Hero Tattooed with 9 Dragons
Story:
Ta Lung (Chen Kuan-Tai) ist arrogant, provoziert gerne, hat eine grosse Klappe und hält nichts vom Studieren. Seine Leidenschaft gilt nur dem Kämpfen. Als er im Kampf einen Gegner verletzt, flieht er vom Tatort und erlebt diverse Abenteuer. Da wird Mr Kao (Ku Cheng) auf Ta Lung aufmerksam und wird sein Meister. Später kommt es an Ta Lungs Familie zu einem Massaker. Ta Lung und neue Verbündete (u.a. Judy Lee, Chen Song-Yong) rächen sich an den Tätern (u.a. Tsai Hung)…
Meine Meinung:
Aufgrund meines aktuellen Chen Kuan-Tai (Don’t Love Any Stranger, Murderer, The Fortune Code) Marathons war nun der taiwanesische Eastern Hero Tattooed with 9 Dragons, den ich tatsächlich nur als Bootleg in der Sammlung stehen habe, an der Reihe, aufgefrischt und neu angesehen zu werden. Der Film von Pao Hsueh-Li (Tough Guy, The Heroes, Ninja in the Deadly Trap) kann mit anderen Filmen des Regisseurs, zumindest in dieser Fassung und Form (Vollbild, Englischer Dub), nicht mithalten.
Das Vollbild war hier und da störend aber deutlich schlimmer und nervender war der nervtötende Englische Dub. Grauenhaft! Die ersten zehn Minuten, in denen Chen Kuan-Tais Figur als Kind dargestellt wird, nerven sehr. Ich ging auch mit falschen Erwartungen an den Film. Ich habe mehr einen ernsten, humorlosen und düsteren Wuxia erwartet. Stattdessen bekam ich eine Kung-Fu-Komödie mit nicht linearem Plot serviert, in dem z.T. erst nach ca. 55 Minuten noch wichtige Personen für den Verlauf der Handlung auftauchen, die zuvor nie zu sehen waren. Immerhin war die Musik mehrheitlich, auch wenn repetitiv, cool. Das hätte deutlich schlimmer sein können.
Ich denke, wäre es ein Mandarin Print gewesen, wäre der Film weniger nervend gewesen. So verkommt der Mix aus Klamauk und Englischem Dub zu einem hässlichen Sehvergnügen. Langweilig wird es jedoch selten und es gibt viele Kampf- und Trainingsszenen. Chen Kuan-Tai spielt eine Figur, die besser zu einem Jet Li (à la seine Rolle in Fong Sai Yuk) oder Alexander Fu Sheng gepasst hätte. Ein Schlitzohr-Charakter. Da wirkte Chen Kuan-Tai leicht unpassend, auch wenn er in den Kampfszenen natürlich zu überzeugen vermochte. Judy Lee (Kung Fu - Die Karateteufel) ist eben eine der besagten Figuren, die erst gut nach einer Stunde auftauchen. Zuerst sorgt sie für weitere Füllszenen mit doofem Klamauk, im Finale überzeugt sie hingegen mit ihren Waffen im Kampf. Tsai Hung spielt einen der Bösewichte. Er spielte regelmässig in den Filmen von Regisseur Pao Hsueh-Li mit, z.B. in Blooded Treasury Fight oder The Kung Fu Emperor.
Fazit: Kein Kracher und nur Hardcore-Fans von Chen Kuan-Tai Fans zu empfehlen!
Infos:
O: Jiu Mei Long
TW 1978
R: Pao Hsueh-Li
D: Chen Kuan-Tai, Ku Cheng, Cheng Kang-Yeh, Judy Lee, Chen Song-Yong, Tsai Hung
Laufzeit der Bootleg-DVD: Ca. 91 Min.
Gesehen am: Aug. 2010 / Neusichtung am: Sept. 2026
Fassungen: Ich sah den Film
via US-Bootleg-DVD, die 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert wurde. Als
Vorlage diente scheinbar eine US-VHS, die möglicherweise auch Masterfehler hat.
Mind. einmal sah es nach einem Zensursprung aus und auch sonst sind einige Szenenübergänge
komisch anzusehen. Extrem mieser englischer Dub, solide Bildqualität und
Vollbild statt Widescreen. In einigen Trainingsszenen zwischen Chen Kuan-Tai, Ku
Cheng und Cheng Kang-Yeh fällt das Vollbild besonders negativ auf. Ich denke,
nur schon in Mandarin ist der Film erträglicher. Daher werde ich schauen, ob
ich davon (in China) eine Mandarin Fassung finde. Es gibt keine Blu-Ray und
keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2026).


