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Mittwoch, 12. August 2026

Ice Cream Man

Ice Cream Man

Story:

Kinder werden, nachdem sie Glace eines mysteriösen Glace-Verkäufers (Ari Millen) verzehrt haben, zu mordenden Werkzeugen gegenüber Erwachsenen. Eine Gruppe von Kindern (Charlie Zeltzer, Shiloh O’Reilly, Kiori Mirza Waldman) versucht zu überleben und dem Geheimnis auf die Spur zu kommen…

Meine Meinung:

Ice Cream Man ist der neuste Film von Eli Roth (Cabin Fever, Death Wish) und leider hat mir der Film weniger gut als z.B. sein letzter (Thanksgiving) gefallen. Für eine Sichtung ist Ice Cream Man okay, aber im Grossen und Ganzen ist der Film eigentlich sehr belanglos und richtige Höhepunkte sucht der Zuschauer vergebens. Die Geschichte erinnert leicht an den Rattenfänger von Hameln. Das Motiv ist am Ende auch weniger originell, als erwartet. Das Ende gefällt trotzdem da kein Happy End.

Was Ice Cream Man gut macht ist die Tatsache, dass der Film nicht wirklich langweilig ist. Es ist immer was los und der Film nimmt sich keine Sekunde ernst. Zudem gibt es viel Splatter. Wer nur auf Splatterszenen aus ist, wird gut belohnt, auch wenn einige Szenen durch zu nahe Close-Ups oder durch eine Wackelkamera (besonders dann, als die Gruppe Kids aus der Schule über den Schulplatz flüchtet sind praktisch alle Szenen durch die Wackelkamera in ihren Gewaltmomenten entschärft da viel weniger explizit) negativ beeinflusst werden. Ari Millen (Unspoken) spielt den Glace-Verkäufer gut. Er verzichtet praktisch auf Dialoge und spielt mit Mimik und Körpersprache.

Daher erinnerte er mich an Art the Clown an den Terrifier Filmen. Die Kinder, die die Überlebenden darstellen, agieren auch gut. Ansonsten sind die Figuren relativ öde und peinlich (vor allem Eli Roths Auftritt). Die Dialoge sind allgemein übel und auch der «Humor». Ich musste im Kino nicht ein einziges Mal lachen. Eli Roth gab zu, dass einige der Szenen (Animationen) durch KI entstanden sind (plus den Abspann). Warum, ist mir ein Rätsel. Die Animationen hätten genau so gut weggelassen werden können und haben praktisch nichts zum Film oder den einzelnen Szenen beigetragen. Kein Film, der lange in Erinnerung bleiben wird…

Infos:

O: Ice Cream Man

USA 2026

R: Eli Roth

D: Ari Millen, Charlie Zeltzer, Shiloh O’Reilly, Kiori Mirza Waldman, Sarah Abbott, Eli Roth

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 86 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Ich sah den Film in Bern im Kino = Uncut (ab 18), Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Soll in Deutschland am 05.11.26 auf DVD, Blu-Ray und Co. erscheinen.  

Montag, 29. Juni 2026

Terror Firmer

Terror Firmer

Story:

Der blinde Regisseur Larry Benjamin (Lloyd Kaufman) will mit seiner Crew (u.a. Charlotte Kaufman, Trent Haaga, Alyce LaTourelle, Reverend Jen Miller, Yaniv Sharon, Mo Fischer, Debbie Rochon, Roy David, Lyle Derek, Will Keenan) eine Fortsetzung zu The Toxic Avenger drehen. Doch ein irrer Killer stört die Dreharbeiten...

Meine Meinung:

Terror Firmer muss ich sacken und auf mich wirken lassen. Es gab einen Zeitpunkt während der Sichtung, wo ich dachte, den werde ich verkaufen und nicht mehr in der Sammlung lassen. Aber gegen Ende wird der Film nochmal verrückter und irgendwie hat der Film etwas in mir ausgelöst, so dass ich den Film vorerst noch behalten werde. Bei Terror Firmer handelt es sich um einen Troma-Film aus dem Jahr 1999 von und mit Lloyd Kaufman (Poultrygeist: Night of the Chicken Dead, The Toxic Avenger, Vampire Zombies…from Space!).

Der Film bietet viele Film-in-Film Momente (es wird eine Fortsetzung zu The Toxic Avenger gedreht) und der Auto-Crash (aus der Troma-Produktion Sgt. Kabukiman N.Y.P.D.) wurde erneut in den Plot integriert (ein Running Gag in Troma-Filmen). Daneben gibt es Cameos von Namen wie Lemmy, den South Park Schöpfern Matt Stone und Trey Parker inklusive Ron Jeremy. Alles Namen und Gesichter, die in Vergangenheit in Troma-Filmen zu sehen waren (= Cannibal! The Musical, Tromeo & Juliet, Citizen Toxie: The Toxic Avenger IV). Daneben lässt Lloyd Kaufman sogar alte Bekannte (Fleischberg Joe Fleishaker) oder die eigene Familie (Töchterchen Charlotte) im Film auflaufen.

Wo der Film für mich punktet, ist einerseits seine schier unglaubliche (perverse) Kreativität und seine vielen skurrilen Ideen und Momente. Das muss man gesehen haben, um es zu glauben. Daneben empfand ich den Ekelfaktor als positiv. Es gab wirklich mehrere Szenen, die auch in mir Ekel hervorgerufen haben (vor allem die Szene, in der alle im Auto erbrechen). Die war echt supereklig, auch weil es einfach so echt aussah. Bäh! Und wenn einem Film gelingt, solche Gefühle in dem Zuschauer zu wecken, dann macht man da schon was richtig. Das Nächste, was mir gefiel war die Tatsache, dass der Film, insbesondre aus heutiger Sichtweise, extrem politisch unkorrekt ist (sogar im Abspann geht es dementsprechend weiter, z.B. die Namen-Bezeichnungen der Figuren).

Die Effekte sind derb, blutig und gut getrickst. Und nebst Splatter gibt es sämtliche Fäkalien zu sehen, die man sich nur vorstellen kann. Der Film beinhaltet viel pubertierenden, geschmacklosen und infantilen Fäkalhumor. Die Schauspieler sind mutig und bemüht. Was ich am Film hingegen ankreiden kann, sind Längen. Mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden war mir der Film doch zu lang und es gibt lahme Füllszenen. Es gab mir auch zu viele (total unerotische) Sexszenen. Da hätte ich lieber mehr Morde vom Killer gesehen. Und es gab mir zu viele nackte Männer in dem Film. Das ist aber Geschmackssache, auch wenn die Gender-Frage hier sowieso groteske Züge annimmt, auch wenn eigentlich im Horror-Genre nichts Neues (siehe Psycho, Das Schweigen der Lämmer, Blutgericht in Texas, The Tenant oder Monster: Die Geschichte von Ed Gein).  

Fazit: Troma-Fans können einen Blick riskieren, aber danach duschen nicht vergessen!

Infos:

O: Terror Firmer

USA 1999

R: Lloyd Kaufman

D: Charlotte Kaufman, Lloyd Kaufman, Joe Fleishaker, Trent Haaga, Alyce LaTourelle, Reverend Jen Miller, Yaniv Sharon, Mo Fischer, Debbie Rochon, Roy David, Lyle Derek, Will Keenan, Matt Stone, Trey Parker, Lemmy, Ron Jeremy

Laufzeit der US-DVD: 114:14 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 29.06.26

Fassungen: Mir lag die Doppel-DVD aus den USA von Troma vor = bis auf fehlende Englische Subs eine anständige Fassung = qualitativ i.O., Uncut, O-Ton, viele Extras. Den Film gibt es in Deutschland von '84 Entertainment auf Blu-Ray (Deutsch/Englisch, keine Subs, Uncut).

Samstag, 25. April 2026

Deathgasm 2: Goremageddon

Deathgasm 2: Goremageddon

Story:

Als Brodie (Milo Cawthorne) erfährt, dass seine Ex (Kimberley Crossman) in einer anderen Band mitmischt, die an einem Turnier teilnimmt, erwecken sein Kumpel (Daniel Cresswell) und er seine ehemaligen Bandmitglieder Zakk (James Blake) und Zion (Sam Berkley) zu neuem Leben.  Doch Zombies in einer Band zu integrieren, ist einfacher gesagt, als getan…

Meine Meinung:

Es dauerte lange, bis mit Deathgasm 2: Goremageddon die Fortsetzung zum neuseeländischen Fun-Splatter Deathgasm in die Kinos kam. Ich sah Deathgasm 2015 am NIFFF und habe den als charmanten, liebevollen und sympathischen Fun-Splatter abgespeichert. Ob die Fortsetzung nach so langer Zeit an den Vorgänger heranreichen wird? Immerhin kehrt ein Grossteil des Cast inklusive Regisseur (Guns Akimbo) sowie die Hauptdarsteller (Milo Cawthorne, Kimberley Crossman, James Blake, Sam Berkley, Daniel Cresswell) zurück und neue Namen kommen dazu.

Warum es so lange dauerte, bis der 2. Film realisiert werden konnte, weiss ich nicht. Der Film wurde jedoch auch von Fans mit produziert und wie dem Abspann des Filmes zu entnehmen ist, sind wohl gleich mehrere Beteiligte inklusive des Hündchens nicht mehr am Leben. Der Film war auch eine Kickstarter Produktion, die Anfang 2024 in Produktion ging. Derweil besucht der Film diverse Festivals und für solche, ist die Fortsetzung natürlich mehr als gelungen. Seit ich den ersten Teil sah, ist zu viel Zeit her, um vergleichen zu können.

Der Plot von Deathgasm 2: Goremageddon ist simpel. Zumindest an Brodie, Zakk und Medina (seine Ex) konnte ich mich noch erinnern. Nicht so an die anderen Figuren. Neue Figuren, die dazustossen, sorgen für viel Spass (Religiöser Fanatiker und der andere Band-Anführer, der mehr wie ein Sektenguru wirkt). Auch der heutige Zeitgeist wird durch den Kakao gezogen, was mir gefiel. Ansonsten war der Humor oft weniger mein Fall und zu sehr Penis fixiert. Die Gloryhole-Sequenz war schon sehr drüber. Der Humor passt perfekt zu einem Festival, aber mir sagt das oft nichts mehr. Die Figuren sind mir Herzblut dabei. Es gibt hier und da auch Längen.

Vielleich wäre es besser gewesen, den Film etwas zu straffen. Wer eklige Szenen (es wird viel gekotzt in dem Film), pubertierenden Humor, Metal-Band und Fun-Splatter mag, wird Deathgasm 2: Goremageddon hingegen lieben. Es gibt viele abgefahrene Ideen und viele sehr blutige und handgemachte Effekte. In der Hinsicht enttäuscht der Film nicht. Splatterfans werden voll auf ihre Kosten kommen. Das Finale war jedoch etwas enttäuschend, die digitalen Effekte hätte es nicht gebraucht (Strom, Feuer) und in vielen Szenen wirkt der Film, trotz starker handgemachter Effekte, etwas klein, einfach und billig. Das Zombie-Make-Up fand ich allgemein schwach.

Fazit: Perfekter Festival-Beitrag, aber nichts für meine persönliche Sammlung!

Infos:

O: Deathgasm 2: Goremageddon

Neuseeland, Kanada 2025

R: Jason Lei Howden

D: Milo Cawthorne, Kimberley Crossman, James Blake, Daniel Cresswell, Sam Berkley

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Freitag, 24. April 2026

Higuma!! The Killer Bear

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Higuma!! The Killer Bear

Story:

Nach dem Suizid seines Vaters und den Schulden seiner Mutter gerät Fuku (Fuku Suzuki) in illegale Geschäfte, um schnell viel Geld zu verdienen. Als Wan (Wan Marui) einen Diamanten, der für den Boss gedacht ist, stiehlt, soll sie im Wald exekutiert und vergraben werden. Doch ausgerechnet dann taucht ein Bär auf und Fuku, Wan und Co. kämpfen ums Überleben…

Meine Meinung:

Ein japanischer Tierhorrorfilm mit einem Monster-Bär? Tolles Plakat und angeblich alles practical effects? Den musste ich mir am Filmfest geben! Nach dem Durchzappen des Trailers war ich hingegen skeptisch. Was Japan und Bären angehen, steht zudem noch der Sonny Chiba Streifen Yellow Fangs auf meiner zu langen Wunschliste. Higuma!! The Killer Bear ist der bisher beste Film am diesjährigen Filmfestival und meine Skepsis war unbegründet. Endlich habe ich den ersten Kracher, der es auf meine Wunschliste schafft.

Der Hauptgrund ist natürlich der Monster-Bär. Der sieht einfach nur cool und charmant aus. Und nichts mit CGI (nur wie er am Ende rennt, sah ggf. danach aus). Da wird, im Gegensatz zu klassischen Tierhorrorfilmen, auch nicht zugewartet, sondern gleich in seiner ersten Szene sehen wir den Bären in seiner vollen Pracht. Der Bär, der oft auch mehr wie eine grosse, etwas fette Katze aussieht, bewegt sich schwerfällig wie Godzilla und stösst Laute aus, die genauso gut von der grossen Echse stammen könnten. Da hatte mich der Film schon gewonnen.

Der Film startet auch sympathisch mit Fuku Suzuki als Videospielentwickler, der seiner Mutter das neuste Videospiel vorführt. Zudem ist die von Fuku Suzuki ein Katzen-Fan und eine sympathische Figur. Mit der Rahmenhandlung um den Suizid seines Vaters und dem Druck der Mutter, da Schulden, hat der Film auch mehr Gefühl und Herz, als erwartet. Danach startet Fuku Suzukis Gangster-Karriere und ca. 30 Minuten später, nachdem die Figuren eingeführt und die Ausgangslage klar sind, erscheint der Bär (und auch erst dann die Titeleinblendung, und was für eine!).

Mit Wan Marui hat der Film eine gute Komponente zu Fuku Suzuki gefunden. Auch sie ist sympathisch und bringt, zumindest in den Gangster-Momenten, einen Anflug von Action (Martial Arts) in den Film. Der Film bietet auch einige schöne, handgemachte Splattereffekte. Auf Dauer sieht man dem Film an, dass das Budget nicht unendlich war, da viele Taten dann fast nur noch im off screen stattfanden. Das wird vor allem im Finale deutlich, wo eine ganze Gruppe von Gangstern als Kanonenfutter präsentiert wird, aber nur ein «Mord» wird gezeigt.

Das kann ich dem Film aber verzeihen, denn jede Szene mit dem Bären liess mich lächeln und schmunzeln. Dazu kommen die sympathischen Figuren, Splattereffekte und toller, amüsanter Humor. Es gab viel zu lachen und der Film war, vielleicht wenn er hier und da auch etwas zu lang anmutete, sehenswert und kommt mit viel Herzblut daher. Das Einzige, was ich dem Film ankreiden kann, ist das Finale d.h. wie der Bär besiegt wird. Die Szene wird teilweise im Trailer gezeigt und das sah halt schon einfach irgendwie billig und künstlich aus (auch mit GCI?). Zudem sehr unspektakulär.

Fazit: Fans von Tierhorror- und japanischen Monsterfilmen können sich freuen!

Infos:

O: ヒグマ!!

Japan 2026

R: Eisuke Naitô

D: Fuku Suzuki, Wan Marui, Takashi Ukaji

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 100 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Japanisch mit Untertiteln. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Montag, 30. März 2026

They Will Kill You

They Will Kill You

Story:

Asia Reaves (Zazie Beetz) nimmt in einem Hotel eine Stelle als Putzkraft an. Doch dort erwartet sie eine unerwartete Überraschung…

Meine Meinung:

Vor vielen Monaten sah ich im Kino den Trailer zu They Will Kill You. Einem Film, von welchem ich noch nie gehört hatte. Der Trailer sah vielversprechend aus. Gestern ging es ins Kino. Ich wusste praktisch nichts über den Film, die Produktion oder Cast und Crew. Obwohl der Trailer schon einige Story-Inhalte verrät, wusste ich das nicht mehr. Ich wusste nur, dass der Lead eine neue Stelle annimmt und sich in Gefahr begibt und dass es u.a. eine südafrikanische Produktion ist (u.a. in Kapstadt gedreht). Dass es sich um den neuen Film von Kirill Sokolov handelt, schnallte ich erst nach der Sichtung. Dessen Why Don't You Just Die! fand ich toll.

Daher überrascht es mich auch nicht, dass ich an They Will Kill You Gefallen fand. Selten hat mich ein Kinofilm in den letzten Monaten so gut unterhalten, wie They Will Kill You. Es ist gut, vor der Sichtung möglichst wenig über den Film zu wissen und zu sehen. Der Film hat mich an Filme wie The Raid, Kill Bill: Vol. 1 oder Bride of Re-Animator und Co. erinnert. Der Film war besser und deutlich blutiger als erwartet. Es gab zwei kleine Mankos, die aber nicht sonderlich ins Gewicht fallen = dreimal gefiel mir die Musik (Rap) nicht, da nicht meinem persönlichen Geschmack entsprechend und der Schweinekopf im Finale war billig (CGI).

Abgesehen davon waren die Effekte toll und stark anzusehen. Die Kampfszenen waren cool inszeniert. Es gibt mehrere epische Szenen, die optisch ein Genuss waren. Style over Substance Faktor. Die Splattereffekte waren auch cool. Der Plot war dünn und Mittel zum Zweck. Der Inhalt wird in Rückblenden und Kapiteln erzählt. Der Inhalt ist an sich nicht wirklich originell, aber perfekt geeignet, um spassig, blutig und actionreich zu unterhalten. Kirill Sokolov scheint zudem ein Fan von Quentin Tarantino zu sein. Viele Momente erinnern an das kultige Vorbild. Der schwarze Humor war speziell, hat für mich auch nicht immer, aber meistens, funktioniert.

Die mir unbekannte Zazie Beetz hat eine starke Leistung abgegeben. Man nahm ihr die Actionrolle durchaus ab. Man darf gespannt sein, was sie in Zukunft für Rollen annehmen wird. Dasselbe gilt für Regisseur Kirill Sokolov. Bitte mehr davon! Daneben ist der Film mit Namen wie Heather Graham (From Hell) und Patricia Arquette (A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors) auch prominent besetzt. Aber auch (mir unbekannte) Namen wie Tom Felton, Gabe Gabriel oder Myha'la (Bodies Bodies Bodies) waren überzeugend. Nur das vielgelobte Finale fand ich persönlich am schwächsten. Das hohe Niveau, welches der Film zuvor hält, kann nicht bis zum Ende mitgetragen werden.

Fazit: Spassig und unterhaltsam!

Infos:

O: They Will Kill You

Südafrika, USA, Kanada 2026

R: Kirill Sokolov

D: Zazie Beetz, Heather Graham, Tom Felton, Gabe Gabriel, Patricia Arquette, Myha'la, Paterson Joseph

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 29.03.26

Fassungen: In Bern im Kino gesehen = Englisch mit Untertiteln, Uncut, ab 16 Jahren freigegeben. Eine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: März 2026).

Samstag, 20. Dezember 2025

Sars War Review

Sars War

Story:

Liu (Pinsuda Tanpairoh) wird von Gangstern entführt und in einem Hochhaus gefangen gehalten. Khun Krabi (Suppakorn Kitsuwan) und später dessen Meister (Suthep Pongam) machen es sich zur Aufgabe, Liu zu retten. Dummerweise verwandelt das SARS-Virus aus Afrika (!) die Menschen in Zombies. So bekommen es unsere Helden nicht nur mit den Gangstern, sondern auch mit Zombies zu tun…

Meine Meinung:

Sars War sah ich seit über 15 Jahren nicht mehr. Zeit für eine Neusichtung. Ich mache es kurz: der Film aus Thailand bleibt nun nicht mehr in der Sammlung, aber schlecht ist Sars War nicht. Aber will ich mir den Film in Zukunft nochmals ansehen? Ich denke nicht. Der Film wurde nach der SARS-Pandemie im Jahr 2002/2003 gedreht. So wurde, wie bereits in dem Hong Kong Film Ebola Syndrome, reale Ereignisse zu einem Horrorfilm bzw. Fun-Splatter bzw. Unterhaltungsfilm, in dem Fall mit Zombies, umgewandelt.

Im Vergleich zum ultrafiesen Ebola Syndrome geht es in Sars War aber harmlos zu und her. Der Film ist ein Mix aus Komödie, Action- und Zombiefilm mit diversen Zitaten an bekannte Hollywood-Filme wie Stirb langsam, Shivers, Dawn of the Dead oder Star Wars. Ich muss zugeben, dass der Film auch bei dieser Neusichtung spassig war. Die Zeit verging wie im Flug und ich mochte nebst der Tatsache, dass unterhaltsam, den schrägen Humor, der z.T. ans HK-Kino er 90er Jahre erinnerte. Schön dumm und politisch unkorrekt. Zudem mochte ich die Figuren.

Vor allem Suppakorn Kitsuwan (Tears of the Black Tiger, Rambo) als Held, Suthep Pongam als dessen Meister und bei den Bösewichten hat mir Somlek Sakdikul durch seine lustige Rolle am meisten zugesagt. Die Mädels waren solide und schlecht waren eigentlich nur die CGI-Szenen. Das war etwas schade und trübte den Filmspass leicht (z.B. die Riesen-Schlange). Es gibt einige blutige Szenen, aber von echtem Splatter kann meiner Meinung nach kaum die Rede sein. Die Musik passte zur abwechslungsreichen Inszenierung (sogar Anime-Abschnitte kommen vor).

Fazit: Kein Must Have Titel, aber Zombie- und Fun-Splatter Fans können durchaus einen Blick riskieren! Wer sich ab asiatischem, sonderbaren Humor und Slapstick stört, sollte hingegen nicht einschalten...

Infos:

O: Khun krabii hiiroh

Thailand 2004

R: Taweewat Wantha

D: Pinsuda Tanpairoh, Suppakorn Kitsuwan, Suthep Pongam, Somlek Sakdikul

Laufzeit der thailändischen DVD: 87:25 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 01.12.25

Fassungen: Mir lag die Code-3-Disc aus Thailand von Mangpong vor = O-Ton, englische Subs, cooles Digipack, gute Bild- und Tonqualität. In Deutschland ist der auch Uncut auf DVD veröffentlicht worden. Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Dez. 2025).

Dienstag, 7. Oktober 2025

Hatchet II Review

Horroktober 2025

Hatchet II

Story:

Marybeth (Danielle Harris) überlebt ein Aufeinandertreffen mit Victor Crowley (Kane Hodder). Zusammen mit Reverend Zombie (Tony Todd) und anderen (u.a. Tom Holland, AJ Bowen, Alexis Kendra, R.A. Mihailoff, Parry Shen) begibt sie sich erneut in den Sumpf, um Victor ein für alle Mal zu töten…

Meine Meinung:

Hatchet II hat mir, wie schon der Vorgänger, nicht mehr gut genug gefallen, um in der Filmsammlung zu verweilen. Mein Filmgeschmack hat sich z.T. verändert und gerade bei neuen Filmen bin ich deutlich strenger geworden, so dass Hatchet II aus der Sammlung fliegt. Dafür lohnen sich Blog-Specials wie der Japanuary, Shawgust oder der Horroktober gut. Aus dem Vorgänger kehren Adam Green (Regie), Kane Hodder (spielt den Killer), Tony Todd (gleiche Rolle) und John Carl Buechler (gleiche Rolle) zurück. Neu an Bord stösst Danielle Harris (Halloween 4 & 5, Last Boy Scout) und Tom Holland (Regisseur von Child’s Play und Fright Night).

Zwar ist der Film absolut nicht langweilig (ich würde sogar sagen, der hatte weniger Längen und Startschwierigkeiten als der Vorgänger), aber abgesehen von den Effekten (die übrigens in der Fortsetzung nicht mehr von John Carl Buechler stammen) konnte mich der Film nicht mehr überzeugen. Abgesehen von den sehenswerten und fantasievollen Tötungssequenzen und starken, handgemachten Effekten, die, ich muss es zugeben, teilweise wirklich der Wahnsinn sind, bietet der Film keinen Mehrwert, je wieder gesichtet zu werden.

Die Optik des Filmes erinnert an einen sterilen, billigen TV-Film. Eine Spannung oder Atmosphäre will nie entstehen. Die Musik (z.B. im Vor- oder Abspann) ist unpassend gewählt (und/oder entspricht weniger meinem Geschmack) und der Vorspann wirkt auch billig und für einen Film, der auf Old School machen will, wirkt dieser zu modern. Der Humor ist doof und pubertierend (wie auch die wenigen Nacktszenen) und alle Figuren sind uninteressant. Da können auch Danielle Harris, Kane Hodder (Kill Her Goats, Robin Hood: Ghosts of Sherwood) oder Tony Todd (der ein echtes Arschloch spielt) nichts ändern.

Fazit: Für Fans der Reihe sicherlich zu empfehlen, wer jedoch mehr als nur guten Gore sehen will, sollte sich für andere Filme entscheiden!

Gefolgt von: Hatchet III

Infos:

O: Hatchet II

USA 2010

R: Adam Green

D: Tony Todd, Kane Hodder, Danielle Harris, Tom Holland, AJ Bowen, Alexis Kendra, R.A. Mihailoff, John Carl Buechler, Parry Shen

Laufzeit der US-DVD: 85:15 Min.

Gesehen am: Feb. 2011 / Neusichtung am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die Uncut-US-DVD von Dark Sky Films vor = Schuber, O-Ton, englische Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. In Deutsch und Uncut nur über Österreich zu haben!

Sonntag, 27. April 2025

Scared Shitless

Brugggore Filmfestival 2025 Spezial

Scared Shitless

Story:

Die sanitären Anlagen eines Hochhauses sind von einem Monster befallen. Ein Klempner (Steven Ogg) und sein Sohn nehmen den Kampf gegen das Monster auf…

Meine Meinung:

Als ich das Plakat und den Plot zu Scared Shitless studierte, kam mir den am BIFFF 2024 gesehenen Destroy All Neighbors in den Sinn. Wohl deshalb, da dieser auch in einem Wohnblock spielt. Was Scared Shitless angeht, habe ich nicht viel erwartet. Scared Shitless war der 2. letzte Film, den ich dieses Jahr am Brugggore Filmfestival gesehen habe. Film Nr. 21 um 01.00 Uhr nachts. Die Vorstellung wurde sogar auf 01.10 Uhr verschoben.

Ich empfand Scared Shitless besser als erwartet. Natürlich kein Meisterwerk und kein Film für meine Sammlung. Was solche Festivalfilme angehen, bin ich deutlich strenger geworden. Der Film unterhält prinzipiell durch einen flotten, unkomplizierten und gradlinigen Plot, der schnell zur Sache kommt. Ich fühlte mich spassig unterhalten und war während der gesamten Sichtung kaum müde. Die Figuren waren zwar zum Teil sehr klischeehaft gezeichnet und peinlich (einige der Nebenrollen), aber damit muss man in dieser Art Film leben.

Freude hatte ich an Steven Ogg. Der war mir bis letzten Dienstag kein Begriff, ehe er schon in Dark Match überzeugte. Er war die Ausnahme. An ihm hatte ich Freude. Als ich dazumal den Trailer durchzappte, fühlte ich mich an Filme wie Der Blob oder Shivers erinnert. Das hat definitiv etwas. Was mich positiv überraschte waren die Effekte, die Anzahl Splatterszenen und deren Qualität. Zwar hätte es durchaus mehr Opfer im Gebäude vertragen dürfen und vor dem Finale gibt es den ein oder anderen Hänger, aber im Grossen und Ganzen waren die Effekte die waren Highlights des Filmes.

Für die Effekte zeichnete sich Steven Kostanski (The Void) zuständig, der den Film u.a. auch produziert hat. Das Beste ist, dass sämtliche Splatter- wie auch Monster-, Creature- und Schleim-Effekte aus handgemachten Effekten bestehen. Kein CGI. Das ist in der Tat sehr cool und dem Film hoch anzurechnen. Steven Kostanski hat in den letzten Jahren viele eindrückliche Effekte realisiert (in Filmen wie In a Violent Nature, Leprechaun Returns oder Manborg und Co.). Am meisten erinnerten mich die Monster an Deep Rising. Zu den Splatterszenen gesellen sich auch der ein oder andere eklige Moment dazu und es gibt, vor allem von Steven Ogg, paar coole und amüsante Sprüche zu hören.

Fazit: Spassiger Monster-Fun-Splatter!

Infos:

O: Scared Shitless

Kanada 2024

R: Vivieno Caldinelli

D: Steven Ogg, Daniel Doheny, Chelsea Clark, Mark McKinney

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 76 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2025

Fassungen: Film am Brugggore Filmfestival gesehen = Uncut und in Englisch. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: April 2025).

The Creeps

Brugggore Filmfestival 2025 Spezial

The Creeps

Story:

Am diesjährigen Monsterfest an einem finnischen Ski-Gebiet, welches bei Touristen sehr beliebt ist, bricht die Hölle los, als kleine Monster auftauchen und die Besucher ums Überleben kämpfen…

Meine Meinung:

Als ich The Creeps buchte, fühlte ich mich an den BIFFF 2024 Titel There's Something in the Barn erinnert. Plus natürlich, und das sind die grössten Vergleichsbilder, Filme wie Gremlins oder die Critters-Reihe. Der finnische Film ist gut schaubar, auch wenn persönlich nichts für meine Sammlung. Der Film war aber unterhaltsamer (und auch blutiger), als erwartet. Das Publikum hatte damit auch sichtlich seinen Spass.

Der Film legt ein hohes Tempo an den Tag und es gib sehr viele Hommagen, Gastauftritte und 1:1 Zitate aus 80er und 90er Jahre Klassikern. Egal ob Gremlins, The Terminator, Critters, Highlander (Christopher Lambert spielt eine grosse Nebenrolle im Film) oder Knight Rider (K.I.T.T. kommt vor). Ebenso darf Joe Dante (Piranha), der Gremlins-Regisseur, einen amüsante Kurzauftritt hinlegen. Der Film lebt vom Unterhaltungswert, einigen blutigen Effekten, den Monster-Szenen (nur in Massenszenen oder wenn die Monster aus der Ferne zu sehen sind, sind es erkennbare CGI-Effekte = mehrheitlich sahen die Kreaturen toll aus) und zuweilen auch echten Explosionen.

Die Darsteller sind ok. Es ist aber alles 08/15 und klischeehaft. Die ewige Leier von Nerd/Looser/Jungfrau, der es den Machos und den Monstern zeigt und am Ende das Herz der Frau gewinnt. Das macht die Figuren relativ eindimensional, auch wenn es solide gespielt ist und die Darsteller sichtbar Freude an ihren Rollen hatten. Da ich Highlander nie sah, kann ich nicht sagen, ob Christopher Lambert seine dortige Rolle für den hiesigen Film einverleibt. Er kämpft mit einer Schusswaffe. Der Schwertkampf im Finale war billig. Im Kino aus HK oder Taiwan ist oft Urin, gerade in Vampir- und Ghost-Filmen der 90er Jahre, das «lebensrettende Elixier». In The Creeps ist es Durchfall! Wer hätte das gedacht?

Fazit: Spassige Monsterhatz! 

Infos:

O: The Creeps

Finnland 2025

R: Marko Mäkilaakso

D: Christopher Lambert, Joe Dante, Jarmo Mäkinen

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2025

Fassungen: Film am Brugggore Filmfestival gesehen = Uncut und in Englisch. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: April 2025).

Freitag, 25. April 2025

Vampire Zombies... From Space!

Brugggore Filmfestival 2025 Spezial

Vampire Zombies... From Space!

Story:

1957:

Dracula (Craig Gloster) verwandelt die Bewohner einer Kleinstadt in Vampir-Zombies. Mary (Jessica Antovski), dessen praktisch die ganze Familie zum Opfer gefallen ist, und Wayne (Oliver Georgiou), der seinen besten Kumpel verloren hat, wollen den Kampf gegen die Vampir-Zombies aufnehmen. Doch Chief Clarke (Andrew Bee) schenkt den beiden zunächst keinen Glauben. Ein tödlicher Fehler…

Meine Meinung:

Kaum zu glauben, dass mit Vampire Zombies... From Space! nach Commando Ninja 2: Invasion America bereits der 2. Film, der durch eine Kickstarter Aktion ins Leben gerufen wurde, am diesjährigen Brugggore Filmfestival zu sehen war. Das sieht man dem Film nicht an. Im Gegenteil. Bis auf 1-2 billigere und klar erkennbare digitale Effekte waren die Effekte ansonsten sehenswert und wirkten aufwändig. Dazu war der Film effektiver und blutiger als erwartet. Es handelt sich aber um eine amüsante Grusel-Komödie. Es gibt viel zu lachen.

Der kanadische Film, ganz in s/w gedreht, ist eine Hommage ans 50er Jahre Sci-Fi und drive-in-Kino aus Amerika. So werden hier nicht nur Zombies und Weltraumgeschichten (UFOs) in einem Film vereint und zusammengebracht, sondern auch noch Vampire. Dazu kommt eine charmante Stimmung, eine sympathische Kleinstadt-Stimmung, amüsante Figuren, tolle Jokes, One-Liner und Running Gags am Laufband. Das war der bisher schlicht unterhaltsamste und amüsanteste Film am diesjährigen Brugggore Filmfestival. Gut habe ich den thailändischen Zombiefilm für diesen hier ausgelassen. Das hat sich gelohnt.

Der Film wartet mit zwei bekannten Genre-Namen in Nebenrollen auf: Judith O’Dea (Night of the Living Dead), welche im Romero Original Barbara spielt und Troma-Boss Lloyd Kaufman als Exhibitionist. Er spielt den «Public Masturbator». Eine Rolle, die zu Troma und ihm passt. Der Film hat einige überraschend gute und saftige Splatterszenen, welche ich in der Hinsicht nicht erwartet hätte. Auch tolle Miniaturarbeiten, wenn am Ende mehrere UFOs die Kleinstadt in Beschuss nehmen. Die Vampire haben mir optisch mehr zugesagt als die Vampire. Die Hauptfiguren Mary und Wayne haben prächtig miteinander harmoniert.

Fazit: Super charmant und spassig!

Infos:

O: Vampire Zombies... From Space!

Kanada 2024

R: Michael Stasko

D: Lloyd Kaufman, Judith O'Dea, Michael C. Gwynne, Jessica Antovski, Oliver Georgiou, Andrew Bee

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 98 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2025

Fassungen: Film am Brugggore Filmfestival gesehen = Uncut, in Englisch mit deutschen Subs. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: April 2025).

Donnerstag, 24. April 2025

Bloody Axe Wound

Brugggore Filmfestival 2025 Spezial

Bloody Axe Wound

Story:

In der Kleinstadt Clover Falls geht ein maskierter Killer (Billy Burke) um, der Teens meuchelt. Die Taten werden gefilmt und in der örtlichen Videothek, in der die Tochter des Killers, Abbie (Sari Arambulo) ist ihr Name, arbeitet, als Videokassetten angeboten. Abbie soll das Erbe des Vaters fortführen. Doch als sie sich verliebt und ihre Liebe (Molly Brown) zum Opfer ausgewählt wird, bricht sie mit der Tradition ihres Vaters und zieht somit dessen Zorn auf sich. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt…

Meine Meinung:

Bloody Axe Wound ist ein Film, der gut zu einem Filmfest, in dem Fall zum aktuell von mir besuchten Brugggore Filmfestival, passt. Viel Charme, Nostalgie und Klischees des Slasher-Genres machen Inhalte dieses lustigen Slashers aus. Dazu spielt der Film in einer Kleinstadt, es gibt maskierte Killer, ein abgelegenes Camp, an dem sich eine Tragödie abgespielte und auf welchem ein Fluch liegen soll und das beste: es gibt noch einen VHS-Store.

Das Einzige, was die Modere betrifft ist die Harmlosigkeit in Sache Sex- und Nacktszenen. Solche gibt es hier nicht. Und die Coming of Age-Elemente. Die bringen aber auch Unterhaltung und einen leichten Anflug von Dramatik in den Film. Der Film legt stark los und wartet mit 1-2 blutigen Splatter-Effekten auf, die qualitativ schon mehr zu bieten haben, als gestern die ersten beiden Filme zusammen. Danach flacht der Film auch in dieser Hinsicht etwas ab und einige Morde werden dann nur noch angedeutet und/oder finden im off-screen statt.

Der Film ist aber sehr kurzweilig, sehr spassig, sehr unterhaltsam. Das liegt auch an dem Lead, gespielt von der mir unbekannten Jung-Darstellerin Sari Arambulo. Die Vorstellung war auch sehr gut besucht und das Publikum hatte mit diesem Slasher am Filmfest seinen Spass. Auch der restliche Cast um Molly Brown, Margot Anderson-Song und Co. machen ihre Sache ordentlich. Alles Name, die ich nicht kenne. Der Killer spielt auch gut, auch wenn mir persönlich sein Aussehen nicht gefiel. Immerhin hat er schon Erfahrungen im Horrorfilm (Lights Out).

Nach Logik sollte man nicht suchen und Szenen nicht hinterfragen (Wer filmt die ganze Zeit?, Warum ermittelt die Polizei nicht?). In einer Esstischszene gab es, meiner Meinung nach, eine nette Blutgericht in Texas Hommage. Sonst erinnert das Gezeigte mehrheitlich an die Slasher mit Hauptkiller Jason oder Michael. Das Ende lässt dennoch eine Überraschung zu, die ich so nicht erwartet hätte. Obwohl der Film im Verlauf zahmer und blutiger wird, gibt es im Finale den besten Kill des ganzen Filmes zu sehen. Nur schon wegen der Szene lohnt sich der Film für Horrorfans.

Fazit: Slasher Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Bloody Axe Wound

USA 2024

R: Matthew John Lawrence

D: Sari Arambulo, Billy Burke, Molly Brown, Eddie Leavy, Margot Anderson-Song

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 83 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2025

Fassungen: Film am Brugggore Filmfestival gesehen = Uncut und in Englischer Sprache und mit englischen Subs. Es gibt noch keine DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: April 2025).

Mittwoch, 30. Oktober 2024

Terrifier 3

 

Terrifier 3

Story:

Art the Clown (David Howard Thornton) kehrt zum Weihnachtsfest zurück und Sienna (Lauren LaVera) sieht sich alten Dämonen konfrontiert…

Meine Meinung:

Nach dem grossen Erfolg von Terrifier 2 war eine Fortsetzung, wieder von Damien Leone, schnell beschlossene Sache. Ein Jahr später startet auch Terrifier 3 sehr erfolgreich an den US-Kinokassen. Dessen Erfolg hat nun zur Folge, dass die Fortsetzung sogar regulär in Deutschland und der Schweiz im Kino laufen wird. Wer hätte das gedacht? Zudem noch Uncut (auch in Deutschland). Wer hätte das gedacht? Sollte der 2. Teil noch zu toppen sein? Nach dem ersten Teaser und Trailer schaute ich mir keine weiteren Trailer zum Film mehr an. Ich wollte nicht, dass ich zu viel oder was Falsches erwarte. Ich habe auch bewusst keine Reviews gelesen.

Leider konnte mich Terrifier 3, obwohl bei guter Stimmung und vollem Kino (Spezialvorführung dank den Personen hinter dem Brugggore Filmfestival) gesehen, nicht restlos überzeugen und ich empfand den 2. Teil als besser. Das hatte mehrere Gründe. Den Plot empfand ich als noch dünner als im Vorgänger. Es gibt wenig neue Infos und ein offenes Ende. Ein vierter Teil soll schon bestätigt sein. Erinnert fast an die Hotel Inferno Reihe von Necrostorm, die sich abschwächt und den Plot kaum vorwärtsbringen. Zudem haben mich einige der neuen Figuren genervt, darunter auch Antonella Rose. Lauren LaVera spielt, auch aufgrund des Drehbuchs (sie spielt jetzt mehrheitlich ein psychisches Wrack statt einer Kämpferin), unglaubwürdig. Vor allem ihre seelischen Ausfälle waren schlecht gespielt und ebenso nervend. 

Hingegen und wenig überraschend, hat David Howard Thornton als Art the Clown, eine neue Horrorikone à la Michael Myers und Co., gut gefallen, auch wenn er immer weniger gruselig wirkt, sondern à la Freddy Krüger und Co., zu lustig wirkt. Ein Sprücheklopfer (nonverbal). Allgemein empfand ich den Film als zu lustig und schwarzhumorig. Es gibt zwar auch paar hübsch düstere und morbide Szenen (mit paar coolen Effekte Einfällen, an denen Screaming Mad George Gefallen gefunden hätte), aber alles in allem war das fast nur noch ein Fun-Splatter-Film (à la Troma-Humor) statt echten Horrors. Leicht schade. Mehr düstere und morbide Szenen hätten dem Film und der Stimmung gutgetan.

Zudem haben mir einige der Entscheidungen nicht gefallen: einige Szenen und Morde passieren im off screen und der Zuschauer sieht nur die Resultate. Da haben die Macher doch auch eigene Grenzen gezogen (z.B. was Kinder als Opfer angehen). Die Mordwaffen empfand ich zum Teil als unpassend für dieses Genre, wenn Art the Clown z.B. mit einer Bombe oder einer Schusswaffe tötet. Ja, das war im 2. Teil in der grandiosen Clown Café Sequenz auch der Fall, aber das dort verwendete «Schiesseisen» wirkte nicht so modern, wie die Pistole im hiesigen Film. Nett war die Weihnachtstimmung. Nett waren zudem die Gastauftritte von Horror-Stars wie Tom Savini (Wishmaster, Necronomicon, Friday the 13th: The Final Chapter) und Clint Howard (Dentist II, Halloween, Carnosaur).

Trotz der Laufzeit von 127 Minuten (noch immer eine stolze Laufzeit für diese Art von Film) empfand ich Terrifier 3 nicht als langweilig. Das Schauen ging schnell vorbei. Fans von Art the Clown dürften auf ihre Kosten kommen. Wer nur auf handgemachte Splatter-Effekte aus ist, unabhängig davon, ob der Rest lohnt oder nicht, wird den Film lieben. Ich empfand den Film nicht als blutiger oder härter als der Vorgänger. Die Schlafzimmer-Szene wird nicht getoppt. Die berüchtigte Dusch-Kabinen-Szene mit der Kettensäge erreichte nicht die gleiche Intensität. Allgemein empfand ich einige der Effekte-Szenen als zu kurz und zu schnell gezeigt (plus das bereits erwähnte off screen «morden»). Einmal kurz draufgehalten, danach kein Bild mehr. Schade. Da wurde der Gore im Vorgänger à la Blood Feast 2 besser «zelebriert». Und es gab für meinen Geschmack auch zu viele Torture Porn Momente. Das ist weniger meins.

Fazit: Der Vorgänger gefiel mir besser, während die Fortsetzung nicht in meine Film-Sammlung wandert (ggf. zu einem späteren Zeitpunkt via Komplettbox der Reihe). Mit Terrifier 3 nutzt sich die Reihe langsam ab, das Thema wirkt mehr und mehr (zu Mainstream mässig) und ausgelutscht.  

Infos:

O: Terrifier 3

USA 2024

R: Damien Leone

D: David Howard Thornton, Lauren LaVera, Antonella Rose, Elliott Fullam, Samantha Scaffidi, Alexa Blair Robertson, Clint Howard, Tom Savini

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 127 Min.

Gesehen am: 26.10.24

Fassungen: Ich sah den Film Uncut im Schweizer Kino in Englisch mit deutschen Untertiteln. Der Film erscheint am 17.12.24 in den USA auf Blu-Ray und UHD. Eine deutsche Disc ist noch nicht angekündigt (Stand: Okt. 2024).

Sonntag, 20. Oktober 2024

The Taint


Horroktober 2024

The Taint

Story:

Durch vergiftetes Trinkwasser mutieren Männer zu Frauen hassenden Monstern und Triebtätern. Phil O'Ginny (Drew Bolduc) und Misandra (Colleen Walsh) versuchen zu überleben…

Meine Meinung:

Um Troma wurde es in den letzten Jahren still. 2011 haben sie zusammen mit einer anderen Produktionsfirma The Taint realisiert. Ich wurde indirekt durch einen Kollegen auf den Film aufmerksam, der mir die DVD aus einem Blu-Ray/DVD-Set schenkte. Ansonsten wäre ich auf den Film gar nie aufmerksam geworden. Der Film hat seine positiven Momente, aber alles in allem ist The Taint kein Film für meine Sammlung.

Dabei beginnt der Film voller Elan und Motivation seitens der Macher und den Effekte-Spezialisten. So gibt es bereits in den ersten 15 Minuten so viele Ekel-Szenen zu sehen, dass der Zuschauer sofort weiss, dass er sich in einem Troma-Film befindet. Zu diesen typischen Troma-Inhalten zählen nackte Tatsachen, Erbrochenes, Urin, Sperma, Stuhlgang, Splatter und verrückte Männer, die sich wie "Rednecks" aus einem Edward Lee Roman verhalten (z.B. The Bighead).

Nach einem starken Start flacht der Film, der nur ca. 70 Minuten läuft, jedoch ab. Der Plot ist hohl, der Film hat trotz seiner kurzen Laufzeit auch Längen und dass die einzige weibliche Hauptfigur am Ende nicht überlebt fand ich doof. So richtig Punkte gekostet hat aber das Ende selbst, was mir nicht gefallen hat. Die ewigen Flashbacks haben immer wieder Längen in den Plot gefressen und es gab mir viel zu viele Gummi-Schwänze.

Die handgemachten Effekte warne cool und einige Hommagen (an Freddy Krüger oder Leatherface) fand ich cool wie auch den Soundtrack im Retro-Stil. Als ich mir den Film anschaute, wusste ich im Übrigen noch nicht, ob es sich bei The Taint um einen richtigen Troma-Film oder einen aufgekauft und nur vertriebenen Titel à la The Stendhal Syndrome oder Rabid Grannies handelt. Den Film kann man gut einmal schauen, es gibt einige abgefahrene und aberwitzige Ideen.

Fazit:  Geschmackssache. Für mich persönlich nichts für die Sammlung, aber für einen langweiligen Abend unterhaltsam und spassig.

Infos:

O: The Taint

USA 2011

R: Dan Nelson, Drew Bolduc

D: Drew Bolduc, Colleen Walsh, Cody Crenshaw, Kenneth Hall, Gabriella Herzberg, Richard Spencer

Laufzeit der US-DVD: Ca. 70 Min.

Gesehen am: Okt. 2024

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Troma vor = Geschenk eines Kollegen, der das US-Set gekauft hat. In dieser sind eine Blu-Ray und eine DVD vom Film enthalten. Er schenkte mir die DVD. Der Film ist Uncut und hat eine sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt auch englische Subs. Die Blu-Ray wäre eine Region-All Disc. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Okt. 2024).

Samstag, 13. April 2024

Destroy All Neighbors

BIFFF 2024 Spezial

Destroy All Neighbors

Story:

William Brown (Jonah Ray) versucht sich erfolglos als Rock-Sänger. Als seine Zukunftsaussichten dahinscheiden, dreht er zu Hause aufgrund des Lärms eines Nachbars (Alex Winter) durch und tötet diesen. Mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Destroy All Neighbors, eine Shudder-Produktion, darf als eine Art Fun-Splatter-Trash-Film gewertet werden. Für ein Filmfest eigentlich eine gute Sache. Ich sah nur 1-2 Bilder und die sahen noch cool aus (ein lebendes Skelett à la Return of the Living Dead). Warum also nicht besuchen? Sogar das Publikum war nicht extrem störend (was mich am meisten überraschte), aber hat sich die Sichtung gelohnt? Leider nein. Der Film und Humor waren einfach nur nervend und richtig blöd. Ich habe paar Mal überlegt, ob ich die Vorstellung verlassen soll.

Typisch infantiler US-Humor, nervende Figuren, uninteressanter Plot und trotz Laufzeit von nur 85 Minuten fühlte sich der Film deutlich länger an. Auf der anderen Seite war der Film viel zu brav und verzichtete z.B. komplett auf nackte Haut. Die verschiedenen Nachbarn, die William dann als Tote helfen, sein Ziel zu verwirklichen, waren durch die Bank unsympathisch und nervend. Von Regisseur Josh Forbes kenne ich nur Contracted: Phase II (am NIFFF gesehen, wenn ich nicht irre). Den fand ich auch schon schlecht. Hätte mir ein Warnhinweis sein sollen…

Ja, es gibt einige nette Make-Up Effekte und handgemachte Leichen(teile). Aber das alleine macht noch keinen guten Film aus, speziell wenn der Humor einfach so doof ist und die Figuren uninteressant. Am besten und erträglichsten war noch Kiran Deol als Williams Freundin. Aber auch daraus wurde zu wenig gemacht. Natürlich ist das alles auch stark Geschmackssache, aber für mich war das nichts.

Fazit: Doof, lahm & nervend. Trash-Fans können dennoch einen Blick riskieren! 

Infos:

O: Destroy All Neighbors

USA 2024

R: Josh Forbes

D: Jonah Ray, Kiran Deol, Randee Heller, Alex Winter

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 85 Min.

Gesehen am: BIFFF 2024

Fassungen: Gesehen am BIFFF 2024 im O-Ton und Uncut. Soll Mitte Mai 2024 in den USA auf DVD erscheinen. Eine deutsche Vö ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2024).

Dienstag, 14. November 2023

Poultrygeist - Night of the Chicken Dead

Poultrygeist - Night of the Chicken Dead

Story:

Auf ehemaligem Indianer-Land wird, trotz Warnungen, ein Fast-Food Restaurant gebaut. Die Angestellten (Jason Yachanin, Robin L. Watkins, Joshua Olatunde, Caleb Emerson, Rose Ghavami, Khalid Rivera) und Gäste (Kate Graham, Allyson Sereboff, Joe Fleishaker, Lloyd Kaufman, Brian Cheverie) kämpfen dort gegen Chicken Zombies um ihr Überleben…

Meine Meinung:

Poultrygeist - Night of the Chicken Dead habe ich seit 2008 nicht mehr gesehen. Zeit für eine Neusichtung. Der Film fliegt leider aus der Sammlung. Schlecht ist Poultrygeist - Night of the Chicken Dead nicht, einfach nicht mehr gut genug für die Sammlung. Es besteht kaum Motivation, den Film jemals wieder zuschauen. Dabei fängt der Film mit herrlich ekligen Geschmacklosigkeiten erst Mal gut an. Die ersten 20 Minuten haben wirklich überraschend viel Spass gemacht, wenn man kein Niveau erwartet.

Danach folgt das Hauptproblem: Längen im Mittelteil! Der Film ist mit einer Laufzeit von 100 Minuten gut 20-30 Minuten zu lang. In Mittelteil flacht der Film dann stark ab. Gore gibt es im Mittelteil zu wenig, Geschmacklosigkeiten bleiben zwar vorhanden, aber der Plot tritt nicht von der Stelle und lahme Songs (der Film ist z.T. auch ein Musical) dominieren. Erst im Finale wird der Film dann wieder sehenswert. Und genau wegen dem lahmen Mittelteil bleibt der Film auch nicht in der Sammlung.

Wer Troma-Filme, Trash, Geschmacklosen, nackte Tatsachen und politisch unkorrekten Humor mag, kann sich Poultrygeist - Night of the Chicken Dead auf jeden Fall ansehen. Der Film hat viele verrückte, fantasievolle und innovative Ideen, die teilweise herrlich amüsant und sehenswert geworden sind. Auch die grosse Anzahl an Splatter-Szenen und Effekte sind sehr gut geworden. Vor allem das Massaker der Zombie-Chicken im Finale war das Highlight des Filmes. Dazu kommen diverse Monster-Kreationen und Hommagen an frühere Troma-Filme (der Monster-Penis aus Tromeo and Juliet oder der immer ewig recycelte Auto-Crash). Die Effekte sind allgemein herrlich und absolut sehenswert.

Jason Yachanin und Kate Graham geben ein sympathisches Duo ab. Regisseur Lloyd Kaufman (The Toxic Avenger, Hanger) spielt eine kleinere Nebenrolle. Auch sonst gibt es im Film Altbekannte wie Joe Fleishaker zu sehen, der in einigen der ekligsten Szenen im Film abbekommen hat (wobei es da unendlich viele Gibt mit unzähligen Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen). Ihn sah man in vielen Troma-Filmen wie Troma's War, The Toxic Avenger Part II, Sgt. Kabukiman N.Y.P.D., Terror Firmer. Einen Gastauftritt legt Ex-Porno-Star Ron Jeremy hin. Der Film erinnert vom Setting an die neuste Necrostorm-Produktion Taeter Burger, welche auch in einem Fast-Food Lokal spielt.

Fazit: Hätte ein grosser Kracher werden können, hätte der Film nicht so viele lahme Füllszenen im Mittelteil abbekommen. Schade. Für Troma-Fans dennoch sehenswert!

Infos:

O: Poultrygeist - Night of the Chicken Dead

USA 2006

R: Lloyd Kaufman

D: Jason Yachanin, Kate Graham, Allyson Sereboff, Robin L. Watkins, Joshua Olatunde, Caleb Emerson, Rose Ghavami, Khalid Rivera, Joe Fleishaker, Lloyd Kaufman, Ron Jeremy, Brian Cheverie

Laufzeit der US-DVD: 102:49 Min.

Gesehen am: Okt. 2008 / Neusichtung am: 04.10.23

Fassungen: Mir lag die limitierte US-DVD von Troma vor = Eggs-clusive 3-Disc Edition = Uncut, viele Extras, O-Ton, keine Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Auch die US-Blu-Ray oder deutsche DVD haben keine Untertitel.

Sonntag, 8. Oktober 2023

Hatchet

Horroktober 2023
Hatchet

Story:

Bei der Haunted Swamp Tour werden die Teilnehmer (u.a. Joel Moore, Tamara Feldman, Deon Richmond) Opfer der entstellten Missgeburt Victor Crowley (Kane Hodder)…

Meine Meinung:

Ich bin älter geworden und diese Art Film sagt mir heuer gar nicht mehr zu. 80er Jahre Slasher wie Halloween, Freitag der 13., My Bloody Valentine und Co. sind wenigstens noch stimmungsvoll, haben Charme und Nostalgie-Bonus, aber Hatchet, der 1. Teil einer neu zeitigen, vierteiligen Fun-Splatter Backwood-Slasher-Splatter-Horrorreihe, hat mir nicht mehr gefallen. Überzeugt haben mich da eigentlich nur noch Kane Hodder (Wishmaster) als Missgeburt Crowley und die blutigen, handgemachten und innovativen Tötungen und Splattereffekte. Die sind schon stark und sehenswert in Szene gesetzt.

Kane Hodder machte sich vor allem in der Rolle als Jason Voorhees einen Namen (in den Filmen Jason Goes to Hell: The Final Friday, Friday the13th Part VIII: Jason Takes Manhattan, Jason X, Friday the 13th Part VII: The New Blood) und in weiteren Kurzauftritten sind noch Robert Englund (A Nightmare on Elm Street, Dance of the Dead, The Mangler, Düstere Legenden) und Tony Todd (Sabotage, Candyman, The Crow - Die Krähe, Pay Day, Final Destination, Candyman's Fluch) zu sehen. Ganz nett, aber nicht wirklich relevant.

Der restliche Cast d.h. die Hauptfiguren sind typische 08/15-Bilder und, wie der Humor des Filmes, nervend. Typisch pubertierender Humor und Dialoge, als ob ein 12jähriger das Drehbuch schrieb. Peinlich, zum Fremdschämen. Das hysterische Dauergekreische nervt ebenso. Typisch prüde Amerikaner, die schon Freude haben, hier und da Mal paar blanke Busen in einem Film zu sehen.

Der Plot ist dünn und trotz der kurzen Laufzeit gibt es Längen. Und nur gute Effekte haben einen Film noch nie besser gemacht, vor allem, wenn der Rest nicht wirklich gut ist (Plot, Humor, nervende Figuren, Längen). Dazu enttäuscht auch das offene Ende absolut und es gibt null Stimmung/Charme/Atmosphäre. Nur schon der Look und die Musik (This Is the New Shit von Marilyn Manson) im Vorspann wirken billig und unpassend. Schade!

Fazit: Ausser gutem Gore bietet Hatchet nichts. Besser 80er Jahre Slasher schauen…

Gefolgt von: Hatchet II

Infos:

O: Hatchet

USA 2006

R: Adam Green

D: Kane Hodder, Joel David Moore, Amara Zaragoza, Deon Richmond, Tamara Feldman, Robert Englund, Tony Todd

Laufzeit der deutschen DVD: 80:21 Min.

Neusichtung am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Sunfilm vor = Uncut Doppel DVD im Steelbook in Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutschen Subs basieren auf der deutschen Sprachfassung und einige Dinge wurden komplett anders übersetzt. Die Bildqualität ist für einen Film aus dem Jahr 2006 Jahr schlecht gealtert: Unschärfe, zu dunkel. Gibt es inzwischen vom gleichen Label auch auf Blu-Ray.