Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Philip Ko werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Philip Ko werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 15. August 2026

Mercenaries from Hong Kong

 
Shawgust 2026

Mercenaries from Hong Kong

Story:

He Ying (Candice Yu On-On) beauftragt Luo Li (Ti Lung) ein Team (Michael Chan Wai-Man, Wong Yu, Lo Lieh, Johnny Wang Lung-Wei, Nat Chan Pak-Cheung) zusammen zu stellen, um in Kambodscha Gangster Naiwen (Phillip Ko Fei) zu finden…

Meine Meinung:

Mercenaries from Hong Kong fühlt sich nicht an, wie ein typischer Shaw Brothers-Film. Für diese eher späte Shaw Brothers Produktion durfte sich Wong Jing (High Risk, Magic Crystal, The Romancing Star) in Sachen Regie und Drehbuch versuchen. Er, der später in den 90ern vor allem mit derben Inhalten und vulgärem Humor auf sich aufmerksam machen sollte. Nach seinem Regie-Debüt Challenge of the Gamesters (auch für die Shaw Brothers) war Mercenaries from Hong Kong seine dritte Regiearbeit.

Der Plot ist dünn und erinnert an Filme wie Eastern Condors und Co. Der infantile Humor passt nicht wirklich zum Rest zusammen. Der Film wartet jedoch mit einem sehr bekannten Cast auf. Hier tummeln sich Stars wie Ti Lung (The Blood Brothers), Michael Chan Wai-Man (Gallants), Wong Yue (Kid from Kwangtung), Lo Lieh (The Reckless Cricket), Johnny Wang Lung-Wei (Five Shaolin Masters), Phillip Ko (The Criminal), Nat Chan Pak-Cheung (My Neighbours Are Phantoms) sowie in Nebenrollen Yuen Wah (Swordsman) sowie Lee Hoi-Sang (Butcher Wing). Vor allem Fans von Ti Lung und Michael Chan Wai-Man kommen auf ihre Kosten.

Ansonsten ist das wie bei The Expendables. Nicht jeder Star hat gleich viel Screentime und auch während dieser Zweitsichtung empfand ich Nat Chan Pak-Cheung als eher unpassendes Element in dem Film. Trotz Humor und Slapstick konnte ich ihn in dieser Rolle nicht ernst nehmen. Schön waren die Auftritte eines jungen Yuen Wah (Kampf in der Tiefgarage) und Lee Hoi-Sang als mysteriöser Bösewicht im Anzug macht auch eine gute Figur. Es gibt Stunts, Explosionen, Shoot-Outs (leider nicht alle blutig) und kürzere Kampfszenen. Die Actionszenen besorgte Tong Kai (Return of the One-Armed Swordsman).

Fazit: Zwar kein Kracher, aber durch und durch von A-Z unterhaltsam! Und das Staraufgebt macht auch Laune!

Infos:

O: Lip Mo Je

HK 1982

R: Wong Jing

D: Candice Yu On-On, Ti Lung, Phillip Ko Fei, Michael Chan Wai-Man, Wong Yu, Lo Lieh, Johnny Wang Lung-Wei, Nat Chan Pak-Cheung, Yuen Wah, Lee Hoi-Sang

Laufzeit der UK-Blu: 95:27 Min.

Gesehen am: Jan. 2012 / Neusichtung: Aug. 2026

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume Two) = Uncut, neue Restauration von Arrow Video, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Extras gibt es ein ca. 20minütiges Interview mit Tong Kai (allgemein über die Shaw Brothers und nicht explizit über seine Arbeit für Mercenaries from Hong Kong). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

Samstag, 25. Juli 2026

The Criminal

The Criminal

Story:

Hung (Jimmy Wang Yu) ersticht in Notwehr als 12jähriger einen Mann und wandert danach für zehn Jahre ins Gefängnis. Sein Vater (Wang Yin) ist selbst Richter. Als Hung nach zehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird, folgen Spannungen innerhalb der Familie. Eine Gangster-Bande (u.a. Phillip Ko Fei), angeführt von Lung Fei, buhlt um Hung und will diesen in die Bande integrieren, um damit den Richter auszuschalten…

Meine Meinung:

The Criminal ist zwar kein Kracher in der langen Karriere des Shaw Brothers Superstars Jimmy Wang Yu (The One-Armed Swordsman, The Chinese Boxer, Die Todesbucht der Shaolin), dennoch aber ein nicht uninteressanter Film in dessen Filmschaffen. Bei The Criminal handelt es sich um ein Drama aus Taiwan von Regisseur Li Su (Midnight Cowgirl, The Chinese Whimsy, Duel with Death) aus dem Jahr 1977. Li Su drehte bereits zuvor einmal mit Jimmy Wang Yu. Und zwar den Film The Magnificent Chivalry. Ich würde den Film mit Jimmy Wang Yus Arbeit in The Black Friday sowie dem Shaw Brothers Streifen My Son vergleichen.

Alle drei Filme sind per se keine Action- oder Kung-Fu-Filme. Aber in allen drei Filmen geht es dann doch nicht ohne, wobei The Criminal sicherlich noch eine leicht höhere Anzahl an Kampfszenen bietet, als z.B. The Black Friday. The Criminal ist mehrheitlich ein Familiendrama mit sozialem Kommentar. Dieser lautet, dass es sich nicht auszahlt, gegen das Gesetz zu verstossen. Der Inhalt bringt zudem den Vater sowohl den Sohn in ein ethisches Dilemma. Das Ende wirkt konsequent. Ich hatte auf jeden Fall Freude, Jimmy Wang Yu Mal in einem modernen Setting zu sehen. Der Film hat viele Dialoge und meine VHS hatte keine englischen Untertitel. Dennoch konnte ich dem Plot problemlos folgen.

Nebst Jimmy Wang Yu kannte ich vor allem Namen wie Lung Fei oder Phillip Ko Fei (liefet sich einen Kampf gegen Jimmy Wang Yu). Lung Fei spielt eine grosse Rolle, da Anführer der Gangster. Trotz fehlendem Bart und Schnauz war Lung Fei (Eunuch of the Western Palace, Kung Fu Mama, The Cavalier) gut zu erkennen. Er liefert sich im Finale einen Schlagabtausch gegen Jimmy Wang Yu und er macht das, wie auch Phillip Ko Fei (mehr ein Gastauftritt), sehr solide. Der Mix aus Familiendrama, etwas Gangster-Action inklusive 70er Jahre Feeling (Musik, Kleider) sowie Gerichtsfilm und Sozialkritik hat meiner Meinung nach gut funktioniert, so dass ich den Film, zumindest Hardcore-Fans von Jimmy Wang Yu, empfehlen kann.

Infos:

O: Pan Jue

Taiwan 1977

R: Li Su

D: Jimmy Wang Yu, Lung Fei, Wang Yin, Phillip Ko Fei, Tao Chi, Nancy Lau Nam-Kai, Li Hsiang, Tu Man-Sheng, Kou Feng, Li Chiang, Lee Man-Tai

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 82:59 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Dae Yeong Video Production vor = Statt Widescreen Vollbild, O-Ton Mandarin mit koreanischen Subs, unbekannt ob Uncut/Cut (am Ende, als sich der Vater vom Duo am Bahnhof verabschiedet und den Zug besteigt, wirkte es abgehackt. Eine Nacktszene war hingegen zu sehen), solide Bildqualität. Es scheint den Film auch von Ocean Shores zu geben (als VHS und unter dem Titel The Verdict). Zudem gibt es den Film in den USA von Rainbow auf VHS (Mandarin mit englischen Subs). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026). Szenen aus The Criminal wurden zudem für den späteren «cut & paste» Film Thundering Ninja verwendet.

Donnerstag, 30. April 2026

Shaolin Monk

Shaolin Monk

Story:

Frank (Chen Sing) wird zu Unrecht beschuldigt, seinen Chef ermordet zu haben. Er flüchtet in den Shaolin Tempel. Danach ist die Zeit gekommen, den wahren Täter zu finden und seinen Namen aus dem Dreck zu ziehen…

Meine Meinung:

Aka The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance. Nicht nur bei südkoreanischen Filmen handelt es sich oft um eine Mogelpackung (falsche Titel, falsche Bilder, nicht der erwartete Film auf dem Band), sondern scheinbar auch in Indonesien. Der Film trägt den Titel Shaolin Monk. Chen Sing spielte in besagtem Film aus dem Jahr 1976 mit. Bei diesem «Shaolin Monk» handelt es sich jedoch um den zwei Jahren zuvor gedrehten The Furious Monk from Shaolin, ebenfalls mit Chen Sing in der Hauptrolle.

Warum ich den Film, obwohl der sogar länger läuft als die deutsche Fassung mit dem kultigen Titel Chen Sing - Der Mönch mit der Todesfaust (mehr dazu unter Fassungen), nicht in die Sammlung aufnehme? Das liegt an 2.5 sehr simplen Gründen. Der Hauptgrund ist, dass der Film so gut wie keine Action- oder Kampfszenen bietet. In den ersten 67 Minuten passiert einfach Mal gar nichts. Super langweilig. Das ist der Hauptgrund. Danach gibt es zwar paar Kämpfe, aber da empfand ich nur den Endkampf als solide. Die Kämpfe zuvor waren total kurz und nicht spektakulär. Und einen solchen Film schaue ich halt wegen Kampfszenen und nichts anderem.

Der zweite Grund liegt an der Fassung. Da kann der Film per se nichts dafür. Die englische Sprachfassung meiner Version war ungeniessbar, grottenschlecht, nicht zum Aushalten und hat den Film qualitativ nach unten gezogen. Und da der Film in den ersten 67 Minuten sehr dialoglastig war, war das natürlich eine absolute Tortur. Der Film will eigentlich dramatisch und ernst sein, aber durch die Synchro wird es trashig und ungewollt lustig. Da passen einzelne Momente dazu, die komisch anmuten, z.B. wenn Chen Sing vor dem Finalkampf gegen mehrere Fettsäcke kämpft oder der Hauptbösewicht im Finale von einem Vogel Kot aufs Gesicht bekommt (trug nichts zur Story bei).

Der offene halbe Punkt beträgt Chen Sing. Der ist hier ohne Schnauz zu sehen, was irgendwie «weird» war. In den wenigen Kampfszenen macht Chen Sing (Two Great Cavaliers, The New One-Armed Swordsman, Kung Fu Art: Horse, Monkey & Tiger) einen mehrheitlich gelangweilten Eindruck. Nur im reinen Finalkampf wirkt er motivierter. Andere Namen wie Shan Mao (keine Kampfszene), Philip Ko (praktisch nicht zu sehen) oder Addy Sung Gam-Loi (rettet den Film auch nicht) sorgen auch nicht wirklich für mehr Kämpfe. Wer Chen Sing in einer sehenswerten Rolle als Shaolin Kämpfer sehen möchte, dem sei stattdessen Shaolin Warrior zu empfehlen!

Infos:

O: Shao Lin He Shang

HK 1974

R: Hou Cheng

D: Chen Sing, Joan Lin Feng-Chiao, Shan Mao, Gam Sai-Yuk, Betty Pei Ti, Shaw Luo-Hui, Philip Ko, Addy Sung Gam-Loi

Gesehen am: 30.04.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Suma Video mit dem englischen Titel Shaolin Monk vor. Und jetzt wird es richtig fies: Es handelt sich nicht um Shaolin Monk (HK 1976 mit Chen Sing) sondern um The Furious Monk from Shaolin aka Shaolin Vengeance mit Chen Sing, Betty Pei Ti, Philip Ko und Addy Sung Gam-Loi. Die Fassung ist Englisch Dubbed mit indonesischen Subs. In Deutschland gibt es den Film nur zensiert und unter dem kultigen Titel Chen Sing - Der Mönch mit der Todesfaust. Es gibt keine Blu-Ray Fassung (Stand: April 2026). In D läuft der 81 Minuten, während meine Betamax 86:33 Min. läuft. Die Bildqualität ist sehr gut, der englische Dub hingegen ist absolut ungeniessbar und furchtbar schlecht. In den USA gibt es eine Englisch Dubbed DVD (auch nur 81 Minuten). 

Mittwoch, 11. März 2026

Paper Marriage

Paper Marriage

Story:

Jade Lee (Maggie Cheung) will nach Kanada umsiedeln, doch es läuft nicht wie geplant. Um im Land bleiben zu können, willigt sie einer Scheinehe mit Bo Chin (Sammo Hung) zu. Beide heiraten. Beide brauchen Geld. Als sie zufällig an Geld von Gangstern (u.a. Dick Wei) gelangen, machen sie sich zur Zielscheibe derselben…

Meine Meinung:

Paper Marriage gefiel mir aktuell weniger gut als früher bei der Erstsichtung. Es handelt sich um einen Mix aus Romanze, Komödie und Actionfilm von Alfred Cheung (On the Run, Talk to Me, Dicky), der im Film auch eine kleine Rolle spielt, u.a. gedreht in Kanada. Alfred Cheungs On the Run dürfte wohl sein bester und bekanntester Film sein. Etwas, was von Paper Marriage und Sammo Hung (Pantyhose Hero, Der kleine Dicke mit dem Superschlag, Filthy Guy) nicht behauptet werden kann. Daher überrascht es auch nicht, dass das UK-Label Eureka den Film in einer Collection zusammen mit zwei weiteren (z.T. eher mittelmässigen) Filmen veröffentlicht hat.

Der Film braucht lange, bis er sich entwickelt. Die ersten 30-40 Minuten fand ich wirklich lahm, uninteressant und auch nicht speziell lustig, sondern zum Teil unlustig. Mit anderen Worten verpasst der Zuschauer in der Zeit nichts. Action sucht man vergebens. Es gibt Längen. Zudem gab es mir hier sogar zu viele Rape-Jokes. Nichts gegen politisch unkorrekten Humor, aber hier passte es einfach nicht zum Rest des Filmes (Romanze, Gangster-Hatz). Die ersten Kampfszenen bestehen aus Ringkämpfen. In diesen tritt Sammo Hung zuerst gegen Phillip Ko Fei (Mars Villa) und danach gegen Billy Chow (Queen’s High) an.

Die Kampfszenen wurden von Yueh Wah (Kung Fu vs. Acrobatic) sowie Lam Ching-Ying (The Ultimate Vampire) choreographiert und sind die klaren Highlights des Filmes. Die haben beide einen wundervollen Job gemacht. Vor allem im Finale, die Kampfszenen und Stunts im Einkaufszentrum, sind absolut sehenswert geworden. Da gibt es tolle Einfälle und viel Zeitlupe zu sehen. Vor allem Maggie Cheung (The Romancing Star) bekommt viel ab. Sie wird ab Mitte des Filmes bis zum Ende immer besser und besser. Ihr Talent für komische Szenen kommt perfekt zur Geltung.

Phillip Ko Fei ist nur in der Ringkampfszene zu sehen, wobei Billy Chow eine grosse Nebenrolle spielt. Er spielt den neuen Lover von Sammo Hung Ex- Joyce Godenzi (She Shoots Straight), die auch im echten Leben mit Sammo verheiratet ist. Sie spielt auch eine Nebenrolle. Chin Ka-Lok (Mr. Vampire Saga IV), der Bruder des viel Bekannteren Chin Siu-ho, ist nur kurz zu sehen. Als ehemaliger Kickboxer macht Billy Chow in den Kampfszenen natürlich eine ungemein sehenswerte Figur. So auch Dick Wei (The Defector – Der Dragon Fighter), der den Hauptbösewicht spielt. Seine Kämpfe, zuerst in Sammo Hungs Haus, später im Finale, sind eine Wucht. Nur das Ende, wie die Bösewichte besiegt wurden, gefiel mir nicht. Schade.

Fazit: Ein Film mit Licht und Schatten. Dank den wenigen, aber extrem sehenswerten Actionszenen, dennoch zu empfehlen!

Infos:

O: Goh Biu San Leung

HK 1988

R: Alfred Cheung

D: Sammo Hung, Maggie Cheung, Billy Chow, Dick Wei, Billy Chow, Joyce Godenzi, Phillip Ko Fei, Chin Ka-Lok, Alfred Cheung

Laufzeit der UK-Blu: 92:08 Min.

Gesehen am: Aug. 2010 / 2. Sichtung am: 11.03.26

Fassungen: Mir lag für eine 2. Sichtung die UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) vor = mit zwei anderen Filmen in einem Set, Schuber, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs, Interview mit Regisseur als Bonus (ca. 20 Min. = fand es relativ uninteressant). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2026).

Donnerstag, 5. März 2026

Mars Villa

Mars Villa

Story:

Ma Tien-Lang (John Liu) wird von Fang Kang (Phillip Ko Fei) angegriffen, seine Männer getötet und sein Zuhause zerstört. Ma Tien-Lang besiegt und tötet den Fiesling Fang Kang. Dessen Bruder Fan Kuei (Phillip Ko Fei) und Neffe (Stephen Tung Wai) schwören Rache…

Meine Meinung:

Mars Villa lag acht Jahre ungesehen rum. Inzwischen gibt es sogar bessere Versionen (mehr dazu unter Fassungen). Heute war die Zeit der Sichtung gekommen und Mars Villa, eine taiwanesische Indie-Produktion aus dem Jahr 1977, hat sich gelohnt. Zwar ist der Plot wie immer sehr dünn und oft wird in Taiwans abwechslungsreicher Natur gekämpft, doch macht der Film von Ting Chung (Two Assassins of the Darkness, The Golden Mask, Of Cooks and Kung Fu) Spass, da viele Kämpfe. Und die Qualität der Szenen ist hoch.

Der Film, dessen Musik, zumindest laut künstlicher Intelligenz, aus dem Western Hang 'Em High gestohlen wurde, bietet einen tollen Cast um John Liu (New York Ninja, Eine Prise für tödliche Pfeifen, The Death Duel of Kung Fu, The Dragon, the Hero, The Invincible Kung Fu Trio, Secret Rivals 3), Phillip Ko Fei (Bandits, Prostitutes & Silver, Fearless Dragons) in einer Doppelrolle (natürlich als Bösewicht) und einen jungen Stephen Tung Wai (Killer Wears White, Pom Pom & Hot Hot), der zudem die Action-Choreographie übernommen hat. Daneben spielt Chia Kai (13 Poles from Shaolin) in einer grossen Nebenrolle den loyalen Diener und Helfer von John Liu.

Einige der Folterszenen haben mich leicht an John Woos Heroes Shed no Tears erinnert. Ich mochte nicht, wie John Lius Figur kurz den Verstand verliert (hat Dean Shek und A Better Tomorrow 2 Vibes, was ich persönlich nicht sonderlich mag), aber das war zum Glück nur eine kurze Sequenz. Ansonsten wird auf jegliche Art von Klamauk verzichtet. Fans von John Liu dürften voll auf ihre Kosten kommen. Seine eindrückliche Beinarbeit wird gekonnt in die Kampfszenen eingeflochten. Phillip Ko Fei macht, wie immer als Bösewicht, eine starke Figur. Er verlangt den Helden im Finale alles ab. Stephen Tung Wai spielte das auch ordentlich. Schön fies und schmierig.

Fazit: Starker Eastern und für John Liu Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Shen Tui

Taiwan 1977

R: Ting Chung

D: John Liu, Stephen Tung Wai, Phillip Ko Fei, Chia Kai, Sun Yueh, Tang Pao-Yun

Laufzeit der US-DVD: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 05.03.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Crash Cinema vor = zwei Fassungen an Bord. Ich sah mir jene an, welche im O-Ton Mandarin mit englischen und chinesischen Untertiteln im Bild auf der 2. Disc zu finden war. 35mm Print. Widescreen, jedoch nicht anamorph. Das Master hat Charme. Das Booklet bietet Hintergrundinfos zu John Liu. Seit ca. einem Jahr gibt es den Film in Deutschland von TVP Uncut und u.a. auch im O-Ton mit Subs auf Blu-Ray (als Shaolin - Warteliste des Todes). Da werde ich wohl ein Upgrade tätigen.

Freitag, 27. Februar 2026

Legend of a Fighter

Legend of a Fighter

Story:

Father Fok (Phillip Ko Fei) ist ein berüchtigter Martial Arts Meister, der sein Wissen an seine Söhne weitergibt mit Ausnahme von Fok Yun Gap (Yuen Yat-Choh). Fok Yun Gap erhält mit Kong Ho San (Yasuaki Kurata) einen neuen Lehrer. Dieser ist in Wahrheit ein japanischer Kämpfer, der heimlich Father Foks Kampfstil studiert aber nebenbei Fok Yun Gap auch selbst in Sachen Kung Fu ausbildet. Danach macht sich Kong Ho San wieder auf den Weg nach Japan. 12 Jahre später rettet Fok Yun Gap (Leung Kar-Yan) seinen Vater und wird zum neuen Oberhaupt der Familie. Er zieht durchs Land und kämpft gegen Russen und Japaner - und besiegt sie alle. Da schicken die Japaner ihren besten Mann gegen Fok Yun Gap: Dessen ehemaligen Lehrer Kong Ho San…

Meine Meinung:

Legend of a Fighter lag acht Jahre ungesehen rum. Der Film hat allgemein einen sehr guten Ruf, so dass ich bei Namen wie Yuen Woo-Ping (Magnificent Butcher, The Buddhist Fist, Mismatched Couples), Yasuaki Kurata (Fist of Legend, Heroes of the East, Call Me Dragon), Leung Kar-Yan (Sleeping Fist, Knockabout, Die Tödliche Rache) und Phillip Ko Fei (Duell der 7 Tiger, Cantonen Iron Kung Fu, The War of the Boundary) doch hohe Erwartungen an den Tag legte. Dazu Action vom Yuen Clan (The Miracle Fighters, The Champions). Was will man mehr?

Der Plot basiert auf dem chinesischen Volkshelden Fok Yun Gap. Dieser wurde später auch noch von Jet Li verkörpert. Nämlich 2006 in Fearless von Ronny Yu. Fok Yun Gap reiht sich damit zu anderen chinesischen Volkshelden um Fong Sai-yuk (u.a. gespielt von Jet Li, Meng Fei und Shaw Brothers Legende Alexander Fu Sheng) oder Wong Fei-Hung (u.a. gespielt von Jet Li, Vincent Zhao oder Gordon Liu). Und genau da hätten wir ein Problem von Legend of a Fighter: nebst der Tatsache, dass Fok Yun Gap hier von zwei Darstellern gespielt wird, nahm ich Leung Kar-Yan diese anmutige Heldenrolle nicht ab. Dafür sah ich Leung Kar-Yan zu oft in Kung Fu Komödien und als Comic-Charakter.

Zudem, und eigentlich überrascht mich das, waren seine Kampfkünste in dem Film auch nicht so gut wie jene seiner Co-Stars um Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata. Das Duo hatte nämlich weitaus bessere, agilere und flüssigere Kampfszenen zu bieten. Egal ob Trainings- oder Kampfszenen. Das überrascht, zumal Leung Kar-Yan ansonsten eigentlich in der Hinsicht nie enttäuscht. Und dass, obwohl der Yuen Clan hinter den Action-Szenen stand. So sind die Kampfszenen mit Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata die Highlights des Filmes. Das Finale kann daher dann leider auch nicht die Qualität der Kampfszenen vom Beginn oder Mittelteil erreichen, was leicht schade ist. Im Grossen und Ganzen ist das jedoch Meckern auf hohem Niveau. Es gibt genug spektakuläre Kampfszenen im Film, die zu überzeugen wissen. Der Humor dürfte nicht alles gefallen (z.B. Fung Hak-Ons Gastauftritt) und der Plot war sehr dünn und episodenhaft.

Fazit: Nicht ganz der erhoffte Kracher, aber noch immer über dem Durchschnitt anzusiedeln!

Infos:

O: Fok Yuen Gap

HK 1982

R: Yuen Woo-Ping

D: Phillip Ko Fei, Yuen Yat-Choh, Yasuaki Kurata, Leung Kar-Yan, Lau Hok-Nin, Brandy Yuen Jan-Yeung, Huang Ha, Fung Hak-On

Laufzeit der UK-DVD: 88:47 Min.

Gesehen am: 27.02.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von HKL vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität, leider von 2,35:1 zu 1,78:1 beschnitten. Die Extras der Disc fehlen bei meiner Version. Ggf. handelt es sich bei der Disc um die holländische HKL-Ausgabe in welcher die Extras "oft fehlen sollen" (vom Hörensagen). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2026).

Sonntag, 28. Dezember 2025

The Dragon, the Hero Review

The Dragon, the Hero

Story:

Tu Wu Shen (John Liu) ist ein Agent. Er ist hinter einem Gangster und Schmuggler (Phillip Ko Fei) her. Auf seinem Weg trifft Tu Wu Shen auf Tang (Tino Wong Cheung). Dieser sieht in Tu Wu Shen zuerst einen Feind, ehe sie sich später mit einem weiteren Verbündeten (Dragon Lee) auf den Weg machen, die Gangster zu besiegen…

Meine Meinung:

The Dragon, the Hero ist einer der besten Filme von Godfrey Ho (Ninja Terminator, Lethal Panther, Secret Ninja Roaring Tiger). Der taiwanesische Film von Asso Asia Films (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple, The Blazing Ninja) bietet zwar einen sehr dünnen und auch leicht wirren Plot, dafür gibt es bekannte Namen und jede Menge spektakuläre Kampfszenen zu sehen. Es wird sicherlich fast alle fünf Minuten gekämpft. Daher überrascht es nicht, dass es kaum einen Plot gibt.

Schon das Intro in den Film, das diverse Kämpfer vor rotem Hintergrund Kampfdemonstrationen vorführen lässt, dazu gibt es gestohlene Italo-Western Musik aus dem Film Der Gehetzte der Sierra Madre (Musik von Ennio Morricone = La resa dei conti: Run Man Run), ist eine Klasse für sich. Italo-Western Musik in Eastern liebe ich. Das gibt schon Pluspunkte. Leider war das Stück jedoch im Film weniger oft zu hören, als ich es erwartet hätte. Dafür gibt es auch gestohlene Goblin-Musik zu hören (aus Dawn of the Dead). Auch cool.

Der Film ist unterhaltsam. Längen gibt es eigentlich keine. Die Helden sind John Liu (Eine Prise für tödliche Pfeifen) und Tino Wong Cheung (The Butterfly Murders). Beide beeindrucken. Dragon Lee (Muscle of the Dragon) spielt eine kleinere Rolle. Er taucht hier und da auf, um aus der Patsche zu helfen, hat aber deutlich weniger Screentime als die anderen beiden. Die Bösewichte sind Phillip Ko Fei (The Club) und Chan Lau (Crocodile Evil). In einem kleinen Gastauftritt ist noch Bolo Yeung (Bolo) zu sehen und in einer Nebenrolle darf Fatty Chiang Kam (Ghosts Galore) noch etwas Klamauk in den Film bringen.

Die Kampfchoreographie stammt von Tang Tak-Cheung. Er war als Darsteller (meist nur sehr kurze Rollen) und Martial Arts Director (My Heart Is That Eternal Rose, Super Power, Ambitious Kung Fu Girl) tätig. Sogar auf den Regiestuhl hat er es geschafft, wobei er nur zwei Filme realisierte (u.a. Demon of the Lute). Seine Arbeit für The Dragon, the Hero ist der Wahnsinn. Bei den Stars, die zur Verfügung standen, aber auch wenig überraschend. Vor allem Fans von John Liu und Phillip Ko Fei werden voll auf ihre Kosten kommen. Am Ende wird es zwar etwas übertrieben trashig, dennoch sehr sehenswert.

Fazit: Für Eastern Fans Pflichtprogramm!

Infos:

O: Za Jia Gao Shou

Taiwan 1979

R: Godfrey Ho

D: John Liu, Tino Wong Cheung, Phillip Ko Fei, Bolo Yeung, Dragon Lee, Chiang Kam, Mars

Laufzeit der US-DVD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: März 2009 / Neusichtung am: 28.12.25

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Crash Cinema = Uncut, solide Bild- und Tonqualität (in einigen Nachtszenen etwas zu dunkel), O-Ton und englische Subs. Nicht anamorph. Zudem liegt mir die deutsche Fassung (Todesgrüsse aus Shanghai aka Todesgrüsse von Bruce Lee) in der John Liu Eastern Box Vol. 1 von MIG vor sowie die neue US-Blu-Ray von Severin Films (The Game Of Clones: Bruceploitation Collection - Volume 1). Letztere wird jedoch nie geschaut werden da nur Englisch Dubbed. Zudem ist das Master auch nicht Uncut. Alleine im Finale fehlen zwei Minuten an Kämpfen. Zudem soll Severin Films nicht die Rechte am Film haben. Diese liegen bei Toby Russell, der mit Severin Films vor Gericht steht («IFD Films and Services Ltd. v. Severin Films, Inc. (2:24-cv-10904). District Court, C.D. California»). Der Fall, der am 18.12.24 eröffnet wurde, ist noch immer offen und wird weiterhin vor Gericht behandelt.

Freitag, 12. Dezember 2025

Shaolin Hero Review

Shaolin Hero

Story:

Rocky (Meng Fei) wird beschuldigt, Kämpfer getötet zu haben. Er wird auf seiner Reise daher von diversen Gestalten angegriffen. Rocky trifft auf seine Ex-Freundin. Diese ist nun mit Willow (Leung Kar-Yan) zusammen. Dass Rocky auftaucht, passt Willow gar nicht in den Kram. Und auch er hört die Geschichten, dass Rocky Menschenleben auf dem Gewiesen hat. Doch wer steckt wirklich hinter den Morden?

Meine Meinung (Taiwan Fassung):

Aka Sheng Tiao Hero (On Screen Titel = Sheng-Piao Hero). Aka The Great Massacre. Bei Shaolin Hero handelt es sich um eine Co-Produktion zwischen Taiwan und Südkorea. Es handelt sich um eine Anfang der 80er Jahre Produktion. Um einen Wuxia. Der Film hat mir gut gefallen, auch wenn ich eine nicht untertitelte Version in Mandarin sah. Dem Plot konnte ich, da ich die Figuren kannte, dennoch folgen. Ein Motiv kann mehr oder weniger im Finale, auch dank einer Rückblende, ausgemacht werden.

In der taiwanesischen Version führte Wang Yu (nicht zu verwechseln mit dem Superstar der Shaw Brothers) Regie. Von ihm sah ich schon Take the Rap sowie Eagle Flying in September. In den zwei Filmen hat Regisseur Wang Yu bereits mit Meng Fei (The Prodigal Boxer, The Invincible Kung Fu Trio, The Unbeaten 28) zusammengearbeitet. Er spielt auch hier die Hauptrolle als Held. Er macht das sehr gut und gefällt in der Titelrolle. Die Erfahrung, welche er in solchen Rollen machte, wirkt sich positiv auf seine Leinwandpräsenz aus.

Der zweite grosse Name ist Leung Kar-Yan (Profile in Anger, The Postman Fights Back, Brave Young Girls). Dass es zwischen ihm und Meng Fei (einmal) zu einem Duell kommt, ist vorhersehbar. Er spielt aber nicht den Bösewicht, sondern wird durch den wahren Bösewicht getäuscht. Zudem reagiert er mit Argwohn, da die von Meng Fei gespielte Figur den Ex-Freund seiner Freundin darstellt. Das bringt hier und da einige kitschige, lahme Füllszenen in den Plot, u.a. vor dem Finale.

Am Ende darf dann noch Phillip Ko (Master Killers, Phantom War, Angel’s Mission) auftauchen. Was das bedeutet, dürfte erfahrene Eastern Fans wenig überraschen. Er spielt den eigentlichen Bösewicht, der sich im Finale zuerst einen tollen Kampf gegen Meng Fei liefert, ehe noch Beardy (= Leung Kar-Yan) ins Spiel kommt. Allgemein sind die (Schwert)Kampfszenen rasant und sehenswert in Szene gesetzt. Allgemein wartet der Wuxia statt mit Studio-Aufnahmen mit vielen Aussenaufnahmen aus. Auf der 1. Disc (der VCD) ertönt zwei Mal Ennio Morricones Musik aus Das Ding aus einer anderen Welt. Cool.

Fazit: Für Wuxia Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Shen Diao Ying Xiong

Taiwan, Südkorea 1982, 1984 (je nach Quelle)

R: Lin Bing, Wang Yu, Lee Heon-Woo (je nach Quelle)

D: Meng Fei, Leung Kar-Yan, Phillip Ko, Yang Chun-Chun, Huang Chung-Yu, Chang Fu-Chien, Choe Ha-Seop, Won Jin, Park Hui-Jin, Song Keum-Shik, Choe Soon-Seok

Laufzeit der HK VCD: 46:21 Min. (1. Disc) / 33:34 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 05.11.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Ocean Shores und die südkoreanische VHS von Han Yeong Video vor (entspricht auch der taiwanesischen Fassung = Mandarin mit koreanischen Subs). Die VCD ist in Mandarin ohne Untertitel. Vollbild statt Widescreen. Uncut. Die DVD (aus England) ist leider nur Englisch Dubbed. Dafür gibt es dort von der Korea-Version des Filmes ein alternatives Ende als Bonus zu sehen. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2025).

Dienstag, 2. Dezember 2025

Fearless Dragons Review

Fearless Dragons

Story:

Zwei Geheimagenten (Leung Kar-Yan, Phillip Ko Fei) versuchen zwischen einem Gangster (Johnny Wang Lung-Wei) und einer Straftat eine Verbindung zu finden, um ihn überführen zu können…

Meine Meinung:

Fearless Dragons befand sich längere Zeit als Betamax aus Indonesien ungesehen in meiner Sammlung. Die neu erschienene US-Blu-Ray brachte nun Abhilfe und der Film wurde gesichtet. Regie führte Lee Chiu (Cantonen Iron Kung Fu, Kung Fu from Beyond the Grave), der zuvor auch bei den Shaw Brothers tätig war. Es handelt sich um eine Goldig Films Produktion. Diese haben einige tolle Filme veröffentlicht (Duel of the 7 Tigers, The Gold Connection, Snake in the Monkey's Shadow, Two Wondrous Tigers). Fearless Dragons ist durch und durch solide.

Der Film ist eine Kung Fu Komödie. Solche waren seit 1979 sehr gefragt und daher war das Thema sehr populär. Fearless Dragons hat dabei jedoch wirklich kaum einen Plot. Unsere Helden, gespielt von Leung Kar-Yan (Profile in Anger, The Postman Fights Back, Sleeping Fist) und Phillip Ko Fei (Fatal Termination, Bandits, Prostitutes & Silver, Angel’s Mission), blödeln sich gut eine Stunde durch den Film, dessen dünne Handlung kaum vom Fleck kommt. Erst im Finale wird dann alles entlarvt (die Motive).

Zwar ist der Film nicht langweilig und beide Stars können immer Mal wieder etwas von ihrem Talent zeigen, aber es wirkt auf Dauer nicht zwingend fesselnd, da eben kein wirklicher Plot und Verlauf erkennbar sind. Das Gezeigte wirkt mehr wie eine Ansammlung von kurzen Sketchen. Die Musik ist unauffällig und der Klamauk nicht wirklich lustig oder wird zu lange zelebriert (die «Jaws» Momente). In einem Gastauftritt ist noch Addy Sung Gam-Loi (Twins of Kung Fu) zu sehen, der den Film auch choreographiert hat. In einer Nebenrolle, natürlich als Bösewicht, sehen wir ein bekanntes Gesicht: Chiang Tao (The Mysterious Foot-works of Kung Fu).

Als Haupt-Bösewicht ist Johnny Wang Lung-Wei (Dirty Ho, The Treasure Hunters, City Warriors) zu sehen. Er kämpft eigentlich nur im Finale und kurz zuvor. Dem sollten sich Fans, die ihrem Liebling gerne als Bösewicht sehen, bewusst sein und sich korrekt darauf einstellen, um nicht enttäuscht zu werden. Das lange Finale und die Kampfszenen zuvor alleine rechtfertigen aber bereits den Kauf und die Sichtung des Filmes. Johnny Wang Lung-Wei wird im Finale vom Duo Leung Kar-Yan und Phillip Ko Fei bearbeitet. Zuerst kämpfen sich nacheinander gegen ihn, dann zusammen. Die Szenen sind absolut spektakulär und aufwändig choreographiert worden. Toll!

Fazit: Für Kung Fu Film-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Jeung Ying Hung Chung Ying Hung

HK 1980

R: Lee Chiu

D: Leung Kar-Yan, Phillip Ko Fei, Johnny Wang Lung-Wei, Chiang Tao, Addy Sung Gam-Loi, Tsang Chiu-Yue, Siu Gam

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 11.09.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films. Diese haben den Film direkt restauriert von Goldig Films, die ihren Filme-Katalog nun auch in HD restauriert zum Verkauf anbieten, erworben. Somit sind die Bild- und Tonqualität hervorragend. Es gibt mehrere Tonspuren (Canto, Mandarin, Englisch) und auch für jede einzelne Tonspur individuelle englische Subs. Der Film ist Uncut. Als Extras gibt es ein exklusives Interview mit Regisseur Lee Chiu (ca. 20 Minuten). Das fand ich interessant. Zuerst spricht er über seine Karriere, während die 2. Hälfte Infos zu Fearless Dragons beinhaltet. Als 2. Extras spricht Philip Ko (ca. 8 Minuten) über den Film. Es war sein letztes Interview. Vier Monate später sollte er an Krebs sterben. Es gibt noch einen Audiokommentar und die Blu-Ray ist eine Region All Disc. Zudem befindet sich eine indonesische Betamax (Titel: Two on the Road) in meinem Besitz. In Englisch. Das bekam ich geschenkt und behalte ich in der Sammlung (der Englisch Dub tönt furchtbar). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Sept. 2025).

Duel with Death Review

Duel with Death

Story:

Zwei Kinder, die im Shaolin-Kloster aufwachsen, treffen als Erwachsene wieder aufeinander: Don Wong Tao und Phillip Ko Fei. Letzterer will Don Wong Tao zum Kampf herausfordern. Doch dieser wird für eigene Begehen im Shaolin Tempel als Strafe für zwei Jahre eingesperrt. Erst zwei Jahre später treffen die zwei ehemaligen Kindesfreude wieder aufeinander und die Zeit des Duells ist gekommen…

Meine Meinung:

Unbekannter Eastern aus Taiwan, von dem sich im Netz nur wenig richtige Reviews (falls überhaupt) finden lassen. Der Plot ist etwas konfus. Der Film von Lee Siu, der für die Jimmy Wang Yu Eastern The Magnificent Chivalry sowie Die Todeskarawane der Shaolin zuständig war inklusive Ausflüge ins Gruselgenre (= The Chinese Whimsy), hat eine solide Genre-Produktion ins Leben gerufen. Obwohl der Film etwas wirr erscheint, mochte ich ihn.

Warum? Mir haben vor allem die Tatsachen gefallen, dass der Film total auf Humor und Klamauk verzichtet und dass der Film von seinen Kameraeinstellungen und Duellen her an den japanischen Samurai-Film und den Italo Western erinnert. Das war sehr cool und sehr stimmig. Diese Vibes und das Feeling kommen bei fast jedem Duell vor. Schön. Die Kleinstadtstimmung tut ihr übriges dazu. Auch die Tatsache, dass beide Figuren als Art Anti-Helden durchgehen, wobei Don Wong Tao definitiv mehr den Helden verkörpert, gefiel mir.

Es gibt nicht allzu viel Action. Es ist sicherlich gut, wenn der Zuschauer nicht zu viele Kampfszenen erwartet. Dafür sehen wir in den Hauptrollen einen jungen Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco, Phantom Kung Fu, Die Rückkehr im Schatten des Adlers) mit langen Haaren und einem Schnauz. Ungewohnt, aber passt. Sein Gegenspieler ist Phillip Ko (Master Killers, Unreal Dream, The Pier). Der passt gut in die Rolle des Bösewichtes, der auch vor Vergewaltigung nicht zurückschreckt, um seine Feinde aus der Reserve zu locken. Hübsch fies.

Fazit: Für Eastern Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Nan quan xiao zi

Taiwan 1976/1977 (je nach Quelle)

R: Lee Siu

D: Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Tu Man-Sheng, To Wai-Wo

Laufzeit der libanesischen VHS: 84:46 Min.

Gesehen am: 03.09.25

Fassungen: Mir lag das VHS aus dem Libanon vor. Keine Label-Angabe. Es scheint, als wurde der Film von einer Kinoleinwand abgefilmt. Das Master hat grossen Charme. Sieht auch nach Widescreen aus. In Englisch mit arabischen Subs. Keine Ahnung ob Uncut oder nicht. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Sept. 2025).

Mittwoch, 27. August 2025

Dragon Squad Review

Dragon Squad

Story:

Eine Gangsterbande (u.a. Lung Fei, Phillip Ko, Shan Mao) terrorisiert ein Dorf. Diverse Parteien (u.a. Jimmy Wang Yu, Chang Yi, Chin Kang und Chen Sing) nehmen den Kampf gegen die Bande auf…

Meine Meinung:

Aka Four Real Friends. Bei Dragon Squad handelt es sich um einen Mitte der 70er Jahre Basher und eine First Films Produktion aus Hong Kong, welche in Taiwan gedreht wurde. Der Film hat kaum Plot. Der Inhalt erinnert ans japanische Samurai Kino und/oder an den Italo Western. Dazu passen auch der wunderbare Vorspann und die Musik. Regie führte Shaw Brothers Legende Jimmy Wang Yu (The Shanghai Thirteen, The Killer Meteors, Boxers of Loyalty and Righteousness), der im Film auch noch gleich einer der Hauptrollen spielt.

Im Film geht es quasi um vier Einzelkämpfer, die sich am Ende vereinen müssen, um gegen den Gegner bestehen zu können. Es geht um Gold, das zu Beginn des Filmes gestohlen wird. Alle vier Helden haben persönlich negative Erfahrungen mit den Gangstern gemacht und tun sich im Finale zusammen, um das Dorf von der Plage zu befreien. Jimmy Wang Yu spielt einen der vier Helden. Nebst ihm sind Chen Sing (The Kung Fu Emperor, Tough Guy, The 13 Styles Strike), Chin Kang (Shaolin Warrior, A Girl Called Tigress, The Legendary Strike) sowie Chang Yi (7 Commandments of Kung Fu, Two Assassins of the Darkness, The Ming Patriots) als Helden zu sehen.

Von den vier Kämpfern dürfen Jimmy Wang Yu und Chang Yi am meisten zeigen. Die andern beiden halten sich relativ bedeckt. Dass nicht alle gleich viel Kampfszenen abbekommen, versteht sich bei der Anzahl Figuren von selbst. Die Bösewichte werden von Lung Fei (Tai Chi Shadow Boxing, Little Flying Dragon, The New Game of Death), Phillip Ko (Enter Three Dragons, The Gold Connection, The Mysterious Heroes), Shan Mao (Showdown) sowie dem mir unbekannten Luk Chuen (Deadly Chase for Justice, Soul of Bruce Lee, Fire on the Great Wall) gespielt. Letzterer ist zu meiner Überraschung sogar der Hauptbösewicht (ich hatte zuerst auf Lung Fei getippt). Seine Kampfszenen und Waffen sind stark. Ansonsten bekommt Phillip Ko erstaunlich viele Kampfszenen spendiert.

Die Kampfszenen sind hart und zum Teil blutig anzusehen. Auf Humor wird, bis vielleicht eine Szene, verzichtet, was dem Film gut bekommt. Der Film verzichtet bis auf wenige Ausnahmen auch auf Musik. Diese fiel mir vor allem im Intro und kurz vor dem Finalkampf auf (Erneut: Italo Western Vibes). Dass Chen Sing einen bemitleidenden Säufer spielt, fand ich leicht schade. Von ihm hätte ich zudem gerne auch mehr Kampfszenen gesehen. Aber man kann nicht alles haben…

Fazit: Starker Basher, sehr zu empfehlen!

Infos:

O: Si Da Tian Wang

HK 1974

R: Jimmy Wang Yu

D: Jimmy Wang Yu, Chang Yi, Chen Sing, Lung Fei, Chin Kang, Yee Hung, Luk Chuen, Shan Mao, Phillip Ko

Laufzeit der jap. VHS: 89:34 Min.

Gesehen am: 27.05.25

Fassungen: Mir lag die jap. VNS von CBS/FOX vor = Uncut, Vollbild (fällt nicht störend auf und die Bildqualität ist gut), Mandarin Print, jap. Subs. Andere Fassungen (DVD aus Japan, alle deutschen Fassungen = Die stahlharten Vier) sind zensiert. Fassungen im O-Ton und mit englischen Subs sind mir nicht bekannt. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Mai 2025).

Mittwoch, 25. Juni 2025

Shaolin Intruders

Shaolin Intruders

Story:

Lei Xun (Derek Yee) und sein Kumpel Qiao Yiduo (Jason Pai Piao) vermuten im Shaolin Kloster Killer. Diese haben ihre Taten Ye Qinghua (Lau Yuk-Pok) in die Schuhe geschoben. Lei und Qiao machen es sich zur Aufgabe, die wahren Täter zu finden und im Shaolin Kloster zu ermitteln. Leichter gesagt, als getan…

Meine Meinung:

Shaolin Intruders wurde zu Ehern von Tang Chia (Human Lanterns, Revenge of the Corpse, To Kill a Mastermind) gesichtet, der Ende Juni 2025 aus dem Leben schied. Suizid. Er war als Darsteller jedoch vor allem als Martial Arts Director und Choreograph für die Shaw Brothers tätig, wo er sich einen Namen machte. Damit verdiente er sich auch drei Regie-Arbeiten. Eine davon ist Shaolin Intruders. Aus seinem grossartigen Shaolin Prince bediente sich Tang Chia für Shaolin Intruders.

Aus dem Shaolin Prince Cast sehen wir in Shaolin Intruders Namen wie Jason Pai Piao (Kung Fu Gang Busters, Bolo, Portrait in Crystal), Derek Yee (Vengeance Is Mine, Return of the Sentimental Swordsman, Full Moon Scimitar), Ku Feng (Mighty Peking Man, Devil Curse, Crazy Mission), Elvis Tsui (Butterfly Sword, The Sword of Many Lovers, The Seventh Curse) oder Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, Last Hurrah for Chivalry). Ti Lung kommt nicht mehr vor, dafür ist neu Phillip Ko (Master Killers, Duell der 7 Tiger, Cantonen Iron Kung Fu) mit an Bord. Als Hauptbösewicht.

Tang Chia führte hier nicht nur Regie, sondern er war auch für die exzellenten Kampfszenen verantwortlich. Es wird vor allem mit Waffen gekämpft. Vor allem in Gruppenkampfszenen. Diese sind hervorragend und spektakulär anzusehen. Dennoch gefiel mir im Vergleich der bereits erwähnte Shaolin Prince besser. Da wird nämlich z.T. auch ohne Waffen gekämpft und mir gefiel dort Jason Pai Piaos Rolle besser. Hier mimt er mehrheitlich einen sprücheklopfenden «Comic-Charakter». Zudem wird Phillip Ko Fei im Finale zu einfach besiegt. Das fand ich auch leicht schade.

Fazit: Dennoch ein sehr guter Shaw Brothers Film!

Infos:

O: Saam Cong Siu Lam

HK 1983

R: Tang Chia

D: Derek Yee, Jason Pai Piao, Lau Yuk-Pok, Phillip Ko Fei, Elvis Tsui, Lee Hoi-Sang, Ku Feng, Chan Shen

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Jan. 2011 / Neusichtung am: 24.06.25

Fassungen: Für die 1. Sichtung lag mir früher die US-DVD von Image vor. Diese wurde entsorgt/verkauft. Für die 2. Sichtung lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory vor = gesehen via Shaw Brothers Classics Vol. 4. O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025).

Montag, 23. Juni 2025

Diamond Fight

Diamond Fight

Story:

Diamanten werden gestohlen. Diverse Gangster und die Polizei (Norman Tsui, Michael Chan Wai-Man, Wang Kuan-Hsiung, Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Meng Fei) sind hinter diesen her…

Meine Meinung:

Diamond Fight, der in einigen Filmdatenbanken (aus Deutschland) nicht Mal gelistet wird, ist ein Anfang der 80er Jahre Actionfilm im modernen Setting von Regisseur Lee Tso-Nam (Lady Piranha, Chinese Kung Fu Against Godfather, Magic Warriors). Lee Tso-Nam hat viele verschiedene Filme gedreht und auch Diamond Fight lohnt sich. Der Plot ist zwar dünn und nur Mittel zum Zweck, dafür kann sich der Cast sehen lassen. Es sind sehr viele bekannte Namen dabei. Den Motiven der einzelnen Figuren zu folgen, war mir hingegen nicht möglich. Meine VHS lag nur synchronisiert vor (Kantonesisch ohne Untertitel). Schlimmer war die Tatsache, dass die Bildqualität sehr schlecht war. In nicht wenigen Momenten war, da so dunkel, nichts zu erkennen.

Der Film bietet Namen wie Norman Tsui (The Secret, The Web of Death), Michael Chan Wai-Man (Black List, Ghost Festival), Wang Kuan-Hsiung (Shaolin Heroes, The Green Jade Statuette), Don Wong Tao (Death Duel of Kung Fu, Wild Panther), Phillip Ko Fei (The Club, The Gold Connection), Meng Fei (Eagle Flying in September, The Invincible Kung Fu Trio) und Gordon Lius japanische Ehefrau aus Heroes of the East = Mizuno Yuka, die hier auch ihre Brüste präsentieren darf. Allgemein gibt es mehrere anrüchige und schmuddelige Nacktszenen als Füllszenen.

Obwohl Michael Chan Wai-Man nur bis kurz vor die 60. Minute zu sehen ist, muss ihm eine Hauptrolle nachgesagt werden. Bis dahin kommt er nebst Wang Kuan-Hsiung, die zweite grosse Hauptrolle, am meisten vor. Norman Tsui & Don Wong Tao sind in Nebenrollen zu sehen und der Auftritt von Phillip Ko ist nochmals geringer. Da Michael Chan Wai-Man, wenig überraschend, einen Killer spielt, beinhalten seine Szenen Action-, Kämpfe- und Mordversuche. Nach dem Ausscheiden von Michael Chan Wai-Man flacht der Film zunächst merklich ab, da deutlich weniger Action- und Kampfszenen. Doch vor dem Finale steigert sich der Film in dieser Hinsicht wieder. Die Action, choreographiert von Blacky Ko Shou-Liang, kann sich sehen lassen.

Fazit: Kurzweilig, actionreich und stark besetzt. Für Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Bo sha

Taiwan 1981

R: Lee Tso-Nam

D: Norman Tsui, Michael Chan Wai-Man, Wang Kuan-Hsiung, Don Wong Tao, Phillip Ko Fei, Meng Fei, Mizuno Yuka

Laufzeit der US-VHS: 96:01 Min.

Gesehen am: 28.03.25

Fassungen: Mir lag das US-VHS von Rainbow Audio & Video vor = Statt Originalton Mandarin liegt der Film in Kantonesisch vor (ohne Untertitel), Vollbild. Leider war ausgerechnet die Bildqualität in mehreren Sequenzen, die auch Actionszenen bieten, so dunkel, dass nichts zu erkennen. Das war schon schade und schlimmer als das Vollbild, die fehlenden Untertitel oder den Kanto Track. Das VHS aus Südkorea ist leider nicht in Mandarin, sondern Englisch Dubbed. Englisch Dubbed sind auch VHS-Fassungen aus Griechenland und Skandinavien (Dänemark). Das VHS aus Spanien ist Dubbed in Spanisch. Es gibt keine DVD, keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2025).

Samstag, 15. Februar 2025

Enter Three Dragons Review

 

Enter Three Dragons

Story:

Sammy (Samuel Walls) ist in Gangster-Geschichten verwickelt und wird mit dem Tod bedroht. Er lässt sich Hilfe aus den USA einfliegen. Am Ende bekommt er sogar mehr Unterstützung, als erwartet. Er bekommt in Form von Dragon Lee, Bruce Lai und Nick Cheung Unterstützung, um gegen die Bösewichte (u.a. Phillip Ko, Bolo Yeung) bestehen zu können...

Meine Meinung:

Aka The Dragon on Fire. Rein von der Qualität der Kampfszenen, vor allem in der 2. Filmhälfte, ist Enter Three Dragons einer der besseren Bruceploitation-Streifen. Eigentlich. Warum eigentlich? Ich war zum einen durch Lärm in meinem Wohnblock abgelenkt und genervt. Es war allgemein ein sehr mühsamer Tag. Der Hauptgrund ist aber der Englische Dub. Dieser ist grauenhaft schlecht, nervt und wertet den Film qualitativ ab. Das hat so wirklich nicht Spass gemacht. Und leider sind praktisch alle Filme (in der The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1) nur Englisch Dubbed.

Der Film von Joseph Kong (Bruce and the Shaolin Bronzemen, Concord of Bruce Lee, The Furious Killer) vereint gleich zwei Bruce Lee Klone in dem Film: Südkoreaner Dragon Lee (Muscle of the Dragon, The Kung Fu Fever, Bruce Lee – Seine Erben nehmen Rache), wenn ich nicht irre in seinem ersten HK-Film, und Bruce Lai (Fury in Shaolin Temple, Braveful Police, The Challenge of the Lady Ninja). Zusammen mit einer dritten Person, gespielt von Nick Cheung Lik (The Kung Fu Cook, Killer of Snake, Fox of Shaolin, Bruce Lee the Invincible), helfen sie Samuel Walls (der frühere «Michael Woods») gegen die Bösewichte.

Der Plot, kaum vorhanden und wirr, ist unwichtig. Die US-Fassung basiert leider auch auf einer leicht zensierten, wie es scheint, Export-Fassung. Es handelt sich hauptsächlich um Handlung, wobei auch eine Trainingsszenen fehlt. Einige Szenen des Filmes, u.a. jene mit Bolo Yeung (Master Killers, Bolo), wurden für den Film The Blazing Ninja "geborgt". Nebst Bolo Yeung wird der Hauptbösewicht und Endboss von Phillip Ko Fei (The Gold Connection) gespielt. Und der macht das, einmal mehr, toll. Vor allem seine Kampfszenen in der 2. Hälfte sind spektakulär choreographiert und werten den Film deutlich auf. Auch die Kampfszene des 2024 verstorbenen Lee Hoi-Sang (Fists and Guts) war stark und sehenswert. In einer Nebenrolle ist noch Chiang Tao (Disciples of Shaolin) zu sehen.  

Fazit: Ein Film, der mir in Mandarin (oder ggf. Deutsch) mehr Spass machen wird! Aktuell bin ich dran, mir eine Mandarin Version zu besorgen. Aber in Englisch kann ich den Film eigentlich kaum empfehlen, da einfach nervend, mühsam und abwertend. Schade um die Action in der 2. Filmhälfte…

Infos:

O: Faai Kyun Gwaai Ziu

HK 1978

R: Joseph Kong

D: Dragon Lee, Bruce Lai, Nick Cheung Lik, Phillip Ko Fei, Tiger Yang Seong-Oh, Chiang Tao, Bolo Yeung Sze, Samuel Walls, Lee Hoi-Sang

Laufzeit der US-Blu: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 09.12.24 / 2. Sichtung: 01.02.25

Fassungen: Gesehen via The Game of Clones: Bruceploitation Collection Vol. 1 = basiert scheinbar nur auf einer in Handlung leicht zensierten Export-Fassung, wobei auch eine Trainingskampfszene fehlt. Bild- und Tonqualität (dazu Englische Subs) sind zwar sehr gut, der Englische Dub ist aber grauenhaft schlecht, wertet den Film ab und nervt. Leider kein O-Ton vorhanden. Die deutschen Fassungen (Bruce Lee - Die Todesklaue des Tigers) basieren auch auf dieser leicht zensierten Version. Uncut ist die UK-DVD (franz. Print, Englisch Dubbed). Legale O-Ton Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Dez. 2024). Auf taiwanesischen Auktionshäusern finde ich mind. zwei Bootleg-DVDs in Mandarin und in China fand ich eine VHS (leider mit ziemlich viel Schimmel) und eine VCD. Letztere versuche ich, in der Hoffnung eine Mandarin Ausgabe zu erhalten, zu bestellen. Nachtrag Feb 2025: The Dragon on Fire (On-Screen Titel der VCD aus China) sah ich vorletzten Monat als US-Blu-Ray. Aufgrund des miesen Englischen Dubs war die Sichtung wenig befriedigend. Daher in China nach einer Mandarin Fassung gesucht und fündig geworden. Zum Glück war auf der VCD der richtige Film drauf (Bilder stammen u.a. aus In the Line of Duty 4) Der Film kommt in Mandarin definitiv besser und angenehmer. Das Vollbild war halt schade, aber was will man machen? Der Film ist sehr actionreich. Es gibt fast alle fünf Minuten einen Kampf zu bestaunen, kaum Plot (so oder so etwas wirr) und am besten waren die Kampfszenen von Bösewicht Phillip Ko. Das letzte Viertel hatte dann fast schon Old School Kung Fu Qualitäten statt Bruceploitation-Feeling. Die Kämpfe von Bolo Yeung und Lee Hoi-Sang waren auch solide. Ggf. fehlt Handlung in der Mandarin Fassung, die nur 77 Minuten läuft. Alles in allem macht der Film in Mandarin definitiv mehr Laune und ich bin froh, die VCD gefunden zu haben.