Dieses Blog durchsuchen

Mittwoch, 21. Oktober 2026

Wild Nr. 75 (Gaststuben zum Schlössli)


Adresse: Zeughausgasse 17, 9000 St. Gallen

 

Heute stand ich früh auf. Das Wetter war weniger schlecht, als gemeldet. Kein Regen. Meine Wohnung fühlte sich, trotz abgestellter Heizung, nicht kalt an. Am Vormittag sah ich mir den japanischen Film Nighty Night an. Heute wollte ich am frühen Nachmittag abreisen, da ca. 2.5h Zugreise vor mir. Heute würde es in den Kanton St. Gallen gehen, wo ich abends mit meinem Filmkumpel aus St. Gallen, dem wohl grössten Eastern Fan, den ich kenne, Wild essen gehe. Gaststuben zum Schlössli heisst das Restaurant, wo wir schon letztes Jahr hervorragend gegessen haben. Danach wagte ich mich dennoch in die Dusche und siehe da, es war noch warmes Wasser übrig. Da schienen die Mieter seit Freitag geschaut zu haben, möglichst wenig warmes Wasser zu brauchen damit die Reserven, trotz abgestelltem Warmwasser und Heizungen, reichen sollten. Sonst hätte ich kalt geduscht. Danach lud ich meine Powerbank auf und packte nebst dem VHS, welches ich für ein Tauschgeschäft nach St. Gallen mitnahm (Eagle Flying in September), auch das informative Booklet zu Nighty Night ein. Das plante ich während der langen Zugfahrt zu lesen. Und natürlich ein neuer Edward Lee Roman: Coven. Diesen Roman las ich schon einmal, wusste aber nichts mehr.




Am Vormittag ass ich zwei Toast mit Honig und bevor ich auf den Zug ging, kaufte ich noch ein grosses Twix und ein Biberli. Das ass ich während dem Warten auf den Zug und im Zug. Das Wetter wurde besser und besser. Sogar sonnig. Im Zug las ich das Booklet. Sehr informativ. Eines der besten Booklets, welches ich in letzter Zeit gelesen habe. Viele spannende Hintergrundinfos zu Nighty Night. Danach startete ich mit dem Roman Coven. Im Verlauf schrieb mir der Kumpel, wann ich ankommen würde. Vor längerem schrieb ich ihm, dass ich zwischen 17.30-17.45 Uhr in seine Apotheke (er hat eine eigene Apotheke) kommen würde. Ich schrieb ihm nun, dass ich vielleicht schon um 17.20 Uhr ankommen würde. Ich kam kurz vor 17.00 Uhr am Bahnhof an und machte mich danach zu Fuss auf den Weg zur Apotheke. Dort kam ich um ca. 17.20-17.25 Uhr an. Wir begrüssten uns. Wie sahen uns länger nicht. Für die libanesische VHS von Eagle Flying in September bot mir mein Kumpel eine libanesische Version von The Ming Patriots an. Von dem habe ich nur die Videoasia DVD (Bootleg), die zwar im O-Ton mit Subs ist, dafür stockdunkel und schlechter als eine VHS ausschaut. Die Fassung aus dem Libanon ist zwar nur Englisch Dubbed, soll aber eine sehr gute Bildqualität und auch in Widescreen sein (die deutschen VHS sind stark zensiert und stark beschnitten an den Seiten). Cool ist zudem, dass es sich bei The Ming Patriots um eine libanesische Betamax handelt. Nicht um eine VHS. Daher half ich sofort tauschen. Gratis bekam ich zudem die UK-Blu-Ray von Eureka mit den Shaw Brothers Filmen The Eunuch sowie The Deadly Knives geschenkt, da er dieses Produkt von Amazon unabsichtlich zweimal bekam und die nicht Mal wollten, dass es zurückgeschickt wird. Danach gingen wir neben der Apotheke in ein Café, wo mir mein Kumpel, vielen Dank nochmals, ein Cappuccino zahlte. Wir quatschen dort ca. 20 Minuten ehe wir wieder in die Apotheke gingen, wo mein Kumpel mit einer Angestellten noch fertig machte. Ich rief inzwischen das Restaurant an und informierte, dass es nicht 18.00 Uhr, sondern 18.15-18.30 Uhr werden wird und wir nur zu zweit und nicht zu dritt kommen (ursprünglich hatte ich für 2-3 Personen reserviert, da ich nicht wusste, ob der Kumpel auch seine Ehefrau mitnimmt oder nicht. Diese hatte jedoch keine Zeit). Wir fuhren mit dem Auto in die Altstadt und liefen noch paar Meter zum Restaurant.
















Die Altstadt ist schön. Hat Charme. Vor Ort im Restaurant führten wir viele Gespräche über Filme. Ich erzählte zudem über die drei Events mit Yukari Oshima, nochmals Yukari Oshima sowie Lu Feng. Mein Kumpel informierte mich auch noch über zwei YouTube Kanäle, die seltene Filme hochgeladen haben. Filme, von denen in der Szene keine Heimkinofassungen bekannt sind oder Filme wie Two Jolly Cops, welche in HD, in Canto mit englischen Subs und in Widescreen vorlägen. Wir machten ab, dass er mir die Links morgen schicken würde. Ich hatte die Speisekarte schon zuvor studiert. Das Restaurant hat die Karte im Vergleich zu 2026 gewechselt. Ich blieb schlussendlich bei dem, was ich mir schon zuvor angesehen hatte. Der Kumpel, der diverse Fotos von uns machte und noch an 1-2 andere Filmkontakte schickte, nahm das gleiche. Ich bestellte als…

 

…Vorspeise

Rehhacktätschli im Rauchspeckmantel mit Blattsalaten

Williams Birnenchutney, Baumnuss-Senf & Corinas Bienenhonigdressing

22.50 CHF

 

 

…Hauptgang

Rehschnitzel an Morchel-Frischrahmsauce

Herbstgemüse, Preiselbeer-Apfel, Quitte und Quark-Spätzli

53.50 CHF

 

…Dessert

Marroni-Dessert „Schlössli“

Vanilleglacé, Dietenwiler Kirschgel, Mageträs-Meringues & Marronicreme

20.50 CHF







Es hätte zwar eine Kürbiscremesuppe gegeben, jedoch mit Ingwer. Da ich das nicht gerne habe, kam das nicht in Frage. Bei der Vorspeise mit den Rehhacktätschli hatte ich zuerst etwas Angst, dass die Portion zu gross sein würde, da von «Blattsalaten», also in Mehrzahl, die Rede war. Die Portion war aber angenehm. Nicht zu gross, nicht zu klein. Eigentlich absolut perfekt. Perfekt und wie von einem anderen Universum stammend waren auch die Rehhacktätschli im Rauchspeckmantel und die diversen Beilagen. Ein Traum. Schon als ich das erste halbe Rehhacktätschli in den Mund aufnahm, fühlte ich mich wie auf der 7. Wolke zu schweben. Ein Traum! So freute ich mich umso mehr auf den Hauptgang. Die gestrige Befürchtung, dass mir die Lust auf Wild vergangen war, bestätigte sich zum Glück nicht. Im Gegenteil! Beim Hauptgang erwartete uns das Rehschnitzel. Ich glaube, dass hatte ich diese Season bisher nur einmal. Daher was Neues. Den Rehrücken, den sie auch im Angebot gehabt hätten, hätte weniger spannende Beilagen, eine weniger interessante Sauce und vor allem keine Spätzli gehabt. Das waren die Gründe, warum ich diesmal keinen Rehrücken nahm. Auch der Hauptgang hatte eine perfekte Grösse: nicht zu klein, nicht zu gross. Und wie bereits die Vorspeise war der Hauptgang sagenhaft gut! Purer Genuss für die Sinne! Letzteres traf auch auf das Dessert zu. Diese Kombination war unglaublich fein. Eines der besten Desserts, welches ich je gegessen habe. Der Kumpel nahm kein Dessert. Kurz danach fuhr mich mein Kumpel zum Bahnhof, wo ich ca. zehn-15 Minuten später den Direktzug nach Bern nahm. Erneut würde ich 2.5h im Zug sein. Die Zeit verging aber schnell. Ich sah mir via Handy das Champions League Spiel zwischen PSG - Barcelona an. In meinen Augen aktuell die zwei besten Teams der Welt und das Spiel hielt den Erwartungen stand. Danach las ich noch etwas in Coven, wurde aber müde und keine 10-15 Min. später kam ich in Bern an, wo ich um 23.45 Uhr den Zug nach Hause nahm. Dort kam ich um ca. 00.15 Uhr auch an und danach ging ich gleich ins Bett, da müde, schläfrig und wohl genährt.

 

 

Fazit:

 

Hervorragend

Sehr gut

Gut

Enttäuschend



















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen