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Samstag, 23. Mai 2026

Rabid Dogs

Rabid Dogs

Story:

Drei Gangster (Maurice Poli, George Eastman, Don Backy) flüchten vor der Polizei und nehmen Geiseln (u.a. Lea Lander, Riccardo Cucciolla). Ein Kampf ums Überleben beginnt…

Meine Meinung:

Rabid Dogs wurde zu Ehren von George Eastman angesehen, der im echten Leben den Namen Luigi Montefiori trägt. George Eastman ist sein Pseudonym. Bekannt wurde der grosse und stämmige Italiener vor allem im Ital. Horrorfilm Man-Eater, in der er den Kannibalen spielte. Dank seiner Statur war George Eastman (Baba Yaga, Absurd, Hands of Steel) die perfekte Wahl für diese Rolle. Dieser starb vor drei Tagen. Zu seinen Ehren schaute ich mir Rabid Dogs an.

Rabid Dogs, der eine interessante Fassungsgeschichte hinter sich hat, ist in meinen Augen einer der besseren Filme von Mario Bava (Caltiki – The Immortal Monster, Blutige Seide, Kill Baby Kill, Planet der Vampire). Rabid Dogs verschwand kurz seiner Beendigung Mitte der 70er Jahre da die Firma Pleite ging. Der Film wurde erst Mitte der 90er Jahre und nach dem Tod von Mario Bava fertiggestellt. Dabei half sein Sohn Lamberto Bava (Demons 1 + 2). Daher wird letzterer je nach Quelle auch als Regisseur gelistet.

Deren Version namens Kidnapped beinhaltete jedoch auch Nachdrehs, neue Figuren und eine neue Musik. Rabid Dogs hingegen ist die Version basierend auf Mario Bavas Drehbuch (und bekam den Titel Rabid Dogs). Die Rabid Dogs Fassung ist bei Fans daher auch beliebter als die veränderte Fassung. Rabid Dogs ist ein intensives Gangsterfilmchen welches mehrheitlich in einem Auto spielt. Ähnlich wie das Euro-Cult-Highlight Wenn Du krepierst - lebe ich. Eine Art Kammerspiel mit unterschiedlichen Figuren und Spannungen. Und selbstverständlich läuft nichts so, wie geplant.

Das Schauspiel ist gut, auch wenn gerade zwei der drei Gangster hin und wieder durch ihr Overacting fast ins Lächerliche kippen. Darunter auch George Eastman. Zudem war der Film in einigen Szenen sleaziger als ich das in Erinnerung hatte. Eine Szene hat mich sogar an Wes Cravens Last House on the Left erinnert. Der Film lebt vom Plot, dem Kammerspiel und seiner Stimmung. Die dicke Überraschung folgt dann im Finale und diese finde ich einfach nur gelungen. Dazu gibt es einen wunderbaren Soundtrack von Stelvio Cipriani (Das Syndikat, Der Tod trägt schwarzes Leder, Piranha II – Fliegende Killer).

Fazit: Fans des Ital. Kinos können bedenkenlos zugreifen!

Infos:

O: Cani arrabbiati

Italien 1974

R: Mario Bava, Lamberto Bava (je nach Quelle)

D: Maurice Poli, George Eastman, Don Backy, Lea Lander, Riccardo Cucciolla

Laufzeit der UK-Blu: 95:51 Min.

Gesehen am: Okt. 2006 / Neusichtung am: 22.05.26

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Arrow Video vor = nebst der bekannten Kidnapped Fassung befindet sich auch die näher an Mario Bavas Original-Film orientierter Rabid Dogs im Set (Ital. mit englischen Subs). Der Film ist Uncut und die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Nebst Booklet mit vielen Infos gibt es auch exklusive Extras (Interviews, Audiokommentar, Making of etc.). In Deutschland mit ebenso beiden Fassungen und den Extras der Arrow Disc von Tiberius Film auf Blu-Ray zu haben.

Samstag, 16. Mai 2026

Pakt der Wölfe

Pakt der Wölfe

Story:

Frankreich im Jahr 1766:

Morde im ganzen Land, begangen von einer Bestie, sollen im Auftrag des Königs untersucht werden. Dieser schickt Grégoire de Fronsac (Samuel Le Bihan) und seinen Helfer (Mark Dacascos) los, um den Fall aufzuklären…

Meine Meinung (Kinofassung):

Pakt der Wölfe sah ich 2002 mit meinem Bruder und meinem Vater im Kino. Ich war damals noch ein Jugendlicher. Pakt der Wölfe gefällt mir auch heute noch extrem gut. In meinen Augen ist Pakt der Wölfe einer der besten Filme von Christophe Gans (Crying Freeman, Necronomicon). Dass Christophe Gans ein Fan des HK-Kinos ist, sieht man auch Pakt der Wölfe in den Actionszenen an. Dazu kommt, dass Christophe Gans hier nach Crying Freeman erneut mit Mark Dacascos (Sabotage, John Wick: Chapter 3 - Parabellum, China Strike Force) zusammenarbeitete.

Pakt der Wölfe ist ein nicht uninteressanter Mix aus Historienfilm, Kostümdrama, Actionfilm (Martial Arts), Krimi sowie Monster- und Tierhorrorfilm. Der Mix ist in der Tat speziell, originell und innovativ. Mir gefiel er. Trotz seiner stolzen Laufzeit von über zwei Stunden (auch in der regulären, von mir gesichteten Kinofassung) wurde mir zu keiner Sekunde langweilig. Der Film sieht mit Ausnahme von einzelnen Aufnahmen des Biestes, dem man hier und da etwas billiges CGI ankreiden darf, einfach toll aus. Superbe Kameraarbeit und Choreographien, viel Einsatz von Zeitlupe und einfach schöne gefilmt und passende Settings.

Mark Dacascos macht in den Kampfszenen, wenig überraschend, eine starke Figur. So aber auch Samuel Le Bihan. Samuel Le Bihan gibt einen sympathischen Helden ab.  So stark Samuel Le Bihan als Held agiert, so toll macht das auf der anderen Seite Vincent Cassel als Bösewicht. Vincent Cassel, der dazumal mit Monica Bellucci (Beetlejuice Beetlejuice) zusammen war, die im Film auch mitwirkt, war dazumal im franz. Kino ein grosser Star. So war es damals nicht ungewöhnlich, ihn und seine Freundin in vielen Kinofilmen gesehen zu haben (z.B. Dobermann, Irreversible, Die purpurnen Flüsse). In einer Nebenrolle ist noch Genre-Star Philippe Nahon (High Tension) zu sehen.

Fazit: Abgefahren und fantasievoll. Der beste Film von Christophe Gans!

Infos:

O: Le Pacte des loups

Frankreich 2001

R: Christophe Gans

D: Samuel Le Bihan, Mark Dacascos, Émilie Dequenne, Vincent Cassel, Monica Bellucci, Jacques Perrin, Christian Marc, Karin Kriström, Philippe Nahon

Laufzeit der deutschen DVD (Kinofassung): 136:57 Min.

Gesehen am: 21.02.2002 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Mir lag die deutsche Doppel-DVD von Helkon / Columbia TriStar vor = Kinofassung sowie der längere Director’s Cut (etwas mehr Figurentiefe) plus viele Extra verteilt auf zwei Discs. Ich sah mir die Kinofassung an = Deutsch/Franz. mit Untertiteln (sehr gute deutsche Synchronisation), exzellente Ton- und Bildqualität (DTS-Deutsch). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Donnerstag, 14. Mai 2026

Vier Fliegen auf grauem Samt

Vier Fliegen auf grauem Samt

Story:

Roberto (Michael Brandon) wird von einem unbekannten, mysteriösen Hutträger verfolgt und beschattet. Eines nachts folgt Roberto dem Hutträger um ihn zur Rede zu stellen. Bei dem Handgemenge stirbt der Hutträger. Derweil hält eine Person, die eine Maske trägt, den Akt auf Fotos fest. Danach wird Roberto von einem unbekannten Killer terrorisiert. Roberto heuert einen Detektiv (Jean-Pierre Marielle) an, um mehr herauszufinden. Es kommt zu Morden an Robertos Umfeld…

Meine Meinung:

Vier Fliegen auf grauem Samt ist Dario Argentos (Tenebrae, Sleepless, Phenomena) dritter Teil seiner Tier-Trilogie nach Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe und Die neunschwänzige Katze. Leider hat der Film seine Zweitsichtung, diesmal sah ich mir den Film erstmals in Deutscher Sprache an, nicht bestanden. Vier Fliegen auf grauem Samt ist leider nur eine durchschnittliche und relativ öde Angelegenheit. Das hatte ich besser in Erinnerung, denn der Film gefiel mir früher, warum auch immer, besser.

Der Plot ist minimalistisch, wie oft bei Argento. Es geht um die Suche nach dem Mörder und Motiv. Das erinnert an frühere und spätere Auflösungen im Schaffen von Dario Argentos Filmwelt. Das Detail mit den Fliegen fand ich einen interessanten Ansatz und gefiel mir. Ebenso der Traum mit der Köpfung. Die Kameraführung war zuweilen erneut exzellent, fantasievoll und innovativ. Die Musik war hingegen ein zweischneidiges Schwert. Einerseits tolle Klänge von Ennio Morricone (Compañeros, Das Ding aus einer anderen Welt, Malastrana), andererseits hat mich nicht jedes Stück abgeholt.

Leider war der Film für seine Laufzeit sehr langweilig. Zudem haben mir, praktisch durch die Bank, alle Figuren missfallen. Ich fand diese nicht wirklich sympathisch oder charismatisch. Was die Morde angehen, muss gesagt werden, dass der Bodycount relativ klein und der Film in Sachen Blutgehalt relativ harmlos und blutleer ausgefallen ist. In der Hinsicht waren andere Filme von Dario Argento fieser. Etwas, was mich während dieser zweiten Sichtung am meisten gestört hat, war der unpassende Klamauk und Humor. Das ist nebst der Langeweile auch der Hauptgrund, warum der Film jetzt aus der Sammlung fliegt. Wie ich das früher nicht bemängeln konnte, wissen nur die Sterne.

Fazit: Wird seinem Ruf nicht gerecht. Zu langweilig und zu lustig…

Infos:

O: 4 mosche di velluto grigio

Italien 1971

R: Dario Argento

D: Michael Brandon, Francine Racette, Mimsy Farmer, Bud Spencer, Jean-Pierre Marielle, Marisa Fabbri

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 103:16 Min.

Gesehen am: Mitte Feb. 2009 / Neusichtung am: 14.05.26

Fassungen: Mir lag das deutsche Mediabook (Drei Discs d.h. DVD, Blu-Ray, Bonusdisc sowie Booklet) von Koch Media vor = bis auf ein-zwei Handlungsszenen, die aus einer schwächeren Quelle stammen, gute bis sehr gute Bildqualität, Uncut, Deutsch, Englisch oder Ital. mit deutschen Untertiteln. Die deutsche Synchronisation ist gut. Den Film gibt es inzwischen von Plaion Pictures auch als UHD (inklusive Blu-Rays und Soundtrack CD).

Dienstag, 5. Mai 2026

The Killer Must Kill Again

The Killer Must Kill Again

Story:

Giorgio (George Hilton) plant, um an Geld zu kommen, seine Ehefrau (Teresa Velázquez) zu töten. Als er nachts einen Mörder (Antoine Saint-John) bei der Beseitigung einer Leiche beobachtet, handelt er mit diesem einen Deal aus. Der Plan scheint aufzugehen. Doch als das Auto mit der Leiche im Kofferraum gestohlen wird, nimmt der Fall unerwartet Wendungen an und Unbeteiligte (Femi Benussi, Cristina Galbó, Alessio Orano) geraten zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

The Killer Must Kill Again ging mir irgendwie immer durch die Lappen und den hatte ich, bis zu einem Tauschgeschäft mit einem Sammler aus Deutschland, nie auf dem Schirm. Bei dem Film, einer französisch-italienischen Ko-Produktion, handelt es sich um das Regiedebüt von Luigi Cozzi (Demons 6 De Profundis, Godzilla, Nosferatu in Venedig). Und für ein Regiedebüt fand ich den Film mehr als gelungen und ordentlich.

Der Film ist ein Mix aus Krimi, Giallo und Sleaze. Ich fand die Mischung toll. Der Film macht aus der Identität des Killers kein Geheimnis. Der ist am Anfang schon zu sehen. Den Plot fand ich interessant und eine gewisse Spannung war gegeben. Wo wird der Plot hinführen? Was wird schiefgehen? Was sind die Folgen? Was passiert mit den Figuren, die zwischen die Fronten geraten? Das macht den Reiz des Filmes aus. Zuerst wird das Story-Gerüst erklärt, dann folgen mehr ruhige Momente und das Finale und die Story-Inhalte davor haben dann die grösste Giallo Vibes plus hübsch fiese, schmierige Sleaze-Momente und eine Hauch Erotik.

In den Momenten ist auch die Kameraarbeit exzellent und Giallo-Fans werden voll auf ihre Kosten kommen, auch wenn der Film definitiv mehr Wert auf Plot und Verlauf statt auf blutige Morde legt. Mir haben der Film und sein Mix zugesagt. Der Cast, vor allem Antoine Saint-John (The Beyond), Cristina Galbó (What Have You Done to Solange?) sowie Alessio Orano haben sehr gut agiert. Aber auch George Hilton (Der Killer von Wien), Teresa Velázquez, Eduardo Fajardo (Django) sowie Femi Benussi (Der Vernichter) waren solide.

Fazit: Fans von Euro-Cult Filmen aus der Zeit können bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: L'Assassino è Costretto ad Uccidere Ancora

Italien, Frankreich 1975

R: Luigi Cozzi

D: Antoine Saint-John, George Hilton, Teresa Velázquez, Femi Benussi, Cristina Galbó, Alessio Orano, Eduardo Fajardo

Laufzeit der US-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 05.05.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Mondo Macabro vor = Uncut, Englisch/Ital. mit englischen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Ich sah mir den Film in Ital. mit Untertiteln an. Als Extras gibt es u.a. ein Interview mit Regisseur Luigi Cozzi. Es gibt weder eine Blu-Ray, noch eine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Mittwoch, 29. April 2026

Libido

Libido

Story:

Christian Coreau (Giancarlo Giannini) ist ein traumatisierter junger Mann, seit er als Kind mit ansehen musste, wie sein kranker Vater seiner Mutter während einer S/M-Session umgebracht hat um sich danach selbst das Leben zu nehmen. Um sein Trauma bewältigen zu können, macht sich Christian zusammen mit seiner Ehefrau, seinem Anwalt und dessen Frau auf den Weg, den Ort des Schreckens zu besuchen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Libido ist ein s/w-Gothic-Mystery-Thriller, der auch als Giallo betitelt wird. Der Film erinnert an spätere Werke aus Italien mit Carroll Baker (A Quiet Place to Kill, Knife of Ice, The Fourth Victim) und stammt von den Regisseuren Ernesto Gastaldi sowie Vittorio Salerno (Die grausamen Drei, Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen). Die Mitte der 60er Jahre Produktion ist zwar durchaus solide, bringt dem Genre aber nichts Neues.

Der Film punktet vor allem durch seine Optik und die Bilder. Die wurden stimmungsvoll und stark eingefangen. Der Film ist solide gespielt. Die vier Hauptfiguren werden von Luciano Pigozzi (Zombi 3, Seven Deaths in the Cat’s Eye, The Last Hunter), Giancarlo Giannini (der es sogar nach Hollywood geschafft hat), Dominique Boschero sowie Mara Maryl. Letztere, das «blonde Gift», bringt leider unnötigen Klamauk und Slapstick in den Film, so dass selbst ihre Szenen wenig erotisch wirken. Der Humor wirkt unpassend.

Der Film ist allgemein sehr konservativ und harmlos. Effekte, Blut oder Sex dürfen nicht erwartet werden. Das Drehbuch überzeugt nicht und es gibt am Anfang und Mittelteil viel zu viele Längen. Und wenn am Ende das Tempo erhöht wird, ist der Film kurze Zeit später schon vorbei. Die Musik war unspektakulär. Das fiese Ende war ganz okay und nett, aber rettet den Film nicht. Für mich war der Film zu alt, zu unspektakulär und zu langweilig.

Fazit: Kein Film für die Sammlung!

Infos:

O: Libido

Italien 1965

R: Ernesto Gastaldi, Vittorio Salerno

D: Giancarlo Giannini, Dominique Boschero, Luciano Pigozzi, Mara Maryl

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 29.04.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Severin Films vor = Schuber, Englisch/Ital. Audio mit englischen Subs und als Extras gibt es u.a. ein Interview mit Regisseur Ernesto Gastaldi. Die Bild- und Tonqualität sind fantastisch. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2026).

Montag, 23. März 2026

Phenomena

 

Phenomena

Story:

Die sensitive Jennifer (Jennifer Connelly), die mit Insekten kommunizieren kann, kommt während ihrem Aufenthalt in einem Fraueninternat in der Schweiz, einer Mordserie auf die Spur. Sie wird dabei von einem Professor (Donald Pleasence) unterstützt…

Meine Meinung:

Zwischen Tenebre und Opera drehte Dario Argento, teilweise vor Ort in den Schweizer Alpen, den mystischen, traumhaften und surrealen «Mystery-Krimi» Phenomena. Der Film ist, was seinen Plot angeht, definitiv kein 08/15-Werk. Und dennoch ist Dario Argento Mal wieder die Optik und Stimmung wichtiger, als sein dennoch zugegebenermassen dünner Plot. Das ist an sich für meinen Geschmack kein wirklicher Kritikpunkt, allerdings zieht sich der Film in den ersten 60 Minuten doch sehr, was das Fortschreiten der Geschichte und wirkliche Horrorparts darin, angehen. Soll heissen, es gibt definitiv auch die ein oder andere lahme Sequenz zu sehen und dass der Film für den US-Markt stark gestrafft wurde (und dann als Creepers veröffentlicht wurde), kann ich sogar nachvollziehen.

Ich mag Phenomena, auch wenn ich diesen persönlich nicht zu den Stärksten Argento-Werken zähle (Suspiria, Deep Red, Sleepless, Opera). Die erste Stunde war wirklich zäh, Affen mag ich nicht (ausser seiner letzten Szene im Film) und der Englische Dub (nicht alle Personen haben sich selbst gesprochen) mindert das Sehvergnügen halt doch auch ein bisschen (wirkt je nach Dialogen und Stimmen billig und künstlich). Die Besetzung von Halloween-Star Donald Pleasence (Specters) war ein gekonnter Schachzug. Die damals noch minderjährige Jennifer Connelly trägt den Film jedoch praktisch allein. In der sehenswerten Anfangssequenz ist zur Abwechslung Mal nicht Dario Argentos Tochter Asia, sondern Fiore zu sehen. Netter Gastauftritt, wie auch jener von Michele Soavi (Stage Fright). Daria Nicolodi (Inferno) spielt eine Nebenrolle. Sie gehörte zu dem Zeitpunkt zum Repertoire eines jeden Dario Argento Filmes.

Weitere Namen aus dem Ital. Film, die sich dazu gesellt haben: Goblin und Claudio Simonetti (Cut and Run), Luigi Cozzi (Demons 6 De Profundis) und Effekte Künstler Sergio Stivaletti (I Tre volti del terrore, Dellamorte Dellamore, Murder Obsession). Letzterer war für einige (zwar wenige aber dennoch sehenswerte) Tötungs- und Make-Up- Masken und Leichenteile zuständig. Der Film bietet in der Hinsicht einige schöne Ekelmomente mit Maden. Diesbezüglich gibt es auch im Finale einige wunderbar makabre Einfälle zu sehen. Die traumähnliche und surrealistische Stimmung plus die sonderbare Musik diverser Metal-Bands (z.B. Flash of the Blade von Iron Maiden) inklusive den Close-Ups von diversen Insekten ist definitiv sehenswert und wertet den Film im gegen Ende hin auf.

Fazit: Fantasievolles Kino von Dario Argento!

Infos:

O: Phenomena

Italien 1985

R: Dario Argento

D: Jennifer Connelly, Donald Pleasence, Daria Nicolodi, Fiore Argento, Michele Soavi, Patrick Bauchau, Franco Trevisi, Francesca Ottaviani, Dalila Di Lazzaro, Federica Mastroianni

Laufzeit der US-Blu: 116:00 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 23.03.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Synapse Films vor, die vor einigen Jahren am Brugggore Filmfestival von Claudio Simonetti signiert wurde. Dieses Set kommt mit Booklet, Steelbook und drei Discs daher = Soundtrack-CD, zwei Blu-Rays (mit insgesamt drei Filmfassungen), limitiert auf 3000 Stück. Das Set bietet den Film in Englisch/Ital. mit englischen Untertiteln an. Dazu gibt es Unmengen an Extras (u.a. Dario Argentos World of Horror Doku, Interview mit Andi Sex Gang, Trailer, TV-Spots, Audiokommentar). Gibt es in Deutschland Uncut von XT-Video auf Blu-Ray (in Deutsch oder Englisch).

Montag, 9. März 2026

Ein Mann wie Dynamit

Ein Mann wie Dynamit

Story:

Warren Stacey (Gene Davis) ist ein irrer Frauenmörder. Die zwei Cops Leo Kessler und Paul McAnn (Charles Bronson, Andrew Stevens) kommen ihm auf die Schliche, doch durch einen Behördenfehler (Bronson hat Beweise gefälscht) kommt Warren frei und bedroht Bronsons Tochter Laurie (Lisa Eilbacher). Bronson wird vom Dienst suspendiert und macht es sich zum Ziel, Warren zu schnappen…

Meine Meinung:

Ein Mann wie Dynamit ist eine weitere The Cannon Group, Charles Bronson (Death Wish, Das Gesetz bin ich, Rivalen unter roter Sonne, Spiel mir das Lied vom Tod) und J. Lee Thompson (Death Wish 4, The White Buffalo) Zusammenarbeit. Ein Mann wie Dynamit ist in meinen Augen einer der besten und unterhaltsamen Filme mit Charles Bronson. Der Film geht diesmal Wege eines Slasher-Films vermischt mit Krimi- und Selbstjustiz-Motiven. Inspiriert wurde der Film von den Taten von Ted Bundy sowie Richard Speck.

Ich genoss jede Minute dieses Filmes. Das Katz- und Mausspiel zwischen Charles Bronson und Gene Davis ist ein vergnügliches Szenario. Dass Gene Davis der Mörder ist, daraus wird kein Geheimnis gemacht und Bronson kommt ihm relativ schnell auf die Schliche. Der Film bietet viel Exploitation und Sleaze. Die Morde sind blutig und es gibt viel nackte Haus zu sehen, sowohl von den Opfern wie auch vom Täter. Gene Davis tötet im Film nackt. Die Darbietung und das Overacting von Gene Davis und die Konfrontationen und Dialoge zwischen ihm und Charles Bronson (die Verhöre) laden zum Schmunzeln ein.

Gene Davis hat mich in seiner Rolle und von der Optik her an Mark Cheng erinnert, der auch oft in Hong Kong Psychopathen darstellte (Raped by an Angel, A Taste of Killing and Romance). Er spielte später erneut an der Seite von Charles Bronson (Messenger of Death). Lisa Eilbacher (Beverly Hills Cop) spielt die Tochter von Charles Bronson. Sie macht das sehr souverän. Wilford Brimley (The Thing) spielt Charles Bronsons Boss. Er hat mich in anderen Rollen und Filmen genervt (Harte Ziele). Charles Bronsons Partner wird von Andrew Stevens gespielt, der sich in Bronsons Tochter verguckt und umgekehrt. Auch er stand schon mit Charles Bronson vor der Kamera (in Death Hunt).

Die Action-Szenen bestehen hier mehr aus Morden oder der Jagd nach Opfern. J. Lee Thompson war auch im Horrorgenre tätig (er führte im kultigen Happy Birthday to Me Regie). Daher überrascht es nicht, dass er die Slasher-Parts wunderbar inszeniert hat. Im Finale, wenn Gene Davis ins Frauenstundenheim einbricht und dort mehrere junge Frauen verzweifelt und verängstigt um ihr Leben kämpfen, dann ist das eine wunderbar intensive, stimmungsvolle und höchst spannende Szene, in die J. Lee Thompson seine ganze Horrorerfahrung einfliessen lässt plus die Verschmelzung von Fiktion und Realität (siehe Ted Bundy und Richard Speck Taten).

Fazit: Must See Titel für jeden Charles Bronson Fan!

Infos:

O: 10 to Midnight

USA 1983

R: J. Lee Thompson

D: Charles Bronson, Andrew Stevens, Gene Davis, Lisa Eilbacher, Katrina Parish, Shawn Schepps, Wilford Brimley

Laufzeit der deutschen DVD: 98:02 Min.

Gesehen am: Aug. 2008 / Neusichtung am: 09.03.26

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von MGM vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Subs (ich schaute in Englisch mit englischen Subs). Gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray (von Wicked-Vision Media).

Lizard in a Woman's Skin

Lizard in a Woman's Skin

Story:

Carol Hammond (Florinda Bolkan) hat Alpträume von sexuellen Orgien. In den Träumen kommt auch Carols Nachbarin Julia Durer (Anita Strindberg) vor. Julia wird im Traum von Carol getötet. Carol begibt sich aufgrund der Träume in Therapie zu Dr. Kerr (Jorge Rigaud). Als Julia eines Tages ermordet vorgefunden wird, so wie es Carol im Traum sah, macht sie sich bei der Polizei (u.a. Stanley Baker) zur Tatverdächtigen…

Meine Meinung:

Lizard in a Woman's Skin ist ein nicht uninteressantes Frühwerk (1971) von Lucio Fulci (A Cat in the Brain, Der New York Ripper, The Devil's Honey) und eine Co-Produktion zwischen Frankreich, Italien und Spanien. Der Film ist ein Mix aus Mystery, Thriller, Krimi, Horror, Giallo und Erotik. Der Film hat sich vor allem aufgrund einiger surrealistischer Traum- und Horrorsequenzen einen Ruf gemacht, wobei der Film im Grossen und Ganzen ein ruhiger und harmloser Film darstellt.

Die erwähnten Traumszenen sind jedoch wirklich gelungen, stimmungsvoll und sehenswert geworden. Sehr surreal. Sehr sexy. Teilweise hübsch horrorhaft. Speziell erwähnen möchte ich in dieser Hinsicht die Sequenz mit den Hunden. Diese Make-Up-Effekte und Kreationen von Carlo Rambaldi (The Hand That Feeds the Dead, Mondo Cane 2, Rex: A Dinosaur's Story) waren exzellent und perfekt geeignet für jeden Horrorfilm. Dazu die Musik von Ennio Morricone (Compañeros, Das Ding aus einer anderen Welt) unter der Leitung von Bruno Nicolai (Ermittlungen gegen einen über jeden Verdacht erhabenen Bürger). Perfekt.

Auch der Cast kann sich sehen lassen. Florinda Bolkan (Nonnen bis aufs Blut gequält, La settima donna, A Man to Respect), Star aus der sehenswerten Serie Allein gegen die Mafia, spielt die Hauptrolle. Sie macht das sehr gut und sollte nur ein Jahr später in einem weiteren sehenswerten Frühwerk von Lucio Fulci mitwirken: in Don’t Torture a Duckling. Anita Strindberg spielt mehr eine Nebenrolle und «Küken» Ely Galleani (Die Wiege des Teufels, High Crime), die später in vielen Erotikfilmen mitwirkte (an der Seite von Laura Gemser), ist hier in einer ihrer ersten Rollen zu sehen. Jean Sorel spielt die männliche Hauptrolle.

Jean Sorel (Murder in a Blue World, Malastrana) spielte in ähnlichen Filmen wie Lizard in a Woman's Skin mit. In den Gialli vom Umberto Lenzi (A Quiet Place to Kill). Im Vergleich zu diesen ist der Lucio Fulci Film jedoch erotischer, aufwändiger und blutiger, auch wenn es der Film im letzten Viertel, wenn Twist auf Twist folgt, etwas übertreibt. Ich kann auch verstehen, wenn Zuschauer mit der ruhigen Art und Weise des Filmes Mühe haben und sich gerne mehr Horror- oder Erotikparts gewünscht hätten. Auch der hier und da durchbrechende Humor und die Over-the-Top Figurenzeichnung (der eine Inspektor auf dem Revier, der irische Hippie, der Schwule auf dem Polizeirevier) sind zum Teil schlecht gealtert. Halt ein Zeitgeist-Ding.

Fazit: Wer von Lucio Fulci nicht nur Gore erwartet und seine Frühwerke mag, sollte sich diesen Film nicht entgehen lassen!  

Infos:

O: Una Lucertola con la pelle di donna

Frankreich, Italien, Spanien 1971

R: Lucio Fulci

D: Florinda Bolkan, Anita Strindberg, Leo Genn, Jean Sorel, Mike Kennedy, Stanley Baker, Ely Galleani, Jorge Rigaud

Laufzeit der US-Blu-Ray: 104:11 Min.

Gesehen am: März 2005 / Neusichtung: 08.03.26

Fassungen: Früher sah ich den Film via US-DVD von Shriek Show. Die DVD wurde schon lange durch die US-Blu-Ray von Mondo Macabro ersetzt = Hervorragende Bild- und Tonqualität in Englisch oder Ital. mit englischen Subs, Uncut. Es gibt viele Extras. Am besten fand ich die Doku Fulci: Day for Night. Leider ist die Doku nicht komplett. Es sind davon nur 33 Minuten zu sehen, in denen Lucio Fulci über seine Karriere spricht. Spannend. Ich wusste z.B. nicht, dass seine Ehefrau Suizid beging oder er einen damals noch sehr jungen Adriano Celentano (Onkel Addi - Gib dem Führer Saures) ins Filmgeschäft geholt hat. Der Film soll Ende Mai 2026 von filmArt erstmal in Deutschland erscheinen. Titel: Eine Eidechse in der Haut einer Frau.

Mittwoch, 11. Februar 2026

The Treacherous Breed

The Treacherous Breed

Story:

Leader Cop (Addy Sung Gam-Loi) ist sicher, dass der neue Ehemann seiner Cousine ein Frauenmörder ist. Nach der Hochzeit kommt es zu mysteriösen Vorfällen im Anwesen von Leader Cops Cousine. Er und sein Team beginnen zu ermitteln…

Meine Meinung:

The Treacherous Breed ist ein seltener Film, der in einigen Datenbanken nicht zu finden ist (Letterboxd, ofdb). In anderen Datenbanken gibt es keine Reviews (imdb) und auch auf YouTube finde ich den Streifen nicht. Das Artwork der VHS sieht toll aus. Als ich den angeboten bekam, schlug ich zu. Es handelt sich um einen Anfang der 80er Jahre Thriller aus Taiwan von Regisseur Chung Gwok-Yan (Hong Kong Butcher). Die Hauptrolle und Action Choreographie übernahm Addy Sung Gam-Loi (The Black Dragon vs. The Yellow Tiger), der schon in weiteren Filmen von Chung Gwok-Yan vor der Kamera stand (Vier Schlitzaugen rechnen ab, 0.38, Hired Guns).

The Treacherous Breed ist kein Kracher. Und ist weniger gut, als das reisserische VHS-Artwork weismachen will. Der Film ist durchschnittlich und teilweise ähnlich vergleichbar mit Chung Gwok-Yans Hong Kong Butcher. Der Inhalt von The Treacherous Breed ist nicht zwingend neu und die Auflösung auch nicht. Der Film, der westlich wirken will und der Musik aus ausländischen Filmen klaut (bin nicht 100% sicher, aber meine Musik aus Freitag der 13. oder einem anderen US-Horrorfilm aus der Zeit im Film wahrgenommen zu haben), wirkt trotz dieser Bemühungen vor allem eines: langweilig und hier und da auch unfreiwillig komisch (z.B. die erste, lange Autofahrt zu seiner Cousine).

Es gibt Längen und Highlights sind rar gesät. Die Figuren und Inszenierung wirkten schludrig und naiv. Die wenigen Actionmomente (paar Prügeleien) sind oft kaum er kennen, da bei Nacht spielend und zu dunkel. Addy Sung Gam-Loi ist jedoch bemüht und gibt alles. Sein Fleiss, Einsatz und Motivation will ich dem Film nicht absprechen. Seine Schlussszene war zudem überraschend, auch wenn sie drüber war. Eigentlich unglaubwürdig, auf der anderen Seite braucht es auch Mut, so eine Szene zu schreiben, auch wenn sie nicht so wirkt, wie sie eigentlich wirken sollte. Aber sicher ein Moment, der kurz in Erinnerung bleibt.

Die anderen Figuren spielten zum Teil solide, zum grossen Teil laienhaft. Der bekannteste Name nebst Addy Sung Gam-Loi dürfte Eagle Lee sein. Er spielte damals in vielen Taiwan Black Movies mit (The Guy at Simenting, Golden Fists of a Duo, Make a Right Decision). Richtige Horrorparts gibt es selten, Blut oder Gore darf mit Ausnahme von 1-2 Szenen nicht erwartet werden und auch was Sleaze und Nacktszenen angehen, bleibt es mit Ausnahme einer Szene (in welcher sicherlich ein Body-Double eingesetzt wurde) harmlos (Shootings mit Bikini tragenden Frauen). Kein Film für die Sammlung. Allerdings, sollte ich den nicht verkaufen können, kann ich mir dennoch vorstellen, den als Unikat in der Sammlung zu lassen. Vorerst.

Infos:

O: Hei se de hun li

Taiwan 1982

R: Chung Gwok-Yan

D: Addy Sung Gam-Loi, Ko Chun-Hsiung, Gua Ah-Lei, Eagle Lee Siu-Fei, Homer Cheung Hung-Cheong, Lai Kim-Hung, Liu Meng-Yan, Tian Tian

Laufzeit der mir vorliegenden VHS: 86:45 Min.

Gesehen am: 11.02.26

Fassungen: Mir lag eine VHS vor, die aus China oder HK stammt (Label laut Übersetzer: Haiya Trading Company). Der Film ist statt in Widescreen in Vollbild und liegt in Kantonesisch mit festen englischen und chinesischen Untertiteln vor. Die Bildqualität ist, bis auf Nachtszenen, gut. Es scheint noch eine VHS in Südkorea zu geben. O-Ton müsste eigentlich Mandarin sein, da Film aus Taiwan. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2026).

Samstag, 27. Dezember 2025

Sex of the Witch Review

Sex of the Witch

Story:

Diverse Familienangehörige (u.a. Camille Keaton) werden nach dem Tod des Vaters (Simone Santia) zu Erben. Dann beginnt ein mysteriöser Killer die Familienmitglieder zu töten. Die Polizei (Donald O'Brien) ermittelt…

Meine Meinung:

Der zweite Film aus Vinegar Syndromes Box Camille Keaton in Italy nach dem relativ langweiligen Tragic Ceremony hat mir besser gefallen. Zwar ist der Film noch immer kein wirkliches Highlight, aber er hat seine Momente. Camille Keaton, Star aus I Spit on Your Grave, spielt hier einer der Familienangehörigen (Erbin), die zum einen zum Opfer eines Killers werden, und zum anderen unter Verdacht geraten, die Täterschaft zu sein. Regie führt der mir unbekannte Angelo Pannacciò. Er arbeitete mir einigen der Darstellerinnen schon in Holocaust II zusammen.  

Inhaltlich gibt es einen ermittelnden Cop und jede Menge Sexszenen als Füllszenen zu sehen. Laut Blu-Ray Back-Cover gibt es hier erstmals zehn Extra-Minuten zu sehen, die bisher wohl als verschollen galten. Was mir am Film, vor allem zu Beginn, sehr gefiel waren Jess Franco Vibes. Der Film wirkt sehr traumhaft und psychedelisch. Positiv hervorheben, praktisch in jeder Szene, war dabei auch die immer passende und sehr stimmungsvolle Musik. Hat mir gut gefallen. Das waren die stärksten Momente des Filmes.

Der Plot selbst ist jedoch dünn und kaum vorhanden. Ab einer gewissen Zeit vergeht die zunächst entstandene Faszination und es kommt zu Längen. Diese werden immerhin mit vielen Nacktszenen (Sexszenen) aufgefüllt. Könnte also schlimmer sein. Wirklich blutig wird es praktisch nur in einer Szene und etwas übernatürlicher Schnickschnack kommt auch vor. Die weiblichen Darstellerinnen um Susanna Levi, Marzia Damon (The Hand That Feeds the Dead) und Lorenza Guerrieri sind hübsch anzusehen, Donald O'Brien erinnerte mich jedes Mal an seine irre Mad scientist Rolle aus Zombi Holocaust und Franco Garofalo (Star aus Hell of the Living Dead) wird von den Frauen umgarnt.

Fazit: Euro-Cult Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Il Sesso della strega

Italien 1973

R: Angelo Pannacciò

D: Susanna Levi, Jessica Dublin, Sergio Ferrero, Camille Keaton, Franco Garofalo, Donald O'Brien, Simone Santia

Laufzeit der US-Blu: 95:17 Min.

Gesehen am: 27.12.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome (Camille Keaton in Italy) = drei Filme in einer Box, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, Ital. O-Ton mit englischen Subs. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2025).

Samstag, 22. November 2025

Holly Roman Besprechung

Holly

Inhalt:

«SOBALD MAN MEINT, MAN HÄTTE DAS SCHLIMMSTE GESEHEN, WAS MENSCHEN ZU BIETEN HABEN, STELLT MAN FEST, DASS MAN SICH GEIRRT HAT. DAS BÖSE IST EINFACH GRENZENLOS.»

Meine Meinung:

Holly ist eine ursprüngliche Nebenfigur der Romane Mr. Mercedes (plus Fortsetzungen) sowie Der Outsider. Stephen King fand an ihr solchen Gefallen, dass er ihr in Holly einen eigenen Roman widmete. Den habe ich nun gelesen und komme zum Fazit, dass mir Holly im Grossen und Ganzen etwas weniger gut als Mr. Mercedes sowie Der Outsider gefallen hat. Das lag an diversen Dingen, die mich am Roman etwas gestört haben.

Einige Dinge waren meiner Meinung nach unnötig und hätten inhaltlich weggelassen werden können (Tod von Hollys Mutter). Das trug nichts zur Story bei, sondern hat den Roman nur auf Seitenanzahl gebracht. Die Szenen haben immer wieder Risse in den eigentlichen Verlauf des Plots gerissen. Was mich auch störte war die Tatsache, dass Holly am Ende gerettet werden musste. Dass einige der Nebenfiguren in den Hintergrund geraten (Jerome Robinson) fand ich auch schade. Stattdessen bekommt dessen Schwester einen viel wichtigeren Sub-Plot, dessen Inhalte mich am Anfang auch wenig gefesselt haben.

Weiterhin störte mich die Verschmelzung von politischen Ansichten von King, der fiktiven Story und realen Ereignisse wie der Corona-Krise. Welche politischen Ansichten ein Künstler verfolgt, hat mich als Leser nicht zu interessieren. Ich will mich vom Künstler abgrenzen. Es gibt viele Künstler, die Dreck am Stecken haben (Klaus Kinski, Roman Polanski), aber dessen Werke dennoch für sich gesehen eindrücklich sind. Was Künstler privat für Ansichten haben, hat mich nicht zu interessieren. Das immer wieder zwischen den Zeilen lesen zu müssen, sah ich als negativ an. King geht dazu nach dem Roman noch ein und erklärt sich.

Der Plot ist abgesehen davon interessant, wenn auch weniger schrecklich und böse, als erwartet. Zudem nicht unbedingt neu. Experimente, Kannibalismus, Mad scientist Motive. Wer das mag, wird Holly mögen. Ich mochte das alte Kannibalen Ehepaar und die Tatsache, wie sie sich intellektuell als was Besseres sehen und wie sie insgeheim von oben herab auf andere schiessen. Das fand ich amüsant. Zudem wird noch Bezug zu einem weiteren Stephen King Roman genommen, in dem Holly einen Fall bearbeitet. Das müsste Blutige Nachrichten sein. Den werde ich mir auf die Wunschliste setzen. Indem wird auch u.a. Bezug zu Der Outsider genommen.

Fazit: Schwächer als die anderen Romane mit Holly, aber noch immer gut lesbar und unterhaltsam!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 636

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: 3. Auflage 11/2024 (Ursprünglich 2023)

Donnerstag, 6. November 2025

Mr. Merceds

Mr. Merceds

Inhalt:

«Ein Mercedes S 600 rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer; der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske; das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an.»

Meine Meinung:

Mr. Mercedes ist Stephen Kings Auftakt in der «Bill-Hodges-Serie» und stellt den «1. Band» dar. «Finderlohn» ist die Fortsetzung und der eigentliche Plot mit «Mr. Mercedes» endet erst in «Mind Control» (à la Patrick lebt). Die Buch-Reihe wurde als Mr. Mercedes als Serie verfilmt. Drei Staffeln. Die Serie sah ich mir an und mochte vor allem die 1. Staffel. Daher holte ich mir auch den Roman. Zum Vergleichen. In dem Roman kommt in der 2. Hälfte auch Holly vor, die Stephen King danach auch in Der Outsider einbaute. In Holly, einem Roman den ich als nächstes lesen werde, bekommt sie sogar ihre ganz eigene Geschichte als Hauptperson.

Mr. Mercedes hat mir auch als Roman gut gefallen. Die Serie wurde, um es auf eine ganze Staffel zu bringen, hier und da erweitert. Bill hat in der Serie nicht nur Jerome und Holly an seiner Seite, sondern auch eine Nachbarin. In der Serie hat er ein Haustier (Schildkröte), im Roman nicht. Desweitern bekommen auch Bradys Arbeitskollegen mehr Zeit in der Serie. Alles in allem wurde die Serie gut mit fiktiven Momenten aufgepeppt, die gut zum eigentlichen Plot passen. Das einzige Detail, welches in der Serie stört, war die Tatsache, dass Bill deutlich mehr ein selbst bemitleidender Alkoholiker ist, als er das im Roman ist. Schön zu sehen, dass das im Roman kaum eine Rolle spielt. Und das Finale (der Ort, wo es stattfindet), wurde für die Serie angepasst. 

Wer gerne Krimis und Thriller liest, die realistisch inszeniert sind (hier mehr True-Crime und Terroranschläge-Vibes), jedoch mit z.T. speziellen Figuren aus dem Stephen King Universum, wird mit Mr. Mercedes eine kurzweilige und spannende Lektüre vorfinden. Ob sich die Fortsetzungen lohnen? Das ist Geschmackssache. Da mir schon die Verfilmungen nur wenig zusagten, verzichte ich gerne auf die weiteren Romane…

Fazit: Stephen King Fans zu empfehlen!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 590

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: 6. Auflage 08/2019 (ursprünglich 2014

Dienstag, 4. November 2025

The Haunted Villa Review

Horroktober 2025

The Haunted Villa

Story:

Während der Nachtschicht vergewaltigt der verheiratete Arzt Dr. Han (Kung-Won Nam) die Krankenschwester Kyung-Ah. Sie wird schwanger. Als sie nicht abtreiben will, kommt es zum Handgemenge. Die leblose Kyung-Ah versenkt Dr. Han in einem Brunnen. Doch damit hat der Spuk für ihn noch kein Ende…

Meine Meinung:

The Haunted Villa kommt nicht in meine Filmsammlung. Der Anfang der 80er Jahre Film aus Südkorea war dazu zu unspektakulär. Ausserdem ging ich mit falschen Erwartungen an den Film. Es handelt sich nämlich nicht wirklich um einen Ghost-Film (was ich mir jedoch erhoffte), was dem Zuschauer auch während der Sichtung schnell klar wird. Der Film ist relativ zahm und vor allem repetitiv. Da kein Ghost-Setting gibt es leider auch nur wenig stimmungsvolle Momente.

Was solche angehen blieben mir nur der Beginn (Gewitter, Regen), die Nachtschicht (mit dem dramatischen Ausgang des notgeilen Arztes) und das Finale (wieder Gewitter & Regen) in Erinnerung haften. Sonst erinnert der Film deutlich mehr ans Ital. Giallo Genre oder an Mystery-Thriller à la Umberto Lenzi. Jene mit Carroll Baker, in welcher Paranoia und Betrug oft eine Rolle spielen und am Ende ein Twist den anderen jagt, was wahre Täter, mehrere Täter oder Motive angehen.

Das Ende gefiel mir nicht wirklich, auch wenn ich einen Ausgang dieser Art erwartet und habe kommen sehen. Richtige Highlights sind zäh und die Szenen sind immer die gleichen und repetitiv. Aufgrund von fehlenden englischen Untertiteln sind auch die Motive der Figuren nicht 100% klar (warum zeigte die Krankenschwestern den Arzt nicht einfach an?). Die mir unbekannte Darstellerin, die die Krankenschwestern spielte, die später via Rasiermesser Jagd auf den Doc macht, spielte das ordentlich. Sie war die beste Figur im Film, was das Schauspiel angeht.

Regie führte Lee Doo-yong, der auch einige Martial Arts Filme realisiert haben soll. Darunter interessante wie Returned a Single-legged Man: 2, der mich vom Titel und der Prämisse (der Held verliert ein Bein) an The One-Armed Swordsman erinnert. Ansonsten dürfte Nam Koong-won der wohl bekannteste Name der Produktion sein. Er, welchen den Arzt spielt, hat eine grosse Karriere mit vielen Rollen vorzuweisen (A Woman After a Killer Butterfly, A Bloodthirsty Killer, Space Monster Wangmagwi). Wer die Krankenschwester spielt, konnte ich hingegen nicht in Erfahrung bringen.

Fazit: Den fand ich, genau wie seine Vorbilder (Carroll Baker «Gialli»), unspektakulär. Zwar nicht wirklich langweilig, aber auch nicht sonderlich toll. Wurde nach London verkauft! 

Infos:

O: Gwihwa sanjang

Südkorea 1981

R: Lee Doo-yong

D: Kung-Won Nam, Yang-ja Jin, Han Eun-jin, Kim Yun-mi

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:36 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Dong Yang Production vor = Vollbild, gute Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, Koreanischer Ton und keine Untertitel. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2025).

Montag, 20. Oktober 2025

Death Melody Review

Horroktober 2025

Death Melody

Story:

Eine Musik-CD sorgt dafür, dass sich jene, die das Lied hören, Suizid begehen. Zum Opfer wird auch Fanny (Si Hei-Yue). Die Polizei geht von Suizid aus. Fannys Freundin Susan (Catherine Hung Yan) weiss es besser: Fanny hat sich nicht (aus eigenem Antrieb) getötet und beginnt zu ermitteln…

Meine Meinung:

Death Melody lag lange ungesehen rum. Sieben Jahre. Das war ein Geschenk meines «Dealers» aus Hong Kong. Ein Film, von welchem ich noch nie hörte. In den gängigen Filmdatenbanken (imdb, ofdb, hkmdb, LB) gibt es kein einziges Review. Das will schon was heissen und das ist selten. Auf YouTube finde ich keinen Trailer oder Ähnliches zum Film. Ggf. darum, weil es sich bei Death Melody um einen TV-Film handelt. Einen TV-Film aus dem Jahr 2003. Eine HK-Produktion.

Regie führte Douglas Kung Cheung-Tak. Er war mehrheitlich als Darsteller (Angel Enforcers, The Dragon Family, Forbidden Arsenal), als Action Director (da liegt noch Bullet to Survive ungesehen als US-VHS rum), Action Choreographer (Princess Madam aka "Iron Angels 4" dürfte wohl eine seiner bekanntesten Arbeiten sein) und Martial Arts Director (Excuse Me, Please!, King of Gambler) tätig und weniger als Regisseur (ich freue mich glatt, in Zukunft seine beiden Shaolin Vs Evil Dead Filme mit Gordon Liu aufzufrischen). Trotzdem beachtlich.

Ansonsten sticht HK-Fans ein Name gross hervor: Gloria Yip. Bekannt aus Filmen wie Story of Ricky, The Cat, The Peacock King und dessen Fortsetzung Saga of the Phoenix. Sie spielt hier eine grosse Nebenrolle. Fans sollten aber nicht zu viel erwarten. Ihre besten Szenen sind im Finale zu sehen und ihr Part ist auf eine Art und Weise vorhersehbar. Ansonsten bestehen die Hauptrollen aus Catherine Hung Yan (Wing Chun, Ghost House - A True Story), Ken Wong Hop-Hey (The Myth, Rob-B-Hood), Ken Yip Wing-Kin (A Serious Shock! Yes Madam!, The Way of the Lady Boxers) sowie Tam Wai-Kit (An Eye for an Eye). Die spielen das sehr solide.

Der Film ist, speziell für einen TV-Film, solide. Guter Durchschnitt, aber nichts für die Sammlung. Inhaltlich erinnert der Film sehr an Ringu und Suicide Club. Fragen werden z.T. nicht beantwortet oder habe ich aufgrund der miesen englischen Untertitel verpasst. Nach Logik sollte man nicht suchen. Es war aber im Grossen und Ganzen unterhaltsam. Im Finale hat der Film sogar fast Superhelden-Charakter und hier und da gibt es auch Mal einen Fight zu sehen. Die Selbstmorde sind z.T. sehr innovativ (Wachs) und der Umgang mit Musik wird gut in die Szenen integriert.

Fazit: Solider TV-Film!

Infos:

O: Lian suo qi huan dang an: Si wang yin yue

HK 2003

R: Douglas Kung Cheung-Tak

D: Gloria Yip, Catherine Hung Yan, Si Hei-Yue, Ken Wong Hop-Hey, Ken Yip Wing-Kin, Tam Wai-Kit

Laufzeit der HK-VCD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von My Way vor = Uncut, O-Ton, englische und chinesische Subs, gute Bildqualität. Die englischen Subs sind stark fehlerhaft. In den USA gibt es eine DVD (Tai Seng). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Okt. 2025).

Mittwoch, 10. September 2025

Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein Review

Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein

Story:

Cagliostro (Howard Vernon) will die perfekte Rasse züchten. Dazu lässt er durch die Vogelfrau Melissa (Anne Libert) das Monster (Fernando Bilbao) von Dr. Frankenstein (Dennis Price) entführen. Letzterer wird getötet. Dr. Frankensteins Tochter (Beatriz Savón) sinnt auf Rache…

Meine Meinung (französische Originalversion):

Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein ist Fans von Jess Franco (Night of the Skull, Kiss Me Monster, Rififi in the City) zu empfehlen. Der Film wartet in der französischen Originalversion mit einem simplen Plot auf. Heute würde man von einem Style over substance Faktor sprechen. Der Film ist durch seine kurze Laufzeit von nur 75 Minuten sehr kurzweilig und kaum langweilig. Die später durch neue Szenen verlängerte spanische Fassung ist mehrheitlich uninteressant und wartet mit Szenen auf, die nicht zum Originalfilm passen (= neue Charaktere z.B. von Lina Romay verkörpert).

Jess Franco arbeitet hier mit einem seiner Lieblingsschauspieler zusammen: dem Schweizer Howard Vernon (The Other Side of the Mirror, Castle of the Creeping Flesh, Seven Women for Satan). Dessen Overacting ist besonders auffällig und in Erinnerung bleibend, während die Mädels für ihre Nacktheit und schrillen Kostüme/Rollen in Erinnerung bleiben. So spielt Anne Libert (stand oft in den Filmen Jess Francos vor der Kamera = z.B. in Daughter of Dracula) eine «Vogelfrau» oder ein «Vogelwesen». Beatriz Savón überzeugt als rächende Tochter von Dr. Frankenstein und Fernando Bilbao (Light the Fuse…Sartana Is Coming) passt aufgrund seiner Statur perfekt in die trashig angehauchte Rolle des Monsters.

Der Film gefällt vor allem durch tolle Settings (das Schloss als Kulisse), fantasievolle Masken, der Vermischung von Gewalt (Film jedoch grafisch sehr harmlos) und Sex (wobei der Erotikfaktor trotz vieler Nacktszenen erstaunlich klein ist), einen wunderbaren Lead (Howard Vernon) und vielen hypnotischen, surrealen und trashigen Eindrücken, die den Film stellenweise mehr zu einem Fiebertraum und Trip umwandeln, statt eines «echten Spielfilmes». Wer Jess Francos Filme mag, kann sich freuen!

Fazit: Für Jess Franco Fans zu empfehlen!

Infos:

O: La Maldición de Frankenstein

Frankreich, Spanien 1973

R: Jess Franco

D: Dennis Price, Carmen Yazalde, Howard Vernon, Anne Libert, Luis Barboo, Fernando Bilbao, Jess Franco

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 73:55 Min.

Gesehen am: Sept. 2012 / 2. Sichtung und 1. Sichtung der franz. Originalversion: 09.06.25

Fassungen: Für die 1. Sichtung (2012) sah ich die spanische Fassung (In Spanisch mit jap. Subs = DVD aus Japan von Atlus). In dieser fehlen sämtliche Nacktszenen und/oder wurden durch harmlose Einstellung ersetzt. Es wurden teilweise neue Szenen gedreht (alle Szenen mit Lina Romay), um den Film zu strecken. Zum Teil passen die Szenen nicht in den Originalfilm. Für eine 2. Sichtung lag mir nun die deutsche Blu-Ray von Wicked Vision vor = Mediabook, zwei Fassungen an Bord (franz. Originalfassung mit den Nacktszenen und die später alternativ ausgestattete spanische Fassung) in Deutsch, Franz. oder Englisch (mit deutschen Subs). Ich sah mir die franz. Originalfassung in Franz. mit Subs an. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, der Film Uncut. Als Bonus waren vor allem das Interview mit Stephen Thrower (ca. 26 Minuten) und Jess Franco (ca. 15 Minuten) interessant.