Zu folgendem Review gibt es ein neues Cover und unter Fassungen einen neuen Nachtrag
Film Reviews zu Filmen aus den Genres Horror, asiatischem Kino, Action etc. Alte Reviews & Berichte der HP www.reviews.ch.vu werden nach und nach auch hochgeladen und wenn nötig komplett überarbeitet.
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Donnerstag, 12. Februar 2026
Foxbat
Foxbat
Story:
Ein Agent (Henry Silva) sucht in Hong Kong nach einem Mikrofilm. Dieser wird von einem Koch (James Yi Lui) verschluckt, der sich damit auf die Abschussliste setzt. Der Agent und Co. (Vonetta McGee) versuchen, den Koch vor diversen Attentätern (Melvin Wong, Roy Chiao, Phillip Chan, Yuen Wah, Tong Chung-San) zu retten…
Meine Meinung:
Von Foxbat wurde ich positiv überrascht. Foxbat war ein Titel, den ich nie auf dem Schirm hatte. Den Film bzw. die US-Blu-Ray bekam ich geschenkt. Vom Artwork und Titel her vermutete ich einen 80er/90er Jahre B-Actionfilm aus den USA. Zu meiner Überraschung handelt es sich bei Foxbat jedoch um eine HK-Produktion und um einen Agentenfilm à la James Bond mit Henry Silva (Der Teufel führt Regie, Code of Silence, Der Mafiaboss - Sie töten wie Schakale) in der Hauptrolle. Der Film stammt von Leong Po-Chih (Jumping Ash), der später mit Filmen wie The Island (Backwood), He Lives by Night (Slasher, Krimi) oder Hong Kong 1941 (Chow Yun-Fat) auf sich aufmerksam machte.
Der Film und dessen erste Hälfte ist die schwächere. Die langsamere. Die gemächlichere. Wie das manchmal so ist, im Agenten-Genre. Besonders die Szenen mit dem Flugzeug fand ich relativ unspektakulär. Es braucht etwas Zeit, bis sich der Plot um Agent Henry Silva entwickelt. Der Film spielt z.T. in unterschiedlichen Ländern. Die Szenen in Japan waren solide. Der Kampf gegen den Sumoringer war etwas trashig, aber endete überraschend (blutig für diese Art Film). Fast etwas wie die Schraubenzieher Szene in Dawn of the Dead.
Der Film konnte mich dann vollends überzeugen, als nach Hong Kong gewechselt wird. Die zweite Filmhälfte spielt in Hong Kong und die Settings sind schön anzusehen. Die 2. Hälfte des Filmes ist auch die bessere. Es gibt auch mehr und mehr Action-Sequenzen zu sehen. Henry Silva macht seinen Job ordentlich und solide, auch wenn ich nicht denke, dass es seine beste Leistung ist. Vonetta McGee bringt etwas Exotik und im Finale einen tollen Dummie-Einsatz in den Film. Sehr gefallen haben mir die Bösewichte des Filmes. Warum?
Diese werden von bekannten HK-Stars gespielt. Und es war cool, diese Mal in einem modernen & ernsteren Setting zu sehen. Roy Chiao (The Ming Patriots, The Protector) spielt den Hauptbösewicht mit dem Namen Doctor Vod. Seine Handlanger, Killer und Bodyguards werden von Melvin Wong (Behind the Storm, Run and Kill), Phillip Chan (Carry On Yakuza, Gun Is Law) sowie Yueh Wah (Kick Boxer, Bat Without Wings) dargestellt.
Besonders Freude hatte ich an Melvin Wong als Profikiller. Phillip Chans Darbietung gefiel auch, besonders sein Abgang (was für ein toller Stunt). Yuen Wah ist vom Trio am wenigsten zu sehen und eigentlich kaum der Rede wert. Die Action-Szenen bestehen aus Shoot-Outs, Auto-Verfolgungsjagden, Crashs und im Finale auch Explosionen. Getötet wird aber auch mit Gimmicks und Stichwaffen und auch Zivilisten geraten zwischen die Fronten. James Yi Lui (A Haunted House), der als gejagter Koch eine der Hauptrollen spielt, fand ich schwächer und sein Overacting z.T. leicht nervend.
Fazit: Für Fans des HK-Kinos zu empfehlen!
Infos:
O: Woo Fook
HK 1977
R: Leong Po-Chih
D: Henry Silva, James Yi Lui, Vonetta McGee, Melvin Wong, Roy Chiao, Phillip Chan, Yuen Wah, Tong Chung-San
Laufzeit der US-Blu: 102:18 Min.
Gesehen am: 11.02.26
Fassungen: Mir lag die US-Blu von Code Red vor = US-Fassung
(in der deutschen Fassung soll es hier und da noch etwas längere Szenen geben)
in Englisch ohne Untertitel, sehr gute Bildqualität, gute Tonqualität,
geschnittene Szenen und Audiokommentar mit Regisseur Leong Po-Chih als Bonus.
Region-All-Disc. Die deutsche DVD von WGF / SchröderMedia ist Uncut (Titel:
Operation Foxbat). Zudem gibt es in HK mind. eine VCD von Vascon Limited / Film
City Distribution. Infos zu Schnittfassung, Audio und Subs sind mir nicht
bekannt. In einem Auktionshaus in HK wird die VCD jedoch relativ teuer
angeboten. Auf YouTube fand ich, so wie es aussieht, ein Upload der VCD. In
Kantonesisch ohne Untertitel.
The Swordsman of All Swordsmen
The Swordsman of All Swordsmen
Story:
Tsai Ying-Chieh (Tien Peng) musste als Kind mit ansehen, wie seine Eltern von mehreren Kämpfern (u.a. Miao Tian) getötet wurden. Nun ist Tien Peng ein junger Mann und sinnt auf Rache. Doch als er auf die Tochter (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) eines Täters (Tsao Chien) trifft und sie ihm das Leben rettet, kommt Tien Peng in ein ethisches Dilemma…
Meine Meinung:
The Swordsman of All Swordsmen ist ein wunderschöner und sehenswerter Wuxia aus dem Jahr 1968. Regisseur Joseph Kuo (The 7 Grandmasters, The Mighty One, Born Invincible) liess sich vom Shaw Brothers Film Come Drink with Me und einigen japanischen Filmen beeinflussen und inspirieren. Der Film gilt als erster Teil der «Tsai Ying-Chieh» Trilogie. Tsai Ying-Chieh wird von Tien Peng gespielt. In den «Fortsetzungen» (The Bravest Revenge, The Ghost Hill) führte Joseph Kuo jedoch nicht mehr Regie.
Die Rache-Geschichte in The Swordsman of All Swordsmen mag auf den ersten Blick wenig originell anmuten, dennoch bietet der Plot und Inhalt am Ende doch etwas mehr Anspruch als andere Filme mit ähnlichen Inhalten. Das liegt vor allem an der Tatsache, dass sich Held Tsai Ying-Chieh im Verlauf des Filmes mit der von Polly Shang-Kuan Ling-Feng gespielten Figur anfreundet und sogar von ihr gerettet wird, nur am Ende festzustellen, dass auch ihr Vater einer der Täter ist, den er jagt. Zudem ist dieser inzwischen blind geworden und geläutert.
Das ethische Dilemma kommt gut zur Geltung. Die schönen Kameraeinstellungen, die stimmungsvollen Settings (das Duell am Strand war eines der Highlights des Filmes) und die überzeugenden Darsteller in den Kampfszenen machen den Film zu einem sehenswerten Sehvergnügen. Tien Peng (The Elimination Pursuit, Sword with the Windbell, The Lost Swordship) macht seine Sache ordentlich und eine damals noch sehr junge Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Zodiac Fighters, Empress Dowager's Agate Vase, A Girl Called Tigress) überzeugt wie auch die herrlich fiesen Bösewichte.
Fazit: Sehenswerter Wuxia!
Infos:
O: Yi Dai Jian Wang
Taiwan 1968
R Joseph Kuo
D: Tien Peng, Miao Tian, Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Tsao Chien
Laufzeit der UK-Blu: 85:45 Min.
Gesehen am: ? / Neusichtung am: 11.02.26
Fassungen: Nach meiner 1. Sichtung (DVD aus Taiwan) war nun
die UK-Blu-Ray von Eureka an der Reihe. Das Set kommt mit Schuber, Karten,
Poster, einem Bonusfilm (Mystery of Chess Boxing) und seinem informativen
Joseph Kuo Interview daher. Der Film ist Uncut, im O-Ton und hat englische
Subs. Die Bild- und Tonqualität sind exzellent (vom taiwanesischen Filminstitut
restauriert). Lief in Deutschland zumindest im Kino (als Der Fünfarmige Tiger).


