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Sonntag, 7. Januar 2024

Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee

Japanuary 2024

Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee

Story:

Itto Ogami (Tomisaburô Wakayama) und sein Sohn (Akihiro Tomikawa) sind noch immer auf ihrem Rachegeldzug. Yagyū Retsudō (Minoru Ōki) schickt nun seine Tochter Karoi (Junko Hitomi), seinen unehelichen Sohn Hyoei um den Tsuchigumo -Clan, die auch der schwarzen Magie mächtig sind, in den Kampf gegen Itto Ogami…

Meine Meinung:

Als ich die Reihe dazumal zum ersten Mal sah, war ich aufgrund des offenen Endes des sechsten und letzten Teiles der Lone Wolf & Cub Reihe enttäuscht. Dies finde ich auch jetzt noch schade, aber es war weniger enttäuschend. Alles in allem ist die Lone Wolf & Cub Reihe (Okami - Das Schwert der Rache, Lone Wolf & Cub Teil 2 - Am Totenfluss, Lone Wolf & Cub Teil 3 - Der Wind des Todes, Lone Wolf & Cub Teil 4 - Die tätowierte Killerin, Lone Wolf & Cub Teil 5 - Der weisse Pfad der Hölle, Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee) eine der besten Samurai-Reihen aus Japan. Und das ist nicht übertrieben.

Lone Wolf & Cub Teil 6 - Blutiger Schnee geht es länger ruhig an. Der Plot wird konsequent weiterverfolgt und diesmal schickt Yagyū Retsudō noch seine leiblichen Kinder in den Kampf gegen Itto Ogami. Tomisaburô Wakayama und Akihiro Tomikawa spielen erneut sehr stark. Aber ich mochte auch Minoru Ōki (Yakuza Law) als Bösewicht und die Tatsache, dass er hier mehr Screentime bekommt als in den Vorgängern. Und speziell Freude hatte ich an seiner Filmtochter, gespielt von Junko Hitomi. Gerade ihre Trainingsszenen oder das Duell gegen Itto sind der Wahnsinn.

Die ruhige Kameraarbeit und die wunderschönen Bilder sind erneut ein Genuss. Wie vor einer Actionszene/vor einem Duell Spannung generiert wird, ist der der Wahnsinn. Tolle Musik, tolle Bilder. Der Film hat mit Ausnahme des Finales eher wenig Action zu bieten und ist ruhig. Die Actionszenen und Duell sind sehenswert und blutig. Das Highlight ist selbstverständlich das lange, blutige Finale im Schnee, wo es zu eindrücklichen und spektakulären Actionszenen kommt.

Fazit: Sehenswert! Eine der besten Film-Reihen aus Japan!

Infos:

O: Kozure Ôkami: Jigoku e ikuzo! Daigoro

Japan 1974

R: Yoshiyuki Kuroda

D: Tomisaburô Wakayama, Akihiro Tomikawa, Minoru Ōki, Junko Hitomi,

Laufzeit der deutschen DVD: 83:24 Min.

Gesehen am: Sept. 2006 / Neusichtung am: Jan. 2024

Fassungen: Siehe Okami - Das Schwert der Rache!

Montag, 1. Januar 2024

Ghidorah, the Three-Headed Monster

Japanuary 2024

Ghidorah, the Three-Headed Monster

Story:

Eine Frau, die behauptet, vom Planten Venus zu stammen, prophezeit der Erde düstere Szenarien. Agenten sind ihr auf den Fersen. Bald darauf tauchen Godzilla, Mothra und Rodan auf und bekämpfen sich. Als ein Meteor einschlägt und Ghidorah, den dreiköpfigen Drachen auf die Erde bringt, tun sich die übrigen Monster zusammen, um Tokyo vor Ghidorah zu retten…

Meine Meinung:

Ishirô Honda (Latitude Zero, Mothra, King Kong Escapes), Schöpfer des 1. Godzilla Filmes, der auch für die zwei direkten Vorgänger King Kong vs. Godzilla und Mothra Vs. Godzilla zuständig war, sorgt in dieser Fortsetzung für einige Neuerungen. Kämpfte Godzilla zuvor gegen die Menschen (Godzilla) und/oder gegen einzelne Monster-Wesen (King Kong vs. Godzilla, Mothra Vs. Godzilla, Godzilla Raids Again) und war stets der Feind der Menschen, so sollte sich dies in Ghidorah, the Three-Headed Monster ändern.

Der Plot besteht aus so viel Irrsinn, dass man daraus gut zwei bis drei Film hätte drehen können. Unheilvolle Prophezeiungen, Sci-Fi Momente mit einer Frau von der Venus, Geheimagenten von einem fiktiven Staat, die dieser Person hinter her jagen, diverse Personen (vor allem Reporter), die daran interessiert sind bis hin zu vier Monstern! Was für ein Fest! Das bringt aber auch etwas Hektik in den Plot und, zumindest am Anfang, auch lahme Füllszenen. Die 1. Hälfte etwas doch etwas lahm, würde ich meinen.

Von mir aus hätte man den ganzen Sub-Plot von der Frau von der Venus und die Agenten, die sie jagen, weglassen können. Ein bisschen Straffungen hier und da hätten dem Tempo des Filmes gutgetan. Die mir unbekannten Darsteller sind solide, die Figuren aber mehrheitlich wenig interessant. Ich schaue mir solche Kaijus aus Japan aufgrund der liebevollen, charmanten Effekten, den Zerstörungen und der Monster-Action an. Der Film startet mit einem sympathischen Intro in den Film und Godzilla bekommt es diesmal mit Mothra und Rodan zu tun. Rodan bekam 1956 seinen eigenen Film. Dies ist seine erste Zusammenkunft mit Godzilla.

An der Stelle soll natürlich Ghidorah, der dreiköpfige Drache erwähnt werden. Nicht zu verwechseln mit dem Geschöpft aus dem taiwanesischen Fantasy-Kaiju-Film Three-Head Monster. Ghidorah sollte zu einem der besten Gegenspieler Godzillas werden und auch in vielen weiteren Fortsetzungen zu sehen sein. So wird Ghidorah am Ende zwar besiegt, aber nicht getötet. Er fliegt davon, flüchtet. Fortsetzung also garantiert! Die Effekte sind dabei der Wahnsinn. Neu ist auch, dass Godzilla die Menschen damit indirekt rettet. Der Wechsel vom Zerstörer zum Beschützer hat begonnen. Einige ulkige Szenen (Kommunikation zwischen den Monstern) runden die Action-Szenen ab.

Fazit: Godzilla und Kaiju-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Invasion of Astro-Monster

Infos:

O: San daikaijû: Chikyû saidai no kessen

Japan 1964

R: Ishirô Honda

D: Yôsuke Natsuki, Yuriko Hoshi, Hiroshi Koizumi, Takashi Shimura, The Peanuts, Akiko Wakabayashi

Laufzeit der US-DVD: 92:52 Min.

Gesehen am: Juni 2007 / Neusichtung am: Japanuary 2024

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Toho, Classic Media und genius entertainment vor = US- und jap. Fassung an Bord. Ich schaute mir die jap. Fassung an = Gute Bild- und Tonqualität, Japanischer O-Ton, englische Subs, Uncut. Als Blu-Ray in den USA von The Criterion Collection erschienen (auch UK) und in Deutschland von 8-Films (als Frankensteins Monster im Kampf gegen Ghidorah).  

Donnerstag, 28. Dezember 2023

Godzilla Minus One

 

Godzilla Minus One

Story:

Japan am Ende des 2. Weltkriegs:

Godzilla taucht auf und Koichi (Ryunosuke Kamiki), ein Pilot, der seinen Kamikaze-Dienst an der Front verweigert hat, nimmt zusammen mit Freiwilligen den Kampf gegen das Monster auf, um Japan zu retten…

Meine Meinung:

Nach Shin Godzilla, der mir nicht durchgängig gefallen hat und an dem ich einiges zu kritisieren hatte, war ich sehr skeptisch auf Tohos neusten Godzilla Streich mit dem Titel Godzilla Minus One. Obwohl der Film erfolgreich anlief, durchgehend gute Reviews bekam (imdb 8.4/10, Stand 02.12.23) und er es sogar nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz schaffte (Kinoauswertung), blieb ich weiterhin skeptisch. Warum? Ich empfand den ersten Trailer als wenig ansprechend und die Tatsache, dass Godzilla diesmal aus CGI besteht, gefiel mir nicht.

Nach Godzilla: Final Wars, damals am NIFFF gesehen, sollte Godzilla Minus One der nächste Godzilla Film werden, den ich im Kino erleben durfte. Und was soll ich sagen? Ich wurde positiv überrascht. In jeder Hinsicht. Godzilla Minus One hat mich teilweise beeindruckt und ich empfand den Film als besser als sein Vorgänger. Es gab mehr Action, weniger Längen, die Effekte waren besser, der Film spannender, dramatischer und düsterer. Auch das Setting, das während dem Ende und nach dem 2. Weltkrieg spielt, war ein kluger Schachzug.

Und Godzilla ist böse. Die erste Action-Szene kam viel schneller als erwartet. In dieser hat mich Godzilla als CGI-Monster noch nicht überzeugt (da war er auch noch nicht mutiert). Da erinnerte er mich zu sehr an den US-Godzilla oder an Jurassic Park (den T-Rex, vor allem das Schreien). Aber spätestens während der 2. Action-Szene haben mich die Effekte, CGI hin oder her, überzeugt. Godzilla wurde, wie Gollum in Der Herr der Ringe, auf die Leinwand gebannt. Die Technik soll Motion capture heissen und erklärt die realistischen Bewegungen seitens Godzilla, obwohl «nur» ein CGI-Effekt.

Die Tatsache, dass der Film düster ist, hat mir gut gefallen. Die Effekte waren stark. Die mir unbekannten Schauspieler haben mir durch die Bank gut gefallen. Der Plot und die Probleme, welche damals vorherrschten (Hunger, Zerstörung, Tod, Trauer, praktisch regierungslos, Krieg), werden gekonnt in den Plot geflochten. Es gibt auch böse Seitenhiebe gegen die damalige Regierung Japans. Das persönliche Schicksal und Traumata von Koichi wirken glaubhaft. Dem Zuschauer sind die Figuren und deren Schicksale nicht egal = alles richtig gemacht. Über das Ende kann man sicherlich streiten, mir gefiel es.

Toll war auch die dezent eingesetzt Musik aus den Vorgänger-Filmen. Da kam fast Gänsehaut-Feeling auf bzw. epische Gefühle. Es wurde Musik aus Godzilla, King Kong Vs. Godzilla und Mothra Vs. Godzilla verwendet. Von Meister Ifukube Akira (Weltraumbestien, The Three Treasures, Whale God). Es gibt noch andere Hommagen ans Original (Szene mit dem Zug). Die mir unbekannten Darsteller in den Hauptrollen wurden von Ryunosuke Kamiki und Minami Hamabe gespielt. Minami Hamabe stand zuletzt bei Shin Kamen Rider vor der Kamera und Ryunosuke Kamiki kennt der Fan aus diversen Takashi Miike Filmen wie The Great Yokai War oder As the Gods Will. Regie führte Takashi Yamazaki, von dem ich nur zwei Filme gesehen habe (Space Battleship Yamato und Returner).

Fazit: Sehenswert und landet auf der Wunschliste!

Infos:

O: Gojira -1.0

Japan 2023

R: Takashi Yamazaki

D: Ryunosuke Kamiki, Minami Hamabe, Yûki Yamada, Hidetaka Yoshioka, Sakura Andô, Kuranosuke Sasaki, Munetaka Aoki

Laufzeit der Originalfassung: Ca. 125 Min.

Gesehen am: 01.12.23

Fassungen: Der Film erfuhr Anfang Dez. 2023 in Deutschland, der Österreich und in der Schweiz eine kleine Kinoauswertung, teilweise sogar in Japanisch mit deutschen Untertiteln. Ich habe den Film im Kanton Zürich in Winterthur gesehen = Uncut, im O-Ton mit deutschen Untertiteln. Eine Blu-Ray in Japanisch mit englischen oder deutschen Untertiteln ist noch nicht angekündigt (Stand: Dez. 2023).

Dienstag, 22. März 2022

Godzilla: Final Wars Review

NIFFF 2005 Special

Godzilla: Final Wars

Story:

 

Aliens (u.a. Kazuki Kitamura, Tak Sakaguchi) wollen die Erde übernehmen und schlüpfen in die Körper von wichtigen Persönlichkeiten (Akira Takarada, Kumi Mizuno). Zudem kontrollieren die Aliens diverse Monster, mit welchen sie die Menschen erpressen. Eine Sondereinheit (u.a. Masahiro Matsuoka, Kane Kosugi, Don Frye, Jun Kunimura) und Godzilla nehmen sich dem Problem an…

 

Meine Meinung:

 

Gemäss meinem alten Review war Godzilla: Final Wars der erste Film der Godzilla-Reihe, den ich sah. Und zwar bei seiner Europapremiere am NIFFF 2005 in Anwesenheit von Regisseur Ryûhei Kitamura, dessen Versus und Azumi ich nach wie vor (nebst The Midnight Meat Train) zu seinen besten Werken zähle. Andere Filme könnten nach 2. Sichtung aus der Sammlung fliegen (Alive, Sky High, No One Lives, Downrange - Die Zielscheibe bist du!).

 

Leider überzeugt auch Godzilla: Final Wars nicht mehr wie damals am NIFFF. Die Euphorie ist gewichen, mein Film-Charakter hat sich verändert und inzwischen habe ich die alten Godzilla-Filme und andere klassische Kaijus (Mothra, Giganten der Vorzeit, The 6 Ultra Brothers vs. the Monster Army, Agon, The Space Amoeba) aus Japan oder aus anderen Ländern (Mars Men, King of Dinosaurs, The War God, King of Snake, Pulgasari, Flying Dragon Attacks, Fairy and the Devil) kennen und lieben gelernt. Und diese sagen mir einfach mehr zu als neue, moderne Filme mit CGI Effekten.

 

Godzilla: Final Wars ist mir im Vergleich zu älteren Kaijus zu modern, die Effekte teilweise zu billig und schlecht (CGI). Dies trifft natürlich nicht auf alle Effekte zu und löblich ist, dass, vor allem in den Nahaufnahmen, noch immer Schauspieler in Gummikostümen stecken und die Monster von Menschen gespielt werden. Die ganzen Monster bekommen aber mehrheitlich viel zu wenig Screentime, um allen Geschöpfen, die im Film zu sehen sind, gerecht zu werden. Zudem gibt es auch einige unschöne CGI Szenen, welche die Monster von weit entfernt zeigen.

 

Mit zwei Stunden ist der Film auch zu lang geworden, zumal Godzilla erst nach 70 Min. so richtig wüten darf und die (teilweise doofen) Figuren erhalten teilweise zu viel Platz. Schön ist, dass auch Akira Takarada, Star des Original-Godzilla, wieder mit von der Partie ist. Er spiele in vielen Filmen von Toho mit, z.B. in Half Human oder Latitude Zero. Nebst Takarada ist auch mit Kumi Mizuno ein Alt-Star dabei. Sie spielte auch in vielen klassischen Filmen mit (Gorath, Matango).

 

Ansonsten wirken viele Jung-Darsteller, die mir wenig sympathisch waren, mit. Sänger, Martial Arts-Darsteller (Kane Kosugi) oder auch westliche Namen (Don Frye) die ich nervend fand. Tak Sakaguchi, Star aus Versus, fiel mir nicht auf und Jun Kunimura (The Wailing, Manhunt) gibt eine unbedeutende Nebenrolle ab, während Kazuki Kitamura (Ley Lines, The Raid 2, Blade of the Immortal) mit seinem Overacting teilweise unfreiwillig komisch wirkte.

 

Der Vorspann ist optisch cool und mit der Original-Musik von Akira Ifukube ausgestattet. Danach drückt jedoch Ryûhei Kitamura dem Werk seinen Stempel auf und das Godzilla-Feeling vergeht teilweise. Die neue Musik ist uninteressant, die Action-Szenen nicht der Rede Wert und der Charme der alten Filme, ist verflogen. Schade! Da schaue ich mir doch lieber, wieder und immer wieder, die alten Godzilla-Filme an! Die gefallen mir einfach klar besser! Ich denke, dass ich auch bei anderen neueren Godzilla Filmen so empfinden werde (Godzilla Against Mechagodzilla und Co.)...

 

Gefolgt von: Shin Godzilla

 

Infos:

 

O: Gojira: Final wars

 

Japan, China, Australien, USA 2004

 

R: Ryûhei Kitamura

 

D: Kazuki Kitamura, Masahiro Matsuoka, Kane Kosugi, Akira Takarada, Kumi Mizuno, Don Frye, Tak Sakaguchi, Jun Kunimura, Koichi Ueda

 

Laufzeit der US-DVD: 125:08 Min.

 

Gesehen am: NIFFF 2005 / Neusichtung: 21.03.22

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Sony vor = Uncut, durchschnittliche Bild- und Tonqualität, O-Ton (90% Japanisch, 10% Englisch) mit englischen Subs (für jap. Passagen). Gibt es in Deutschland auf Blu-Ray (Splendid).

Mothra Vs. Godzilla Review


Mothra Vs. Godzilla

Story:

 

Nach einem Sturm wird ein Riesen-Ei angespült. Geschäftsmänner nehmen dieses in Besitz und wollen damit viel Geld verdienen. Das Ei stammt von Infant Island und gehört der Riesen-Motte Mothra, die ihr Ei zurückhaben möchte. Doch die Geschäftsmänner bleiben stur. Als Godzilla auftaucht und ebenso Mothra, um ihr Ei zu holen, eskaliert die Situation, während Reporter und Co. (u.a. Akira Takarada) versuchen, das Ei ihrem rechtmässigen Besitzer zurückzugeben…

 

Meine Meinung:

 

Godzilla wurde 1954 zum weltweiten Riesen-Erfolg, so dass Nachfolger schnell gedreht und veröffentlicht wurden. Es folgten sehenswerte Fortsetzungen wie Godzilla Raids Again und King Kong vs. Godzilla, gefolgt von dem vierten Teil der Reihe: Mothra Vs. Godzilla aka Godzilla und die Urweltraupen. Dieser entstand genau zehn Jahre nach dem Original Godzilla und ist wie die Vorgänger ebenso eine sehenswerte Fortsetzung geworden.

 

Zu Ehren von Akira Takarada, der am 14. März dieses Jahres starb, gab es eine Neusichtung zu Mothra Vs. Godzilla. Es handelte sich auch erst um die 2. Sichtung zum Film. Akira Takarada (The Three Treasures, The Last War, King Kong Escapes), der bereits im Original-Godzilla mitwirkte, spielte noch in weiteren Fortsetzungen mit. Meist neue Rollen. So auch hier.

 

Und sein Auftritt ist dabei sympathisch, so spielt er doch einen der Guten. Nur die Bösewichte tanzen leicht aus der Reihe, da oft unfreiwillig komisch wirkend (inklusive Hitler Schnäuze, was ich sonst vor allem aus dem Hong-Kong Kino kenne (wenn Japaner die Bösewichte sind). Die Menschen spielen dabei aber nur in der 1. Filmhälfte eine zentrale Rolle.

 

In dieser wird Wert auf die Figuren und Plot gelegt. Monster kommen noch spärlich vor. Dabei ist der Film dennoch mehr düster statt lustig und Godzilla noch böse. Die zweite Filmhälfte gehört dann Godzilla, Mothra und Co. Diese Szenen sind die Highlights des Filmes. Die Monster dominieren und dabei resultieren Zerstörungen und Monster-Kämpfe.

 

Die Effekte sind auch heute (für mich) noch sehenswert und haben viel Charme. Ziehe ich den CGI Effekten neuerer Godzilla-Streifen vor. Abgerundet wird der Film mit der tollen Musik von Akira Ifukube (Frankenstein Conquers the World).

 

Fazit: Für jeden Godzilla- und Kaiju-Fan zu empfehlen!

 

Gefolgt von: Ghidorah, the Three-Headed Monster

 

Infos:

 

O: Mosura tai Gojira

 

Japan 1964

 

R: Ishirô Honda

 

D: Akira Takarada, Yuriko Hoshi, Hiroshi Koizumi, Yû Fujiki, Yoshifumi Tajima

 

Laufzeit der US-DVD: 88:37 Min.

 

Neusichtung am: 20.03.22

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Toho / ClassicMedia vor = US- und jap. Fassung. Ich sah die jap. Fassung = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs. Gibt es in der Criterion Collection als US- oder UK-Blu Ray. In Deutschland ebenso als Blu-Ray zu haben (Anolis).

Donnerstag, 27. Januar 2022

Hanzo the Razor 3: Who's Got the Gold? Review

Japanuary 2022

Hanzo the Razor 3: Who's Got the Gold?

Story:

Samurai Cop Hanzo Itami (Shintaro Katsu) wird von seinen zwei Sidekicks informiert, dass diese einen weiblichen «Geist» gesehen haben wollen. Hanzo nimmt sich diesem an bis sie auspackt - bis sie schliesslich von unbekannten Gegnern zum Schweigen gebracht wird. Hanzo findet aber genug heraus, um den Fall aufklären zu wollen. Und dafür sind ihm jede Mittel recht…

Meine Meinung:

Der dritte und leider letzte Teil der Hanzo the Razor Reihe mit Shintaro Katsu (Saga of the Phoenix) kann qualitativ nicht mehr an die Vorgänger heranreichen. Ob das Budget gekürzt wurde? Die zwei grössten Änderungen sind folgende: 1. Es gibt weniger Actionszenen. 2. Der Blutgehalt wurde stark minimiert. Daher sollte man mit etwas weniger hohen Erwartungen an den Abschluss der Reihe gehen, damit man nicht enttäuscht wird.

Hanzo the Razor 3: Who's Got the Gold? ist lustiger als die Vorgänger und mehr oder weniger eine Art Krimi mit vereinzelt wenigen Action- und Exploitation-Szenen. Der Humor kommt sowohl von Hanzo selbst wie auch seinen Sidekicks, die aus den Vorgängern zurückkehren oder den Dialogen zwischen Hanzo und seinem Boss Snake. Vor allem die Dialoge um die Strafe (Harakiri) brachte mich sehr zum Schmunzeln, da starkes Schauspiel von Shintaro Katsu. Er spielt alle an die Wand.

Der Plot ist, oft wie im Krimi, spannend, da es um die Motive, Täterschaft und deren Verbindungen zueinander geht. Und Hanzo ist dabei, dies zu eruieren. Daher ist eine grundsolide Spannung gegeben. Mehr Action wäre zwar wünschenswert gewesen, aber man kann nicht alles haben. Zwar gibt es im Finale etwas Action, doch diese ist a) enttäuschend (Kanone) oder b) ultraschnell vorbei (das Mini Duell zwischen Hanzo und dem Bodyguard).

Aber Shintaro Katsu, die amüsanten Wortgefechte/Dialoge und der Plot alleine reichen dennoch aus, um den Film zu einem guten Abschluss zu bringen (mit angepassten Erwartungen versteht sich).

Fazit: Für Fans der Vorgänger zu empfehlen!

Infos:

O: Goyôkiba: Oni no Hanzô yawahada koban

Japan 1974

R: Yoshio Inoue

D: Shintaro Katsu, Kô Nishimura, Mako Midori, Mikio Narita, Asao Koike, Etsushi Takahashi, Daigo Kusano, Keizô Kanie

Laufzeit der US-DVD: 83:43 Min.

Gesehen am: April 2007 / Neusichtung am: Jan. 2022

Fassungen: Siehe Teil eins!

Sonntag, 23. Januar 2022

The H-Man Review


Japanuary 2022

The H-Man

Story:

Ein Gangster wird durch Radioaktivität zu einem tödlichen Wesen (à la Blob), der nun seine Konkurrenz ausschaltet, während die Polizei im Fall ermittelt. Auch die Freundin des Gangsters ist in Gefahr…

Meine Meinung:

Godzilla Regisseur Ishirô Honda (Latitude Zero, Mothra, King Kong Escapes) kritisiert mit The H-Man, einer 1958er Toho-Produktion, einmal mehr die Wirkung und Folgen von Atomwaffen. Im Gegensatz zu Godzilla, einem Klassiker und wegweisenden Film mit unzähligen Fortsetzungen, kann The H-Man bis auf 2-3 einzelne Szenen nicht überzeugen.

Der Film war nämlich einfach nur eins: stinklangweilig, trotz einer kurzen Laufzeit von 87 Minuten. Es wundert mich nicht, dass de US-Fassung rund zehn Minuten kürzer läuft aber selbst dann braucht der Zuschauer genug Sitzfleisch, den Film bis zum Ende zu ertragen. Es passiert kaum etwas Aufregendes, so dass sich schnell Langeweile breit macht.

Dazu kommt, dass die Figuren wenig interessant ausgearbeitet sind und das Schauspiel hier und da hölzern wirkt. Effekte und Action sind Mangelware. Die «seltenen Highlights» des Filmes sind, wenn «The Blob» attackiert. Dabei orientieren sich die Japaner an The Blob, der in den USA im gleichen Jahr im Kino lief. Zufall? Wohl kaum…

Zudem kommt, dass der Plot fast mehr aus Gangster-Plot statt Sci-Fi oder Monsterfilm besteht. Es gab auch dazumal in diversen Kaiju-Streifen solche hölzernen Gangster-Nebenplots, welche ich nicht mochte, z.B. in Space Monster Dogora. Die mehrfach gezeigten «sexy» Bühnen- und Gesangseinlagen gefielen mir auch nicht. Das schaue ich mir lieber richtig sexy Bühnenshows in Jess Franco Filmen an…

Fazit: Für sich gesehen nicht zu empfehlen. Zum Glück lag mir ein Double Feature mit Battle In Outer Space vor. Ich hoffe sehr, dass der Film besser wird damit kein 100%iger Reinfall…

Infos:

O: Bijo to ekitai ningen

Japan 1958

R: Ishirô Honda

D: Yumi Shirakawa, Kenji Sahara, Akihiko Hirata, Koreya Senda, Makoto Satu, Yoshifumi Tajima

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 87 Min.

Gesehen am: Jan. 2022

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray Sci-Fi Double Feature von Mill Creek Entertainment vor = Uncut, US- oder Jap. Originalversion (mit Subs), hervorragende Bild- und Tonqualität. Ebenfalls im Set enthalten ist: Battle in Outer Space. In D von Anolis erschienen (Titel: Das Grauen schleicht durch Tokio).

Mittwoch, 22. September 2021

Pulgasari Review

Pulgasari

Story:

 

Korea in der Feudalzeit:

 

Einfache Bauern werden vom Kaiser (König? Herrscher?) unterdrückt und wenn nötig auch eingesperrt, gefoltert und getötet. Da taucht Pulgasari auf. Ein Wesen, dass sich von Metall ernährt und wächst. Dieses nimmt den Kampf gegen den unmenschlichen Tyrannen auf und unterstützt das einfache Volk im Kampf gegen seinen Widersacher…

 

Meine Meinung:

 

Wenn ich an Nordkorea denke kommen mir vier sonderbare Situation in den Sinn:

 

1. Halb-Bruder des Diktators wird in Malaysia auf dem Flughafen vor laufenden Kameras eliminiert. Eine der Täterinnen trägt ein LOL Shirt. Die ganze Welt sieht zu. Nordkorea winkt ab.

 

2. Es gibt DVDs in Nordkorea und ich habe eine in der Sammlung (Hong Kil Dong).

 

3. Der aktuelle Diktator aus dem Land besuchte die gleiche Schule wie ich!

 

4. Südkoreanischer Regisseur wird nach Nordkorea entführt, wo er für den Ex-Diktator Filme drehen muss, ehe ihm viele Jahre später auf einer Auslandsreis in Österreich die Flucht gelingt!

 

Zu Punkt vier:

 

Einer dieser Film war der nordkoreanische Kaiju-Film Pulgasari, den Shin Sang-ok in seiner Zeit in Nordkorea nebst fünf anderen Filmen für den Machthaber des Landes, einen grossen Film- und Kinofan, drehen musste.

 

Pulgasari ist sicherlich der bekannteste Film von Shin Sang-ok und gleichzeitig der bekannteste Film aus Nordkorea. Eine japanische Crew* (Toho Studios) wurden eingeladen, um für die Effekte à la Godzilla zu sorgen. Immerhin waren die Godzilla-Filme weltweit bekannt und de Japaner die führenden Experten auf dem Gebiet was Effekte für Kaiju-Produktionen angehen. * u.a. Nobuyuki Yasumaru und Teruyoshi Nakano.

 

Ich hörte auch das Gerücht, dass Pulgasari selbst in Nordkorea nie lief. Der böse Tyrann, der vom Volk am Ende (und auch dank dem Monster) gestürzt wird, könnte man gleichsetzen mit dem damaligen Diktator des Landes. Also eine Art Sozialkritik, die während dem Drehen den Nordkoreanern nicht aufgefallen sein könnte.

 

Ende der 90er lief der Film in Japan und ich denke, das war der Knackpunkt der den Film weltweit bekannt machte. Nach dem Tod des Führers lief der Film sogar in Wien in einer Retroperspektive. Denkt der Fan ans Kaiju Genre aus Japan, kommen zuletzt nicht japanische-ausländische Produktionen in den Sinn. Dabei gibt es auch aus Südkorea einige Kaiju-Titel:  

 

Yongary (1967), The Prince of Dragon King (1977 mit Szenen aus einem Taiwan Film), Young-Gu and Dinosaur Zu-Zu (1993 mit Dino), Tyranno's Claw (1994 mit Dinos) oder den leider unveröffentlichten und verschollenen Space Monster Wangmagwi (1967) oder der inzwischen auch in den USA veröffentlichte und sehenswerte Flying Dragon Attacks aka War God of the God Monsters. Pulgasari selbst ist zumindest inhaltlich nicht gerade originell und in der 1. Filmhälfte auch relativ lahm, zumindest was Monster-Szenen angehen.

 

Die Figuren und Verhältnisse (Gut gegen Böse) werden geklärt, bis nach 22 Minuten Pulgasari als Winzling auftaucht. Diese Szenen sind zunächst sehr niedlich – von einem Kaiju-Streifen ist Pulgasari zu dem Zeitpunkt noch weit entfernt. Man erinnert sich mehr an Gremlins und Co. Denn: Pulgasari wächst, indem er Metall frisst. Pulgasari kommt in ca. 3-4 diversen Grössen vor. Viel Arbeit für die Spezialtechniker aus Japan. Nach dem eigentlichen Kampf darf Pulgasari auch noch paar Gebäude und Tempel zerstören. Die Effekte sind gut getrickst.

 

Die deutlich bessere Hälfte ist die 2. Seite der Laserdisc (oder B-Seite): in dieser wächst Pulgasari zu seiner bekannten Grösse heran und hilft dem einfachen Volk gegen den Tyrannen und seine Armee anzukämpfen. Dabei setzen diese auch Waffen ein, die Pulgasari tatsächlich verletzen können. Sehr cool fand ich z.B. den später auftauchenden Schamanen mit seinen Frauen, denen es tatsächlich gelingt, Pulgasari (vorübergehend) Schachmatt zu setzen.

 

Die Darsteller sind, auch wie Kameraführung, Inhalt oder Musik, nichts Besonderes. Solide und vor allem Mittel zum Zweck. Wie in vielen andern Kaiju-Filmen ist weniger der Inhalt oder die Figuren wichtig, sondern die Effektarbeit, und diese rockt definitiv!

 

Fazit: Pulgasari ist jedem Kaiju-Fan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Pulgasari

 

Nordkorea 1985

 

R: Jo Chong Gon, Shin Sang-ok

 

D: Hui Chang Son, Sop Ham Gi, Ri Jong-uk, Ri Gwon, Yu Gyong-ae

 

Laufzeit der jap. LD: Ca. 95 Min.

 

Gesehen am: Jan. 2013 / Neusichtung am: 04.07.21

 

Fassungen: Mir lag die jap. LD von Pioneer vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, Koreanischer O-Ton, feste jap. Subs. Gibt es auch als DVD in Japan und als VHS in Südkorea (auf Ebay für 999USD zu bekommen!!!). Eine Fassung mit englischen Subs, eine Blu-Ray oder eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Juli 2021).