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Samstag, 11. April 2026

Fahrt zur Hölle, ihr Halunken

Fahrt zur Hölle, ihr Halunken

Story:

Brad (Johnny Hallyday) macht sich auf den Weg nach Blackstone, was einigen Anwohnern den Schlaf raubt. Denn Brad hat nur ein Ziel: den Tod seines Bruders zu rächen und gestohlenes Geld zu finden…

Meine Meinung:

Wie schon Das Syndikat wurde Fahrt zur Hölle, ihr Halunken, ebenso eine Ko-Produktion zwischen Deutschland, Italien und Frankreich, zu Ehren von Mario Adorf angesehen, der vor paar Tagen in einem stolzen Alter dieses Leben verlassen hat. Die letzte Sichtung ist sehr lange her (2009), so dass ich mich auf den Ende der 60er Jahre Italo-Western von Sergio Corbucci (Compañeros, Django, Leichen pflastern seinen Weg) freute. Sergio Corbucci wurde mit seinem Kultfilm und Mithilfe von Star Franco Nero (Wenn Du krepierst - lebe ich) dank Django zur Legende im Italo-Western-Genre.

Der Film hat die 2. Sichtung bestanden, auch wenn ich jetzt einige Punkte fand, welche mir im Gegensatz zu früher, leicht missfielen. Kurz gesagt war mir der Tonfall des Filmes im Grossen und Ganzen zu wenig ernst und zu wenig düster. Im Gegenteil: der Film war mir zu harmlos und vor allem zu lustig. Dass viele der Szenen mit lustigen und komischen Momenten in der deutschen Fassung früher fehlten (nicht zensurbedingt), konnte ich sogar nachvollziehen. Vor allem der Spieler, der Brad immer als Freud betitelt und die «Randständigen», die im Finale sogar für ein 2. Finale sorgen, empfand ich als etwas doof und störend. Der Film hätte auch ohne diese Szenen, wenn nicht sogar besser, funktioniert.

Mario Adorf spielt hier El Diabolo. Eine Nebenrolle als mexikanischer Bandenanführer. Er kommt ab ca. Mitte des Filmes bis zum Finale vor. Er macht das sehr gut. Wie ich bereits in der Besprechung zu Das Syndikat anfügte, sehe ich ihn definitiv lieber in solchen Rollen statt als Helden. Die Hauptrolle spielt er mir unbekannte Johnny Hallyday, der vor allem als Sänger Karriere machte und dementsprechend in vielen Filmen mit solchen Settings zu sehen war. Er macht seinen Job auch ordentlich. In weiteren grösseren Rollen sind Françoise Fabian und Gastone Moschin zu sehen. Gastone Moschin (Die Zuhälterin) spielte bereits in The Sicilian Checkmate sowie Caliber 9 (wohl seine kultigste Rolle) an der Seite von Mario Adorf.

Fazit: Unterhaltsamer Italo-Western!

Infos:

O: Gli Specialisti

Deutschland, Frankreich, Italien 1969

R: Sergio Corbucci

D: Johnny Hallyday, Gastone Moschin, Françoise Fabian, Sylvie Fennec, Angela Luce, Serge Marquand, Gino Pernice, Mario Adorf

Laufzeit der deutschen DVD: 99:01 Min.

Gesehen am: Juli 2009 / 2. Sichtung: 10.04.26

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Kinowelt = gute Bild- und Tonqualität (die deutsche Synchronisation ist exzellent), Uncut (ehemals fehlende Szenen sind in Franz. mit Untertiteln). Gibt es inzwischen in Deutschland von Filmjuwelen / AL!VE auf Blu-Ray.

Sonntag, 28. September 2025

Fitzcarraldo Review

Fitzcarraldo

Story:

Fitzcarraldo (Klaus Kinski) plant, im Dschungel eine Oper aufzuführen. Er wird von seinem Umfeld (Claudia Cardinale) unterstützt. Mit einer Crew (u.a. José Lewgoy, Paul Hittscher, Huerequeque Enrique Bohorquez, Miguel Ángel Fuentes) und einem Schiff macht er sich auf den gefährlichen Weg, seinen Traum zu verwirklichen…

Meine Meinung:

Vierte von fünf Zusammenarbeiten zwischen Regisseur Werner Herzog, einem Arthouse Regisseur, sowie Klaus Kinski (Crawlspace, Nosferatu in Venedig, Death Smiles on a Murderer). Beide verband eine Art Hassliebe. Die Filme wurden, auch im Ausland, zu grossen Erfolgen. Fitzcarraldo wurde zu Ehren von Claudia Cardinale, von der ich vom Kollegen noch weitere Filme empfohlen bekommen habe (Der Tag der Eule, Die Rache der Camorra, Der Aufstieg des Paten, Gewalt und Leidenschaft, Kennwort: Salamander), geschaut, welche vor einigen Tagen verstorben ist.

Von den ganzen Werner Herzog und Klaus Kinski Zusammenarbeiten hatte ich Fitzcarraldo als interessantesten Beitrag abgespeichert. Die bisher letzte und einzige Sichtung ist fast 20 Jahre her. Fitzcarraldo ist auch nach der 2. Sichtung ein nicht uninteressanter, ungewöhnlicher und auch mutiger Film. Der Film, an dem mehr als ein Jahr und unter schwersten und gefährlichen Bedingungen gedreht wurde, sollten sich Fans von Klaus Kinski nicht entgehen lassen. Claudia Cardinale kommt vor allem im ¼ und dann am Ende wieder vor. Sie ist jedoch während der Reise nicht anwesend.

Klaus Kinski hat das, wie auch der restliche Cast, fantastisch gespielt. Einfach ein wunderbarer Schauspieler. Absolut vielfältig. Es wurden auch echte Eingeborene für die Produktion gebraucht und Unmengen an Urwald abgeholzt (etwas, was vor allem junge Menschen in der Datenbank Letterboxd massiv kritisieren und gegen weisse, alte Männer hetzen). Eine Szene, in der die Eingeborenen die Neuankömmlinge mustern erinnerte mich leicht an Cannibal Holocaust, in der Robert Kerman von den (weiblichen) Stammesangehörigen «empfangen» und «untersucht» wird.

Der Film wirkt phasenweise mehr wie eine Doku, statt ein echter Spielfilm. Teilweise mutet der Film wie ein surrealer Traum an.  Der Aufwand, der betrieben wurde, ist eindrücklich. Der Grössenwahn von Fitzcarraldo kommt gut zur Geltung und übertragt sich auf den Zuschauer. Der Film entwickelt einen Sog, dem sich der Zuschauer nur schwer entziehen kann. Ich hatte das Ende jedoch falsch im Kopf. Ich dachte, es gäbe kein «Happy End». Daher war ich etwas enttäuscht, als es eines gab. Nach einer Nacht darüber schlafen, gefiel mir das Ende dann doch relativ gut. Es motiviert, auch an schier unmögliche Träume zu glauben. Das ist eigentlich eine schöne Metapher. Dennoch ist der Film mit seiner stolzen Laufzeit von ca. 150 Minuten zu lang geraten. Es gibt auch definitiv Längen.

Fazit: Ein interessantes Stück Filmgeschichte!

Infos:

O: Fitzcarraldo

Deutschland 1982

R: Werner Herzog

D: Klaus Kinski, Claudia Cardinale, José Lewgoy, Paul Hittscher, Huerequeque Enrique Bohorquez, Miguel Ángel Fuentes

Laufzeit der deutschen DVD: 150:45 Min.

Gesehen am: Sept. 2008 / Neusichtung am: 24.09.25

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD-Box (= Klaus Kinski Werner Herzig Exklusiv Edition) von Arthouse/Kinowelt = Uncut, Deutsch/Englisch (gute deutsche Synchro), keine Untertitel, solide Bild- und Tonqualität (speziell die Bildqualität hat Luft nach oben, entspricht nicht mehr heutigen Standards). Dem Set liegt eine Doku bei (Die Last der Träume). Den Film gibt es in der Zwischenzeit vom gleichen Label auch auf Blu-Ray.

Samstag, 27. September 2025

The Faculty Review

The Faculty

Story:

An einer US-Schule verhalten sich die Lehrer (Jon Stewart, Famke Janssen, Piper Laurie, Robert Patrick, Daniel von Bargen, Bebe Neuwirth) merkwürdig. Einige Schüler (Elijah Wood, Josh Hartnett, Shawn Hatosy, Clea DuVall, Laura Harris, Jordana Brewster), die Zeuge ungeheuerlicher Vorkommnisse an der Schule wurden, vermuten, dass Aliens die Schule übernommen haben…

Meine Meinung:

The Faculty sah ich mir an, da ich vom Kumpel angefragt wurde, ob meine DVD noch problemlos laufen würde oder nicht. Er selbst hat beim Abspielen seiner Disc ab dem dritten Kapitel Probleme. Grund und Motivation genug, mir Robert Rodriguez (From Dusk Till Dawn) Film nach unendlich langer Zeit Mal wieder anzusehen. Und ich hatte grossen Spass mit dem 90er Jahre Film. The Faculty war in der Zeit zu der Teenie-Slasher-Welle (Düstere Legenden und Co.), durch Scream ausgelöst, mit seiner Die Körperfresser kommen Variante eine willkommene Abwechslung.

Dem Teenie-Slasher-Setting bleib der Film jedoch treu und die Sichtung war mir viel Nostalgie verbunden. Ich mag den Film. Ich empfand den Film und die Sichtung als sehr unterhaltsam und sympathisch. Der Film trieft nur so vor 90er Jahre Vibes. Der Cast ist gut gewählt, sowohl bei den Lehrern wie auch bei den Schülern. Da hätten wir Namen wie Robert Patrick (Tone-Deaf, Terminator 2: Judgment Day), Robert Rodriguez Stammschauspielerin Salma Hayek (Sausage Party) oder damalige Jung-Darsteller und/oder Mädchen-Schwärme wie Josh Hartnett (Black Hawk Down, Halloween H20 – Twenty Years Later) oder Elijah Wood (Come to Daddy, Maniac).

Für die Effekte wurde die KNB-FX-Group (Pro-Life, The Hills Have Eyes II, Wishmaster) angestellt. Diese haben für viele Filme die Effekte kreiert, egal ob handgemachte Splatter-Effekte, Make-Up-Masken oder Monster-Kreaturen und Kostüme. Doch in The Faculty wird auch auffallend viel mit CGI gearbeitet. Aber die Szenen sind nicht Mal so störend, muss ich anerkennen, auch wenn rein altmodische Effekte à la Das Ding aus einer anderen Welt (noch immer einer der Filme mit den besten Monster- und Verwandlungsszenen überhaupt) natürlich mehr meinem Geschmack entsprochen hätten.

Fazit: Wer Inhalte à la Die Körperfressen kommen mag, kann einschalten!

Infos:

O: The Faculty

USA 1998

R: Robert Rodriguez

D: Elijah Wood, Josh Hartnett, Shawn Hatosy, Clea DuVall, Laura Harris, Jon Stewart, Famke Janssen, Jordana Brewster, Piper Laurie, Robert Patrick, Daniel von Bargen, Bebe Neuwirth, Salma Hayek

Laufzeit der deutschen DVD: 100:10 Min.

Gesehen am: Juni 2007 / Neusichtung am: 01.07.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Subs (tolle deutsche Synchro), Uncut. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Sonntag, 30. März 2025

Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Story:

Zehn Jahre nach Terminator 2 - Tag der Abrechnung:

John Conner (Nick Stahl) und sein ehemaliger Jugendflirt Kate Brewster (Claire Danes) werden von einem neuen Terminator (Kristanna Loken) attackiert. Doch auch ein neues Modell der alten Terminator Serie (Arnold Schwarzenegger) kehrt in die Vergangenheit zurück, um die beiden zu beschützen…

Meine Meinung:

Es gibt Film-Reihen, auf dessen Fortsetzungen hätte verzichtet werden können. So auch auf Terminator 3 - Rebellion der Maschinen. Den Film, den ich, glaube ich, nur im Kino sah, konnte mich nicht mehr überzeugen. Der Film hat die Neusichtung nicht bestanden und fliegt aus der Filmsammlung. Der Film ist, vor allem im Vergleich mit den Vorgängern (Teile 1 + 2) eine Schande und leider wirklich nur ein lieb- und seelenloses 08/15 Kommerz-Filmchen aus Hollywood, welches sich z.B. von heutigem Marvel-Mainstream Schund nicht zu unterscheiden scheint. Schade!

Störte mich schon leicht im 2. Teil die Harmlosigkeit und der vor allem im Director’s Cut der zusätzlich gezeigte Humor, so haben es die Filmemacher im dritten Teil deutlich übertrieben. Der Humor und die Sprüche, gerade von einer Legende wie Arnold Schwarzenegger, sind peinlich, unlustig, unpassend, schlecht und unangebracht. Schon der Beginn des Filmes, in welcher Arnie an einer Ladies Night eine Bar betritt, um Kleidung zu finden, was zum Fremdschämen wie auch der lächerliche Gastauftritt von Earl Boen.

Der Cast war grösstenteils auch nicht wirklich toll. Sogar Arnold Schwarzenegger wird von einem schwachen Drehbuch, seinem Alter und vor allem den miesen Dialogen im Stich gelassen. Kristanna Loken kann nie das Charisma eines Robert Patrick entflammen und ihre Dialoge sind ebenfalls lächerlich. Am schlimmsten war ausgerechnet Nick Stahl als John Conner. Eine absolute Fehlbesetzung. Dröhnt sich zu, trinkt, in Selbstmitleid zerfressen. Welch Klischees. Und dann unglaublich schlecht und unglaubwürdig gespielt…

Es gibt nur zwei Dinge, die nicht schlecht waren. Die Action am Anfang war sehenswert. Damit meine ich vor allem die längere Verfolgungsjagd auf der Strasse. Da ging unglaublich viel kaputt, es gibt Crashs, diverse Explosionen. Das hat Spass gemacht. Das war cool. Und die zweite Tatsache ist, dass der Film, egal wie ungut der ist, er ist nicht langweilig. Der Schund unterhält, legt ein hohes Tempo an den Tag und in den 104 Minuten Laufzeit wird es eigentlich nie langweilig. Das macht den Film nicht besser, aber erträglicher.

Fazit: Eine Fortsetzung, die die Welt nicht braucht!

Gefolgt von: Terminator - Die Erlösung

Infos:

O: Terminator 3: Rise of the Machines

USA, Deutschland, Grossbritannien 2003

R: Jonathan Mostow

D: Nick Stahl, Claire Danes, Kristanna Loken, Arnold Schwarzenegger, Earl Boen

Laufzeit der deutschen DVD: 104:40 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: 18.01.25

Fassungen: Gesehen via Terminator Box von MGM, Kinowelt, Studiocanal und Columbia TriStar = Deutsche DVD-Box mit den Teilen 1-3 plus jeweils eine Bonus-Disc. Zu Teil 3: Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Ich habe den Film auf Englisch mit Untertiteln gesehen.

Mittwoch, 26. März 2025

Terminator

Terminator

Story:

Ein Terminator (Arnold Schwarzenegger), eine autonome Killermaschine, wird in die Vergangenheit geschickt, um die Mutter des Feindes (Linda Hamilton), noch bevor dieser geboren wird, zu töten und damit die Zukunft zu ändern. Kyle Reese (Michael Biehn) wird ebenfalls in die Vergangenheit geschickt. Er soll den Terminator aufhalten und die Mutter beschützen…

Meine Meinung:

Nachdem James Camerons Spielfilmdebüt Piranha II: The Spawning zum kommerziellen Desaster wurde (dennoch für mich persönlich eine seiner besten Arbeiten), drehte James Cameron zwei Jahre später Terminator. Der Film wurde zu einem bahnbrechenden Hit und machte James Cameron wie auch den damals noch wenig bekannten Darsteller, Österreicher Arnold Schwarzenegger (Running Man, Commando, Red Heat), über Nacht zum Star. Unzählige, jedoch mehrheitlich unnötige Fortsetzungen, waren die Folge. Davor drehte James Cameron weitere Hits wie Aliens oder True Lies. Ein Mann, der wenig Filme drehte, aber praktisch alles war kommerziell erfolgreich. Terminator sah ich erstmals in meiner Kind- oder Jugendzeit. Der Film ist also mit nostalgischen Gefühlen verbunden.

In den letzten Wochen sah ich vor allem viele meiner ungesehenen Filme. Nach sechs Nächten auf Arbeit (ich arbeite als Nachtwache) hatte ich Lust, Terminator zu schauen. Den sah ich in den letzten Jahren immer auf Englisch (DVD aus Japan). Ich hatte aber Lust, den auf Deutsch zu schauen und muss nach der Neusichtung sagen, dass die deutsche Synchronisation absolut gelungen ist. Es war eine Wohltat, den Sci-Fi Klassiker aufzufrischen und anzusehen. Die Sichtung hat unglaublich viel Spass gemacht und Emotionen geweckt. In meinen Augen ist Terminator einer der besten Filme mit Arnold Schwarzenegger, der natürlich perfekt in diese Rolle passt.

Terminator erzählt eine simple aber unterhaltsame, spannende, technisch stark in Szene gesetzt und düstere Sci-Fi-Story. Der Plot ist quasi eine lange Verfolgungsjagd. Mensch gegen Killermaschine. Mit Themen wie der Künstliche Intelligenz (KI), aktueller denn je, war der Film und seine Zukunftsangst vor autonomen Maschinen mit künstlicher Intelligenz, die sich gegen die Menschen und ihre Schöpfer stellen, seiner Zeit voraus. Die Musik, nur schon im Vorspann, ist der Wahnsinn. Und die starken Effekte von Stan Winston (Congo, Wrong Turn, Predator) sind auch heute noch eine Wucht und toll anzusehen.

James Cameron bewies ein gutes Händchen beim Cast. Diese sind, bis auf die Nebenrollen, perfekt besetzt. Linda Hamilton, Michael Biehn (der danach, wie Lance Henriksen auch in Camerons Aliens mitwirkte), Lance Henriksen (House III, Harte Ziele, Pumpkinhead), Paul Winfield (White Dog) oder Earl Boen (Marked for Death, The Dentist) passen perfekt in ihre Rollen. Und der spätere Akte-X Star Brian Thompson (Nightwish) darf sogar zu einem der ersten Opfer des Terminators werden. 

Fazit: Zurecht ein wegweisender Klassiker und für mich der beste «Terminator»!

Gefolgt von: Terminator 2 - Tag der Abrechnung

Infos:

O: The Terminator

USA, Grossbritannien 1984

R: James Cameron

D: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Michael Biehn, Dick Miller, Lance Henriksen, Paul Winfield, Bess Motta, Earl Boen, Brian Thompson

Laufzeit der deutschen DVD: 102:45 Min.

Gesehen am: Kind- Jugendzeit / Neusichtung: 16.01.25

Fassungen: Gesehen via Terminator Box von MGM, Kinowelt, Studiocanal und Columbia TriStar. Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs (Deutsche Synchro ist stark), nur DD 5.1 Re-Mix (mit scheinbar hier und da neuen Schuss- und Soundgeräuschen) und kein Original-Mono Ton (ich finde die Tonspur trotzdem gut). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Die jap. DVD habe ich entsorgt und die Hülle für die deutsche Disc gebraucht. Die Terminator Box gefällt mir nämlich optisch gar nicht (mehr) und vom 2. Teil will ich für eine Neusichtung die Kinofassung anschaffen. Den DC empfand ich nämlich in Vergangenheit als zu lang und die neuen Szenen als zu uninteressant. Und der dritte Teil könnte ggf. aus der Sammlung fliegen. Mit anderen Worten: die Box wird wohl entsorgt! 

Donnerstag, 22. August 2024

Rivalen unter roter Sonne

Rivalen unter roter Sonne

Story:

1870: Wilder Western, Zug Richtung Washington:

Der Zug wird von den zwei Gangstern Link (Charles Bronson) und Gauche (Alain Delon) und ihren Männern überfallen. Nebst Geld wird auch ein japanisches Schwert gestohlen.  Gauche verrät Link und versucht diesen zu töten. Verletzt, aber nicht tot, schwört Link Rache. Er wird zudem von dem Samurai Kuroda (Toshirô Mifune) begleitet. Sein Meister gibt ihm sieben Tage Zeit, das Schwert zurückzubringen, während Link vor allem am gestohlenen Geld interessiert ist…

Meine Meinung:

Europäischer Western von Terence Young (Verflucht sind sie alle, Liebesgrüße aus Moskau) mit der damaligen Crème de la Crème des europäischen und internationalen Kinos. So sehen wir hier Namen wie Charles Bronson (Ein stahlharter Mann), Alain Delon, Toshirô Mifune (The Three Treasures, Princess from the Moon, Seven Samurai) und Ursula Andress (Mountain of the Cannibal God) in einem Film vereint. Mit Charles Bronson und Ursula Andress hat Regisseur Terence Young schon in anderen Produktionen zusammengearbeitet (James Bond jagt Dr. No, The Valachi Papers, Kalter Schweiss).

Der Film wirkt mehr wie ein amerikanischer Western, als ein Italo-Western. Der Film nimmt bereits Motive des späteren Buddy Movies vorneweg, indem er hier zwei untypische Parteien zu einer Zusammenarbeit zwingt. Zum einen Gangster Link, stark gespielt von Charles Bronson, zum anderen den japanischen Samurai gespielt von Toshirô Mifune. Wohl einer seiner besten Rollen, welche ich bisher sah. Das gibt dem Plot neue Reize und macht den Film teilweise auch amüsant und lustig, statt nur unterhaltsam. Der Film ist relativ harmlos und nicht mit düsteren Italo-Western aus jener Zeit zu vergleichen.

Der Plot ist dabei wenig originell und der Film ist in meinen Augen, trotz Spitzen-Cast, kein Kracher. Dafür fehlt dem Film das gewisse Etwas. Aber dennoch bietet Rivalen unter roter Sonne durch und durch einen hohen Unterhaltungswert und ist aufwändig und gut inszeniert. Es gibt Explosionen, echte Szenen mit Feuer, eine Lokomotive, Stunts (viele Pferde die zu Boden gehen) und am Ende viele Action-Momente, als unter Trio bei ihrer individuellen Abrechnung von einer Horde Indianer gestört wird. Rivalen unter der Sonne ist übrigens der einzige Film mit Alain Delon, den ich kenne. Ihm zu Ehren, der Star des europäischen Kinos der 60er und 70er starb im August 2024, wurde der Film neu gesichtet.

Fazit: Kein wirklicher Must Have Titel, aber für Fans der genannten Stars (Charles Bronson, Alain Delon, Toshirô Mifune, Ursula Andress) auf jeden Fall nicht uninteressant!

Infos:

O: Red Sun

Frankreich, Italien, Spanien 1971

R: Terence Young

D: Charles Bronson, Alain Delon, Toshirô Mifune, Ursula Andress

Laufzeit der deutschen DVD: 109:06 Min.

Gesehen am: 2015 / Neusichtung: 18.08.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Wendecover, Uncut, Deutsch/Englisch mit Untertiteln (hervorragende deutsche Synchronisation), sehr gute Bild- und Tonqualität. Den gibt gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray.

Mittwoch, 21. August 2024

Der City Hai

Der City Hai

Story:

Sheriff Mark Kaminski (Arnold Schwarzenegger) willigt ein, sich Undercover in eine Mafia-Organisation einzuschleusen. Ihm wird versprochen, danach wieder beim FBI tätig sein zu dürfen. Ziel ist es, den Mafia-Boss Luigi (Sam Wanamaker) zu beseitigen…

Meine Meinung:

In dieser Mitte der 80er Jahre Dino De Laurentiis-Produktion (Halloween III: Season of the Witch, Amityville II: The Possession) nimmt es der damalige Action-Star Arnold Schwarzenegger (Commando, Running Man, Red Heat, Prey, Predator) gegen eine mafiöse Gangster-Organisation auf. Undercover-Einsatz. Wer klischeehafte 80er Jahre US-Actionfilme mag, wird den Film lieben! Ich sah Der City Hai, der deutsche Titel ist eine Anspielung an Cobra, der in D als Die City-Cobra veröffentlicht wurde, bisher nur einmal. Ich wusste nichts mehr. Der Film hat die 2. Sichtung bestanden.

Ich hatte am Film grosse Freude. Obwohl der Film auch viele Momente bietet, in denen es keine Action-Sequenzen zu bestaunen gibt, empfand ich den Film zu keiner Sekunde als langweilig. Ich mag solche Themen: FBI, Undercover-Cops, Maulwürfe, Mafia, One-Liners eines US-Actionhelden und alle die anderen Klischees, welches in diesen Actionfilmen vorherrschen. Das, was ich von dem Film von John Irvin erwartet habe, habe ich auch erhalten. Die Action und speziell die Shoot-Outs waren z.T. sogar blutiger, als ich diese in Erinnerung hatte. Im Finale gibt es mehrere Szenen, die an The Terminator erinnern (Disco Schiesserei).

Nebst Arnie haben auch die ganzen anderen Gestalten in ihren Rollen überzeugt. Toll gecastet. Die haben alle perfekt zu ihren Rollen, egal ob Cops, Gangster oder Spitzel gepasst. Das muss man den Amerikanern lassen: das konnten sie einfach perfekt! Die passenden Darsteller den passenden Rollenbildern zuordnen, damit das Gezeigte glaubwürdig wirkt. Da sind Namen dabei Robert Davi (Die Hard, The Expendables 3), Ed Lauter (True Romance, Death Wish 3), Darren McGavin (Dead Heat, Happy Hell Night), Joe Regalbuto (The Sword and the Sorcerer) oder Victor Argo (Taxi Driver, Bad Lieutenant).

Fazit: Fans von 80er Jahre US-Actionfilmen und Arnold Schwarzenegger absolut zu empfehlen!

Infos:

O: Raw Deal

USA, Holland 1986

R: John Irvin

D: Darren McGavin, Arnold Schwarzenegger, Paul Shenar, Sam Wanamaker, Kathryn Harrold, Ed Lauter

Laufzeit der deutschen DVD: 101:02 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 16.08.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Untertitel Optionen. Die deutsche Sprachfassung ist sehr gelungen. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Orca

Orca

Story:

Captain Nolan (Richard Harris) trifft zufällig auf einen Orca. Als er diesen fangen will, verletzt und tötet er unabsichtlich statt dem Männchen das schwangere Weibchen. Danach terrorisiert der Orca Nolan und seine Crew und will blutige Rache…

Meine Meinung:

Nach dem weltweiten Erfolg von Steven Spielbergs Jaws (1975) kamen diverse Nachahmer wie Grizzly (1976), The last Jaws - Der weisse Killer (1981) oder besagter Orca in die Kinos. Letzterer im Jahr 1977. Produzent Dino De Laurentiis (Death Wish, Halloween II, Assassins) liess den mir unbekannten Michael Anderson auf dem Regiestuhl Platz nehmen und für das Drehbuch zeichnete sich u.a. der Italo-Western-Erfahrene Sergio Donati (Shoot First, Die Later) aus, der Mitte August 2024 verstarb. Man wollte den weissen Hai mit einem grösseren Tier toppen und liess daher einen Orca als «Killer» fungieren. Plus Moby Dick Vibes.

Ich sah den Film seit 2008 nicht mehr. Der Film hat die Zweitsichtung bestanden. Ich mag den Film sehr. Zwar ist der Plot nicht unbedingt originell, aber die Umsetzung ist sehr gelungen. Ich mag die Kleinstadt-Stimmung, ich mag die Figuren, ich mag die Infos über Orcas. Sogar dank solchen Filmen können Zuschauer noch was lernen. Orcas sind, wie auch Elefanten oder Krähen, sehr intelligent und/oder können sich lange an Ereignisse erinnern. Dies wird im Film gekonnt in den Plot integriert. Die menschlichen Figuren machen im Film Fehler, die zu weiteren Tragödien führen. Die Szene mit dem Baby Orca war in der Tat unschön anzusehen.

Dabei ist der Film stark gespielt. Richard Harris und Charlotte Rampling (Angel Heart, Benedetta) sind die Leads. Sie spielen stark. Richard Harris hat zudem eine tolle deutsche Stimme abbekommen. Auch die Nebenrollen wie Bo Derek und Co. überzeugen und Will Sampson war im ähnlich gelagerten The White Buffalo (1977) zu sehen (übrigens auch von Dino De Laurentiis produziert). Die Musik ist wunderschön und stammt von Ennio Morricone (Ermittlungen gegen einen über jeden Verdacht erhabenen Bürger, Mädchen in den Krallen teuflischer Bestien, Malastrana). Die mechanischen Effekte (Fake-Orcas) sind stark. Es wurden aber auch echte, dressierte Tiere benutzt. Die Attacken sind furchteinflössend und das Finale stimmungsvoll und spannend.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Orca

USA 1977

R: Michael Anderson

D: Richard Harris, Charlotte Rampling, Keenan Wynn, Bo Derek, Robert Carradine, Peter Hooten, Will Sampson

Laufzeit der deutschen DVD: 88:16 Min.

Gesehen am: April 2008 / Neusichtung am: 15.08.24

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit Untertiteln. Die deutsche Synchronisation ist absolut hervorragend. Den Film gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray.

Mittwoch, 22. November 2023

Knock Off

Knock Off

Story:

Die Jeans-Designer und Vertreiber Marcus (Jean-Claude Van Damme) und Tommy (Rob Schneider) geraten zwischen die Fronten der russischen Mafia (Mark Houghton, Jeff Wolfe, Kim Maree Penn), der HKer Polizei (Michael Wong, Carman Lee), den Triaden (Glen Chin Ying-Ming) und der CIA (Lela Rochon)…

Meine Meinung:

Da bietet Knock Off Namen wie Tsui Hark (Once Upon a Time in China 5 - Dr. Wong gegen die Piraten), Jean-Claude Van Damme (Harte Ziele), Michael Wong (Mad Stylist), Mark Houghton (Fight Back to School 2), Kim Maree Penn (In the Line of Duty V - Middle Man), Yuen Bun (The Fortune Code), Sammo Hung (Pantyhose Hero) und Mars (The Legendary Strike) und dann springt dabei ein solch enttäuschender Actionfilm bei raus. Knock Off war nach Double Team die 2. Zusammenarbeit zwischen Regisseur Tsui Hark und Actionstar Jean-Claude Van Damme.

Die meisten dieser 90er Jahre Jean-Claude Van Damme-Filme sah ich bisher nur einmal. Zeit, dies nach und nach zu ändern. Knock Off hat mich dabei enttäuscht, so dass der Film aus der Sammlung fliegt. Das Hauptproblem ist die Tatsache, dass es mit Ausnahme des Finales keine einzige gute Action-Szene zu bestaunen gibt. In Anbetracht der oben genannten Namen ist das eine grosse Potenzialverschwendung. Das Hauptproblem war zudem das miese Editing und die Kameraführung. Grottenschlecht, billig (Slow-Mo-Momente), nervend und unübersichtlich. Die Action-Szenen sehen somit einfach nur schlecht aus.

Dazu kommen, bis auf die finale Explosion, miese CGI-Explosionen, nervende Figuren, dümmliche Sprüche und doofer Humor. Dies ist vor allem in der 1. Filmhälfte der Fall und betrifft Rob Schneiders gespielte Figur. Rob Schneider ist ein Stand-Up Comedian. Ich mag solche Typen nicht und was er dem Film mit seiner Darbietung antut, sagt genug aus. Wäre ich ein Diktator, würde das (nebst Laubbläsern) verboten werden. Mark Houghton scheidet leider viel zu schnell aus dem Film und Kim Maree Penn bekommt nur im Finale paar Sekunden spendiert. Sammo Hung, Yuen Bun und Mars agierten hinter der Kamera.

Michael Wong ist unauffällig, Jean-Claude Van Damme bemüht, wird aber von einer miesen Choreographie, miesen Kameraarbeit und wirren Skript und schwachem Drehbuch im Stich gelassen. Er ist aber noch der besten im ganzen Film. Jedoch eine enttäuschende Rückkehr nach Hong Kong, welche ihn mit Bloodsport zum Star machte. Dazu kommt, dass scheinbar im Finale auch Kampfszenen zwischen Jean-Claude Van Damme und Michael Miller gekürzt wurden, warum auch immer. Schade ist auch die Tatsache, dass der Hauptbösewicht nicht im Kampf besiegt wird. Im letzten Viertel wird der Film zwar etwas besser, da ernsterer Ton und mehr Action, aber das rettet den Film nicht davor, aus der Sammlung zu fliegen.

Fazit: Durchschnittlicher Jean-Claude Van Damme-Film!

Infos:

O: Knock Off

Aruba, Hongkong, USA 1998

R: Tsui Hark

D: Jean-Claude Van Damme, Rob Schneider, Michael Wong, Carman Lee, Wyman Wong Wai-Man, Mark Houghton, Jeff Wolfe, Kim Maree Penn, Paul Sorvino, Glen Chin Ying-Ming

Laufzeit der deutschen DVD: 87:09 Min.

Gesehen am: März 2007 / Neusichtung am: 21.10.23

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (von Filmjuwelen / AL!VE).

Dienstag, 9. Mai 2023

Red Heat

Red Heat 

Story:

 

Der russische Gangster Viktor (Ed O'Ross) flieht nach einem Mord an einem Polizisten aus Russland in die USA. Die Russen schicken Ivan (Arnold Schwarzenegger) los, um den Feind im Ausland zu finden. Unterstützung bekommt Ivan von dem amerikanischen Cop Ridzik (Jim Belushi). Ein ungleiches Duo auf der Suche nach einem Gangster…

 

Meine Meinung:

 

Viele der 80er Jahre Arnold Schwarzenegger-Klassiker sah ich lange nicht. Filme wie Commando, The Terminator, Conan - Der Barbar, Conan - Der Zerstörer, Der City Hai oder Running Man. Zeit, das zu ändern. Den Anfang machte Red Heat. Und da staunte ich erst Mal nicht schlecht: Ein Walter Hill (Ein stahlharter Mann, The Driver) Film! Ich wusste gar nicht (mehr), dass Arnie in einem Walter Hill Film mitspielte! Cool!

 

Walter Hill hat in der Zeit auch einige tolle Action-Filme wie Nur 48 Stunden, Und wieder 48 Stunden oder Trespass gedreht. Red Heat wirkt, zumindest in den städtischen Ghetto-Settings und Shoot-Outs sehr an die zwei Filme mit Nick Nolte und Eddie Murphy. Dies ist positiv gemeint. Red Heat ist ein sehenswerter 80er Jahre Action-Film und ein amüsantes Buddy-Movie. Wie in anderen Filmen dieser Art (z.B. Lethal Weapon) arbeiten auch hier zwei ungleiche Cops zusammen.

 

Ein Russe, ein Amerikaner. Vor Ort in den USA. Das regt, was Methoden, Schauspiel und Dialoge, angehen, zum Schmunzeln an. Arnold Schwarzenegger (Predator) war dazumal die perfekte Wahl für die Rolle des russischen Hünen. Aber auch Jim Belushi und seien flotten, frechen und für heutige Verhältnisse politisch unkorrekten Dialoge macht viel Spass. Unterhaltsames Duo! In Nebenrollen sind Gina Gershon (spielte in Im Körper des Feindes eine ähnliche Rolle) und ein junger Laurence Fishburne (Death Wish 2) zu sehen.

 

Die Settings sind toll. Der Film spielt nur zu Beginn und am Ende kurz in Russland. Danach folgt der Wechsel in die USA. Die Action-Settings sind authentisch. Auch die Gangster sind gut dargestellt und charakterisiert, wenn auch meist nur Kanonenfutter für unsere Stars. Die Action-Szenen bestehen aus kurzen Schlägereien, Verfolgungsjagden, Bus-Crashs- und Stunts (Finale) und vor allem aus blutigen Shoot-Outs. Zudem geht viel kaputt, wenn Gangster in Gegenstände fliegen. Cool!

 

Fazit: Toller 80er Jahre Actionfilm von Walter Hill und mit Arnold Schwarzenegger!

 

Infos:

 

O: Red Heat

 

USA, Ungarn 1988

 

R: Walter Hill

 

D: Ed O'Ross, Arnold Schwarzenegger, Jim Belushi, Peter Boyle, Gina Gershon, Laurence Fishburne

 

Laufzeit der deutschen DVD: 99:23 Min.

 

Neusichtung am: 15.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Deutsch/Englisch mit diversen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Mittwoch, 26. April 2023

Watchers

Watchers 

Story:

 

Ein Labor des Militärs geht in Flammen auf. Ein Versuchstier, ein Hund, entkommt. Dieser flieht zu Travis (Corey Haim) und seiner Mutter (Barbara Williams). Doch ein Monster, ebenfalls aus dem Labor entkommen, macht nun Jagd auf den Hund und tötet alle, die sich in dessen Nähe befinden. Zwei Agenten (Michael Ironside, Blu Mankuma) versuchen, das Monster zu fangen…

 

Meine Meinung:

 

Watchers ist Auftakt einer vierteiligen Monster-Horrorreihe, von welcher eigentlich nur dieser erste Teil lohnt (ok, vielleicht noch der dritte Teil für Trash-Fans). Ich kenne den Film seit Jugendjahren und es fliesst auch eine Menge Nostalgie mit, was meine Meinung angeht. Ich mag den Film einfach. Watchers ist eine kanadische Produktion, die u.a. von Roger Corman (Carnosaur) produziert wurde. Verfilmt wurde eine Dean R. Koontz (Phantoms) Geschichte (Romanverfilmung).

 

Der Film gefällt mir ausfolgenden Gründen (ohne spezielle Reihenfolge):

 

1. Nostalgie!

 

2. Gummimonster, tolle wenn auch dezent eingesetzte Make-Up und Monster-Effekte

 

3. Tierhorror-Motive

 

4. 80er Jahre und Kleinstadt-Setting

 

5. Michael Ironside!

 

Besonders der fünfte Grund hat mir sehr gut gefallen. Michael Ironside wertet den Film auf. Für eine solche Produktion ist er eigentlich fast zu gut. Ich mochte ihn immer als Bösewicht (siehe Filme wie Scanners oder Total Recall). Auch hier regt er mit seinem Schauspiel zum Schmunzeln an. Ihn als fiesen Typ zu sehen ist einfach ein Genuss! Gegen Ende steigert sich sein Schauspiel mehr und mehr!

 

Ansonsten war der junge Corey Haim dazumal sehr gefragt. Frauenschwarm und erfolgreich mit dem Vampir-Film The Lost Boys und Kumpel vom anderen Corey = Feldman (Bordello of Blood, Friday the 13th: The Final Chapter). Aber auch die Nebenfiguren im Film sind sympathisch: die Freundin von Corey, dessen Mutter, Michael Ironsides Partner, der Sheriff etc. Ich mag solche 80er Jahre Kleinstadt-Setting, wo jeder jeden kennt. Da kommt Halloween-Stimmung auf. Langweilig wird es nie. Die wenigen Effekte sind sehenswert, die Effekte haben Charme und sind genau nach meinem Geschmack. Wie im Tierhorrorfilm sind die Szenen dezent eingesetzt. Vom Monster gibt es erst spät mehr und mehr zu sehen. Das beste Cover-Artwork hat in der Hinsicht die Videokassette aus England (siehe Bild).

 

Fazit: Wer gerne 80er Jahre Monster- und Tierhorrorfilme mag, wird mit Watchers bestens bedient!

 

Gefolgt von: Watchers II

 

Infos:

 

O: Watchers

 

Kanada 1988

 

R: Jon Hess

 

D: Corey Haim, Barbara Williams, Michael Ironside, Blu Mankuma, Dale Wilson, Duncan Fraser, Lala Sloatman

 

Laufzeit der deutschen DVD: 86:59 Min.

 

Neusichtung am: 10.04.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutsche Synchronisation ist gelungen. Es gibt noch keine Blu-Ray (Stand: April 2023).

Freitag, 13. Januar 2023

Hana-Bi - Feuerblume Review

Japanuary 2023

Hana-Bi - Feuerblume

Story:

 

Cop Nishi (Takeshi Kitano) hat diverse Probleme: die Tochter vor kurzem verloren, die Ehefrau (Kayoko Kishimoto) an Krebs erkrankt, Dienst-Kollegen, die von Gangster zu Krüppel geschossen wurden, Geldprobleme und Schulden bei der Yakuza. Nishi erleidet Depressionen und quittiert den Dienst…

 

Meine Meinung:

 

Hana-Bi ist ein sehenswerter Film von und mit Takeshi Kitano (Battle Royale, Outrage Beyond, Zatoichi) und in meinen Augen nebst Violent Cop und Brother einer seiner besten Filme. Wahnsinnig viele Filme hat er als Regisseur nicht realisiert.  Der Film wurde bei Publikum und Kritik gut angenommen und gewann diverse Preise (Ausgezeichnet mit dem Goldenen Löwen, 54. Internationale Filmfestspiele Venedig 1997).

 

Obwohl Takeshi Kitano zuerst im Show-Business als Humorist seine (erfolgreichen) Erfahrungen sammelte, macht er in dem kühlen, nihilistischen und deprimierenden Film eine unglaublich gute Figur. Sehr wortkarger Film. Wenig Dialoge, wenig Musik. Wer den Film schon kennt, weiss, was ihn erwartet. Somit gibt es keine Überraschungen bei einer 2. Sichtung. Die ruhige Art und Weise tun dem Film und Stimmung sehr gut. Cop und Yakuza Setting (wie so oft in den Filmen von Takeshi Kitano).

 

Das Schauspiel aller Beteiligten ist glaubhaft, hier und da bei einigen Figuren zur Grenze der Realität was das Overacting angeht. Die Ortschaften sind schön anzusehen, das Finale am Strand eine Wucht. Die ruhige, monotone Art des Filmes wird durch ein trauriges und negatives Ende abgerundet. Solche Enden mag ich. Dementsprechend passen auch die sporadischen, aber dafür umso härteren Gewaltspitzen perfekt zum ruhigen Rest des Filmes. Perfekter Kontrast.

 

Fazit: Sehenswerter Film! Wem Takeshi Kitano nichts sagt, der sollte mit Hana-Bi (oder Violent Cop oder Brother) starten!

 

Infos:

 

O: Hana-bi

 

Japan 1997

 

R: Takeshi Kitano

 

D: Takeshi Kitano, Kayoko Kishimoto, Ren Ôsugi, Susumu Terajima, Tetsu Watanabe

 

Laufzeit der deutschen DVD: 98:40 Min.

 

Neusichtung am: Jan. 2023

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Kinowelt vor = durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Deutsch/Japanisch mit deutschen Subs, Uncut. Die Bild- und Tonqualität sind nicht mehr zeitgemäss. Da sind Fans mit Blu-Ray Alternativen (capelight, Third Window Films, Film Movement) sicher besser dran.