Adresse: Luegibrüggli 1, CH-3800 Unterseen
Heute verbrachte ich einen ruhigen Vormittag und Mittag. Den
Restaurant-Bericht schrieb ich noch gestern Abend und heute nahm ich es
gemütlich. Ich stand später auf und im Gegensatz zu den letzten Tagen sah ich
mir heute nur einen Film an. The Shackle, der letzte Horroktober-Titel für das
aktuelle Jahr. Und das an meinem letzten offiziellen Ferientag. Drei Wochen
Urlaub schon vorbei. Am Mittag zockte ich noch (Broforce) und danach entschied
ich, früher als geplant, Richtung Wild-Essen aufzubrechen. Heute führt mich
meine Wild-Begierde nach Interlaken d.h. Unterseen. Ich gehe mit einem
befreundeten Paar und deren zwei Kindern Wild-Essen. Um 18.00 Uhr. Sie wohnen
in der Nähe des Restaurants und es war das einzige Wochenende, welches sie noch
frei hatten. Beim Reservieren (irgendwann im August) hatte ich Glück. Das
Restaurant hatte noch einen freien Tisch und sagte, dass dies das letzte
Wild-Wochenende sei. Das Restaurant fand ich durch Google. Es soll einen
gewissen Ruf haben. Unterbewusst hoffte und erwartete ich einen hervorragenden
Abend.
Ich ging früher und machte noch einen Abstecher nach Köniz.
Dort kaufte ich noch Lebensmittel (Honig und Kaffeerahm) und ein
Zonen-Abo (damit ich im Nov. gratis in der Stadt und Co. den ÖV benutzen kann),
da mein GA nur noch bis und mit Samstag gültig ist. Normalerweise kaufe ich ein
solches Zonen-Abo für ein Jahr, aber das liegt aktuell nicht drin und dafür
will ich nicht extra das Sparkonto plündern. Das Abo für ein Jahr zu kaufen,
muss bis Ende Nov. warten. Und danach habe ich noch gleich mein Halbtax-Abo,
welches noch bis am 03.01.27 gültig war, für ein Jahr verlängert. Danach ging
es nach Bern und von dort Richtung Interlaken West. Ich hatte noch nicht entschieden, ob
ich in Interlaken West rumhängen wollte oder noch einen Abstecher nach Thun oder
Spiez planen sollte. Im Zug las ich Coven weiter. Ich entschied mich spontan für einen
Abstecher nach Spiez, da ich das am wenigsten kenne. Als ich dann nach Interlaken
West aufbrechen wollte, wählte ich die längere Postautofahrt am See entlang.
Das waren wunderschöne 30 Minuten (und paar Minuten Verspätung). In Interlaken
West sah ich mir das Treiben an. Interlaken hat schon Charme, muss ich sagen.
Ich kam mir vor, wie im externen Urlaub. Danach nahm ich auch dort das Postauto
und fuhr zum Restaurant. Im Dunkeln auf den Berg. Eindrückliche Kurven. Das mag
ich und erinnerte an Autofahrten als Kind ins Wallis. Ich kam mit dem Postauto
an, auch paar Minuten verspätet und sah gleichzeitig, dass auch meine Freunde
mit ihrem alten Volvo ankamen. Praktisch zeitgleich.







Das Restaurant, welches auch gleichzeitig ein Hotel ist, hat
viel Charme. Und im Sommer hätte man einen spektakulären Ausblick auf den See. Wir
wurden zu unserem Platz geführt. Aktuell war der Raum noch fast leer, was sich
aber ändern sollte. Man sagte uns, nachdem wir fragten, dass das Restaurant
ausgebucht sei und ab ca. 18.30 Uhr ein sehr grosser Andrang herrschen würde.
Sie waren froh, dass sie schon Gäste vorher beherbergen konnten. Die grosse
Speisekarte hatte ich schon zuvor studiert und es war eine interessante
Wild-Karte. Kurz musste ich unterbrechen und habe um ca. 18.10 Uhr eine Mondo
Macabro Vorbestellung tätigen müssen. Die haben ihre Halloween-Vös ab 18.00 Uhr
aufgeschaltet. Alles limitierte Editionen. Nach Überraschungen wie The Magic Curse war das Objekt meiner Begierde vor allem The Black Magic with Buddha als UHD
in zwei Filmfassungen mit teilweise zuvor nie gezeigtem Material, neu
restauriert im Originalbildformat und mit vielen exklusiven Extras (neue Interviews
mit Chen Kuan-Tai, der dann leider Monate später sterben sollte). Das Projekt
verdanken wir Frédéric Ambroisine, der das mit viel Herzblut in die Wege
geleitet hat. Top. Eine der besten Vös wenn nicht die besten Vö in diesem Jahr.
Der Kauf funktionierte problemlos. Danach wurde bestellt und ich bestellte mir
als…
Vorspeise
Kürbiscremesuppe nach
Hausrezept
verfeinert mit
Kürbiskernöl, luftgetrocknete Kürbiskerne und Rahm
12.50 CHF
Hauptgang
Ausgelöstes
Rehrückenfilet Hubertus
an
Preiselbeer-Rahmsauce & Haselnusspilzstreusel
58.00 CHF
Ich nahm eine andere
Sauce = Waldpilzrahmsauce
Dessert
Vermicelles mit Rahm
und Meringue
11.00 CHF
&
Cheesecake
6.80 CHF
Das Essen war von A-Z, wie insgeheim erhofft und erwartet,
ein absoluter Genuss! Das beste Wild-Essen diese Woche. Nach einem durchwachsenen
Start in diese Wild-Woche, wurde es im Verlauf besser und besser und findet
heute seinen bisherigen Höhepunkt. Auch meine Freunde waren begeistert und es war
schön zu sehen, wie die Kleinen hier auch ihr erstes Wild gekostet haben. Meine
Freunde nahmen auch den Rehrücken und die Kleinen waren nicht abgeneigt, davon
auch ein-zwei Bissen zu probieren. Schön! Die Suppe war fantastisch. Perfekte
Portion und super lecker. Schön zubereitet, schicke Teller. Wie sagt man so
schön? Das Auge isst mit. Die Suppe war wohltuend. Es war die richtige
Entscheidung, diese statt das Carpaccio zu bestellen. Beim Hauptgang war es
auch die richtige Entscheidung, das Rehrückenfilet zu nehmen. Ich nahm es mit
einer anderen Sauce, war problemlos möglich war. Von den letzten 22 Restaurants
wurde ich nie gefragt, wie ich das Fleisch zubereitet haben möchte. Hier war es
der Fall. Das Fleisch war absolut zart und fein, obwohl noch recht rot in der
Mitte. Die Beilagen waren auch ein Traum. Auch hier war es eine perfekt
abgestimmte Portion. Nicht zu viel, nicht zu wenig. So blieb ich Platz für zwei
Desserts. Die hatten deutlich mehr Desserts, als auf der Karte zu verzeichnen
waren. Diese wurden direkt am Tisch kommuniziert. Ich entschied mich für das Vermicelles
Dessert (konnte der Gast total frei in Eigenregie zusammenstellen) und den Cheesecake.
Ich liebe Cheesecakes. Die hauseigene Variante war mit Zitronengeschmack. Die
Kellnerin fand das super, dass ich zwei Dessert nahm. Bei anderen Tischen (es
gab Tische mit fast zehn Gästen) waren die Wartezeiten länger. Wir waren froh,
dass wir schon um 18.00 Uhr gekommen sind. Wir sind alle frühe Esser. Es
war ein wunderbarer Abend und ein kulinarischer Traum. Ein Restaurant, welches
ich auch nächstes Jahr wieder besuchen werde (oder sogar im Sommer einmal,
wegen der Aussicht). Danach fuhren mich die Freunde mit ihrem coolen Auto an
den Interlaken West Bahnhof (das Postauto fährt, wenn ich nicht irre, um diese
Uhrzeit nur noch einmal pro Stunde) und bevor sie mich abluden, zeigten sie mir
noch einigen schöne Stellen vor Ort. Quasi ein gratis Sightseeing. Als sie mich
in Interlaken West absetzen, stand schon der Zug nach Spiez dort, der ca. zehn
Minuten später abfahren sollte. In Spiez ging es ca. fünf Minuten später
Richtung Bern weiter. Ich stand, da nur eine kurze Strecke (ich plante in Thun
umzusteigen) und der Zug relativ voll war. Ein Alkie unterhielt den Korridor und in
Thun wartete bereits der Zug Richtung Freiburg (und Niederwangen) auf mich. Dort
las ich Coven weiter, fuhr nach Hause wo ich um ca. 22.15 Uhr ankam. Ich gönnte
mir, wie jeden Abend, noch ein heisses, starkes Kaffee und sah mir noch zwei
Folgen von Fauda an.
Fazit:
Hervorragend
Sehr gut
Gut
Enttäuschend