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Samstag, 4. April 2026

Blutige Nachrichten

Blutige Nachrichten

Inhalt:

«Vier neue Kurzromane von Stephen King.

Als Detective Ralph Anderson den Umschlag öffnet, findet er einen USB-Stick mit der Aufschrift Blutige Nachrichten, offenbar eine Anspielung auf die Journalistenregel, dass blutige Nachrichten sich gut verkaufen. Darauf gespeichert ist ein Audiobericht von Holly Gibney. Sie klingt atemlos.

Ich habe mein Bestes getan, Ralph, nur reicht das vielleicht nicht. Trotz meiner ganzen Planung besteht die Chance, dass ich die Sache nicht überlebe. Falls ich sterbe und du fortführen willst, was ich begonnen habe, pass bitte auf. Du hast Frau und Sohn.»

Meine Meinung:

Blutige Nachrichten von Stephen King (Im Kabinett des Todes, Menschenjagd, Stark - The Dark Half) präsentiert vier neue Kurzgeschichten. Zwei davon wurden mittlerweile verfilmt (The Lift of Chuck als Kinofilm und Mr. Harrigans Telefon als Netflix-Serie).  Ich kaufte den Roman vor allem wegen der titelgebenden Story Blutige Nachrichten, da es hier ein wiedersehen mit Holly gibt. Holly ist eine fiktive Figur, die Stephen King ans Herz gewaschen ist.

Daraus resultierten die Romane Mr. Mercedes, Holly sowie Der Outsider inklusive sehenswerter TV-Serien (zumindest die 1. Staffel von Mr. Mercedes war toll und The Outsider war ebenfalls klasse). Irritierend war, dass Holly in der Outsider TV-Serie schwarz war, während sie in Mr. Mercedes weiss war. Zumindest nach dem Lesen von Blutige Nachrichten kann gesagt werden, dass Hollys Hautfarbe definitiv weiss ist. Der Roman als ganzes hat mich eher enttäuscht.

Das lag vor allem an den ersten zwei Geschichten.  Mr. Harrigans Telefon fand ich langweilig, repetitiv und nervend. Da werde ich mir auch sicher die TV-Serie nie ansehen. Auch die zweite Episode fand ich schwach. Zwar fängt die mysteriös und auf eine Art und Weise auch spannend an, aber Antworten gibt es nie. Also auch keine wirkliche Auflösung. Und da ich keine Person bin, die gerne das Tanzbein schwingt, empfand ich die viele Tanz-Passagen als uninteressant. Die Story war nicht ganz so schwach wie Mr. Harrigans Telefon, aber ich war froh, als sie zu Ende war.

Blutige Nachrichten war die beste der vier Geschichten. Ich fühlte mich an ein Klassentreffen erinnert und die Figuren bedürften kleine lange Einleitung. Natürlich gibt es Links und Querverweise zu Der Outsider und Mr. Mercedes. Die beiden Romane sollten zuerst gelesen werden. Dann Blutige Nachrichten und als letztes Holly. Einige der familiendramatischen Inhalte hätten etwas gestrafft werden können wie auch einige politische Seitenhiebe seitens Stephen Kings (in der er seine persönliche, politische Meinung einbringt). Aber abgesehen davon war das gradlinige, solide und fesselnde Krimi-Unterhaltung mit Figuren, die dem Leser bereits zuvor ans Herz gewachsen sind.

Die letzte Geschichte namens Ratte war dann auch gut. Die war spannend, kurzweilig und amüsant. Zwar bleiben danach Raum für Interpretationen (King geht im Nachtwort u.a. drauf ein), dennoch habe ich diese Geschichte am schnellsten gelesen (zwei lange Zugfahrten). Blutige Nachrichten nahm von den Seitenzahlen am meisten Platz ein. Von den vier Geschichten Mr. Harrigans Telefon, Chucks Leben, Blutige Nachrichten sowie Ratte sind zumindest die zwei letzten lesenswert. Wobei das noch immer Geschmackssache ist…

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 573

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: 2. Auflage 08/2021

Samstag, 22. November 2025

Holly Roman Besprechung

Holly

Inhalt:

«SOBALD MAN MEINT, MAN HÄTTE DAS SCHLIMMSTE GESEHEN, WAS MENSCHEN ZU BIETEN HABEN, STELLT MAN FEST, DASS MAN SICH GEIRRT HAT. DAS BÖSE IST EINFACH GRENZENLOS.»

Meine Meinung:

Holly ist eine ursprüngliche Nebenfigur der Romane Mr. Mercedes (plus Fortsetzungen) sowie Der Outsider. Stephen King fand an ihr solchen Gefallen, dass er ihr in Holly einen eigenen Roman widmete. Den habe ich nun gelesen und komme zum Fazit, dass mir Holly im Grossen und Ganzen etwas weniger gut als Mr. Mercedes sowie Der Outsider gefallen hat. Das lag an diversen Dingen, die mich am Roman etwas gestört haben.

Einige Dinge waren meiner Meinung nach unnötig und hätten inhaltlich weggelassen werden können (Tod von Hollys Mutter). Das trug nichts zur Story bei, sondern hat den Roman nur auf Seitenanzahl gebracht. Die Szenen haben immer wieder Risse in den eigentlichen Verlauf des Plots gerissen. Was mich auch störte war die Tatsache, dass Holly am Ende gerettet werden musste. Dass einige der Nebenfiguren in den Hintergrund geraten (Jerome Robinson) fand ich auch schade. Stattdessen bekommt dessen Schwester einen viel wichtigeren Sub-Plot, dessen Inhalte mich am Anfang auch wenig gefesselt haben.

Weiterhin störte mich die Verschmelzung von politischen Ansichten von King, der fiktiven Story und realen Ereignisse wie der Corona-Krise. Welche politischen Ansichten ein Künstler verfolgt, hat mich als Leser nicht zu interessieren. Ich will mich vom Künstler abgrenzen. Es gibt viele Künstler, die Dreck am Stecken haben (Klaus Kinski, Roman Polanski), aber dessen Werke dennoch für sich gesehen eindrücklich sind. Was Künstler privat für Ansichten haben, hat mich nicht zu interessieren. Das immer wieder zwischen den Zeilen lesen zu müssen, sah ich als negativ an. King geht dazu nach dem Roman noch ein und erklärt sich.

Der Plot ist abgesehen davon interessant, wenn auch weniger schrecklich und böse, als erwartet. Zudem nicht unbedingt neu. Experimente, Kannibalismus, Mad scientist Motive. Wer das mag, wird Holly mögen. Ich mochte das alte Kannibalen Ehepaar und die Tatsache, wie sie sich intellektuell als was Besseres sehen und wie sie insgeheim von oben herab auf andere schiessen. Das fand ich amüsant. Zudem wird noch Bezug zu einem weiteren Stephen King Roman genommen, in dem Holly einen Fall bearbeitet. Das müsste Blutige Nachrichten sein. Den werde ich mir auf die Wunschliste setzen. Indem wird auch u.a. Bezug zu Der Outsider genommen.

Fazit: Schwächer als die anderen Romane mit Holly, aber noch immer gut lesbar und unterhaltsam!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 636

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: 3. Auflage 11/2024 (Ursprünglich 2023)

Donnerstag, 6. November 2025

Mr. Merceds

Mr. Merceds

Inhalt:

«Ein Mercedes S 600 rast in eine Menschenmenge. Es gibt viele Todesopfer; der Fahrer entkommt. Der Wagen wird später gefunden. Auf dem Beifahrersitz liegt eine Clownsmaske; das Lenkrad ziert ein grinsender Smiley. Monate später meldet sich der Massenmörder und droht ein Inferno mit Tausenden Opfern an.»

Meine Meinung:

Mr. Mercedes ist Stephen Kings Auftakt in der «Bill-Hodges-Serie» und stellt den «1. Band» dar. «Finderlohn» ist die Fortsetzung und der eigentliche Plot mit «Mr. Mercedes» endet erst in «Mind Control» (à la Patrick lebt). Die Buch-Reihe wurde als Mr. Mercedes als Serie verfilmt. Drei Staffeln. Die Serie sah ich mir an und mochte vor allem die 1. Staffel. Daher holte ich mir auch den Roman. Zum Vergleichen. In dem Roman kommt in der 2. Hälfte auch Holly vor, die Stephen King danach auch in Der Outsider einbaute. In Holly, einem Roman den ich als nächstes lesen werde, bekommt sie sogar ihre ganz eigene Geschichte als Hauptperson.

Mr. Mercedes hat mir auch als Roman gut gefallen. Die Serie wurde, um es auf eine ganze Staffel zu bringen, hier und da erweitert. Bill hat in der Serie nicht nur Jerome und Holly an seiner Seite, sondern auch eine Nachbarin. In der Serie hat er ein Haustier (Schildkröte), im Roman nicht. Desweitern bekommen auch Bradys Arbeitskollegen mehr Zeit in der Serie. Alles in allem wurde die Serie gut mit fiktiven Momenten aufgepeppt, die gut zum eigentlichen Plot passen. Das einzige Detail, welches in der Serie stört, war die Tatsache, dass Bill deutlich mehr ein selbst bemitleidender Alkoholiker ist, als er das im Roman ist. Schön zu sehen, dass das im Roman kaum eine Rolle spielt. Und das Finale (der Ort, wo es stattfindet), wurde für die Serie angepasst. 

Wer gerne Krimis und Thriller liest, die realistisch inszeniert sind (hier mehr True-Crime und Terroranschläge-Vibes), jedoch mit z.T. speziellen Figuren aus dem Stephen King Universum, wird mit Mr. Mercedes eine kurzweilige und spannende Lektüre vorfinden. Ob sich die Fortsetzungen lohnen? Das ist Geschmackssache. Da mir schon die Verfilmungen nur wenig zusagten, verzichte ich gerne auf die weiteren Romane…

Fazit: Stephen King Fans zu empfehlen!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 590

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: 6. Auflage 08/2019 (ursprünglich 2014

Freitag, 24. Oktober 2025

Der Outsider

Der Outsider

Inhalt:

«Ein unbeschreibliches Verbrechen. Eine Fülle an Beweisen. Ein überführter Unschuldiger. Zwei gegensätzliche Storys, die beide wahr sind.»

Meine Meinung:

Meine Schwester hat mir vor einiger Zeit die Serie The Outsider empfohlen. Basierend auf einem Stephen King Roman, von dem ich zuvor noch nie was gehört habe. Es handelt sich um eine HBO-Serie. Zehn Episoden und jede Folge läuft ca. eine Stunde. Ich mochte die Serie, bis auf dem Finale, welches mir zu Action geladen war und/oder zu sehr Es Vibes hatte. Aber im Grossen und Ganzen war es für mich als Stephen King Fan eine tolle und sehenswerte Serie. Angefixt durch die Serie Mr. Mercedes (auch basierend auf einer Stephen King Roman Trilogie) und den Vergleich zwischen The Long Walk (Film) und Todesmarsch (Roman) holte ich mir von The Outsider auch den Roman. Ich war total gespannt darauf, zu vergleichen.

Nachdem ich Todesmarsch zu Ende gelesen hatte, startete ich mit Der Outsider. Dieses hat eine stolze Laufzeit von 748 Seiten. Ich habe den Roman in ca. fünf Tagen durchgelesen. Ich empfand den Roman nebst The Stand, Es oder die Der Dunkle Turm Reihe als eine der besten Arbeiten von Stephen King. Zudem mochte ich es enorm, mit der Serie vergleichen zu können. Inhaltliche Änderungen und/oder mit den Bildern zu vergleichen, die ich vor dem geistigen Auge wahrnahm. Ich habe wenig Änderungen wahrgenommen. Zwei Dingen stachen mir ins Auge. 

Holly, eine Nebenfigur aus Mr. Mercedes, welche hier erneut auftaucht und später sogar ihrem eigenen Roman namens Holly bekam, ist im Roman weiss und in der Serie schwarz. Abgesehen davon wurde sie in der Serie ähnlich wie im Roman dargestellt. Die 2. grosse Änderung, welche mir auffiel, war vor dem Finale. In der Serie versucht der Outsider einen kleinen Jungen bei einem Stadtfestival zu entführen und wird gestört. Die örtliche Polizei sucht danach unsere Helden auf. Im Roman passiert das nicht. Und aus einer liebevollen Mutter (im Roman) wurde in der Serie ein Bruder.

Für mich war Der Outsider, obwohl ich wusste, was passieren würde, da ich die Serie schon sah, trotzdem sehr spannend, fesselnd, intensiv, unterhaltsam und abwechslungsreich. Mehrfach auch wirklich episch und einfach toll. Es war so schön, in diese Welt einzutauchen und mit den Figuren mitzufühlen. Die Figuren sind mehrheitlich durch und durch sympathisch und der Roman strotzt nur so vor Stephen Kings Vibes, welche ich auch in dessen Roman-Verfilmungen mag.

Mit anderen Worten: ein Must Have Roman für Stephen King Fans und wirkte als Gesamtwerk noch besser als die schon gelungene Serie! 

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 748

Roman/Sachbuch: Sachbuch

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: 8. Auflage 12/2019 (Ursprünglich 2018)

Mittwoch, 22. Oktober 2025

Todesmarsch

Todesmarsch

Inhalt:

«Die düstere Utopie des Horror-Kings über einen amerikanischen Militärstaat: Jedes Jahr am 1. Mai brechen einhundert 17-jährige Amerikaner zum Todesmarsch auf. Für neunundneunzig von ihnen gilt das wörtlich - sie werden nicht überleben. Der Sieger dagegen bekommt alles, was er sich wünscht…»

Meine Meinung:

The Long Walk, so der Originaltitel dieser Stephen King Geschichte, sah ich mir vor einigen Wochen im Kino an. Spielfilm = die Roman-Verfilmung. Den Roman selbst kannte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Den Film fand ich okay. Durchschnittlich. Für eine einmalige Sichtung geeignet, aber im Grossen und Ganzen nichts Spezielles. Mein Kumpel hingegen schwört auf den Roman und als ich gelesen habe, dass dem Film auch Veränderungen widerfahren sind (z.B. das Ende), war ich sehr neugierig darauf, zu erfahren, wie sich Film und Roman unterscheiden werden. Ich wollte vergleichen und kaufte mir den Roman.

Ich fand den Roman klar besser. Ich empfand den Roman als derber. Es wird sich für die Figuren mehr Zeit genommen. Das Leiden kommt intensiver zur Geltung. Der Verfall und das Leiden wird dem Leser nähergebracht und fühlt sich echter an, als im Film. Zudem mochte ich es, dass die Figuren im Roman mehr bereuen als im Film. Sie haben mehr Tiefe und bereuen, am Marsch teilgenommen zu haben. Zudem wird auch mehr auf animalische Triebe eingegangen, welche auch in dieser Nahtoderfahrung entsteht. Die pure Lust (auf nacktes Fleisch, Frauen, Nähe, Körper). Primitive Urinstinkte lodern auf. Das wird im Roman ja auch bildlich und inhaltlich dargestellt (die eine Zuschauern, welche sich auf dem Auto räkelt und sich anbietet oder die Erinnerungen der Hauptfigur an seine Freundin Jan).

Daneben hat mir auch das Ende im Roman besser gefallen. Es ist düsterer und böser. Und das entspricht meinem Geschmack. Ich fühlte mich beim Ende sofort an den französischen Film 5150 Elm’s Way und dessen Ende erinnert. In diesem flieht der Entführte nicht, sondern will in seinem Irrsein und nachdem er den Verstand verloren hat, freiwillig weiterspielen. So ähnlich ist es im Todesmarsch. Das Ende gefiel mir daher. Wie das Ende im Film verändert wurde, ist nachträglich reflektiert schade, aber halt kommerzieller und entspricht mehr dem Mainstream. Dass auch eine andere Figur gewinnt und dessen Hautfarbe noch verändert wurde, entspricht zusätzlich dem heutigen Zeitgeist. 

Das sah ich schon in anderen neuen Stephen King Serien. So die Figur Holly aus dem neuern King-Universum betreffend. In der Mr. Mercedes Serie (drei Staffeln) ist sie weiss, in der Serie The Outsider hingegen war sie schwarz. Das ist dann schon irgendwie schräg und unlogisch und vor allem eigentlich auch unnötig und verwirrend. Für den Plot in Todesmarsch spielt die Hautfarbe jedoch keine grössere Rolle. Es ist, sowohl im Film wie auch im Roman nicht klar, in welchem Jahr diese düstere Utopie handelt. Das, was im Film dem Roman am nächsten kommt, war die Darstellung von Barkovitch. Das haben die Produzenten im Film sehr authentisch hinbekommen.

Fazit: Für King Fans Pflichtlektüre!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 374

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King (als Richard Bachman)

Erschienen: 12. Auflage (10/2013), ursprünglich 1979

The Long Walk Review

The Long Walk

Story:

Eine Gruppe von jungen Männern (u.a. Cooper Hoffman, David Jonsson, Ben Wang, Charlie Plummer, Tut Nyuot) nimmt am «Long Walk» Teil. Es gibt diverse Regeln. Die wichtigste ist: laufen oder sterben! Begleitet werden sie vom Major (Mark Hamill) und seiner Truppe. Nur dem letzten Überlebenden ist ein Preisgeld und die Erfüllung eines Wunsches sicher…

Meine Meinung:

Auf The Long Walk wurde ich vor paar Wochen aufmerksam. Zuerst schrieb mir ein Kumpel dazu und später sah ich den Trailer im Kino: und der Trailer sah vielversprechend aus = Kinobesuch beschlossene Sache. Es handelt sich bei The Long Walk um eine Stephen King Roman Verfilmung. Es ist, wie schon bei Running Man, eine Geschichte, die Stephen King unter seinem Pseudonym Richard Bachman geschrieben hat. Ich kenne den Roman nicht.

Nach dem Kinobesuch muss ich sagen, dass der Film nicht ganz das halten kann, was der Trailer in mir ausgelöst hat. The Long Walk ist absolut solide und gut schaubar, aber im Grossen und Ganzen absolut nichts Besonders oder Spezielles. Es kommen in der Tat typische Stephen King Vibes auf, aber der Inhalt war halt auch sehr dünn, bleibt ohne Erklärungen und der Verlauf ist auf Dauer sehr repetitiv. Der Film ist technisch gut gemacht, er geht schnell zur Sache und die Darsteller machten ihre Sache mehr als ordentlich. Der Cast ist mir bis auf Mark Hamill unbekannt.

Ihn kenne ich aus Filmen wie Midnight Ride, The Guyver, Sleepwalkers oder Body Bags. Die Mehrheit dürfte ihn aus der Original Star Wars-Reihe kennen, wo er die Hauptrolle spielte (als Luke Skywalker). Er spielt hier den Major. Ich habe gelesen, dass seine Figur im Roman eindrücklicher sein soll. Allgemein habe ich gelesen, dass es für den Film doch viele Änderungen gab. Auch sollen sich die Figuren im Roman z.T. anders verhalten Es scheint für den Film diverses verändert worden zu sein. Ob das auch für das Ende gilt, weiss ich nicht. Ich habe extra nicht mehr dazu gelesen, da ich mir den Roman holen werde. Ich werde gespannt sein, wie sich dieser vom Film unterscheiden wird.

Fazit: Stephen King Fans können einen Blick riskieren. Was mich angeht, wird es beim Kinobesuch bleiben. Kein Kauf und kein Film für meine (Film)Sammlung.

Infos:

O: The Long Walk

USA 2025

R: Francis Lawrence

D: Cooper Hoffman, David Jonsson, Ben Wang, Charlie Plummer, Tut Nyuot, Mark Hamill

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 108 Min.

Gesehen am: 11.09.25

Fassungen: Im Kino gesehen (Englisch mit Untertiteln, Uncut). Eine deutsche DVD, Blu-Ray und UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Sept. 2025).

Sonntag, 18. Mai 2025

The Monkey

The Monkey

Story:

Nachdem die Zwillinge Bill und Hil (Theo James) auf dem Dachboden eine Affenfigur finden, lösen sie damit eine mysteriöse Mordserie auf. Was hat es mit der Figur auf sich?

Meine Meinung:

Auf The Monkey freute ich mich. Nachdem ich 2025 im Kino mehrfach nicht wirklich befriedigt wurde (Nosferatu und Wolf Man), sollte es Osgood Perkins (February) neuer Film, basierend auf einer Kurzgeschichte von Stephen King, die ich nicht kenne, richten. Nach Longlegs, den ich 2024 sehr mochte, waren gewisse Erwartungen vorhanden. Ich schaute mir von The Monkey nur den ersten Trailer an. Keine weiteren Trailer und ich habe bewusst keine Reviews gelesen. So ging ich ohne falsche Erwartungen und auch ohne wirkliches Vorwissen ins Kino.

Leider hat sich auch dieser Kinobesuch nicht wirklich gelohnt. Ist The Monkey langweilig? Definitiv nein. Im Gegenteil: ich wurde unterhalten und langweilig wurde es nie. Aber ist The Monkey ein guter Film? Nein! Leider nicht. Ich kenne die Kurzgeschichte von Stephen King nicht. Der Plot mit dem Zwilling kommt in dieser, was ich inzwischen herausgefunden habe, nicht vor. Diesen hätte man im Film auch komplett weglassen können. The Monkey kann definitiv nicht an einen Longlegs oder February anknüpfen. Der Film wird als schwarze Horrorkomödie betitelt. Der Film, der an die Final Destination Reihe erinnert, ist zwar wie bereits erwähnt alles andere als langweilig und unterhaltsam, aber der Film, die Dialoge, der Plot, der "Humor", das Drehbuch und die Figuren sind allesamt total bescheuert.

Der Horror funktioniert nicht, spannend oder gruselig wird es nie (auch wenn der Affe creepy wirkt), wirklich explizit blutig ist der Film auch nicht (der ganze Gore passiert praktisch im off screen, zu schnell oder mit sichtbaren CGI-Elementen vermischt) und der Humor und die Dialoge könnten von einem 12jährigen stammen. Vor allem die total überzeichneten Charaktere, die Dialoge und der «Humor» waren übel. Bei uns im Kino wurde den ganzen Film über nicht einmal gelacht. Der Film fühlt sich an wie ein Witz, der erzählt wird, und der aber nicht witzig ist und dessen Erzähler und seine Reaktion zum Fremdschämen einlädt. Elijah Wood (Maniac) spielt keine Hauptfigur und kommt nur ca. zwei Minuten vor.

Fazit: Nach Longlegs kann man von The Monkey nur enttäuscht sein!

Infos:

O: The Monkey

Grossbritannien, USA 2025

R: Osgood Perkins

D: Theo James, Elijah Wood, Sarah Levy, Osgood Perkins, Tatiana Maslany, Laura Mennell

Laufzeit der Originalversion: Ca. 98 Min.

Gesehen am: 20.02.25

Fassungen: Im Kino gesehen in Englisch mit deutschen und franz. Untertiteln. Uncut. Eine deutsche Blu-Ray ist noch nicht angekündigt (Stand: Feb. 2025).

Mittwoch, 27. November 2024

The Dark Half

The Dark Half

Story:

Thad Beaumont (Timothy Hutton) ist Universitätsprofessor und Schriftsteller. Jahrelang schrieb Thad unter einem Pseudonym Schund- und Horrorromane, die sich gut verkauft haben. Nun wird er erpresst, da jemand herausgefunden hat, dass er dessen Autor ist. So kommt Thad, sein Management und seine Ehefrau zum Schluss, an die Öffentlichkeit zu gehen und die beliebte Horrorfigur in einem letzten Roman sterben zu lassen – und somit nicht mehr erpressbar zu sein. Doch kurze Zeit später beginnt eine mysteriöse Mordserie, und alle Indizien lassen Thad als Täter dastehen…

Meine Meinung:

Im ersten Quartal dieses Jahres habe ich den Roman gelesen (siehe Review) und war begeistert. Danach wollte ich mir den Film ansehen, um vergleichen zu können und stellte erschrocken fest, dass ich die DVD nicht habe. Ich fand heraus, dass ich den Film nie hatte, sondern im Januar 2012 beim Kumpel (als deutsche DVD) während eines Filmabends gesehen habe. Der Film stand auf der Wunschliste, doch andere Filme hatten Priorität. Im Sommer kaufte ich mir die Blu-Ray und nun, im Herbst, auch durch meinen Geburtstag an den Film erinnert (quasi eine Horror-Zwillinge-Story = ich habe auch einen Zwilling), war es endlich so weit.

Der Film ist solide und okay. Jedoch kann ich die ganz grosse Euphorie der 1. Sichtung nicht mehr teilen. Das liegt vor allem auch einfach daran, dass der Roman deutlich besser, spannender, fesselnder und stimmungsvoller war. Zudem gibt es diverse Änderungen zwischen Roman und Film, welche im Booklet von Thorsten Hanisch perfekt erläutert werden. Endlich Mal ein Booklet, welche das bietet, was ich von diesem erwarte. Ausserdem werden einige tolle Momente des Romans im Film viel zu schnell behandelt, was aber auch normal ist, da weniger Zeit, um alles aus dem Roman filmisch darzustellen.

Dem Stoff des Stephen King Romans nahm sich Dawn of the Dead Regisseur George A. Romero (Day of the Dead, Land of the Dead, Die Nacht der lebenden Toten, The Crazies) an. Die Umsetzung ist durch und durch solide. Langweilig wird es nicht. Timothy Hutton Schauspiel wird vor allem dann deutlich, wenn er Stark, seinen Filmmörder, spielt. Das Gegenteil vom Schriftsteller. Gekonnt, solide. Der wohl bekannteste Name wird von Michael Rooker gespielt, den vor allem Horrorfans aus Filmen wie Henry: Portrait of a Serial Killer oder Slither kennen dürften.  Die Horrorparts sind weniger stimmungsvoll und brutal/explizit als im Roman.

Es gibt wenig Effekte zu sehen. In der Hinsicht sei vor allem die Operation zu beginnt des Filmes erwähnt, 1-2 Wunden (Gesicht) und der wunderbare Make-Up-Effekt im Finale! Absolut sehenswerte und tolle Kreationen, die die Effekte-Macher da kreiert haben. Auch Tom Savini (Night of the Living Dead, Dawn of the Dead, From Dusk Till Dawn) wird im Team der Künstler gelistet. Als «special makeup effects production assistant». Er hat schon zuvor mit Regisseur George A. Romero (in Dawn of the Dead) zusammengearbeitet. Die Musik besorgte Christopher Young, der auch für viele Horrorfilme als Komponist  tätig war (A Nightmare on Elm Street 2: Freddy's Revenge, Hellraiser, Die Fliege 2, Düstere Legenden). Ich kann mir vorstellen, dass der Film besser gefällt, wenn nicht mit dem Roman vergleichen wird. Ist das aber nicht fast immer so?

Fazit: Horror- und Stephen King Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: The Dark Half

USA 1993

R: George A. Romero

D: Timothy Hutton, Amy Madigan, Michael Rooker, Julie Harris, Robert Joy, Chelsea Field, Royal Dano

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 121:28 Min.

Gesehen am: Januar 2012 / Neusichtung am: 14.10.24

Fassungen: Mir lag das deutsche Mediabook von OFDb Filmworks vor = Mediabook, DVD/Blu-Ray Fassung zum Film, Booklet von Thorsten Hanisch (sehr zu empfehlen), Deutsch/Englisch mit Untertiteln, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist gelungen.

Samstag, 13. Juli 2024

Shining

Shining

Story:

Eine Familie (Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd) zieht für den Winter für fünf Monate ins abgelegene Oberlook Hotel. Das Jobangebot umfasst das Hotel vor winterlichen Schäden zu bewahren. Ehemann Jack kann die Einsamkeit brauchen, um an seinem neuen Roman zu schreiben. Dass in dem Hotel früher eine schreckliche Tragödie stattfand, hält ihn nicht vor der Jobzusage ab. Ein Fehler…

Meine Meinung (Internationale Fassung):

Bei Shining handelt es sich um einen Klassiker von Stanley Kubrick (2001: Odyssee im Weltraum) und um eine Stephen King (Stark - The Dark Half) Verfilmung. Obwohl King mit der Verfilmung nicht zufrieden war und später fürs TV eine eigene Adaptation realisierte, wurde Shining für Stanley Kubrick zum gefeierten Erfolg. Zurecht. Das lag auch an den starken Leistungen von Jack Nicholson und Shelley Duvall. Ich kenne den Roman, der sich doch recht vom Film unterscheiden soll, nicht. Ich kann daher keine Vergleiche liefern.

Shining sah ich als Kind/Jugendlicher und empfand den Film als unangenehm, da unheimlich. Auch heute empfinde ich den Film, besonders durch die grossartige, stimmungsvolle Musik, als bedrohlich, atmosphärisch und spannend. Nur schon der Vorspann mit der Autofahrt, den Credits, der Musik und diesen fantastischen Kameraaufnahmen - der Wahnsinn. Apropos Kamera: Shining war einer der ersten Filmproduktionen, welche Aufnahmen mit der vor kurzem neu entwickelten Steadicam in den Film einbaute. Das ist auch der Grund, warum es auf der DVD einen Audiokommentar von Garrett Brown gibt, dem «Erfinder der Steadicam».

Shining ist ein ruhiger, unheimlicher Film, dessen Plot sich langsam, aber von Beginn an mit bedrohlichem Gefühl, entwickelt. Nebst grandioser Kameraarbeit und Soundtrack sind es eben besagte Darsteller, die ihre Sache unglaublich gut machen. Das dürfte wohl Jack Nicholsons beste Arbeit sein und die vor kurzem verstorbene Shelley Duvall, ihr zu Ehren kam es nur Neusichtung, brachte ein teilweise wütender Stanley Kubrick bis zu ihrem Limit und darüber hinaus, was jedoch mit hervorragenden Leistungen Shelley Duvalls belohnt wurde.

Was dem Film vielleicht vorgeworfen kann, ist der Inhalt. Der ist eigentlich relativ dünn. Eine Familie verfällt dem Wahnsinn. Leicht vorhersehbar, wenn man so will. Immerhin im Bezug auf die von Jack Nicholsons gespielten Figur. Die wirkte schon von den ersten Szenen an wenig belastbar, kränkend, unterschwellig aggressiv und gereizt seiner Ehefrau gegenüber. 

Die US-Fassung würde mehr Infos zu den Figuren bieten: die von Jack Nicholsons gespielter Figur kam schon mehrfach mit dem Sohn aneinander, verlor den Job und hat Alkoholprobleme. Etwas, was ich im Roman Doctor Sleep furchtbar kitschig fand. Daher bin ich froh, solche 08/15 Klischees in der internationalen Fassung nicht oder nur noch ansatzweise vorgesetzt zu bekommen. Die verschneite Umgebung tat ihr übriges dazu und passte perfekt zum Setting. Der Film wurde in Oregon gedreht (Timberline Lodge). Dieses habe ich 2012 in meinem US-Urlaub in Portland und Oregon (u.a. noch Seattle und Bruce und Brandon Lees Grab) besucht.

Fazit: Sehenswert, so hat Film auszusehen und zu wirken!

Infos:

O: The Shining

USA, UK 1980

R: Stanley Kubrick

D: Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Scatman Crothers, Barry Nelson

Laufzeit der deutschen DVD: 114:40 Min.

Neusichtung am: 12.07.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner vor = Deutsch/Englisch mit Subs (wobei die deutsche Synchronisation hervorragend gelungen ist), sehr gute Bild- und Tonqualität, internationale Fassung. Die US-Fassung bietet mehr Handlung (ca. 143 statt 114 Minuten). Die deutsche UHD/Blu-Ray Fassung bietet hingegen nur die längere US-Fassung.

Samstag, 3. Februar 2024

Stark - The Dark Half

Stark - The Dark Half

Inhalt:

Zitat Back-Cover:

"Seit Jahren hat Thad Beaumont unter dem Pseudonym George Stark erfolgreich blutrünstige Thriller veröffentlicht. Als das Pseudonym aufgedeckt wird, beschließt er, sein Alter Ego »umzubringen«. Kurz darauf kommt es zu einer Mordserie in der Kleinstadt, unter den Opfern sind jene, die sich an dem symbolischen Begräbnis beteiligt haben. Ist George Stark wieder zum Leben erwacht?"

Meine Meinung:

Stark - The Dark Half bekam ich zusammen mit Regulator geschenkt. Von den zwei Stephen King (The Stand - Das letzte Gefecht) Romanen hatte ich weniger Vorfreude, Lust und Erwartungen auf Stark - The Dark Half. Daher las ich zuerst Regulator. In den ersten zwei Monaten auf meiner neuen Stelle als Nachtwache ist Stark - The Dark Half nach Regulator und Goon das dritte Buch, welches ich auf Arbeit gelesen habe. Warum ich nicht viel vom Roman erwartet habe? Ich kannte den Film und meinte, noch viel vom Film zu wissen = wenig Überraschungen.

Zudem ist der Plot, eine Art Dr. Jekyll und Mr. Hyde Variante, eigentlich auch nicht mehr sonderlich originell, wobei Stephen King sicherlich auch Privates hat in den Roman einfliessen lassen. Wie seine Figur Thad hatte auch King ein Pseudonym - Richard Bachman (Menschenjagd), die er auch im echten Leben «sterben liess». Zu meiner Überraschung gefiel mir Stark - The Dark Half im Vergleich zu Regulator deutlich besser. Nicht nur das: ich finde den Roman einen der bisher besten Stephen King Romanen, den ich gelesen habe. Ich habe es zuletzt regelrecht verschlungen, wenn es auf der Arbeit ruhig war.

Ich wusste, um ehrlich zu sein, nicht mehr allzu viel vom Film. Daher empfand ich den Plot des Romans als sehr spannend und extrem fesselnd. Ich mochte die Kleinstadt-Stimmung, ich mochte die Figuren (z.B. Sheriff Alan Pangborn), ich mochte den brutalen Terror, der durch Stark durchgeführt wird und ich mochte vor allem den mysteriösen und phantastischen Einschub mit dem Zwilling, der Thad als Jugendlicher entfernt wurde und die Sache mit den Vögeln (Sperlinge). Mir gefiel auch die Tatsache, dass Sheriff Alan an Stark so lange nicht glaubt, bis sein Weltbild, vor allem kurz vor dem Finale durch Tatsachen, mehr und mehr zu bröckeln beginnt. Diese Szenerie liess mir mehr als nur einmal ein Schauer über den Rücken jagen. Intensiv und stimmungsvoll geschrieben. Das Finale war zudem sehr spannend.

Etwas schade ist, dass die Zuschauer nicht erfahren, welche Auswirkungen das Ganze auf einzelne Figuren, nachdem der Roman endet, hat. Es gäbe ja noch Links zu Nebenfiguren wie Dr. Pritchard oder Rawlie DeLesseps die im Roman klar Stellung beziehen und hoffen, «nach der ganzen Sache» mehr Infos über den Fall zu erhalten. Darauf wird leider nicht eingegangen. Ein kleines, aber verschmerzbares, Manko.

Fazit: Pflichtlektüre für Stephen King Fans! 

PS: Und habe nun grosse Lust, bald den Film neu zu schauen, um vergleichen zu können! 

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 522

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: 3. Auflage

Freitag, 19. Januar 2024

Regulator

Regulator

Inhalt:

Zitat Back-Cover:

«DER KAMPF GEGEN DAS BÖSE BEGINNT

Ohne Vorwarnung tauchen in der Kleinstadt Wentworth die mörderischen «Regulatoren» auf und erschiessen alles und jeden, der sich ihnen nähert. Aber mit dem Massaker beginnt das Grauen erst. Ausgerechnet ein kleiner Junge könnte die Stadt vielleicht retten.

Ein Parallelroman zu Stephen Kings «Desperation».»

Meine Meinung:

Von meinem Bruder bekam ich zwei Stephen King Romane geschenkt. Von Regulator hörte ich zuvor noch nie. Dies sprach mich mehr an (dass andere wäre Stark gewesen, wo ich den Film dazu schon kenne) und habe es, vor allem auf der Arbeit als Nachtwache (auf meiner neuen Stelle), rasch gelesen. Auf der einen Seite ist es packend, spannend und fesselt. Auf der anderen Seite gehört es definitiv nicht zu seinen besten Werken.

Stephen King (Dead Zone - Das Attentat, The Stand - Das letzte Gefecht, Schwarz - Der Dunkle Turm Band 1) schrieb hier erneut als Richard Bachmann, wie es dies bereits zuvortat (Menschenjagd). Was mir in Regulator gefiel war die Kleinstadtstimmung, der phantastische Inhalt, die blutige Gewalt und die Kinderfantasie, welche durch das Monster Tak in die Realität projiziert werden. Ich denke, aus dem Stoff hätte man einen tollen Film machen können.

Der Film nimmt Bezug zu Stephen Kings Roman Desperation. Verwirrend ist, dass in Desperation auch Personen dieselben Namen tragen wie in Regulator aber andere Personen verkörpern. Die Art und Weise, wie der Plot erzählt wird, macht Regulator nicht einfach zu lesen. Der Plot ist nicht gradlinig und diverse Zeit Verschiebungen und Einfälle (seitenlange Tagebucheinträge) machen es nicht besser. Zudem gibt es zu viele Personen, die Mal mit Vor- und dann wieder mit Nachnamen (oder Kosenamen) benannt werden.

Oft verlor ich wirklich den Überblick oder habe Person A mit Person B verwechselt. Die Hauptfiguren sind Audrey, Tak und Seth. Diese konnte ich jedoch auch immer auseinanderhalten. Der Rest ist, praktisch gesehen, mehr oder weniger nur Kanonenfutter. Ich fühlte mich beim Lesen auch an andere Romane/Filme von Stephen King erinnert: Shining oder Es. Es gibt auch weitere Links z.B. zu Kings Der Dunkle Turm Saga.

Fazit: Kein Kracher, aber durch und durch solide. Schade, dass es dazu keinen Film gab. Desperation, von dem es einen billigen Film gibt, werde ich mir als Roman sicherlich auf die Wunschliste setzen.

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 544

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King (als Richard Bachman)

Erschienen: 03/2011 (3. Auflage)

Montag, 25. Dezember 2023

Running Man

Running Man

Story:

Die USA im Jahr 2017:

Die USA werden von einem Polizeistaat regiert. Unliebsame Personen werden zu Unrecht verhaftet und/oder in die brutale aber beim Volk beliebte Reality-Menschenjagd-Show Running Man gesteckt, um vor wahren Problemen abzulenken. Auch Ben Richards (Arnold Schwarzenegger) erleidet dieses Schicksal, doch während der Jagd durch Killer (Erland van Lidth, Gus Rethwisch, Professor Toru Tanaka) dreht er den Spiess um…

Meine Meinung:

Running Man ist eine Verfilmung von Stephen Kings Roman Menschenjagd, auch wenn der Plot recht verändert wurde. Der Film, der zudem an den deutschen Film Das Millionenspiel (1970) und dessen franz. Remake Kopfjagd - Preis der Angst (1983) erinnert, hat die 2. Sichtung bestanden. Ich sah den Film als Jugendlicher. Dazumal noch als schrottige Laser Paradiese DVD in Dialogen/Handlung zensiert. Ich sah den Film seither nicht mehr und konnte mich an kaum mehr was erinnern.

Running Man war mir daher weniger bekannt als andere Arnold Schwarzenegger (Red Heat, The Expendables, Prey) Filme, welche ich deutlich mehr sah (The Terminator 1 + 2, Total Recall, Predator, Commando). Menschenjagd habe ich erst vor paar Monaten gelesen. Bis auf den sozialkritischen Hintergrund, eine Reality-Show, den Einbezug der Zuschauer, der Täuschung der Zuschauer und den Namen der Hauptfigur (Ben Richards) wurde der Plot verändert. Man darf also keine 1:1 Verfilmung erwarten.

Der Film ist sehr auf Arnold Schwarzenegger zugeschnitten. Der Film ist mehr lustig, als brutal und für heutige Verhältnisse sehr harmlos. Die Gegner sind Comic-Charaktere: viel Overacting und übertrieben dargestellt, aber nicht unsympathisch. Arnold Schwarzenegger war dazumal auf dem Höhepunkt seiner Karriere und jede Szene und jeder Spruch passten perfekt zum Geschehen! Kein Wunder, war der Film erfolgreich. Richard Dawson als «Bösewicht» und Mann hinter dem sadistischen und falschen TV-Spiel war ebenso stark.

Und mit María Conchita Alonso hat man eine schöne Frau in den Plot integriert, so dass der Film teilweise fast wie ein Buddy-Movie anmutet. Die anderen Läufer an der Seite von Arnie waren mehr Kanonenfutter und daher auch egal, dass diese ausgeschieden sind. Aber María Conchita Alonso war sympathisch und hübsch. Im Buch kommt zwar vor dem Finale und im Finale auch eine Frau vor, die wichtig sein sollte, aber anders als im Film dargestellt. Was die Killer angehen stand Professor Toru Tanaka (Dead Heat) später erneut mit Arnold Schwarzenegger vor der Kamera. Und zwar in Last Action Hero. Die Action-Szenen bestehen aus Explosionen, Prügeleien, Verfolgungsjagden und unblutigen Shoot-Outs.

Fazit: Für Arnold Schwarzenegger Fans zu empfehlen!

Infos:

O: The Running Man

USA 1987

R: Paul Michael Glaser

D: Arnold Schwarzenegger, Erland van Lidth, Gus Rethwisch, Professor Toru Tanaka, Maria Conchita Alonso, Richard Dawson

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 96:41 Min.

Neusichtung am: 27.11.23

Fassungen: Mir lag für diese 2. Sichtung die deutsche Doppel-Blu-Ray von capelight pictures vor = Uncut (FSK16 absolut gerechtfertigt, Film für heutige Verhältnisse sehr harmlos), sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen oder englischen Subs. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Es handelt sich um die Original-Kinosynchro. Auf der 2. Disc sind viele Extras.

Freitag, 15. Dezember 2023

Pet Sematary: Bloodlines

Pet Sematary: Bloodlines

Story:

1969 US-Kleinstadt Ludlow:

Jud Crandall (Jackson White) erfährt von Bill Baterman (David Duchovny), dass dessen Sohn Timmy (Jack Mulhern) aus dem Krieg zurückgekehrt ist. In Wahrheit ist Timmy im Krieg gefallen, aber Vater Bill konnte dies nicht verkraften und hat Timmy auf dem verfluchten Indianer-Friedhof vergraben = danach kehrt Timmy als Untoter zurück, mit ungesunden Folgen für die Einwohner von Ludlow…

Meine Meinung:

Als der Trailer zum neusten Friedhof der Kuscheltiere, Pet Sematary: Bloodlines, auftauchte, fand ich diesen nicht übel. Zudem guter Cast mit guten Namen, wenn ich dabei z.B. an David Duchovny oder Pam Grier (Coffy) denke. Der Film stammt, wie schon das Original (Friedhof der Kuscheltiere aus dem Jahr 1983), von einer Frau. Diesmal führte die Newcomerin Lindsey Anderson Beer Regie, die auch an einer neuen Sleepy Hollow Adaption arbeiten soll.

Der Film ist ok für eine einmalige Sichtung. Nicht super, kein Kracher, kein Highlight aber ok. Und: besser als das miese Remake zum Original. Was man Pet Sematary: Bloodlines ankreiden muss, ist die Tatsache, dass der Film inhaltlich keine Überraschungen parat hält. Der Film erzählt die Vorgeschichte von Friedhof der Kuscheltiere und im 80er Jahre Film wird erzählt, was dazumal passiert ist. Dazu ist der Film auch zu keiner Sekunde wirklich spannend oder stimmungsvoll. Und die Optik ist teileweise zu sauber, zu steril und die Bilder zu dunkel gehalten. Stilmittel? Wenig Budget? Ich weiss es nicht…

Dafür ist der Film mehr oder weniger (anspruchslos) unterhaltsam. Zudem mochte ich die Kleinstadt- wie auch die Retro-Stimmung. Der Film spielt zur Zeit des Vietnam-Krieges und der damaligen Zeit Epoche, zudem noch eine US-Kleinstadt. Das hat Charme und gefällt mir. Zudem mochte ich Jackson White als Jud Crandall, einer Figur, die im Originalfilm eine wichtige Rolle spielen sollte. Einige Szenen (mit Maisfeldern) haben zwar mehr an Kinder des Zorns statt an Pet Sematary erinnert, waren aber zusätzlich stimmungsvoll. Mit blutigen Szenen wird auch nicht gespart d.h. Horrorfilmfans können durchaus einen Blick riskieren!

Fazit: Kein Kracher, nichts für die Sammlung aber gut schaubar und besser als das Pet Sematary Remake! Die beste Version von Stephen King Roman bleibt aber nach wie vor der Film von Mary Lambert! 

Infos:

O: Pet Sematary: Bloodlines

USA 2023

R: Lindsey Anderson Beer

D: Jackson White, David Duchovny, Jack Mulhern, Pam Grier

Laufzeit der Online Fassung: Ca. 87 Min.

Gesehen am: 17.11.23

Fassungen: Gab es zu Beginn nur als Streaming Fassung von Paramount+. In den USA inzwischen von Paramount auch auf DVD und Blu-Ray raus. Ob der auch in Deutschland noch auf DVD/Blu-Ray erscheinen wird, ist mir nicht bekannt. Gesehen wie Free-Stream (in der Schweiz legal), Uncut und in Englischem Ton.

Donnerstag, 5. Oktober 2023

Stephen Kings Es

Horroktober 2023

Stephen Kings Es

Story:

In der Kleinstadt Derry treibt Es (Tim Curry), das Böse, sein Unwesen. Kinder fallen dem Bösen in Clown-Gestalt zum Opfer. Eine Gruppe von Kindern (Seth Green, Emily Perkins, Jonathan Brandis, Adam Faraizl, Marlon Taylor, Brandon Crane, Ben Heller) sagen Es den Kampf an…

Meine Meinung:

Stephen Kings Es war einer der ersten Horrorfilme, den ich als Kind nebst Filmen wie Jaws, Link – Der Butler, Friedhof der Kuscheltiere, A Nightmare on Elm Street 1 & 2, Critters 1, 2 & 3, Aliens oder Child’s Play 2 sah. Und mich extrem ängstigte, vor allem die Musik! Daher hat Stephen Kings Es, eigentlich eine TV-Mini-Serie (nur zwei Episoden stark und auf VHS, DVD und Blu-Ray als ein langer Film veröffentlicht), basierend auf einer Stephen King (The Stand - Das letzte Gefecht, Später, Schwarz - Der Dunkle Turm Band 1) Geschichte, bei mir ganz viel Nostalgie-Bonus!

Und daher mag ich den Film auch heute noch sehr. Der unter ähnlichen Umständen entstandene The Tommyknockers kann dagegen einpacken und auch die Neuverfilmungen zu It (It & It Chapter 2) erreichen für mich persönlich nie und nimmer die Klasse, Emotion und Freude der 1990er TV-Fassung von Regisseur Tommy Lee Wallace (Halloween III – Season of the Witch). Nebst Nostalgie-Bonus gefällt mir das Kleinstadt-Setting und die Zeit Epoche der 50er Jahre. Tim Curry (Congo) als Clown Pennywise ist ebenfalls stark und jede Szene mit ihm ein Genuss.

Die Musik sorgt nebst dem bildlichen Grauen für viel Stimmung und Gänsehaut. Viele Effekte zeigt der Film nicht und fast alle Taten finden im off Screen statt. Dennoch gelingt es dem Film und einzelnen Szenen, böse zu sein und Kinderängste zu beschwören. Die Kinder werden stark gespielt und ich mochte deren Parts und die 1. Filmhälfte mehr, als die 2. Filmhälfte, wo die Kinder dann als Erwachsene nach Derry zurückkehren, um erneut gegen Es anzutreten. 

Was Effekte angehen überzeugt Pennywise-Aussehen. In einzelnen Szenen verändert er seine Zähne zu spitzen, scharfen Waffen. Daneben gibt es einen abgetrennten Kopf in einem Kühlschrank zu sehen, ein Spinnen-Monster, ein schmelzendes Gesicht, ein Skelett und einen Werwolf (da kam Paul Naschy Feeling auf) zu sehen. Was die Stars angehen, sind sicherlich ein sehr junger Seth Green (Austin Powers 1-3, Die Killerhand, Ticks), Tim Curry, Olivia Hussey (Virus, Turkey Shoot, Undeclared War) und John Ritter (Bride of Chucky, Bad Santa, The Stone Killer) die mir bekanntesten Namen. Trotz drei Stunden Laufzeit fand ich den Film zu keiner Sekunde langweilig.

Fazit: Wer sich von Clowns fürchtet, findet mit Tim Curry einen diabolisch bösen und herrlich sehenswerten Bösewicht wieder, der Kinder «zum Fressen gern hat»! Ja, es schwingt viel persönliche Nostalgie mit, aber in meinen Augen kann ich den Film auch abgesehen davon nur empfehlen!

Infos:

O: It

USA 1990

R: Tommy Lee Wallace

D: Seth Green, Tim Curry, Emily Perkins, Jonathan Brandis, Adam Faraizl, Marlon Taylor, Brandon Crane, Ben Heller, Olivia Hussey, John Ritter

Laufzeit der deutschen DVD: 179:40 Min.

Neusichtung am: Horroktober 2023

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Warner Bros. vor = die TV-Mini-Serie (zwei Teile) wurde als ein Film auf die DVD (auf beiden Seiten bespielt) geklatscht. Dabei wurden einige Szenen, ein Ab- und Vorspann der Original-TV-Fassung entfernt. «Uncut» ist dabei nur die US-LD. Die deutsche DVD ist für mich qualitativ absolut i.O. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. O-Ton, Subs und Audiokommentare als Bonus sind enthalten. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Dienstag, 26. September 2023

Dead Zone – Das Attentat

Dead Zone – Das Attentat

Inhalt:

"Nach einem Unfall gerät der kleine Johnny Smith für einen schrecklichen Augenblick lang zum ersten Mal in die Nähe der Todeszone. Als Lehrer in einer kleinen Schule wird er seiner unheimlichen Fähigkeit bewusst, und wieder führt ihn ein schwerer Unfall in den Bann der Todeszone. Als er nach vielen Jahren aus dem Koma erwacht, spürt er eine Macht in sich, die ihn zum Herrn über Leben und Tod macht – eine Macht, die ihn zugleich die Zukunft offenbart. Und was er da sieht, erschreckt ihn so sehr, dass er auch vor der letzten tödlichen Konsequenz nicht mehr zurückschreckt…"

Meine Meinung:

Dead Zone – Das Attentat bekam ich, wie zuletzt Menschenjagd, vom Kollegen geliehen und habe die 558 Seiten praktisch in meinen vier letzten Nächten (ich arbeite als Nachtwache in einem Pflegeheim) durchgelesen. Ich kenne den Film (The Dead Zone) mit Christopher Walken von David Cronenberg und ich fand es höchst interessant, den Film (oder zumindest das, was ich davon noch weiss) mit dem Roman zu vergleichen. Ich empfand den Roman, auch wenn ich wusste, was passiert, als sehr spannend, gelungen und fesselnd.

Ich mag Szenarien, in welchen Protagonisten ggf. in die Zukunft sehen können und/oder diese beeinflussen können. Vor allem wie das Umfeld darauf reagiert, finde ich im Roman besonders realistisch und glaubhaft dargestellt. Vor allem dann, wenn sich die Vorahnungen von Johnny als korrekt entpuppen. Die Momente haben positive Emotionen in mir geweckt. Ich hatte Freude. Der Plot hat auch andere Emotionen ausgelöst: Mitgefühl. Ist es nicht grausam, dass Johnny und seine Sarah, beide in tiefer Liebe, auf so brutale Art und Weise getrennt werden?

Als Pfleger fand ich auch die medizinischen Aspekte und das Spital als Setting interessant. Oder die Folgen des Unfalls und Koma auf Johnnys weitere Leben. Und hier und da gibt es, wie oft bei Stephen King, eine toll eingefangene Kleinstadt-Stimmung zu entdecken, z.B. im Castle Rock Serienkiller-Sub-Plot. Den fand ich ganz toll und auch sehr stimmig mit dem Schnee. Und die Tatsachen sind realistisch (Trauma in der Kindheit durch die Mutter, die den Sohn später zum sexuell motivierten Serienkiller machen). Robert K. Ressler, der für das FBI Massenmörder jagte (Ich jagte Hannibal Lecter), wäre stolz auf die im Roman erwähnten Beschreibungen.

Ich war erstaunt, wie viel die Inhaltsangabe des Romanes bereits verrät – das nimmt eigentlich Spannung für jene, welche z.B. den Film noch nicht kennen. Die politischen Dinge waren vielleicht die schwächsten Momente des Romans. Das Ende ist sicherlich Geschmackssache. Paar Details, welche auch im Film korrekt verfilmt wurden, wusste ich nicht mehr. Erst durch den Roman tauchten diese Bilder wieder im Kopf auf (z.B. die Szene mit dem Baby im Finale). Die Story um das Attentat nimmt übrigens vom Umfang am wenigsten Zeit in Anspruch. Störte mich nicht. Ich mochte etliche der Nebenfiguren: Sarah, Johnnys Vater Herb, Johnnys Arzt Sam oder Chucks Vater wie auch der Cop aus Castle Rock oder Stillsons Weg zum Aufstieg (wie er z.B. den Jungen «verhört» war extrem amüsant und unterhaltsam beschrieben worden).

Fazit: Sehr solide, sehr lesenswert! Wer den Film mochte, sollte sich den Roman nicht entgehen lassen!

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 558

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King

Erschienen: Deutsche Erstausgabe 1994

Freitag, 22. September 2023

Menschenjagd

Menschenjagd

Inhalt:

«Bachman ist King – Stephen King ist Bachman

Seit in den USA bekannt wurde, dass hinter dem Pseudonym Richard Bachman der Meister des Horror-Thrillers Stephen King steckt, stehen auch die Bachman-Romane an der Spitze der Bestseller-Liste!

Ben Richards bewirbt sich bei der «Game Federation» als «Running Man». Die Spielregeln: Er bekommt täglich Geldprämien dafür, dass er von professionellen Menschenjägern unter der Mithilfe des Fernsehpublikums gejagt wird. Das ganze Land ist aufgerufen, den «reissenden Wolf» zu hetzen, und wenn möglich, auch zu töten…

Von Stephen King sind im Heyne Verlag bisher mehr als 20 Bücher erschienen.»

Meine Meinung:

Von Stephen King habe ich in den letzten Jahren viel gelesen. Nun bekam ich vom Kollegen Menschenjagd geliehen - sogar als deutsche Erstauflage. Das war einer der Romane, warum auch immer, Stephen King damals unter seinem Pseudonym Richard Bachman geschrieben hatte. Der Film wurde in den 80ern mit Arnold Schwarzenegger verfilmt (deutsche Blu-Ray inzwischen bestellt, da ich nun Lust auf den Film bekommen habe).

Das ich den Film sah, ist ewig her. Es wird interessant sein, zu vergleichen. Interessant ist, dass in Menschenjagd Gewalt-Momente rar gesät sind (die Szenen mit den Därmen fand ich, rein vor der Vorstellung, hingegen super eklig) und der Protagonist, anders als im Film, weniger gezielt tötet, sondern seine Gegner meist durch List, Explosionen und vor allem Auto-Crashs ausschaltet und auch Unbeteiligte mit einbezogen werden (mit Ausnahme des Finales). Der Film bietet eigentlich eine glaubhafte und sozialkritische Zukunftsvision.

Endzeit-Stimmung gepaart mit Medienkritik. Wenn man sich das heutige TV-Programm und Fernseh-Shows anschaut, wäre es wenig überraschend, in Zukunft Shows à la Free-Vee (so nennt sich die Show im Roman) zu sehen zu bekommen. Ich mochte im Buch die 1. Hälfte fast mehr als die 2. Das Auswahlverfahren. Die Tests. Das war amüsant und spannend. Die Flucht war auch gut und teileiwese auch schön spannend mit It Follows Vibes. Das Finale (vor und im Flugzeug) fand ich dann sogar richtig spannend, amüsant und fesselnd.

Fazit: Kurzweilig! Wer Menschenjagd-Inhalte mag, kann sich bedenkenlos an diese solide Stephen King Story wagen!

Infos:

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 253

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Stephen King (als Richard Bachman)

Erschienen: 1993 (19. Auflage)