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Mittwoch, 28. Juli 2021

Kap der Angst Review

Kap der Angst

Story:

 

Max Cady (Robert De Niro) sass 14 Jahre im Gefängnis, da er eine Frau verprügelt und vergewaltigt hat. Jetzt wieder auf freiem Fuss, plant er Rache an seinem damaligen Verteidiger (Nick Nolte) und dessen Familie (Jessica Lange, Juliette Lewis)…

 

Meine Meinung:

 

Martin Scorsese halte ich für überbewertet. Siehe z.B. meine Meinung zum «Klassiker» Taxi Driver. Kap der Angst hingegen, ein Remake von Cape Fear (1962) gefiel mir schon immer ausgezeichnet und ist in meinen Augen vor Casino der beste Film von Martin Scorsese.

 

Bei Kap der Angst handelt es sich um einen spannenden Psycho-Thriller. Es geht um einen Ex-Knacki, der Rache an seinem damaligen Verteidiger üben will – und dessen Familie, die bereits zerrüttet ist, plant er, gegeneinander aufzuhetzen, was ihm teilweise gelingt. Der Film ist, trotz seiner zwei Stunden Laufzeit, zu keiner Sekunde langweilig.

 

Robert De Niro gibt wohl die Leistung seines Lebens ab. Stark von ihm, auch wenn sein Overacting im Finale etwas zu viel des Guten ist (gilt allgemein für das Finale). In diesem wirkt die von Robert De Niro gespielte Figur mehr wie ein Übermensch à la Michael Myers oder Jason Voorhees. Ansonsten tat es gut, De Niro einmal als fiesen Bösewicht und religiösen Psychopathen zu sehen.

 

Auch der restliche Cast ist top: Nick Nolte, Joe Don Baker oder Juliette Lewis. Auch jede Nebenrolle ist perfekt besetzt. Die Stars aus dem Original sind in Kurzauftritten zu sehen. Nebst Story und Schauspiel gefällt der Film auch durch die «Kleinstadt-Stimmung» und auch optisch ist der Film schön und stimmungsvoll eingefangen worden: die Bedrohung ist spürbar vorhanden, der Film düster und die Musik passt wie die Faust aufs Auge.

 

Fazit: Damals wurden noch richtige (Hollywood) Filme gedreht, die Wert auf Stimmung, Story und Schauspiel legten! In meinen Augen die beste Regiearbeit des Regisseurs und somit absolut empfehlenswert!

 

Infos:

 

O: Cape Fear

 

USA 1991

 

R: Martin Scorsese

 

D:   Robert De Niro, Nick Nolte, Jessica Lange, Juliette Lewis, Joe Don Baker, Robert Mitchum, Gregory Peck

 

Laufzeit der deutschen DVD: 122:31 Min.

 

Gesehen am: Jugendzeit?  / Review überarbeitet am: 05.04.21

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Universal vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Subs (deutsche Synchronisation ist jedoch hervorragend), Uncut, zweite DVD mit Bonusmaterial. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Montag, 19. Juli 2021

Taxi Driver Review

Taxi Driver

Story:

 

Ex-Soldat und jetzt Taxifahrer (Robert De Niro) in New York mit psychischen Verhaltensauffälligkeiten gerät in einen Strudel aus Problemen: zuerst versucht er erfolglos das Herz einer Frau (Cybill Shepherd) zu erobern, danach einen Politiker (Leonard Harris) zu töten ehe er eine Prostituierte (Jodie Foster) aus den Fängen eines Zuhälters (Harvey Keitel) retten will…

 

Meine Meinung:

 

Taxi Driver von Martin Scorsese empfand ich schon früher bei Erstsichtung als überbewerteten Hype. Der Kultstatus um den Film konnte ich nie nachvollziehen. Nach 2. Sichtung empfand ich den Film als noch schlechter, so dass Taxi Driver aus der Sammlung fliegt.

 

Von Martin Scorsese kenne ich nebst Taxi Driver folgende Filme: Kap der Angst, Casino, Shutter Island, Silence und die Serie Boardwalk Empire. Davon empfand ich Silence als sehr schlecht und danach kommt leider schon Taxi Driver – die anderen genannten Filme habe ich als deutlich besser in Erinnerung.

 

Warum mir Taxi Driver nicht und/oder schlechter als bei der Erstsichtung gefallen hat? Die Gründe sind simpel und für mich begründet: der Plot und Inhalt sind lahm, langweilig, sinnlos und teilweise unfreiwillig komisch. Eine gradlinige Story ist nicht auszumachen. Der Film wirkt episodenhaft.

 

Die Laufzeit ist zu lang, einige Handlungen der Figuren, egal ob Travis nun psychisch und kognitiv angeschlagen/beeinträchtigt ist oder nicht, sind hohl = als er sein Date ins Porno-Kino mitnimmt! Schwachsinnig, unrealistisch und komisch. Teilweise gibt es, um den Film nicht nur fertig zu machen, auch etwas Stimmung und schöne Bilder aus New York. Als Zeitgeist-Produkt (Film seiner Zeit) kann der Film gefallen und ich denke, der Film verdankt seinen Kult vor allem diesem Faktor.

 

Sehr schade waren nebst den oben genannten Tatsachen, dass die schönen Shoot-Outs im Finale stark abgedunkelt waren (Deutsche Blu-Ray). Noch schlimmer und etwas von unpassendsten war das aufgesetzte Happy End, welches so gar nicht zum Rest des Filmes passen will. Kann man nur den Kopf schütteln. 

 

Alle am Ende tot = wäre besser gewesen und hätte besser zu Travis Stimmung, ausgelöst durch seine Einsamkeit, gepasst. Robert De Niro agierte gut, aber kommt nicht an spätere Darbietungen ran (z.B. Kap der Angst, Angel Heart). Jodie Foster fand ich auch nicht speziell erwähnenswert. So richtig gefallen haben mir als Darsteller/Figuren eigentlich nur Joe Spinell (Maniac), der Bodyguard und Harvey Keitel (Bad Lieutenant) als Zuhälter. Der Rest konnte nicht vollkommen überzeugen.

 

Fazit: «Klassiker», der seinem Ruf nicht gerecht wird! Besser Kap der Angst schauen!

 

PS: Wenn ihr gute Filme mit Taxis schauen wollt empfehle ich stattdessen: Taxi Hunter (Anthony Wong), Dr. Lamb, The Taxi Driver (David Chiang), Wang Yu - Der Karatebomber oder die Taxi Reihe.  


PSS: Filme mit cooler New York und Co. Stimmung: Empfehle ich stattdessen die Werke von Larry Cohen, William Lustig oder Abel Ferrara.

 

Infos:

 

O: Taxi Driver

 

USA 1976

 

R: Martin Scorsese

 

D: Robert De Niro, Joe Spinell, Jodie Foster, Leonard Harris, Cybill Shepherd, Harvey Keitel

 

Laufzeit der deutschen Blu: 113:49 Min.

 

Gesehen am: März 2012 / Review überarbeitet am: 28.03.21

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Columbia Pictures und Sony vor = gute Bildqualität aber keine Referenz (gerade in den Shoot-Outs im Finale viel zu dunkel), Deutsch/Englisch mit Subs, Uncut.

Samstag, 1. August 2020

Angel Heart Review

Angel Heart

Story:

New York 1955: Privatdetektiv Harry Angel (Mickey Rourke) bekommt von Geschäftsmann Louis Cyphre (Robert De Niro) den Auftrag, den Verschwundenen Johnny Favorite zu finden. Eine gefährliche Reise tut sich für Harry Angel und sein Umfeld auf…

Meine Meinung:

Von Mickey Rourke kenne ich nur einige, wenige Filme. Angel Heart ist, wie auch Im Jahr des Drachen und The Last Outlaw, für mich die beste Arbeit des fleissigen Darstellers, die ich kenne. Gewisse Filme müsste ich neu schauen, um beurteilen zu können, ob ich sie heute noch mag (Double Team, Point Blank - Over and Out, Sin City, Irgendwann in Mexico, The Expendables, Sin City 2) aber im Grossen und Ganzen kenne ich kaum Filme mit ihm.

Noch schlimmer steht es um Regisseur Alan Parker, der Ende Juli 2020 verstarb. Von ihm kenne ich nur Angel Heart. Von seinen anderen Filmen habe ich nie gehört und laut Datenbanken ist die Anzahl Filme, die er als Regisseur realisierte, nicht besonders gross. Ihm zu Ehren gab es eine Neusichtung und ich wusste im Voraus, dass mir Angel Heart auch aktuell noch sehr zusagen würde, was auch der Fall ist.

Angel Heart ist ein sehenswerter und fesselnder Okkult-Thriller/Krimi, der den Zuschauer schnell in seinen Bann zieht.  Die Story ist spannend und zu keiner Sekunde langweilig. Alan Parker und Co. haben den Film mörderisch spannend und sehr stimmungsvoll in Szene gesetzt. Die Settings sind allesamt perfekt ausgearbeitet und abwechslungsreich anzusehen. Eine Pracht! 

Zwar ist das Ende leicht vorhersehbar, dennoch tut dies der Qualität keinen Abbruch. Dies gelingt dem Film natürlich auch nur durch den grandiosen Cast bis in die Nebenrollen (Die farbige Frau, der übergewichtige Cop, der Anwalt von De Niro…). Allen voran Mickey Rourke und Robert De Niro waren phänomenal gut. Robert De Niro hätte mehr solche (oder à la Kap der Angst) Rollen spielen sollen.

Fazit: Angel Heart ist grosses Kino aus einer Zeit, in welcher Hollywood noch richtige und vor allem richtig gute Filme drehte (nicht wie der Dreck von heute!). Absolut empfehlenswert!

Infos:

O: Angel Heart

USA, Großbritannien, Kanada 1987

R: Alan Parker

D: Mickey Rourke, Robert De Niro, Lisa Bonet, Charlotte Rampling, Stocker Fontelieu

Laufzeit der deutschen DVD: 108:19 Min.

Gesehen am: Nov. 2007 / Review überarbeitet am: 31.07.20

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Deutsch (gute Synchro)/Englisch mit deutschen Subs Uncut, gute Bild- und Tonqualität. Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray.