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Montag, 18. Mai 2026

Der Superfighter

Der Superfighter

Story:

Dragon (Jackie Chan) und seine Freunde (u.a. Tai Bo, Mars) arbeiten bei der Küstenwache. Diese plus die Polizei (Yuen Biao) und Freunde (Sammo Hung) machen es sich zur Aufgabe, störende Piraten (u.a. Dick Wei, Lee Hoi-Sang) aufzuhalten…

Meine Meinung:

Aka Project A. Den Film sah ich nur einmal und das ist 20 Jahre her. Der Superfighter, besser bekannt unter seinem englischen Titel Project A, gilt als Klassiker in Jackie Chans Karriere. Jackie Chan (The Protector, Police Story, Snake and Crane Arts of Shaolin) führte Regie, spielt die Hauptrolle, war am Drehbuch beteiligt und war zusammen mit seinem Stunt-Team und Co. (Mars, Sammo Hung) an der Kampf-Choreographie und den Stunts beteiligt. Jackie Chan das Multitalent. Ich war gespannt auf den Film, da ich bis auf ein-zwei Details (der Uhrwerk-Stunt und das Piraten-Setting) nichts mehr wusste.

Ich bin kein allzu grosser Piraten-Fan. Das ist auch ein Setting, welches im HK-Kino eher selten zum Einsatz kommt. Da kommen mir spontan z.B. The Pirate (Shaw Brothers), Once Upon a Time in China 5 - Dr. Wong gegen die Piraten oder King of the Sea in den Sinn. Der Superfighter ist nebst Filmen wie Wheels on Meals, Winners and Sinners (wobei Jackie Chan und Yuen Biao nur Neben- und Gastrollen haben), My Lucky Stars, Twinkle, Twinkle Lucky Stars und Dragons Forever einer der Filme, in denen Jackie Chan auch mit seinen «Brüdern» Sammo Hung (Point of No Return, Don't Give a Damn) und Yuen Biao (Kick Boxer, On the Run) vor der Kamera stand.

Davon sind Der Superfighter, Wheels on Meals sowie Dragons Forever sicher die bekanntesten und besten Werke. Der Superfighter hat die 2. Sichtung bestanden. Der Film ist alles in allem wirklich gut, aber für mich dennoch nicht ein Kracher. Wie ich bereits sagte, ich bin kein allzu grosser Piraten-Fan und es gab doch auch einige Längen. Es dauert auch sehr lange, bis der Hauptplot loslegt. Statt Gruppenkämpfe hätte ich mir lieber mehr Ein Mann gegen Ein Mann Duelle gewünscht und da sich Jackie Chan den Film mit Yuen Biao und Sammo Hung teilt, kommen die Stars auch etwas zu kurz. Da gilt auch für die Bösewichte, die von Dick Wei (kommt praktisch nur im Finale vor) und Lee Hoi-Sang (Kung Fu Genius) gespielt werden.

Alles in allem ist der Film dennoch mehr oder weniger unterhaltsam und das nötige Budget war auch vorhanden. Einige der Stunts sind auch heute noch sehr spektakulär und an der Kampf-Choreographie gibt es nichts auszusetzen. Es gibt jedoch weniger zu lachen, als erwartet. Eines der Highlights war für mich nach wie vor die Verfolgungsjagd mit den Fahrrädern. Zudem war es schön, bekannte Gesichter wie Tai Bo (Ninja in the Dragon's Den), Mars (Police Story 3 Super Cop), Wu Ma (Just Heroes), Kwan Hoi-San (Devil Curse), Fung Ging-Man (Two Toothless Tigers), To Siu-Ming (The First Vampire in China) oder Chin Ka-Lok (Mr. Vampire Saga IV) in Gastauftritten gesehen zu haben.

Fazit: Ich habe die Fortsetzung immer favorisiert. Etwas, was ich nach dieser Sichtung bestätigt sehe. Dennoch für Jackie Chan Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Project A Part II

Infos:

O: 'A' Gai Waak

HK 1983

R: Jackie Chan

D: Jackie Chan, Sammo Hung, Yuen Biao, Dick Wei, Tai Bo, Mars, Kwan Hoi-San, Lee Hoi-Sang, Wu Ma, Fung Ging-Man, To Siu-Ming

Laufzeit der deutschen DVD: 100:34 Min.

Gesehen am: Juli 2006 / Neusichtung am: 18.05.26

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Splendid = Uncut, O-Ton mit deutschen Subs, solide Bild- und Tonqualität (Nicht anamorph). Gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray und UHD.

Mittwoch, 5. November 2025

Bruce, Hong Kong Master Review


Bruce, Hong Kong Master

Story:

Wang Li-Shans (Dean Shek) Freundin wird von Gangstern überfallen, vergewaltigt und getötet. Danach nimmt sein Kollege Xiao Long (Bruce Leung Siu-Lung) das Gesetz in die eigene Hand und säubert die Strassen Hong Kongs vor Abschaum, ehe er sich im Finale, als Dr. Cheng Dong-Qiao (Stanley Fung) und Shirley (Sylvia Chang Ai-Chia) von Gangstern (Sammo Hung, Bolo Yeung, Addy Sung Gam-Loi) entführt werden, einem Kampf auf Leben und Tod gegenübersteht...

Meine Meinung:

Aka Hong Kong Superman. Von Bruce, Hong Kong Master wurde ich positiv überrascht. Ich habe, aufgrund dem «Bruce» im Titel und der Tatsache, dass Bruce Leung Siu-Lung (Bruce and the Iron Finger, The Dragon Lives Again, Call Me Dragon) mitspielt, einen Bruceploitation-Film erwartet. Pustekuchen. Stattdessen gibt es einen Mix aus Drama, Kung Fu und Rape & Revenge Streifen zu sehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen aus der Zeit ohne Klamauk und Humor. Das Ganze ist ernst, humorlos, hart und dramatisch inszeniert. Der Film spielt im damaligen Hong Kong der 70er Jahre.

Nebst Bruce Leung Siu-Lung, der auch für die Kampfchoreographie zuständig war, sehen wir im Film Namen wie Sylvia Chang (sehr schnuckelig), Stanley Fung (RIP), Dean Shek (seine Rolle hat A Better Tomorrow 2 Vibes), Carter Wong (nur am Anfang kurz zu sehen), Bolo Yeung (Bösewicht, dessen Tod im Finale zensiert wurde), Sammo Hung (Bösewicht an der Seite von Bolo), Addy Sung Gam-Loi (Bösewicht an der Seite von Bolo) und Mars (nicht erkannt). Ich würde den Film zu den besten Rollen von Bruce Leung Siu-Lung zählen. Dean Shek fungiert zudem noch als Assistent Director.

Regie führte Ting Shan-Hsi, der auch das Drehbuch schrieb und auch für die Shaw Brothers tätig war (Blood Reincarnation, Imperial Tomb Raiders, Whiplash). Ob sich Ting Shan-Hsi am US-Vorbild Death Wish orientiert hat? Möglich wäre es. Der entstand ein Jahr vor Bruce, Hong Kong Master. Die erste Hälfte von Bruce, Hong Kong Master ist die ruhigere. In dieser werden die Figuren gekonnt vorgestellt, zu ihnen wird eine Beziehung aufgebaut und es gibt dramatische Momente zu sehen. In der zweiten Hälfte dominieren dann knallharte Kampfszenen, die praktisch pausenlos bis zum Finale anhalten. An Sammo Hung und Bolo Yeung als Bösewichte und «Endgegner» von Bruce Leung Siu-Lung hatte ich grosse Freude.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Xiang Gang Chao Ren

HK 1975

R: Ting Shan-Hsi

D: Bruce Leung Siu-Lung, Sammo Hung, Bolo Yeung, Dean Shek, Stanley Fung, Addy Sung Gam-Loi, Carter Wong, Mars, Sylvia Chang Ai-Chia

Laufzeit der HK-VHS: 76:58 Min.

Gesehen am: 31.10.25 / 2. Sichtung (DVD-R): Dez. 2025

Fassungen: Mir lag das VHS von Ocean Shores vor = nebst dem On-Screen Titel fehlt auch im Finale etwas. Den Tod von Bolo Yeung sieht man überhaupt nicht. Da scheint ein ganzer Block zu fehlen. Auf der Rückseite der VHS hat es zudem ein Bild vom Finalkampf zwischen Bruce Leung Siu-Lung, Sammo Hung und Bolo Yeung, welches auch im Film nicht zu sehen ist. Der englische Dub ist erträglich, die Bildqualität ist gut, Originalbildformat liegt nicht vor. Mir ist keine Uncut Fassung bekannt und auch keine O-Ton mit Untertiteln Fassung. Die deutschen Fassungen (Der Supermann mit der Todespranke) sollen allesamt nochmals ca. fünf Minuten kürzer sein als diese HK-Fassung. Jedoch soll es in der deutschen Fassung im Finale auch definitiv eine Szene geben, die in der HK-Fassung fehlt. Laut der ofdb (Datenbank) soll das HK-VHS 84:30 Min. laufen. Mein VHS hingegen läuft nur 76:58 Minuten. Laut Douban soll es gar eine 92minütige Mandarin Fassung geben. Als ich diese Zeilen schreibe, bin ich dran, eine solche Fassung aus China zu kaufen (DVD-R). Nachtrag Dez. 2025: Nach der Sichtung der HK-VHS (nur Englisch Dubbed, ggf. zensiert) streckten sich meine Fühler nach einer Mandarin Fassung aus. Auf einem Auktionshaus in China wurde ich fündig. Leider war das Ding ausverkauft. Via Google fand ich aber eine Mandarin-Version auf Taobao. Angeblich Mandarin und 90 Minuten Laufzeit (das HK-VHS läuft nur 76:58 Min.). Die Fassung auf Taobao gekauft. Das Bootleg ist eine Kuriosität. Das Frontcover ziert das deutsche Filmplakat. Auf der Back-Seite ziert das Motiv einer spanischen Fassung die Disc und der Text auf der Rückseite ist in Chinesisch. Der Film ist definitiv länger als die HK-VHS-Fassung, jedoch nicht in Sachen Action oder Gewalt. Ggf. nackte Tatsachen im Finale, das muss ich noch 1:1 vergleichen. Aber mehr Handlung und mehr Charaktertiefe (und leider auch eine Szene, in der Bruce Leung einen lebenden Krebs auf den Boden schleudert der sich dann in paar Einzelteile zerlegt). Das Ding wurde aus mehreren Quellen zusammen gebastelt. Das Hauptmaster dürfte die OS VHS gewesen sein. Dann gibt es aber auch etliche Momente mit einer schlechteren Bildqualität. 2x wird auch in gelb FLK eingeblendet. Ob da Szenen aus einer möglichen Bootleg FLK Version verwendet wurden? Zu 80% ist die chinesische Tonspur in Mandarin, zu 20% in Englisch. Interessant sind auch die diversen Untertitel Optionen wie Englisch und sogar Deutsch! Den Film mochte ich noch immer. Leider gibt es aber auch in dieser Fassung keine erweiterten Kampf- oder Todesszenen von Sammo Hung und Bolo Yeung.

Mittwoch, 9. Juli 2025

The Awaken Punch

The Awaken Punch

Story:

Cheung Da Gong (Henry Yu Yang) verspricht seinem Vater auf dem Sterbebett, sich vom Kämpfen abzuwenden. Das nutzen Gangster (Fong Yau, Tien Feng, San Kuai, Fung Hak-On) aus, die Cheungs Land kaufen wollen…

Meine Meinung:

The Awaken Punch ist ein Anfang der 70er Jahre Basher à la The Big Boss oder Chinese Hercules. Auch hier muss der Held seine Kampfkünste vorerst einstellen, ehe er sie im letzten Viertel explodieren lässt. Das ist ein Detail, welches ich aus logischen Gründen weniger mag. Wenn der Held nicht kämpft, gibt es in diesen Phasen auch keine Kampfszenen zu sehen. Warum schaut sich der Fan solche Filme an? Wegen den Kampfszenen! Aber ich wusste über dieses Detail im Voraus Bescheid und konnte mich dementsprechend darauf einstellen.

Bis auf einige wenige Längen vor dem Finale und einer etwas unspektakulären und unfreiwillig komischen Verfolgungsjagd (in der ein Fahrrad eine Rolle spielt) sehr sehenswerter Basher. Ich wurde positiv überrascht. Dem Film tun vor allem der Verzicht auf Klamauk, seine Härte und die überzeugenden Bösewichte gut. Fong Yau (Bruce and the Iron Finger), Tien Feng (My Son), San Kuai (The Bloody Fists) und Fung Hak-On (The Godfather’s Daughter Mafia Blues) waren allesamt schön fies, schmierig und die perfekte Wahl für die Schurkenauswahl.

Tien Feng spielt den Anführer der Bande. Seine Spezialität sind Messer. Die Kampfszenen stammen von einem jungen Yuen Woo-Ping (The Buddhist Fist). Es wird vor allem mit Fäusten gekämpft, aber in ein-zwei Szenen kommen auch Waffen vor. Yuen Woo-Ping liefert nebst späteren Stars wie Mars (Dragon Lord) oder Jackie Chan (City Hunter) einen Gastauftritt hin. Der Held des Tages wird von Henry Yu Yang (Tough Guy) gespielt, der mich zuletzt auch zusammen mit Michael Chan Wai-Man und Chan Sing in Black List vollkommen zu überzeugen vermochte. Auch hier macht er einen soliden Job.

Fazit: Basher Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Shi Po Tian Jian

HK 1973

R: Fang Lung-Hsiang

D: Tien Feng, Henry Yu Yang, Fong Yau, San Kuai, Fung Hak-On, Susanna Au-Yeung Pui-San

Laufzeit der US-Blu: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 09.04.25

Fassungen: Gesehen via The Basher Box von VCL Entertainment/Pearl River = nebst The Prodigal Boxer in einem Set inklusive Booklet, Region-All-Disc, neuer 35mm Print (= hervorragende Bildqualität) aber leider nur Englisch Dubbed (mittelmässig). O-Ton ist nicht vorhanden. Es gibt englische Subs. Als Extras gibt es einen Trailer. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025).

Montag, 30. Dezember 2024

Undeclared War

Undeclared War

Story:

Hong Kong:

Inspektor Bong (Danny Lee) und sein Kollege (Tommy Wong Kwong-Leung) sehen sich gezwungen, mit einem FBI-Agenten (Peter Lapis), einer Reporterin (Rosamund Kwan) und einer Inhaftierten (Olivia Hussey) als Köder einem Top-Terroristen (Vernon G. Wells) und seiner Gang (Louis Roth, Mars, Mark King) auf die Schliche zu kommen…

Meine Meinung:

Undeclared War ist ein Hong Kong-Film im modernen Setting von Ringo Lam (School on Fire, Full Contact, Burning Paradise) und ein Mix aus Action, Politik-Thriller und Buddy-Movie mit einem internationalen Cast und diversen Schauplätzen (Russland, Hong Kong, China). Den Film sah ich seit dem Jahr 2007 nicht mehr und wurde zu Ehren von Olivia Hussey, welche vor kurzem verstorben ist, aufgefrischt. Der Film hat sie Neusichtung bestanden.

Ich mag diese Filme von Ringo Lam sehr. Die Action-Szenen sind, wie von Ringo Lams anderen Filmen dieser Art (Wild Search, Touch and Go), realistischer gehalten als in anderen HK-Filmen der Zeit. Die Action-Sequenzen in Undeclared War bestehen aus Verfolgungsjagden, wenigen tödlichen Stunts (aus hohen Gefilden runterfallen, Bambusgerüst), echten Explosionen, echten Hubschraubern, einer Prügelei, Folterszenen und blutigen Shoot-Outs und Messermorden. Zudem haben Unschuldige und auch Zivilisten nichts zu lachen. Der Film ist grimmig und düster, auch wenn der Film durch seine Buddy-Movie Elemente für kruden Humor zwischen Danny Lee (Fearless Match, The Greatest Eight Kinds of Kung Fu, Dr. Lamb) und Peter Lapis sorgt oder in einer anderen Sequenz auch vor Störung der Totenruhe nicht halt gemacht wird.

Die Action-Momente waren die Highlights des Filmes. Nebst Danny Lee, Peter Lapis und Olivia Hussey (sie spielt einen etwas naiven Charakter) sind ausserdem noch Namen wie Tommy Wong Kwong-Leung (A Chinese Ghost Story 3, Justice My Fool), Rosamund Kwan (Twinkle Twinkle Lucky Stars, The Assassin), Louis Roth (Naked Killer, Legacy of Rage), Mars (in einer Nebenrolle als Bösewicht, wird von Peter Lapis von einer Brücke geworfen), Gweilo Mark King (In the Line of Duty V - Middle Man, Godfather's Daughter Mafia Blues) und Commando Bösewicht Vernon «Bennett» Wells (The Debt Collector 2, T-Force) zu sehen.

Fazit: Für HK-Filmfans sehenswert!

Infos:

O: Sheng zhan feng yun

HK 1990

R: Ringo Lam

D: Danny Lee, Tommy Wong Kwong-Leung, Peter Lapis, Rosamund Kwan, Olivia Hussey, Louis Roth, Mars, Mark King

Laufzeit der deutschen DVD: 102:37 Min.

Gesehen am: Juni 2007 / Neusichtung: 28.12.24

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Atomik-Films / Ascot Elite = Deutsch oder Kantonesisch mit deutschen Subs, Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Wer eine Blu-Ray möchte, sollte zur US-Ausgabe von Vinegar Syndrome & Partners greifen (O-Ton, Englische Subs, neu restauriert, exklusive Extras). In Deutschland ist der Film True Grit / Cargo Records auch auf Blu-Ray raus.

Sonntag, 22. September 2024

The Inspector Wear Skirts II

The Inspector Wear Skirts II

Story:

Nach dem 1. Teil geht es wie folgt weiter: Madame Wu (Sibelle Hu) und Kan (Stanley Fung) trainieren noch immer ihre Frauen- und Männereinheiten (u.a. Kara Hui, Sandra Ng, Billy Lau, Ken Lo). Das Training wird durch die Tatsache, dass Kan noch immer in Madame Wu verliebt ist und durch die Aufnahme von neuen Rekruten (u.a. Amy Yip) erschwert. Und dann planen die Gangster, die im ersten Film geschlagen wurden (u.a. Jeff Falcon), Rache an der Spezialeinheit…

Meine Meinung:

Bevor es zur Neusichtung des dritten Teiles kam, schaute ich mir noch den 2. Teil an. Die Qualität des Vorgängers wird nicht ganz erreicht. Dies gilt auch für die Kampfszenen: der erste Teil bot bessere Action und mehr Action-Szenen. Und Cynthia Rothrock (The Blonde Fury, Prince of the Sun) ist nicht mehr dabei. Aus dem Vorgänger kehren dennoch viele Namen wie Sibelle Hu (The Master Strikes Back, Lethal Panther), Stanley Fung (To Hell with the Devil, TwinkleTwinkle Lucky Stars), Billy Lau (Lucky Stars Go Places, Mr. Vampire), Sandra Ng (Forced Nightmare, Gameboy Kids), Jeff Falcon (Six-String Samurai, Caged Beauties) oder Kara Hui (Heart of Danger, Mrs K) zurück. Neu dazu stossen Melvin Wong (The Rape After, Above the Law) sowie Amy Yip (She Shoots Straight, The Magnificent Scoundrels).

Regie führte, wie bereits im Vorgänger, Wellson Chin (Thou Shalt Not Swear, The Third Full Moon). Er sollte auch in der nächsten Fortsetzung weiterhin auf dem Regiestuhl sitzen. Ebenfalls wieder dabei ist Jackie Chan (Who Am I?, The Twin Dragons) als Geldgeber sprich Produzent. Und sein Stunt-Team hat die Action-Szenen realisiert. Der Film wirkt inhaltlich wie ein Aufguss des ersten Filmes: es gibt zunächst etwas Action zu sehen (Befreiung von Jeff Falcon, Kantinenkampf in der Ausbildung) aber ansonsten viel Ausbildung und Comedy-Momente. Stanley Fung ist noch immer in Sibelle Hu verliebt und bekommt mit Melvin Wong Konkurrenz. Die Mädels, die mehr Screentime als die männlichen Kadeten erhalten, stehen im stetigen Kampf gegen die Männer. Es gibt auch wieder ein Kampfturnier zwischen den zwei Gruppen.

Ansonsten sind es Comedy-Einlagen, die der Zuschauer zu sehen bekommt. Billy Lau als Spanner, eine Tanz/Disco-Einlage oder wie sich Sandra Ng als Kommandantin ausgibt und die neuen Ankömmlinge knechtet und für sich arbeiten lässt. Sandra Ng ist allgemein einer der Figuren, die am meisten humorvolle Parts abbekommen hat. Das Einbringen von Amy Yip war jedoch auch ein kluger Schachzug: durch ihre grosse Oberweite aber auch ihr Schauspiel bekommt sie auch einige amüsante Momente ab. Mit Action wird danach bis zum Finale zu gewartet, nur mit der Ausnahme, dass diese Kampfszenen eben weniger spektakulär ausgefallen sind, als im Erstlingswerk. Es folgen einige wenige Kampfszenen, die solide in Szene gesetzt sind. Aber dann ist der Film plötzlich (etwas zu schnell) schon vorbei. Etwas mehr Action hätte es bei dem Cast (Kara Hui, Jeff Falcon) gerne geben dürfen. Dennoch spassig und unterhaltsam.

Gefolgt von: Raid on Royal Casino Marine

Infos:

O: Shen yong fei hu ba wang hua

HK 1989

R: Wellson Chin

D: Sibelle Hu, Stanley Fung, Kara Hui, Amy Yip, Jeff Falcon, Sandra Ng, May Lo Mei-Mei, Anglie Leung Wan-Yui, Regina Kent, Bill Tung, Melvin Wong, Mars, Billy Lau, Ricky Hui, Ken Lo, Dan Mintz, John Ladalski

Laufzeit der HK-DVD: 91:46 Min.

Gesehen am: Okt. 2008 / Neusichtung am: 10.08.24

Fassungen: Mir lag die alte HK-DVD von Deltamac/Fortune Star vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität (nicht anamorph), O-Ton, englische Subs, Code Free-Disc. Gibt es inzwischen von 88 Films in England auf Blu-Ray. Uncut, im O-Ton mit englischen Subs und exklusiven Extras. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2024).

Donnerstag, 19. September 2024

The Challenger

The Challenger

Story:

Yu (David Chiang) und Chin (Norman Tsui) sind auf der Suche nach Pai (Phillip Ko Fei). Dieser hat Chins Ehefrau vergewaltigt und getötet. In der zwielichtigen Wei (Lily Li) sehen sie einen Weg, Pai zu finden…

Meine Meinung:

The Challenger wurde zu Ehren von Norman Tsui (Shaolin Mantis, We're Going to Eat You, The Dragon Family) aufgefrischt. Er begann seine Karriere bei den Shaw Brothers. Wurde er zuerst vereinzelt in Nebenrollen eingesetzt, kamen später mehr und mehr Hauptrollen (Bastard Swordsman, Return of Bastard Swordsman, Hong Kong Godfather, Seeding of a Ghost) dazu, ehe er sich auch in der Ära nach den Shaw Brothers in Hong Kong Kino durchsetzen (Das Todesduell der Shaolin, Das Schwert, Sea Wolves, The Rebellious Reign, Blood Ritual, The Club, That’s Money), bis hin zu neueren Produktionen (Dream Home, Sword Master).

Nun ist Norman Tsui an Krebs verstorben (01.09.24). The Challenger, dessen Fortsetzung The Loot ich vor nicht allzu langer Zeit aufgefrischt habe, kam in die Auswahl, ihm zu Ehren aufgefrischt und neu gesichtet zu werden. Wie bereits die Fortsetzung stellt The Challenger, ein Film von Eric Tsang (Hitman, The Dragon Lives Again, Millionaires Express) und produziert von Lo Wei (The Big Boss, Triad Story, Wooden Man), für Kung-Fu-Film-Fans absolutes Pflichtprogramm dar. Der Film aus dem Jahr 1979 erzählt eine Story im klassischen Kung-Fu-Setting.

Bei The Challenger handelt es sich um eine Kung-Fu-Komödie mit Norman Tsui und David Chiang (Die 7 goldenen Vampire, Die 13 Söhne des gelben Drachen, Die Todeskralle des roten Phoenix) in den Hauptrollen. Fans der beiden kommen voll auf ihre Kosten. Besonders Norman Tsui dürfte hier wohl seine eindrücklichsten Kampfszenen in seiner Karriere spendiert bekommen haben (nebst The Loot sowie The Rebellious Reign). Starke Leistung der beiden. Der Film könnte fast als Buddy-Movie durchgehen, da beide Helden unterschiedliche Motive haben, den Bösewicht zu finden.

Dieser wird gekonnt von Phillip Ko Fei (Bandits, Prostitutes & Silver, Master Killers, Lucky Seven 2) dargestellt. Auch seine Kampfszenen sind unglaublich spektakulär. Allein das Finale rechtfertig den Kauf des Filmes und entschädigt für den z.T. wechselhaften Ton des Filmes und/oder den hier und da gezeigten Klamauk. Eric Tsang ist in einem Gastauftritt zu sehen und Mars (Dragon Lord, Come Drink with Me) bekommt im Gegensatz zu Lily Li (The Beauty Escort, Black Magic 2, The Criminals 5 – The Teenager’s Nightmare) keine Kampfszene spendiert. Lily Li darf aber nur 1-2x zeigen, was in ihr steckt. Dies sollte sich spätestens in der Fortsetzung ändern.

Fazit: Danke der starken Kampf-Choreographie und einem starken Cast (David Chiang, Norman Tsui & Phillip Ko Fei) ein absoluter Must Have Titel des Kung-Fu-Kinos!

Gefolgt von: The Loot

Infos:

O: Ti Guan

HK 1979

R: Eric Tsang

D: David Chiang, Norman Tsui, Lily Li, Phillip Ko Fei, Mars, Eric Tsang

Laufzeit der HK-DVD: 87:57 Min.

Gesehen am: Dez. 2007 / Neusichtung am: 18.09.24

Fassungen: Mir lag die Code-Free-DVD aus HK von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gibt es in Deutschland von diversen Anbietern auch auf DVD (Deutsch/Kanto mit englischen Subs, Uncut). Titel: Der Herausforderer. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2024).

Dienstag, 20. August 2024

Dragon Lord

Dragon Lord

Story:

Die beiden Lausbuben Lung (Jackie Chan) und Wong (Mars), die sich seit Jugendjahren kennen, geraten durch mehrere Zufälle zwischen die Fronten einer Gangster-Bande. Ein Gangster (Hwang In-Shik) und dessen Bande wollen chinesische Schätze stehlen und ausserhalb Chinas verkaufen. Deputy Hoi (Michael Chan Wai-Man) kann dies ethisch nicht akzeptieren und will die Gruppe verlassen, zum Wiederwillen des Bosses. Diese haben es nun auf seinen Kopf abgesehen und da stösst der verwundete Deputy Hoi zufällig auf Lung und Wong…

Meine Meinung (Hong Kong Cut):

Zweitsichtung seit März 2007. Ich wusste bis auf ein bis zwei Momente (Rugby-Spiel, ein Stunt im Finale) nichts mehr. Ich hatte aber noch im Gefühl, dass ich Dragon Lord immer etwas schwächer fand als andere Jackie Chan Werke. Und dieser Erinnerung muss ich auch nach dieser Zweitsichtung zustimmen: Dragon Lord ist durchschnittlich und deutlich überbewertet. Wäre da nicht das tolle, 20minütige Finale, könnte man den Film getrost in die Tonne treten.

Das Problem ist die Tatsache, dass der Film von und mit Jackie Chan (The Accidental Spy, The Twins Effect 2) bis zum Finale kaum Action bietet. Natürlich, es gibt die stark choreographierte Start-Sequenz mit dem «Rugby-Spiel» und im Mittelteil die Federball-Fussball-Sequenz. Allein an letzterer wurde laut Interview mit Mars vier Wochen und mehr gedreht. Aber ohne Kung Fu sind auch diese Momente schlussendlich irgendwie lahm und unspektakulär.

Wenn ich «Fussball» in Verbindung mit Kung Fu sehen will, dann à la The Champions. Der viele Humor war auch oft unlustig und einige der Nebenfiguren wie Tai Bo (We're Going to Eat You, Back Home) oder Cheng Kang-Yeh (The Gambling Syndicate, 2 tödliche Fäuste im Schatten der Schlange) nervend. Die Sidekicks dienten nur dem Klamauk. Es wird damit zu viel Zeit vergeudet. Die Musik war billig. Der eigentliche Plot kommt kaum zur Sprache. Laut Interview mit Mars betrug das gefilmte Material am Ende fünf Stunden. Da musste natürlich viel entfernt werden.

Das könnte auch die Ursache sein, warum vieles unausgereift wirkt. Oder in der Extended Fassung unpassend verändert wurde (z.B. Rugby-Szene im Finale nach dem Endkampf statt zu Beginn). Jackie Chan machte dabei als Regisseur aber noch wichtige Erfahrungen, ehe er später Erfolg nach Erfolg abliefern sollte. Er war nebst seinem Stunt-Team, Fung Hak-On (A Mad World of Fools, The Fantastic Magic Baby), der im Film auch in einem Gastauftritt zu sehen ist und dem leider verstorbenen Corey Yuen (Buddha Killer, Fong Sai Yuk), dem zu Ehren die Zweitsichtung abgehalten wurde, für die Choreographie und Action zuständig.

Die Action-Szenen im Finale sind der Wahnsinn. Auch die Stunts knallen schön heftig rein. In den Szenen zeigen Jackie Chan und Mars (Lackey and the Lady Tiger, Knockabout) ihr Talent und Können. Für die Golden Harvest Produktion, die komplett in Taiwan gedreht wurde (in Südkorea war es dazumal, gedreht wurde u.a. im Oktober, viel zu kalt), wurde aus Südkorea Hwang In-Shik (The Association, A Fist Full of Talons) eingeflogen. Der «Endboss» aus Jackie Chans The Young Master. Auch er überzeugt restlos. Corey Yuen ist in einer Minirolle zu sehen, Tien Feng (The Snake Girl Drops In, Kwan-Fu – Das Schwert des Todes) sorgt auch nur für Klamauk und Michael Chan Wai-Man (The Deadly Breaking Sword, The Master Strikes Back) bekommt leider so gut wie keine Action-Sequenz spendiert. Aber schön, ihn in einem Jackie Chan Film zu sehen.

Fazit: Nur dank dem Finale und zwei zugedrückten Augen und nur für ultimative Jackie Chan Fans sehenswert!

Infos:

O: Lung Siu Yau

HK 1982

R: Jackie Chan

D: Jackie Chan, Mars, Hwang In-Shik, Michael Chan Wai-Man, Suet Lee, Paul Chang Chung, Tien Feng, Tai Bo, Cheng Kang-Yeh, Fung Hak-On, Corey Yuen

Laufzeit der US-Blu: Ca. 96 Min. (Hong Kong Cut) / Ca. 103 Min. (Extended Cut)

Gesehen am: März 2007 / Neusichtung am: 13.08.24

Fassungen: Mir lag für eine 2. Sichtung die US-Blu-Ray von Shout Factory vor. Die Box enthält mehrere Jackie Chan Filme. Für eine Zusammenstellung siehe das Dragon Fist Review. Zu Dragon Lord sind zwei Fassungen enthalten. Für mich ist aber der Hong Kong Cut die priorisierte Fassung. Die 2. Fassung (= Extended Version) ist mir zu lang, zu verändert (Rugby-Szene nach dem Finalkampf statt zu Beginn) und Michael Chan Wai-Man bekommt in dieser gar keine Action-Szene spendiert. Auf der deutschen Blu-Ray sind auch beide Fassungen enthalten (von Splendid). Als Extras gibt es Interviews mit Louis Sit, Mars und Hwang In-Shik.

Sonntag, 21. Juli 2024

Come Drink with Me

Come Drink with Me

Story:

Gangster (Chen Hung-Lieh, Lee Wan-Chung, Ku Feng, Simon Yuen) wollen durch eine Entführung ihren Boss freipressen. Doch Golden Swallow (Cheng Pei-Pei) wird beauftragt, die Gangster zu stoppen und die Geisel zu retten. Hilfe bekommt sie von dem mysteriösen Drunken Knight (Yueh Hua), der mit seinem Bruder (Yang Chi-Ching), der die Gangster ebenfalls kennt, noch eine offene Rechnung zu begleichen hat…

Meine Meinung:

Zu Ehren von Cheng Pei-Pei (The Golden Sword, That Fiery Girl, The Thundering Sword, Naked Weapon), die am 17.07.24 verstarb, wurde die 2. Sichtung von Come Drink with Me, die ursprünglich für im August (= Shawgust) geplant war, vorgezogen. Ich sah Come Drink with Me, ein Klassiker und eine Shaw Brothers Produktion, seit Juni 2008 nicht mehr. Der Film stellt eine der wenigen Arbeiten von King Hu (Sons of Good Earth) für die Shaw Brothers dar. King Hu sollte später mit Werken wie Legend of the Mountain, Dragon Inn oder A Touch of Zen grosse Erfolge feiern.

Der Film hat mir dabei besser als früher gefallen, was ich auch so erwartet habe. Seit Juni 2008 habe ich meinen Eastern Horizont doch deutlich erweitert und ich kenne z.B. viel mehr der Stars aus dem Film, als dies bei der Erstsichtung der Fall war. Bis auf einige Längen im Mittelteil des Filmes und einigen gewöhnungsbedürftigen Musik-Einlagen von Yueh Hua im "Penner-Look" (= mag ich heuer immer weniger) inklusive einer Horde Kinder (eines davon ist Mars) hat mir der Film, der aus Cheng Pei-Pei einen Star machte, gut gefallen.

Cheng Pei-Pei überzeugt durch ihr Charisma, ihre Gerissenheit, ihre Zuverlässigkeit und ihre Sympathie. Zudem macht sie, da früher eine Tänzerin, auch in den Kampfszenen eine sehr gute Figur. Die Schwertkampfszenen sind zuweilen blutig in Szene gesetzt. Die Duelle und ersten Treffen zwischen Golden Swallow und den Gangstern knistern richtig vor Spannung. Diese Aufeinandertreffen sind cool und sehenswert inszeniert. Yueh Hua (Challenge the Invincible) hingegen darf kaum kämpfen. Seine wenigen Szenen in dieser Hinsicht sind aber ebenfalls sehenswert.

Was die Bösewichte angehen haben mir vor allem Chen Hung-Lieh (The Lantern Street), Lee Wan-Chung (The Imperial Swordsman) und Yang Chi-Ching (The Sword of Swords) gut gefallen. Ku Feng (The Avenging Eagle) und Drunken Master Star Simon Yuen spielen auch Gangster, haben jedoch mehr Nebenrollen. Im Finale darf Lily Li (The Pier) noch mitmischen. Dass Chen Hung-Lieh am Ende entkommt, gefiel mir hingegen nicht. Da hätte man wunderbar noch einen 2. Finalkampf inszenieren können. Das ist etwas schade und geht in Richtung Potenzialverschwendung. Abgesehen davon hat mir der Film gut gefallen.

Fazit: Pflichtprogramm für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O: Da Zui Xia

HK 1966

R: King Hu

D: Chen Hung-Lieh, Lee Wan-Chung, Ku Feng, Simon Yuen, Cheng Pei-Pei, Yueh Hua, Yang Chi-Ching, Lily Li, Mars, Alan Chui Chung-San

Laufzeit der US-DVD: 94:42 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / 2. Sichtung: 19.07.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Dragon Dynasty vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs, exklusive Extras. Zu Wort kommen Cheng Pei-Pei, Bey Logan, Tsui Hark und Yueh Hua. Cool. Gibt es in Deutschland auf Blu-Ray (von diversen Anbietern). Uncut und auch im O-Ton mit Subs. Titel: Das Schwert der gelben Tigerin.

Freitag, 21. Juni 2024

Knockabout

Knockabout

Story:

Yipao (Yuen Biao) und sein Bruder Dai Pao (Leung Kar-Yan) finden durch Zufall heraus, dass ihr Meister Chia Wu Dao (Lau Kar-Wing) ein Gangster und Mörder ist. Dies bedeutet für Dai Pao das Todesurteil, während Yipao entkommen kann. In einem neuen Meister (Sammo Hung) sieht Yipao die Chance gekommen, sich Chia Wu Dao zu rächen…

Meine Meinung:

Knockabout gilt als Klassiker des Kung Fu Kinos. Die erfolgreiche Golden Harvest Produktion schwamm auf der Erfolgswelle, Ende der 70er Jahre losgetreten durch die Jackie Chan Filme Die Schlange im Schatten des Adlers und Drunken Master, mit. Sammo Hung (The Association, The Dead and the Deadly, Two Toothless Tigers) führte Regie, spielt die Nebenrolle als guter Meister und sorgte für die sehenswerte und spektakuläre Choreographie in den Kampfszenen.

Kung Fu Komödien waren angesagt und in die Kerbe schlägt auch Knockabout. Der Plot ist zuerst, wie so oft in dem Genre, episodenhaft und unzusammenhängend. Und erst im letzten Viertel wird der Ton düsterer. Zuvor gibt es (zu viel) Slapstick. Ich kann verstehen, dass der Film für das Ausland in einigen Szenen gestrafft wurde. Leider sind in einer Szene auch Action-Szenen enthalten, in denen sich Yuen Biao und Leung Kar-Yan mit Chung Fat (Two Fists Against the Law, Shadow Cop) anlegen. Der Humor war mir persönlich auch fast zu viel des Guten. Und die Affengeräusche mag ich nach wie vor nicht, da ich Affen eklig finde.

Der Film von Sammo Hung wartet mit einem starken Cast auf. Sammo Hung spielt einen Bettler. In Wahrheit einen Undercover-Detektiv, der hinter der von Lau Kar-Wing (The Dragon Family, Scared Stiff) gespielten Figur her ist. Er macht in den Kampfszenen nebst Sammo Hung, Yuen Biao (Tough Beauty and the Sloppy Slop, The Champions) und Leung Kar-Yan (Profile in Anger, The Postman Fights Back) eine hervorragende Figur. Vor allem die Szenen, in denen er eine Pfeife als Waffe benutzt, sind absolut spektakulär choreographiert und gefilmt worden. In Nebenrollen sind noch Mars (liefert sich Kampf gegen Lau Kar-Wing) und Karl Maka (Aces Go Places V, His Name Is Nobody) zu sehen.

Die Trainings- und Kampfszenen, besonders im letzten Viertel und Finale, sind der Wahnsinn. Ich sage nur Seil oder Kampf zwei gegen einen. Yuen Biao hat es seinem Kumpel Sammo Hung zu verdanken, in Knockabout seine erste Hauptrolle bekommen zu haben. Und das sollte sich, wenn man auf Yuen Biaos weitere Karriere blickt, voll auszahlen. Seine athletische Körperstruktur und akrobatischen Einlagen haben sich in den Kampfszenen als Vorteil erweisen. Oft stand er im Schatten von Jackie Chan und Co., aber in Knockabout kommen Fans des charismatischen Yuen Biao voll ihre Kosten.

Fazit: Pflichtprogramm für Yuen Biao Fans!  

Infos:

O: Chap Ga Siu Ji

HK 1979

R: Sammo Hung

D: Sammo Hung, Yuen Biao, Leung Kar-Yan, Lau Kar-Wing, Karl Maka, Mars, Ho Pak-Kwong, Lee Hoi-Sang, Chung Fat, Mars

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 100 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 09.05.24

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von HKL vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, exklusive Extras (diverse Interviews, Audiokommentar). Gibt es in England von Eureka auf Blu-Ray. In Deutschland soll der Film Ende Mai auf Blu-Ray erscheinen.

Mittwoch, 22. November 2023

Knock Off

Knock Off

Story:

Die Jeans-Designer und Vertreiber Marcus (Jean-Claude Van Damme) und Tommy (Rob Schneider) geraten zwischen die Fronten der russischen Mafia (Mark Houghton, Jeff Wolfe, Kim Maree Penn), der HKer Polizei (Michael Wong, Carman Lee), den Triaden (Glen Chin Ying-Ming) und der CIA (Lela Rochon)…

Meine Meinung:

Da bietet Knock Off Namen wie Tsui Hark (Once Upon a Time in China 5 - Dr. Wong gegen die Piraten), Jean-Claude Van Damme (Harte Ziele), Michael Wong (Mad Stylist), Mark Houghton (Fight Back to School 2), Kim Maree Penn (In the Line of Duty V - Middle Man), Yuen Bun (The Fortune Code), Sammo Hung (Pantyhose Hero) und Mars (The Legendary Strike) und dann springt dabei ein solch enttäuschender Actionfilm bei raus. Knock Off war nach Double Team die 2. Zusammenarbeit zwischen Regisseur Tsui Hark und Actionstar Jean-Claude Van Damme.

Die meisten dieser 90er Jahre Jean-Claude Van Damme-Filme sah ich bisher nur einmal. Zeit, dies nach und nach zu ändern. Knock Off hat mich dabei enttäuscht, so dass der Film aus der Sammlung fliegt. Das Hauptproblem ist die Tatsache, dass es mit Ausnahme des Finales keine einzige gute Action-Szene zu bestaunen gibt. In Anbetracht der oben genannten Namen ist das eine grosse Potenzialverschwendung. Das Hauptproblem war zudem das miese Editing und die Kameraführung. Grottenschlecht, billig (Slow-Mo-Momente), nervend und unübersichtlich. Die Action-Szenen sehen somit einfach nur schlecht aus.

Dazu kommen, bis auf die finale Explosion, miese CGI-Explosionen, nervende Figuren, dümmliche Sprüche und doofer Humor. Dies ist vor allem in der 1. Filmhälfte der Fall und betrifft Rob Schneiders gespielte Figur. Rob Schneider ist ein Stand-Up Comedian. Ich mag solche Typen nicht und was er dem Film mit seiner Darbietung antut, sagt genug aus. Wäre ich ein Diktator, würde das (nebst Laubbläsern) verboten werden. Mark Houghton scheidet leider viel zu schnell aus dem Film und Kim Maree Penn bekommt nur im Finale paar Sekunden spendiert. Sammo Hung, Yuen Bun und Mars agierten hinter der Kamera.

Michael Wong ist unauffällig, Jean-Claude Van Damme bemüht, wird aber von einer miesen Choreographie, miesen Kameraarbeit und wirren Skript und schwachem Drehbuch im Stich gelassen. Er ist aber noch der besten im ganzen Film. Jedoch eine enttäuschende Rückkehr nach Hong Kong, welche ihn mit Bloodsport zum Star machte. Dazu kommt, dass scheinbar im Finale auch Kampfszenen zwischen Jean-Claude Van Damme und Michael Miller gekürzt wurden, warum auch immer. Schade ist auch die Tatsache, dass der Hauptbösewicht nicht im Kampf besiegt wird. Im letzten Viertel wird der Film zwar etwas besser, da ernsterer Ton und mehr Action, aber das rettet den Film nicht davor, aus der Sammlung zu fliegen.

Fazit: Durchschnittlicher Jean-Claude Van Damme-Film!

Infos:

O: Knock Off

Aruba, Hongkong, USA 1998

R: Tsui Hark

D: Jean-Claude Van Damme, Rob Schneider, Michael Wong, Carman Lee, Wyman Wong Wai-Man, Mark Houghton, Jeff Wolfe, Kim Maree Penn, Paul Sorvino, Glen Chin Ying-Ming

Laufzeit der deutschen DVD: 87:09 Min.

Gesehen am: März 2007 / Neusichtung am: 21.10.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (von Filmjuwelen / AL!VE).

Samstag, 22. April 2023

The Legendary Strike


The Legendary Strike 

Story:

 

Ming Dynastie: Lord Yun (Carter Wong) ist hinter einer Perle her. Diese wird vor seinem Tod von Ko Fung (Mars), einem Fake-Mönch, verschluckt. Lord Yun schickt seine Männer (u.a. Chan Sing und Casanova Wong) los, die Perle zu finden. Doch auch Rebellen (u.a. Angela Mao, Paul Chu Kong, Park Jong-Kuk, Chin Kang) sind hinter der Perle her…

 

Meine Meinung:

 

The Legendary Strike von Huang Feng (in einigen Datenbanken wird zusätzlich Kim Jong-Seong als Regisseur angegeben), der viele der bekanntesten Filme mit Angela Mao drehte (Lady Whirlwind, Hap Ki Do, When Taekwondo Strikes, Stoner, The Tournament, The Himalayan), hat mir gut gefallen. Gedreht wurde in Südkorea und erzählt wird ein typischer Plot: böser Kaiser, gute Rebellen, Agenten, Intrigen, ein "Gasthaus", viel Natur und viele bekannte Namen machen den Film zu einem unterhaltsamen Sehvergnügen für Kung-Fu-Fans.

 

Der Plot ist dünn aber nie langweilig. Immer wieder tauchen neue Figuren, Stars oder Kampfszenen auf. Langweilig wird es nie. Die bekanntesten Namen sind Carter Wong (Killer of Snake, Fox of Shaolin), Chan Sing (The Good and the Bad), Casanova Wong (Bloody Mafia), Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer) und Mars (Lackey and the Lady Tiger). Mars spielt dabei nur eine kleine Rolle. Carter Wong und Angela Mao kommen zunächst auch nur sporadisch vor.

 

Am meisten Screentime bekommen zuerst Namen wie Paul Chu Kong, Park Jong-Kuk, Chin Kang oder die als Bösewichte stark funktionierenden Chan Sing und Casanova Wong. Die Bösewichte haben mir fast am besten gefallen. Chan Sing und Carter Wong sehe ich gerne als Bösewichte. Carter Wong hat dabei schon mehrfach überzeugt und abgeliefert (siehe Filme wie Born Invincible oder Shaolin Death Squads). Fans von Angela Mao sollten nicht zu viel erwarten: sie taucht spät auf und in den ersten 60 Minuten kämpft sie nur einmal. Zumal sie gegen Feinde im Kampf Schwierigkeiten hat. Casanova Wong zeigt eindrucksvoll wie gut er kicken kann.

 

Wer das 70er Jahre Kung-Fu-Kino aus Hong Kong mag, sollte sich den Film nicht entgehen lassen! Wenn ich dem Film etwas ankreiden kann, dann nur das teilweise offene, doch leicht unbefriedigende Ende…

 

Infos:

 

O: Lang Tzu Yi Chao

 

HK 1978

 

R: Huang Feng, Kim Jong-Seong

 

D: Carter Wong, Mars, Chan Sing, Casanova Wong, Angela Mao, Paul Chu Kong, Park Jong-Kuk, Chin Kang

 

Laufzeit der China VHS: 83:47 Min.

 

Gesehen am: 09.04.23

 

Fassungen: In meiner Sammlung befindet sich die Code Free DVD von Tai Seng (US-DVD). Diese liegt leider nur Englisch Dubbed vor. Die DVD kaufte ich im Sommer 2022 und lies die Ausgabe in meinem Ausflug nach New York, Queens von Angela Mao signieren. Später kaufte ich mir ein China VHS = Bootleg und Kopie der seltenen HK-VHS von Lex Video. Die Bildqualität ist (wohl weil Kopie von Kopie) relativ dürftig aber in meinen Augen bis auf zwei bis drei Nacht-Szenen dennoch gut schaubar. Vorteil gegenüber der US-DVD: O-Ton und englische & chinesische Subs. Eine Wohltat gegenüber dem Englischen Dub! Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: April 2023).

Samstag, 18. Februar 2023

Lackey and the Lady Tiger Review



Lackey and the Lady Tiger

Story:

Big Brother (Mars) wird von diversen Personen gedemütigt und verprügelt (u.a. To Siu-Ming, Chiang Kam, Charlie Chan Yiu-Lam, Chiu Chi-Ling, Lee Chun-Wa, Fung Ging-Man), da er kein Kung Fu kann. Er trifft auf Helen (Tien Niu), die sich als Junge ausgibt. Sie bringt ihm Kung Fu bei. Später wird Big Brother dann noch von Helens Vater (Sek Kin) unterrichtet. Dieser muss sich im Finale einem tödlichen Feind (Hwang Jang-Lee) stellen. Da kommt ihm die Hilfe von Big Brother und Helen gerade recht…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg ihrer Jackie Chan Produktionen Die Schlange im Schatten des Adlers und Drunken Master haben Seasonal Film um Produzent Ng See-Yuen (Game of Death II) eine weitere Ende 70er Jahre Kung-Fu Komödie ins Rennen geschickt: Lackey and the Lady Tiger! Dieser ist kein Kracher, aber gut. Für einen Kracher-Status bietet der Film zu viele 08/15 Inhalte.

Diesmal darf Mars in einer ungewohnten und seltenen Hauptrolle als Schüler, Star und Hauptperson ran. Er, der sonst meist Nebenrollen (Police Story) spielte oder alternativ (Stunts, Martial Arts Director etc.) vor der Kamera stand (in Filmen wie The Young Master, Mr. Nice Guy oder sogar neuen Produktionen wie Limbo), macht in den Kampf- und Trainingsszenen eine gute Figur und macht von seinem ganzen Können gebrauch.

Warum der Film kein Kracher ist? Dafür ist der Film vor allem in den ersten 60 Minuten zu unspektakulär, der Humor zu albern und ein Plot nicht vorhanden. Das Ganze wirkt sehr episodenhaft und Hwang Jang-Lee als Bösewicht kommt in den ersten 59 Minuten vielleicht ganze fünf Sek. vor. Einige Klischees (Tien Niu als Tomboy) gefallen mir weniger. Die Szene mit der Katze war zudem nicht neu und sah man schon 1972 in Joseph Kuos The Death Duel. Dafür rockt der Film dann in den letzten 40 Minuten derbe.

Da folgt eine spektakuläre Kampfszene nach der anderen, in denen nicht nur Mars, sondern auch Tien Niu (Widow Warriors), Hwang Jang-Lee (seine Stock-Kämpfe sind so stark wie in Hell's Windstaff), Sek Kin (Enter the Dragon), Charlie Chan Yiu-Lam (Two Wondrous Tigers) oder Linda Lin Ying (The Ring of Death) eine gute Figur abgeben. In weiteren Nebenrollen sind viele bekannte Gesichter wie Fung Ging-Man (The Convict Killer), Chiu Chi-Ling (His Name Is Nobody), To Siu-Ming (The First Vampire in China), Chiang Kam (Wooden Man) oder Lee Chun-Wa (Dreadnought) zu sehen.

Fazit: Für Old School Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Sau maau hok gwan ying cheung

HK 1980

R: Norman Law Man, Siao Lung

D: Mars, Tien Niu, Sek Kin, Hwang Jang-Lee, To Siu-Ming, Chiang Kam, Charlie Chan Yiu-Lam, Chiu Chi-Ling, Lee Chun-Wa, Fung Ging-Man, Linda Lin Ying

Laufzeit der HK-VHS: 97:37 Min.

Gesehen am: 25.10.22

Fassungen: Mir lag das HK-VHS von Universe vor = Vollbild, gute Bildqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs. In Spanien soll es eine Blu-Ray geben (mit diversen Audio-Optionen und diversen Subs) = 35mm Print! Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Okt. 2022). Die spanische Blu-Ray ist nur auf 200 Stück limitiert. Nachtrag 12.05.23: für eine 2. Sichtung lag mir nun die spanische Blu-Ray von Zinemaxploitation vor = 35mm Print in sehr guter Bildqualität, mehr Bildinformation als beim HK-VHS, O-Ton und englische Subs. Uncut. Liebevolle Bootleg-Disc. Hier ein Bildvergleich: