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Dienstag, 31. Januar 2017

Exit Wounds Review



Exit Wounds

Story:

Polizist Orin Boyd (Steven Seagal) wird von seinem Boss (Bill Duke) in ein anderes Revier straffversetzt. Dort kommt er korrupten Cops (u.a. David Vadim, Matthew G. Taylor) und Gangstern auf die Spur mit Hilfe eines Clubbesitzers und dessen Kumpel (DMX, Anthony Anderson)…


Meine Meinung:

Im Moment schaue ich mir die alten Steven Seagal Actionfilme nach und nach wieder Mal an, da es teilweise zehn Jahre und länger her ist und ich kaum mehr was weiss. Ich war in Stimmung und ich mag alte Actionfilme (80er Jahre, 90er) und die alten Stars à la Arnie, Stallone, Van Damme, Lundgren und eben auch Steven Seagal.

Forendiskussionen haben mich dazu animiert und die Zeit habe ich nicht bereut: die alten Klassiker wie Nico, Hard to Kill, Zum Töten freigegeben oder Deadly Revenge machen auch im Jahren 2016/2017 noch grossen Spass, so dass diese alle locker in der Sammlung verweilen. Glimmer Man war nicht mehr ganz so gut aber bleibt auch in der Sammlung. Alarmstufe: Rot 1 & 2 so oder so (die habe ich auch immer wieder Mal geschaut).

Auf brennendem Eis (der war grenzwertig so viel ich noch weiss) muss ich noch nachholen – zuerst war Exit Wounds an der Reihe. Und da war ich skeptisch und denn immerhin ist es wirklich ca. zehn Jahre her, seit ich den Film gesehen habe. Mein Geschmack hat sich verändert, mehr weg vom Mainstream, die Toleranzgrenze ist gesunken d.h. Filme landen heute weniger schnell in meiner Sammlung.

So kommt es, dass Exit Wounds nach all den Jahren aus der Sammlung fliegt! Trotz Fansein von Actionlegende Steven Seagal!

Die Story an sich ist in dem Genre wie immer okay – Mittel zum Zweck. Daran gibt es nichts auszusetzen. Speziell langweilig ist der Film auch nicht.

Jedoch gefiel mir der Mix und Stiel des Filmes nicht – man hat sich an Streifen wie The One, Romeo must die und Born 2 Die (die fliegen vielleicht in der Zukunft auch alle aus der Sammlung, Mal schauen) orientiert. Ist teilweise auch der gleiche Regisseur Andrzej Bartkowiak und teilweise auch die gleichen Warmduscher als «Darsteller».

Hier haben wir die grössten Probleme des Filmes, fangen wir mit dem weniger schlimmen Teil an:

Action: diese ist nur mittelmässig in Szene gesetzt. Dies gilt vor allem für Kampfszenen von Steven Seagal. Die Kamera ist zu nah dran, er halt älter, seine Gegner jedoch sind Flaschen und denen nimmt man nicht ab, dass sie ernste Gegner darstellen. Dazu verschwendetes Potenzial (Michael Jai White z.B. ist ein echter Martial Artist). Gut und das soll erwähnt werden, waren der Beginn auf der Brücke da echte Autos, Hubschrauber und echte Explosionen. Auch die Shoot-Outs, und das gilt für den ganzen Film, sind gut und auch blutig in Szene gesetzt. Die Action könnte schlimmer aber auch besser sein. Kein Vergleich zu alten Seagal Zeiten, vor allem was Kampfszenen angehen.

Humor: Seagals Sprüche waren teilweise okay, teilweise nur mittelmässig. Ansonsten hat vor allem der Humor um Nebenfigur Tom Arnold und vom Dicken Anthony Anderson genervt, vor allem die Autokauf-Szene war zum Fremdschämen und sehr peinlich.

«Darsteller» Wahl und Soundtrack: Die Verbindung von Action/Martial Arts und Rap Musikern war kommerziell erfolgreich und viele junge Leute wollen genau das im Kino sehen. Leider haben viele junge Leute auch keine Ahnung und nur, weil es die Mehrheit will oder gutheisst, ist es noch lange nicht gut. Hip Hop Musik hasse ich und Rapper mag ich auch überhaupt nicht, auch nicht als Darsteller. Somit sind alle Szenen mit DMX und dem anderen Kerl sehr sehr nervend! Passt nicht zum Film, deren Humor ist nicht lustig, sie sind nicht cool, das «Bad Guy» Image wirkt lächerlich. Teilweise habe ich gewisse Szenen sogar vorgespult da einfach nur nervend und leider stammte auch der Soundtrack von DMX d.h. man muss mit Hip Hop «Klängen» rechnen wenn man den Film schaut.

Das wären die Gründe, warum ich mir den Film nicht in der Sammlung halten werde. Die Punkte, vor allem der letzte, sind natürlich arg Geschmackssache aber ich weiss heute, dass ich mir den Film nie mehr anschauen werde. Wüsste nicht warum, ist nicht mehr gut genug.

Erwähnung: Bill Duke (Star aus Predator) ist in einer Nebenrolle zu sehen und für Seagal war es 2001 trotzdem nochmal eine Art Comeback in einem kommerziellen Kinofilm, vertrieben von einem grossen Studio (Warner)! Danach ging es bergab!

Fazit: Schaut euch besser die alten Streifen mit Steven Seagal an, die rocken umso mehr (Ende 80er, Anfang 90er) und verlieren nicht an Qualität und Charme!

Infos:

O: Exit Wounds

USA 2001

R: Andrzej Bartkowiak

D: Steven Seagal, Bill Duke, Eva Mendes, Tom Arnold, Michael Jai White

Laufzeit der dt. DVD: 97:08 Min.

Gesehen am: 10.09.07

Überarbeitet: 29.01.17

Fassungen: Dt. 18er Scheibe von Warner = tolles Bild, guter Ton, Uncut, 08/15 Extras!

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