Obwohl die Zimmer total hellhörig waren, waren die anderen Hotelgäste brav, so dass ich gut geschlafen habe. Ich stand früh auf. Ich hatte geschrieben, dass es unterschiedliche Darstellungen der Öffnungszeiten zur Börse gab. 10.00 Uhr oder 11.00 Uhr. Ich plante, um 10.00 Uhr dort zu sein. Via FB-Messenger bekam ich zuvor noch einige Infos: Man dürfe auch selbst mitgebrachte Items signieren lassen, auch am Stand von Shamrock Media, es gäbe Ess- und Trinkmöglichkeiten aber keine Schränke für Jacken oder Taschen und nur Bargeld sei akzeptiert und es gibt an der Börse oder Umgebung keinen Geldautomaten. Ich bin so oder so ein Bargeld-Typ, so dass mir das sympathisch ist. Ursprünglich wollte ich nur ein Item signieren lassen. Das Bild, welches Yukari Oshima und mich in London zeigt. Da ich aber gut gespart und finanziell gut dran war, habe ich entschieden, fünf Autogramme und zwei Fotos zu buchen was mich jedoch stolze 245 Euro kosten würde (pro Autogramm oder Foto 35 Euro). Das ist schon eine ganze Stange Geld und deutlich teurer als das Event in London. Ich hatte danach noch ca. 150 Euro für Filmkäufe und das Abendessen im La Rustika. Ein Kumpel von Zürich fragte noch für drei Filme und ich plante zuerst, nur einen Film für mich zu kaufen. Shamrock Media haben Filthy Guy auf Blu-Ray veröffentlicht (als Der kleine Dicke gibt Zunder). Der ist zwar alles andere als toll, aber restauriert, mit Subs oder ggf. einer amüsanten deutschen Synchro und in Widescreen wollte ich den dennoch nochmals auffrischen und dem Film eine Chance geben. Da Shamrock Media auch einen Stand hatte war klar, dass sie diese neue Vö vor Ort anbieten würden. Ich war leicht nervös, wie ein Kind, welches sich auf Weihnachten freut. Ich machte mich ohne was Richtiges gegessen oder viel getrunken zu haben um 09.15 Uhr auf den Weg zur Filmbörse und stellte fest, wie extrem windig und föhnig es war. Regen war eigentlich nicht gemeldet (nur 10%) und es sah auch nicht danach aus. Die Schlange war heute sehr klein. Laut KI ist der Andrang an Sonntag deutlich kleiner als an Samstagen. Ich war relativ weit vorne in der noch kleinen Schlange.
Dann der Eintritt zur Filmbörse. Das Alter wurde nicht kontrolliert. Die Filmbörse ist aber ab 18 Jahren. Es gab für jeden Besucher ein Geschenk (tatort - Blockbuster Vol. 2 Blu-Ray). Ich staunte. Statt 10 Euro kostete der Eintritt 15 Euro. Ich hätte schwören können, dass ich Online gelesen habe, dass der Eintritt 10 Euro kosten würde. Ich war kurz nach 10.00 Uhr drin und hatte gar nicht gross Lust, nach Filmen zu suchen. Immerhin war Yukari Oshima das Ziel meiner Begierde. An einem Tisch von Shamrock Media kaufte ich dann gleich Der kleine Dicke gibt Zunder und an einem anderen Tisch kaufte ich dann doch noch andere Filme, was ich eigentlich nicht geplant habe. Ich kaufte Shaolin - Warteliste des Todes sowie Die Todeshand des schwarzen Panthers (mit Chen Kuan-Tai). Beides Mediabook Ausgaben. Shaolin - Warteliste des Todes sah ich vor einigen Monaten als US-DVD, welche ich danach entsorgt/verkauft habe, als ich sah, dass es davon eine deutsche Blu-Ray gibt. Mit den Käufen gab ich aber mehr Geld aus, als geplant. Das heisst die Chancen waren gering, für den Zürcher Kumpel noch was zu kaufen und auch der Restaurant-Besuch im La Rustika war futsch. Dazu kam, dass ich vor Ort dann auch mehrere Café konsumierte, was auch wieder Geld kostete. Was die Filme anging, hätte ich warten sollen. Der kleine Dicke gibt Zunder gab es später bei einem anderen Tisch billiger (hätte ich 2-3 Euro gespart) und auch Shaolin - Warteliste des Todes gab es billiger (nämlich die reguläre Ausgabe statt das Mediabook). Diese drei Käufe wurden in ca. fünf Minuten abgewickelt. Ich hatte danach gar keine Lust, noch weiter zu suchen und checkte stattdessen die Räumlichkeiten aus. Ich fand dann den Ort, wo die Gäste sein würden. Es hiess, dass Yukari Oshima von 11.00-12.30 Uhr (oder 13.30?) exklusiv am Stand von Shamrock Media sein würde. Es ist jetzt ca. 10.15 Uhr und ich wartete in der offiziellen Halle auf sie und nicht am Shamrock Media stand. Dort trank ich besagte zwei Kaffee und die Frau mit dem Coca-Cola T-Shirt (= quasi ihre Ansprechperson vor Ort), welche am Yukari Oshima Tisch sass, orientierte mich, wo ich die Tickets für die Autogramme und Fotos kaufen müsse. Zudem informierte sie mich, dass Yukari Oshima doch zuerst hier auftauchen und erst danach zum Shamrock Media Stand gehen würde. Also wartete ich vor Ort. Als ich die sieben Tickets für fünf Autogramme und zwei Fotos kaufte sah ich, dass bisher am meisten Tickets für Yukari Oshima gekauft wurden. Ich sah auch u.a. ein Fan mit einem Yukari Oshima-T-Shirt. Man konnte vor Ort auch Bilder von ihr kaufen, die z.B. hätten signiert werden können. Der Typ mit dem T-Shirt machte den Verkäufer noch auf ein falsches Bild aufmerksam, welches Cynthia Khan statt Yukari Oshima zeigte.
Jetzt war es ca. 10.30 Uhr. Oder 10.45 Uhr. Ich sass vor Ort
und von draussen blendete es. Ich bekam unterschwellig Kopfweh. Ob es daran
lag, dass ich zu wenig getrunken und noch nichts gegessen hatte? Am Wetter? An
der fehlenden Sonnenbrille, welche ich in der Schweiz liess? Ich verdrängte die
Gedanken und plötzlich stand ein Typ vor mir, der sich mir vorstellte. Unerwartet
wurde ich von einem Deutschen, der auch in einem Forum, wo ich früher aktiv
war, angesprochen. Er erkannte mich von Bildern und sprach mich an. Ich hätte ihn nicht gekannt und ich hatte auch nicht gewusst,
dass er an die Börse kommt oder sogar vor Ort lebt. Ich habe zwar im Vorfeld zu
meinem Trip einige Deutsche gefragt (einen aus besagtem Forum, einen auf FB und
einen auf Insta), die kamen aber alle nicht. Daher war das eine erfreuliche
Überraschung. Nach ca. 10 Minuten sah ich dann plötzlich Yukari Oshima und
ihren Berater (ich weiss nicht, ob es gleichzeitig auch ihr Ehemann ist?) in
der Halle stehen. Der Berater war auch damals in London dabei. Als sie beide zu
ihrem Tisch gingen und die Coca-Cola Frau sie begrüsste, stürmten wir gleich zu
unserem Ziel. Ich war gut vorbereitet und ansonsten stand noch niemand an. Der
Kumpel, nennen wir ihn Mal Zhang (er will weder mit richtigem Namen genannt
werden und war auch fotoscheu, was es zu akzeptieren gilt), musste jedoch noch
die Tickets für Fotos und Autogramme erwerben gehen. In der Zeit stand dann ein
weiterer Fan an und ich konnte in aller Ruhe alle meine Mitbringsel signieren
lassen. Yukari Oshima hat sich anhand meines Aussehens oder der Pizzaschachtel
(darin hatte ich eine Laserdisc zum Signieren) nicht mehr an mich erinnert. Das
sollte sich mit dem fünften Autogramm ändern. Dem Bild, welches sie in London
mit mir zeigt. Da hat sie sich erinnert und war auch wirklich erfreut. Danach bot
ich die Coca-Cola Frau um Fotos. Immerhin hatte ich für zwei gezahlt. Und cool
war, dass sie jedoch mehr Fotos machte. Sie machte insgesamt sieben Bilder
mit Yukari Oshima und mir und ich hielt dabei das signierte Bild von uns beiden
in die Kamera. Danach übergab ich Yukari Oshima noch ihre Geschenke: das Bild
von uns beiden hatte ich doppelt dabei und dann noch die Läderach Schokolade.
Davon mache ich dann noch drei Bilder. Yukari Oshima und ihr Berater (und auch
die Coca-Cola Frau) hatte Freude. Es war eine schöne Stimmung. Ich machte dann
Platz für den anderen Fan, der anstand und ging zurück an den Tisch, wo ich
zuvor Kaffee trank. In der Zwischenzeit war auch Zhang am anstehen und hatte seine
Tickets für die Autogramme parat. Nachdem er seine Filme signiert hatte,
zügelten wir zu einem der grossen Tische. Wir waren platt und euphorisch. Ich
merkte mehr und mehr, dass das Kopfweh stieg und Zhang hatte eine schlaflose
Nacht hinter sich und war ebenfalls «auf der Fresse». Wir führten noch diverse
Gespräche und planten dann trotzdem noch einen Rundgang durch die Börse. Ich
sah mir jedoch nur die Tische mit ausgelegten Filmen an. Die Boxen, in denen
ich die Filme einzeln hätte durchgehen müssen, liess ich links liegen. Ich war
zu faul dafür. Ausserdem stieg das Kopfweh wegen dem Licht in der Halle,
welches sich in den Filmen (Plastikfolie) spiegelte, mehr und mehr. Es blendete
mich. Ich fand dann noch ein bis zwei Eastern, welche ich nicht kaufte da ich
die englischen Titel nicht ausmache konnte. Und da ich nicht ins Internet
konnte und es kein freies WLAN gab (auch Zhang war es nicht möglich, mit seinem
Handy ins Netz zu gehen), wollte ich keine Blindkäufe wagen. Ich fand in der
kurzen Runde noch ein viertes Mediabook, welches ich kaufte: Die blutigen Krallen des Leoparden. Den habe ich nur als VHS aus Indonesien und der englische
Dub ist grauenhaft. Da wird der Film in Deutsch (und restauriert und
Widescreen) sicherlich besser sein. Ansonsten kaufte ich nichts mehr, da ich
dennoch Geld für heute Abend (Essen) und für morgen (die Heimreise) brauchte. Das
heisst definitiv kein Steakhouse und keine weiteren Filmkäufe mehr (auch nicht
für den Kumpel in Zürich). Ich sah auch keinen Stand von Fokus Media und weiss ehrlich
gesagt nicht, ob die überhaupt vor Ort waren (vor kurzem waren sie in Bergamo
in Italien). Wie sahen dann noch einmal Yukari Oshima und die Coca-Cola Frau. Diesmal am Stand von Shamrock Media. Ihr Berater stand vor dem Tisch. Es machte mich traurig zu sehen, dass kein Fan dort war. Ich fand das ganze viel weniger familiär als in London. Es brach mir fast das Herz, Yukari Oshima ohne Fans am Tisch sitzen zu sehen. Sie schaute sich fragend nach Fans um, die nicht da waren. Ich hoffe, dass es sich für sie dennoch gelohnt haben wird. Ich nehme auch an, dass sie in Deutschland bleiben wird, da sie am nächsten Samstag noch am Weekend of Hell sein wird. Wir zogen wahrscheinlich ab 12.00 Uhr oder so von dannen. Beide
erledigt, hungrig, müde und mein Kopfweh stieg und stieg. Und ich wusste warum:
der föhnige Wetterwechsel. Ich neige dann zu Kopfweh. Das hiess auch, später
noch Medis kaufen. Ich habe seit Monaten keine mehr nehmen müssen, daher hatte
ich auch keine dabei. Der herrlich beständige Hitzesommer war perfekt, damit
ich keine Kopfwehattacken bekam. Ich habe Zhang dann zum Bahnhof begleitet. Er
nahm den 13.08 Uhr Zug nach Hause und ich kaufe etwas zu trinken und zog mich
ins Hotel zurück. Zum einen um die Cover und Signaturen in Sicherheit zubringen, zum
anderen plante ich ein Powernap von 30 Minuten in Dunkelheit. Der Wecker war
bis 14.15 Uhr gestellt.
Danach stand ich auf und es ging schon etwas besser. Ich
plante dennoch, Medis kaufen zu gehen. Laut KI gibt es am Bahnhof in Nürnberg
eine Apotheke die geöffnet ist. Ich schlenderte also Richtung Bahnhof. Dabei
und vor allem, bis ich die Apotheke endlich fand (extrem Menschenmassen, in den
Inneneinrichtungen war es warm, draussen extrem föhnig) nahm das Kopfweh zu. Der Kopf drohte förmlich zu platzen. Ich kaufe Medis (viel billiger
als bei uns) und checkte noch einige Hauptstrassen, auch auf der Suche nach
Lebensmitteln oder Essgelegenheiten. Dabei verschwand mein Kopfweh fast von
allein d.h. ohne Medis. Leicht spürte ich es noch. Ich fand in einer
Hauptstrasse tonnenweise Lokale zum Essen. Aber vor allem arabische Lokale. Da waren
viele Restis voll (Gross-Familien und so). Ich entschied mich dann für ein
Asiatisches, welches ich sah und ass dort Knusprige Ente (grosse Portion mit
Jasmin-Duftreis) in BBQ-Sosse mit Gemüse, Knoblauch, scharf und einer Cola Zero.
Das tut zum einen gut, aber beim Essen meldete sich ganz leicht das Kopfweh wieder.
Die Portion war sehr gross und gekostet hat es praktisch nichts (13 Euro). Der
Laden hiess Bao Han Asia Haus - Sushi Bar und ich ass vor Ort. Wohl gestärkt
schlenderte ich ins Hotel zurück. Als ich im Hotel ankam, es war nun ca. 16.40 Uhr,
begann es auf einmal stark zu regnen. Und das war nicht gemeldet. Und auf einen
Schlag war mein Kopfweh weg. Wie weggewischt. Ich spürte also tatsächlich einfach
den Wetterwechsel. Nach einer Dusche sah ich mir auf dem Handy das Manchester
United Spiel an (= Zeitverschwendung). Abends ging ich dann sehr früh liegen. Ich
glaube schon um 21.00 Uhr oder so. Am nächsten Morgen heisst es: Heimreise!






















































