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Montag, 19. Januar 2026

Gallants

 

NIFFF 2010 / 2011 mit Chen Kuan-Tai in Amsterdam

Gallants

Story:

Ein Teehaus soll verkauft werden. Schwächling Leung King Cheung (Wong Yau-Nam) wird damit beauftragt. Doch den Verkauf lassen Dragon (Chen Kuan-Tai) und Tiger (Bruce Leung Siu-Lung) nicht zu, dessen Meister Law Sun (Teddy Robin Kwan) seit 30 Jahren im Koma liegt und der Besitzer des Grundstücks ist. Als Meister Law Sun aus dem Koma erwacht, hält er ausgerechnet Schwächling Leung King Cheung für seinen Schüler Dragon und bereitet ihn auf ein Kampfturnier, organisiert und gesponsert von Master Pong Ching (Michael Chan Wai-Man), vor…

Meine Meinung:

Gallants sah ich 2010 am NIFFF. Ein Jahr später liess ich meine HK-DVD in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signieren. Bei Gallants vom Regie-Duo Clement Cheng & Derek Kwok handelt es sich um eine Retro-Hommage ans klassische Kung-Fu-Genre. Daher wurden auch Altstars wie Chen Kuan-Tai (Challenge of the Gamesters, Man of Iron), Bruce Leung (Broken Oath, Call Me Dragon), Teddy Robin Kwan (To Spy with Love, Cops and Robbers), Michael Chan Wai-Man (The Invincible Killer, Black List) oder Venom-Star Lo Meng (Pursuit of a Killer, Crippled Avengers) im Film vereint. Das dazumal im Jahr 2010 noch erleben zu dürfen war schon eine tolle Sache. Der Film wurde zu Ehren von Bruce Leung neu angesehen, der Mitte des Monats verstorben ist.

Gallants hat, wenig überraschend, die Neusichtung bestanden. Der Film hat mir Spass und Vergnügen bereitet. Wer das klassische (Shaw Brothers) Kung-Fu Kino mag, wird am Film Freude haben. Nur schon aufgrund des Cast. Zu den oben genannten Recken sehen wir auch in der weiblichen Nebenrolle als Teddy Robins Ehefrau einen Altstar: Siu Yam-Yam spielte auch schon in Shaw Brothers Filmen mit, u.a. in The Teahouse an der Seite von Chen Kuan-Tai. Schön. Auch die jungen Newcomer um Wong Yau-Nam (Coffin Homes, Bursting Point), JJ Jia Xiaochen oder Ou-Yang Ching vermögen zu überzeugen. Der Film ist unterhaltsam und wartet mit einem tollen Intro, welches an Bruce Lee Filme erinnert, auf. Die Kampfszenen wurden realistisch eingefangen, sind schön choreographiert, bodenständig und es wurde als Stilmittel auch viel Zeitlupe verwendet.

Dabei bekommt Bruce Leung deutlich mehr Kampfszenen spendiert als z.B. sein Partner Chen Kuan-Tai oder Lo Meng. Michael Chan Wai-Man hingegen ist in keiner Kampfszene zu sehen. Dennoch machte seine Präsenz auch Freude. Er war gut mit Bruce Leung befreundet. Bruce Leung macht trotz seines Alters eine starke Figur. Seine Kicks sind noch immer eine Augenweide und mit viel Power garniert. Für die Kampfchoreographie ist auch ein Shaw Brothers Talent verantwortlich gewesen: Yuen Tak (Lovers Blades, Ambitious Kung Fu Girl). Er hat einen ausgezeichneten Job gemacht. Der mir unbekannte Li Haitao, der quasi den «Endgegner» spielt, hat mich auch überzeugt. Er feierte sein Filmdebüt, wie es scheint, auch in einer Shaw Brothers Produktion = Drunken Monkey aus dem Jahr 2003. Dort spielte er «Rocky».

Fazit: Spassig und unterhaltsam!

Infos:

O: Da Lui Toi

HK 2010

R: Clement Cheng, Derek Kwok

D: Chen Kuan-Tai, Bruce Leung Siu-Lung, Wong Yau-Nam, JJ Jia Xiaochen, Teddy Robin Kwan, Lo Meng, Michael Chan Wai-Man, Ou-Yang Ching

Laufzeit der HK-DVD: 96:94 Min.

Gesehen am: NIFFF 2010 / Neusichtung am:

Fassungen: Ich sah den Film am NIFFF 2010. Später kaufte ich mir die HK-DVD von KAM & RONSON, die 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert wurde. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, O-Ton und englische Subs sind auf der Disc enthalten. Der Film ist Uncut. In Deutschland als Tiger & Dragon Reloaded erschienen (auf DVD, Uncut, Deutsch/Kantonesisch mit deutschen Untertiteln).

Freitag, 24. Januar 2025

Fast Fingers

 

Fast Fingers

Story:

Uncle Dong Bill (Bill Tung) ist ein Meisterdieb. Er und seine zwei Schüler Qiu Qi (Chin Siu-Ho) und Ma Cheung (Chiang Kam) stehlen und stehlen und stehlen. Captain Tie Li Wei (Lo Meng) macht sich das Trio zu Nutzen und lässt die drei für sich arbeiten. Sein Ziel ist es, Gangster Dragon (Johnny Wang Lung-Wei) zu schnappen…

Meine Meinung:

Hsu Hsia (Shaolin Hand Lock, Full Moon Scimitar, Shaolin Abbot), ein Shaw Darsteller (meist Cameos oder Kurzauftritte), führte am Ende der Shaw Brothers Ära auch in einigen Shaw Filmen Regie. Er erreichte nie die Aufmerksamkeit und Klasse eines Chang Cheh, Liu Chia-Liang und Co. Dennoch war er für einige tolle und spassige Filme wie Kid from Kwangtung, Ghosts Galore oder I Will Finally Knock You Down, Dad! zuständig. Fast Fingers, sein 4. Film, ist ein Mix aus Komödie, Action und Gambling. Die Shaw Brothers versuchten dazumal, den damals noch jungen und nicht bekannten Chin Siu-Ho als neuen Star zu etablieren. Er spielte auch in Hsu Hsias späterem Film I Will Finally Knock You Down, Dad! mit.

Die Mitte der 80er Jahre Produktion sprang auf den Zug von Kung Fu Komödien, ausgelöst durch Drunken Master und Co. (1979) und dessen Erfolg, auf. Die Konkurrenz war jedoch hoch. Golden Harvest und andere, kleinere unabhängige Studios gewannen mehr und mehr die Oberhand. Stars wanderten ab (Jimmy Wang Yu, John Woo, Yuen Wah…). Das gleiche trifft auf Chin Siu-Ho (Love Me Vampire, The Seventh Curse, The Blonde Fury) zu, der hier eine starke Performance bietet und schon zuvor mit Kollege Johnny Wang Lung-Wei (Shaolin and Wu Tang, Lovers Blades, This Man Is Dangerous) zusammengearbeitet hat (in Brothers from Walled City). Johnny Wang Lung-Wei macht seine Sache als Bösewicht souverän.

Chin Siu-Ho spielt hier zusammen mit Fatty Chiang Kam (Two Fists Against the Law) einen Taschendieb und Schüler von Meister-Dieb Uncle Bill, gespielt von Police Story Star Bill Tung (The Inspector Wear Skirts II, First Strike, Just Heroes). Diese geraten im Verlauf des Filmes an Bösewichte und dienen damit Venom-Star Lo Meng (Pursuit of a Killer, Men from the Gutter, Five Element Ninjas). An Lo Leng hatte ich Freude, aber auch Chiang Kam und Bill Tung haben gut mit Chin Siu-Ho und dem Plot harmoniert. In kleine Nebenrollen und Gastauftritten sind Namen wie Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire), Charlie Cho Cha-Lee (Funny Ghost) und Tai Bo (The Ghost Informer) zu sehen. Vor allem Tai Bos Szenen waren sehr amüsant. Schade, dass die Mädels wie Liu Lai-Ling oder Chiu Man-Yan nicht mehr (Kampf)Szenen abbekommen haben. Der Film hatte deutlich mehr und bessere Kampfszenen, als erwartet.

Fazit: Spassig und unterhaltsam!

Infos:

O: Leung Seung Gwan Ji

HK 1983

R: Hsu Hsia

D: Bill Tung, Chin Siu-Ho, Chiang Kam, Lo Meng, Johnny Wang Lung-Wei, Eva Lai Yin-Shan, Liu Lai-Ling, Maria Yuen Chi-Wai, Chan Shen, To Siu-Ming, Charlie Cho Cha-Lee, Tai Bo, Ko Hung

Laufzeit der Originalversion: Ca. 93 Min.

Gesehen am: 27.11.24

Fassungen: Gesehen via ZiiEagle-Box = O-Ton, englische Subs, recht gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Es gibt nebst VHS-Fassungen (HK = Ocean Shores, Taiwan = Kings Video) mind. eine VCD von IVL/Celestial. Ob es auch eine DVD gab, weiss ich nicht. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2024).

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Ip Man 4: The Finale Review

Ip Man 4: The Finale

Story:

Nachdem Tod seiner Frau liebäugelt der an Krebs erkrankte Ip Man (Donnie Yen) damit, seinen Sohn in den USA studieren zu lassen. Da kommt eine Einladung von Bruce Lee (Danny Chan Kwok-Kwan) gerade recht – Ip Man reist nach San Francisco. Dort bekommt es Ip Man mit bösen Amerikanern (Chris Collins, Scott Adkins) zu tun…

Meine Meinung:

Das «Ip Man» Thema im HK/China Filme empfinde ich schon seit längerem als ausgelutscht. Auf den vierten Teil, angeblich den Abschluss der vierteiligen Original-Reihe mit Donnie Yen (Enter the Fat Dragon) freute ich mich trotzdem, da ich hoffte, dass das San Francisco und Scott Adkins (Triple Threat) als Bösewicht dem Film guttun würden = neue Reize.

Leider falsch gedacht: Ip Man 4: The Finale ist der schlechteste Film der Reihe und wird nicht in die Sammlung aufgenommen. Meine Bewertung ist sicher strenger als bei den Vorgängern und ich bin selbstverständlich durch die Shaw Brothers, Golden Harvest und unabhängige Old-School Kung Fu-Filme sehenswerte Kung Fu Martial Arts gewohnt, so dass es ein neuer Film schwer hat, diesen Stellenwert zu erreichen.

Trotzdem war ich enttäuscht: die Action in Ip Man 4: The Finale überzeugt so gut wie nie. Zu oft wirken die Szenen zu unecht, zu gekünstelt. Das Wirework nervt auch, die Kamera ist viel zu nah dran (unübersichtlich) und einige Einstellungen und Kamerabewegungen der Stars in den Action-Szenen sehen einfach furchtbar unecht aus. Billig. Nicht Mal Scott Adkins geht gut ab (auch nicht schauspielerisch). Yuen Woo-Pings (Tiger Cage) Zeit als Choreograph ist schon lange vorbei.

Es gibt einen weiteren, lahmen Kampf mit einem Tisch (à la Ip Man 2), der Finalkampf enttäuscht auf ganzer Linie und auch die Kämpfe in Chinatown sind teilweise peinlich geworden (vor allem als Chris Collins gegen viele alte chinesische Meister kämpft). Okay waren nur vereinzelte Kampfszenen: der Strassenkampf von Bruce Lee, Wanda Lees Schulkampf und hier und da vereinzelte Abläufe in den Kampfszenen von Chris Collins. Shaw Brothers Star Lo Meng (Spike Drink Gang) überzeugt nicht. Im Gegenteil: seine Rolle wirkt lächerlich. Donnie Yens Schauspiel war auch furchtbar emotionslos (sein Auftreten und seine Mimik wirken sehr eindimensional).

Dazu kommen teilweise billige Musik, Längen und viel dramatischer Kitsch. So kann man sich z.B. die ersten 23 Minuten des Filmes komplett sparen, überspringen, spulen etc. Auch im späteren Verlauf des Filmes gibt es immer wieder lahmes Füllmaterial mit dramatischen Szenen, die nerven, klischeehaft wirken und den Film ausbremsen. Dazu gehört u.a. auch die Rolle von Kent Cheng (Run and Kill), die man auch hätte komplett weglassen können. Auch sonstige Klischees (böse Ausländer, böse Amis, Chinesen sind die Besten etc.) nervten…

Fazit: Leider enttäuschender Abschluss eines total ausgelutschten Themas! Bleibt zu hoffen, dass es sich wirklich um den Abschluss der Reihe handeln wird wie der Titel verspricht…

Infos:

O: Yip Man 4

HK 2019

R: Wilson Yip

D: Donnie Yen, Scott Adkins, Danny Chan Kwok-Kwan, Chris Collins, Pierre Ngo Ka-Nin, Wu Yue, Wanda Lee Yuen-Tan, Vanness Wu Chien-Hao, Lo Meng, Kent Cheng,

Laufzeit der UK-DVD: Ca. 106 Min.

Gesehen am: 02.11.20

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Universal / Well Go USA vor = Schuber, Uncut, O-Ton (Chinesisch und Englisch) englischen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. In Deutschland von Koch Films zu haben (DVD oder Blu-Ray).

Donnerstag, 9. August 2018

Ebola Syndrome Review

 
Ebola Syndrome

Story:

Kai (Anthony Wong) flüchtet nach diversen Morden (u.a. an Shing Fui-On) von Hong Kong nach Südafrika. Dort arbeitet er für die Restaurantbesitzer Kei (Lo Meng) und dessen Frau (Cheung Lau). Kai steckt sich mit Ebola an. Jedoch ist Kai immun dagegen, kann aber andere damit anstecken. Im Streit tötet er Kei und dessen Frau, verarbeitet deren Körper zu Hamburgern, welche er im Restaurant verkauft und somit das Ebola-Virus verbreitet. Unter falscher Identität reist er nach Hong Kong zurück, wo er das Virus auch zu verbreiten beginnt, während die HKer Polizei zu ermitteln beginnt…

Meine Meinung:

Ebola Syndrome ist ein berühmt-berüchtigter CAT. III Film aus Hong Kong, welche vor allem Anfang bis Mitte der 90er Jahre die HKer-Fimwelt mit vielen tollen Streifen begeistert hat (und auch viele ausländische Fans).

Da wären grossartige Titel wie Naked Killer (Simon Yam und Chingmy Yau), Raped by an Angel (Simon Yam und Chingmy Yau Teil zwei), Red to Kill, Story of Ricky (Manga Verfilmung), Run & Kill (wieder mit Simon Yam und Kent Cheng), die Sex & Zen Reihe, Her Vengeance, Dr. Lamb (Simon Yam), Diary of a Serial Killer, A Day Without Policeman oder Bloody Beast.

Auch Ebola Syndrome Star Antony Wong ist in diesen Filmen, obwohl er das Genre gar nicht gerne mag (sagt er im Audiokommentar zur US-DVD von Ebola Syndrome), oft vertreten: Daughter of Darkness (Nebenrolle als Cop), Love to Kill (als irrer Killer), 3 Days of a Blind Girl (als irrer Stalker – Opfer eine blinde Frau), Taxi Hunter (vom Ebola Syndrome Regisseur), The Untold Story (mit diesem Film, eine weitere Anthony Wong und Herman Yau Zusammenarbeit, gelang Wong in dem Genre der grosse Durchbruch – es winkte sogar der «HK Oscar» als bester Darsteller), The Underground Banker (teilt sich Film mit Simon Yam) oder Brother of Darkness (Nebenrolle als Anwalt).

Ebola Syndrome ist einer der besten Filme dieser Art. Regisseur Herman Yau (Shock Wave, The Sleep Curse) und Anthony Wong, die zuvor schon das Meisterwerk The Untold Story ablieferten, haben sich dem damals sehr aktuellen Thema (welches auch heute nach wie vor in Afrika auftaucht und wütet) des Ebola Virus angenommen. Der Film ist fies, tabubrechend, teilweise herrlich eklig, tief böse und schwarzhumorig.

Man muss jedoch ein Faible für diesen comicartigen, übertriebenen Humor (plus Mix aus harter Gewalt, Sex und sexueller Gewalt) haben, damit man sich mit dem Film und einzelner Szenen amüsieren kann – vielen dürfte der Inhalt und die widerlichen Ideen, gerade wenn sie die Figur Kai charakterisieren (fies, widerwärtig, eklig, schmierig, psychopathisch…), nicht gefallen.

Die blutigen Effekte sind sehr schön getrickst und aufwändig in Szene gesetzt. Das gilt für den Film allgemein (es wurde wirklich auch in Südafrika vor Ort gedreht) – es wurden echte Tiere (vor der Szene mit den Leoparden hatte Anthony Wong grosse Angst) und echten Feuer-Stunts (am Ende – es handelte sich im übrigen nicht um Anthony Wong sondern um einen Stuntman) eingesetzt aber auch Tiersnuff (die Frösche, die im Restaurant zerkleinert werden, werden nicht von Anthony Wong zerhackt, Hühner die geköpft werden, am Ende eine Maus, die überfahren wird). Anthony Wong ist im Übrigen ein grosser Verfechter von Tiersnuff (kann man auch dem Autiokommentar entnehmen). 

In Ebola Syndrome gibt es eine Hommage an The Untold Story (in welchem Menschen zu Fleisch verarbeitet und als Nahrung verkauft werden) und im späteren The Sleep Curse von Herman Yau zitiert er von seinem Ebola Syndrome (Kopfhaut abziehen bei der Obduktion).

Weiter positiv erwähnenswert: den Soundtrack fand ich Spitze. Die Story soll von Wong Jing, der den Film produziert hat, stammen. Der Mann hatte damals schon ein gutes Händchen für erfolgbringenden Inhalt, um Kasse machen zu können. Anthony Wong brilliert in der Rolle des Psychopathen grossartige Leitung von ihm. Schön zu sehen, dass sogar ein ehemaliger Shaw Brothers Star, nämlich Lo Meng (einer der Venom Darsteller, die von Chang Cheh entdeckt und gefördert wurden – zu sehen in Shaw Brothers Arbeiten wie Pursuit of a Killer, This Man Is Dangerous, Men from the Gutter, Bastard Swordsman, Five Element Ninjas, The Rebel Intruders oder The Naval Commandos) in einer grossen Rolle zu sehen ist. Desweitern ist Shing Fui-On als Anthony Wongs Boss am Beginn des Filmes zu sehen, der damit droht, Wong zu kastrieren da er mit seiner Frau Sex hatte.

Ebola Syndrome – man muss den Film gesehen haben, um es zu glauben! Ein Film, der seinem Ruf gerecht wird und der auf politische Korrektheit definitiv keinen Wert legt! Klare Empfehlung an alle CAT. III Filmfans!

Infos:

O: Yibola bing du

HK 1996

R: Herman Yau

D: Anthony Wong, Lo Meng, Cheung Lau, Angel Wong Chui-Ling, Vincent Wan Yeung-Ming, Shing Fui-On

Laufzeit der österreichischen DVD: 96:21 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überabrietet: 21.05.18

Fassungen: Zu empfehlen ist die österreichische DVD von Illusions = diese präsentierten weltweit zum ersten Mal nebst der Kinofassung die echte Uncut-Fassung, in welcher die geschnittenen Szenen, die kurz vorher zum ersten Mal weltweit auf der US-DVD von Discothek auftauchten (als Bonus), wieder in den Film geschnitten wurden. O-Ton und deutsche Subs liegen bei. Die Bildqualität ist recht gut. Bis daher war nur der Kino-Cut, der für die CAT. III Freigabe stark zensiert wurde, erhältlich. Die US-DVD lohnt trotzdem: es gibt exklusive Interviews mit Herman Yau und sogar einen Audiokommentar mit Herman Yau und Star Anthony Wong (in Chinesisch mit englischen Subs. Nachtrag 27.06.23: Für eine Neusichtung lag mir nun die US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome vor = Uncut, bessere Qualität als bei der österreichischen DVD, O-Ton, englische Subs, exklusives Bonusmaterial, Wendecover, Booklet, Region-All Disc und eine UHD-Disc befindet sich ebenfalls an Bord.

Dienstag, 1. Mai 2018

Spike Drink Gang Review

Spike Drink Gang

Story:

Die Polizei (Lee Siu-Kei, Chan Kwok-Bong) ist hinter der «Spike Drink Gang» (u.a. Lo Meng, Dave Lam Ching) her…

Meine Meinung:

Spike Drink Gang, ein CAT. III Krimi, ist mehr übertriebene Komödie als etwas anderes. Das soll aber nicht negativ gemeint sein und dass der Film kein Highlight des CAT. III Sub-Genres aus Hong Kong (à la Streifen wie Ebola Syndrome, The Untold Story und Co.) ist wusste ich im Voraus.

Wenn man also mit den richtigen Erwartungen an Spike Drink Gang herangeht (man darf keine Gewalt oder Sex/Nacktszenen erwarten) und dem kruden, aber für uns Europäer sonderbaren Humor des HK-Kinos jener Zeit etwas anzufangen versteht, kann man mit dem Werk gut unterhalten werden.

Ich wurde, auch wenn der Film für sich gesehen nur ein solides Durchschnittswerk ist, kurzweilig und anspruchslos unterhalten, so dass ich den Kauf nicht bereut habe. Der Humor sagte mit zu und es gibt diverse Genreelemente im Film (Erotik, Krimi, True Crime Thriller, Rückblenden, Komödie, Action) welche den Streifen abwechslungsreich machen. Es gibt auch einiges an Overacting zu bestaunen – gerade Elvis Tsui, der oft im CAT. III Kino zu sehen war (z.B. The Eternal Evil of Asia, Trilogy of Lust II, A Chinese Torture Chamber Story, Ancient Chinese Whorehouse), soll an dieser Stelle mit viel Motivation und Klasse hervorgehoben werden.

An anderer Stelle waren die zwei Cops sympathisch und grosse Freude, auch für Shaw Brothers Fans, brachte die Rolle von Lo Meng als Bösewicht und Anführer der Gangster-Bande. Lo Meng wurde durch Chang Cheh für dessen Filme für die Shaw Brothers bekannt in den Venom Klassikern (The Five Venoms, Crippled Avengers, The Rebel Intruders, Five Element Ninjas) und/oder sonstigen Shaw Brothers Streifen (Pursuit of a Killer) und war auch nach dem Ende der Shaw Brothers Filme in weiteren Filmen zu sehen (z.B. Chatter Street Killer, Ip Man 2, Gallants) wobei er auch in neuen Filmen auch immer wieder zu sehen ist, was sehr schön ist.

Fazit: Für HK Filmfans (1990-1995er Jahre) interessant, wenn auch kein Highlight! Besonders Fans von Lo Meng und Elvis Tsui sollten nicht verzichten…

Infos:

O: Mi Hun Dang

HK 1995

R: Bosco Lam

D: Yvonne Yung Hung, Lo Meng, Elvis Tsui, Chan Kwok-Bong, Chin Gwan, Yiu Man

Laufzeit der HK VCD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 18.02.18

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2018). Mir lag die HK VCD von Universe vor = wahrscheinlich Uncut (gäbe auch nichts zum Zensieren), O-Ton, englische Subs, durchschnittliche aber solide VCD Bildqualität. Gäbe es vom gleichen Label mind. auch noch auf DVD – die VCD konnte ich aber sehr billig erwerben (Ebay – von einem Engländer, der auf HK VCDs spezialisiert ist).

Samstag, 24. Februar 2018

The Rebel Intruders Reviews




The Rebel Intruders

Story:

Ein Mord wird drei Flüchtlingen (Chiang Sheng, Lo Meng, Philip Kwok Chung Fung) in die Schuhe geschoben, welche nun um ihr Leben fürchten. Die Bösewichte (Lu Feng und Sun Chien) trachten diesen auf ihrer Flucht aus der Stadt nach dem Leben…

Meine Meinung:

Regisseur Chang Cheh und die Venoms = sehenswerte und eindrucksvolle Martial Arts und spektakuläre Choreographien! Genau das bekommt der Shaw Brothers Fan in einem weiteren Chang Cheh Film mit den Venoms geboten – andere Filme dieser Art sind: Crippled Avengers, The Five Venoms, The Daredevils, The Flag of Iron, The Kid with the Golden Arm oder der grossartige Five Element Ninjas (für mich nebst Crippled Avengers praktisch der beste Film mit den Venoms).

Chiang Sheng, Lo Meng und Philip Kwok Chung Fung spielen die Guten, Sun Chien und Lu Feng die Bösen. Lu Feng gibt den Endgegner ab. Die Geschichte ist nur Mittel zum Zweck. Es gibt sicherlich fast alle fünf Minuten Actionszenen zu sehen in Form von sehenswerten, abwechslungsreichen Kampf- oder Trainingsszenen, 1:1 Duelle oder einer gegen mehrere, mit oder ohne Waffen. In den Actionszenen sieht man deutlich, dass die fünf Venoms diesbezüglich spezifische Hintergründe haben, um sich so bewegen zu können (ehemalige Zirkus Akrobaten, Peking Opera Kämpfer, Stuntmänner, Taekwondo Ausbildung etc.). Auf jeden Fall sind das, die Action und Choreographie betreffend, einige der besten Shaw Brothers und Chang Cheh Arbeiten.

Die Kämpfe am Ende sind blutig und Themen wie Aufopferung und Bruderschaft elementar für Chang Cheh (Mentor von John Woo – daher bot auch dieser oft Männerfreundschaften, blutige Shoot-Outs in Zeitlupenaufnahmen und Aufopferungen in seinen Filmen – ohne Chang Cheh sähe das Woo Kino nicht so aus). Wer die anderen Filme von Chang Cheh und den Venoms mag, sollte hier zugreifen: es lohnt sich!

Fazit: Klare Empfehlung meinerseits!

Infos:

O: Da Sha Si Fang

HK 1980

R: Chang Cheh

D: Chiang Sheng, Lo Meng, Philip Kwok Chung Fun, Lu Feng, Sun Chien

Laufzeit der Originalversion: Ca. 95 Min.

Gesehen am: 06.01.18

Fassungen: Gesehen via Ziieagle Box = Uncut, sehr gute Bildqualität, O-Ton, englische Subs. Gäbe es von IVL auch als HK DVD. In Deutschland nur auf VHS und zensiert zu haben (Stand: Jan. 2018).

Sonntag, 21. Mai 2017

Bruce Li – Die Killerkralle Review

Bruce Li – Die Killerkralle

Story:

Ein Kampfschullehrer (Bruce Li) und dessen Freunde (Carl Scott und Lo Meng) legen sich mit einem HKer Kämpfer und Gangster (Ku Feng) an…

Meine Meinung:

Dieser Old School Eastern hat mir gut gefallen – typische 70er Jahre Low Budget Ware, welche jedoch im Modernen HK (natürlich 70er Jahre) angesiedelt ist und daher zum klassischen Setting, welches viele Kung Fu Filme vertraten, eine willkommene Abwechslung darstellt.

Und natürlich wird auch Bruce Lee gehuldigt – so auch das deutsche Titel des Filmes Bruce Li – Die Killerkralle oder der Name der Figur (Bruce, der im Film auch Bruce Lee Fan ist) oder die Wahl des Darstellers («Bruce Li»). Der Film hat mit gut gefallen. Es gibt sehr viele Trainings- und Kampfszenen zu sehen, welche zuerst alle solide in Szene gesetzt sind.

Doch im Verlauf der Story nimmt die Qualität zu – vor allem durch die drei Killer des Gangsterbosses, der gekonnt von Shaw Brothers legende Ku Feng gespielt wird (ebenso mit dabei von den Shaw Brothers: Venom Star Lo Meng). Mit ihnen muss sich Bruce Li harte Kämpfe führen, ehe er schwer verletzt und seine Freundin getötet wird – danach ist die Zeit der Rache und des harten Trainings gekommen. Viel Schmuddel in Form von Nacktszenen und exotische Einflüsse (der schwarze Gweilo) und harte Kämpfe im Finale machen Bruce Li – Die Killerkralle zu einem kurzweiligen, anspruchslosen Filmvergnügen welches Old School Kung Fu Film Fans absolut zu empfehlen ist.

Infos:

O: Bei Po

HK 1977

R: Hua Shan

D: Bruce Li, Ku Feng, Au-Yeung Pui-San, Lo Meng, Carl Scott, Shaw Yin-Yin

Laufzeit der deutschen DVD: 90:14 Min.

Gesehen am: 19.04.17

Fassungen: Die deutsche DVD bietet: Wendecover, Uncut Fassung, Deutscher Ton (sehr starke Synchro ist Film saufwertet), Englischer Ton, alternatives Ende, alternative Szenen, Texttafeln zu der Rekonstitution der Fassung. Der Film ist aus mehreren Quellen zusammengefügt worden und sieht meistens gut bis sehr gut aus (Ausnahme sind paar ganz wenige Nachtszenen die zu dunkel geraten sind).