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Montag, 1. Januar 2024

Ghidorah, the Three-Headed Monster

Japanuary 2024

Ghidorah, the Three-Headed Monster

Story:

Eine Frau, die behauptet, vom Planten Venus zu stammen, prophezeit der Erde düstere Szenarien. Agenten sind ihr auf den Fersen. Bald darauf tauchen Godzilla, Mothra und Rodan auf und bekämpfen sich. Als ein Meteor einschlägt und Ghidorah, den dreiköpfigen Drachen auf die Erde bringt, tun sich die übrigen Monster zusammen, um Tokyo vor Ghidorah zu retten…

Meine Meinung:

Ishirô Honda (Latitude Zero, Mothra, King Kong Escapes), Schöpfer des 1. Godzilla Filmes, der auch für die zwei direkten Vorgänger King Kong vs. Godzilla und Mothra Vs. Godzilla zuständig war, sorgt in dieser Fortsetzung für einige Neuerungen. Kämpfte Godzilla zuvor gegen die Menschen (Godzilla) und/oder gegen einzelne Monster-Wesen (King Kong vs. Godzilla, Mothra Vs. Godzilla, Godzilla Raids Again) und war stets der Feind der Menschen, so sollte sich dies in Ghidorah, the Three-Headed Monster ändern.

Der Plot besteht aus so viel Irrsinn, dass man daraus gut zwei bis drei Film hätte drehen können. Unheilvolle Prophezeiungen, Sci-Fi Momente mit einer Frau von der Venus, Geheimagenten von einem fiktiven Staat, die dieser Person hinter her jagen, diverse Personen (vor allem Reporter), die daran interessiert sind bis hin zu vier Monstern! Was für ein Fest! Das bringt aber auch etwas Hektik in den Plot und, zumindest am Anfang, auch lahme Füllszenen. Die 1. Hälfte etwas doch etwas lahm, würde ich meinen.

Von mir aus hätte man den ganzen Sub-Plot von der Frau von der Venus und die Agenten, die sie jagen, weglassen können. Ein bisschen Straffungen hier und da hätten dem Tempo des Filmes gutgetan. Die mir unbekannten Darsteller sind solide, die Figuren aber mehrheitlich wenig interessant. Ich schaue mir solche Kaijus aus Japan aufgrund der liebevollen, charmanten Effekten, den Zerstörungen und der Monster-Action an. Der Film startet mit einem sympathischen Intro in den Film und Godzilla bekommt es diesmal mit Mothra und Rodan zu tun. Rodan bekam 1956 seinen eigenen Film. Dies ist seine erste Zusammenkunft mit Godzilla.

An der Stelle soll natürlich Ghidorah, der dreiköpfige Drache erwähnt werden. Nicht zu verwechseln mit dem Geschöpft aus dem taiwanesischen Fantasy-Kaiju-Film Three-Head Monster. Ghidorah sollte zu einem der besten Gegenspieler Godzillas werden und auch in vielen weiteren Fortsetzungen zu sehen sein. So wird Ghidorah am Ende zwar besiegt, aber nicht getötet. Er fliegt davon, flüchtet. Fortsetzung also garantiert! Die Effekte sind dabei der Wahnsinn. Neu ist auch, dass Godzilla die Menschen damit indirekt rettet. Der Wechsel vom Zerstörer zum Beschützer hat begonnen. Einige ulkige Szenen (Kommunikation zwischen den Monstern) runden die Action-Szenen ab.

Fazit: Godzilla und Kaiju-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Invasion of Astro-Monster

Infos:

O: San daikaijû: Chikyû saidai no kessen

Japan 1964

R: Ishirô Honda

D: Yôsuke Natsuki, Yuriko Hoshi, Hiroshi Koizumi, Takashi Shimura, The Peanuts, Akiko Wakabayashi

Laufzeit der US-DVD: 92:52 Min.

Gesehen am: Juni 2007 / Neusichtung am: Japanuary 2024

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Toho, Classic Media und genius entertainment vor = US- und jap. Fassung an Bord. Ich schaute mir die jap. Fassung an = Gute Bild- und Tonqualität, Japanischer O-Ton, englische Subs, Uncut. Als Blu-Ray in den USA von The Criterion Collection erschienen (auch UK) und in Deutschland von 8-Films (als Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah).  

Dienstag, 22. März 2022

Mothra Vs. Godzilla Review


Mothra Vs. Godzilla

Story:

 

Nach einem Sturm wird ein Riesen-Ei angespült. Geschäftsmänner nehmen dieses in Besitz und wollen damit viel Geld verdienen. Das Ei stammt von Infant Island und gehört der Riesen-Motte Mothra, die ihr Ei zurückhaben möchte. Doch die Geschäftsmänner bleiben stur. Als Godzilla auftaucht und ebenso Mothra, um ihr Ei zu holen, eskaliert die Situation, während Reporter und Co. (u.a. Akira Takarada) versuchen, das Ei ihrem rechtmässigen Besitzer zurückzugeben…

 

Meine Meinung:

 

Godzilla wurde 1954 zum weltweiten Riesen-Erfolg, so dass Nachfolger schnell gedreht und veröffentlicht wurden. Es folgten sehenswerte Fortsetzungen wie Godzilla Raids Again und King Kong vs. Godzilla, gefolgt von dem vierten Teil der Reihe: Mothra Vs. Godzilla aka Godzilla und die Urweltraupen. Dieser entstand genau zehn Jahre nach dem Original Godzilla und ist wie die Vorgänger ebenso eine sehenswerte Fortsetzung geworden.

 

Zu Ehren von Akira Takarada, der am 14. März dieses Jahres starb, gab es eine Neusichtung zu Mothra Vs. Godzilla. Es handelte sich auch erst um die 2. Sichtung zum Film. Akira Takarada (The Three Treasures, The Last War, King Kong Escapes), der bereits im Original-Godzilla mitwirkte, spielte noch in weiteren Fortsetzungen mit. Meist neue Rollen. So auch hier.

 

Und sein Auftritt ist dabei sympathisch, so spielt er doch einen der Guten. Nur die Bösewichte tanzen leicht aus der Reihe, da oft unfreiwillig komisch wirkend (inklusive Hitler Schnäuze, was ich sonst vor allem aus dem Hong-Kong Kino kenne (wenn Japaner die Bösewichte sind). Die Menschen spielen dabei aber nur in der 1. Filmhälfte eine zentrale Rolle.

 

In dieser wird Wert auf die Figuren und Plot gelegt. Monster kommen noch spärlich vor. Dabei ist der Film dennoch mehr düster statt lustig und Godzilla noch böse. Die zweite Filmhälfte gehört dann Godzilla, Mothra und Co. Diese Szenen sind die Highlights des Filmes. Die Monster dominieren und dabei resultieren Zerstörungen und Monster-Kämpfe.

 

Die Effekte sind auch heute (für mich) noch sehenswert und haben viel Charme. Ziehe ich den CGI Effekten neuerer Godzilla-Streifen vor. Abgerundet wird der Film mit der tollen Musik von Akira Ifukube (Frankenstein Conquers the World).

 

Fazit: Für jeden Godzilla- und Kaiju-Fan zu empfehlen!

 

Gefolgt von: Ghidorah, the Three-Headed Monster

 

Infos:

 

O: Mosura tai Gojira

 

Japan 1964

 

R: Ishirô Honda

 

D: Akira Takarada, Yuriko Hoshi, Hiroshi Koizumi, Yû Fujiki, Yoshifumi Tajima

 

Laufzeit der US-DVD: 88:37 Min.

 

Neusichtung am: 20.03.22

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Toho / ClassicMedia vor = US- und jap. Fassung. Ich sah die jap. Fassung = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Gibt es in der Criterion Collection als US- oder UK-Blu Ray. In Deutschland ebenso als Blu-Ray zu haben (Anolis).

Donnerstag, 2. Januar 2020

Godzilla Raids Again Review

Japanuary 2020
Godzilla Raids Again

Story:

Zwei Piloten entdecken auf einer Insel Godzilla und ein 2. Monster (Anguirus, einen Dinosaurier aus vergangenen Zeiten). Auf dem Festland geben die beiden Piloten Rapport ab und das Militär versucht verzweifelt, sich gegen Godzillas Attacken zu verteidigen und vorzubereiten – doch dieser kommt diesmal nicht allein, sondern bekämpft auf dem Festland Anguirus

Meine Meinung:

Godzilla Raids Again ist die erste Fortsetzung von Godzilla, welche bis dato (2020) auf über (!!!) 20 Fortsetzungen kam. Für eine Film-Reihe eine fantastische Quote. Ich denke, ähnlich erfolgreich waren nur die James Bond und Zatoichi Filmreihen. Andere kommen mir, zumindest spontan, nicht in den Sinn.

Godzilla Raids Again hat die Zweitsichtung erfolgreich bestanden. Die Fortsetzung hat mir, wie das Original, sehr gut gefallen. Die Story wird gut erzählt und dabei nicht vernachlässigt. Analog zum Tierhorror-Genre lässt man sich Zeit, Godzilla und Anguirus früh zu zeigen, um eine Art Spannung zu generieren.

Gut fand ich die Tatsache, dass hier noch keine Kinder-Figuren und Humor vorherrschen. Der Film ist ernst, düster und sehr stimmungsvoll. Die Kamera fängt stimmig schöne Bilder ein, dessen Intensität durch die Schwarzweis-Bilder verstärkt wird.

Die Effekte waren genau nach meinem Geschmack und klasse. Godzilla wirkt böse und unheimlich. Monster Anguirus darf mittun und somit gibt es nebst Militär Vs. Godzilla auch Monster-Kämpfe zu sehen. Das dabei die Stadt leidet und es zu Zerstörungen kommt, ist die logische Konsequenz (deshalb liebt man die Filme auch).

Die Figuren sind okay, aber nicht speziell erwähnenswert aber auch nicht nervend. Die Story bietet den Figuren eine Art Liebesgeschichte und viel Pathos, vor allem im spannenden, langen, gut getricksten und effektiven Finale, welches im Schnee und Eis spielt (Militär Vs. Godzilla) – immer ein tolles Setting im japanischen Kino (zuletzt in Liverleaf).

Wenn ich Godzilla Raids Again mit Godzilla Against Mechagodzilla (2002) vergleiche, den ich erst vor kurzem sah, dann gefällt mir der altmodische Film (und die Effekte) deutlich besser! Mehr Charme und somit jedem Godzilla-Fan uneingeschränkt zu empfehlen!


Infos:

O: Gojira no gyakushû

Japan 1955

R: Motoyoshi Oda

D: Hiroshi Koizumi, Setsuko Wakayama, Minoru Chiaki, Takashi Shimura, Masao Shimizu

Laufzeit der US-DVD: 81:36 Min.

Gesehen am: Mai 2007 / Review überarbeitet: Jan. 2020

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Classic Media/Toho/Sony vor = 2 Fassungen (darunter die zensierte US und die Uncut), sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Gäbe es in D von Splendid auf Blu-Ray.

Mittwoch, 9. August 2017

Godzilla Review

Godzilla

Story:

Als Ursache für das Verschwinden von Schiffen wird eine mysteriöse, prähistorisch anmutende Kreatur, welche Godzilla genannt wird, ausgemacht. Diese legt auch Teile Tokyos in Schutt und Asche. Militäraktionen gegen Godzilla sind nicht erfolgreich. Wissenschaftler versuchen einen Weg zu finden, die Kreatur unschädlich zu machen. Die Zeit drängt…

Meine Meinung:

Auf der US-DVD von 2006 steht liebevoll „THE ORIGINAL JAPANESE MASTERPIECE“ – dieser Bemerkung ist nichts hinzuzufügen!

Die Kreatur Godzilla, im Japanischen Gojira genannt, ist zum Aushängeschild des Japanischen Kinos geworden und war nicht nur bloss eine Antwort auf King Kong. Godzilla hat sich überall auf der Welt einen Namen geschaffen. Es gibt Plüschtiere, Poster, Spielzeug, Figürchen, mehr als 20 weitere, offizielle Teile, Spin-Offs, mehrere unwürdige US-Remakes / Verfilmungen und unzählige VHS, VCD, Laserdisc, DVD und Blu Ray Fassungen des Kultmonsters.

Die Filmemacher wollten mit dem Film ihrer Kritik an den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki freien Lauf lassen und so verkam der Streifen nicht nur zu einem simplen Monsterfilm, sondern hatte auch sozialkritische Töne zu bieten, welche in der US-Fassung des Filmes geändert oder zensiert wurden.

Die Geschichte nimmt sich recht viel Zeit und das Monster sieht man nicht sofort, was die Handlung tatsächlich spannend werden lässt (Analog zum klassischen Tierhorrorfilm). Es weiss zwar jeder in etwa wie Godzilla ausschaut, aber auch im ersten Film, der in s/w gedreht wurde und von 1954 stammt?

Der Film kommt im s/w bedrohlich daher, wenn zu Beginn unzählige Schiffe auf mysteriöse Weise verschwinden, bis sich Godzilla dann zum ersten Mal zeigen lässt. Das s/w sorgt für intensive und stimmungsvolle Bilder, welche den Film auch optisch sehenswert machen.

Und die Kreatur, ein Mann in einem Gummikostüm (im August 2017 verstorben, RIP), welches eine Miniaturstadt zerlegt, blieb der Reihe treu. Auch in den unzähligen Fortsetzungen und weiteren Filmen dieser Art (Kaijū Eiga = Monsterfilm heisst das Genre spezifisch) wurde nicht darauf verzichtet. Der für Toho Verhältnisse relativ teure Film (und damit ein Risiko) war ein voller Erfolg und unzählige Fortsetzungen (Shin Godzilla war 2016 der 29. Teil der Reihe wenn ich korrekt gezählt habe) waren die logische Konsequenz inklusive Statue in Tokyo, Ginza (welche ich 2010 in meiner Japan Rundreise natürlich nicht entgehen lassen durfte, siehe Fotos).






Zwar hält sich die Zerstörungswut und der Sachschaden im ersten Film noch in Grenzen, doch im Grossen und Ganzen sind sie schon spassig und sehenswert inszeniert. Meine Lieblingsszene nebst der mit dem Zug ist jene, in welcher die Reporter auf einem hohen Turm stehen und Godzilla mit den hellen Blitzlicht-Fotos anziehen, und auch dann nicht weichen, als Godzilla den Turm zum Einstürzten bringt. Klasse Szene. Die Effekte sind für meinen Geschmack in diesen Filmen eine Art Kunst und ich liebe jede einzelne Effekt-Szene – egal ob als Gummikostüm oder Miniaturarbeit zu erkennen – es sind liebevolle, aufwändige Szenen und zeigen die Fantasie der Filmemacher. Es sind für mich die Highlights jeden solchen Filmes.

Die Darsteller sind glaubhaft und überzeugend, aber wie in den weiteren Filmen nur Statisten – Godzilla ist der wahre Star des Filmes (und der Fortsetzungen). Zwar gibt es im ersten Teil hier und da Längen (und das Finale selbst hätte spektakulärer sein dürfen), aber das Tut der Qualität keinen Abbruch!

Godzilla ist ein zeitloser Klassiker und wichtiger Film für das jap. Kino – dessen Fans ich dieses Meisterwerk nur empfehlen kann!

PS: Starker Soundtrack, gefällt mir sehr! 
 
Gefolgt von: Godzilla Raids Again 

Infos:

O: Gojira

Japan 1954

R: Ishiro Honda

D: Akira Takarada, Momoko Kôchi, Akihiko Hirata, Takashi Shimura, Fuyuki Murakami, Sachio Sakai

Laufzeit der US-DVD: 95:47 Min.

Erstsichtung: Mai 2007

Review überarbeitet und 2. Sichtung: 08.08.17/09.08.17 

Fassungen: Mir lag die US DVD von Sony / Classic Media vor = Veränderte, zensierte US Fassung und japanische Originalversion in Japanisch mit englischen Subs an Bord. Dazu werden exklusive Extras, eine edle Verpackung und ein 16seitiges Booklet mit informativen Infos geboten. Die Bildqualität ist recht gut. Die DVD stammt aus dem Jahr 2006. Inzwischen gibt es den Film auch als Blu Ray im O-Ton mit englischen Subs (z.B. Criterion Collection USA) oder mit deutschen Subs (Deutschland von Splendid).