Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Yuen Wah werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Yuen Wah werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 1. Juni 2026

Swordsman

Swordsman

Story:

Eine wertvolle Schriftrolle wird gestohlen. Wer die Inhalte dieser Schriftrolle kennt und umsetzen kann, der wird unbesiegbar sein. Der oberste Richter (Lau Shun) und seine rechte Hand (Jacky Cheung) machen es sich zur Aufgabe, die Schriftrolle zu finden. Dazu haben sie auch Dritte (u.a. Yuen Wah) beauftragt. Auch diverse Clans sind hinter dieser her. Ling Wu Chung (Sam Hui) sowie Kiddo (Cecilia Yip Tung) geraten in einer Färberei zwischen die Fronten der Parteien…

Meine Meinung:

Swordsman ist der Auftakt in eine dreiteilige Wuxia-Reihe mit fantasievollen Kämpfen, unzähligen Figuren und rasanter Wire-Work-Action. Obwohl die Dreharbeiten von Swordsman durch diverse Tatsachen chaotisch waren und zudem in die Länge gezogen wurden, wirkt das Endergebnis rund und zufriedenstellend. Je nach Datenbanken sind nämlich ganze fünf bis sechs Namen als Regisseure geleistet: Tsui Hark (The Blade), King Hu (Come Drink with Me), Ann Hui (The Secret), Andrew Kam (The Big Heat), Ching Siu-Tung (Duel to the Death) sowie Raymond Lee Wai-Man (Dragon Inn).

Tsui Hark wollte sein Idol King Ku auf dem Regiestuhl haben. Doch unterschiedliche Ansichten und Differenzen inklusive des Gesundheitszustands von King Hu sorgten dazu, dass dieser vor Beendigung des Filmes seinen Posten verliess. Dadurch wurde das Projekt vorübergehend auf Eis gelegt. Auf Druck von Produzenten und Investoren ging es später weiter und Tsui Hark sah sich gezwungen, selbst Regie zu führen. Da er jedoch noch in anderen Projekten feststeckte, wurden Ann Hui (sie half King Hu noch in Taiwan), Ching Siu-Tung (er sorgte für die Actionchoreographie), Raymond Lee Wai-Man & Andrew Kam angeheuert, damit sich Tsui Hark zeitweise auch anderen Produktionen widmen konnte.

Wie gesagt, dem Film sieht man diese "Störungen" nicht negativ an. Von den Originalszenen von King Hu soll nur sehr wenig Material im Film gelandet sein. Der Film wirkt in der Tat wie ein typischer 90er Jahre Wuxia à la Tsui Hark und Ching Siu-Tung. Es handelt sich bei dem Erstlingswerk der Reihe übrigens um eine Wuxia Literatur Verfilmung. Verfilmt wurde die Geschichte The Smiling, Proud Wanderer. Ob diese gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, da ich diese nicht kenne. Swordsman sah ich seit fast 20 Jahren nicht mehr. Der Film hat die Neusichtung bestanden. Der Film erreicht jedoch keine Kracher-Qualitäten. Dafür gab es die ein oder andere lahme Sequenz. Mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden war der Film auch zu lang.

Zudem gab es mind. drei Gesangsmomente, die ich zum Fremdschämen fand und die ich spulen musste. Da aber Sam Hui (The Private Eyes, Aces Go Places II, The Last Message) die Hauptrolle verkörperte (auch Sänger), war klar, dass er auch singen würde. Er bringt je nach Szene auch etwas zu viel Humor in den Film und ihm nehme ich den Action-Star nicht ganz ab, auch wenn er in der Hinsicht auch in anderen Filmen erfolgreich war (Dragon from Russia). Die Auftritte von Wu Ma (14 Blades) sowie Lam Ching-Ying (mit total billigem Fake-Bart) hätte man genau so gut streichen können. Die bringen kaum Mehrwert und werden gegen Ende als Flashback sogar nochmals unnötig wiederholt.

Wo der Film für mich nebst den rasanten und fantasievollen Actionmomenten überzeugte, war seine Wahl der Bösewichte. Yuen Wah (Iceman Cometh, Kung Fu vs. Acrobatic) war sehr solide und noch mehr Freude hatte ich Jacky Cheung (Bullet in the Head, Tiger Cage) sowie Lau Shun. Jacky Cheung passt mir manchmal gar nicht (z.B. Bullet for Hire). Hier war er aber von Anfang an stark, da er einen Bösewicht und die rechte Hand des Oberbösewichts spielt. Ohne humorvolle Slapstick-Einlagen. Und in dieser Rolle gefiel er mir ausserordentlich gut. So auch Lau Shun (The Ultimate Vampire), der am 29.06.26 verstorben ist. Er spielt den Eunuchen (in den deutschen Untertiteln als «oberster Richter») und Hauptbösewicht (und ich liebe das in dem Genre, wenn Eunuchen die Endgegner sind) und jede Szene mit ihm war ein Genuss. Die Färberei (welche fast wie ein abgelegenes Gasthaus wirkt) hatte zudem Dragon Inn, The Green Dragon Inn und Co. Vibes.

Fazit: 90er Jahre Wuxia-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Swordsman II

Infos:

O: Siu Ngo Gong Woo

HK, TW 1990

R: Tsui Hark, King Hu, Ann Hui, Andrew Kam, Ching Siu-Tung, Raymond Lee Wai-Man

D: Lau Shun, Jacky Cheung, Yuen Wah, Sam Hui, Cecilia Yip Tung, Lau Siu-Ming, Sharla Cheung Man, Fennie Yuen Kit-Ying, Wu Ma, Lam Ching-Ying

Laufzeit der deutschen DVD: 113:02 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / Neusichtung am: 01.06.26

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von e-m-s vor = reguläre HK-Fassung Uncut, in Deutsch/Kantonesisch mit deutschen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die Taiwan-Fassung (ZDF-Free TV, deutsche Blu-Ray von T&G Vision Film / Cargo Records, deutsche VHS-Fassungen) ist länger, aber die Erweiterungen sind bis auf eine Szene (blutige Handgelenkverletzung von einer Sekunde) vernachlässigbar. In Deutschland ist der Film als Meister des Schwertes veröffentlicht worden.

Donnerstag, 12. Februar 2026

Foxbat

Foxbat

Story:

Ein Agent (Henry Silva) sucht in Hong Kong nach einem Mikrofilm. Dieser wird von einem Koch (James Yi Lui) verschluckt, der sich damit auf die Abschussliste setzt. Der Agent und Co. (Vonetta McGee) versuchen, den Koch vor diversen Attentätern (Melvin Wong, Roy Chiao, Phillip Chan, Yuen Wah, Tong Chung-San) zu retten…

Meine Meinung:

Von Foxbat wurde ich positiv überrascht. Foxbat war ein Titel, den ich nie auf dem Schirm hatte. Den Film bzw. die US-Blu-Ray bekam ich geschenkt. Vom Artwork und Titel her vermutete ich einen 80er/90er Jahre B-Actionfilm aus den USA. Zu meiner Überraschung handelt es sich bei Foxbat jedoch um eine HK-Produktion und um einen Agentenfilm à la James Bond mit Henry Silva (Der Teufel führt Regie, Code of Silence, Der Mafiaboss - Sie töten wie Schakale) in der Hauptrolle. Der Film stammt von Leong Po-Chih (Jumping Ash), der später mit Filmen wie The Island (Backwood), He Lives by Night (Slasher, Krimi) oder Hong Kong 1941 (Chow Yun-Fat) auf sich aufmerksam machte.

Der Film und dessen erste Hälfte ist die schwächere. Die langsamere. Die gemächlichere. Wie das manchmal so ist, im Agenten-Genre. Besonders die Szenen mit dem Flugzeug fand ich relativ unspektakulär. Es braucht etwas Zeit, bis sich der Plot um Agent Henry Silva entwickelt. Der Film spielt z.T. in unterschiedlichen Ländern. Die Szenen in Japan waren solide. Der Kampf gegen den Sumoringer war etwas trashig, aber endete überraschend (blutig für diese Art Film). Fast etwas wie die Schraubenzieher Szene in Dawn of the Dead.

Der Film konnte mich dann vollends überzeugen, als nach Hong Kong gewechselt wird. Die zweite Filmhälfte spielt in Hong Kong und die Settings sind schön anzusehen. Die 2. Hälfte des Filmes ist auch die bessere. Es gibt auch mehr und mehr Action-Sequenzen zu sehen. Henry Silva macht seinen Job ordentlich und solide, auch wenn ich nicht denke, dass es seine beste Leistung ist. Vonetta McGee bringt etwas Exotik und im Finale einen tollen Dummie-Einsatz in den Film. Sehr gefallen haben mir die Bösewichte des Filmes. Warum?

Diese werden von bekannten HK-Stars gespielt. Und es war cool, diese Mal in einem modernen & ernsteren Setting zu sehen. Roy Chiao (The Ming Patriots, The Protector) spielt den Hauptbösewicht mit dem Namen Doctor Vod. Seine Handlanger, Killer und Bodyguards werden von Melvin Wong (Behind the Storm, Run and Kill), Phillip Chan (Carry On Yakuza, Gun Is Law) sowie Yueh Wah (Kick Boxer, Bat Without Wings) dargestellt. 

Besonders Freude hatte ich an Melvin Wong als Profikiller. Phillip Chans Darbietung gefiel auch, besonders sein Abgang (was für ein toller Stunt). Yuen Wah ist vom Trio am wenigsten zu sehen und eigentlich kaum der Rede wert. Die Action-Szenen bestehen aus Shoot-Outs, Auto-Verfolgungsjagden, Crashs und im Finale auch Explosionen. Getötet wird aber auch mit Gimmicks und Stichwaffen und auch Zivilisten geraten zwischen die Fronten. James Yi Lui (A Haunted House), der als gejagter Koch eine der Hauptrollen spielt, fand ich schwächer und sein Overacting z.T. leicht nervend.

Fazit: Für Fans des HK-Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Woo Fook

HK 1977

R: Leong Po-Chih

D: Henry Silva, James Yi Lui, Vonetta McGee, Melvin Wong, Roy Chiao, Phillip Chan, Yuen Wah, Tong Chung-San

Laufzeit der US-Blu: 102:18 Min.

Gesehen am: 11.02.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu von Code Red vor = US-Fassung (in der deutschen Fassung soll es hier und da noch etwas längere Szenen geben) in Englisch ohne Untertitel, sehr gute Bildqualität, gute Tonqualität, geschnittene Szenen und Audiokommentar mit Regisseur Leong Po-Chih als Bonus. Region-All-Disc. Die deutsche DVD von WGF / SchröderMedia ist Uncut (Titel: Operation Foxbat). Zudem gibt es in HK mind. eine VCD von Vascon Limited / Film City Distribution. Infos zu Schnittfassung, Audio und Subs sind mir nicht bekannt. In einem Auktionshaus in HK wird die VCD jedoch relativ teuer angeboten. Auf YouTube fand ich, so wie es aussieht, ein Upload der VCD. In Kantonesisch ohne Untertitel.

Freitag, 6. Februar 2026

Bat Without Wings

 

Bat Without Wings

Story:

Lei Feng (Susanna Au-Yeung Pui-San), die Tochter von Sicherheitschef Chief Lei Xun (Wang Yong), wird ermordet. Als Täter wird der mysteriöse Bat Without Wings (Tang Ching/Ku Feng) identifiziert, der jedoch seit fünf Jahren nach einer Reihe von Morden und Vergewaltigungen in einem Duell getötet worden sein soll. Plötzlich fällt der Verdacht auf den Schwertkämpfer Xiao Qi (Derek Yee). Xiao Qi tut sich mit Lei Fengs Freund Han Shen (Ku Kuan-Chung) und Chief Lei Xun zusammen, um den Fall zu klären und den wahren Täter zu ermitteln…

Meine Meinung:

Bat Without Wings ist ein solider Wuxia der Shaw Brothers. Chu Yuan (Perils of the Sentimental Swordsman, Die Bande des gelben Drachen, Killer Clans), der hier so viel Nebel präsentiert, dass selbst Lucio Fulci vor Neid erblassen würde, führte Regie. Er macht das gekonnt. Im Vergleich zu anderen Wuxia dieser Art ist der Plot weniger komplex und verständlicher. Ich mag taiwanesische Wuxia von kleinen, unabhängigen Studios jedoch fast lieber, als diese Shaw Produktion. Die Produktionen aus Taiwan sind meist noch mehr drüber und noch fantasievoller, was mir besser gefällt. 

Bat Without Wings ist solide, aber kein Kracher. Die Kampfszenen ebenso. Da bin ich seitens Shaw Brothers auch Besseres gewohnt (mehr Spektakel, schnellere Fights, mehr spektakuläre Choreographien, höherer Blutgehalt etc.). Zudem gehören die männlichen Hauptfiguren um Derek Yee und Co. nicht gerade zu meinen Shaw Lieblingen. Bekannte Gesichter wie Yang Chi-Ching (The Swordmates), Jason Pai Piao (Bolo) sowie Chan Shen (The Psychopath) haben nur Mini-Auftritte. Yuen Wah ist in einer grossen Nebenrolle zu sehen. Aber auch er war in besseren Shaw Arbeiten zu sehen, die mehr in Erinnerung bleiben (Killer Constable) als seine Beteiligung in Bat Without Wings.

Ein Name machte es besser als Derek Yee (Shaolin Prince): Ku Feng (The Avenging Eagle). Er spielt den Bösewicht gekonnt. Nur im Finale, wenn er «verblödet» (durch ein Gift), fand ich das, ehrlich gesagt, etwas albern. Das gefiel mir nicht. Die diversen Mädels im Film haben auch stark agiert. Von anderen Leads wie z.B. Ku Kuan-Chung (In the Line of Duty V - Middle Man) war ich nie ein grosser Fan. Wo der Film dafür nebst Ku Fengs Leistung auftrumpft und punktet sind die nebligen, stimmungsvollen Bilder, die innovative Kameraführung und abwechslungsreichen Settings. Optisch waren die Filme von Chu Yuan immer prachtvoll und toll anzusehen. Bat Without Wings macht dabei keine Ausnahme.

Fazit: Solide Arbeit der Shaw Brothers!

Infos:

O: Miu Yik Bin Fook

HK 1980

R: Chu Yuan

D: Susanna Au-Yeung Pui-San, Wang Yong, Derek Yee, Ku Kuan-Chung, Ku Feng, Jason Pai Piao, Chan Shen, Yuen Wah, Tang Ching, Yang Chi-Ching

Laufzeit der UK-Blu: 88:22 Min.

Gesehen am: April 2009 / Neusichtung: 06.02.26

Fassungen: Für meine 1. Sichtung lag die US-DVD vor, welche ich inzwischen verkauft habe. Für die 2. Sichtung lag die UK-Blu-Ray von Arrow Video vor (Shaw Scope Vol. 4) = Eigene Restauration ohne Frame Cuts, O-Ton, englische Subs, Uncut. Die Bild- und Tonqualität sind exzellent. Gibt es in Deutschland als Der Killer mit der Todesmaske von Lucky Seven auf Blu-Ray (Deutsch/Mandarin mit deutschen Untertiteln).

Sonntag, 7. September 2025

Mr. Vampire Saga IV Review

Mr. Vampire Saga IV

Story:

Zwei Taoist-Priester (Wu Ma und Anthony Chan Yau) bekämpfen sich. Dessen Schüler (Rachel Lee Lai-Chun, Chin Ka-Lok) sehen dem Treiben zu, bis sich ein mörderischer Vampir (Cheung Wing-Cheung) zu ihnen verirrt…

Meine Meinung:

Mr. Vampire Saga IV empfand ich, gemäss meinem alten Review, als den damals schlechtesten Teil der kompletten Reihe, so gefällt mir der Film heute mit Ausnahme des ersten Filmes am besten. In der inzwischen dritten Fortsetzung führt der ewige Ricky Lau (The Nocturnal Demon, Two Toothless Tigers) Regie und die Action-Sequenzen stammen von Sammo Hungs Team und Yuen Wah (Eastern Condors, Dragon from Russia, The Magnificent Scoundrels). Letzterer spielt im Film einen homosexuellen (Vampir).

Lam Ching-Ying (Her Vengeance, Mr. Vampire 1992, Forced Nightmare) blieb dem Film, der Grund dafür ist mir nicht bekannt, fern. Als Taoist-Priester sind neu Wu Ma (Once Upon a Time in China, Heroic Brothers, Revenge of Shaolin Kid) sowie Anthony Chan Yau (Carry on Doctors and Nurses, Spooky, Spooky) zu sehen. Auch Richard Ng, der im Vorgänger an der Seite von Lam Ching-Ying zu sehen war, ist nicht mehr mit von der Partie. Als Schüler überzeugen Rachel Lee Lai-Chun (niedlich) und Chin Ka-Lok (in den Kampfszenen).

In Neben- und Gastauftritten sind nebst Yuen Wah noch Chung Fat (My Neighbours Are Phantoms), Ka Lee (Rosa) und Pauline Wong (als Fox-Ghost) zu sehen. Der Film braucht etwas Zeit, um in Fahrt zu kommen. Etwas, was öfters im HK-Kino der damaligen Zeit zu sehen war. Auch im Old School Kung Fu Genre. In der Zeit werden die Figuren nach und nach vorgestellt und es herrscht vor allem Klamauk vor. Die Streitigkeiten der zwei Priester und die Schüler, welche zwischen die Fronten geraten. Doch ab einem bestimmten Zeitpunkt dominieren dann starke Action-Sequenzen, die pausenlos bin zum Finale überzeugen.

Fazit: Nebst dem ersten Film der bisher beste «Mr. Vampire»!

Gefolgt von: Magic Cop

Infos:

O: Geung Si Suk Suk

HK 1988

R: Ricky Lau

D: Wu Ma, Anthony Chan Yau, Rachel Lee Lai-Chun, Chin Ka-Lok, Cheung Wing-Cheung, Yuen Wah, Chung Fat, Ka Lee, Pauline Wong

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 94:01 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / Neusichtung am: 08.06.25

Fassungen: Gesehen via Hopping Mad: The Mr. Vampire Sequels (= UK Blu-Ray Box von Eureka) = Uncut, O-Ton, englische Subs, absolut hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2025).

Dienstag, 11. März 2025

Dragon from Russia

Dragon from Russia

Story:

Während ihres Aufenthaltes in Russland wird Yao Lung (Sam Hui) von einer Gangster-Bande entführt. Er verliert sein Gedächtnis und wird zu einem Killer ausgebildet. Seine Freundin May (Maggie Cheung) kehrt ohne ihn nach Hong Kong zurück, im Glauben, ihren Yao für immer verloren zu haben. Doch als Yao in Hong Kong eine Zielperson eliminieren soll, wird er dabei zufällig von May beobachtet, die nun als nächstes sterben soll. Doch just in dem Moment kehrt Yaos Erinnerung an sein vergangenes Leben und May zurück, sehr zum Missfallen seiner Auftraggeber, die Yao nun selbst auf die Abschussliste setzen…

Meine Meinung:

Dragon from Russia bekommt für mich in etwa die gleiche Note wie Clarence Fords The Man from Vietnam. Die besten Filme von ihm sind demnach Cheap Killers (nur in der Uncut-Fassung versteht sich) und Naked Killer. Dragon from Russia, der erste HK-Film, der zum Teil in Russland, Moskau gedreht wurde, ist eine Comic-Verfilmung. Clarence Ford hat damit den japanischen Mange Crying Freeman verfilmt. Unter diesem Titel gibt es auch eine französische Verfilmung und Simon Yam spielte später in einer weiteren HK-Adaption mit (Killer's Romance).

Der Plot ist auch hier etwas konfus und sprunghaft in Szene gesetzt. Das gilt auch für viele Figuren- und Nebenfiguren und deren Verhältnis zueinander. Mal stehen sie auf der einen Seite, Mal auf der anderen Seite. Das war schon hier und da etwas verschachtelt. Typisch Clarence Ford, würde ich meinen. Aber unterhaltsam ist der Film, das muss man Dragon from Russia lassen. Die Kampfszenen in der Moskauer Metro sind für meinen Geschmack die besten Action- und Kampfszenen des Filmes, da am bodenständigsten.

Danach folgt Sub Plot um Sub Plot und innovative Trainingsszenen, in welchen Sam Hui (The Private Eyes, The Contract, Aces Go Places II) zum Killer trainiert wird. Letzterer war mehr in Komödien zu sehen, nicht in Actionfilmen. Das ist eine willkommene Abwechslung und er macht in den Actionszenen eine gute Figur. Nebst ihm gefallen in den Action-Sequenzen noch Yuen Tak (auch Choreograph der Actionszenen), Yueh Wah (einer der Killer im ersten Viertel des Filmes), Gweilo Anthony Mark Houn (The Stone Age Warriors), der den Moskau-U-Bahn-Attentäter spielt und Sam Wong Ming-Sing (der den sehenswerten U-Bahn Kampf gegen den Gweilo austrägt). Sam Wong Ming-Sing gehörte dazumal zu Jackie Chans Stunt-Team. Seine Erfahrung sieht man den Szenen positiv an.

Diese Kampfszenen zu Beginn des Filmes sind rasant und cool inszeniert. Später wird es immer mehr Wirework-lastig und nebst Kampfszenen gibt es auch Verfolgungsjagden, Shoot-Outs und Explosionen (im Finale) zu sehen. Die Kameraarbeit ist dabei flott und schnell unterwegs, so dass manch Detail nur kurz zu sehen ist (z.B. wie der dunkelhäutige Kämpfer auf dem Friedhof durch den Messerwurf stirbt). In weiteren Rollen sind Maggie Cheung (mit ihr arbeitete Clarence Ford bereits in Iceman Cometh zusammen), Nina Li Chi (Pedicab Driver), Carrie Ng (mit ihr arbeitete Clarence Ford bereits in Naked Killer zusammen), Rachel Lee Lai-Chun (mit ihr arbeitete Clarence Ford bereits in Gun & Rose zusammen) sowie Dean Shek (By Hook or by Crook). Letzterer hat den Film produziert.

Fazit: Für Fans des 90er Jahre HK-Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Gung Cheung Fei Lung

HK 1990

R: Clarence Ford

D: Sam Hui, Maggie Cheung, Nina Li Chi, Carrie Ng, Yuen Tak, Rachel Lee Lai-Chun, Sun Xing, Dean Shek, Yuen Wah, Pai Ying

Laufzeit der UK-DVD: 90:42 Min.

Gesehen am: Nov. 2006 / Neusichtung am: 10.03.25

Fassungen: Gesehen via UK-DVD von HKL = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs, Extras wie Audiokommentar, geschnittene Szenen oder Interviews (das von Clarence Ford lohnt sich). In Deutschland ist der Film von T&G Vision Film / Cargo Records auf Blu-Ray raus.

Iceman Cometh

Iceman Cometh

Story:

Ming Dynastie:

Fang Shou Zheng (Yuen Biao) jagt den Mörder und Vergewaltiger Feng San (Yuen Wah). Durch einen Zufall werden beide eingefroren und erwachen im Hong Kong des Jahres 1989 wieder. Fang Shou Zheng tut sich mit der modernen Technik schwer. Er gerät an die Prostituierte Polly (Maggie Cheung), während Feng in seine alten Tugenden abdriftet. Dies hat zur Folge, dass Fang ihm auf die Schliche kommt. Die Jagd beginnt erneut…

Meine Meinung:

Nebst Naked Killer dürfte Iceman Cometh, nicht zu verwechseln mit dem taiwanesischen Film Iceman Cometh aus dem Jahr 1990 mit Child of Peach Star Lin Hsiao-Lu, Clarence Ford bekanntester und kommerziellster Film darstellen. Ihm zu Ehren (Clarence Ford Todesnachricht wurde erst vor paar Tagen kommuniziert) kam es zu einer Neusichtung der Golden Harvest-Produktion. Ich sah den Film ich seit unendlich vielen Jahren nicht mehr. Ich konnte mich nur noch an den Finalkampf und 1-2 andere Szenen erinnern. Ich fand den Film früher überbewertet. Und das hat sich auch aktuell nicht geändert.

Für meinen Geschmack gab es zu wenig Action. Wenn ich mir ansehe, wer im Film involviert war (Biao, Yuen Wah, Chin Ka-Lok, Yuen Tak) grenzt das Gezeigte an Potenzialverschwendung. Mit den Namen wäre so viel mehr möglich gewesen. Daher überrascht es mich auch nicht, dass der Film, der zwar an der HK Film Awards für mehrere Preise nominiert war, diese schlussendlich nicht gewann. Für meinen Geschmack gibt es zu wenig Action, zu wenig Kampfszenen, im Mittelteil zu viele Längen und die Laufzeit ist mit fast zwei Stunden zu lang geraten.

Die Schwertkampfszenen im klassischen Setting zu Beginn waren überraschend cool und stark gefilmt. An das Setting konnte ich mich noch erinnern. Die Kameraführung war ziemlich gelungen und der Schnee und die weisse Landschaft sorgen für viel Atmosphäre. Zwischendurch gibt es einige nette Cameo-Auftritte mit gutem Humor (Stanley Fung, Tai Bo, Ka Lee, Corey Yuen). Das Highlight war jedoch der Finalkampf zwischen Yuen Biao (A Kid from Tibet, The Champions, Above the Law) und Yuen Wah (Kick Boxer, To Kill a Mastermind, Eastern Condors). Teilweise gibt es auch Shoot-Outs und Schwertkämpfe. Die Kampfszenen ohne Waffen im Finale fand ich am besten.

Maggie Cheungs (The Twin Dragons, The Seventh Curse, Police Story 1, 2 + 3) Figur fand ich hingegen relativ nervend und eigentlich wenig sympathisch. Ihr nahm man die Rolle als Prostituierte nicht ab. Den Humor, der von ihr oder der Moderne, die Yuen Biaos gespielte Figur überfordert, nehmen Zuviel Platz im Mittelteil ein. Maggie Cheungs Figur hätte man komplett weglassen und den Film straffen können. So wäre der Film rasanter geworden. Und besser. Die Musik war leider auch relativ unspektakulär. Was die Gastauftritte angehen, haben mir Stanley Fung (Thrilling Story) und vor allem Tai Bo (Back Home) am meisten zugesagt.

Fazit: Solider Durchschnitt, aber definitiv nicht zu Yuen Biaos besten Filmen zählend!

Infos:

O: Gap Dung Gei Hap

HK 1989

R: Clarence Ford

D: Yuen Biao, Yueh Wah, Maggie Cheung, Walter Tso, Tai Bo, Ka Lee, Elvis Tsui, Wong Jing, Stanley Fung

Laufzeit der HK-DVD: 113:56 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 08.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star vor = Schuber, Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität.  In England und den USA gibt es den Film als Blu-Ray (von 88 Films und Vinegar Syndrome). Diese beinhalten auch den zehn Minuten längeren Cut aus Taiwan. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Samstag, 2. November 2024

The Web of Death

 

The Web of Death

Story:

Liu Shen (Lo Lieh) ist hinter einer Waffe her, welche ihn in der Martial Arts Welt unbesiegbar machen würde. Diese ist versteckt. Durch List gelingt es ihm, deren Aufenthaltsort zu bestimmen. Durch weitere Intrigen beginnt er, diverse Clans und deren Mitglieder (Yueh Hua, Lily Li, Ching Li, Ku Feng, Wang Chung) gegeneinander aufzuhetzen.

Meine Meinung:

The Web of Death war der 2. Film mit Lily Li (Relentless Broken Blade, Police Force, Shadow Girl), den ich auserwählt habe, ihr zu Ehren (sie starb am 27.10.24 an Lungenkrebs) anzuschauen. Ich sah den Film sehr lange nicht mehr (Juli 2009). Im Vergleich mit meinem alten Review, gefiel mir der Film früher besser. The Web of Death, eine Shaw Brothers Produktion aus dem Jahr 1976 von Chu Yuan (Intimate Confessions of a Chinese Courtesan, The Convict Killer), liess mich jetzt mit gemischten Gefühlen zurück. Ich war sogar leicht enttäuscht.

Stark waren die abwechslungsreichen, bunten, stimmungsvollen und fantasievollen Kostüme, Waffen und Settings. Auch die Waffe, nach welcher im Film alle suchen, die Five Venom Spider, ist amüsant und deren Wirkung innovativ, vielleicht leicht «trashig» aber sehr fantasievoll und vor allem tödlich. Leider wird damit zu wenig Zeit «verschwendet». Zudem gab es für meinen Geschmack auch zu wenig Kampf- und Actionszenen. Und jene die gezeigt wurden, waren nichts Besonderes. Lo Lieh (On the Run, The Dynamite Shaolin Heroes, The Revenge of the Shaolin Kid), selbstverständlich als Bösewicht, war solide wie auch Lily Li, die im Film eine eifersüchtige und schmollende Kämpferin spielt. Toll, sie so zu sehen.

Der Plot (Drehbuch Ni Kuang) bietet zu viele Längen, zu wenig Action, zu viel Naivität die Figuren betreffend. Die Love-Story war auch eher störend, als aufwertend. Lo Lieh gelingt es zu einfach, die diversen Parteien (Ku Feng, Yueh Hua, Lily Li, Wang Chung) gegeneinander auszuspielen und aufzuhetzen. Yueh Hua (Come Drink with Me, The Drunken Swordsman, Bruce Tuan – 7 Promise) war ok. Aber er hat auch schon mehr überzeugt. Ku Feng (Legacy of Rage) kommt nur im Finale vor und Wang Chung (Cops and Robbers) wird schnell ausser Gefecht gesetzt. In Mini-Auftritten sind noch Yuen Wah (Mr. Vampire) und der auch vor kurzem verstorbene Norman Tsui (City War) zu sehen.

Fazit: Mittelmass. Es gibt bessere, aber auch schlechtere Shaw Brothers Produktionen.

Infos:

O: Wu Du Tian Luo

HK 1976

R: Chu Yuan

D: Lo Lieh, Ching Li, Yueh Hua, Lily Li, Ku Feng, Wang Hsieh, Angela Yu Chien, Wang Chung, Chan Shen, Norman Tsui, Yuen Wah, Corey Yuen

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 91 Min.

Gesehen am: Juli 2009 / Neusichtung am: 30.10.24

Fassungen: Im Juli 2009 erfolgte die 1. Sichtung via deutsche DVD (Titel: Im Todesnetz der gelben Spinne), welche in der Zwischenzeit nach Leeds verkauft wurde. Nun lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory für eine 2. Sichtung vor. Der Film befindet sich in deren Shaw Brothers Classics Vol. Three Box. Es sind weitere Filme in der Box enthalten. Zu The Web of Death = Uncut, O-Ton, neue englische Subs, Audiokommentar, Celestial Trailer und Original-Trailer als Bonus. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend.  

Mittwoch, 18. September 2024

The Magnificent Scoundrels

The Magnificent Scoundrels

Story:

Shun (Stephen Chow) und Betsy Kwan (Teresa Mo Sun-Kwan) sind Kleingangster, die sich mit Betrügereien und Schwindeleien über Wasser halten und anderen das Geld aus der Tasche ziehen. Doch nun haben sie bei Gangstern (Roy Cheung, Yuen Wah) Schulden. Sie planen, eine Villa auszunehmen, die im Moment unbewohnt ist. Jedoch haben es auch andere Gauner (Wu Ma, Amy Yip, Tien Niu) auf die Villa abgesehen. Beide Parteien spielen ein doppeltes Spiel und versuchen, die andere Partei auszunehmen und zu betrügen…

Meine Meinung:

Stephen Chow (King of Comedy, Fight Back to School, Tricky Brains) hat in den 90er-Jahren unendlich viele tolle Komödien gedreht. Die Mehrheit davon sah ich jeweils nur einmal. Ich denke dabei an Filme wie Justice, My Foot!, Love on Delivery, Hail the Judge, Out of the Dark oder The God of Cookery. Auch The Magnificent Scoundrels gehört in die Sparte. Diese Lücke wurde nun geschlossen und der Film nach 2009 ein zweites Mal gesichtet. Ich wusste nicht mehr all zu viel über den Film, so dass ich am Anfang Zeit brauchte, um zu wissen, wer wen warum betrügen will.

Es nimmt zu Beginn doch etwas Zeit ein, die diversen Gruppierungen zu verstehen und bis die Handlung richtig startet. Das schmälert zuerst die Unterhaltung und die Sehgewohnheiten. Auch nicht jeder Joke sass. Es gibt drei Gruppen: Shun und Betsy Kwan, gespielt von einem wie immer wunderbar talentierten, amüsanten und aberwitzigen Stephen Chow. Sein Gegenüber, Teresa Mo Sun-Kwan, hat mich hingegen wenig überzeugt muss ich sagen. Die Beiden finden zusammen, haben Schulden und versuchen, an Geld zu kommen.

Die 2. Gruppe sind die Gangster. Diese werden wunderbar von Roy Cheung und Yuen Wah dargestellt. Letzterer läuft Roy Cheung den Rang ab. Tolles Overacting. Beide spielen Nebenrollen. Beide sind es aus ihrer Filmographie gewohnt, Bösewichte zu spielen. Da sind doch einige sehenswerte Filme wie Eastern Condors oder School on Fire dabei. Die 3. und letzte wichtige Gruppe ist die Gruppe angeführt von Wu Ma (Just Heroes), der mit zwei Frauen im Schlepptau arbeitet. Tien Niu (Lackey and the Lady Tiger) spielt seine «Ehefrau» und Amy Yip (She Shoots Straight) seine «Tochter», die sich an Stephen Chow ranmachen soll.

Bis auf die erwähnte Teresa Mo Sun-Kwan haben alle in ihren Rollen überzeugt. In einer nicht unwichtigen Nebenrolle ist Karl Maka (Skinny Tiger and Fatty Dragon) zu sehen. Er spielt quasi Stephen Chows Mentor. Gleichzeig war er nebst Danny Lee (Law with Two Phases) auch der Produzent des Filmes. Und Sandra Ng (Forced Nightmare) legt einen amüsanten Gastauftritt hin. Die Action-Szenen steuerte Corey Yuen (Spooky, Spooky) bei. Wie gesagt, der Beginn des Filmes war doch etwas zäh und wie ich sagte, nicht jeder Joke war lustig. Besonders schlecht empfand ich bei diesem Rewatch die Musik. Daher Stufe ich den Film auch nur noch als «gute» Arbeit ein, und nicht als Kracher oder Highlight in Stephen Chows Karriere. Die besten Jokes beinhalten Sabber, Urin, Amy Yips Brüste und Erbrochenes.

Fazit: Für Stephen Chow-Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Ching Sing

HK 1991

R: Lee Lik-Chi

D: Stephen Chow, Wu Ma, Amy Yip, Karl Maka, Yuen Wah, Sandra Ng, Teresa Mo Sun-Kwan, Roy Cheung, Tien Niu

Laufzeit der HK-DVD: 92:43 Min.

Gesehen am: Okt. 2009 / Neusichtung am: 18.07.24

Fassungen: Mir lag die Code Free DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) aus HK vor = Schuber, gute Bild- und Tonqualität. O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Juli 2024).

Dienstag, 10. September 2024

Hand of Death

Hand of Death

Story:

Commander Shih (James Tin Chuen) ist ein Verräter. Er verrät die Shaolin Kämpfer und arbeitet für die Mandschuren. Ihm ist er zu verdanken, dass Zhang Yi (John Woo), der im Besitz einer wichtigen Karte war, verhaftet und zum Tode verurteilt wird. Yung Fei (Dorian Tan Tao-Liang) macht es sich zusammen mit anderen Kämpfern (u.a. Jackie Chan) zur Aufgabe, Commander Shih und Co. (u.a. Yuen Wah, Sammo Hung) aufzuhalten…

Meine Meinung:

Hand of Death sah ich seit 2008 nicht mehr. Ich hatte das Frühwerk von John Woo (The Killer, Heroes Shed no Tears) nie als Kracher in Erinnerung oder als solches abgespeichert. Ich wusste auch kaum mehr was über den Film. Ich wusste nur, dass Kung Fu und klassisches Setting inklusive Jackie Chan (Dragon Fist, Police Story) in einer Nebenrolle. John Woo, der seine Karriere bei den Shaw Brothers begann (unter seinem Mentor Chang Cheh), war inzwischen zu Golden Harvest übergewechselt.

Dort versuchte er sich im klassischen Kung Fu Film und spielt auch eine kleine Nebenrolle. Der Film ist absolut ok und solide, aber im Grossen und Ganzen eben auch nicht wirklich was Besonderes. Aber gut, um Erfahrungen zu sammeln. Nur drei Jahre später sollte John Woo mit Last Hurrah for Chivalry einen Kracher aus dem Hut zaubern. Die Erfahrungen, die er in Hand of Death sammelte, zahlten sich schlussendlich aus.

John Woo drehte den Film in Taiwan und Südkorea. Es sind auch viele Darsteller aus Südkorea dabei. Die Settings sind hübsch. Wo der Film seine klaren Stärken hat ist seine Musik (sein Theme), der Finalkampf von Jackie Chan und der Finalkampf zwischen James Tin Chuen (The Big Boss) und Dorian Tan Tao-Liang (Drei wild wie der Teufel). Der war stark und dessen Choreographie auch absolut sehenswert, wie auch jene von Jackie Chans Kampf gegen zwei Killer. Die Kampfchoreographie besorgte Sammo Hung (Pantyhose Hero, Slickers Vs Killers), der wie Yuen Wah (The Master, Eastern Condors) auch eine Nebenrolle als Bösewicht spielt.

Die Kampfszene zuvor sind solide, aber erreichen nie die Qualität der besagten Szenen im Finale. Die Szenen zuvor ragen nicht aus der Masse heraus. Der Plot empfand ich als relativ dürftig und es gab für meinen Geschmack auch die ein oder andere Länge. Zudem mag Dorian Tan Tao-Liang ein spektakulärer Kicker sein, aber er misst doch recht viel Charisma. Jackie Chan darf nur im Finale zeigen, zu was er fähig ist und von den Figuren gefielen mir sonst die Bösewichte. James Tin war gut und Sammo Hung als dessen rechte Hand machte viel Spass.

In Cameo-Auftritten sind noch einige bekannte Namen wie Wilson Tong (einer der kämpfenden Shaolin Mönche zu Beginn des Filmes), Yuen Biao (der von James Tin beim Einsammeln der Pfeile erschossen wird), dem späteren «Venoms» Darsteller Lu Feng (nicht erkannt), Robert Tai (nicht erkannt) oder Hard-Boiled Star Phillip Kwok (nicht erkannt) zu sehen. Es soll sich bei Hand of Death um John Woos erste Arbeit für Golden Harvest handeln und um den ersten Film, der die drei «Brüder» Sammo Hung, Yuen Biao und Jackie Chan in einem Film vereint.

Fazit: Kein Kracher, aber Old School Kung Fu Fans schlagen trotzdem zu!

Infos:

O: Shao Lin Men

HK 1976

R: John Woo

D: James Tin Chuen, John Woo, Dorian Tan Tao-Liang, Sammo Hung, Kim Ki-Joo, Yuen Wah, Jackie Chan, Yuen Biao, Wilson Tong, Phillip Kwok, Lu Feng, Robert Tai,

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 97:05 Min.

Gesehen am: April 2008 / Neusichtung am: 16.06.24

Fassungen: Siehe Last Hurrah for Chivalry. Double Feature. Schuber, Wendecover, Uncut, O-Ton, englische Subs, John Woo Interview und Audiokommentar als Bonusmaterial, hervorragende Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland von Splendid auf Blu-Ray (Uncut, Deutsch oder O-Ton, deutsche Subs).

Sonntag, 11. August 2024

The Deadly Breaking Sword

Shawgust 2024

The Deadly Breaking Sword

Story:

Lian San (Michael Chan Wai-Man) wird im Duell von Tuan Changqing (Ti Lung) tödlich verletzt und danach von Killer Doctor (Ku Feng) gerettet. Edel-Prostituierte Liu Yinxu (Shih Szu) will sich an Killer Doctor rächen, da dieser ihren Bruder ins Gefängnis hat bringen lassen. Um ihre Rache vollenden zu können, versucht sie, dafür Tuan Changqing zu gewinnen. Als dies nicht klappt, soll es Dieb und Casino-Bodyguard Xiao Dao (Alexander Fu Sheng) richten…

Meine Meinung:

Ich sah den Film seit März 2008 nicht mehr und wusste nichts mehr über den Film. So fühlte sich diese 2. Sichtung mehr wie eine Premiere an. Der Film wurde Dank dem Mitwirken von Michael Chan Wai-Man (The Mysterious Foot-works of Kung Fu, Carry On Yakuza, Crimson Street) für den ersten «Shawgust» auf diesem Blog ausgewählt. The Deadly Breaking Sword hat die 2. Sichtung bestanden: grosse Klasse und für jeden Shaw Brothers Fan sehenswert!

Zwar ist der Plot d.h. die Motive und leichte Naivität einiger Figuren inklusive der letzten Szene des Filmes (und wie es dazu kam = durch eine Unachtsamkeit) etwas störend, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Der Film von Sun Chung (My Rebellious Son, Revenge of the Corpse) ist ansonsten sehr schön gefilmt. Die Kameraarbeit in den Kampfszenen ist exzellent. Der Plot ist nicht langweilig. Es gibt tolle Kampfszenen und einen starken Cast. Der war besser, als ich den in Erinnerung hatte.

Nebst Michael Chan Wai-Man, natürlich als Bösewicht (er kommt aber praktisch nur zu Beginn und im Finale wieder vor), überzeugen Namen wie Ti Lung (Perils of the Sentimental Swordsman), Alexander Fu Sheng (Friends), Ku Feng (Cheap Killers), Kara Hui (That’s Money), Shih Szu (Karate King), Lily Li (Mission to Kill), Eddy Ko (Shaolin Drunkard) oder Yuen Wah (The Enchantress). Ti Lung spielt einen sehr arroganten Antihelden (mit Schnauz). Dies kommt ihm gut zu stehen. Alexander Fu Sheng fand ich toll, bis auf seine Unachtsamkeit im Finalkampf, da eigentlich unnötig. Er bringt humorvolle Einlagen in den Streifen, überzeugt aber auch in den Kampfszenen.

Ku Feng ist nebst Michael Chan Wai-Man der 2. Bösewicht des Filmes (ohne wirkliche Kampfszene). Eddy Ko und Yuen Wah sind in Nebenrollen als Kämpfer und Bodyguards von Ku Feng zu sehen. Bei den Mädels haben mir vor allem Kara Hui (keine Kampfszenen) und Lily Li sehr gut gefallen. Mehr noch als Shih Szu. Vor allem das viele Schmollen von Lily Li fand ich herrlich gespielt. Ihre Szenen diesbezüglich sind köstlich. Sie verguckt sich in Alexander Fu Sheng, der ihre Lust jedoch nicht erwidert und diese Szenen waren sehr amüsant. Die Kampfszenen sind auch prima, so dass ich den Film nur empfehlen kann!

Fazit: Lohnenswert!

Infos:

O: Fung Lau Duen Kim Siu Siu Do

HK 1979

R: Sun Chung

D: Ti Lung, Alexander Fu Sheng, Ku Feng, Michael Chan Wai-Man, Kara Hui, Shih Szu, Lily Li, Eddy Ko, Yuen Wah

Laufzeit der HK-DVD: Ca. 101 Min.

Gesehen am: März 2008 / Neusichtung: Shawgust 2024

Fassungen: Mir lag die Code-3-Disc aus HK von IVL/Celestial vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die Tonspur soll ein Upmix und nicht Original sein. Bei der VCD soll der Ton original sein. Die deutschen Fassungen (VHS) unter dem Titel Die grausame Rache der Shaolin sind zensiert. Es gibt keine Blu-Ray/UHD (Stand: Aug. 2024).

Samstag, 25. Mai 2024

To Kill a Mastermind

 

To Kill a Mastermind

Story:

Der Chi Sha Clan (u.a. Johnny Wang Lung-Wei, Yuen Wah) ist den Behörden ein Dorn im Auge, da sich auch kriminelle Elemente im Clan verstecken. Wer der Clan Anführer ist, weiss niemand. Die Regierung versucht, den Clan unschädlich zu machen. Dazu werden Spione genutzt, die den Clan von innen infiltrieren sollen. Doch diese werden nach und nach dezimiert…

Meine Meinung:

To Kill a Mastermind ist einer jener «unveröffentlichten Shaw Brothers» Titel à la Misfire, Curse of Evil oder Revenge of the Corpse d.h. die es nur in der Ziieagle-Box gibt. Insgesamt gibt es weitere «unveröffentlichte Shaw Brothers» Titel. In eine Kategorie gehören noch Shaw Brothers Titel, die es z.B. auf VHS oder LD gibt, aber nicht auf VCD, DVD, Blu-Ray und auch nicht in der Ziieagle-Box. In diese Kategorie fallen Titel wie Schweig oder stirb, Lovers Blades (liegt noch ungesehen als VHS aus Südkorea rum) oder Shadow Girl. In die dritte Kategorie «unveröffentlichter Shaw Brothers» Titel gehören schliesslich Filme wie The Psychopath oder Godfather's Fury, die gar nie (ausser dem Kino-Release) veröffentlicht wurden.

To Kill a Mastermind ist ein sehr guter Shaw Brothers Beitrag und Fans nur zu empfehlen. Es gibt verhältnismässig wenig Plot und das Szenario ist immer das Gleiche: nach und nach werden Mitglieder des Chi Sha Clan getötet. Auch echte Mitglieder, die für Spione gehalten werden. Dem wahren «Mastermind» ist das sogar egal. Und wer der wahre Boss des Clans ist, ist eigentlich auch kein Geheimnis: Johnny Wang Lung-Wei spielt den weisshaarigen Bösewicht und mysteriösen Clan-Boss, dessen Identität niemand kennt. Und ihn als Bösewicht zu sehen, macht immer Spass. Und weisshaarige Bösewichte sind im Kung Fu Film immer cool, da schwer zu besiegen.

So auch hier. Nicht nur durch seine Präsenz glänzt er, sondern auch durch sein Talent in Sachen Kampffähigkeiten. Die Choreographie ist allgemein stark und sehenswert. Die Kämpfer haben unterschiedliche Waffen und Gimmicks und es wird, wie zu besten Chang Cheh Zeiten, blutig gestorben. Regie führt Sun Chung, der schon mehrere sehenswerte Filme wie The Avenging Eagle, Rendezvous with Death, Human Lanterns, My Rebellious Son oder A Fist Full of Talons inszeniert hat. Der 2. bekannte Name ist Yuen Wah (Eastern Condors). Der Star aus späteren Golden Harvest Produktionen spielt hier die Nr. 2 des Clans. Er bekommt viele tolle Kampfszenen spendiert. In Nebenrollen sind u.a. Dick Wei (The Champions), Ku Feng (The Devil & the Ghostbuster) und Walter Tso Tat-Wah (Aces Go Places V) zu sehen.

Fazit: Pflichtprogramm für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O: Qi Sha

HK 1979

R: Sun Chung

D: Johnny Wang Lung-Wei, Yuen Wah, Yuen Bun, Dick Wei, Ku Feng, Walter Tso Tat-Wah

Laufzeit der ZiiEagle Fassung: Ca. 95 Min.

Gesehen am: Mai 2015 / Neusichtung am: 11.03.24 / 3. Sichtung (Blu-Ray): 23.09.24

Fassungen: Die 2. Sichtung erfolgte via ZiiEagle-Box = im Vorspann durchschnittliche, danach gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Abgesehen davon wurde der Film bisher nicht veröffentlicht d.h. es gibt weder eine VCD noch DVD noch Blu-Ray und auch keine deutsche Fassung (Stand: März 2024). Nachtrag Sept. 2024: Es folgte eine 3. Sichtung als UK Blu-Ray von 88 Films. 88 Films haben mit ihrer Vö für eine Vö des Jahres 2024 gesorgt. Von To Kill a Mastermind gab es weltweit keine VHS, Betamax, VCD, LD, DVCD, DVD oder Blu-Ray. Nur die ZiiEagle Fassung und Kopien davon (und ggf. HD-Fassungen auf asiatischen Pay-TV Sendern = Celestial Print). 88 Films haben sich nun um den Celestial Print bemüht und dem Film eine Blu-Ray spendiert. Löblich. Der Eastern von Sun Chung macht auch nach der 3. Sichtung Freude: abwechslungsreiche Studio-Kulissen, toller Cast (Ku Feng, Yuen Wah, Johnny Wang Lung-Wei, Dick Wei) und vor allem viele Kampfszenen. Dabei haben die Kämpfer unterschiedliche Waffen und Gimmicks. Johnny Wang Lung-Wei spielt natürlich den Bösewicht. Die Kämpfe im Finale sind stark. Ebenso die letzten Szenen von Yuen Wah: er kämpft lange gegen mehrere und macht das sehr gut. Dabei hat er diverse Waffen, u.a. eine Eisenkralle à la Ku Feng aus The Avenging Eagle. Die Anzahl Kampfszenen sind sehr hoch. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Es gibt O-Ton, englische Subs, die Uncut-Fassung und ein Schuber inklusive Wendecover (= Originalfilmplakat). Dazu gibt es Postkarten. Als Bonusmaterial gibt es nur eine Bildergalerie.

Samstag, 4. Mai 2024

The Association


Mit Angela Mao in Queens (August 2022)

The Association

Story:

Detektiv Wang (Byong Yu) findet eine junge Frau tot vor. Sie starb wegen einer Abtreibung. Seine Recherchen führen ihn zur den Organisation The Welfare Association, die sich vordergründig legal gibt, aber in Wahrheit ein Frauenschmuggler- und Prostitutionsring darstellt. Wang wird dabei von Lei (Tanny Tien Ni), der Schwester der Getöteten, unterstützt.

Meine Meinung:

The Association ist ein nicht uninteressanter Genre-Mix aus Kung Fu- und Exploitation, Sleaze und Schmuddel. So was hat sich früher gut verkauft. Die Golden Harvest Produktion aus dem Jahr 1975 geizt nicht mit nackten Tatsachen. Es gibt massenweise Nackt-Szenen zu sehen: Vergewaltigungen, Liebesszenen, Rituale, blanke Busen. Dazwischen folgt ein Krimi-Plot mit Kung-Fu-Einlagen. Die Nackt- und Sexszene dienen dabei als eine Art nicht uninteressante Füllszenen.

Der Film beginnt mit einer Rückblende, irritiert aber auch, wenn Angela Mao dann von einem Erschiessungskommando exekutiert wird (optisch und visuell tolle Sequenz mit dem darauffolgenden Intro in den Film). Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer) spielt eine Doppelrolle. Angela Mao ist dabei zusammen mit Namen wie Sammo Hung (Slickers Vs Killers) oder Wilson Tong (Ghost Nursing) in einer Nebenrolle zu sehen. Whang In-Sik (The Young Master) spielt eine grössere Rolle und Namen wie Carter Wong (The Legendary Strike), Yuen Wah (Eastern Condors) oder Chung Fat (Two Toothless Tigers) sind mir nicht Mal aufgefallen. Simon Yuen (The Six Directions Boxing) legt einen Gastauftritt hin.

Der Held des Tages und Hauptrolle spielt der mir unbekannte Byong Yu, der im Vorspann seine Kampfkünste demonstrieren darf. Er und die später dazustossende Tanny Tien Ni (Hex) sind die Hauptfiguren des Filmes. Byong Yu spielte später, wenn die Angaben in Filmdatenbanken korrekt sind, nie mehr in einem Film mit. Warum, ist mir nicht bekannt. Und eigentlich ist es schade, da er eine gute Figur abgegeben und vor allem auch in den Kampfszenen zu überzeugen vermochte. Besonders seine Duelle mit Whang In-Sik waren sehenswert.

Wer 70er Jahre Kung-Fu- und Exploitation Filme mag, macht mit The Association alles richtig!

Infos:

O: Yan Ku Shen Tan

HK 1975

R: Chung Chang-wha

D: Angela Mao, Carter Wong, Tanny Tien Ni, Byong Yu, Chao Lei, Sammo Hung, Whang In-Sik, Simon Yuen, Wilson Tong, Yuen Wah, Chung Fat,

Laufzeit der HK-DVD: 86:59 Min.

Gesehen am: 19.02.24

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, Code Free, O-Ton, keine englischen Subs, gute Bild- und Tonqualität. Wer zum O-Ton englische Subs möchte, muss zur US-Fassung greifen = Shout Factory (Martial Arts Movie Marathon). Es keine weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: Feb. 2024):

Montag, 11. Dezember 2023

Tough Beauty and the Sloppy Slop

 

Tough Beauty and the Sloppy Slop

Story:

Drei Cops (Yuen Biao, Cynthia Khan, Monsour Del Rosario) nehmen den Kampf gegen eine Verbrecherbande (u.a. Waise Lee, Billy Chow) auf…

Meine Meinung:

Tough Beauty and the Sloppy Slop hat die 2. Sichtung bestanden. Der Film, wohl eine Co-Produktion zwischen Hong Kong und den Philippinen (oder zumindest vor Ort gedreht), macht viel Spass und ist unterhaltsam und actionreich. Der Plot erinnert an Police Story 3 Super Cop und den US-Actionfilm Commando (Finale und Tod von Billy Chow). Die Musik könnte u.a. aus Red Heat und Demolition Man gestohlen sein, bin aber nicht 100% sicher. Vielleicht stammt sie auch aus anderen Filmen.

Obwohl B-Action sind die Actionszenen sehenswert, brutal und rasant in Szene gesetzt. Schön gefilmt, hier und da auch mit Zeitlupen-Einsatz, schön blutig und einfach toll und übersichtlich gefilmt, wie das in den 80ern und 90ern im modernen HK-Actionfilm gang und gäbe war. Eine Wohltat im Vergleich zu heutigen Actionfilmen. Es gibt viele blutige Shoot-Outs, echte Explosionen, hier und da einen Stunt und knackige Kampfszenen.

Der Mix aus Buddy-Movie, Undercover-Plot, Action, WIP-Elemente und Komödie funktioniert dabei recht gut. Auch der Cast kann sich sehen lassen. In den Hauptrollen agieren Yuen Biao (The Champions), Cynthia Khan (In the Line of Duty 4) und Waise Lee (The Big Heat). In Nebenrollen sind der philippinische Actionstar Monsour Del Rosario (Ultracop 2000) und HK-Bösewicht Billy Chow (Fist of Legend) zu sehen. In Gastauftritten sind dann noch Namen wie Shum Wai (Triad Story), Alex Man (Armageddon), Lam Wai (Code of Honor), Yuen Wah (Eastern Condors) und Alan Chui Chung-San (Two Fists Against the Law), wobei letzterer zusammen mit Yuen Bun auch Regie führte und/oder für die Choreographie der Actionszenen zuständig war.

Besonders Yuen Biao und Cynthia Khan haben gut harmoniert und bringen guten Humor in den Film (die Schlafzimmerszene). Beide sind sympathisch und beide können von ihrem Können zeigen. Billy Chow, Shum Wai, Yuen Wah oder Waise Lee gehen als Bösewichte immer. Monsour Del Rosario hingegen darf deutlich weniger zeigen als Yuen Biao und Cynthia Khan. Das Duo bekam am meisten Action-Szenen spendiert. Die Kämpfe gegen die Männer von Waise Lee, Billy Chow, Billy Chows Männer, Shum Wai oder Yuen Wah waren sehenswert. Aufgelockert wird der Film teilweise mit derbem Humor (über abgetriebene Babys oder über Fette).

Fazit: Fans des 80er und 90er Jahre HK-Actionfilme können einen Blick riskieren!

Infos:

O: No Hoi Wai Lung

Philippinen, HK 1995

R: Yuen Bun, Alan Chui Chung-San

D: Yuen Biao, Cynthia Khan, Monsour Del Rosario, Waise Lee, Billy Chow, Shum Wai, Alex Man, Lam Wai, Alan Chui Chung-San, Yuen Wah

Laufzeit der chinesischen VCD: 48:07 Min. (VCD Nr. 1) / 48:16 Min. (VCD Nr. 2)

Gesehen am: Mai 2014 / Neusichtung am: 16.11.23

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Universe vor und für die 2. Sichtung eine VCD (wohl ein Bootleg) aus China. Die HK-VCD hat O-Ton und englische Subs, ist aber in mehreren Szenen zensiert. Uncut ist nur das Bootleg aus China. Davon gäbe es auch eine LD. Ich fand leider nur die VCD dazu. Diese ist Uncut, hat englische Subs aber ist Dubbed in Mandarin statt O-Ton Canto. Es gibt keine Uncut Fassung in Kantonesisch, keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2023). Die Bildqualität schwankt zwischen gut und durchschnittlich (als Master diente die chinesische Laserdisc).