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Mittwoch, 9. Juli 2025

The Awaken Punch

The Awaken Punch

Story:

Cheung Da Gong (Henry Yu Yang) verspricht seinem Vater auf dem Sterbebett, sich vom Kämpfen abzuwenden. Das nutzen Gangster (Fong Yau, Tien Feng, San Kuai, Fung Hak-On) aus, die Cheungs Land kaufen wollen…

Meine Meinung:

The Awaken Punch ist ein Anfang der 70er Jahre Basher à la The Big Boss oder Chinese Hercules. Auch hier muss der Held seine Kampfkünste vorerst einstellen, ehe er sie im letzten Viertel explodieren lässt. Das ist ein Detail, welches ich aus logischen Gründen weniger mag. Wenn der Held nicht kämpft, gibt es in diesen Phasen auch keine Kampfszenen zu sehen. Warum schaut sich der Fan solche Filme an? Wegen den Kampfszenen! Aber ich wusste über dieses Detail im Voraus Bescheid und konnte mich dementsprechend darauf einstellen.

Bis auf einige wenige Längen vor dem Finale und einer etwas unspektakulären und unfreiwillig komischen Verfolgungsjagd (in der ein Fahrrad eine Rolle spielt) sehr sehenswerter Basher. Ich wurde positiv überrascht. Dem Film tun vor allem der Verzicht auf Klamauk, seine Härte und die überzeugenden Bösewichte gut. Fong Yau (Bruce and the Iron Finger), Tien Feng (My Son), San Kuai (The Bloody Fists) und Fung Hak-On (The Godfather’s Daughter Mafia Blues) waren allesamt schön fies, schmierig und die perfekte Wahl für die Schurkenauswahl.

Tien Feng spielt den Anführer der Bande. Seine Spezialität sind Messer. Die Kampfszenen stammen von einem jungen Yuen Woo-Ping (The Buddhist Fist). Es wird vor allem mit Fäusten gekämpft, aber in ein-zwei Szenen kommen auch Waffen vor. Yuen Woo-Ping liefert nebst späteren Stars wie Mars (Dragon Lord) oder Jackie Chan (City Hunter) einen Gastauftritt hin. Der Held des Tages wird von Henry Yu Yang (Tough Guy) gespielt, der mich zuletzt auch zusammen mit Michael Chan Wai-Man und Chan Sing in Black List vollkommen zu überzeugen vermochte. Auch hier macht er einen soliden Job.

Fazit: Basher Fans uneingeschränkt zu empfehlen!

Infos:

O: Shi Po Tian Jian

HK 1973

R: Fang Lung-Hsiang

D: Tien Feng, Henry Yu Yang, Fong Yau, San Kuai, Fung Hak-On, Susanna Au-Yeung Pui-San

Laufzeit der US-Blu: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 09.04.25

Fassungen: Gesehen via The Basher Box von VCL Entertainment/Pearl River = nebst The Prodigal Boxer in einem Set inklusive Booklet, Region-All-Disc, neuer 35mm Print (= hervorragende Bildqualität) aber leider nur Englisch Dubbed (mittelmässig). O-Ton ist nicht vorhanden. Es gibt englische Subs. Als Extras gibt es einen Trailer. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025).

Mittwoch, 16. April 2025

The Prodigal Boxer



The Prodigal Boxer

Story:

Fong Sai-Yuks (Meng Fei) Vater (Sze-Ma Wah-Lung) wird getötet. Fong Sai-Yuk will Rache, doch der Versuch scheitert aufgrund seiner noch unerfahrenen Kampferfahrungen. Fong Sai-Yuk zieht sich aufs Land zurück, wo er von seiner Mutter (Maggie Li Lin-Lin) trainiert wird, um am Ende Rache üben zu können…

Meine Meinung:

Wie bereits bei Wong Fei-Hung gibt es auch die Person Fong Sai-Yuk betreffend ältere Filme, die sich um den Volkshelden bemühen. Es war also nicht erst Jet Li, der in den 90ern in die Haut von Fong Sai-Yuk schlüpfte (in Corey Yuens Fong Sai Yuk 1 + 2), sondern dies geschah schon 1972 in der taiwanesischen Produktion von Ulysses Au-Yeung Jun (The Wandering Dragon, Island Warriors, Shaolin Warrior). In dieser ist der junge Meng Fei (The Unbeaten 28, The Unique Lama, The Invincible Kung Fu Trio) als Titelheld zu sehen. Meng Fei spielte in dem erwähnten The Invincible Kung Fu Trio auch den anderen Volkshelden Wong Fei-Hung.

Der Film ist ein Basher. Der Film hat mir gut und um ehrlich zu sein, sogar etwas besser als die Jet Li Filme gefallen. Der Grund ist der, dass The Prodigal Boxer ein ernster Film ist. Hier wird auf Klamauk, Humor und Love-Story verzichtet. Der Film ist ernster als die späteren Jet Li Filme. Es geht dramatisch, teilweise auch überraschend hart zur Sache. Der Plot ist auf das nötigste limitiert und gradlinig. Der Film hat mich vom Inhalt und dessen Aufbau leicht an die Shaw Brothers Produktion Executioners from Shaolin erinnert. Die Kampfszenen, von Lau Kar-Wing choreographiert, werden im Verlauf des Filmes immer besser.

Den Wandel, den Meng Fei als Held durchmacht, kommt glaubhaft und mit viel Emotion und Wut zur Geltung. Das wird im Finale deutlich. Nebst Meng Fei haben mir vor allem die zwei Haupt-Bösewichte sehr gut gefallen. Zum einen sehen wir den immer fleissigen Japaner Yasuaki Kurata (The Golden Triangle, Seven to One, Aces Go Places II), der hier vor allem durch spektakuläre Beinarbeit und Kicks auftrumpft, zum anderen sehen wir Shanghai Thirteen Bösewicht Wong Ching (The Thirty Million Dollar Rush, The Imp, Mobfix Patrol) als dessen «Bruder». Auch dieser überzeugt. Eine der eindrücklichsten Szenen ist jene, in welcher Meng Fei eine Art Alptraum hat, nachdem er das erste Duell überlebt. Starke Szene!

Fazit: Sehenswert!

Gefolgt von: Prodigal Boxer II (liegt mir ungesehen vor) & The Secret of the Shaolin Poles

Infos:

O: Fang shiyu

Taiwan 1972

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Meng Fei, Yasuaki Kurata, Maggie Li Lin-Lin, Pa Hung, Wong Ching, Fung Hak-On, Brandy Yuen Jan-Yeung, Lau Kar-Wing, Sze-Ma Wah-Lung

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 08.02.25 / 2. Sichtung (in Mandarin): Mai 2025

Fassungen: Gesehen via The Basher Box = US-Blu-Ray (Region-All-Disc), zwei Filme im Set (The Awaken Punch & The Prodigal Boxer), Uncut, Englischer Dub (und Englische Subs), 4K Master eines 35mm Print = hervorragende Bild- und Tonqualität. Der Englische Dub ist mässig Schade, dass kein O-Ton an Bord ist. Aus Japan sollte ich noch ein US-VHS von Inter-Continental Video erhalten, welches in Mandarin ist. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025). Nachtrag Mai 2025: Nun sah ich mir den Film als US-VHS von Inter-Continental Video an. Dieses bekam ich aus Japan und ich wusste, dass es sich um eine Mandarin-Ausgabe handelt. Zu meinem Glück sind sogar englische & chinesische Subs dabei. Das VHS ist, mit Ausnahme des Vorspannes, jedoch nur in Vollbild. Bis auf die Alptraum-Szene stört das Vollbild aber nicht. Der Film hat mir während der 2. Sichtung besser gefallen. Der Film kommt in Mandarin definitiv besser und hat teilweise schon fast epische Qualitäten. Ob ich die US-Blu-Ray nochmals einlegen werde, weiss ich nicht. 

Samstag, 28. November 2020

Hostages Review

Hostages

Story:

Diverse Gangster überfallen zeitgleich Casinos und sind auf der Flucht. Auf der Flucht nisten sich die Gangster bei einer reichen Familie ein und nehmen diese als Geisel…

Meine Meinung:

Hostages ist kein Poliziotteschi-Titel, was ich aber fälschlicherweise erwartet habe. Grund: der Film wird im Buch Terror führt Regie als Poliziotteschi-Titel aufgeführt unter seinem deutschen Titel Die Qual der Geiseln. Wie kommt dies?

Hostages ist nämlich eine mexikanische Produktion. Inhalt: Gangster, Flucht vor Polizei, Geiselnahme. Regie führt der Mexikaner René Cardona Jr., dessen Tierhorrorfilm ¡Tintorera! auf meiner Wunschliste steht. Immerhin die Musik stammt von einem Italiener (Manuel De Sica) wie auch einige der Darsteller (Antonella Interlenghi, Gianni Macchia) wobei diese allgemein internationale gecastet wurden (nebst Italiener sind auch Mexikaner, Amerikaner, Spanier, Österreicher etc. im Film dabei).

Ich ging daher mit falschen Erwartungen an den Film. Zwar kommen, wie bereits erwähnt, auch Gangster und die Polizei vor, aber es handelt sich definitiv nicht um einen typischen Film, der in die Poliziotteschi Sparte passt. Mehr regulärer Gangster- oder B-Action-Film. Diesbezüglich könnte der Film auch gefallen.

Die Story ist zunächst rasant und es gibt viel Action. Vor allem Verfolgungsjagden und schöne Aufnahmen von den mexikanischen Drehorten. Doch als die Geiselnahme beginnt, flacht der Film ab. Es dauert auch ganz schön lange, bis diese durchgeführt wird und diese war dann viel zu zahm umgesetzt worden, wenn man an andere Filme dieser Art denkt (z.B. Fight for Your Life, Der Schlitzer).

Das Finale war dann gar enttäuschend und die letzten zehn Minuten mit dem Flugzeug total unspektakulär und langweilig. Die Darsteller waren gut aber keine ragt so wirklich aus der Masse hervor. Die Gangster waren zu zahm und es gab zu viele, so dass einzelne Figuren zu wenig Zeit bekommen, um ausleuchtender charakterisiert zu werden.

Fazit: Stark Geschmackssache – als Poliziotteschi-Titel nicht zu empfehlen. B-Actionfilms können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Fabricantes de pánico

Mexiko 1980

R: René Cardona Jr.

D: Hugo Stiglitz, Marisa Mell, Gianni Macchia, Francisco Rabal, Stuart Whitman

Laufzeit der australischen VHS: 90:05 Min.

Gesehen am: 21.08.20

Fassungen: Mir lag das VHS aus Australien von VCL vor = Vollbild, durchschnittliche Bildqualität, Englischer Dub (qualitativ voll in Ordnung), Uncut. Die Fassung aus Deutschland (VHS) ist zensiert (Titel: Die Qual der Geiseln). Es gibt keine DVD im O-Ton (laut imdb Englisch) und keine Blu-Ray. Es gibt eine US-DVD in Spanisch (ohne Subs). Stand: Aug. 2020.