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Mittwoch, 2. Oktober 2024

Dead & Buried

Horroktober 2024

Dead & Buried

Story:

Sheriff Dan Gillis (James Farentino) bekommt in dem kleinen Küsten-Städtchen Potter's Bluff alle Hände voll zu tun, als mehrere Leichen gefunden werden. Unfälle, Morde und gestohlene Leichen bringen Dan Gillis Gemüt aus der Fassung…

Meine Meinung:

Toller Film, den ich schon mehrfach aber nun erstmals in Deutsch sah. Dead & Buried mochte ich schon immer und das hat sich auch bei dieser Neusichtung nicht geändert. Wer meine Reviews seit Jahren verfolgt weiss, dass ich Geschichten, die in Kleinstädten spielen, sehr mag. Und Dead & Buried ist praktisch ein Musterbeispiel für einen stimmungsvollen Horrorfilm, der in einem kleinen Fischerdörfchen an einer US-Küste spielt. Eine Stadt, wo jeder jeden kennt. Eine Stadt mit nur einem Sheriff.

Wo ein grausiger Plot den Zuschauer perfekt fesselt und unterhält. Inzwischen gibt es zwar keine Überraschungen mehr und das Ende kann für geübte Zuschauer gar leicht vorhersehbar sein, aber das war dazumal, 1981 sicher noch anders da weniger vergleichbare Filme dieser Art. Ich fand den Film mit seinen dunklen Szenen und Nebelschwaden nach wie vor stark atmosphärisch. Perfektes Setting und Inhalte für einen Horrorfilm. Das haben die Drehbuchautoren um Dan O'Bannon (Alien, Return of the Living Dead) und Co. gut gemeistert.

Die mir unbekannten Darsteller (Ausnahme ist Robert «Freddy Krüger» Englund in einer Nebenrolle) haben ihre Sache auch sehr ordentlich gemacht. Egal ob Namen wie James Farentino als Sheriff, Melody Anderson als dessen Ehefrau, Lisa Blount (Cut and Run, Needful Things) als Krankenschwester oder Jack Albertson als Bestatter. Für die sehenswerten Make-Up Masken und Spezialeffekte zeichnete sich u.a. Stan Winston (Pumpkinhead - Das Halloween Monster, Wrong Turn) aus. Ich empfand den Film teilweise, was die Tötungen angehen, als grausam (Feuer, Spritze). Die Effekte sind auch heute noch klasse anzusehen.

Fazit: Absolut sehenswerter Horrorfilm!

Infos:

O: Dead & Buried

USA 1981

R: Gary Sherman

D: James Farentino, Melody Anderson, Jack Albertson, Dennis Redfield, Nancy Locke, Lisa Blount, Robert Englund

Laufzeit der spanischen Blu-Ray: 94:00 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Okt. 2024

Fassungen: Mir lag die spanische Blu-Ray vor, welche ich als Wichtelgeschenk geschenkt bekam = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, diverse Audio und Untertitel-Optionen (Englisch, Deutsch etc.). Laut Cover-Artwork eine Region-All-Disc. Könnte ein Bootleg sein. Laut Internetquellen werden diese gepressten Blu-Rays jedoch offiziell auf spanischen Shops und Länden verkauft. Gibt es in Deutschland von capelight pictures auf Blu-Ray.

Mittwoch, 5. Juni 2024

Pumpkinhead - Das Halloween Monster


Pumpkinhead - Das Halloween Monster

Story:

Als der Sohn (Matthew Hurley) des Tankstellen-Besitzers Ed (Lance Henriksen) durch einen Unfall von Jugendlichen, die in der Gegend Motocross fahren, getötet wird, schwört Ed Rache. Dazu nutzt er die Hilfe eines Einheimischen und lässt den «Pumpkinhead» auferstehen, der als Rachewerkzeug dient und die Gruppe von Jugendlichen zu dezimieren beginnt…

Meine Meinung:

Pumpkinhead - Das Halloween Monster hat die 2. Sichtung bestanden. Ich sah den Film seit Ewigkeiten nicht mehr. Viel wusste ich nicht mehr. Ich würde meinen, dass mir der Film sogar noch etwas besser als früher gefiel. Früher wollte ich möglichst viel Action und (Horror)Effekte sehen. So störte mich die 1. Hälfte des Filmes. Dies war aktuell nicht mehr der Fall. Im Gegenteil: nach einem stimmungsvollen Vorspann wird der Plot gekonnt inszeniert, um dem Zuschauer die Figuren näher zu bringen.

Der Aufbau der Story hat mir gut gefallen. Ich mochte zudem die Kleinstadt- und Backwood-Stimmung. Allgemein darf der Film von Stan Winston, einem Effekte-Künstler, der unter anderem mithalf, Effekte für Filme wie Aliens, Predator, Congo, Friday the 13th: Part 3 oder The Thing zu realisieren, als atmosphärisch dicht und stimmungsvoll betitelt werden. Auf die ruhige 1. Hälfte, folgt dafür actiongeladene Horror-Unterhaltung bis zum Ende.

Und dies pausenlos. Der Film läuft angenehme 82 Minuten, so dass ich den Film als sehr unterhaltsam und kurzweilig empfand. Den Cast fand ich bis in die kleinsten Rollen glaubhaft. Lance Henriksen (House III, Piranha II – Fliegende Killer, Harte Ziele) nimmt man den trauernden Vater gut ab. Inhaltlich erinnert der Film leicht an Friedhof der Kuscheltiere. Vielleicht war seine Kehrtwende im Film, sein ethischer Konflikt, etwas zu schnell, aber das war nur ein Detail am Rande.

Der Pumpkinhead und allgemein die Effekt-Arbeit ist sehenswert. Wie im damaligen Monster- oder Tierhorrorfilm üblich, wird lange zugewartet, bis das Monster zu sehen ist. So wird auch eine Art Spannung beibehalten. Die Effekte waren nach meinem Geschmack. Sehr charmant. Der Film ist, vom Gewaltgrad, relativ harmlos. Aufgrund der Selbstjustiz durch das Monster war der Film in Deutschland früher dennoch ab 18 Jahren freigegeben (wurde inzwischen runtergestuft).

Für die Effekte zeichneten sich u.a. Tom Woodruff Jr. (It, Alien 3, Demolition Man, Starship Troopers) und weitere Mitarbeiter von der Stan Winston Studios zuständig. Sogar ein junger Howard Berger war involviert. Er, der danach ein Teil der KNB-FX Group (Skinner, Dr. Giggles, Night Angel, Nightwish) werden sollte holte sich in dieser Produktion erste Erfahrungen. Howard Berger arbeitete zudem mit Tom Savini (Dawn of the Dead) und Kevin Yagher (A Nightmare on Elm Street 2: Freddy's Revenge) zusammen, ehe er sich später selbständig machte. Stan Winston konnte, zumindest als Regisseur, kaum grössere Erfolge verbuchen. Arbeiten wie Pumpkinhead - Das Halloween Monster blieben die Ausnahme. Der Film war ein gewisser Erfolg und daher waren diverse Fortsetzungen die konsequente Folge.

Fazit: Horror-Fans können einen Blick riskieren!

Gefolgt von: Pumpkinhead II

Infos:

O: Pumpkinhead

USA 1988

R: Stan Winston

D: Lance Henriksen, Jeff East, John D'Aquino, Kimberly Ross, Joel Hoffman, Cynthia Bain, Kerry Remsen, Florence Schauffler, Matthew Hurley

Laufzeit der deutschen DVD: 82:24 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 02.04.24 / Sichtung der US-Blu-Ray: Mitte Dez. 2024

Fassungen: Mir lag die alte deutsche DVD von e-m-s vor = Uncut, Deutsch/Englisch, keine Subs, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Da überlege ich mir, ein Upgrade zu tätigen. Die deutsche Synchronisation ist sehr gut. In den USA gibt es den Film z.B. auf Blu-Ray (Shout Factory). Nachtrag Dez. 2024: Ich bekam vom Kollegen die US-Blu-Ray von Shout Factory geschenkt. Das Upgrade auf Blu-Ray hat sich gelohnt. Die Bildqualität ist deutlich besser, es gibt englische Subs, exklusive Extras und ein Wendecover. Alles in allem nahm ich die Bildqualität aber als leicht zu dunkel war, für meinen Geschmack. Aber dennoch um Welten ansehnlicher, als bei der alten deutschen DVD. Ich mag den Film noch immer. In der 1. Hälfte, die ruhiger ist, wird langsam quälend Stimmung generiert. Die 2. Hälfte gehört dann dem Monster und den tollen Spezialeffekten von Stan Winston, der auch Regie führte. Und Lance Henriksen sehe ich immer gerne. 

Samstag, 11. Mai 2024

Wrong Turn

Wrong Turn

Story:

Eine Gruppe von Teens (u.a. Eliza Dushku) erleiden im Backwood von West Virgina eine «Autopanne» und werden kurz darauf von Kannibalen gejagt. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt…

Meine Meinung:

Wrong Turn, eine Co-Produktion aus Amerika und Deutschland (nebst Stan Winston gab Constantin Film Geld für die Produktion), war eine der erfolgreichsten Horrorfilmreihen der Neuzeit. Die Reihe brachte es (bis 2024) auf fünf Fortsetzungen und ein Reboot. Wrong Turn lief dazumal aber noch im Kino, was man dem Film ansieht. Die Fortsetzungen, die mir schon früher deutlich weniger zusagten, waren alles Direct to Video Vös = weniger Budget & weniger Qualität.

Wrong Turn ist sehr solide und noch immer gut schaubar. Aber mein Filmgeschmack hat sich etwas gewandelt. Der Film ist mir aktuell zu wenig speziell und zu sehr 08/15. Ich empfinde moderne Backwood-Filme mit Ausnahmen (wie z.B. The Hills Have Eyes, House of 1000 Corpses) als ausgelutscht - ähnlich halte ich es mit dem Zombiefilm. Das haut mich kaum mehr vom Hocker. Und Wrong Turn ist halt sehr 08/15 und bietet keinerlei Überraschungen.

Stan Winston (Predator, Congo, Aliens - Die Rückkehr) war nicht nur als Produzent am Film beteiligt, sondern sein Studio realisiert auch die Effekte: Kannibalen-Masken & Gore-Szenen. Daher gibt es einige nette Make-Up Arbeiten der Effekte-Künstler zu sehen. Was den Cast angeht, wurde auf dazumal bekannte Serien-Namen gegriffen: Eliza Dushku (Buffy - Im Bann der Dämonen) oder Jeremy Sisto (spielt in Six Feet Under eine total unsympathische Figur). Obwohl der Film von Regisseur Rob Schmidt ein Erfolg wurde, konnte er in seiner Karriere keine grossen Würfe hervorbringen. Wrong Turn war sozusagen seine "Eintagsfliege".

Der Film ist mehr oder weniger unterhaltsam, actionreich und kurzweilig. Die Figuren sind ok gezeichnet. Was der Film aber leider nicht ist, ist spannend oder stimmungsvoll. In der Hinsicht wirkt der Film zu hell, zu glatt, zu harmlos und der Plot zu gehabt und bekannt. Überraschungen gibt es keine. Daher fliegt der Film auch aus der Sammlung.

Fazit: Horrorfilm-Fans können einen Blick riskieren!

Gefolgt von: Wrong Turn 2: Dead End

Infos:

O: Wrong Turn

USA, Deutschland 2003

R: Rob Schmidt

D: Eliza Dushku, Desmond Harrington, Emmanuelle Chriqui, Jeremy Sisto, Kevin Zegers, Lindy Booth

Laufzeit der US-DVD: 84:06 Min.

Gesehen am: 06.10.2003 / Neusichtung am: 20.02.24

Fassungen: Mir lag die US-DVD von 20th Century Fox vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen auch in Deutschland auf Blu-Ray. Uncut.

Sonntag, 20. November 2022

Aliens - Die Rückkehr Review

Aliens - Die Rückkehr

Story:

 

Ripley (Sigourney Weaver) kehrt zusammen mit einem (Militär)Team (u.a. Michael Biehn, Paul Reiser, Lance Henriksen, Bill Paxton, Jenette Goldstein, Al Matthews) zum Ort des Schreckens (aus Alien) zurück. Keine gute Idee…

 

Meine Meinung (DC-Fassung):

 

Nach dem Welterfolg von Alien war eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Mitte der 80er Jahre waren die technischen Mittel ausgereifter und besser, also nahm sich James Cameron, der zwei Jahre zuvor mit The Terminator einen Sci-Fi-Actionhit erster Güte auf die Leinwand brachte, dem Projekt an. Erneut mit Erfolg: der Film wurde zum Hit und James Cameron damit zum gefeierten Regisseur, der spätere weitere kommerzielle Hits landen sollte (The Abyss, Terminator 2: Judgment Day, True Lies, Titanic, Avatar).

 

Ich halte James Cameron zwar für überbewertet, aber Aliens zähle ich definitiv zusammen mit The Terminator und Piranha Part Two: The Spawning zu seinen besten Filmen. Wer den ersten Teil mochte, wird auch den 2. mögen. Jedoch gefiel mir persönliche Alien aus zwei Gründen noch etwas besser als Camerons Fortsetzung. Alien war ein Mix aus Horror und Sci-Fi. Schön unheimlich. Die Fortsetzung verlässt den Horrorbereich und geht mehr Richtung Sci Fi und Action. Und das Horrorgenre ist mir halt lieber.

 

Der zweite Punkt ist die Laufzeit: mit fast 150 Minuten Laufzeit empfand ich den Film als einen Tick zu lang. Ich werde in Zukunft sicher Mal die Kinofassung testen, da diese kürzer läuft, auch wenn Cameron den längeren Director's Cut bevorzugt. Der Cast in Aliens ist stark. Sigourney Weaver wurde damit zur actiongeladenen Amazone und aus The Terminator kehrten erneut für Cameron Michael Biehn, Lance Henriksen (House III, Harte Ziele) und Stan Winston zurück. Das Kind nervt nicht, die Nebenfiguren sind super gecastet und auch eine Katze kommt vor.

 

Die Action- und Alien-Sequenzen sind der Wahnsinn! Das Budget sieht man dem Film zu jeder Sekunde an. Gab es im Vorgänger ein Alien, sind es hier unzählige Aliens, Facehugger, Eier, infizierte Leichen und am Ende wartet der Film mit einer Überraschung, nämlich der Alien-Königin auf = geniale Effekte! Das Finale wurde später in zig Filmen als Vorlage gebraucht und teilweise schamlos kopiert (Carnosaurus 2). Man kann Cameron vorwerfen was man will, aber eins kann er: tolle Action! Interessanterweise gefiel mir die 1. Filmhälfte jedoch besser, da sich dort eine Art Spannung und Bedrohung entwickelt, die ab einem gewissen Zeitpunkt total flöten geht, wenn die Actionszenen zu dominieren beginnen…

 

Fazit: Sci-Fi-Actionklassiker und einer der besten Filme von James Cameron!

 

Gefolgt von: Alien 3

 

Infos:

 

O: Aliens

 

USA, Großbritannien 1986

 

R: James Cameron

 

D: Sigourney Weaver, Michael Biehn, Paul Reiser, Lance Henriksen, Bill Paxton, Jenette Goldstein, Al Matthews, Carrie Henn

 

Laufzeit der deutschen DVD (DC): 148:06 Min.

 

Neusichtung am: 18.10.22

 

Fassungen: Siehe Alien! Aliens - Die Rückkehr guckte ich heuer als Director's Cut. Es hat mind. zwei Szenen, die den Film spannender machen und/oder mehr Effekte zeigen. Ansonsten hätte es die Zusatzszenen (insgesamt ca. 16 Minuten) nicht gebraucht. Vielleicht gucke ich nächstes Mal doch Mal die Kinofassung. Die Bild- und Tonqualität waren gut.

Montag, 25. Juli 2022

Predator Review


Predator

Story:

 

Eine Spezialeinheit (Arnold Schwarzenegger, Carl Weathers, Bill Duke, Jesse Ventura, Richard Chaves, Sonny Landham, Shane Black) und Gefangene (Elpidia Carrillo) bekommen es im Dschungel nicht nur mit Guerillas und Rebellen zu tun, sondern auch mit einem mysteriösen Wesen (Kevin Peter Hall)…

 

Meine Meinung:

 

Predator ist ein Klassiker und Mix aus Sci-Fi, Monster- und Actionfilm und einer der besten Filme mit Arnold Schwarzenegger (Terminator 2 - Tag der Abrechnung). John McTiernan, der ein Jahr später mit Stirb langsam den nächsten Action-Klassiker in die Kinos bringen würde, hat mit Predator einen Film realisiert, den ich einfach unglaublich gerne mag und den ich wöchentlich schauen könnte, ohne dass er mir verleidet. Ähnlich wie Filme wie Candyman's Fluch, Rambo oder Demolition Man.


Predator wurde zu einem Riesen-Erfolg. Es gab mehrere Fortsetzungen und Ableger. Das Thema ist eigentlich sogar zu ausgelutscht. Da wurde eine Film-Kreatur-Ikone zu sehr gemolken. Den zweiten Teil fand ich immer deutlich schwächer, Alien Vs. Predator für sich gesehen ok aber gegen Ende wurde es miserabel und peinlich schlecht (Predator - Upgrade). Am 05.08.22 wird ja die Predator Vorgeschichte veröffentlicht werden: Prey (auf Hulu und Disney+)…

 

Zurück zu Predator: tolle Action-Szenen, echte Hubschrauber, echte Explosionen, epische Kämpfe, blutige Shoot-Outs, Macho-Gehabe vom Feinstern, richtiger Männerfilm für Männer! Die ganze Truppe ist herrlich amüsant überzeichnet. Genau das will der Fan von dieser Film Art jedoch auch sehen. Nebst Arnold Schwarzenegger sind auch bekannte Namen wie Carl Weathers (Yukon, Rocky IV) oder Bill Duke (Commando, Exit Wounds, Payback, Roter Drache) mit dabei.

 

Für die tollen Effekte und das Monster-Design und Aussehen zeichnete sich Stan Winston (The Terminator, Aliens, Congo, Friday the 13th Part III, Dead & Buried) zuständig.  Er und sein Team haben eine tolle Kreatur geschaffen: lange sieht man den Predator nicht, was, wie im Tierhorrorfilm üblich, für Spannungen sorgt. Man fiebert mit und denkt: wie sieht es aus? Was hat es für Tricks und Gimmicks auf Lager? Auch sonst gibt’s die ein oder andere tolle Effekte-Sequenz zu sehen (gehäutete Leichen, Wunden, abgetrennter Arm, der die Feuerwaffe noch betätigt…).

 

Cool ist auch die Stimmung des Filmes: eine bedrohliche, schwüle und gefährliche Atmosphäre liegt von Anfang an in der Luft. Das kommt im Film realistisch zu tragen und projiziert sich förmlich und gekonnt auf den Zuschauer. Langweilig wird es nie, da der Sub-Plot mit den Rebellen und Geiseln tolle Füllmaterial-Handlung ist. Der Plot mit dem Predator entwickelt sich langsam, aber dann plötzlich pausenlos und Schlag auf Schlag. Das Finale ist länger als ich es in Erinnerung hatte und die Musik ist superb und passt perfekt zum Film.

 

Fazit: Für 80er Jahre Action- und Sci-Fi Fans klarer Must See Titel!

 

Gefolgt von: Predator 2

 

Infos:

 

O: Predator

 

USA 1987

 

R: John McTiernan

 

D: Arnold Schwarzenegger, Carl Weathers, Bill Duke, Jesse Ventura, Richard Chaves, Sonny Landham, Shane Black, Elpidia Carrill

 

Laufzeit der deutschen DVD: 102:09 Min.

 

Neusichtung am: 22.07.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von 20th Century Fox zur Verfügung = Doppel DVD, DTS Ton, Deutsch/Englisch mit Subs (Deutsche Synchro hervorragend), gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Freitag, 13. September 2019

Friday the 13th Part 2 Review

Friday the 13th Part 2

Story:

Jason Voorhees (Warrington Gillette) sinnt nach dem Tode seiner Mutter (Betsy Palmer) für Rache. Am Camp Crystal Lake ist für eine Gruppe Teens (Amy Steel) erneut Party und Spass angesagt, wäre da nicht Jason, der die Gruppe dezimieren würde…

Meine Meinung:

Nach dem weltweiten Erfolg des ersten Filmes war eine Vorsetzung schnell beschlossene Sache. Paramount, welche die Reihe bis und mit Teil acht kommerziell ausbeuten würde, schickte diesmal Steve Miner als Regisseur ins Rennen, der in Teil eins auch als Produzent fungierte.

Aus Teil eins kehrten nebst Steve Miner folgende Namen zurück: Betsy Palmer als Mutter von Jason (Rückblenden), Adrienne King (die Überlebende aus Teil eins), Harry Manfredini (der der Reihe weiterhin den kultigen Soundtrack besorgte) und Walt Gorney als «Crazy Ralph». Für die Effekte war u.a. Carl Fullerton zuständig (sogar Stan Winston half mit) jedoch kein Tom Savini mehr (der arbeitete in der Zeit an Effekten für Maniac, Eyes of a Stranger, The Burning, The Prowler und Creepshow).

Teil zwei fand ich, nach Neusichtung (letzte ist viele Jahre her) genau so gut wie Teil eins. Man merkt, dass mehr Budget vorhanden war. Das wirkte sich positiv aus = mehr Kanonenfutter, höherer Bodycount, mehr Action, weniger Längen/Füllszenen, Darsteller wirken professioneller, mehr Settings = mehr Abwechslung. Weitere positive Aspekte: Harry Manfredini Soundtrack, 80er Jahre Nostalgie-Bonus/Charme, stimmungsvolle Bilder, Jason als Killer (jedoch noch ohne Hockey Maske) und Amy Steel war in meinen Augen ein klar besserer Lead als Adrienne King. Amy Steel sah man übrigens im späteren Paramount Slasher April Fool's Day (den ich übrigens noch nie gesehen habe) – ansonsten bestand ihre Karriere zu 99% aus TV-Filmen und TV-Serien.

Noch zu den Effekten und Blutgehalt: der Film wurde von der MPAA stark zensiert (in praktisch jedem Mord), so dass der Film wohl der harmloseste der ganzen Reihe geworden ist (Blut sieht man kaum). Das ist schade, denn es gibt originelle Tötungsszenen und von mind. zwei Szenen gibt es Standbilder, die man so im Film nicht zu sehen bekommt. Diese lassen erahnen, dass die Effekte aufwändig kreiert wurden (Kehlschnitt, Speer-Sex-Szene, Machete im Gesicht…) – umso bedauerlicher ist es, dass es keine echte Uncut sprich Unrated Fassung gibt (mehr dazu unter Fassungen).

Fazit: Kann das Niveau von Teil eins halten – für jeden Slasher-Fan zu empfehlen!


Infos:

O: Friday the 13th Part 2

USA 1981

R: Steve Miner

D: Amy Steel, John Furey, Adrienne King, Kirsten Baker, Stuart Charno, Warrington Gillette

Laufzeit der US DVD: 86:54 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet am: Sept. 2019

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Paramount vor (Teile 1-8 in einer Box) = nur Kinofassung (Film wurde vor US-Kinostart stark zensiert, eine Unrated Fassung gibt es nicht), gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gibt es in D auch auf DVD oder Blu-Ray. Es gibt Bootlegs, welche eine Unrated Fassung beinhalten. Dies jedoch nur mit Standbildern, selbsterstellten Blutzufügungen am PC und mit Szenen die aus anderen Filmen reingeschnitten wurden, um dem Fan «Uncut Szenen» verkaufen zu können (z.B. Szenen aus Bad Taste). Soviel ich weiss, gibt es keine bewegten Unrated Szenen zu Teil zwei (Stand: Sept. 2019). Nachtrag 12.05.23: in der 2020 veröffentlichten US-Blu-Ray Box von Shout Factory lagen erstmals weltweit die dazumal zensierten Gore-Szenen in dem Feature NEW Slashed Scenes – The Long-awaited Uncut Gore Footage! vor. Leider wurde es versäumt, damit, zumindest als Bonus, eine Unrated-Fassung zu erstellen. Die Szenen sollen keinen Ton haben und stammen von einer VHS.