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Samstag, 20. Juni 2026

The Death of Robin Hood

 

The Death of Robin Hood

Story:

Robin Hood (Hugh Jackman) hat eine blutige Vergangenheit voller Diebstähle und Morde zu verzeichnen. Aktuell hilft er seinem Freund Edward (Bill Skarsgård) dabei, seine Ehefrau (Katie Breen) aus den Fängen von Dritten zu befreien, was in späteren Etappen in einem Blutbad endet. Robin Hood wird dabei schwer verletzt und von Edward auf eine Insel gebracht, auf welcher Sister Brigid (Jodie Comer) Menschen heilt und pflegt. Als Robin Hood später erfährt, dass Edward getötet wurde und dessen Tochter (Faith Delaney) und ein möglicher Feind (Noah Jupe) auf der Insel auftauchen, ändert sich alles...

Meine Meinung:

The Death of Robin Hood ging ich relativ erwartungslos und fast ohne Vorwissen schauen. Ein Freund hat mich vor einigen Wochen indirekt auf den Film aufmerksam gemacht. Ich wusste nur, so im Halbwissen, dass es sich um einen neuen A24 Film handelt. Die haben zuletzt ja wieder einige interessante Titel auf die Leinwand gezaubert (z.B. Backrooms, Undertone oder Bring Her Back). The Death of Robin Hood, der eine gänzlich neue Variation von Robin Hood erzählt (als Art Antiheld), ist jedoch ein aufgekaufter A24-Film und keine reine A24-Produktion. Das macht der Qualität aber nicht aus.

The Death of Robin Hood ist definitiv, trotz Namen wie Hugh Jackman (ihn kenne ich nur aus einem Film) und Bill Skarsgård (Barbarian, Locked, It), kein Mainstream-Film geworden und obwohl es sich «nur» um eine amerikanische Produktion handelt, wurde der Film vor Ort in Irland (und England) gedreht. Und zwar in 35mm. Wo der Film punktet, sind die Drehorte, Settings und Aufnahmen. Der Film hat eine ganz eigne, neblige Stimmung (fast etwas à la Conquest), die dem düsteren und tragischen Setting toll zu stehen bekommt. Auch diverse Gesänge und Lieder passen hervorragend dazu und der Cast macht seinen Job hervorragend.

Es war interessant, Mal eine etwas andere Robin Hood Variante zu sehen. Die erste Hälfte des Filmes ist die mit Action, Gewalt, Blut und Schlamm, auch wenn in der Hinsicht in diversen Reviews, was den Gewaltgrad angeht, übertrieben wird. Nebst Nebel ist der Film in den Szenen auch sehr dunkel, was die Momente aber stimmungsvoll werden lässt. Die zweite Filmhälfte ist dann die ruhige, in der sich der Plot, dessen Verlauf und die Charaktere entfalten und vertiefen können. Es gibt interessante Wendungen, auch wenn das Ende selbst dann vorhersehbar (aber trotzdem gut und intensiv) war.

Fazit: Ein nicht uninteressanter Film, der perfekt ins A24-programm passt!

Infos:

O: The Death of Robin Hood

USA 2026

R: Michael Sarnoski

D: Hugh Jackman, Katie Breen, Bill Skarsgård, Jodie Comer, Faith Delaney, Murray Bartlett, Noah Jupe

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 123 Min.

Gesehen am: 20.06.26

Fassungen: Im Kino gesehen ab 16/14 = Uncut, O-Ton mit deutschen Subs. Soll am 25.09.26 in Deutschland auf DVD und Blu-Ray erscheinen.

Sonntag, 28. September 2025

Fitzcarraldo Review

Fitzcarraldo

Story:

Fitzcarraldo (Klaus Kinski) plant, im Dschungel eine Oper aufzuführen. Er wird von seinem Umfeld (Claudia Cardinale) unterstützt. Mit einer Crew (u.a. José Lewgoy, Paul Hittscher, Huerequeque Enrique Bohorquez, Miguel Ángel Fuentes) und einem Schiff macht er sich auf den gefährlichen Weg, seinen Traum zu verwirklichen…

Meine Meinung:

Vierte von fünf Zusammenarbeiten zwischen Regisseur Werner Herzog, einem Arthouse Regisseur, sowie Klaus Kinski (Crawlspace, Nosferatu in Venedig, Death Smiles on a Murderer). Beide verband eine Art Hassliebe. Die Filme wurden, auch im Ausland, zu grossen Erfolgen. Fitzcarraldo wurde zu Ehren von Claudia Cardinale, von der ich vom Kollegen noch weitere Filme empfohlen bekommen habe (Der Tag der Eule, Die Rache der Camorra, Der Aufstieg des Paten, Gewalt und Leidenschaft, Kennwort: Salamander), geschaut, welche vor einigen Tagen verstorben ist.

Von den ganzen Werner Herzog und Klaus Kinski Zusammenarbeiten hatte ich Fitzcarraldo als interessantesten Beitrag abgespeichert. Die bisher letzte und einzige Sichtung ist fast 20 Jahre her. Fitzcarraldo ist auch nach der 2. Sichtung ein nicht uninteressanter, ungewöhnlicher und auch mutiger Film. Der Film, an dem mehr als ein Jahr und unter schwersten und gefährlichen Bedingungen gedreht wurde, sollten sich Fans von Klaus Kinski nicht entgehen lassen. Claudia Cardinale kommt vor allem im ¼ und dann am Ende wieder vor. Sie ist jedoch während der Reise nicht anwesend.

Klaus Kinski hat das, wie auch der restliche Cast, fantastisch gespielt. Einfach ein wunderbarer Schauspieler. Absolut vielfältig. Es wurden auch echte Eingeborene für die Produktion gebraucht und Unmengen an Urwald abgeholzt (etwas, was vor allem junge Menschen in der Datenbank Letterboxd massiv kritisieren und gegen weisse, alte Männer hetzen). Eine Szene, in der die Eingeborenen die Neuankömmlinge mustern erinnerte mich leicht an Cannibal Holocaust, in der Robert Kerman von den (weiblichen) Stammesangehörigen «empfangen» und «untersucht» wird.

Der Film wirkt phasenweise mehr wie eine Doku, statt ein echter Spielfilm. Teilweise mutet der Film wie ein surrealer Traum an.  Der Aufwand, der betrieben wurde, ist eindrücklich. Der Grössenwahn von Fitzcarraldo kommt gut zur Geltung und übertragt sich auf den Zuschauer. Der Film entwickelt einen Sog, dem sich der Zuschauer nur schwer entziehen kann. Ich hatte das Ende jedoch falsch im Kopf. Ich dachte, es gäbe kein «Happy End». Daher war ich etwas enttäuscht, als es eines gab. Nach einer Nacht darüber schlafen, gefiel mir das Ende dann doch relativ gut. Es motiviert, auch an schier unmögliche Träume zu glauben. Das ist eigentlich eine schöne Metapher. Dennoch ist der Film mit seiner stolzen Laufzeit von ca. 150 Minuten zu lang geraten. Es gibt auch definitiv Längen.

Fazit: Ein interessantes Stück Filmgeschichte!

Infos:

O: Fitzcarraldo

Deutschland 1982

R: Werner Herzog

D: Klaus Kinski, Claudia Cardinale, José Lewgoy, Paul Hittscher, Huerequeque Enrique Bohorquez, Miguel Ángel Fuentes

Laufzeit der deutschen DVD: 150:45 Min.

Gesehen am: Sept. 2008 / Neusichtung am: 24.09.25

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD-Box (= Klaus Kinski Werner Herzig Exklusiv Edition) von Arthouse/Kinowelt = Uncut, Deutsch/Englisch (gute deutsche Synchro), keine Untertitel, solide Bild- und Tonqualität (speziell die Bildqualität hat Luft nach oben, entspricht nicht mehr heutigen Standards). Dem Set liegt eine Doku bei (Die Last der Träume). Den Film gibt es in der Zwischenzeit vom gleichen Label auch auf Blu-Ray.

Donnerstag, 11. September 2025

Im Schatten des Kilimandscharo Review

Im Schatten des Kilimandscharo

Story:

Aufgrund einer langanhaltenden Dürre tun sich Paviane zusammen und greifen Menschen auf der Suche nach Nahrung und Fleisch an. Eine Gruppe aus Überlebenden (u.a. John Rhys-Davies) versuchen zu überleben…

Meine Meinung:

Im Schatten des Kilimandscharo ist ein Mitte der 80er Jahre Tierhorrorfilm im Afrika/Affen-Setting. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und eine der Hauptrollen spielt der spätere Der Herr der Ringe Star John Rhys-Davies. Ich bekam den Film geschenkt. Ansonsten hätte der Film wohl nie meine Wege gekreuzt. Der Film, auch vor Ort in Kenia gedreht, ist solide. Leider ist das nicht der Fall, was die DVD-Fassung betrifft (mehr dazu unter Fassungen).

In einer würdigen Fassung wäre der Film ggf. sogar für die Sammlung geeignet. Aber nicht in dieser Form. Der Film ist alles in allem kurzweilig, unterhaltsam und nicht uninteressant. Der Film erinnert an andere Tierhorrorfilme, in denen sich Tiere zusammentun, um für Angst und Schrecken zu sorgen (Ameisen, Piranhas, Hunde, Katzen, Vögel…). Hier sind es Paviane. Die Aufnahmen der angreifenden Paviane, vor allem die Zeitlupenszenen, sind eindrücklich inszeniert.

Auch die direkten Angriffe sind toll getrickst. Ein Mix aus echten Affen und in Close-Ups ggf. auch Effekte und Requisiten/Puppen. Auch das ein oder andere blutige Detail gibt es zu sehen (bzw. in der deutschen Fassung eben nicht zu sehen). Der Film ist sehr solide, gut gemacht und durch die Drehorte vor realem Ort (Kenia) gelingt es dem Film, eine intensive und authentische Grundstimmung zu generieren. Die Figuren sind solide gespielt, wie der Zuschauer, dass von dieser Art Film auch erwarten darf.

Fazit: Tierhorrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: In the Shadow of Kilimanjaro

Kenia, UK 1986

R: Raju Patel

D: John Rhys-Davies, Timothy Bottoms, Irene Miracle, Michele Carey, Leonard Trolley, Patty Foley

Laufzeit der deutschen DVD: 92:17 Min.

Gesehen am: 12.06.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Maritim Pictures / Cargo Records = Mediabook mit Booklet und Bonusfilm (Jurassic Shark 2). Die DVD ist leider zensiert. Es fehlt eine Szene. Die Bildqualität ist nicht wirklich toll. Da wurde wohl einfach eine VHS kopiert. Eine deutsche Uncut-Fassung gibt es nicht. Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Juni 2025).

Montag, 14. Juli 2025

Edge of the Knife

Edge of the Knife

Story:

Zwei Familien treffen sich zur jährlichen Zusammenkunft. Es wird gekocht, gefeiert und gearbeitet. Es werden Lebensmittel für den Winter zusammengetragen. Adiits’ii zieht an einem Morgen mit seinem Neffen zu einem Abenteuer los. Es zieht ein Sturm auf und der Junge stirbt. Adiits’ii flieht in den Dschungel, während die Familie des Jungen die Rückreise antritt. Adiits’ii verwandelt sich in der Natur zu Gaagiixid. Als dies später die Angehörigen erfahren versuchen sie, den Gaagiixid zu fangen und Adiits’ii von diesem Fluch zu befreien…

Meine Meinung:

Die All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2 Box von Severin Films bietet viele unbekannte Filme, die darauf warten, entdeckt zu werden (z.B. den bereits besprochenen The Enchanted). Edge of the Knife ist ein kanadischer Film über das Haida Volk und der erste Film, der in dessen Sprache gedreht wurde. Vor allem auf der Inselgruppe Haida Gwaii waren diese kanadischen Indianer aktiv. Der Film spielt auch auf dieser Inselgruppe. Heute gibt es nur noch eine Handvoll Menschen, die diese Sprache sprechen.

Das macht den Film allein aus diesen Tatsachen nicht uninteressant. Der Film wirkt zwar sehr authentisch (Haida Gwaii Setting), wirkt aber oft mehr wie eine Dokumentation als ein echter Spielfilm. Eine "Doku", der das einfache Leben des damaligen Volkes zeigt. Viele Szenen sind relativ belanglos, auch wenn aus einem anderen Aspekt betrachtet interessant. Es kommen übernatürliche Themen (Der Film erzählt von der Legende um den Gaagiixid) dazu, aber im Grossen und Ganzen gibt es davon zu wenig Szenen, was schade ist. Ich hätte mir mehr Szenen mit dem Gaagiixid gewünscht. Und auch mehr Hintergrundinfos. Der Film hätte auch gerne stimmungsvoller sein dürfen.

Abgesehen davon ist der Film für das Budget beachtlich inszeniert, toll gefilmt und stark gespielt. Der Plot nimmt sich Zeit. Der Film versucht, Stimmung aufzubauen und den Zuschauer in eine eigene, mysteriöse und ihm fremde Welt zu entführen. Auch aus Sicht der Trauerphasen ist der Film nicht uninteressant: wie dieses fremde Volk trauert und mit Verlust und Tod umgeht. Das ist immer etwas Spannendes, vor allem im Vergleich zu unseren westlichen Methoden. Auch als Pfleger, der oft trauernden Menschen begegnet, fand ich diesen Aspekt interessant. 

Fazit: Für eine einmalige Sichtung absolut ok!

Infos:

O: Edge of the Knife

Kanada 2018

R: Gwaii Edenshaw, Helen Haig-Brown

D: Willy Russ, Adeana Young, Brandon Kallio

Laufzeit der US-Blu: Ca. 101 Min.

Gesehen am: 18.04.25

Fassungen: Gesehen via All The Haunts Be Ours: A Compendium of Folk Horror Vol. 2. Von Severin Films. Das US-Label bietet den Film im O-Ton mit englischen Subs, Uncut und die Bild- und Tonqualität ist hervorragend. Als Extras gibt es zwei Kurzfilme, ein Making of und einen Audiokommentar. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025).

Mittwoch, 18. Dezember 2024

The Broken Chain

The Broken Chain

Story:

Basiert auf wahren Tatsachen und zeigt den Irokesen Kämpfer Thayendanegea (oder Joseph Brant, gespielt durch Eric Schweig) während des Franzosen- und Indianerkrieg (1754-1763) sowie während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1775-1783), inmitten von diversen Fronten. Einerseits ist da sein Englischer Mentor, Sir William Johnson (Pierce Brosnan), von dem er viel gelernt hat. Auf der anderen Seite sein Freund aus Kindheitstagen, Lohaheo (J.C. White Shirt), der jedoch mit den Weissen und deren Lehren nichts zu tun haben will, mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

The Broken Chain kam nur durch Zufall in meinen Besitz. Ansonsten hätte ich mir den Film nicht angesehen und bis zu dem Zeitpunkt hatte ich davon auch noch nie was gehört. Ich kaufe für einen Kollegen eine Laserdisc eines indonesischen Filmes aus Hong Kong. Sprich eine Laserdisc aus Hong Kong. Diese wurde in einem Auktionshaus in Hong Kong angeboten. Es waren noch zwei weitere Laserdiscs bei dem Angebot gelistet: Rocky und The Broken Chain. Beides Filme, die mich nicht interessiert haben. Der Preis war aber so billig, dass ich zuschlug. Und ich wusste beim Kauf nicht, ob ich nur eine oder gleich alle drei Scheiben bekommen würde.

Bei The Broken Chain handelt es sich um einen Film, der auf wahren Begebenheiten beruht. Die dargestellten Figuren hat es gegeben. Ob alles jedoch 100% korrekt dargestellt wird, ist mir nicht bekannt. Es handelt sich bei The Broken Chain um einen TV-Film für den Sender TNT. Und mitten drin befindet sich Hollywood-Star Pierce Brosnan (The Foreigner, Nomads). Der macht das solide. Der restliche Cast passt, da indianischer Abstammung. Der Film erinnert leicht an John Woo, wenn aus zwei Freunden quasi Feinde werden. Der Inhalt ist sozialkritisch.

Nebst der Tatsache, dass die zwei Indianer, gespielt von Eric Schweig und J.C. White Shirt unterschiedliche Ansichten haben, geht es natürlich auch um eine Love-Story und um eine Frau. Der Inhalt überlagert viele Jahre und die Figuren und deren Wandel werden glaubhaft dargestellt. Für einen TV-Film sah das ganze auch ok und aufwändig aus. Jedoch ist der Plot dennoch relativ lahm und unspektakulär. Auch grössere Effekte sollte man in den Schlachten nicht erwarten. Ich glaube es gab eine blutige Szene mit einer Axt, und damit hat es sich schon.

Fazit: Wenn ich wissen möchte, was für die Indianer der Anfang vom Ende war, lese ich lieber Franzobels Die Eroberung Amerikas = unterhaltsamer!

Infos:

O: The Broken Chain

USA 1993

R: Lamont Johnson

D: Pierce Brosnan, Eric Schweig, Buffy Sainte-Marie, Wes Studi, Michael Abrams, J.C. White Shirt

Laufzeit der HK-LD: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 08.11.24

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Eagle Entertainment Copr. vor = Englisch mit chinesischen Subs, gute Bild- und Tonqualität, k.A. ob Uncut. Gibt es in Deutschland auf DVD (Uncut, Deutsch/Englisch, keine Subs). Es scheint keine Blu-Ray zu geben (Stand: Nov. 2024).

Dienstag, 23. August 2022

The Revenant Review

The Revenant 

Story:

 

1823 zukünftiges Louisiana:

 

Fallensteller und Pelztier-Jäger Glass (Leonardo DiCaprio) führt zusammen mit seinem Sohn einen Trupp von Pelzjägern durch die gefahrenvolle, teils unbekannte Wildnis, in der Kälte, Schnee, Tiere (Bären) oder primitive Völker (Indianer) lauern. Es kommt, wie es kommen muss: Glass wird von einem Bären halb getötet und schwer verletzt. Dies bringt die ganze Gruppe in Gefahr. Man beschliesst, Glass mit drei Männern (darunter Tom Hardy) zum Sterben zurückzulassen und zieht weiter. Fitzgerald (besagter Tom Hardy) dreht jedoch durch und begräbt Glass bei lebendigem Leib, tötet einen der Kameraden und zwingt den noch übrig gebliebenen (Will Poulter) zur Mithilfe. Doch Glass, für tot gehalten, kann sich retten und hat nur noch einen Gedanken: Rache!

 

Meine Meinung:

 

The Revenant war auch einer dieser Filme, die ich, wohl ohne den Flug nach New York, nie gesehen hätte. Von den drei Filmen, welche ich auf meiner Reise in die USA guckte, war The Revenant der beste und sogar so interessant, dass ich mir vorstellen kann, den Film in die Sammlung zu stellen, damit ich den auch auf dem grosse TV-Bildschirm geniessen kann. Für andere potenziell interessante Filme reichte die Zeit nicht aus (z.B. Blood Diamond).

 

The Revenant ist vielleicht einen Tick zu lang und der Film brauchte eine gewisse Zeit, bis er mich gepackt und gefesselt hat, aber danach hat The Revenant prächtig unterhalten. Das Setting ist toll, die Aufnahmen wunderschön, der Film optisch schick und die Naturaufnahmen sind der Wahnsinn. Definitiv ein Film für die grosse Leinwand. Ein ruhiger Film, der auch oft wortkarg wirkt und mehr durch seine Bilder gefällt und erzählt, statt via Dialoge.

 

Auf den Punkt gebracht handelt es sich am Ende um eine typische Rache-Story. Ein richtiger Männerfilm. Leonardo DiCaprio (Critters 3) spielte stark. Er trägt den Film, auch wenn der restliche Cast um Namen wie Will Poulter (Midsommar), Domhnall Gleeson (Mother!) oder Mad Max: Fury Road Star Tom Hardy (gar nicht gewusst, dass er mitspielt und erst jetzt beim Schreiben der Review gesehen!!!) ebenso gefallen und in ihren Rollen überzeugen. Tom Hardy spielt quasi den Endgegner von DiCaprio.

 

Der Film bietet nebst vielen ruhigen, schon fast traumähnlichen, surrealistischen und hypnotischen Bildern Action in Form von Angriffen (Indianer), Verfolgungsjagden und besagte Szene mit dem Bären, in der Leonardo DiCaprios Figur fast mit dem Leben bezahlt. Über die Szene wurde oft berichtet. Für mich war die Szene gehyped. Zwar wurde der Bär aus CGI und Animatronics verwirklicht, dennoch fand ich es nicht real und nebenbei auch unglaubwürdig, dass er das überlebt hat. Aber hey, The Revenant ist ein Film und nichts weiter, da sollte man auch nicht immer nach Realismus suchen…

 

Auch der Gewaltgrad ist definitiv nicht so hoch, wie im Vorfeld zu lesen war. Der Film, der mich stellenweise auch an Filme wie Castigata - Die Gezüchtigte (Pferd-Szene), Pelts (Pelze) oder Ravenous - Friss oder stirb (Schnee, Sprung in Tiefe/Stunt) erinnerte, braucht dies aber auch nicht, um zu überzeugen. Zwar empfinde ich auch Regisseur Alejandro G. Iñárritu als zu gehypt (nach seinem Birdman or (The Unexpected Virtue of Ignorance), aber was The Revenant angeht hat er ein feines Händchen beweisen und einen durch und durch schönen Film geschaffen, wofür das Kino schlussendlich auch für erfunden wurde!

 

Fazit: Gespannt auf eine zukünftige Zweitsichtung!

 

Infos:

 

O: The Revenant

 

USA 2015

 

R: Alejandro G. Iñárritu

 

D: Leonardo DiCaprio, Tom Hardy, Will Poulter, Domhnall Gleeson

 

Laufzeit der Originalversion: Ca. 156 Min.

 

Gesehen am: Mitte August 2022

 

Fassungen: Gesehen im Flug Zürich nach New York (JFK Airport) im Originalton und Uncut mittels Unterhaltungsbereich von Delta. Gibt es in Deutschland Uncut auf DVD, Blu-Ray und UHD (auch mit O-Ton und Subs).

Samstag, 5. September 2020

Mounted Bandits Women Review

Mounted Bandits Women

Story:

2. Weltkrieg Mandschurei: Ein japanischer General verspricht, koreanische Kriegsgefangene freizulassen, falls es der koreanischen Unabhängigkeitsarmee gelingt, die Tochter eines britischen Diplomaten zu retten, der von Banditen entführt wurde. Ob die Japaner ihr Wort halten werden?

Meine Meinung:

Regisseur Shin Sang-ok, der in seiner Karriere sogar entführt und in Nordkorea Filme drehen musste (Pulgasari stammt von ihm), hat 1967 diesen patriotischen Film und Mix aus Abenteuer- und Westernfilm im klassischen Setting gedreht.

Obwohl ich mir zuvor die Inhaltsangabe durchlas war es nicht immer einfach, den Figuren zu folgen und diese den jeweiligen Parteien zuzuordnen, auseinander zu halten oder zu wissen, warum wer auf wen schiesst. Die Darsteller sind mir auch alle unbekannt. Ich finde, sie haben jedoch einen guten Job gemacht und es würde mich nicht wundern, wenn man damalige Stars für die Rollen verpflichtet hätte.

Teilweise herrscht Patriotismus vor (Lied im Vorspann) und ein dickes Plus des Filmes waren die Settings und abwechslungsreichen und wunderschönen Landschaften Koreas, an welchen der Film gedreht wurde. Es kommt in der Tat mehr als nur einmal Western-Atmosphäre auf.

Obwohl ich dem Inhalt, den Figuren und den Handlungen und Motiven der Figuren nicht immer zu folgen vermochte (da Fassung nur in Koranisch ohne Subs), empfand ich den Film als interessant, unterhaltsam und kurzweilig!

Fazit: Für Fans des klassischen koreanischen Kinos zu empfehlen!

Infos:

O: Majeok

Südkorea 1967

R: Shin Sang-ok

D: Shin Sang-ok, Shin Yeong-gyun, Park No-sik, Choi Eun-hee, Hwang Hae, Choi Seong-ho

Laufzeit des südkoreanischen VHS: ?

Gesehen am: 29.06.20

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Boo vor = Uncut, in Koreanisch und ohne Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juni 2020). Die Bildqualität des VHS ist absolut i.O. wenn das Alter des Filmes berücksichtigt wird. 

Sonntag, 5. Juli 2020

At the Earth's Core Review

At the Earth's Core

Story:

Ein Wissenschaftler (Peter Cushing) und sein Helfer (Doug McClure) geraten mit einem Bohrerfahrzeug zum Mittelpunkt der Erde, wo sie diverse Abenteuer zu bestehen haben…

Meine Meinung:

At the Earth's Core ist eine schöne Kindheitserinnerung, welche ich seit dazumal auch nicht mehr sah. 2019 bekam ich den Film vom Kollegen als Wichtelgeschenk und der Film gefällt mir auch nach Neusichtung gut. Ich liebe solche Fantasy-Geschichten in sonderbaren Welten (oder zu Dinosaurier-Zeiten) und ich mag solche Gummi-Monster Effekte (erinnern ja sehr ans japanische Kaiju Genre) – Effekte genau nach meinem Geschmack.

Somit hat ein Film schon fast gewonnen. At the Earth's Core ist unterhaltsam, charmant und aufwändig in Szene gesetzt. Die Highlights nebst dem Fantasy-Aspekt sind die diversen Monster, Effekte, Kostüme und der damit verbundene Unterhaltungswert. Und Caroline Munro (Maniac) ist heiss anzusehen. Leider bekommt man sie gar nicht so viel zu Gesicht.

Die Story dient dem Mittel zum Zweck und der Unterhaltung. Neues wird nicht geboten. Zwei Dinge sah ich sogar leicht negativ: es gab zu wenig wechselhafte Settings. 90% der Handlung spielen in der unterirdischen Höhle der Flugmonster. Das war auf Dauer etwas fad und öde. Dazu kommt, dass mir ausgerechnet der bekannteste Name im Film, Peter Cushing, in seiner witzigen Rolle als Professor nervte.

Das waren aber nur zwei bis drei (wenig Screentime von Caroline Munro) kleine Details, die ich als leicht negativ ansehen könnte aber beim Schauen nicht gross störten und/oder ins Gewicht fielen, was die Wertung als Ganzes angeht.

Im Grossen und Ganzen macht das Fantasy-Monster-Spektakel viel Spass und unterhält gut! Wer Filme wie Caprona - Das vergessene Land und Co. mag, sollte auch in dem Fall zugreifen!

Infos:

O: At the Earth's Core

Großbritannien, USA 1976

R: Kevin Connor

D: Peter Cushing, Doug McClure, Caroline Munro, Cy Grant, Godfrey James

Laufzeit der US-DVD: 90:23 Min.

Gesehen am: Kindheit / Review überarbeitet am: 05.04.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von MGM vor (Double Feature mit War-Gods of the Deep) = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, Englischer Ton, keine englischen Subs. Gäbe es in Deutschland von Koch Media.