Den sechsten freien Tag startete mit leichten Wohlstandsproblemen. Ich schlief nur vier Stunden und war seit 04.00 Uhr wach. Am Morgen buchte ich das Event mit Yukari Oshima in Nürnberg und das kostete Nerven wegen der SBB, nicht funktionierenden Kreditkarten, falsch gekauften Tickets, der Tatsache, dass ich aktuell mit meinem Telefon nicht telefonieren konnte (ich wollte telefonisch ein Wild-Essen, Nr. 16, reservieren), der Tatsache, dass gewisse Zahlungsmittel neu nur noch via Handy und nicht mehr am Notebook funktionieren und der Info, dass ich auf meinem Konto nicht Mal mehr 17 CHF habe und es noch neun Tage dauert, bevor neuer Lohn kommt.
Am frühen Morgen grillte ich in der Pfanne noch Fleisch, welches ich gestern nicht zu Bekannten, bei denen ich eingeladen war, mitgenommen habe, da ich über 2h bei über 30 Grad unterwegs gewesen bin und ich nicht wusste, ob die (Lidl) Tiefkühltasche ausreichend sein würde (laut KI nicht). Eine grosse Fleischschnecke und drei Bratwürste. Die Schnecke ass ich am frühen Morgen. Vor dem Mittag sah ich mir einen weiteren Shaw Brothers Film an (Mercenaries from Hong Kong). Ich wurde sehr müde. Darauf, das Wohnzimmer zu reinigen (mache ich sonst immer am Samstag), verzichtete ich heute. Es zog mich um 11.30 Uhr ins Bett und ich schlief bis 14.00 Uhr.
Das wirkte Wunder. Danach eine Dusche. Auch das wirkte Wunder. Von der einen Bratwurst biss ich zwei Stücke ab. Das sollte den aktuellen Hunger lindern, bis ich abends mit der Kollegin, ein weiteres Geburtstagsessen, geniessen gehen sollte. Mit ihr ging ich schon öfters in «orientalische» Restaurants (SHAM - CAFÉ RESTAURANT, Yafa Restaurant, Palmera Restaurant plus ein viertes in Zürich, dessen Name ich nicht mehr weiss). Heute war es warm. Ich sah mir noch ca. 15 Minuten Fussball an, ehe es mich ins Restaurant zog. Aktuell habe ich noch 270 CHF in Cash. Das muss bis am 25.08.26 reichen. Das heisst auch Verzicht und keine vier Kinobesuche in der kommenden Woche, wo ich heute erfuhr, dass mein Arbeitsplan nicht geändert wird. Das heisst nach meinem sechsten freien Tag würde ich zwei Nächte arbeiten und danach würde ich schon wieder sieben Tage Frei haben. Cool.
Als ich in Niederwangen in den Bus stieg, traf mich fast der
Schlag. Der Fahrer hat die Klimaanlage ausgeschaltet. Dies, so warm es im Bus
war, wohl schon den ganzen Nachmittag. Draussen waren über 30 Grad und im Bus
war es noch wärmer. Der Schweiss lief und lief. Das gab eine Beschwerde von meiner
Seite her. Ich hätte eigentlich bis ins Steinhölzli fahren sollen, aber in Köniz
ergriff ich die Flucht, da eine Zumutung aufgrund der Hitze im Bus. Ich fuhr
von Köniz nach Monbijou und dieser Bus und danach das Tram waren gekühlt. Eine
Wohltat! Die Kollegin erwischte das Tram vorher und wartete nahe dem
Restaurant. Als ich ankam warteten wir noch ca. zehn Minuten, ehe wir das
Restaurant namens Kabul Afganisches Restaurant betraten (das Restaurant heisst wirklich
«Afganisches» statt Afghanisches). Ich hatte einen Sitzplatz draussen
reserviert und es war, mit Ausnahme einer Wespe, sehr angenehm (und dem gegenüber
liegendem Lokal, wo der Mitarbeiter seinen Sitzplatz mit einem Laubblässer
bearbeitet hat!).
Zu guten Gesprächen mit der Kollegin bestellten wir folgendes:
als Vorspeise zum
Teilen
Samosa (2 Stk.)
Knusprig frittierte
Teigtaschen gefüllt mit herzhaften Kartoffeln, Erbsen und Gewürzen
8.50 CHF
&
Bolani (1 Stück)
Gefülltes Fladenbrot
mit gebratenen Kartoffeln.
8.50 CHF
als Hauptgang
Mantu Fleisch (8
Stück)
Gedämpfte Teigtaschen
nach afghanischer Art mit Hackfleischfüllung.
Serviert mit
Joghurtsauce und Linsen.
22.50 CHF (die
Kollegin nahm die Vegi-Variante)
als Dessert
3x Afghanische Glace
(mit Rosenwasser und Kardamom) (ich nahm es zweimal)
zum Trinken
Cola Zero, Rivella
und Afghan çay (mehrfach)
Das Totalbetrag war,
wenn ich mich recht erinnere, 94 oder 97 CHF (ich gab 106 CHF).
Wir waren neugierig und freuten und auf das Essen. Als wir um
18.00 Uhr angekommen sind, war es draussen schon gut besucht. Das Restaurant
sollte auch bis zum späteren Abend, es wurde immer gemütlicher (etwas Wind hier
und da), immer wieder Gäste anziehen. Ich war überrascht, da ich dachte, heute
sei Sonntag (gibt es ab und zu, wenn Pflegende unregelmässig Arbeiten und so
viele Tage am Stück Frei haben). Zu den Vorspeisen, welche wir gewissenhaft geteilt
haben, wurden zwei Sossen serviert. Eine Joghurtsauce und eine scharfe Sauce.
Die Vorspeisen waren lecker. Samosa habe ich in einer anderen Variante schon
Mal aus einem tamilischen Restaurant liefern lassen. Daher war es mir vom
Geschmack nicht ganz unbekannt. Es war leicht scharf, aber nicht so stark. Ebenso die
scharfe Sauce. Mit den Vorspeisen waren wir zufrieden und auch mit dem Tipp des
Kellners, zwei unterschiedliche Vorspeisen zu bestellen. Der Hauptgang war sehr
lecker. Ich ass auch eine Teigtasche der Kollegin (Vegi-Variante) und diese war
auch sehr gut. Die Teigtasche mag nicht sonderlich speziell anmuten, im
Vergleich zu anderen Gerichten auf der Karte. Die Karte und hohe Qualität des
Essens laden ein, dass Restaurant mehr als einmal zu besuchen. Eine Dessertkarte
gibt es nicht. Es wurde gesagt, dass wir vor dem Dessert zuerst den Tee nehmen
sollten. Auch hier wurde vom Kellern logisch begründet (wir hatten schon zum
Hauptgang Tee bestellt gehabt). Der Afghan çay Tee war sehr lecker und hat den
Durst gut gestillt. Es wurde langsam dunkel und Gäste gingen und neue Gäste
kamen. Wir bestellten die afghanische Glace. Die war super lecker. Ich dachte,
an dieser wäre etwas Minze oder Zimt. Doch der Kellner erklärte, dass die zwei
Hauptzutaten Rosenwasser sowie Kardamom waren. Das Glace war so fein, dass ich
danach noch ein zweites Glas für mich bestellt habe. So erfrischend war es! Später liefen wir dann zu
sehr angenehmen Temperaturen und dem Nachtleben vom Restaurant in die Stadt, wo
wir beide kurze Zeit später unsere Züge Richtung nach Hause nahmen. Das Kabul
Afganisches Restaurant war sehr lecker und hat uns beide befriedigt und gut gesättigt
zurückgelassen. Der Hauptkellner war sehr authentisch, aufmerksam, informativ und
sehr freundlich. Toll.
Fazit:
Hervorragend
Sehr gut
Gut und solide
Enttäuschend

















