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Mittwoch, 22. Oktober 2025

Die Brut Review

Die Brut

Story:

Frank (Art Hindle) entdeckt an seiner Tochter (Cindy Hinds) Spuren von Missbrauch. Er verdächtigt seine Ehefrau (Samantha Eggar), die sich in Behandlung von Dr. Hal Raglan (Oliver Reed) befindet. Und dieser schirmt Franks Ehefrau regelrecht ab, ehe es im Verlauf zu mysteriösen Morden in Franks Umfeld kommt…

Meine Meinung:

Die Brut ist ein Film des kanadischen Bodyhorror-Meister-Regisseurs David Cronenberg (Nightbreed, Verzehrt, Crimes of the Future, A History of Violence, Shivers) aus dem Jahr 1979. Der Film, der definitiv auch Scanners Vibes hat (Machart, Musik = von Howard Shore, der in so vielen Filmen mit Cronenberg zusammengearbeitet hat), sah ich zuletzt vor fast 20 Jahren, wenn ich mich korrekt erinnere, nur als leicht entschärfte US-Kinofassung. Das war im Juli 2006 gewesen und es bleib seither bei dieser einzigen Sichtung des Filmes.

Die Brut wurde zu Ehren von Samantha Eggar (die ich sonst nur aus Curtains und The Exterminator kenne) neu angesehen. Die Schauspielerin, die nebst Art Hindle (Black Christmas, Invasion of the Body Snatchers, The Void) und Oliver Reed (The Hunting Party, Revolver – Die perfekte Erpressung) einer der drei wichtigen Hauptrollen spielt, ist diesen Monat (einen Tag nach meinem Geburtstag) verstorben. Ihr zu Ehren wurde Die Brut gesichtet, um den Film auf meinem Blog zu präsentieren und sie zu würdigen. Die Darsteller machen ihre Sache ordentlich.

Obwohl ich den Film sehr lange nicht sah, hatte ich Die Brut nicht als Kracher abgespeichert. Das heisst ich zählte den Film nicht zu meinen David Cronenberg Lieblingen (= Scanners, Die Fliege, Naked Lunch, Videodrome). Und das hat sich nicht geändert. Samantha Eggars Figur ist mir, wie fast alle Figuren im Film, wenig sympathisch. Ich fieberte nicht mit und wurde vom Plot nicht gefesselt oder mitgerissen. Dazu kommt, dass mir der Verlauf der Handlung zu langsam und unspektakulär war. Die Monster-Bastarde waren hingegen ganz amüsant.  Allerdings gab es mit dem einsamen Highlight im Finale zu wenige Highlights, um den Film zu einem Kracher zu machen.

Fazit: Mehr Tempo hätte dem Film gut getan!

Infos:

O: The Brood

Kanada 1979

R: David Cronenberg

D: Art Hindle, Cindy Hinds, Samantha Eggar, Oliver Reed

Laufzeit der deutschen DVD: 88:23 Min.

Gesehen am: Juli 2006 / Neusichtung am: 20.10.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von NSM vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch (die deutsche Synchronisation ist qualitativ hervorragend) und englische Untertitel vorhanden. Limitiert auf 222 Stück (ich habe Nr. 123). Gibt es inzwischen, sicher auch in einer besseren Bildqualität, auf Blu-Ray (Wicked-Vision-Media) und UHD (Plaion Pictures).

Sonntag, 8. September 2024

The Last House on the Left

The Last House on the Left

Story:

Die minderjährigen Mädels Mari (Sandra Peabody) und Phyllis (Lucy Grantham) wollen ein Rockkonzert besuchen und fallen Gangster Krug Stillo (David Hess) und Co. (Fred J. Lincoln, Jeramie Rain, Marc Sheffler) in die Hände. Das sadistische Treiben hat den Tod der beiden Mädchen zur Folge. Die Gangster fliehen sich in ein Haus, wo sie von, ohne es zu wissen, Maris Eltern (Cynthia Carr, Richard Towers) aufgenommen werden…

Meine Meinung:

The Last House on the Left vereint drei damalige No-Names, die später im Horrorgenre richtig erfolgreich werden sollten: Wes Craven, Sean S. Cunningham und Steve Miner. Wes Craven führte Regie und schrieb das Drehbuch, während Sean S. Cunningham den Film produzierte und Steve Miner fungierte als Produktionsassistent. Wes Craven hatte später vor allem mit A Nightmare on Elm Street und der Horrorfigur Freddy Krüger, die er damit erschuf, grosse Erfolge, während Sean S. Cunningham mit Friday the 13th auch eine der bekanntesten Horrorfilmreihen überhaupt lostrat und Steve Miner war für mehrere bekannte und solide Horrorfilme zuständig (Warlock, House, Friday the 13th Part 2).

Nebst Das Haus der Vergessenen, A Nightmare on Elm Street und Scream würde ich den Film als einen der besten Filme von Wes Craven bezeichnen. The Last House on the Left ist ein unglaublich fieser Bastard von einem Film. Durch das kleine Budget und die daraus resultierende (dreckige) Optik und Schlichtheit der Machart wirkt der Film und seine sadistischen Momente durch und durch authentisch und intensiv. Wes Craven war sich erst später bewusst, wie brutal sein Film und einzelne Momente wirkten. Daher entschärfte er auch persönlich einige Momente (z.B. den Tod von Phyllis). Und dennoch gehen viele Szenen, auch wenn entschärft oder nicht explizit, definitiv unter die Haut.

Dagegen kann das spätere Remake zum Film (im Jahr 2009 erschienen) oder Nachahmer (z.B. der Ital. Film Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien) einpacken. Der Grundton und Sadismus aus Wes Cravens Terrorklassiker bleiben definitiv unerreicht. Damit zählt der Rape & Revenge Film zu einem der besseren in diesem sonderbaren Sub-Genre. Dabei hatte Wes Craven auch Glück bei der Wahl der Darsteller, insbesondere bei David Hess, der einen wunderbar fiesen und schweinischen Dreckskerl und Soziopathen spielte. Dieser tat dies so abgrundtief bösartig, dass er später in ähnlichen Rollen erneut vor der Kamera stand (z.B. in Der Schlitzer). Er war ausserdem für die tolle Musik und den Soundtrack des Filmes zuständig.

Fazit: 70er Jahre Exploitation in Reinkultur!

Infos:

O: The Last House on the Left

USA 1972

R: Wes Craven

D: Sandra Peabody, Lucy Grantham, David Hess, Fred J. Lincoln, Jeramie Rain, Marc Sheffler, Cynthia Carr, Richard Towers

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 84:10 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Neusichtung am: 14.06.24

Fassungen: Mir lag die österreichische Blu-Ray von Turbine / NSM vor = 40th Anniversary Edition mit Schuber, limitiert auf 5000 Stück, Deutsch/Englisch mit Subs, «Uncut» Kinofassung und den Rohschnitt (Krug & Company Fassung) zum Film, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gab immer Gerüchte, dass der Film von Wes Craven selbst für die Kinoauswertung zensiert wurde und eine echte «Uncut» nie veröffentlicht wurde.  Es gibt keine längere Fassung als diese Blu-Ray. Als Bonus gibt es aber längere Szenen zu sehen (vor allem zum Tod von Phyllis inklusive Aushangfotos von forciertem lesbischem Sex, die im Film nicht zu sehen sind). Der Film ist in Deutschland nicht mehr beschlagnahmt und nicht mehr indiziert. Aus der Schulzeit liegt mir noch das Astro VHS vor. In Deutschlands hiess der Film z.T. auch Mondo Brutale. Dieses VHS mag ich. Schickes Artwork, viel Nostalgie. Daher behalte ich das. Damals für ca. drei CHF einem Schweizer Forenuser (ehemaliges Schweizer Filmforum) abgekauft.

Sonntag, 21. Januar 2024

Rise of the Footsoldier

Rise of the Footsoldier

Story:

Der Film erzählt vom echten Ex-Hooligan- und Gangster Carlton Leach (Ricci Harnett).

Meine Meinung:

Rise of the Footsoldier bekam ich geschenkt. Den Film, von welchem ich noch nie was hörte und der mehrere Fortsetzungen nach sich zog, ist quasi eine True-Crime Verfilmung von Carlton Leach. Laut Cover einem Hooligan, Bouncer, Gangster und Legende. Laut Wikipedia ein ehemaliger Hooligan und eine bekannte Person aus der englischen Unterwelt. Heute Schriftsteller. Rise of the Footsoldier basiert auf Carlton Leachs eigenem Roman Muscle. Eine Biographie über sein Leben.

Ob im Film alles 1:1 identisch ist, mit dem Roman, ist mir nicht bekannt. Ich denke aber schon. Der Film endet mit dem Mord an drei Kollegen von Carlton Leach und Schrifttafeln über die Verurteilung der potenziellen Täter und dem Abtauchen des Zeugen ins Zeugenschutzprogramm. Ich mag Gangster-Filme und Gangster-Settings. Vor allem wenn es britische und französische Filme- und Serien sind. Aber auch aus den USA oder Italien gibt es sehenswerte Serien mit Gangster/Mafia-Settings.

Ich denke da an Titel wie Gangs of London (nur 1. Season, die 2. war in allen Belangen massiv schwächer), Kin (irische Serie), Snatch (von Guy Ritchie), Bube, Dame, König, Gras (erneut von Guy Ritchie), Bank Job (Jason Statham), Ganglands (zwei Staffeln), Braquo (von den vier Staffeln sah ich bisher nur zwei), Fargo (die ersten vier Staffeln fand ich hervorragend, die 5. noch nicht gesehen), Suburra (drei Staffeln), Allein gegen die Mafia (eine der besten Serien überhaupt), Romanzo criminale (zwei Staffeln), Gomorrha (fünf Staffeln), Avengement (Scott Adkins), Tschugger (kenne bisher nur die ersten beiden Staffeln) oder Tulsa King (Sylvester Stallone). Auf der Wunschliste steht zudem noch Blood Coast (neue Serie aus Frankreich).

Zurück zu Rise of the Footsoldier: der Film sagte mir nicht sonderlich zu. Vom Ablauf her hat mich der Film an HK-Filme aus den 90er Jahren erinnert. Aufstieg und Fall eines Gangsters. Der Fall wird mit dem Tod der drei Freunde von Carlton Leach erreicht. Der Aufstieg beginnt in der Hooligan-Szene, die früher in England gewütet hat und heuer in anderen Ländern problematischer ist. Obwohl ich englischen Fussball mag (bin Manchester United Fan), mochte ich den Film nur wenig. Das lag hauptsächlich daran, dass mir die Figuren egal waren. Die Schicksale waren mir gleichgültig und praktisch alle Figuren waren durch die Bank unsympathisch und Arschlöcher.

Sollen sich die Gangster doch gegenseitig foltern und erledigen = weniger Abschaum auf der Welt, perfekt! Das Menschliche und Emotionale blieb total auf der Strecke. Eine Spannung war auch kaum gegeben, da ich wusste, dass Carlton Leach später auf der Szene ausstieg. Soll heissen eine Spannung war nie gegeben, wenn Carlton Leach im Film bedroht wurde, da klar, dass ihm nichts passieren würde. Die Kameraführung fand ich grauenhaft, die teils mehrjährigen Zeitsprünge sorgten nie dafür, dass sowas wie eine Stimmung oder Atmosphäre aufkommt (sondern alles unzusammenhängend wirkt) und die Gewalt-Momente waren selbstzweckhaft und übertrieben sadistisch/brutal.

Fazit: Nicht empfehlenswert!

Gefolgt von: Return of the Footsoldier

Infos:

O: Rise of the Footsoldier

Großbritannien 2017

R: Julian Gilbey

D: Ricci Harnett, Terry Stone, Craig Fairbrass, Roland Manookian, Frank Harper, Billy Murray, Neil Maskell

Laufzeit der österreichischen DVD: 114:18 Min.

Gesehen am: 10.12.23

Fassungen: Mir lag die Dopple-DVD von NSM (Österreich) vor = Uncut, 2. Disc mit Extras, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (Ascot Elite).

Freitag, 21. April 2023

Vampyres

Vampyres

Story:

 

Zwei lesbische Vampirinnen (Marianne Morris & Anulka Dziubinska) leben in einem abgelegenen Schloss und suchen sich nachts bevorzugt männliche Opfer, von dessen Blut sie leben. Die Körper werden dann in Autos zurückgelassen und als Unfälle präpariert, um die Behörden zu tauschen. Doch als sich eine der Vampir-Frauen in ein Opfer verliebt, eskaliert die Situation…

 

Meine Meinung:

 

Vampyres bekam ich geschenkt. Von José Ramón Larraz kenne ich ansonsten nur Symptoms, den ich nicht uninteressant fand. Als ich mir Vampyres ansah, war ich jedoch extrem müde vom Arbeiten. Ich arbeite als Nachtwache und habe Ende März & Anfang April gleich zwei Mal in Folge fünf Nächte am Stück mit wenig Frei dazwischen gearbeitet. Neu arbeiten wir zehn Stunden am Stück. Ich kann am Tag sehr gut schlafen und tat das auch: lange! Allerdings war ich dann im Frei (von Nacht- in Tag-Rhythmus wechseln) sehr kaputt, da noch verplant. Als ich dann abends (nach Restaurantbesuch) Vampyres schauen wollte, bin ich mehrfach eingepennt.

 

Die Sichtung holte ich am nächsten Tag aufgefrischt nach und mir sagte Vampyres zu. Der Film hat eine ganz eigene, ruhige Stimmung und zwingend kommen Vergleiche mit Namen wie Jean Rollin, Jess Franco oder Harry Kümel (Blut an den Lippen) auf. Lesbische Vampirinnen. Das waren halt die 70er. Der Film hat einen sehr dünnen, fast schon Traum ähnlich, hypnotischen Plot. Die spezielle, nicht uninteressante Musik und die gotischen Bilder tragen viel zur Stimmung bei. Das kleine Budget störte nicht: im Gegenteil! Stimmungsvolle Bilder werden von Beginn an präsentiert.

 

Der Film beschränkt seine Settings auf eine Strasse, einen Wald und das Schloss. Da kommen teilweise fast Kammerspiel-Motive auf. Die wenigen Blut-Effekte sind effektiv in Szene gesetzt und mit viel Erotik, Sleaze und Sex verbunden. Lesbischer, animalischer Sex. Am meisten Blut bietet die Dusch-Szene und der Mord im Keller im Finale (war derb). Der Cast hat seine Sache hervorragend gemacht. Die Mädels Marianne Morris, Anulka Dziubinska und Sally Faulkner spielen dabei die männlichen Parts an die Wand. Dass sich eine der Vampir-Frauen in ein Opfer verliebt, wird eigentlich nie richtig erwähnt und ist mehr Interpretation. Ein Paar, welches nahe des Schlosses Urlaub macht, spielt auch noch eine Rolle.

 

Fazit: Kunstvoller Mix aus surrealem Vampir-Horror und Erotik! Für Fans des 70er Jahre Low-Budget Kinos sehenswert!

 

Infos:

 

O: Vampyres

 

Großbritannien 1974

 

R: José Ramón Larraz

 

D: Marianne Morris, Anulka Dziubinska, Murray Brown, Drian Deacon, Sally Faulkner, Michael Byrne

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 87:35 Min.

 

Gesehen am: 03.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von donau film / NSM vor = Mediabook, deutsche Erstveröffentlichung, DVD/Blu-Ray, Booklet, Deutsch/Englisch mit deutschen/englischen Subs. Die Bildqualität ist sehr gut, Ton ebenso. Extras sind auch vorhanden.

Mittwoch, 22. November 2017

Let Sleeping Corpses Lie Review




Let Sleeping Corpses Lie

Story:

Kunsthändler George (Ray Lovelock), aus London stammend, ist auf dem Weg aufs Land, wo er das Wochenende verbringen will. Auf dem Weg trifft er auf die hübsche Edna (Cristina Galbó), welche ausversehen sein Motorrad beschädigt. Sie nimmt ihn mit. Sie stossen auf ihren weiteren Weg auf einen Untoten, der durch Schädlingsbekämpfungsmethoden zum Leben erweckt wurden. Bald gibt es die ersten Opfer, doch die Polizei (Arthur Kennedy) schenkt George und Edna keinen Glauben – im Gegenteil: für ihn sind sie die Täter…

Meine Meinung:

Der in Deutschland, soviel ich weiss, noch immer (zu Unrecht) beschlagnahmte Zombieklassiker von Jorge Grau gefällt mir auch nach vielen Jahren noch immer sehr gut. Zu Ehren von Hauptdarsteller Ray Lovelock, der am 10.11.17 verstorben ist, habe ich den Film seit über zehn Jahren wieder gesichtet.

Und fand ihn absolut grossartig, wenn nicht gar besser als zuvor. Der spanische Regisseur Jorge Grau hat sich inhaltlich an Romeros Die Nacht der lebenden Toten orientiert, jedoch auch eine sozialkritische Öko-Botschaft in den Film und indirekt viele Elemente von Franco, dem spanischen Diktator, in den Film eingebaut (verweis auf die von Arthur Kennedys gespielter Figur, dem harten, alten Cop).

Der Film ist sehr stimmungsvoll und atmosphärisch. Die Story baut sich quälerisch langsam auf. Es gibt nur vereinzelt hier und da «Action» in Form von Zombies und Gore – trotzdem möchte ich die ruhigen Szenen nicht missen. Langweilig empfand ich den Streifen zu keiner Sekunde. Das liegt vor allem an der schönen und unheimlichen Stimmung, der tollen Fotographie des Filmes und den sympathischen Figuren in Form des Duos Ray Lovelock als moderner, rebellischer und Junger Künstler, der sich mehr als einmal grossartige und hitzige Wortgefechte mit Arthur Kennedy liefert (in der Deutschen Sprachfassung der Knüller schlechthin) und Cristina Galbó als verletzliche, junge Frau.

Ray Lovelock spielte in diversen Italo-Western (Töte Django), ital. Polizeifilmen (Der Berserker, Eiskalte Typen auf heißen Öfen), Horrorfilmen (Murder Rock von Lucio Fulci) oder Erotik/Schmuddel-Produktionen mit (Play Motel) für welche er u.a. auch für den Soundtrack verantwortlich war (Junge Mädchen zur Liebe gezwungen). Arthur Kennedy, der perfekt in die Rolle des harten Polizisten mit altmodischen Werten passt, kennt der Genre-Fan u.a. aus The Antichrist, Killer Cop, Die Viper, Neun Gäste für den Tod oder The Sentinel.

Regisseur Jorge Grau hat nebst diesem Klassiker noch andere Genre-Filme inszeniert, welche jedoch weniger bekannt sind. Auf jeden Fall habe ich mir noch paar Titel notiert (Hunting Ground, Violent Blood Bath oder Ceremonia sangrienta), welche ich mir in Zukunft sicherlich auch zulegen werde, da diese dem Genre und Inhalten nach, auch meinem Geschmack entsprechen könnten.

Ein weiterer bekannter Name, der an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben soll, ist Giannetto De Rossi – italienischer Effekte Künstler, der für die wunderbaren Make-Up Masken und Bluteffekte verantwortlich war. Die Zombies bzw. Untoten sehen auch gut getrickst aus, vor allem der Mann mit der langen Narbe auf dem Torso sieht wunderbar eklig aus. Tolle Effektkreation. De Rossis Arbeiten werden von Horrorfans geschätzt. So zeichnete er sich u.a. aus für die Effekte in: High Tension, Rambo III, Killer Crocodile, Zombi 2, Apocalypse domani, The Beyond oder The House by the Cemetery – vor allem viele Filme von Lucio Fulci. Die Effekte sind im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art eher rar und spärlich gesät – aber qualitativ absolut top und sehenswert.

Fazit: Zombieklassiker, der meiner Meinung nach oft unterschätzt wird und mehr bietet, als nur «eine 08/15 Zombiegeschichte». Für Horrorfilmfans auf jeden Fall zu empfehlen!

Infos:

O: Non si deve profanare il sonno dei morti

Italien, Spanien 1974

R: Jorge Grau

D: Ray Lovelock, Cristina Galbó, Arthur Kennedy

Laufzeit der Edition Tonfilm Blu Ray: 92:50 Min.

Gesehen am: Erstsichtung in Jugendzeit / Review überarbeitet am: 22.11.17

Fassungen: Mir lag die österreichische Blu Ray von XT Video / NSM / Edition Tonfilm (Schweizer Label) vor = Wendecover, Schuber, Booklet, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität (auch Ital. Ton und Subs wären an Bord). Die deutsche Synchronisation ist jedoch absolut grossartig und ist ein absoluter Genuss! Aus Anfangszeiten liegt mir auch die schicke, limitierte Anchor Bay Tin Box aus den USA vor, welche in der Sammlung bestehen bleibt!