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Sonntag, 11. Juni 2023

Kids vs. Alien

Kids vs. Alien

Story:


Gary (Dominic Mariche) sieht seine Chance gekommen, als seine Eltern (u.a. Jessica Marie Brown) am Halloween-Wochenende wegfahren, zu Hause an seinem Amateur-Film zu drehen. Garys ältere Schwester Samantha (Phoebe Rex) hingegen lädt zu sich nach Hause ein – Party ist angesagt! Dumm nur, dass die Party dann von Aliens (u.a. Caleb Allred, Ben DeViller) gesprengt wird. Der Kampf ums Überleben beginnt…

 

Meine Meinung:

 

Den Trailer zu Kids vs. Aliens gefiel mir. Sah herrlich verrückt aus: Gore, Schleim, handgemachte Effekte, Aliens, Retro-Feeling. Und dann noch von Jason Eisener, dem Regisseur von Hobo with a Shotgun. Kids vs. Aliens basiert auf Eiseners 2013er Kurzfilm Slumber Party Alien Abduction. Dieser ist Teil des Filmes V/H/S 2. Ob das Thema reicht, um auf Spielfilmlänge zu überzeugen?

 

Leider nur bedingt und nicht wirklich. Kids vs. Aliens ist schaubar, ja. Aber definitiv auch eine grosse Verschwendung von Potenzial, definitiv kein Hobo with a Shotgun und leider auch kein Film für die Sammlung. Die Blu-Ray wurde bereits nach Deutschland verkauft. Technisch ist der Film gut gemacht. Die Retro-Stimmung ist gut gewählt, auch wenn klar zu übertrieben (Garys Film, auch wenn Dinos cool sind). Der Film erinnert da von den Masken/Effekten an Italo-Endzeitfilme, Turbo Kid, Stranger Things und Co.

 

Das Overacting war eines der Dinge, welches sehr nervte. Alles ist total übertrieben. Es gibt viele Szenen zum Fremdschämen. Dazu gehören vor allem die extreme Naivität von Samantha und der Oberarschloch-Charakter Billy. Selten eine so nervende und hassenswerte Figur gesehen. Viel zu übertrieben und unrealistisch "böse" dargestellt, zumal er nicht Mal als erstes stirbt und dann in meinen Augen später auch viel zu "harmlos" (stirbt). Zudem sieht er aus wie Manchester City Spieler Kevin De Bruyne. Das hat mich, vor allem als Manchester United Fan, in jeder Szene sehr irritiert.

 

Weiter ist der Film, trotz der kurzen Laufzeit von nur 75 Minuten, langweilig. In den ersten 40-45 Minuten passiert kaum etwas Aufregendes. Man merkt, dass hier ein Kurzfilm auf Spielfilmlänge aufgebläht wurde, ohne grosse Akzente und Neuerungen zu setzen. Was cool war, waren die Alien-Masken, der Gore und die handgemachten Effekte. Aber leider gibt es davon auch viel zu wenig zu sehen. Die sehenswerten Momente kann man an einer Hand abzählen. Schade! Da merkt man, dass scheinbar doch nur wenig Budget vorhanden war. Cool war die Bad Taste Hommage und amüsant war die Szene mitten im Abspann. Also nach dem Ende sitzen bleiben…

 

Fazit: Natürlich Geschmackssacke. Für mich gab es zu viele Längen, zu wenig Effekte/Gore und zu viele naive/nervende Figuren und zu viel Overacting = kein Film für die Sammlung!

 

Infos:

 

O: Kids vs. Aliens

 

USA 2022

 

R: Jason Eisener

 

D: Dominic Mariche, Phoebe Rex, Calem MacDonald, Asher Grayson, Emma Vickers, Caleb Allred, Ben DeViller, Jessica Marie Brown

 

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 75 Min.

 

Gesehen am: 26.04.23

 

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von RLJE Films vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt (noch) keine deutsche Fassung (Stand: April 2023).

Montag, 21. Januar 2019

Puppet Master: The Littlest Reich Review

Puppet Master: The Littlest Reich

Story:

Edgar (Thomas Lennon) braucht Geld. Dafür will er eine Puppe, die seinem Bruder gehörte, an einer Ausstellung verkaufen. Dazu begeben sich Edgar, seine Kollegin (Ashley Summers) und Nerd Markowitz (Nelson Franklin) zu einem Hotel, wo eine Ausstellung zu den Andre Toulon (Udo Kier) Morden stattfindet. Und es dauert nicht lange, bis die dortigen Puppen ein Eigenleben erwecken und ein Massaker veranstalten…

Meine Meinung:

Der neuste Teil der langen Horrorfilmreihe um die mordenden Puppen, die The Puppet Master Reihe, von dem US-Magazin Fangoria produziert, hat gute Kritiken bekommen und lief u.a. in Deutschland am Fantasy Film Fest 2018. Dazu Namen wie Udo Kier (Suspiria) und Barbara Crampton (Re-Animator). Was sollte schon schief gehen?

Leider viel. Natürlich sind die Erwartungen auch etwas gestiegen, nachdem, was man alles über den Film hörte. Doch im Grossen und Ganzen hat mir der Film nur wenig gefallen, so dass diese Fortsetzung, trotz gutem Gore-Gehalt und blutigen Morden, nicht in die Sammlung aufgenommen wird.

Der Film nimmt inhaltlich Bezug zu Teil drei, der während der Nazizeit spielte. Doch in den ersten 30 Minuten herrschen Langeweile. Da schläft man fast ein. Viel schlimmer sind aber alle Figuren im Film: nervend, unsympathisch, schlecht spielend, politisch korrekt. Quasi jede Minderheit wird bewusst übertrieben dargestellt und höllisch nervend vertreten (Jude, Nerd, Nazi, Schwarzer, Homosexuelle…) so dass der ganze Film und alle Figuren total nerven. Der ganze Humor und die Dialoge sind einfach peinlich schlecht, lächerlich und vor allem unlustig.

Dazu kommt, dass der Film politisch korrekt ist. Es nervt, wenn z.B. das Kind oder die Freundin des «Helden» im off screen sterben, weil man das dem Zuschauer nicht zumuten will. Auf der anderen Seite wird eine unbeteiligte Schwangere getötet (und dessen Ungeborenes), sichtbar und grafisch, aber nicht zu den Hauptfiguren zählend, und dann geht so was okay. Heuchlerei. Das Ende (Happy End) passte wunderbar dazu...

Fazit: Guter Gore allein hat einen Film noch nie gut gemacht – dies gilt auch für Puppet Master: The Littlest Reich, den ich nicht empfehlen kann! Ganz allgemein handelt es sich bei der Puppet Master Reihe um eine durchschnittliche Horrorfilmreihe…

PS: Die Shoot-Outs im Finale und vorher sind sehr billig, schlecht gefilmt und choreographiert...

Infos:

O: Puppet Master: The Littlest Reich

Großbritannien, USA 2018

R: Sonny Laguna, Tommy Wiklund

D: Thomas Lennon, Jenny Pellicer, Nelson Franklin, Barbara Crampton, Udo Kier

Laufzeit der US-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 22.11.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von RLJE vor = Schuber, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden, Uncut. Es gibt noch keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2018). Gibt es vom gleichen Label auch auf Blu-Ray.