Night Review

 
ZFF 2025

Sons of the Neon Night

Story:

Der Drogenkrieg fordert durch Explosionen und Schiessereien Tote. Darunter befindet sich auch Moreton Lis (Takeshi Kaneshiro) Vater, der die Drogengeschäfte geleitet hat. Moreton Li will dem illegalen Drogengeschäft den Rücken kehren. Doch die Männer seines Vaters und sein Bruder sind anderer Meinung…

Meine Meinung:

Sons of the Neon Night hat chaotische Drehbedingungen hinter sich. Angeblich begangen die Dreharbeiten 2017 aber mussten durch die damalige Corona Krise mehrfach unterbrochen werden. Inzwischen sind mind. drei Personen der Produktion gestorben, die am Film beteiligt waren (werden alle im Abspann gewürdigt). Der Film feierte im Sommer 2025 in Cannes Weltpremiere. Die Feedbacks waren vernichtend (ein Grund war sicher, dass der über 2stündige Filme nach 00.00 Uhr lief). Die Tatsache, dass der Film ursprünglich zwischen 6-9 Stunden gelaufen sein soll und nun auf 125 Minuten zusammengestaucht wurde, trug nicht zur Qualitätsgewinnung bei.

Ich hatte die Chance, den Film am ZFF zu sehen. Und ich fand Sons of the Neon Night, den neusten Film vom Rigor Mortis Regisseur Juno Mak Chun-Lung, weniger schlecht als erwartet. Auch die Effekte fand ich für einen neuen HK-Film als weniger schlecht als erwartet. Was hingegen negativ auffüllt ist die Tatsache, dass scheinbar wirklich Unmengen an Plot fehlen. Figuren tauchen auf, Figuren verschwinden, Figuren, die zuvor noch Freunde waren, töten sich plötzlich grundlos etc. Wenn ich mir jetzt noch vorstelle, das Ungeübte Zuschauer die Darsteller nicht kennen und sich nicht an diesen orientieren können, sind die negativen Cannes Kommentare noch nachvollziehbarer. Der Plot endet offen und Juno Mak Chun-Lung hat sich am Kino von Johnnie To orientiert.

Ich fand den Film ok. Optisch fand ich den sogar cool. Der Film spielt in einem alternativen (surrealen) Hong Kong im Jahr 1994 (es schneit die ganze Zeit und es gab in diesem HK bereits 1994 Smartphones) und von der Optik erinnert der Film stark an Havoc. Ich hätte mir den Film in Sachen Action, als Ganzes und in Sachen CGI schlimmer vorgestellt. Die Explosionen und Crashs mit dem Bus oder Autos fand ich weniger gut als die Schiessereien. Der Start des Filmes war schon noch cool und auch gegen Ende gibt es immer wieder einzelne Action-Momente, die vor allem optisch interessant eingefangen wurden. Und mit Blut wird auch nicht gespart. Es geht aber definitiv mehr um den Look, als um den Inhalt (zumindest in dieser Kinofassung).

Der Cast kann sich sehen lassen: Takeshi Kaneshiro (Hero), Louis Koo (Paradox), Tony Leung Ka-Fai (Double Vision), Lau Ching-Wan (hier als Sean Lau gelistet). Zudem ist Alt-Star Lowell Lo Koon-Ting (spielt in Rosa an Yuen Biaos Seite) in einer Szene zu sehen und auch Conan Lee (Ninja in the Dragon's Den) spielt mit (ihn konnte ich nicht 100% ausmachen, ich hatte zwei Figuren im Visier). Erst jetzt sehe ich, dass auch Shaw Brothers Schläger Lau Wing (Mrs K) mit von der Partie ist. Optisch fand ich den Film durchaus gelungen, auch in den Action-Szenen (zum Teil) und auch die Musik war stark. Nicht uninteressant. Aber warum eine solche Rumpffassung überhaupt erscheint (warum den ursprünglichen Film nicht als Serie auf Netflix verkaufen?), bleibt ein Rätsel und macht auch kommerziell wenig Sinn.

Fazit: Ein Film, der polarisieren wird!

Infos:

O: Fung lam fo saan

HK 2025

R: Juno Mak Chun-Lung

D: Takeshi Kaneshiro, Lau Ching-Wan, Tony Leung Ka-Fai, Louis Koo, Conan Lee, Lowell Lo Koon-Ting, Lau Wing

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 125 Min.

Gesehen am: 26.09.25

Fassungen: Am ZFF (Zürich Film Festival) 2025 gesehen im O-Ton mit englischen Subs. Eine DVD oder Blu-Ray sind noch nicht angekündigt (Stand: Sept. 2025). Es gibt Gerüchte, dass der Film ehemals sechs-neun Stunden dauerte und dann zu einem Film geschnitten wurde. Ob die ursprüngliche Fassung (ggf. als Serie) zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht wird, ist unbekannt.

Freitag, 28. November 2025

Paganini Review

Paganini

Story:

Der Film zeigt das Leben des begnadeten Violinisten Paganini (Klaus Kinski), der sich durch sein Können einen Namen gemacht hat. Künstler auf der einen Seite und Frauenheld auf der anderen Seite, mit all seinen Schattenseiten…

Meine Meinung (Director's Cut):

Als Klaus Kinski (Jack the Ripper, The Hand That Feeds the Dead, Der letzte Ritt nach Santa Cruz) noch für Nosferatu in Venedig vor der Kamera stand, war ihm sein nächstes Projekt, eines seiner persönlichsten Werke, bereits bekannt: er wollte in die Rolle des italienischen Violinisten Paganini schlüpfen. Ein Künstler und eine Legende. Kinski hat seine Version von Paganini auf die Leinwand gezaubert. Er spielte die Hauptrolle (als Paganini), schrieb das Drehbuch und führte Regie (es sollte seine einzige Regiearbeit werden).

Dabei lässt Kinski jedoch auch sein Leben in den Film fliessen. Es ist also nicht nur eine Biografie von Paganini, sondern es steckt auch ganz viel Kinski im Film. Der Film wirkt so, als hätte Werner Herzog Regie geführt (ausgenommen die expliziten Sexszenen und die Tier-Snuff-Momente). Der Film kann definitiv dem Arthouse-Kino zugeschrieben werden. Paganini hat eigentlich kaum einen Plot. Kinski hat auch seine Familie im Film integriert: sein Sohn Nikolai spielt im Film seinen Sohn und seine damalige (deutlich jüngere) und spätere Ehefrau Debora spielt seine Geliebte.

Laut dem Interview mit Debora Caprioglio auf der US-Blu-Ray hätte Kinski auch gerne Nastassja (eine seiner Töchter) im Film gehabt. Diese sei aber, als sie bereits gedrehte Szenen des Filmes (einige der Sexszenen) sah, angewidert gewesen und hätte abgelehnt, was ihren Vater rasend vor Wut gemacht haben soll. Interessantes Detail. In der Tat gibt es viele Sexszenen im Film zu sehen. Der Film ist dabei schön gefilmt. Ausstattung, Kostüme und Settings sind top. Wer das ca. 50minütige Behind the Scenes Spezial (auch auf der US-Blu-Ray zu sehen) gesehen hat, weiss, wie wichtig Kinski auch die kleinen Details waren (inklusive einiger Ausraster). Kinski spielt Paganini toll. Glaubhaft, intensiv.

Fazit: Nicht uninteressant und stimmungsvoll! Für Kinski Fans zu empfehlen (Plus die Extras der US-Blu-Ray)!

Infos:

O: Paganini

Frankreich, Italien 1989

R: Klaus Kinski

D: Klaus Kinski, Debora Caprioglio (als Debora Kinski), Nikolai Kinski, Dalila Di Lazzaro, Tosca D'Aquino, Eva Grimaldi, Beba Balteano

Laufzeit der US-Blu (Director's Cut): 94:13 Min.

Gesehen am: 29.08.25

Fassungen: Mir lag die Region-All-US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome vor. Nebst der regulären Kinofassung (angeblich durch die Produzenten und gegen den Willen von Klaus Kinski erstellt) als Hauptfassung liegt auch Kinskis expliziterer Director's Cut vor. Jedoch nur als VHS-Kopie (Vollbild, Englische Sprache, keine Subs, nicht restauriert). In ein bis zwei (Sex)Szenen war die Fassung zu dunkel, sonst hat die dunkle Bildqualität jedoch gut zur düsteren Stimmung des Filmes gepasst. Es gibt Unmengen an interessanten Extras: Cannes-Ausraster von Kinski (ein anderer als jener denn man von YouTube und Co. kennt), ca. 50mintüiges Behind the Scenes Spezial (sehr interessant) und viele exklusive Interviews (das mit Kinskis Ex-Frau Debora Caprioglio kann ich empfehlen). In Deutschland von SPV auf DVD zu haben. Auf dieser befindet sich die Kinofassung (nur mit deutschen Subs) und auch der längere Director's Cut (nur in Englisch ohne Subs).

Montag, 24. November 2025

Scales Review

 

Scales

Story:

Die 12jährige Hayat (Basima Hajjar) lebt in einem Fischerdorf. Dort sieht es die Tradition vor, dass die erstgeborenen Töchter während einer Vollmondnacht Seemonstern geopfert werden müssen. Doch Hayat entkommt dem Tod. Ihr Vater lässt es nicht zu. Daraufhin muss sie, «gebrandmarkt», dass Dorf verlassen. Sie tut sich mit jungen Männern zusammen, die es sich zur Aufgabe machen, die Seemonster zu jagen.

Meine Meinung:

Scales ist ein Mix aus Folkhorror, Drama und Sozialkritik aus Saudi-Arabien. Der Film der weiblichen Regisseurin Shahad Ameen basiert dabei auf einem früheren Kurzfilm aus dem Jahr 2013. In Eye & Mermaid, einem 16minütigen Kurzfilm, geht es ebenso um ein Fischerdorf, Meerjungfrauen und Basima Hajjar spielt dort die Hauptrolle - so wie es sie auch hier macht. Scales ist das Regie-Debüt von Shahad Ameen.

Scales läuft nur 76 Minuten. Dennoch passiert im Film relativ wenig. Dass der Inhalt für einen Feature-Film zu wenig hergibt, merkt man Scales leider negativ an. Das ist definitiv ein Stoff, der sich besser für (einen weiteren) Kurzfilm geeignet hätte. Ja, es gibt schöne Bilder zu sehen. Der Film ist in s/w gedreht worden, was zu einigen stimmungsvollen Momenten führt. Ja, Basima Hajjar spielt das toll (wie auch der restliche Cast). Ja, der Film kann sozialkritisch angesehen werden (Rolle der Frau im von Männern dominierten Nahen Osten).

Aber alles in allem fesselt der Film wenig und der Plot kommt kaum vom Fleck. Trotz der kurzen Laufzeit fühlte sich der Film länger an. Ich empfand den Film als ziemlich langweilig. Der Sinn des Filmes erschliesst sich mir nicht. Aus der Situation, dass sich ein junges Mädchen in einer Männerwelt beweisen muss, wird meiner Meinung nach auch zu wenig gemacht. Auf der anderen Seite bekommt sie auch mehrere Chancen. Ob dies der Realität entspricht? Der Mix aus Folkhorror, Märchen und Drama ist nicht uninteressant, aber nichts, was ich je wieder ansehen werde…

Infos:

O: Sayidat Al Bahr

Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Irak, Jordanien, 2019

R: Shahad Ameen

D: Basima Hajjar, Yagoub Alfarhan, Abdulaziz Shtian, Ibrahim Al-Hasawi, Rida Ismail

Laufzeit der US-Blu: Ca. 76 Min.

Gesehen am: 16.08.25

Fassungen: Gesehen via Severin Films All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 = Region-All Disc, Uncut, O-Ton mit englischen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es einen Kurzfilm und eine Konversation mit der Regisseurin (ca. 35 Minuten). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Mittwoch, 10. September 2025

Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein Review

Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein

Story:

Cagliostro (Howard Vernon) will die perfekte Rasse züchten. Dazu lässt er durch die Vogelfrau Melissa (Anne Libert) das Monster (Fernando Bilbao) von Dr. Frankenstein (Dennis Price) entführen. Letzterer wird getötet. Dr. Frankensteins Tochter (Beatriz Savón) sinnt auf Rache…

Meine Meinung (französische Originalversion):

Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein ist Fans von Jess Franco (Night of the Skull, Kiss Me Monster, Rififi in the City) zu empfehlen. Der Film wartet in der französischen Originalversion mit einem simplen Plot auf. Heute würde man von einem Style over substance Faktor sprechen. Der Film ist durch seine kurze Laufzeit von nur 75 Minuten sehr kurzweilig und kaum langweilig. Die später durch neue Szenen verlängerte spanische Fassung ist mehrheitlich uninteressant und wartet mit Szenen auf, die nicht zum Originalfilm passen (= neue Charaktere z.B. von Lina Romay verkörpert).

Jess Franco arbeitet hier mit einem seiner Lieblingsschauspieler zusammen: dem Schweizer Howard Vernon (The Other Side of the Mirror, Castle of the Creeping Flesh, Seven Women for Satan). Dessen Overacting ist besonders auffällig und in Erinnerung bleibend, während die Mädels für ihre Nacktheit und schrillen Kostüme/Rollen in Erinnerung bleiben. So spielt Anne Libert (stand oft in den Filmen Jess Francos vor der Kamera = z.B. in Daughter of Dracula) eine «Vogelfrau» oder ein «Vogelwesen». Beatriz Savón überzeugt als rächende Tochter von Dr. Frankenstein und Fernando Bilbao (Light the Fuse…Sartana Is Coming) passt aufgrund seiner Statur perfekt in die trashig angehauchte Rolle des Monsters.

Der Film gefällt vor allem durch tolle Settings (das Schloss als Kulisse), fantasievolle Masken, der Vermischung von Gewalt (Film jedoch grafisch sehr harmlos) und Sex (wobei der Erotikfaktor trotz vieler Nacktszenen erstaunlich klein ist), einen wunderbaren Lead (Howard Vernon) und vielen hypnotischen, surrealen und trashigen Eindrücken, die den Film stellenweise mehr zu einem Fiebertraum und Trip umwandeln, statt eines «echten Spielfilmes». Wer Jess Francos Filme mag, kann sich freuen!

Fazit: Für Jess Franco Fans zu empfehlen!

Infos:

O: La Maldición de Frankenstein

Frankreich, Spanien 1973

R: Jess Franco

D: Dennis Price, Carmen Yazalde, Howard Vernon, Anne Libert, Luis Barboo, Fernando Bilbao, Jess Franco

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 73:55 Min.

Gesehen am: Sept. 2012 / 2. Sichtung und 1. Sichtung der franz. Originalversion: 09.06.25

Fassungen: Für die 1. Sichtung (2012) sah ich die spanische Fassung (In Spanisch mit jap. Subs = DVD aus Japan von Atlus). In dieser fehlen sämtliche Nacktszenen und/oder wurden durch harmlose Einstellung ersetzt. Es wurden teilweise neue Szenen gedreht (alle Szenen mit Lina Romay), um den Film zu strecken. Zum Teil passen die Szenen nicht in den Originalfilm. Für eine 2. Sichtung lag mir nun die deutsche Blu-Ray von Wicked Vision vor = Mediabook, zwei Fassungen an Bord (franz. Originalfassung mit den Nacktszenen und die später alternativ ausgestattete spanische Fassung) in Deutsch, Franz. oder Englisch (mit deutschen Subs). Ich sah mir die franz. Originalfassung in Franz. mit Subs an. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, der Film Uncut. Als Bonus waren vor allem das Interview mit Stephen Thrower (ca. 26 Minuten) und Jess Franco (ca. 15 Minuten) interessant.

Freitag, 1. August 2025

Black Tight Killers

Black Tight Killers

Story:

Photograph Hondo (Akira Kobayashi) wird Zeuge, wie Stewardess Yoriko (Chieko Matsubara) von einer Gruppe Frauen entführt wird. Hondo macht es sich zur Aufgabe, herauszufinden warum und Yoriko zu retten…

Meine Meinung:

Black Tight Killers ist ein japanischer James Bond Klon aus dem Jahr 1966. Der Film stammt von Regisseur Yasuharu Hasebe (Terror – Die Rocker von Japan, Die Nackten und die Bestien, Female Prisoner #701 Scorpion: Grudge Song) und wartet mit bekannten Namen wie Akira Kobayashi (The Boy Who Came Back, Tokyo Mighty Guy, Police Tactics) oder Chieko Matsubara (Tokyo Drifter, Outlaw: Gangster VIP, New Battles Without Honor and Humanity 3: Boss's Last Days) in Hauptrollen auf.

Der Trailer sah ganz fetzig aus, doch leider gefiel mir der Film zu wenig gut, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Dem Film kann nicht viel angekreidet werden. Black Tight Killers ist an sich unterhaltsam und kurzweilig. Längen gibt es eigentlich nicht. Die Stärken des Filmes liegen in seiner visuellen Optik und seiner Bildsprache. Dafür ist der Film auch am meisten bekannt. Auch schauspielerisch gibt es nichts zu klagen.

Der Plot ist an sich aber schwach und zu sehr an James Bond orientiert (oder auch das Ende). Die Figuren wechseln zu schnell die Seite und die Dialoge sind teilweise hölzern. Was mir persönlich gar nicht zusagte, war die Musik. Die gefiel mir nicht und entsprach nicht meinem Geschmack. Und daher hatte der Film schon aufgrund dieser Tatsache allein für mich verloren. Und dass sich die Entführerinnen dann alle, eine nach dem anderen, für Hondo opfern, empfand ich als unrealistisch und schräg. Das nahm dem Film potenzielle Action-Sequenzen. Letztere sind zwar originell (mit Gimmicks, Waffen und Outfits) aber im Vergleich zu anderen Filmen aus dieser Zeit (Branded to Kill und Co.) sehr unspektakulär inszeniert.

Fazit: Geschmackssache. Ich bleibe da persönlich lieber beim Kino von Seijun Suzuki!

Infos:

O: Ore ni sawaru to abunaize

Japan 1966

R: Yasuharu Hasebe

D: Akira Kobayashi, Chieko Matsubara, Mieko Nishio, Kozue Kamo, Akemi Kita

Laufzeit der UK-Blu-Ray: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 14.05.25

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Radiance vor = Booklet, Wendecover, O-Ton, englische Subs, Uncut Fassung, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt einen Audiokommentar und ein Interview mit dem Regisseur als Bonus. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2025).

Samstag, 26. Juli 2025

Born of Fire

 

Born of Fire

Story:

Flötenspieler Paul Bergson (Peter Firth) und eine Astronomin (Suzan Crowley) finden durch Umwege, mysteriöse Visionen, akustische Halluzinationen und Alpträume zueinander. Hinweise erhoffen sie sich in der Türkei. Dort machen sie sich auf die Suche nach dem Master Musician (Orla Pederson)…

Meine Meinung:

Born of Fire war der nächste Film aus der All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2, dessen Sichtung anstand. Ich freute mich, da der Film vor kurzem auch durch meinen Kumpel gesichtet wurde und sich dessen Beschreibung (auf seiner Letterboxd Seite) vielversprechend anhörte. Auch die Zusammenfassung im Set von Severin Films im Booklet empfand ich als ansprechend und interessant. Sie machte Lust auf mehr. So war ich vor der Sichtung voller Vorfreude.

Born of Fire, ein Film in der Musik, wie schon in Sinners, den ich einen Tag zuvor sah, eine wichtige Rolle spielt, ist ein interessanter Folk-Horrorfilm. Born of Fire war nebst The Enchanted der bisher beste Film aus der All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 Collection. Ich empfand den Film als Ganzes als mystisch, visuell stark eingefangen, stark gespielt und den Plot innovativ und anders. Eine Spannung war von der ersten Sekunde an gegeben. Die Drehorte in der Türkei, vor allem auf den Kappadokien, trägt viel zur dichten Stimmung des Filmes bei.

Beim Film handelt es sich quasi um die Geschichte Gut gegen Böse. Musik spielt eine wichtige Rolle. Vergangene Geschehnisse, Wiedergeburten und viel symbolische Kraft steuern dem Werk eine fesselnde Grundstimmung bei. Es geht um Religionen (den Islam) und die Kraft des Glaubens. Ein Djinn spielt eine Rolle und versucht, unseren Helden auf seinem Weg zu blenden und aufzuhalten.  Ich bin der Meinung, dass es, was Dschinn angehen, sowieso zu wenig wirklich tolle (Horror)Filme gibt. Da sah ich am NIFFF 1-2 mittelmässige Werke und als richtig toll habe ich nur Wishmaster abgespeichert.

Fazit: Born of Fire ist fantastisches und lohnenswertes Kino! Sehenswert!

Infos:

O: Born of Fire

Großbritannien, Türkei (je nach Quelle) 1987

R: Jamil Dehlavi

D: Peter Firth, Suzan Crowley, Stefan Kalipha, Orla Pederson, Nabil Shaban, Jean Ainslie

Laufzeit der US-Blu: Ca. 84 Min.

Gesehen am: Ende April 2025

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray Box All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 von Severin Films = O-Ton, englische Subs, Uncut, viele Extras, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland lief der Film unter dem Titel Die Macht des Feuers im Kino und im TV. Es scheint keine VHS, DVD oder Blu-Ray in Deutsch zu geben (Stand: April 2025).

Donnerstag, 10. April 2025

Wolf Man

Wolf Man

Story:

Nach dem Tod seines Vaters begibt sich Blake (Christopher Abbott) zusammen mit seiner Frau (Julia Garner) und ihrer Tochter (Matilda Firth) in die Wälder von Oregon, um im Anwesen von Blakes Vater Administratives zu erledigen.  Doch kurz vor ihrem Ziel, werden sie von einem monströsen Geschöpf angegriffen…

Meine Meinung:

Ende 2024 sah ich im Kino den Trailer zu Wolf Man. Dieser sah gut aus und machte Lust auf mehr. Mehr Infos (auch zu Cast und Crew) lagen mir nicht vor d.h. ich habe mir im Voraus bewusst keine weiteren Infos angeeignet. Ich ging ohne falsche Erwartungen und ohne Weiteres über den Film gesehen oder gelesen zu haben in die Kinovorstellung. Leider war Wolf Man nach Nosferatu im neuen Jahr bereits der 2. Kinofilm, der sich nicht lohnt, gesehen zu werden.

Wolf Man, eine weitere Werwolf Mär seitens Universal im modernen Gewand (viele Reviews vergleichen den Film mit Die Fliege), stammt von Leigh Whannell. Das wusste ich im Voraus auch nicht, was auch gut so ist. Sonst hätte ich eventuell zu viel erwartet und wäre noch enttäuschter gewesen. Leigh Whannell verdanken wir vor allem Upgrade und The Invisible Man (das war ein kommerziell erfolgreicher Versuch, dem Universal Stoff neues Leben einzuhauchen).

Leider kann er mit Wolf Man nicht an seine ehemaligen Filme anknüpfen. Aber auch von diesem Vergleich losgelöst ist der Film unglaublich schlecht. Der Start in den Film war mir nicht sympathisch. Die Figuren sind total unsympathisch, das Schauspiel zum Teil schlecht und die Figuren stammen direkt (aus der modernen) Hölle. Das ganze Intro (Vater-Sohn auf Jagd) wie auch die später gezeigten Familienprobleme (viel Familien-Drama) nerven total. Hätten die Filmemacher einfach weglassen sollen.

Mich haben weder Christopher Abbott (Possessor) noch Julia Garner (Apartment 7A) inklusive Matilda Firth überzeugt. Der Film war zu keiner Sekunde spannend oder gruselig, fühlte sich länger an als die wirkliche Laufzeit und der Film ist, mehr oder weniger die ganze Zeit, stockdunkel. Das Finale war enttäuschend und auch der Plot war eigentlich total hohl, da vorhersehbar und kaum vorhanden. Der Film wäre als Kurzfilm oder Werbevideo für handgemachte Effekte (Verwandlung vom Menschen zum Monster) besser gewesen.

Das Monster sieht einem Werwolf kaum ähnlich und vor allem das Gesicht sieht, obwohl es mehrere Stufen der Verwandlung durchlebt, auch im Finale irgendwie aus wie zuvor. Alles gleich. Der Kampf der zwei Monster war mies und wirkte unpassend. Dies hätte eher in einen Marvel-Film gepasst, aber nicht in einen Horrorfilm. So was mag ich nicht. Die Dialoge waren auch mies. Gut sind eigentlich nur 2-3 Effekte (sieht vor allem handgemacht aus, aber oft zu dunkel oder zu schnell geschnitten) und die «Visuals», von denen es 2-3 innovative Sequenzen gibt.

Fazit: Nicht zu empfehlen und langweilig!

Infos:

O: Wolf Man

USA 2025

R: Leigh Whannell

D: Julia Garner, Christopher Abbott, Sam Jaeger, Benedict Hardie, Matilda Firth

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 104 Min.

Gesehen am: 27.01.25

Fassungen: Im Kino gesehen = Uncut, Englischer O-Ton, deutsche und franz. Untertitel. Eine deutsche Blu-Ray und Co. sind noch nicht angekündigt (Stand: Jan. 2025).

Dienstag, 25. Februar 2025

Kuso

Kuso

Inhalt inklusive meiner Meinung:

Kuso war einer der Titel, welche ich dazumal 2017 am Fantasy Film Fest in Deutschland verpasst habe. Durch die Ankündigung der offiziellen US-Blu-Ray kam ich nun in den Genuss, den Film anzusehen. Mehr dazu unter Fassungen. Wobei, kann im Falle von Kuso wirklich von einem «Film» gesprochen werden? Die Hintergründe zum Film oder den Machern war mir unbekannt. Bei Kuso handelt es sich nicht um einen Spielfilm mit Plot, sondern mehr oder weniger um ein Arthouse-Musik-Video in Spielfilmlänge, in dem diverse Sequenzen abgespielt werden.

Ich wusste auch nicht, wer Steven Ellison ist. Steven Ellison ist u.a. ein DJ und Rapper, der auch ein Musik-Label gegründet hat. Im Film sind wohl etliche namhafte Künstler aus der Szene anzutreffen. In der Hinsicht und Musikrichtung bin ich jedoch ein Greenhorn, so dass ich dazu keine Hintergrundinfos liefern kann. Ich ging also, und das ist auch nicht schlecht, mit neutralen Infos an Kuso. Die Hintergründe um Regisseur Steven Ellison kannte ich vor der Sichtung nicht. Hat mir Kuso, der sehr eklig sein soll, gefallen?

Leider gar nicht. Kuso gefiel mir aus zwei Gründen nicht. Zum einen gefiel mir die ganze Machart (Optik, Musik, Settings) nicht (wobei es schon 1-2 Sequenzen gab, die optisch cool waren) und zum anderen war mir der Film auch zu wenig eklig. Die ekligen Parts wirkten aufgesetzt oder repetitiv (die ganzen Hautgeschwüre z.B. wirkten auch zu künstlich, zu sauber, zu steril). Die Machart ist natürlich Geschmackssache. Fans der im Projekt involvierten Künstler dürften mit Kuso audiovisuelle Orgasmen erleben.  Die Leidenschaft und Energie, welche ins Projekt geflossen sind, sind erwähnenswert, trafen aber nicht meinen Geschmack. 

Fazit: Wenn ich mir Filme mit Ekel-Faktor ansehen will, die mir persönlich mehr zusagen, dann empfehle ist stattdessen Werke wie Feed oder Pink Flamingos.  

Infos:

O: Kuso

USA 2017

R: Steven Ellison

D: George Clinton, Bus Driver, Tim Heidecker, Hannibal Buress

Laufzeit der Bootleg DVD: Ca. 97 Min.

Gesehen am: 19.12.24

Fassungen: Der Film wurde, wie es scheint, erst Ende 2024 von Vinegar Syndrome bzw. durch eines ihrer Partner-Labels in den USA als Blu-Ray angekündigt. Ich bekam den Film vom Kollegen als Bootleg-Blu-Ray geschenkt = Hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut, Englischer Ton, Englische Subs vorhanden. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).