Obsession
Story:
Bear (Michael Johnston) schwärmt für seine Kollegin Nikkie (Inde Navarrette). Bear weiss nicht, ob sie mehr will. Er ist schüchtern und traut sich nicht, sie zu fragen. Nach einem gemeinsamen Abend mit Freunden (Megan Lawless, Cooper Tomlinson) bricht Bear einen One Wish Willow in zwei Teile und wünscht sich, dass Nikkie sich abgöttisch in ihn verlieben wird. Mit fatalen Folgen…
Meine Meinung:
Ich wurde erstmals vor einigen Wochen auf Obsession aufmerksam, als ich im Kino den Trailer sah. Und dieser sah sehr vielversprechend aus. Ein Kinobesuch war daher beschlossene Sache. Um die Hintergründe zum Film (Film von einem YouTuber, ein Regie-Debüt) oder seinem Hype (grosse Erfolge an diversen Film Festivals) wusste ich nichts. Ich sah mir keine weiteren Clips oder Trailer an und las keine Reviews. Ich wollte den Kinobesuch total neutral gestalten. Ohne zu grosse oder falsche Erwartungen.
Curry Barker ist der junge Regisseur, der seine Karriere mit einer Serie auf YouTube startete und seither Sketchs, Serien und Kurzfilme realisierte. Obsession ist nun sein erster richtiger Spielfilm und bereits ein voller Erfolg, da der Film bereits jetzt das 100fache seines Budgets eingespielt hat. Und dass, obwohl der Film z.B. in der Deutschschweiz erst Ende Juni starten wird (wie auch in Deutschland). Das ist schon eine beachtliche Leistung. Damit reiht sich Curry Barker zu weiteren Jung-Regisseuren, die ihre Kariere auf YouTube gestartet haben (z.B. die Talk to Me Regisseure).
Obsession ist ein kreativer Film und ein sehenswertes Regie-Debüt geworden. Es geht um Beziehungen, Obsessionen, Co-Abhängigkeiten und Stalking. Der Film trifft Themen, die vor allem bei der jüngeren Generation Anklang finden werden. Diese Inhalte werden durch den Plot, für dessen Drehbuch ebenso Curry Barker zuständig war, auf die makabre, teilweise auch eklige und nie vorhersehbare Spitze getrieben, soll heissen viel Overacting, Intensität und teilweise fiese Überraschungen (die arme Katze!) erwarten den Zuschauer. Der Film nimmt sich für die Figuren und seinen Verlauf Zeit. Ein bis zwei Hommagen an Der Exorzist gibt es obendrauf.
Es gibt einige blutige und gewalttätige Momente, jedoch ist der Film in diesen Momenten nie selbstzweckhaft. Richtig gruselig wurde der Film hingegen selten. Die Stimmung hat jedoch gepackt und etwas vom Besten war das Schauspiel der Schauspieler. Vor allem Inde Navarrette und all ihre Szenen waren brutal intensiv. Starkes Schauspiel, auch wenn ich nachvollziehen kann, dass nicht jedem Zuschauer ihr Overacting zusagen wird. Technisch ist ihr Spiel jedoch sehr gelungen, da sie oft im Dunkel oder Halbdunkel zu sehen ist. Nur gegen Ende flacht der Film etwas ab, da einige Wendungen und inhaltliche Sprünge zu gehetzt wirken. Das Ende selbst war gut und konsequent.
Fazit: Horrorfans können einen Blick riskieren!
Infos:
O: Obsession
USA 2025
R: Curry Barker
D: Andy Richter, Inde Navarrette, Chloe Breen, Michael Johnston, Megan Lawless, Darin Toonder
Laufzeit der Kinofassung: Ca. 108 Min.
Gesehen am: 30.05.26
Fassungen: Obsession sah ich im französischen Teil der
Schweiz (Lausanne) im Kino an (Englisch mit deutschen Untertiteln). Ende Juni soll der Film
auch in der Deutschschweiz in den Kinos anlaufen. Eine deutsche DVD, Blu-Ray
oder UHD sind noch nicht angekündigt (Stand: Mai 2026).

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen