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Sonntag, 31. Mai 2026

Fists of Kill

Fists of Kill

Story:

Pai Wu Tin (Dorian Tan Tao-Liang) bietet sich bei einem Lord (Ma Chi) als Bodyguard an und schafft es, diesen zu überzeugen. In Wahrheit ist Pai Wu Tin ein Undercover-Agent, der sich später mit Rebellen (u.a. Judy Lee) zusammen tut um den Lord und ausländische Elemente zu bekämpfen…

Meine Meinung:

Aka Fist of Kill. Aka Sunset in the Forbidden City. Fists of Kill scheint ein eher seltener Eastern zu sein. Man findet kaum Reviews zum Film und auch auf Letterboxd wurde der nur von vier Usern als «gesehen» markiert. Der Mitte der 70er Jahre Film aus Taiwan von Lin Pai hat mich leider nicht überzeugt, obwohl ich bei dem Genre meistens leicht zu befriedigen bin. Lin Pai hat nebst Fists of Kill nur zwei weitere (laut Filmdatenbanken) Filme realisiert. Mit anderen Worten war Fists of Kill wohl kein grosser Erfolg.

Der Plot selbst ist wenig originell, was aber auch nicht wirklich ein Kritikpunkt darstellt. Zumindest für mich nicht. Denn in Eastern sind die Plots selten kreativ. Was ich Fists of Kill ankreiden kann, ist die Tatsache, dass der Film in den ersten 60 Minuten einfach sehr langweilig ist. Kaum Kämpfe, sehr dialoglastig, uninteressante Szenen und von Dorian Tan Tao-Liang (General Stone, Drei wild wie der Teufel, Hand of Death) bin ich jetzt nicht der grösste Fan. Zumal er eben oft in Handlungsszenen zu sehen ist, und das ist nicht seine Stärke, zumal mir sein Dauergrinsen und seine Schmalz-Perücke auf den Keks ging.

Was diesen Zustand verschlimmbessert hat, war der ultramiese, sehr nervende Englische Dub. Da hier mehr als in anderen Eastern geredet wird, hätte ich bei einigem Dialogen, die so unglaublich schlecht wirkten (und unfreiwillig komisch), am Liebsten ausschalten wollen. Judy Lee (The Crane Fighter) darf dann erst im Finale richtig zulangen. In den ersten 60 Minuten hat es nur eine gute (kurze) Kampfszene, sondern wird der Zuschauer mit langweiligen Füllszenen «geschändet». Zwar gibt es im Finale (ab der 60 Minute bis zum Ende) viele Kampfszenen, aber diese konnten mich auch nicht mehr erfreuen, zumal ich kein allzu grosser Fan von Gruppenkampfszenen bin.

Fazit: Geschmackssache. Aufgrund der lahmen ersten Stunde und dem ultraschlechten Englischen Dub wird der Film nicht in meine Filmsammlung integriert!

Infos:

O: Ri Luo Zi Jin Cheng

Taiwan 1975

R: Lin Pai

D: Dorian Tan Tao-Liang, Judy Lee, Ma Chi, Chen Hui-Lou, Lung Fei, Li Ying, Shih Ting-Ken, Wang Ruo-Ping

Laufzeit der indonesischen Betamax: 84:53 Min.

Gesehen am: 31.05.26

Fassungen: Mir lag die indonesische Betamax von Loka Vision vor = Wahrscheinlich Uncut, Vollbild (Ausnahme der Vorspann, der in Widescreen gezeigt wird), Englischer Dub. Interessanterweise gibt es keine indonesischen Untertitel, was ich bei indonesischen Fassungen noch nie gesehen habe. Der Englische Dub ist leider grauenhaft schlecht. Am liebsten hätte ich ausgeschaltet. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2026). Da mir der Film nicht gefiel, wurde die Fassung nach England verkauft.

Einkäufe

 



Shanghai Blues

Ich sah den Film 2025 im Kino = Review. Mit dem Kauf dieser DVD habe ich meine Wunschliste abgearbeitet. Ich freue mich, den Film erstmals Uncut und auch im O-Ton schauen zu können. Ich bin sicher, dass der Film damit wie ein neuer Film für mich wirken wird. Ggf. checke ich sogar die deutsche Synchronisation aus. Die DVD fand ich billig auf Amazon Deutschland (unter zehn CHF).


Red Force 2

Aka In the Line of Duty V - Middle Man. Nachdem diese deutsche Blu-Ray angekündigt wurde, habe ich meine alte HK-DVD entsorgt/verkauft. In dieser waren, speziell die Nachtszenen, zu dunkel. In meinem Review (HIER KLICKEN) sprach ich von einer «mittelmässigen Bildqualität». Der Film ist Uncut, O-Ton und Untertitel liegen vor. Ich freue mich auf eine zukünftige Neusichtung.


Red Force 3

Auf die Neusichtung von Red Force 3, der mit Red Force 2 nichts zu tun hat, freue ich mich sogar noch mehr. Warum? Weil es eine VCD zu Blu-Ray Aufwertung ist. Ich hatte den Film unter dem Titel Devil Hunters als VCD aus Hong Kong. Als die deutsche Blu-Ray angekündigt wurde, habe ich die HK-VCD entsorgt/verkauft. Die deutsche Blu-Ray basiert auf dem Print den die Franzosen vor paar Jahren veröffentlicht haben. Ein-zwei Mankos wurden korrigiert und das wichtigste ist, dass hier auch verständliche Untertitel an Bord sind.


Secret of the Water Technique

Aka The Legend of All Men Are Brothers. Den sah ich vor kurzem als VHS aus Südkorea (Review = HIER KLICKEN). Diese war leider ausgerechnet in den letzten zehn bis fünfzehn Minuten von störenden Störungen betroffen, so dass ich das coole Finale nicht wirklich geniessen konnte. Ansonsten war die Bildqualität der VHS sehr gut. Nachdem ich erfuhr, dass es in den USA eine VHS und DVD in Mandarin mit englischen Untertiteln gab, habe ich die südkoreanische VHS entsorgt und mir über eBay die US-DVD (Mandarin mit englischen Subs) gekauft. Ich habe gelesen, dass die Bildqualität schlecht und die Untertitel kaum lesbar sein sollen. Ich bin gespannt, ob das stimmt.


The Crane Fighter

The Crane Fighter

Story:

Ein Ming-General (Chin Kang) tötet diverse Rebellen. Einer (Chuan Yuan) überlebt. Als alter Mann eröffnet er später einen Shop, in dem sein Sohn (Ting Wa-Chung) und seine Tochter Ping Erh (Judy Lee) arbeiten. Ping Erh soll verheiratet werden. Bei Show-Kämpfen gewinnt Blue Fan (Raymond Lui) und darf Ping Erh heiraten. Doch die öffentlich ausgetragenen Duelle haben Ping Erhs Vater und dessen Identität verraten, so dass der Feind erneut beginnt, sie zu jagen…

Meine Meinung:

The Crane Fighter, den ich selbst oft mit One Foot Crane verwechselt habe, ist ein Ende der 70er Jahre Eastern mit und von Raymond Lui (Shaolin Invincible Guys, Kendo – Der tödliche Hammer, Honeymoon Killer). Der Film bietet inhaltlich wenig Überraschungen, überzeugt aber durch seine Figuren, die Kampfszenen und eine starke Choreographie. Der Plot ist an sich simpel: böse Ming gegen Rebellen. In der ersten Stunde gerät der Hauptplot aber sehr in den Hintergrund.

Das ist auch der einzige Kritikpunkt des Filmes. In den ersten 60 Minuten bewegt sich der Plot kaum vom Fleck und in diesen sind die Bösewichte nahezu inexistent. Der Film erinnert dabei inhaltlich an andere Eastern wie z.B. Fong Sai Yuk, The Cavalier und den Shaw Brothers Klassiker Executioners from Shaolin. Oft ist der Film zu dem Zeitpunkt auch mehr Komödie, als Kung-Fu-Streifen. Raymond Lui und Judy Lee (Kung Fu - Die Karateteufel, Revengeful Swordswoman, The Unique Lama) harmonieren jedoch prächtig und ihre Kampfszenen sind stark anzusehen.

Zudem mag ich Chin Kang (Shaolin Warrior, Snake and Crane Arts of Shaolin, Dragon Squad) als Bösewicht. Er verlangt unseren Helden im Finale alles ab. Ausserdem sehe ich Chin Kang immer gerne als Bösewicht. Er wurde oft in solchen Rollen eingesetzt. Gegen Ende nehmen die Kampfszenen zu. Es wird mit dem Kranich-Stil gekämpft und die Kampfszenen sind sehenswert. Speziell das Finale war toll und die Zeitlupenaufnahmen waren eine nette Überraschung und brachten Härte und Intensität in den Finalkampf.

Fazit: Eastern Fans greifen zu!

Infos:

O: San Dou Hao Guan Yin

HK 1979

R: Raymond Lui

D: Judy Lee, Raymond Lui, Chin Kang, Ting Wa-Chung, Chuan Yuan

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 31.05.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Boo Production vor = Vollbild, solide bis etwas mässige (Nachtszenen) Bildqualität, wahrscheinlich Uncut, O-Ton Mandarin mit koreanischen Subs. Es gibt keine Blu-Ray, keine deutsche Fassung und mir ist ebenso keine Originalversion mit englischen Untertiteln bekannt (Stand: Mai 2026).

Samstag, 30. Mai 2026

Obsession

Obsession

Story:

Bear (Michael Johnston) schwärmt für seine Kollegin Nikkie (Inde Navarrette). Bear weiss nicht, ob sie mehr will. Er ist schüchtern und traut sich nicht, sie zu fragen. Nach einem gemeinsamen Abend mit Freunden (Megan Lawless, Cooper Tomlinson) bricht Bear einen One Wish Willow in zwei Teile und wünscht sich, dass Nikkie sich abgöttisch in ihn verlieben wird. Mit fatalen Folgen…

Meine Meinung:

Ich wurde erstmals vor einigen Wochen auf Obsession aufmerksam, als ich im Kino den Trailer sah. Und dieser sah sehr vielversprechend aus. Ein Kinobesuch war daher beschlossene Sache. Um die Hintergründe zum Film (Film von einem YouTuber, ein Regie-Debüt) oder seinem Hype (grosse Erfolge an diversen Film Festivals) wusste ich nichts. Ich sah mir keine weiteren Clips oder Trailer an und las keine Reviews. Ich wollte den Kinobesuch total neutral gestalten. Ohne zu grosse oder falsche Erwartungen.

Curry Barker ist der junge Regisseur, der seine Karriere mit einer Serie auf YouTube startete und seither Sketchs, Serien und Kurzfilme realisierte. Obsession ist nun sein erster richtiger Spielfilm und bereits ein voller Erfolg, da der Film bereits jetzt das 100fache seines Budgets eingespielt hat. Und dass, obwohl der Film z.B. in der Deutschschweiz erst Ende Juni starten wird (wie auch in Deutschland). Das ist schon eine beachtliche Leistung. Damit reiht sich Curry Barker zu weiteren Jung-Regisseuren, die ihre Kariere auf YouTube gestartet haben (z.B. die Talk to Me Regisseure).

Obsession ist ein kreativer Film und ein sehenswertes Regie-Debüt geworden. Es geht um Beziehungen, Obsessionen, Co-Abhängigkeiten und Stalking. Der Film trifft Themen, die vor allem bei der jüngeren Generation Anklang finden werden. Diese Inhalte werden durch den Plot, für dessen Drehbuch ebenso Curry Barker zuständig war, auf die makabre, teilweise auch eklige und nie vorhersehbare Spitze getrieben, soll heissen viel Overacting, Intensität und teilweise fiese Überraschungen (die arme Katze!) erwarten den Zuschauer. Der Film nimmt sich für die Figuren und seinen Verlauf Zeit. Ein bis zwei Hommagen an Der Exorzist gibt es obendrauf. 

Es gibt einige blutige und gewalttätige Momente, jedoch ist der Film in diesen Momenten nie selbstzweckhaft. Richtig gruselig wurde der Film hingegen selten. Die Stimmung hat jedoch gepackt und etwas vom Besten war das Schauspiel der Schauspieler. Vor allem Inde Navarrette und all ihre Szenen waren brutal intensiv. Starkes Schauspiel, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass nicht jedem Zuschauer ihr Overacting zusagen wird. Technisch ist ihr Spiel jedoch sehr gelungen, da sie oft im Dunkel oder Halbdunkel zu sehen ist. Nur gegen Ende flacht der Film etwas ab, da einige Wendungen und inhaltliche Sprünge zu gehetzt wirken. Das Ende selbst war gut und konsequent.

Fazit: Horrorfans können einen Blick riskieren!  

Infos:

O: Obsession

USA 2025

R: Curry Barker

D: Andy Richter, Inde Navarrette, Chloe Breen, Michael Johnston, Megan Lawless, Darin Toonder

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 108 Min.

Gesehen am: 30.05.26

Fassungen: Obsession sah ich im französischen Teil der Schweiz (Lausanne) im Kino an (Englisch mit deutschen Untertiteln). Ende Juni soll der Film auch in der Deutschschweiz in den Kinos anlaufen. Eine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Mai 2026).

Freitag, 29. Mai 2026

Der Blob

Der Blob

Story:

Ein militärisches Experiment schlägt fehl = Der Blob droht die Einwohner (Kevin Dillon, Shawnee Smith) einer Kleinstadt zu vertilgen…

Meine Meinung:

Der Blob ist eine Kindheit/Jugenderinnerung von mir und damit mit viel Nostalgie verbunden. Der Film von Chuck Russell (A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors) ist ein Remake des Ende des 50er Jahre Filmes The Blob. Dieses sah ich nie (glaube ich) und muss sagen, dass mich dieses auch nicht interessiert (so alte Filme sagen mir i.d.R. kaum zu). Damit gleicht Der Blob John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt. Wie in diesem überzeugen in Der Blob auch die phänomenalen Effekte- und Make-Up-Sequenzen.

Die Monster- Schleim- und Zersetzungs- und Splatter-Effekte in Der Blob sind der Wahnsinn. Da einzelne Namen rauszupicken, die dafür verantwortlich waren, ist kaum möglich, bei der schier grossen Auswahl an Personen, die an den Effekten gearbeitet haben. Auf jeden Fall sind es absolut sehenswerte Effekte und Horrorfans werden voll auf ihre Kosten kommen. Zudem mag ich die 80er Jahre sowie die typische US-Kleinstadt-Stimmung, in der jeder jeden kennt. So was mag ich einfach. Der Film hat mich von der ersten bis zur letzten Sekunde unterhalten. Dazu kommt, dass mir die Mehrheit der Figuren gefällt. Diese sind, bis in die kleinsten Rollen, toll gewählt und wirken authentisch. Oder zumindest so, wie ich mir das vorstellen würde.

Kevin Dillon (der Haarverlängerungen trug) und Shawnee Smith (Summer School, Saw X) geben ein sympathisches Duo ab. Als Zuschauer fiebert man mit ihnen mit. Was die Figuren angehen, gibt es zwei Überraschungen. Zum einen, dass die von Donovan Leitch gespielte Figur, die zuerst als Hauptfigur eingeführt wird, ein schnelles Ende findet und dann die Szene mit Eddie in der Kanalisation. Das war für einen US-Mainstream Film ungewöhnlich, auch wenn es nicht immer ganz ausgeschlossen werden kann (siehe die Swimming-Pool Szene mit dem Kind in Der Horror-Alligator). Und als Twin Peaks Fan war es eine nette Überraschung, Jack Nance (Blue Velvet) in einem Gastauftritt erleben zu dürfen. Cool.

Fazit: Für mich der beste «Blob»!

Infos:

O: The Blob

USA 1988

R: Chuck Russell

D: Kevin Dillon, Shawnee Smith, Jeffrey DeMunn, Joe Seneca, Del Close, Donovan Leitch, Paul McCrane, Jack Nance

Laufzeit der deutschen DVD: 91:02 Min.

Gesehen am: Kind- oder Jugendzeit / Neusichtung: 29.05.26

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Columbia TriStar (Horror Box zusammen mit Ghosts of Mars und Candyman’s Fluch) = Uncut, Deutsch/Englisch (die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen), gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es in Deutschland inzwischen auch auf Blu-Ray.

Donnerstag, 28. Mai 2026

Update

Zu Ehren von Yoshihiro Nishimura, der am 25.05.26 überraschend verstarb, gibt es ein neues Review zu:


- Mutant Girls Squad




RIP


Mutant Girls Squad


NIFFF 2010

Mutant Girls Squad

Story:

Rin (Yumi Sugimoto) stellt an ihrem 16jährigem Geburtstag fest, dass sie ein Mutant ist. Danach wird sie von einer Sondereinheit, die ihre Eltern getötet haben, verfolgt. Rin flüchtet sich zu Kisaragi (Tak Sakaguchi), der sie unter seine Fittiche nimmt. Dort lernt sie, wie mit ihren Kräften umzugehen. Danach findet sich Rin in einem blutigen Kampf zwischen Menschen und Mutanten wieder…

Meine Meinung:

Mutant Girls Squad hat mir damals am NIFFF 2010 sehr gut gefallen. Eine Meinung, die ich heute nicht mehr teilen kann. Die damalige Euphorie ist schon lange verflogen. Ähnliche Titel wie The Machine Girl oder Tokyo Girl Police vermochten mich ebenfalls weniger zu überzeugen. Mutant Girls Squad, der in drei Kapitel gegliedert ist und von drei Regisseuren inszeniert wurde, wurde zu Ehren von Yoshihiro Nishimura (Meatball Machine Kodoku, Tag) neu angesehen. Yoshihiro Nishimura verstarb überraschend mit nur 59 Jahren. So wie ich das mitbekommen habe, wohl an einem Nierenversagen nach einem zweiwöchigen Krankenhausaufenthalt.

Mutant Girls Squad gefiel mir zwar weniger, dennoch bleibt der Film vorerst in der Sammlung. Das natürlich auch aufgrund der Unterschrift, welche ich bekam (mehr dazu unter Fassungen). Yoshihiro Nishimura, der nicht nur als Regisseur, sondern auch als Effekte Spezialist zuständig war, führte in dem dritten Kapitel Regie. Im ersten Kapitel führte Versus Star Tak Sakaguchi (One Percenter, Re:Born, Bad City) Regie und im mittleren Noboru Iguchi. Dabei ist das Segment von Yoshihiro Nishimura am besten. Das bot auch die einzigen Szenen und Momente, die mich wirklich Schmunzeln und erfreuen liessen. Yoshihiro Nishimuras Arbeit bot die höchste Anzahl an handgemachten Effekten und das Monster allein war klasse getrickst.

Die ersten zwei Kapitel von Noboru Iguchi und Tak Sakaguchi hatten vereinzelt auch sehenswerte Effekte zu bieten inklusive eines sonderbaren Humors (fliegende Geburtstagstorte oder die Frau als «Brot»), aber im Grossen und Ganzen gab es am Anfang und Mittelteil auch viel zu viele billige und digitale Bluteffekte zu sehen, die mir nicht gefallen haben. Zudem ist der ganze Look des Filmes billig und die Mehrheit der Figuren fand ich, auch durch das Overacting, anstrengend. Einzelne Momente luden zum Fremdschämen ein. Die Hauptdarstellerinnen Yumi Sugimoto, Yuko Takayama und Suzuka Morita waren okay und besser als die Nebendarstellerinnen. Etwas, was ich bei der Erstsichtung verpasst habe, war die Tatsache, dass der Oberbösewicht von Tak Sakaguchi verkörpert wird. Und das machte dieser, trotz tuntigem Overacting, grandios. Er ist der einzige, dem sein Talent und seine Erfahrung aus anderen Produktionen wirklich anzusehen sind. Die Musik gefiel mir auch.

Fazit: Fans von The Machine Girl und Co. können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Sentô shôjo: Chi no tekkamen densetsu

Japan 2010

R: Noboru Iguchi, Yoshihiro Nishimura, Tak Sakaguchi

D: Tak Sakaguchi, Yumi Sugimoto, Yuko Takayama, Suzuka Morita

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 89:19 Min.

Gesehen am: Juli/NIFFF 2010 / Neusichtung am: 28.05.26

Fassungen: Mir lag die deutschsprachige DVD/Blu-Ray Fassung von 8Films vor = limitiertes Mediabook mit drei Discs und Booklet (in welchem mein altes Review abgedruckt wurde), O-Ton mit deutschen Subs, gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Die Edition wurde von Regisseur Noboru Iguchi am NIFFF 2014 signiert.

Samstag, 23. Mai 2026

Update

Zu Ehren von George Eastman, der am 20.05.26 starb, gibt es ein neues Review zu:


- Rabid Dogs






RIP


Rabid Dogs

Rabid Dogs

Story:

Drei Gangster (Maurice Poli, George Eastman, Don Backy) flüchten vor der Polizei und nehmen Geiseln (u.a. Lea Lander, Riccardo Cucciolla). Ein Kampf ums Überleben beginnt…

Meine Meinung:

Rabid Dogs wurde zu Ehren von George Eastman angesehen, der im echten Leben den Namen Luigi Montefiori trägt. George Eastman ist sein Pseudonym. Bekannt wurde der grosse und stämmige Italiener vor allem im Ital. Horrorfilm Man-Eater, in der er den Kannibalen spielte. Dank seiner Statur war George Eastman (Baba Yaga, Absurd, Hands of Steel) die perfekte Wahl für diese Rolle. Dieser starb vor drei Tagen. Zu seinen Ehren schaute ich mir Rabid Dogs an.

Rabid Dogs, der eine interessante Fassungsgeschichte hinter sich hat, ist in meinen Augen einer der besseren Filme von Mario Bava (Caltiki – The Immortal Monster, Blutige Seide, Kill Baby Kill, Planet der Vampire). Rabid Dogs verschwand kurz seiner Beendigung Mitte der 70er Jahre da die Firma Pleite ging. Der Film wurde erst Mitte der 90er Jahre und nach dem Tod von Mario Bava fertiggestellt. Dabei half sein Sohn Lamberto Bava (Demons 1 + 2). Daher wird letzterer je nach Quelle auch als Regisseur gelistet.

Deren Version namens Kidnapped beinhaltete jedoch auch Nachdrehs, neue Figuren und eine neue Musik. Rabid Dogs hingegen ist die Version basierend auf Mario Bavas Drehbuch (und bekam den Titel Rabid Dogs). Die Rabid Dogs Fassung ist bei Fans daher auch beliebter als die veränderte Fassung. Rabid Dogs ist ein intensives Gangsterfilmchen welches mehrheitlich in einem Auto spielt. Ähnlich wie das Euro-Cult-Highlight Wenn Du krepierst - lebe ich. Eine Art Kammerspiel mit unterschiedlichen Figuren und Spannungen. Und selbstverständlich läuft nichts so, wie geplant.

Das Schauspiel ist gut, auch wenn gerade zwei der drei Gangster hin und wieder durch ihr Overacting fast ins Lächerliche kippen. Darunter auch George Eastman. Zudem war der Film in einigen Szenen sleaziger als ich das in Erinnerung hatte. Eine Szene hat mich sogar an Wes Cravens Last House on the Left erinnert. Der Film lebt vom Plot, dem Kammerspiel und seiner Stimmung. Die dicke Überraschung folgt dann im Finale und diese finde ich einfach nur gelungen. Dazu gibt es einen wunderbaren Soundtrack von Stelvio Cipriani (Das Syndikat, Der Tod trägt schwarzes Leder, Piranha II – Fliegende Killer).

Fazit: Fans des Ital. Kinos können bedenkenlos zugreifen!

Infos:

O: Cani arrabbiati

Italien 1974

R: Mario Bava, Lamberto Bava (je nach Quelle)

D: Maurice Poli, George Eastman, Don Backy, Lea Lander, Riccardo Cucciolla

Laufzeit der UK-Blu: 95:51 Min.

Gesehen am: Okt. 2006 / Neusichtung am: 22.05.26

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Arrow Video vor = nebst der bekannten Kidnapped Fassung befindet sich auch die näher an Mario Bavas Original-Film orientierter Rabid Dogs im Set (Ital. mit englischen Subs). Der Film ist Uncut und die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Nebst Booklet mit vielen Infos gibt es auch exklusive Extras (Interviews, Audiokommentar, Making of etc.). In Deutschland mit ebenso beiden Fassungen und den Extras der Arrow Disc von Tiberius Film auf Blu-Ray zu haben.

Freitag, 22. Mai 2026

Passenger

Passenger

Story:

Tyler (Jacob Scipio) und Maddie (Lou Llobell) wollen Unabhängigkeit und begeben sich mit einem umgebauten Van auf ein Abenteuer. Als sie jedoch Zeuge eines Unfalls werden, ändert sich der abenteuerliche Trip zu einem Horrortrip…

Meine Meinung:

Als ich im Kino einen kurzen Teaser zu Passenger sah, war der Kinobesuch beschlossene Sache. Der Teaser zeigte nur einen kurzen (verkürzten) Clip aus dem Film. Es handelte sich nicht um einen echten Trailer. Danach schaute ich mir auch keine weiteren Clips oder Trailer an. Mit anderen Worten: als ich gestern im Kino sass, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Der Inhalt des Teasers ist auch der Anfang des Filmes. Ich hoffte auf schaurig gruselige Horrorunterhaltung. Regie führte André Øvredal (Troll Hunter). Zumindest dessen The Autopsy of Jane Doe fand ich sehr spannend und stimmungsvoll. Dass er auch hier Regie führte, wurde mir aber erst beim Schreiben dieser Zeilen klar.

Passenger hat mich dann auch wirklich gut unterhalten. Langweilig wurde es nie und der Film ist eine Achterbahnfahrt des Gruselkinos. Sehr kurzweilig, aber für mich war der Film, auch wenn es einige spannende Szenen gab, dennoch nie wirklich gruselig. Das war etwas schade. Es wird viel mit Jump-Scares gearbeitet. Wer sensibel ist, wird sich mit Sicherheit fürchten oder mehrfach im Kino zusammenzucken. Die Tonspur im Kino war schon absolut gelungen und intensiv. Auf jeden Fall war der Film sehr unterhaltsam. Das Duo um Jacob Scipio (Expend4bles) und Lou Llobell war auch sympathisch und der Film gut gespielt. Zudem sah der Film optisch, mit Ausnahme des Finales (CGI-Feuer), auch sehr gut aus.

Wo der Film sehr punktet ist sein Spiel mit den Settings, die Tools, die damit einhergehen und dem Konzept des Vans. So weiss man zuerst nie, wohin die Reise geht und es ist kein alltägliches Setting, welches in vielen anderen Filmen schon zu sehen war. Das war schon innovativ und interessant, wie das mit Horrorthemen und Schrecken verschmolzen wurde. Machte Lust auf mehr. Mit wenig wurde viel rausgeholt und so ist eine Grundspannung immer gegeben. Wo der Film hingegen schwächelt ist das Drehbuch und dessen Verlauf. Das Paar findet zu einfach heraus, was Sache ist. Dazu passt auch die schwach gezeichnete Nebenfigur Diana. Zudem war das Finale enttäuschend.  

Fazit: Horrorfans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Passenger

USA 2026

R: André Øvredal

D: Melissa Leo, Jacob Scipio, Lou Llobell, Bonni Dichone, Devielle Johnson

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 94 Min.

Gesehen am: 21.05.26

Fassungen: Im Kino gesehen = Uncut, O-Ton und deutsche Untertitel. Es ist noch keine deutsche DVD; Blu-Ray oder UHD angekündigt (Stand: Mai. 2026).

Montag, 18. Mai 2026

The Punisher: One Last Kill

The Punisher: One Last Kill

Story:

Frank Castle (Jon Bernthal) Standort wird sämtlichen Gangstern in der Gegend kommuniziert und ein Kopfgeld auf ihn ausgeschrieben. Kurze Zeit später kämpft Frank ums Überleben…

Meine Meinung:

Marvel Studios haben via Streaming-Plattform eine neue Filmversion von The Punisher ins Leben gerufen. The Punisher: One Last Kill ist ein ca. 50minütiger Kurzfilm. Jon Bernthal, der bereits in den zwei The Punisher Staffeln in die Rolle von Frank Castle schlüpfte, kehrt erneut als totbringender Rächer zurück. Neu jedoch mit Bart und mit viel Dramatik. Für meinen Geschmack mit zu viel Dramatik. Der Film kommt nicht an das Niveau der Serie heran. Von dieser hat zumindest die erste Staffel sehr überzeugt und immerhin der Anfang der 2. Staffel.

Ich las in den letzten Tagen viel zu The Punisher: One Last Kill. Überraschend brutal, zu brutal, actionreich, eine positive Überraschung da auf Disney Plus abrufbar. Ich sah mir The Punisher: One Last Kill heute an und der Kurzfilm ist solide. Aber mehr nicht. Die Action startet in dem Film erst ab der ca. 25. Minute und der Abspann erfolgt bereits in der 44. Minute. Das war am Ende doch zu wenig. Für mich gab es zu viele Längen, zu viel Winselei und Selbstmitleid von Frank (hat sehr genervt) und für die Gesamtlaufzeit zu wenig Action.

Die Actionszenen sind zwar in der Tat gut und blutig (aber gelegentlich spielt sich die Gewalt auch nur im off screen ab), erinnern aber schlicht und einfach zu sehr an The Raid, um eigenständig zu wirken. Es ist auch schade, dass Frank wie ein Penner rumläuft und nur kurz vor dem Abspann sein bekanntes Outfit trägt. Die Actionszenen sind blutig. Es wird nicht nur geschossen, sondern auch anderweitig eliminiert. Es gibt auch 1-2 Stunts und eine Explosion zu sehen. Der Plot endet offen. Das Pack und Gesindel erinnert an Troma, Death Wish oder Hobo with a Shotgun.

Fazit: Kein Kracher, aber Fans vom «Punisher» können durchaus einen Blick riskieren! Ich bleibe beim Dolph Lundgren Punisher!

Infos:

O: The Punisher: One Last Kill

USA 2026

R: Reinaldo Marcus Green

D: Jon Bernthal, Deborah Ann Woll, Jason R. Moore, Judith Light, Kelli Barrett, Andre Royo

Laufzeit der Streaming-Fassung: Ca. 51 Min.

Gesehen am: 18.05.26

Fassungen: Der Film kann bei Disney Plus gestreamt werden. Der Film ist Uncut. Ich sah mir davon die deutschsprachige Ausgabe an (die Synchronisation geht absolut in Ordnung). Da eine Disney Plus Produktion ist es äusserst unwahrscheinlich, dass der Kurzfilm je auf DVD, Blu-Ray oder UHD erscheinen wird.

Der Superfighter

Der Superfighter

Story:

Dragon (Jackie Chan) und seine Freunde (u.a. Tai Bo, Mars) arbeiten bei der Küstenwache. Diese plus die Polizei (Yuen Biao) und Freunde (Sammo Hung) machen es sich zur Aufgabe, störende Piraten (u.a. Dick Wei, Lee Hoi-Sang) aufzuhalten…

Meine Meinung:

Aka Project A. Den Film sah ich nur einmal und das ist 20 Jahre her. Der Superfighter, besser bekannt unter seinem englischen Titel Project A, gilt als Klassiker in Jackie Chans Karriere. Jackie Chan (The Protector, Police Story, Snake and Crane Arts of Shaolin) führte Regie, spielt die Hauptrolle, war am Drehbuch beteiligt und war zusammen mit seinem Stunt-Team und Co. (Mars, Sammo Hung) an der Kampf-Choreographie und den Stunts beteiligt. Jackie Chan das Multitalent. Ich war gespannt auf den Film, da ich bis auf ein-zwei Details (der Uhrwerk-Stunt und das Piraten-Setting) nichts mehr wusste.

Ich bin kein allzu grosser Piraten-Fan. Das ist auch ein Setting, welches im HK-Kino eher selten zum Einsatz kommt. Da kommen mir spontan z.B. The Pirate (Shaw Brothers), Once Upon a Time in China 5 - Dr. Wong gegen die Piraten oder King of the Sea in den Sinn. Der Superfighter ist nebst Filmen wie Wheels on Meals, Winners and Sinners (wobei Jackie Chan und Yuen Biao nur Neben- und Gastrollen haben), My Lucky Stars, Twinkle, Twinkle Lucky Stars und Dragons Forever einer der Filme, in denen Jackie Chan auch mit seinen «Brüdern» Sammo Hung (Point of No Return, Don't Give a Damn) und Yuen Biao (Kick Boxer, On the Run) vor der Kamera stand.

Davon sind Der Superfighter, Wheels on Meals sowie Dragons Forever sicher die bekanntesten und besten Werke. Der Superfighter hat die 2. Sichtung bestanden. Der Film ist alles in allem wirklich gut, aber für mich dennoch nicht ein Kracher. Wie ich bereits sagte, ich bin kein allzu grosser Piraten-Fan und es gab doch auch einige Längen. Es dauert auch sehr lange, bis der Hauptplot loslegt. Statt Gruppenkämpfe hätte ich mir lieber mehr Ein Mann gegen Ein Mann Duelle gewünscht und da sich Jackie Chan den Film mit Yuen Biao und Sammo Hung teilt, kommen die Stars auch etwas zu kurz. Da gilt auch für die Bösewichte, die von Dick Wei (kommt praktisch nur im Finale vor) und Lee Hoi-Sang (Kung Fu Genius) gespielt werden.

Alles in allem ist der Film dennoch mehr oder weniger unterhaltsam und das nötige Budget war auch vorhanden. Einige der Stunts sind auch heute noch sehr spektakulär und an der Kampf-Choreographie gibt es nichts auszusetzen. Es gibt jedoch weniger zu lachen, als erwartet. Eines der Highlights war für mich nach wie vor die Verfolgungsjagd mit den Fahrrädern. Zudem war es schön, bekannte Gesichter wie Tai Bo (Ninja in the Dragon's Den), Mars (Police Story 3 Super Cop), Wu Ma (Just Heroes), Kwan Hoi-San (Devil Curse), Fung Ging-Man (Two Toothless Tigers), To Siu-Ming (The First Vampire in China) oder Chin Ka-Lok (Mr. Vampire Saga IV) in Gastauftritten gesehen zu haben.

Fazit: Ich habe die Fortsetzung immer favorisiert. Etwas, was ich nach dieser Sichtung bestätigt sehe. Dennoch für Jackie Chan Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Project A Part II

Infos:

O: 'A' Gai Waak

HK 1983

R: Jackie Chan

D: Jackie Chan, Sammo Hung, Yuen Biao, Dick Wei, Tai Bo, Mars, Kwan Hoi-San, Lee Hoi-Sang, Wu Ma, Fung Ging-Man, To Siu-Ming

Laufzeit der deutschen DVD: 100:34 Min.

Gesehen am: Juli 2006 / Neusichtung am: 18.05.26

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Splendid = Uncut, O-Ton mit deutschen Subs, solide Bild- und Tonqualität (Nicht anamorph). Gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray und UHD.

The Prodigal Boxer II

The Prodigal Boxer II

Story:

Fong Sai-yu (Meng Fei) infiltriert in einer Undercover-Aktion das Anwesen des Bösewichts (Lu Ping). Dessen Mitarbeiter und rechte Hand Kow Lee (Dorian Tan Tao-Liang) erkennt den jungen Helden sofort und will sich mit ihm messen. Nach einem Kampf werden sie zu Freunden und am Ende erkennt auch Kow Lee, dass sein Meister ein Tyrann ist, der aufgehalten werden muss. Treu steht er seinem neuen Freund Fong Sai-yu im Kampf zur Seite…

Meine Meinung (Re-released re-edit/New edit):

The Prodigal Boxer II ist die direkte Fortsetzung von The Prodigal Boxer. In der Hauptrolle kehrt Meng Fei (Take the Rap, Shaolin Hero, Eagle Flying in September) als Volksheld Fong Sai-Yuk zurück. Die Rolle steht im definitiv gut. Regie führt erneut Ulysses Au-Yeung Jun (The Wandering Dragon, Island Warriors, The Ming Patriots). Yasuaki Kurata (Tiger) und Wong Ching (Shaolin Temple) kehren nur in Rückblenden zurück. Neu an Bord sind Dorian Tan Tao-Liang (Tornado of Pearl River) sowie Doris Lung Chun-Erh (keine kampfbetonte Rolle).

Wer den ersten Film mochte, wird auch die Fortsetzung mögen. Mir lag nur die Wiederaufführungsfassung vor. Diese zeigt ca. 30 Minuten des ersten Filmes. Was dabei von der ursprünglichen Version entfernt wurde, ist mir nicht bekannt. Nach dem Start wechselt der Film zu den Szenen des ersten Teiles und zeigt eine Art actionbetonte Zusammenfassung. Daher auch die Szenen mit Yasuaki Kurata & Wong Ching. Dazu wird nett ein Link zur Fortsetzung eingestreut. Plötzlich sehen wir im Finale des ersten Teiles nämlich Dorian Tan Tao-Liang als Zuschauer des Kampfes. Danach wechselt der Film zum neuen Plot.

Und der besteht dann fast nur noch aus Action. Meng Fei muss, bevor er gegen den Hauptboss antreten kann, dessen vier Killer ausschalten. Und wir sehen nach den Flashbacks des ersten Teiles nur noch das plus den Endkampf. Und das war doch ziemlich cool, auch wenn vor allem die von Doris Lung Chun-Erh gespielte Figur ziemlich auf der Strecke bleibt. Die Kampfchoreographie steuerte Lau Kar-Wing (The Fake Ghost Catchers) bei. Die Choreographie war bodenständig, sehenswert und realistisch. Die Duelle muten etwas kürzer an, als im Vorgänger. Dafür wurde der Blutgehalt nach oben geschraubt. Einziges kleines Manko ist, dass Meng Fei die vier Killer relativ schnell besiegt. Da hätte ich mir durchaus härtere, längere und dramatischere Kämpfe gewünscht. Alles in allem aber sehenswert!

Fazit: Fans des ersten Teiles schalten ein!  

Infos:

O: Chuan Ji Fang Shi Yu

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1976

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Meng Fei, Dorian Tan Tao-Liang, Doris Lung Chun-Erh, Lu Ping, Wei Ping-Ao

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:50 Min. (inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung)

Gesehen am: 18.05.26

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Boo Video Production vor = Mandarin O-Ton mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität. Die englischen Subs fehlen nur in den ersten ca. zehn Minuten und in den letzten Dialogen vor der The End Einblendung. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Mai 2026). Der Film wurde nach seiner Erstaufführung später nochmals unter anderem Titel (Young Hero of Shaolin) und mit Archivaufnahmen (in denen u.a. Yasuaki Kurata zu sehen ist) des ersten Teiles neu aufgeführt. Die südkoreanische VHS-Fassung entspricht auch diesem «New Edit».

Sonntag, 17. Mai 2026

The Living Dead Girl

The Living Dead Girl

Story:

Durch Chemikalien wird Catherine Valmont (Françoise Blanchard), die vor zwei Monaten verstorben ist, wieder zum Leben erweckt. Um leben zu können, braucht sie Menschenblut. Es zieht sie an ihr ursprüngliches Zuhause, wo sie von ihrer früheren Freundin Hélène (Marina Pierro) gefunden wird. Diese sucht nach menschlichen Opfern, um Catherine zu helfen. Derweil hat es eine Fotografin auf Catherine abgesehen, welche sie am Vortrag zufällig fotografiert hat…

Meine Meinung (Deutsche Fassung = veränderte Musik):

The Living Dead Girl ist sicherlich zusammen mit The Grapes of Death der bekannteste Film von Jean Rollin (Requiem for a Vampire). Das liegt vielleicht auch daran, dass beide Filme in Deutschland verboten wurden. The Living Dead Girl sah ich bisher nur einmal und gemäss meinem uralten Review empfand ich den Film auch früher nicht als Kracher. Eine Ansicht, die sich nach dieser Neusichtung nicht geändert hat. Ich denke, Jean Rollin liebt oder hasst man. Ob es ein Zwischendrin gibt? Ich weiss es nicht.

Ich nehme The Living Dead Girl als durchschnittlich wahr. Kein Kracher, aber auch nicht wirklich schlecht. Mich hat der Film heuer jedoch kalt gelassen. Nicht gefesselt, nicht erfreut, nicht unterhalten. Das Gezeigte wirkte monoton, repetitiv, belanglos. Es wollte sich keine Stimmung und Atmosphäre entwickeln, was schade ist, denn die Drehorte, vor allem das Schloss, in welchem gedreht wurde (die Crew schlief auch dort und der Besitzer kochte), ist an sich eine tolle Location für eine schaurig-erotische Vampir-Story.

Trotz einiger Nacktszenen geht der Erotikfaktor gleich null. Der Inhalt ist auch alles andere als originell. Das hat man als Horrorfan schon alles irgendwie gesehen und da der Film Längen hat, bietet The Living Dead Girl abgesehen von Mix aus Nacktszenen und einigen drastischen, schön blutigen Momenten und Make-Up-Effekten, keinen Mehrwert, erneut im Blu-Ray Player zu landen. Zudem hat die Fotografin mit ihrer penetranten Art sehr genervt. Das war sogar für diese Art Film einfach bescheuert und unglaubwürdig. Françoise Blanchard (Caligula and Messalina) sowie Marina Pierro (Suspiria) waren hingegen sehr solide in ihren Auftritten.

Fazit: Nur für Jean Rollin Fans zu empfehlen!

Infos:

O: La Morte vivante

Frankreich 1982

R: Jean Rollin

D: Marina Pierro, Françoise Blanchard, Mike Marshall, Carina Barone, Fanny Magier, Patricia Besnard-Rousseau

Laufzeit der europäischen DVD: 86:16 Min.

Gesehen am: Dez. 2005 / Neusichtung am: 17.05.26

Fassungen: Gesehen als 3-Disc Edition von Encore Films aus Holland = PAL, Code Free, zwei DVDs und eine Soundtrack CD inklusive Schuber und einem ca. 60seitigem Booklet mit Gedanken von Jean Rollin. Der Film ist Uncut, bietet nebst dem O-Ton auch die deutsche Synchro (gelungen, aber hat eine neu komponierte Musik von Gerhard Heinz) und massenhaft Untertitel-Optionen. Die Bild- und Tonqualität sind auch für heutige Verhältnisse noch ausgezeichnet. In Deutschland ist der Film unter dem Titel Lady Dracula noch immer verboten. In den USA, England und Österreich (in deutscher Sprache) ist der Film inzwischen auch auf Blu-Ray zu haben sowie UHD (UK). Bildvergleiche zeigen auf, dass sämtliche Blu-Ray Fassungen inklusive die UHD in Sachen Bildqualität dunkler ausfallen als die DVD von Encore Films. Die sieht für mich daher immer noch am besten aus.

Samstag, 16. Mai 2026

The Black Enforcer

The Black Enforcer

Story:

Kuan Yun-Fei (Tien Feng) hat 14 Menschenleben auf dem Gewissen und ist auf dem Weg, zum Gericht eskortiert zu werden. Nachts gelingt ihm die Flucht. Doch zuvor töten er und seine Männer die ganze Familie von Kung Tien-Lung (Tang Ching) inklusive vergewaltigen dessen Tochter. Kung Tien-Lung wird verletzt und wandert danach 15 Jahre ins Gefängnis. Danach sieht er die Zeit der Rache gekommen. Derweil lebt Kuan Yun-Fei, der inzwischen erblindet ist, mit seiner Familie ein ruhiges und abgelegenes Leben…

Meine Meinung:

The Black Enforcer war auch einer dieser Shaw Brothers Titel, die es mit Ausnahme der ZiiEagle Fassung nicht auf VCD und DVD gab. Celestial hat um das Jahr 2000 zwar begonnen, ca. 90% aller Shaw-Titel zu restaurieren und auf VCD und DVD zu veröffentlichen, doch einige Titel gingen ihnen, warum auch immer, durch die Lappen. Titel wie This Man Is Dangerous, To Kill a Mastermind, Ghosts Galore, I Will Finally Knock You Down, Dad!Pursuit of a KillerCurse of Evil, Spirit of the Raped, Revenge of the Corpse, Misfire, The Imperial Tomb Raiders, Crazy Nuts of Kung Fu, Karate King, The Psychopath, Mission Impossible, Die Wilden Engel von Hong KongShadow GirlLovers Blades, Die Bande des gelben Drachen oder Na Cha and the Seven Devils.

Dank verschiedenen Labels wie Shout Factory, TVP, Koch Media und 88 Films sind nun einige dieser Filme auf physikalischem Medium erschienen. Einige der oben genannten gab es immerhin auf VHS oder LD. Zu diesen "verschollenen" Titeln gehörte auch The Black Enforcer. Ein Wuxia und eine angebliche Co-Produktion zwischen den Shaw Brothers (also Hong Kong) sowie Südkorea, wobei in Datenbanken nur Ho Meng-Hua (Shaolin Abbot, Shaolin Hand Lock, The Mighty Peking Man) als Regisseur und kein zweiter, koreanischer gelistet wird. Fakt ist, dass scheinbar der Cast während des Drehs ausgetauscht wurde. Gedreht wurde vor Ort im kalten und verschneiten Südkorea.

Der Film ist zwar kein Kracher, hat mir aber dennoch wirklich gut gefallen. Es sind vor allem zwei Dinge, dir mir zusagten. Zum einen die teilweisen Drehorte vor Ort in Südkorea. Die geben dem Film einen anderen Touch. Viele der Shaw-Filme sind reine Studio-Filme d.h. auch alle Outdoor-Aufnahmen sind nicht selten in Studios gedreht worden. So nicht in The Black Enforcer, auch wenn es selbstverständlich auch hier einige Studio-Aufnahmen gibt (z.B. das Finale = die Bildqualität der Blu-Ray ist so gut, dass an der übermalten Wand am Ende sogar Türen zu erkennen sind!).

Der andere Punkt, den ich mochte, war die grimmige Geschichte um Moral und Rache. Und dass sich diese eben oft auch nicht lohnt. Der Film nimmt sich für seine Figuren Zeit, das mochte ich. Einige der Duelle erinnerten an japanische Samuraifilm und/oder den Italo-Western. Tien Feng (The Awaken Punch, General Invincible) gibt einen soliden Bösewicht und Tang Ching (Bat Without Wings, Thirty Six Killers) einen soliden (Anti)Helden ab. Abgesehen von den beiden und von Choe Kwang-Ho haben mir ansonsten die Mädels gut gefallen. Auch in den ethischen Momenten. Da waren die Filmtöchter den Filmsöhnen überlegen. Cliff Lok (The Invisible Terrorist), den ich nicht wirklich charismatisch finde, hat nur eine kleine Rolle bekommen (zum Glück).  Die Kampfszenen sind hübsch blutig umgesetzt worden. Zusammen mit dem Weiss des Schnee ergibt das hier und da eine schöne Ästhetik.

Fazit: Shaw Brothers Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Hei Ling Guan

HK 1972

R: Ho Meng-Hua

D: Tien Feng, Tang Ching, Wang Ping, Fang Jen-Tzu, Choe Seong, Chao Hsiung, Choe Kwang-Ho, Cliff Lok

Laufzeit der US-Blu: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Juni 2015 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Früher sah ich davon eine ZiiEagle Kopie. Nun sah ich den Film via US-Blu-Ray von Shout Factory (Shaw Brothers Classics Vol. 6) = Wohl die erste Heimmedium Version (zuvor gab es weder eine VHS, LD, VCD, DVD oder Blu-Ray Fassung, zumindest nicht von Celestial), O-Ton mit englischen Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Pakt der Wölfe

Pakt der Wölfe

Story:

Frankreich im Jahr 1766:

Morde im ganzen Land, begangen von einer Bestie, sollen im Auftrag des Königs untersucht werden. Dieser schickt Grégoire de Fronsac (Samuel Le Bihan) und seinen Helfer (Mark Dacascos) los, um den Fall aufzuklären…

Meine Meinung (Kinofassung):

Pakt der Wölfe sah ich 2002 mit meinem Bruder und meinem Vater im Kino. Ich war damals noch ein Jugendlicher. Pakt der Wölfe gefällt mir auch heute noch extrem gut. In meinen Augen ist Pakt der Wölfe einer der besten Filme von Christophe Gans (Crying Freeman, Necronomicon). Dass Christophe Gans ein Fan des HK-Kinos ist, sieht man auch Pakt der Wölfe in den Actionszenen an. Dazu kommt, dass Christophe Gans hier nach Crying Freeman erneut mit Mark Dacascos (Sabotage, John Wick: Chapter 3 - Parabellum, China Strike Force) zusammenarbeitete.

Pakt der Wölfe ist ein nicht uninteressanter Mix aus Historienfilm, Kostümdrama, Actionfilm (Martial Arts), Krimi sowie Monster- und Tierhorrorfilm. Der Mix ist in der Tat speziell, originell und innovativ. Mir gefiel er. Trotz seiner stolzen Laufzeit von über zwei Stunden (auch in der regulären, von mir gesichteten Kinofassung) wurde mir zu keiner Sekunde langweilig. Der Film sieht mit Ausnahme von einzelnen Aufnahmen des Biestes, dem man hier und da etwas billiges CGI ankreiden darf, einfach toll aus. Superbe Kameraarbeit und Choreographien, viel Einsatz von Zeitlupe und einfach schöne gefilmt und passende Settings.

Mark Dacascos macht in den Kampfszenen, wenig überraschend, eine starke Figur. So aber auch Samuel Le Bihan. Samuel Le Bihan gibt einen sympathischen Helden ab.  So stark Samuel Le Bihan als Held agiert, so toll macht das auf der anderen Seite Vincent Cassel als Bösewicht. Vincent Cassel, der dazumal mit Monica Bellucci (Beetlejuice Beetlejuice) zusammen war, die im Film auch mitwirkt, war dazumal im franz. Kino ein grosser Star. So war es damals nicht ungewöhnlich, ihn und seine Freundin in vielen Kinofilmen gesehen zu haben (z.B. Dobermann, Irreversible, Die purpurnen Flüsse). In einer Nebenrolle ist noch Genre-Star Philippe Nahon (High Tension) zu sehen.

Fazit: Abgefahren und fantasievoll. Der beste Film von Christophe Gans!

Infos:

O: Le Pacte des loups

Frankreich 2001

R: Christophe Gans

D: Samuel Le Bihan, Mark Dacascos, Émilie Dequenne, Vincent Cassel, Monica Bellucci, Jacques Perrin, Christian Marc, Karin Kriström, Philippe Nahon

Laufzeit der deutschen DVD (Kinofassung): 136:57 Min.

Gesehen am: 21.02.2002 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Mir lag die deutsche Doppel-DVD von Helkon / Columbia TriStar vor = Kinofassung sowie der längere Director’s Cut (etwas mehr Figurentiefe) plus viele Extra verteilt auf zwei Discs. Ich sah mir die Kinofassung an = Deutsch/Franz. mit Untertiteln (sehr gute deutsche Synchronisation), exzellente Ton- und Bildqualität (DTS-Deutsch). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.