Adresse: Zeughausgasse 17, 9000 St. Gallen
Heute stand ich früh auf. Das Wetter war weniger schlecht,
als gemeldet. Kein Regen. Meine Wohnung fühlte sich, trotz abgestellter Heizung,
nicht kalt an. Am Vormittag sah ich mir den japanischen Film Nighty Night an. Heute wollte ich am frühen Nachmittag abreisen, da ca. 2.5h
Zugreise vor mir. Heute würde es in den Kanton St. Gallen gehen, wo ich abends
mit meinem Filmkumpel aus St. Gallen, dem wohl grössten Eastern Fan, den ich
kenne, Wild essen gehe. Gaststuben zum Schlössli heisst das Restaurant,
wo wir schon letztes Jahr hervorragend gegessen haben. Danach wagte ich mich
dennoch in die Dusche und siehe da, es war noch warmes Wasser übrig. Da
schienen die Mieter seit Freitag geschaut zu haben, möglichst wenig warmes
Wasser zu brauchen damit die Reserven, trotz abgestelltem Warmwasser und
Heizungen, reichen sollten. Sonst hätte ich kalt geduscht. Danach lud ich meine
Powerbank auf und packte nebst dem VHS, welches ich für ein Tauschgeschäft nach
St. Gallen mitnahm (Eagle Flying in September), auch das informative
Booklet zu Nighty Night ein. Das plante ich während der langen Zugfahrt zu lesen.
Und natürlich ein neuer Edward Lee Roman: Coven. Diesen Roman las ich schon
einmal, wusste aber nichts mehr.
Am Vormittag ass ich zwei Toast mit Honig und bevor ich auf den Zug ging, kaufte ich noch ein grosses Twix und ein Biberli. Das ass ich während dem Warten auf den Zug und im Zug. Das Wetter wurde besser und besser. Sogar sonnig. Im Zug las ich das Booklet. Sehr informativ. Eines der besten Booklets, welches ich in letzter Zeit gelesen habe. Viele spannende Hintergrundinfos zu Nighty Night. Danach startete ich mit dem Roman Coven. Im Verlauf schrieb mir der Kumpel, wann ich ankommen würde. Vor längerem schrieb ich ihm, dass ich zwischen 17.30-17.45 Uhr in seine Apotheke (er hat eine eigene Apotheke) kommen würde. Ich schrieb ihm nun, dass ich vielleicht schon um 17.20 Uhr ankommen würde. Ich kam kurz vor 17.00 Uhr am Bahnhof an und machte mich danach zu Fuss auf den Weg zur Apotheke. Dort kam ich um ca. 17.20-17.25 Uhr an. Wir begrüssten uns. Wie sahen uns länger nicht. Für die libanesische VHS von Eagle Flying in September bot mir mein Kumpel eine libanesische Version von The Ming Patriots an. Von dem habe ich nur die Videoasia DVD (Bootleg), die zwar im O-Ton mit Subs ist, dafür stockdunkel und schlechter als eine VHS ausschaut. Die Fassung aus dem Libanon ist zwar nur Englisch Dubbed, soll aber eine sehr gute Bildqualität und auch in Widescreen sein (die deutschen VHS sind stark zensiert und stark beschnitten an den Seiten). Cool ist zudem, dass es sich bei The Ming Patriots um eine libanesische Betamax handelt. Nicht um eine VHS. Daher half ich sofort tauschen. Gratis bekam ich zudem die UK-Blu-Ray von Eureka mit den Shaw Brothers Filmen The Eunuch sowie The Deadly Knives geschenkt, da er dieses Produkt von Amazon unabsichtlich zweimal bekam und die nicht Mal wollten, dass es zurückgeschickt wird. Danach gingen wir neben der Apotheke in ein Café, wo mir mein Kumpel, vielen Dank nochmals, ein Cappuccino zahlte. Wir quatschen dort ca. 20 Minuten ehe wir wieder in die Apotheke gingen, wo mein Kumpel mit einer Angestellten noch fertig machte. Ich rief inzwischen das Restaurant an und informierte, dass es nicht 18.00 Uhr, sondern 18.15-18.30 Uhr werden wird und wir nur zu zweit und nicht zu dritt kommen (ursprünglich hatte ich für 2-3 Personen reserviert, da ich nicht wusste, ob der Kumpel auch seine Ehefrau mitnimmt oder nicht. Diese hatte jedoch keine Zeit). Wir fuhren mit dem Auto in die Altstadt und liefen noch paar Meter zum Restaurant.
Die Altstadt ist schön. Hat Charme. Vor Ort im Restaurant führten
wir viele Gespräche über Filme. Ich erzählte zudem über die drei Events mit Yukari Oshima, nochmals Yukari Oshima sowie Lu Feng. Mein Kumpel informierte mich auch
noch über zwei YouTube Kanäle, die seltene Filme hochgeladen haben. Filme, von
denen in der Szene keine Heimkinofassungen bekannt sind oder Filme wie Two Jolly Cops, welche in HD, in Canto mit englischen Subs und in Widescreen vorlägen. Wir
machten ab, dass er mir die Links morgen schicken würde. Ich hatte die
Speisekarte schon zuvor studiert. Das Restaurant hat die Karte im Vergleich zu
2026 gewechselt. Ich blieb schlussendlich bei dem, was ich mir schon zuvor
angesehen hatte. Der Kumpel, der diverse Fotos von uns machte und noch an 1-2
andere Filmkontakte schickte, nahm das gleiche. Ich bestellte als…
…Vorspeise
Rehhacktätschli im
Rauchspeckmantel mit Blattsalaten
Williams
Birnenchutney, Baumnuss-Senf & Corinas Bienenhonigdressing
22.50 CHF
…Hauptgang
Rehschnitzel an
Morchel-Frischrahmsauce
Herbstgemüse,
Preiselbeer-Apfel, Quitte und Quark-Spätzli
53.50 CHF
…Dessert
Marroni-Dessert
„Schlössli“
Vanilleglacé,
Dietenwiler Kirschgel, Mageträs-Meringues & Marronicreme
20.50 CHF
Es hätte zwar eine Kürbiscremesuppe gegeben, jedoch mit Ingwer.
Da ich das nicht gerne habe, kam das nicht in Frage. Bei der Vorspeise mit den Rehhacktätschli
hatte ich zuerst etwas Angst, dass die Portion zu gross sein würde, da von «Blattsalaten»,
also in Mehrzahl, die Rede war. Die Portion war aber angenehm. Nicht zu gross,
nicht zu klein. Eigentlich absolut perfekt. Perfekt und wie von einem anderen
Universum stammend waren auch die Rehhacktätschli im Rauchspeckmantel und die diversen
Beilagen. Ein Traum. Schon als ich das erste halbe Rehhacktätschli in den Mund
aufnahm, fühlte ich mich wie auf der 7. Wolke zu schweben. Ein Traum! So freute
ich mich umso mehr auf den Hauptgang. Die gestrige Befürchtung, dass mir die
Lust auf Wild vergangen war, bestätigte sich zum Glück nicht. Im Gegenteil! Beim
Hauptgang erwartete uns das Rehschnitzel. Ich glaube, dass hatte ich diese
Season bisher nur einmal. Daher was Neues. Den Rehrücken, den sie auch im Angebot
gehabt hätten, hätte weniger spannende Beilagen, eine weniger interessante
Sauce und vor allem keine Spätzli gehabt. Das waren die Gründe, warum ich
diesmal keinen Rehrücken nahm. Auch der Hauptgang hatte eine perfekte Grösse:
nicht zu klein, nicht zu gross. Und wie bereits die Vorspeise war der Hauptgang
sagenhaft gut! Purer Genuss für die Sinne! Letzteres traf auch auf das Dessert
zu. Diese Kombination war unglaublich fein. Eines der besten Desserts, welches
ich je gegessen habe. Der Kumpel nahm kein Dessert. Kurz danach fuhr mich mein
Kumpel zum Bahnhof, wo ich ca. zehn-15 Minuten später den Direktzug nach Bern
nahm. Erneut würde ich 2.5h im Zug sein. Die Zeit verging aber schnell. Ich sah
mir via Handy das Champions League Spiel zwischen PSG - Barcelona an. In meinen
Augen aktuell die zwei besten Teams der Welt und das Spiel hielt den
Erwartungen stand. Danach las ich noch etwas in Coven, wurde aber müde und
keine 10-15 Min. später kam ich in Bern an, wo ich um 23.45 Uhr den Zug nach
Hause nahm. Dort kam ich um ca. 00.15 Uhr auch an und danach ging ich gleich
ins Bett, da müde, schläfrig und wohl genährt.
Fazit:
Hervorragend
Sehr gut
Gut
Enttäuschend











































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