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Dienstag, 14. April 2026

The Outlaw Brothers



The Outlaw Brothers

Story:

Autodiebe (Frankie Chan, Max Mok) und eine Polizistin (Yukari Oshima) sind hinter einer Gangster-Bande (Michiko Nishiwaki, Jeff Falcon, Vincent Lyn, Mark Houghton) her…

Meine Meinung:

The Outlaw Brothers ist sicherlich einer der besten Filme von und mit Frankie Chan (Fun and Fury, Goodbye My Love, A Warrior's Tragedy) und mit Yukari Oshima (Devil Cat, Brave Young Girls, Blood Sister). Es handelt sich um eine Actionkomödie im modernen Setting. Man könnte fast von einem HK-Remake des US-Filmes Gone in 60 Seconds (aus dem Jahr 1974, erfuhr auch ein US-Remake) sprechen. The Outlaw Brothers wartet mit einem tollen Cast und superben Kampfszenen auf. Fans dieses HK-Filmzeitalters dürften mit The Outlaw Brothers bestens bedient werden.

Der Mix aus mehrheitlich harmloser Action und Humor funktioniert gut. Frankie Chan und Yukari Oshima harmonieren prächtig. Ihre Kampfszenen sind erste Sahne. Allgemein sind die Kampfszenen und deren Choreographie einfach nur spektakulär, rasant und innovativ. Diese wurde von fähigen Männern, u.a. Fung Hak-On (Edge of Darkness), der im Film auf einen Gastauftritt hinlegt, choreographiert. Im Finale durfte dann sogar noch Jackie Chan (Battle Creek Brawl) vorbeischauen und half mit, eine Szene zu choreographieren.

Besonders cool ist auch die Tatsache, dass hier mehrere ausländische Kämpfer in einem Film, und vor allem im sehenswerten Finale, vereint zu sehen sind. Deren Kämpfe sind der Wahnsinn. Da kämpfen Yukari Oshima und Frankie Chan abwechselnd gegen Namen wie Vincent Lyn (Robotrix), Mark Houghton (Angel Terminators) und Jeff Falcon (Caged Beauties). Vor allem letzterer konnte sich von seiner allerbesten Seite zeigen. Max Mok (An Eye for an Eye) bekommt wenig Kampfszenen spendiert. Nebst Yukari Oshima gefallen bei den Mädels ansonsten noch Sharon Kwok Sau-Wan (Lethal Panther 2) sowie Sheila Chan Suk-Lan (Prince of the Sun).

In weiteren Gastauftitten sind Namen wie Dan Mintz (Fatal Termination) und Chiang Tao (The Savage 5) auszumachen. Sheila Chan Suk-Lan sorgt mit ihrer Rolle für heutige Verhältnisse auch für viele politisch unkorrekte Szenen, was ich sehr mochte. Da ging im Kino auch hier und da ein raunen durch die Ränge. Ich bin sicher, dass der Film in Kantonesisch noch besser und lustiger rüberkommt. Einziger Schwachpunkt des Filmes: dass Michiko Nishiwaki (The Dragon Fighter) praktisch nichts von ihrem Kampftalent zeigen darf und im Finale auch nicht im Kampf besiegt wird. Das glich Potenzialverschwendung…

Fazit: Must Have Titel!

Infos:

O: Jui Gaai Chaak Paak Dong

HK 1990

R: Frankie Chan

D: Frankie Chan, Yukari Oshima, Max Mok, Michiko Nishiwaki, Jeff Falcon, Vincent Lyn, Mark Houghton, Sharon Kwok Sau-Wan, Sheila Chan Suk-Lan, Dan Mintz, Chiang Tao, Michael Miu Kiu-Wai, Fung Hak-On

Laufzeit der UK-Fassung: 96:42 Min.

Gesehen am: Nov. 2007 / Neusichtung am: 12.04.26

Fassungen: Ich sah den Film in London im Kino (Event mit Yukari Oshima). Dort lief leider nur eine leicht zensierte (typische UK-Zensur) Fassung, zudem nur Englisch Dubbed (mit chinesischen Subs). Zudem war die Fassung sehr dunkel. Zuhause habe ich die UK-DVD von HKL stehen = In Tiergewalt zensiert, sonst Uncut, auch O-Ton und englische Subs plus exklusive Extras (Bey Logan AK, u.a. Interview mit Vincent Lyn und Yukari Oshima). Wer den Uncut (auf DVD) haben möchte, sollte zur DVD aus den USA greifen. Die deutsche DVD (als Born to Fight 4) ist zwar auch Uncut und in Sachen Bildqualität massiv heller als die UK-DVD, dafür gibt es zum Originalton keine Untertitel = kein Kauf. Warten und hoffen, dass der irgendwann auf Blu-Ray erscheint…

Montag, 22. Dezember 2025

Once Upon a Time in China IV Review

Once Upon a Time in China IV

Story:

Wong Fei Hung (Vincent Zhao) und Co. (Max Mok, Xiong Xin-Xin, Jean Wang) geraten zwischen die Fronten der Red Lantern Society, welche es auf alle Ausländer und die Regierung abgesehen hat, und an die Deutschen, welche zusammen mit Verrätern (Chin Kar-Lok, Billy Chow) vor Ort die Macht an sich reissen wollen…

Meine Meinung:

Im dritten Teil soll es Differenzen gegeben haben. Das erklärt auch, warum Tsui Hark (der immerhin noch am Drehbuch beteiligt war), Jet Li (The Last Hero in China) sowie Rosamund Kwan (Twinkle Twinkle Lucky Stars) nicht mehr mit von der Partie waren. Aus dem Vorgänger kehren Xiong Xin-Xin (nur noch als Comic-Charakter) und Max Mok (dank Klamauk total nervend) zurück.

Die grösste Änderung widerfuhr den Volkshelden Wong Fei-Hung. Dieser wird nun durch Newcomer Vincent Zhao gespielt, der in Fong Sai Yuk als Bösewicht und Endgegner von Jet Li zu Gefallen wusste. Seine grösste Rolle solle er in Tsui Harks The Blade spielen. Er macht als Ersatz von Jet Li eine solide Arbeit, auch wenn er mir als Bösewicht (in Fong Sai Yuk) besser gefiel. Die Präsenz war eindrücklicher. Die Bösewicht-Rolle stand ihm besser.

Als Bösewichte sind im 4. Teil der Reihe die Deutschen zu sehen. Lustig ist die Tatsache, dass hier im Originalton wie in Stirb langsam, viel Deutsch gesprochen wird. Zwei Chinesen als Verräter helfen den Deutschen: Chin Kar-Lok (steht zu Recht im Schatten seines älteren Bruders Chin Siu-Ho) sowie Billy Chow (Queen’s High). Solide Darbietungen, aber nichts was in Erinnerung bleibt (ausser der Szene mit dem Pferd = Pferde haben in dem Film allgemein wenig zu lachen).

Leider hat mir der vierte Teil nur wenig gefallen. Der Humor war nervend, der Plot wenig originell (ein Mix aus den Inhalten der beiden Vorgänger) und es gab keine einzige Kampfszene, welche die Klasse der ersten zwei Teile (Jet Li, Donnie Yen) erreicht hat. So gesehen ein kleines Ärgernis und nach dem schwachen dritten Teil der bisher zweitschwächte Film der Reihe.

Fazit: Zusammen mit dem Vorgänger vergessenswert!

Gefolgt von: Once Upon a Time in China 5 - Dr. Wong gegen die Piraten

Infos:

O: Wong Fei-Hung IV: Wong Je Ji Fung

HK 1993

R: Yuen Bun

D: Vincent Zhao, Max Mok, Chin Kar-Lok, Billy Chow, Xiong Xin-Xin, Jean Wang

Laufzeit der US-Blu: Ca. 101 Min.

Gesehen am: Jan. 2007 / Neusichtung am: 02.12.25

Fassungen: Für die Neusichtung lag mir die US-Blu-Ray von Criterion vor = Once Upon a Time in China: The Complete Films = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton mit englischen Subs, diverse Extras. In Deutschland gibt es nach wie vor die DVD-Ausgabe von Splendid, welche ich auch im Januar 2007 erstmals sah = Uncut aber kein O-Ton und eine mässige deutsche Synchronisation machen das Sehvergnügen eher zu einem Ärgernis.

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Once Upon a Time in China III Review

Once Upon a Time in China III

Story:

Wong Fei-Hung (Jet Li) begibt sich zusammen mit seiner Freundin und seinem Schüler (Max Mok) nach Peking. Dort bekommen sie es mit Drachentänzen, einem rivalisierenden Russen (John Wakefield), der es auf seine Freundin (Rosamund Kwan) abgesehen hat, einem Kung Fu Meister (Xiong Xin-Xin) und einem geplanten Attentat auf den chinesischen Diplomanten Li Hongzhang (Ge Cunzhuang) zu tun…

Meine Meinung:

Den dritten Teil der Reihe empfand ich schon bei einer vergangenen Sichtung des Filmes als schwach. Auch abgesehen vom direkten Vergleich mit den beiden Vorgängern. Aus dem 2. Teil kehren Jet Li (The Last Hero in China, The One, The New Legend of Shaolin), Rosamund Kwan (Vengeance Is Mine, Long Good Bye, Long Road to Gallantry) sowie Max Mok (An Eye for an Eye, No Way Back, Pedicab Driver) zurück. Die spielen alle die gleiche Rolle. Neu ist, dass Wong Fei-Hung nun mit der 13. Tante verheiratet ist.

Scheinbar soll es auch zwischen Jet Li und Regisseur Tsui Hark (Dangerous Encounter - 1st Kind, Dragon Inn, Police Assassins) zu Differenzen gekommen sein, was der Grund sein könnte, warum Jet Li bei den nächsten zwei Fortsetzungen nicht mehr als Volksheld gecastet wurde. Der Film ist im Vergleich zum Vorgänger harmlos, zu lustig. Der düstere Grundton des Vorgängers wurde leider nicht beigehalten. Das führt aber auch dazu, dass der Zuschauer nie um Wong Fei Hung oder dessen Truppe besorgt sein muss. Es ist klar, dass ihnen nie was passiert und die Bösewichte sind alle schwach und kein Vergleich mit Donnie Yen und Co.

Der Plot ist uninteressant. Es sind zu viele uninteressante Nebenplots vorhanden (der Russe, der auch in Rosamund Kwan verliebt ist, das geplante Attentat, die Heirat). Natürlich musste der Film auf seine Länge (fast zwei Stunden Laufzeit) gebracht werden. Weniger wäre mehr gewesen. Die Inhalte konnten mich weder überzeugen, noch fesseln, nicht begeistern. Auch die Kampfszenen haben mich nicht überzeugt. Viel zu unrealistisch, zu viel Wirkwork (alle Szenen mit Xiong Xin-Xin), zu viele Drachentänze. Bodenständiger hätte mehr meinem Geschmack entsprochen.

Fazit: Wäre der Film nicht in einer Sammelbox, würde der aus der Sammlung fliegen. Den dritten Teil kann man getrost links liegen lassen…

Gefolgt von: Once Upon a Time in China IV

Infos:

O: Wong Fei-Hung III: Si Wong Jaang Ba

HK 1993

R: Tsui Hark

D: Jet Li, Rosamund Kwan, Max Mok Siu-Chung, Xiong Xin-Xin, Lau Shun, John Wakefield

Laufzeit der US-Blu: Ca. 111 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 20.11.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Criterion (Once Upon a Time in China: The Complete Films) = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt Unmengen an exklusiven Extras (Interview mit Tsui Hark und John Wakefield sowie 20 Minuten an geschnittenen Szenen). In Deutschland von Splendid auf Blu-Ray erscheinen.

Freitag, 8. August 2025

Holy Flame of the Martial World

Shawgust 2025

Holy Flame of the Martial World

Story:

Das Schicksal führt Geschwister (Max Mok, Yeung Ching-Ching) nach dem Tod ihrer Eltern wieder zusammen. Gemeinsam wollen sie die Mörder ihrer Eltern (Jason Pai Piao, Leanne Lau Suet-Wah) töten und den Tod ihrer Eltern rächen…

Meine Meinung:

Holy Flame of the Martial World ist Shaw Brothers Antwort auf Tsui Harks Zu: Warriors from the Magic Mountain. Regie führte Lu Chin-Ku (The Haunted Madam, Dreaming the Reality, Lovers Blades). Holy Flame of the Martial World bietet Unmengen an Fantasy-Elementen, abgefahrenen Kamerafahrten, schnellen Szenenabfolgen, charmanten Effekten und extrem viel Wirework-Einsatz. Sehr viel. Der Film wirkte auf mich schon fast zu abgedreht, zu übertrieben und zu überladen, was fantastische Ideen und die Hülle und Fülle an Figuren angehen.

Einige Action-Szenen waren zu schnell und etwas zu unübersichtlich gefilmt und geschnitten. Zudem fand ich den Humor und speziell auch die Musik(Geräusche) teilweise etwas nervend und doof. Wäre der Film ernster und der Film etwas weniger überladen gewesen, hätte ein echter Kracher bei rauskommen können. So bleibt noch immer ein guter, solider und sehenswerter und vor allem zu keinem Zeitpunkt langweiligen Wuxia-Fantasy-Abenteuer, das von Beginn an bis zum Ende rasant und pausenlos zu überzeugen und unterhalten versteht. Die Kostüme, Effekte und Settings sind bunt, abwechslungsreich und könnten aus einem Märchen stammen.

Was den Cast angeht, haben mir vor allem die Mädels um Yung Jing-Jing (Little Dragon Maiden), Yeung Ching-Ching (Treasure Hunters) sowie ein junger Max Mok (Usurpers of Emperor's Power) gut gefallen. Auch Jason Pai Piao (Pursuit of a Killer) sehe ich immer gerne. Er spielt hier den Bösewicht. Etwas weniger Overacting wäre hingegen wünschenswert gewesen. Wo wir schon beim Overacting sind: Venom-Star Phillip Kwok (Hard Boiled) und seine Lach-Technik waren sehr «silly». Er war übrigens nebst Yuen Tak (Iron Angels II) der Action-Choreograph des Filmes. In kleineren Rollen sind ausserdem noch Namen wie Lam Wai (Visa to Hell), Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire) und Elvis Tsui (Shaolin Prince) zu sehen.

Fazit: Wer fantasievolle Shaw Brothers Filme à la Bastard Swordsman, Demon of the Lute und Co. mag, kann bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: Mou Lam Sing Foh Ling

HK 1983

R: Lu Chin-Ku

D: Max Mok, Jason Pai Piao, Phillip Kwok, Leanne Lau Suet-Wah, Chu Ko, Yung Jing-Jing, Yeung Ching-Ching, Lau Siu-Kwan, Elvis Tsui, Chan Shen, Lam Wai

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Für die Neusichtung lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory vor = Shaw Brothers Classics Vol. Four. Der Film ist Uncut, kommt im O-Ton Kantonesisch daher und es gibt englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Als Extras gibt es ein ca. 8:30minütiges Interview mit Chu Ko, der im Film auch mitspielt. Er liefert einige interessante Hintergrundinfos zum Film = Als Shaw von Tsui Harks innovativer Wire-Work und Fantasy Produktion erfuhr, die gerade gedreht wurden (Zu: Warriors from the Magic Mountain), wurde danach gleich Holy Flame of the Martial World ins Leben gerufen. Die Action-Choreographen Yuen Tak und Phillip Kwok (einer der Venoms, spielt im Film auch mit) sollen sich nicht vertragen haben und nie gleichzeitig am Set gewesen sein und Star Leanne Lau Suet-Wah soll während den Dreharbeiten angeblich erst 16 oder 17 Jahre alt gewesen sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Mittwoch, 16. Juli 2025

Once Upon a Time in China II

Once Upon a Time in China II

Story:

1895 in China:

Wong Fei Hung (Jet Li), sein Schüler (Max Mok) und seine 13. Tante (Rosamund Kwan) reisen nach Shanghai. Dort treibt die Sekte White Lotus unter ihrem Anführer Gao Kung (Xiong Xin-Xin) ihr Unwesen. Diese haben es vor allem gegen die Engländer abgesehen und führen Terroranschläge durch. Zur gleichen Zeit wird Dr. Sun Yat-Sen (Zhang Tielin) zum Staatsfeind erklärt. Wong Fei Hung nimmt den Kampf gegen die White Lotus Sekte auf und setzt sich, da Dr. Sun Yat-Sen unterstützend, auf die Todesliste von Commander Lan (Donnie Yen)…

Meine Meinung:

Kann Tsui Hark (Aces Go Places II, A Better Tomorrow 3, Black Mask 2: City of Masks) an seinen Vorgänger-Hit Once Upon a Time in China anknüpfen? Ja, das kann er. Diesen übertreffen? Nein, das nicht. Die Fortsetzung zu Once Upon a Time in China hält das hohe Qualitäts-Level des Vorgängers. Nebst Jet Li kehrt noch Rosamund Kwan zurück. Kent Cheng entfällt und die im ersten Film von Yuen Biaos gespielten Figur wird folgerichtig von Max Mok gespielt. Neu an Bord sind Shaw Brothers Legende David Chiang, Xiong Xin-Xin als Bösewicht (kommt im 3. Teil in einer neuen Rolle wieder vor) und Donnie Yen als 2. Bösewicht.

Jet Li (The Sorcerer and the White Snake, The Master, Martial Arts of Shaolin) bekommt diesmal mehr Screentime. Er darf sein Können erneut eindrucksvoll unter Beweis stellen. Er scheint für die Drahtseil-Akte und Kampfszenen wie geschaffen. Und dank der Zusammenarbeit mit Choreograph Yuen Woo-Ping (Eine Prise für tödliche Pfeifen, Shaolin Drunkard, Dreadnaught) werden die Kampfszenen erneut zum Highlight des Filmes. Rosamund Kwan (Undeclared War, The Assassin) bekommt weniger Screentime. Sie ist u.a. in einer amüsanten Szene über Hundefleisch zu sehen. Dass Yuen Biao ersetzt wurde, war korrekt, da sein Potenzial total verschwendet wurde. Die Rolle seiner Figur wird nun von Max Mok (An Eye for an Eye, Usurpers of Emperor's Power) gespielt.

Als Shaw Brothers Fan war ich erfreut zu sehen, dass ja auch David Chiang (The Shanghai Thirteen, The Boxer from Shantung, Blooded Treasury Fight) mitwirkt. Allerdings spielt dieser eine relativ unbedeutende Nebenrolle und dies ohne Action. Von Donnie Yen (Blade II, Ip Man 4: The Finale, Special ID) hätte ich mir mehr Screentime gewünscht. Mit der (White Lotus) Sekte wird zu viel Zeit verschwendet und das Overacting von Xiong Xin-Xin (stand schon in The Blade in einem Tsui Hark Film vor der Kamera) war z.T. fast zu viel des Guten. In einem Gastauftritt sehen wir noch CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness). Donnie Yen kehrt hier auch zu seinem Entdecker Yuen Woo-Ping zurück. Unvergessen sind dessen Zusammenarbeiten wie Drunken Tai Chi, Mismatched Couples oder In the Line of Duty 4.

Dass geschichtlich reale Figuren (nebst Wong Fei Hung) wie Sun Yat-sen in den Plot integriert wurden, wusste ich gar nicht mehr. Er floh von den Kommunisten aus China nach Taiwan, der Rest ist Geschichte. Dass ist auch der Grund, warum China Taiwan täglich droht und provoziert. Der Film ist einen Tick ernster als der Vorgänger, was mir gefiel. Ernster heisst düsterer, weniger Klamauk und teilweise geht es überraschend brutal zu, wenn vor allem Westliche mit brennenden Pfeilen angegriffen werden. Zudem fand ich es positiv, dass der Fokus diesmal mehr auf Jet Li liegt, und nicht seinem Schüler oder anderen Drittpersonen.

Fazit: Schon allein aufgrund des Finalkampfes ist der Film sehenswert! Must See Titel für Jet Li und Donnie Yen Fans!

Gefolgt von: Once Upon a Time in China III

Infos:

O: Wong Fei-Hung II: Nam Yi Dong Ji Keung

HK 1992

R: Tsui Hark

D: Jet Li, Rosamund Kwan, Max Mok, Donnie Yen, David Chiang, Xiong Xin-Xin, William Ho Ka-Kui, Zhang Tielin

Laufzeit der US-Blu: Ca. 112 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neue Sichtung am: 20.04.25

Fassungen: Gesehen als US-Blu-Ray via der Once Upon a Time in China: The Complete Films Box von Criterion Collection = O-Ton, Englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität, Uncut. Es gibt diverse Extras wie u.a. ein Interview mit Donnie Yen oder eine Doku über Wong Fei Hung. Ich bin aber nicht dazu gekommen, mir die Extras anzusehen. Gibt es in Deutschland von Splendid Film auf Blu-Ray (auch Uncut, mit O-Ton und deutschen Subs).

Montag, 10. März 2025

An Eye for an Eye

An Eye for an Eye

Story:

Wong Fung Yee (Joey Wong) gerät ungewollt an die Spitze der Triaden-Organisation ihres Vaters, der zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Dies belastet ihrer Beziehung zu Polizist Lui Kin Tat (Wilson Lam Jun-Yin). Wong Fung Yee sagt den illegalen Geschäften ab, sehr zum Missfallen der anderen Triaden-Bosse. Ho Sai Cheong (Lung Fong) dreht hinter dem Rücken von Wong Fung Yee weiterhin illegale Geschäfte, ehe er Wong Fung Yee vergewaltigt und erpresst. Wong Fung Yees geht durch die Hölle, was auch ihr Umfeld (u.a. Max Mok, Leung Gam-San, Angela Fong Hiu-Hung) ins Verderben führt…

Meine Meinung:

An Eye for an Eye ist eine Hong Kong Produktion aus dem Jahr 1990. Ein Mix aus Drama, Heroic Bloodshed, Triaden, Action und Rape & Revenge-Streifen. Leider hat mir der Film nicht mehr so gut gefallen, wie im Feb. 2016 (1. Sichtung). Ich habe mir vor der 2. Sichtung zu viel versprochen und hatte z.T. auch falsche Erinnerungen im Kopf (z.B. dass im Finale auch eine Scherbe zum Einsatz kommt, die eine Kehle aufschlitzt), so dass ich am Ende auch leicht enttäuscht war. Schlecht ist An Eye for an Eye selbstverständlich nicht, aber es gab diverse Punkte, die mich nun störten.

Der Film, der in Hong Kong vor allem aufgrund seiner Triaden-Thematik stark zensiert wurde, versucht einerseits realistisch zu sein, auf der anderen Seite sind einzelne Momente und Charakterisierungen der Figuren stark unglaubwürdig. Damit meine ich z.B. Max Mok Rambo-Auftritt im Club oder das extrem, teilweise unglaubwürdige und hier und da auch lächerlich theatralische Over-Acting von Bösewicht Lung Fong (Invincible, Hong Kong Adam's Family, No Way Back). Und das Verhalten von Joey Wong (Butterfly Sword, A Chinese Ghost Story, 100 Ways to Murder Your Wife) hat mich auch genervt. Warum wehrt sie sich nicht (früher)? Warum holt sie sich keine Hilfe? Ressourcen wären vorhanden…

In dem von Regisseur O Sing-Pui inszenierten Film fand ich auch Wilson Lam (Lethal Contact) schwach. Die Heroic Bloodshed Momente wollen kaum zünden. Der Nebenplot mit Max Mok (Family Honor, The Dragon Family) und seiner Nudel kochenden "Freundin" hätte man komplett weglassen können. Die Szenen machten Max Mok sowieso unsympathisch. Die interessanteste Figur wurde von John Ching Tung (Tricky Brains, Pom Pom and Hot Hot) als loyaler Killer von Lung Fong gespielt. Der war stark. Auch Ricky Yi Fan-Wai (Bless This House, The Killer) war gut, auch wenn er nur eine kleine Nebenrolle verkörpert. Positiv fallen einige herrlich fiese Gewalt-Momente, das Schicksal von Max Mok und das berühmt berüchtigte (und optisch toll in Szene gesetzte) Triaden-Massaker auf.

Fazit: Mit Abstrichen solider 90er Jahre Beitrag aus Hong Kong.

Infos:

O: Wai Ngo Duk Juen

HK 1990

R: O Sing-Pui

D: Joey Wong, Max Mok, Wilson Lam Jun-Yin, Lung Fong, Leung Gam-San, Angela Fong Hiu-Hung, John Ching Tung

Laufzeit der US-Blu: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Feb. 2016 / Neusichtung: 02.01.25

Fassungen: Die HK-VCD habe ich entsorgt. Ebenso die HK-Blu-Ray (diese wurde nach D verkauft), welche noch ungesehen auf meinem Stapel ungesehener Filme lag. Dies, weil das US-Label Vinegar Syndrome den Film 2024 auf Blu-Ray veröffentlicht hat = Uncut (und damit mehrere Minuten länger als die zensierten HK-Fassungen, Uncut gab es den Film bis dato nur in Japan auf DVD), hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Schuber, Region-All-Disc, Poster, Wendecover und exklusive Extras (z.B. Interview mit dem Regisseur etc.) runden die Disc ab. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2025).

Dienstag, 28. Januar 2025

No Way Back

No Way Back

Story:

Ein Undercover-Cop (Dick Wei) wird getötet. Sein Freund Max (Max Mok Siu-Chung), ebenfalls bei der Polizei, versucht die Täter zu finden. Dabei stimmt er ebenfalls einer Undercover-Mission zu. Ein gefährliches Spiel beginnt, in dem Max nur ein Ziel kennt: die Mörder zu finden und den Tod seines Freundes zu rächen…

Meine Meinung:

No Way Back ist ein moderner HK-Actionfilm aus dem Jahr 1990. Ich fand den Film solide, hätte mir aber etwas mehr erwartet. Im Vergleich zu anderen Filmen haben mir einige der Schauspielleistungen nicht zugesagt und ich fand die erste Hälfte des Filmes relativ lahm. In zwei bis drei Momenten wirkte der Film sogar an John Woos Klassiker Bullet in the Head. Ob dieser Pate stand und sich die Filmemacher davon beeinflussen liessen? Ansonsten handelt es sich um einen 08/15-Plot. Schon 100x gesehen, aber das besser, dramatischer, actionreicher und derber.

In der 2. Hälfte wird der Film besser und auch das Ende mochte ich, weil mehr Action. Was für mich halt gar nicht funktioniert hat, war die Dramatik. Dick Wei (City Warriors, Visa to Hell, The Defector – Der Dragon Fighter) kann zwar kicken, wirkte aber ansonsten in seinem Gastauftritt, der die Motivation der Undercover-Aktion erklärt, lieblos. Als kämpfender Bösewicht gefällt er mir besser, als in einer solch dramatisch eingehauchten Rolle. Das gleiche gilt für Lam Wai (Bloody Brotherhood, Code of Honor, No Guilty) und Lung Ming-Yan. Ihre Szenen im Finale, die auf die Tränendrüsen drücken sollen, waren einfach unglaubwürdig gespielt und hatten null Wirkung.

Nebst Lam Wai spielt Max Mok (Gambling Baron, Usurpers of Emperor's Power, Lantern) die Hauptrolle. Er begibt sich nach dem Tod seines Freundes in die Undercover-Aktion und wird dabei in die Bande von Lai Wai aufgenommen, der mit der Bande von Shum Wai (Master's Necklace) in Konflikt steht. Max Mok wie auch Shum Wai haben das hingegen bravourös, glaubhaft und souverän gespielt. Ebenso Lung Fong (The Rebellious Reign) als eigentlicher Bösewicht. In Gastauftritten sehen wir noch Namen wie Danny Lee (The Killer), Teddy Yip (Mr.Vampire 1992), Ka Lee (Heroes Shed no Tears) und Phillip Chan (Carry On Yakuza). Auch CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness), dessen Auftritt jedoch mehr in die Kategorie Overacting und Fremdscham liegt.

Fazit: Solide Durchschnitt. Mehr Action und weniger Dramatik hätten sich positiv auf das Endergebnis ausgewirkt…

Infos:

O: Die Xue Jiang Nu

HK 1990

R: Lee King-Chu

D: Dick Wei, Max Mok, Lam Wai, Lung Fong, Shum Wai, Kwai Chung, Lung Ming-Yan, Carol Yeung Ling, Danny Lee, Phillip Chan, Teddy Yip, Ka Lee, William Ho Ka-Kui

Laufzeit der HK-LD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 29.11.24

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Star vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Vollbild, O-Ton aber keine englischen Subs. Das VHS aus den USA (Tai Seng) ist in Vollbild, in Canto und hat im Gegensatz zur HK-LD englische Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2024).

Freitag, 3. Mai 2024

The Dragon Family

The Dragon Family

Story:

Lung Ying (Ko Chun-Hsiung) ist das Oberhaupt der «Dragon Family» (Alan Tam, Andy Lau, Max Mok, Lau Kar-Wing, Kent Cheng, Kara Hui, Lisa Chiao Chiao, Cheung Kwok-Keung, Kent Tong Chun-Yip) und plant, innerhalb von zwei Jahren nur noch legal zu arbeiten. Dafür gibt er sich zwei Jahre Zeit. Das und das harte Vorgehen gegen die Konkurrenz, die mit Drogen ihr Geld verdient, sorgt in der Triaden-Welt für Unstimmigkeiten. Vor allem White Wolf (Ku Feng) und seinen Männern (Norman Tsui, William Ho Ka-Kui, Phillip Ko Fei, Shing Fui-On) ist Lung Ying ein Dorn im Auge. Als ein Coup eskaliert und Lung Yings Tod daraus resultiert und es bei dessen Beerdigung zu einem Massaker kommt, sinnen drei der Überlebenden auf Rache…

Meine Meinung:

2. Sichtung seit März 2009. Als ich den Film damals sah, wusste ich um die erste ruhige Filmhälfte nicht Bescheid und kannte jede Menge der Stars vor und hinter der Kamera (noch) nicht. Den Film nun mit richtigen Erwartungen zu sehen und die ganzen Stars zu erkennen, machte The Dragon Family zu einem absoluten Sehvergnügen. Mir gefiel auch die ruhige Hälfte des Filmes ausgezeichnet, gerade wegen den vielen bekannten Gesichtern.

Im Film tummeln sich Namen wie Alan Tam (Pantyhose Hero), Andy Lau (The Last Blood), Max Mok (The Assassin), Lau Kar-Wing (der auch die Regie übernahm), Kent Cheng (The Club), Kara Hui (Legend of the Drunken Tiger), Ku Feng (Return of the Sentimental Swordsman), Norman Tsui (Dirty Trick), William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness), Phillip Ko Fei (Profile in Anger), Shing Fui-On (Legacy of Rage) oder Stanley Fung (Sketch). Für die Action- bzw. Kampf-Szenen zeichnete sich ein weiterer ehemaliger Shaw Brothers Star zuständig: Lau Kar-Leung (Challenge of the Masters).

Der Film war zu keiner Sekunde langweilig. Die 1. Hälfte zeigt Einblicke in die Triaden-Welt und wie versucht wird, aus dieser zu entfliehen. Was Regeln, Traditionen aber auch Verrat bedeuten und wo sie hinführen könnten. Heroic Bloodshed Motive kommen ebenso zur Geltung wie Klischees, welche aus anderen Klassikern stammen (das verkrüppelte Bein aus A Better Tomorrow). Der Film ist technisch einwandfrei in Szene gesetzt und auf asiatischen Klamauk wird verzichtet.

Der Film hat zwar nicht viele Action-Szenen, die sind aber hart in Szene gesetzt, abwechslungsreich und mit viel Kraft, Wucht und Schmerzen verbunden: blutige Shoot-Outs, originelle Tötungsszenen (durch Feuer, Schwert, Glasscheiben…), Stunts und Martial Arts Einlagen runden die Sequenzen ab. Im Finale darf sogar noch zwei Gweilos (Nick Masters u Wayne Archer) mitmischen. Stanley Fung, Kent Cheng und Lau Kar-Wing haben sehr prägende Rollen und fast mehr Screentime als z.B. ein Andy Lau, Max Mok oder ein Alan Tam, dessen Charaktere am Ende zwar die Rache übernehmen, aber zuvor länger durch Abwesenheit glänzen.

Das nicht jede Figur viel Screentime bekommt, versteht sich bei den vielen Stars im Film von selbst. Vor allem Fans von Kara Hui dürfen nicht viel erwarten. Sie ist kaum zu sehen. Freude hatte ich ansonsten an den Bösewichten. Namen wie Ku Feng, Norman Tsui, William Ho Ka-Kui, Phillip Ko oder Shing Fui-On sehe ich immer gerne als Bösewichte und diese machen alle einen sehenswerten, hübsch fiesen Job. Der einzige bekannte Name, der mir im Film nicht auffiel, war The Two Jolly Cops Star Charlie Cho Cha-Lee. Habe ihn wirklich nicht ausmachen und entdecken können. Kleines Detail am Rande…

Fazit: Must See Titel für Freunde des 80er/90er Jahre HK-Actionfilmes!

Infos:

O: Lung Ji Ga Chuk

HK 1988

R: Lau Kar-Wing

D: Ko Chun-Hsiung, Alan Tam, Andy Lau, Max Mok, Lau Kar-Wing, Kent Cheng, Kara Hui, Lisa Chiao Chiao, Cheung Kwok-Keung, Kent Tong Chun-Yip, Ku Feng, Norman Tsui, William Ho Ka-Kui, Phillip Ko Fei, Shing Fui-On, Stanley Fung, Nick Masters, Wayne Archer

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: März 2009 / Neusichtung am: 17.02.24

Fassungen: Mir lag die Code Free-DVD von Universe aus HK vor = Uncut, solide bis durchschnittliche (Nacht-Szenen) Bild- und Tonqualität (nicht anamorph), O-Ton und englische Subs vorhanden. Da wäre eine restaurierte Blu-Ray wünschenswert! Die HK-DVD von Mega Star ist hingegen anamorph.

Dienstag, 19. Dezember 2023

Family Honor

Family Honor

Story:

Polizist Fu Sai Hang (Wilson Lam Jun-Yin) gerät ins Kreuzfeuer der eigenen Ermittler (Michael Miu Kiu-Wai), da sein Stiefbruder Tao (Shing Fui-On) ein auch in der Unterwelt bekannter, aggressiver Kredithai ist. Fu gerät dabei an Gangster Wei (Dick Wei), der zu einer tödlichen Gefahr für Fu und sein Umfeld wird…

Meine Meinung:

Family Honor ist ein doch eher etwas unbekannter Heroic Bloodshed Streifen aus Hong Kong. Das liegt vielleicht auch daran, dass der Film, so wie es aussieht, bisher nie auf DVD (von Blu-Ray sprechen wir erst gar nicht) veröffentlicht wurde. Und auch eine weitere Tatsache könnte eine Rolle gespielt haben: die 1. Filmhälfte ist doch relativ lahm. Muss ich ganz klar sagen. War schon kurz darauf, den Titel zu verkaufen…

…wäre da nicht die klar bessere, derbere und actionreiche B-Seite der Laserdisc gewesen. Der Film bietet bekannte Inhalte wie Familienzusammenhalt, Gewissensbisse, Korruption, Gangster, Triaden-Leben, Aufopferung. Dass gegen Polizist Fu ermittelt wird, sah man im späteren, modernen Hong Kong Film noch und nöcher (ab Infernal Affairs im Jahr 2002) – hier wirkt es hingegen originell und neu. Wilson Lam Jun-Yin als Lead fand ich nicht 100% überzeugend. Muss ich so sagen.

Dafür fand ich Shing Fui-On (Who’s Killer, Ghost for Sale, Running Mate) so richtig toll. Zudem war es schön anzusehen, dass er eine der Hauptrollen spielt und nicht nur eine Nebenrolle. Er hat viele intensive Szenen abbekommen. Ihm mag ich es gönnen. Er hat sowohl in den schauspielerischen, wie auch dramatischen und actionbetonten Szenen völlig überzeugt. Als weiterer im Bunde überzeugt Dick Wei (City Warriors, Visa to Hell, Who Cares), einmal mehr, als Bösewicht. Doch diesmal war er teilweise besonders fies und grausam. Das macht ihn zu einem echten Ekel und das Finale wirkt dadurch umso intensiver.

Die restlichen bekannten Namen sind hingegen wirklich nur als Nebenfiguren dabei und/oder tauchen nur in Gastrollen auf: Joey Wong (100 Ways to Murder Your Wife, A Chinese Ghost Story), Max Mok (Usurpers of Emperor's Power, The Assassin), Ben Ng (Thunder Cop, Red to Kill), Richard Ng (TwinkleTwinkle Lucky Stars, Excuse Me, Please), Blacky Ko (Im Würgegriff der gelben Schlange, My Father Is a Hero), Ka Lee (Heroes Shed no Tears, Above the Law) oder Shaw Brothers Legende Lo Lieh (The Ape Girl, Revenge of the Corpse). An Lo Liehs Auftritt hatte ich Freude – wird ihm gerecht!

Die Actionszenen in der 2. Hälfte sind derb und blutig. Es wird mit allen möglichen Waffen und Gegenständen, die gerade zur Verfügung stehen, gekämpft, verletzt, geschlagen, zugestochen und getötet. Messer, Eisenstangen, Faustfeuerwaffen. Blutige Shoot-Outs und Explosionen wie auch Verfolgungsjagden durch Hong Kong runden die Szenen ab inklusive einer guten Kameraarbeit und kleineren Stunts. Die Actionszenen retten den Film schlussendlich davor, verkauft zu werden. Hätte es bereits in der 1. Hälfte mehr Actionszenen zu sehen gegeben und wäre Wilson Lam Jun-Yin ein besserer Lead-Actor gewesen, hätte das ein ziemlich grosser Kracher werden können…

Fazit: HK-Action-Fans der 90er werden dank der Action auf der B-Seite der LD bestens bedient! Erwartungen anpassen, dann klappt es mit dem Unterhaltungswert und der Befriedigung!

Infos:

O: Wu ming jia zu

HK 1990

R: Norman Law

D: Shing Fui-On, Wilson Lam Jun-Yin, Joey Wong, Dick Wei, Max Mok, Richard Ng, Ben Ng, Blacky Ko Shou-Liang, Lo Lieh, Ka Lee, Michael Miu Kiu-Wai

Laufzeit der HK-LD: 98:22 Min.

Gesehen am: 19.11.23

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Universe vor = Uncut, O-Ton und englische Subs, gute bis solide Bild- und Tonqualität (in den Nacht-Sequenzen etwas zu dunkel). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Nov. 2023).

Montag, 7. Juni 2021

The Assassin Review

The Assassin

Story:

 

Tang Bao (Zhang Feng-Yi) trifft, nach Jahren der dramatischen Trennung auf seine Frau (Rosamund Kwan). Dumm nur, dass Tang Bao nun für einen verrückten Eunuchen als Killer arbeitet. Als Tang Bao seinen Auftrag nicht ausführt und aus dem Geschäft aussteigen will, beauftragt der Eunuch, Tang Bao zu töten. An dessen Stelle tritt dessen früherer Schüler und Freund Wang Kou (Max Mok). Dieser sehnt sich danach, Tang Bao zu töten um seinen Platz einnehmen zu können…

 

Meine Meinung:

 

The Assassin von Regisseur Billy Chung (Love to Kill, 0.38) ist ein Anfang der 90er Jahre CAT. III Swordplay Film, der sich sehen lassen kann! The Assassin ist ein optisch schöner Swordplay-Film der durch Optik und Stimmung zu begeistern weiss. Teilweise fühlte ich mich an einen Italo-Western oder ans japanische Samurai-Genre erinnert.

 

Dazu passen auch Drehorte und die Settings: die Landschaften sind wunderschön und abwechslungsreich. Es wurde in China vor Ort gedreht und nebst Palästen begeistern Settings wie Wüste oder durch Schnee weiss gezogene Landschaften. Hingucker!

 

Auch einige der Duelle (z.B. im Finale in der Gaststätte) sind optisch ein Leckerbissen geworden. Damit erinnert der Film an Filme wie The Blade von Tsui Hark oder die Festland-Produktion Lost Town - Das Duell der Schwertkämpfer.

 

Von den Darstellern gefallen vor allem Festland-Chinese Zhang Feng-Yi (21 Red List) und Max Mok (Usurpers of Emperor's Power, Pedicab Driver, Lantern). Beide brillieren als Killer. Zwar ist die Idee von Meister Schüler und aus Freunden werden Feinde nicht neu, aber das ist nur sekundär.

 

Ich erwartete auch keinen originellen Plot. Der Film hat andere Stärken. Rosamund Kwan (The Head Hunter, Vengeance Is Mine, Tiger Cage 2) bleibt hingegen auf der Strecke. Die dramatische Story um die verlorene Ehefrau wurde zum Glück auf ein Minim reduziert. Nebst Zhang Feng-Yi & Max Mok gefiel mir noch der Bösewicht – der Killer-Eunuch. Leider weiss ich nicht, von wem dieser gespielt wurde…

 

Die Schwertkampf Szenen sind rasant aber nie unübersichtlich choreographiert. Die Kampfszenen sind cool, die Settings passend und der Film ziemlich blutig. Da werden einige Körperteile abgehackt und Blut spritzt in grossen Mengen. Das Resultat: Eine CAT. III Freigabe.

 

Nebst Bösewichten mit weissen, langen Haaren mag ich auch wenn Eunuchen Bösewichte spielen - so wie hier: toller Endgegner. Die Szene, in welcher der Eunuch weibliche Attentäterinnen durch seinen Palast jagt und diese teilweise halbiert oder die Herzen aus dem Leib reisst = Wurde ich positiv überrascht!

 

Fazit: Zwar ist die Story sehr dünn, aber Action, Blutgehalt, Figuren, Landschaften/Optik und Unterhaltungswert sind top = absolute Empfehlung von meiner Seite her!

 

Infos:

 

O: Sha ren zhe tang zhan

 

HK 1993

 

R: Billy Chung

 

D: Max Mok, Rosamund Kwan, Zhang Feng-Yi

 

Laufzeit der US-DVD: 77:24 Min.

 

Gesehen am: Nov. 2006 / Review überarbeitet am: 11.03.21

 

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD aus den USA von Tai Seng vor = durchschnittliche Bildqualität, O-Ton, englische Subs, in Handlung zensiert aber in Gewalt Uncut. In Deutschland Uncut von Laser Paradise auf DVD erschienen (nur Deutsch = mässige Synchro, nur Vollbild). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: März 2021).

Freitag, 13. November 2020

Magic Crystal Review

Magic Crystal

Story:

Durch Zufall gerät Pin Pin (Bin Bin) an einen ausserirdischen und magischen Kristall. Hinter diesem sind KGB Agenten (Richard Norton, Eddie Maher) her. Auch mit Gewalt und über Leichen gehend, wenn es sein muss. Pin Pins Angehörige (Andy Lau, Wong Jing, Sharla Cheung, Phillip Ko, Wong Mei-Mei), die HKer Polizei (Sek Kin) und Interpol (Cynthia Rothrock, Max Mok) nehmen den Kampf gegen die KGB Agenten auf…

Meine Meinung:

Magic Crystal gefiel mir bereits früher, da einfach tolle und sehenswerte Kampfszenen bietend! Der Mitte 80er Jahre Hong Kong Action-Film gefällt mir auch heute noch sehr gut! Vor allem dank den Stars und den Action- bzw. Kampfszenen. Diese und die Choreographie (von Tony Leung Siu-Hung) sind eine Wucht! Die Kampfszenen sind phänomenal gut und nur schon deshalb ist Magic Crystal jedem HK-Filmfan zu empfehlen!

Wong Jing (Tricky Brains), der auch mitspielt, wartet mit einer fantastischen Geschichte auf, die nebst Action auch Fantasy (Übernatürliches), Science-Fiction (Finale), Abenteuer-Film (Finale) und Komödie (hier und da) in sich vereint. Früher mochte ich nicht alles daran (z.B. den Klamauk), heute stört mich das gar nicht mehr. Gehört zum damaligen HK-Kino halt einfach dazu.

Dazu gibt es einen fetzigen Soundtrack, charmante Effekte (der Kristall ist ein Mix aus niedlicher Kellerassel und Baby-Brain Bug), exotische Settings (Griechenland), amüsanten Klamauk und wie gesagt einen starken Cast mit sehenswerter Action! In einem Review las ich, dass wenn man alle Actionszenen zusammenzählen würde, man auf 55 Minuten Action kommen würde. Dies könnte passen…

Der Film von Wong Jing wartet mit vielen bekannten Gesichtern auf: Australier Richard Norton (Mr. Nice Guy) liefert wohl seine beste Leistung in einem HK-Film ab. Er gibt einen harten Endgegner ab, an welchem sich unsere Helden Andy Lau (The Fortune Code) und Cynthia Rothrock (The Blonde Fury) die Zähne ausbeissen. Letztere beiden überzeugen auch und liefern sich mehrere spektakuläre Kämpfe gegen Richard Norton und Konsorten! Fans von dem Trio werden voll auf ihre Kosten kommen!

Ausserdem sind zu sehen: Eddie Maher (Don't Give a Damn) der in einem Kurzauftritt in Griechenland gegen Andy Lau kämpfen darf, die niedliche Sharla Cheung (Invincible), Phillip Ko (The Eight Diagram Pole Fighter) in einer Nebenrolle, Enter the Dragon Bösewicht Sek Kin (Nebenrolle), Max Mok (Nebenrolle, nur wenig Action-Szenen, bekannt aus: Pedicab Driver), Nat Chan Pak-Cheung (sorgt für viel Klamauk, bekannt aus: The Last Hero in China), Shum Wai (Nebenrolle als Bösewicht, bekannt aus: Devil Cat) und Chung Fat (Miss Magic) liefert sich in einem Gästeauftritt als Leibwächter von Shum Wai einen sehenswerten Kampf gegen Andy Lau.

Die Kampfszenen betreffen Settings wie: das Zuhause von Shum Wai, die Wohnung von Andy Laus Film-Schwester (gespielt durch Shaw Brothers Star Wong Mei-Mei), Turnhalle, unterirdische Höhle, Sehenswürdigkeiten in Griechenland oder ein Parkhaus. Es wird mit und ohne Waffen/Gegenstände gekämpft (Dolche, Speer, Regenschirm, Schwert…) und die Choreographie ist hervorragend. Vor allem wenn Andy Lau & Cynthia Rothrock und Cynthia Rothrock & Wong Mei-Mei gegen Richard Norton kämpfen oder Andy Lau gegen eine Gruppe von Bösewichten in der Turnhalle = absolut grandiose Kampfszenen!

Fazit: Must See Titel für jeden echten HK-Filmfan!

Infos:

O: Moh Fei Chui

HK 1986

R: Wong Jing

D: Bin Bin, Richard Norton, Eddie Maher, Andy Lau, Wong Jing, Sharla Cheung, Phillip Ko, Wong Mei-Mei, Sek Kin, Cynthia Rothrock, Max Mok, Nat Chan Pak-Cheung, Shum Wai, Chung Fat

Laufzeit der HK-DVD: 95:16 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Review überarbeitet am: 02.08.20

Fassungen: Mir lag die Mei Ah DVD (Code Free) aus HK vor = Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Aug. 2020). In Deutschland von MIG auf DVD erschienen (als Bonusfilm auf der Dynamite Heroes DVD) mit O-Ton und Subs. Die DVD von Vision Video hingegen ist nur in Deutsch/Englisch.