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Mittwoch, 4. Februar 2026

The Shadow's Edge

 

The Shadow's Edge

Story:

Um eine Diebesbande (Tony Leung Ka-Fai, Junhui Wen, CiSha, Qiunan Lin, Zhenwei Wang) zu fangen, muss die Polizei in Macau (Melvin Wong, Zifeng Zhang) auf einen pensionierten Cop (Jackie Chan) zurückgreifen…

Meine Meinung:

Auf The Shadow's Edge war ich nicht gespannt und der Film stand auch nicht auf meiner Wunschliste. Jackie Chan (Battle Creek Brawl, City Hunter, Fearless Hyena II) in der Hauptrolle hin oder her. Zudem hat mir ein Kumpel, der den Film 2025 in Malaysia sah, auch vor dem Film (sprich einem möglichen Blu-Ray Kauf) abgeraten. Allgemein bekam der Film jedoch relativ gute Reviews. Just for Fun sah ich mir die Produktion aus Hong Kong und dem Propaganda-Land China an. In wenigen Szenen wurde der Film in Macau gedreht.

Lohnte sich die Sichtung? Nein, nicht wirklich. Abgesehen von drei guten Szenen ist der Film 08/15 Kommerzschund und wenig sehenswert. China-Mainstream-Schrott. Ehrlich gesagt habe ich auch nicht mehr erwartet. Obwohl ich Jackie Chan früher mochte, hebt sein Mitwirken mein Interesse an neuen Filmen nicht mehr an. Er ist zu alt und seine letzte gute Arbeit zu lange her (2017 in The Foreigner). Ich las mehrfach, dass der Film eine Rückkehr des guten alten HK-Kinos sei. Sogar von Old School Vibes war die Rede. Pustekuchen.

Von Old School Vibes zu sprechen, ist vernebelte und eingeschränkte Sichtweise, "befangen" durch Sichtung von zu vielen neuen Filmen. Old School Vibes wäre z.B. ein Film à la Gallants, aber nicht so was wie The Shadow’s Edge. The Shadow’s Edge ist übrigens ein Remake des HK-Filmes Eye in the Sky (auch mit Tony Leung Ka-Fai). Was mir an The Shadow's Edge missfiel? Die Laufzeit ist zu lang, die Kameraführung in vielen Actionszenen schlecht, 90% der Figuren sind 08/15 & uninteressant, einige Effekte sind peinlich (Cop der vom Turm springt), die Musik ist billig & entspricht nicht meinem Geschmack (Hip-Hop), einige Szenen sind aus anderen Filmen geklaut (Die Hard, Old Boy, The Raid) und die jungen Bösewichte sind Luschen à la New Police Story.

Der Film hat nur drei gute Momente: Jackie Chans Kampf in seiner Wohnung mit dem Attentäter, Tony Leung Ka-Fais Kampf à la Old Boy sowie Jackie Chan Vs. Tony Leung Ka-Fai im Finale auf engstem Raum (auf dem "Dachboden" des Shops). Die restlichen Actionmomente zünden nicht und sind nicht wirklich gut. Opi Jackie Chan macht in den genannten Szenen eine gute Figur. Ansonsten wirkt er jedoch sichtlich zu alt, um zu überzeugen. Opi Tony Leung Ka-Fai schwankt zwischen amüsant und unfreiwillig komisch und peinlich. Yu Rongguang (Musa) habe ich nicht bemerkt und Melvin Wong (Above the Law) in einer Nebenrolle zu sehen, war eine nette Überraschung.

Fazit: Lohnt sich nicht!

Infos:

O: Bu Feng Zhui Ying

HK, China 2025

R: Larry Yang

D: Jackie Chan, Tony Leung Ka-Fai, Melvin Wong, Zifeng Zhang, Junhui Wen, CiSha, Qiunan Lin, Zhenwei Wang, Yu Rongguang

Laufzeit der Originalfassung: Ca. 141 Min.

Gesehen am: 04.02.26

Fassungen: Via Stream gesehen = Uncut, O-Ton mit englischen Subs. In Deutschland wurde der Film als Shadow Chase - Im Netz der Diebe veröffentlicht. Uncut, in Deutsch oder im O-Ton mit Untertiteln auf DVD, Blu-Ray oder UHD von Plaion Pictures.

Dienstag, 6. Januar 2026

Musa

Musa

Story:

1375 China zur Zeit der Ming-Dynastie:

Die Han-Chinesen kommen an die Macht. Diplomaten und Soldaten aus Korea wollen den neuen Machthabern ihre Ehre erweisen und machen sich auf den Weg nach Nanking. Doch es gibt Probleme und die Truppe wird ins Exil in die Wüste verbannt. Dort trifft die Truppe auf Mongolen (u.a. Yu Rongguang), die die Chinesen ermorden, die Koreaner aber leben lassen. Später treffen die Überlebenden der Truppe (u.a. Ahn Sung-ki, Jung Woo-sung, Ju Jin-mo) erneut auf Mongolen. Diese haben die chinesische Prinzessin (Zhang Ziyi) in ihrer Gewalt. Die Koreaner planen, diese zu befreien und damit ihr Dasein im Exil aufzuheben…

Meine Meinung:

Musa sah ich seit mind. 20 Jahren oder sogar länger nicht mehr. Irgendwo hatte ich den Film als sehenswert abgespeichert, wusste aber kaum mehr etwas über den südkoreanischen Film von Kim Sung-Soo, von dem ich ansonsten nur einen anderen Film gesehen habe (= Asura: The City of Madness). Musa wurde nun zu Ehren von Ahn Sung-ki aufgefrischt. Ahn Sung-ki ist Anfang 2026 verstorben. Er war ein bekannter Schauspieler in Südkorea und spielte schon seit den 50ern bis 2023 in vielen Produktionen mit.

Ahn Sung-ki (Noryang: Deadly Sea, The Housemaid) spielt nebst Jung Woo-sung (Cobweb), Ju Jin-mo, Yu Rongguang (Mirage, Project S, Iron Monkey) und Zhang Ziyi (The Crossing 2) einer der Hauptrollen. Er spielt den Kämpfer mit dem Pfeilbogen. Musa hat die Neusichtung bestanden. Die Tatsache, dass ich mich vor der Sichtung über den Plot informierte, meine Englischkenntnisse besser sind als vor 20 Jahren und ich auch einige der Schauspieler inzwischen besser kenne (ich wusste z.B. nicht mehr, dass Yu Rongguang hier den bösen General spielt), halfen, dem Film und Plot besser folgen zu können.

In Wahrheit muss ich jedoch anerkennen, dass es kaum einen Plot gibt. Der Film wirkt etwas wie Mad Max: Fury Road und am Ende wie Seven Samurai. Nur besser. Ich bin immer skeptisch, was das südkoreanische Kino angeht. Aber Musa konnte mich absolut überzeugen und ich würde den Film nebst Filmen wie Heaven's Soldiers, I Saw the Devil, A Bittersweet Life, Bedevilled, Old Boy, The Wailing, The Chaser, Memories of Murder oder City of Violence. Von älteren (Kung Fu) Filmen wie Secret Ninja Roaring TigerBlue Butterfly the AmazonThe Uninvited Guest of the Star Ferry oder Rage of the Dragon sprechen wir erst gar nicht.

Musa war episch. Tolle Settings, grandiose Action, übersichtliche Kameraarbeit (zumindest in der komplett unzensierten Fassung inklusive vielen Zeitlupenaufnahmen), kaum Humor (grosses Plus), trotz der stolzen Laufzeit von über 2h kaum Längen, starke Musik und blutige Kämpfe machen den Film zu einem Genuss. Und Yu Rongguang als mongolischer General war stark. Als Fan des HK-Kinos sah ich ihn oft (in HK-Produktionen) und hatte daher Freude, ihn in dem Film zu sehen. Tierfreunde werden an den unzähligen Pferdestürzen keine Freude haben. Am schwächsten war Zhang Ziyi mit Steven Seagal-Fresse. Das war ein kommerzieller Entscheid sie im Film zu haben, da sie dazumal in anderen Filmen erfolgreich war (Crouching Tiger, Hidden Dragon, Hero).

Fazit: Einer der besten südkoreanischen Filme!

Infos:

O: Musa

Südkorea, China 2001

R: Kim Sung-Soo

D: Ahn Sung-ki, Zhang Ziyi, Jung Woo-sung, Park Jeong-hak, Ju Jin-mo, Yu Rongguang

Laufzeit der südkoreanischen DVD: 157:40 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 06.01.26

Fassungen: Mir lag die südkoreanische DVD (die Special Edition mit zwei Discs) von CJ Entertainment vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. In vielen Ländern ist nur eine verkürzte internationale Version verfügbar. In Deutschland ist der Film auch Uncut auf DVD erhältlich. Es scheint noch keine Blu-Ray zu geben (Stand: Jan. 2026).

Donnerstag, 7. März 2024

18 Shaolin Golden Boys

18 Shaolin Golden Boys

Story:

Rocky (Willie Chi Tin-Sang) aus San Francisco begibt sich nach China in ein Shaolin Kloster. Dort hilft er, Kinder zu trainieren und das Kloster vor Gangstern (Yu Rongguang, Billy Chow) zu schützen, die es auf eine Statue des Klosters abgesehen haben…

Meine Meinung:

18 Shaolin Golden Boys hat mir mehr Spass bereitet als erwartet. Der Plot ist simpel, der Unterhaltungswert gross, das Tempo hoch. Es handelt sich um eine 1996er HK-Kung-Fu-Komödie, die in den USA, San Francisco beginnt. Da steht Rocky einer asiatischen Kellnerin bei, die von Gweilos belästigt wird. Schon kurze Zeit später geht es nach China in den Shaolin-Tempel.

Der Film bietet starke Action-Szenen im Wechsel mit doofem Klamauk und Humor, in welchem auch Kuhmilch, Kot eines Huhns (und einer Kuh) und Kinderurin nicht fehlen dürfen. Die Action-Anteile dominieren aber klar. Der mir unbekannte Willie Chi Tin-Sang macht in den von Fung Hak-On (The Godfather’s Daughter Mafia Blues) choreographierten Kämpfen eine tolle Figur. Auch seine Feinde überzeugen. Am meisten kämpfen Billy Chow (Tough Beauty and the Sloppy Slop) und die Frau der Bösewichte - welche in den Datenbanken leider nicht Mal geistert wird.

Billy Chow sehe ich als Bösewicht immer gerne. Held Willie Chi Tin-Sang ist, was ich erst jetzt beim Recherchieren herausgefunden habe, der Wong Fei Hung aus Ringo Lams sehenswertem Film Burning Paradise. Umso unverständlicher, dass er keine grössere Karriere hinlegte, weil er es körperlich definitiv draufhat und in den Kampfszenen überzeugt. So auch in 18 Shaolin Golden Boys. Sehr agil, sehr sympathisch, sehr beweglich, sehr akrobatisch. Yu Rongguang (Mirage), den ich als Bösewicht auch mag, bekommt leider kaum Kampfszenen ab.

In einer Nebenrolle ist noch CAT. III Psycho William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness) zu sehen und Shing Fui-On (Who’s Killer) darf einen amüsanten Gastauftritt hinlegen. Die Kampfszenen sind rasant, spektakulär und schön choreographiert worden. Es wird mit oder ohne Waffen gekämpft. Natürlich auch viel mit Wirework. Aber nicht störend eingesetzt. Im Finale gibt es sogar Stunts, Explosionen und blutige Shoot-Outs zu sehen. Held Rocky muss, um in den Tempel aufgenommen zu werden, eine Art Prüfung hinlegen. Diese Prüfungen in diversen Kammern sind auch unterhaltsam und fantasievoll anzusehen.

Fazit: Für 90er Jahre HK-Filmfans zu empfehlen!

Infos:

O: Gu huo qi bing zhi bing xian zhe

HK 1996

R: Do Wai-Daat

D: Willie Chi Tin-Sang, Yu Rongguang, Billy Chow, Cherie Chan Siu-Ha, Shing Fui-On, William Ho Ka-Kui

Laufzeit der indonesischen LD: ?

Gesehen am: 21.01.24

Fassungen: Mir lag die indonesische Laserdisc vor = Keine Labelangabe, sehr gute Bildqualität, nur Mandarin Ton (O-Ton wäre Kantonesisch), feste englische und chinesische Subs. In Malaysia gibt es eine DVD, scheinbar im O-Ton mit u.a. englischen Subs. Alternativen: HK VCD von Universe. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Jan. 2024).

Samstag, 11. Juni 2022

New Police Story Review

New Police Story

Story:

 

Die HKer Polizei und Co. (Jackie Chan, Nicholas Tse, Charlene Choi, Yu Rong-Guang) bekämpft eine Gangster-Bande (Daniel Wu, Andy On Chi-Kit, Coco Chiang Yi, Hayama Hiro, Terence Yin Chi-Wai), die sich auf Raub und das Töten von Polizisten spezialisiert hat…

 

Meine Meinung:

 

Was Filmebewertungen angehen, gerade bei HK Filmen ab 2000, bin ich strenger geworden. So erstaunt es mich nicht, dass New Police Story, der 5. Teil der Police Story Reihe, aus der Sammlung fliegt. Ich zählte in allem drei gute Szenen in 122 Minuten: die Bar-Kämpfe, die Szene mit dem Doppeldecker-Bus (war wirklich cool) und der Kampf im Finale (Lego-Land). Das war es dann aber leider auch schon.

 

Das grösste Hauptproblem des Filmes: die zu übertriebenen, zu dramatischen, zu kitschigen melodramatischen Sequenzen auf Soap-Opera Niveau. Zum Kotzen. Ich musste mehrfach spulen. Der Film fängt da bereits negativ an (Jackie Chan, der Alkoholiker) und es gibt noch etliche solche Szenen. So was will ich in einem Jackie Chan (Police Story, Police Story 2, Police Story 3, First Strike) Action-Film nicht sehen.

 

Der Film wirkt zudem zu kommerziell d.h. wie ein 08/15 US-Actionfilm. Leider kann das Benny Chan (Raging Fire) gut und zu der Zeit hat er einige solche Filme rausgehauen (Invisible Target, Rob-B-Hood, Connected, City Under Siege, Shaolin). Da war es klar, dass man einen solchen Namen holt, der dazumal erfolgreich war. Und Jackie Chan hat die Fans noch immer ins Kino gelockt.

 

Leider können die meisten Action- und Stunt-Szenen im Film nur wenig überzeugen. Spektakel sieht anders aus. Kampfszenen gibt es fast keine. Dafür versucht der Film, nebst Dramatik, auch Härter als die Vorgänger zu sein. D.h. hier und da gibt es Tote oder blutige Shoot-Outs (wobei nicht auf dem Niveau und Ausmass wie zum früheren HK-Kino). Die Musik war leider billig.

 

Der Plot ist schwach, die Beweggründe werden kaum erläutert und interessieren aber auch nicht, da die Dramatik höllisch nervt und die Figurenzeichnung durch die Bank schlecht ist. Jackie Chan wirkt alt, Nicholas Tse (Dragon Tiger Gate) nervt total, Charlene Choi sieht magersüchtig aus, Ken Los (The Holy Virgin Versus the Evil Dead) Part ist einmal mehr Potenzialverschwendung und die Bösewichte waren schwach, lächerlich, nervend und unglaubwürdig. Nur Yu Rong-Guang (Project S, My Father Is a Hero) war ok und der Gastauftritt von John Shum (Pedicab Driver, Police Assassins) gilt es zu würdigen!

 

Wer Actionfilme aus Hollywood mag, kann einen Blick riskieren (Jackie Chan Fans schauen den sowieso), aber mit dem alten HK-Kino hat New Police Story wenig zu tun...

 

Gefolgt von: Police Story 2013

 

Infos:

 

O: San Ging Chaat Goo Si

 

HK 2004

 

R: Benny Chan

 

D: Jackie Chan, Nicholas Tse, Daniel Wu, Charlene Choi, Andy On Chi-Kit, Yu Rong-Guang, Hayama Hiro, Terence Yin Chi-Wai, Charlie Yeung, Dave Wong Kit, Ken Lo, John Shum

 

Laufzeit der HK-DVD: 122:41 Min.

 

Neusichtung am: 09.05.22

 

Fassungen: Mir lag die Limited Edition aus HK vor (DVD von Joy Sales) in Spezial-Verpackung als Doppel DVD mit Gimmicks = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Ist in Deutschland von 3L auf Blu-Ray raus (Uncut in Deutsch/Kantonesisch mit deutschen Subs).

Sonntag, 15. Mai 2022

My Father Is a Hero Review

My Father Is a Hero

Story:

 

Festland-Undercover-Cop Gung Wai (Jet Li) nistet sich in Hong Kong in einer Gangsterbande (Blacky Ko, Yu Rong-Guang, Ken Lo, Collin Chou, ) ein, um diese zu schnappen. Derweil findet die HKer Polizei (Anita Mui) Gungs Sohn (Xie Miao) aus China und reist mit diesem nach Hong Kong, was auch die Gangster bald merken…

 

Meine Meinung:

 

My Father Is a Hero, eine Mitte der 90er Jahre Corey Yuen (Above the Law) und Jet Li (The Last Hero in China) Zusammenarbeit, hat die Neusichtung nicht bestanden und fliegt aus der Sammlung (und befindet sich schon auf dem Postweg nach Deutschland). Jet Li spielt hier erneut an der Seite des chinesischen Jungen Xie Miao (standen bereits in The New Legend of Shaolin zusammen vor der Kamera).

 

Warum mir der Film nicht gefiel? Die Hauptgründe sind die total nervenden melodramatischen Szenen/Gesülze, die einen grossen Teil der Story ausmachen.  Kaum zum Aushalten. Betrifft Jet Lis Film Sohn oder dessen kranke, sterbende Ehefrau. Viel Drama. Viel Kitsch. Viel Längen. Ging mir auf den Wecker.

 

Der zweite Hauptgrund war die Figurenzeichnung: das Overacting von Yu Rong-Guang (Project S), der im ganzen Film über mit weissen Handschuhen und Sonnenbrille zu sehen ist nervt ebenso wie der Comic-Charakter von Blacky Ko (Der Silberspeer der Shaolin). Schade um deren Potenzial. Und wo wir schon bei Potenzialverschwendung sind: die zwei Kicker Ken Lo (King of the Sea) und Collin Chou (Flash Point) werden in ihren Rollen total verschenkt. Schade.

 

Jet Li hingegen war stark, vor allem in den Action-Szenen. Anita Mui (Lucky Diamond) war auch absolut solide und die Kampfszenen von Xie Miao waren auch sehenswert. Regisseur Corey Yuen legt auch einen Cameo-Auftritt als Kellner hin. Das sichtbare Speed-Up in den Kampfszenen (Finale) fand ich doof. Die Action-Szenen (Martial Arts, Shoot-Outs) sind abgesehen davon sind gut wie auch die Stunts (LWK).  Das beste am Film war die Szene von Jet Li Vs. die Hunde, was musste ich da lachen!

 

Fazit: Geschmackssache. Jet Li Fans riskieren einen Blick, mir gefiel der Film aus oben genannten Gründen zu wenig, um in der Sammlung zu bleiben.

 

Infos:

 

O: Kap Ba Ba Dik Sun

 

HK 1995

 

R: Corey Yuen

 

D: Jet Li, Anita Mui, Xie Miao, Blacky Ko, Yu Rong-Guang, Ken Lo, Collin Chou, Corey Yuen,

 

Laufzeit der HK-DVD: 104:08 Min.

 

Neusichtung am: 06.04.22

 

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Mei Ah vor = Schuber, O-Ton, englische Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutschen Fassungen sind alle zensiert und nicht zu empfehlen (die deutsche Blu-Ray soll schlechte Qualität haben und keine Subs zum O-Ton). In Hong Kong ist der Film inzwischen auch auf Blu-Ray raus. Die Fassungen aus Taiwan bieten zwei (uninteressante) Szenen mehr und die HK-LD enthält auch eine Handlungsszene mehr, die sonst überall fehlt.

Montag, 27. September 2021

The Myth Review

The Myth

Story:

 

Archäologe Jack (Jackie Chan) und Co. (Tony Leung Ka-Fai) suchen in Dasar nach einem magischen Schwert, was den örtlichen Behörden nicht gefällt. Sie werden aber von Einheimischen (Mallika Sherawat) gerettet.  Jack ist die Wiedergeburt eines früheren Generals und seine Vergangenheit holt ihn bei dieser abenteuerlichen «Schatzsuche» heim…

 

Meine Meinung:

 

The Myth, ein Mix aus Action, Komödie, Abenteuer-, Historien- und Kostümfilm von Stanley Tong (China Strike Force, Project S) aus dem Jahre 2005 hat die Neusichtung nicht mehr bestanden. Die Hong Kong Produktion mit Jackie Chan (Wooden Man) fliegt aus der Sammlung und wurde bereits verkauft.

 

Stanley Tong, der früher richtig gute Filme realisiert hat (Stone Age Warriors), zeigte sich für diesen Schund verantwortlich. Wer neuere Zusammenarbeiten zwischen Stanley Tong und Jackie Chan kennt (z.B. Kung Fu Yoga) weiss, was ihn in die The Myth erwartet:

 

Mässige Action, uninteressante Figuren, keine Stimmung, doofer Humor, Längen und vor allem peinliche Spezialeffekte! All das, was zu 90% aus dem neuen Kino aus China kommt hat Stanley Tong schon 2005 in The Myth eingesetzt. Und auch der neuste Streich von Stanley Tong mit Jackie Chan sieht diesbezüglich (CGI Effekte) grauenhaft aus (Vanguard, China 2020).

 

Jackie Chan selbst kann The Myth nicht retten. Tony Leung Ka-Fai (People’s Hero) nervt auch eher und Yu Rong-Guang (Rock N'Roll Cop) sowie Ken Lo (Cheetah on Fire) werden total verschenkt in ihren Neben- und Kurzrollen. Auch Yuen Tak (Hero), der auch an der Action im Film mitwirkte, überzeugt werden in seinem Gastauftritt, noch mit seiner Action-Choreographie. Enttäuschend. Das einzig gute war die Inderin Mallika Sherawat in ihrer Nebenrolle. Sie bringt etwas Flair und Exotik in den Film und sie ist auch in der besten Szene des Filmes zu sehen: das klebrige Förderband! Nur dort funktionieren Humor und Choreographie à la Jackie Chan!

 

Der Plot ist uninteressant und erinnert an den Jet Li Film Dr. Wai in the Scriptures with No Words. Das ewig hin- und her zappen zwischen den Zeit-Geschichten stört den Filmfluss enorm und nervt wie auch das Schauspiel des Bösewichts oder der Koreanerin Kim Hee-Sun. Die Love-Story und vor allem die Musik sind einfach nur zum Kotzen. Und eben: die vielen miesen CGI Effekte waren mehr als einmal eine absolute Beleidigung für das Auge. Da wünschte man sich, blind zu sein!

 

Fazit: Schrecklicher Film und nur für ultimative Jackie Chan Fans zu empfehlen die alles von ihrem Idol sammeln, unabhängig von der Qualität!

 

Infos:

 

HK 2005

 

O: San Wa

 

R: Stanley Tong

 

D: Jackie Chan, Tony Leung Ka-Fai, Kim Hee-Sun, Mallika Sherawat, Yu Rong-Guang, Sun Zhou, Ken Lo, Yuen Tak

 

Laufzeit der HK-DVD: 113:37 Min.

 

Neusichtung am: 21.07.21

 

Fassungen: Mir lag die limitierte HK-DVD-Box mit Schnickschnack und DTS Ton (nur DTS Ton) aus Hong Kong von Joy Sales vor. Bild- und Tonqualität sind sehr gut. O-Ton und englische Subs vorhanden. Der Film ist inzwischen auch in Deutschland raus (als Der Mythos von Splendid).