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Freitag, 8. Juli 2022

Huesera Review

 
NIFFF 2022 Spezial

Huesera

Story:

Valeria (Natalia Solián) und ihr Freund versuchen seit längerem ein Kind zu bekommen und nun hat es endlich geklappt: Valeria ist schwanger! Das Glück und die Emotionen sind überwältigend. Doch das Fortschreiten der Schwangerschaft wird zum Horrortrip…

Meine Meinung:

Huesera ist ein neuer Schwangerschaftshorrorfilm aus Mexiko nebst älteren Filmen und teilweise Klassikern wie It's Alive 1-3, The Unborn, Rosemaries Baby, Dead Alive (kommt immerhin ein Zombie-Baby vor), Dawn of the Dead Remake (siehe Dead Alive), Tiyanak (philippinisches It's Alive Remake), A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child, Prevenge (am NIFFF 2017 gesehen), Eraserhead (Was für ein Trip!). Vom Trailer ausgehend interpretierte ich Themen wie Monsterbaby Vs. Paranoia.

Huesera ist ein ernster Film. Kein Trash oder sondergleichen. Der Trailer Inhalt sprach mich an. Huesera ist das Regiedebüt der Regisseurin Michelle Garza Cervera, die den Film am NIFFF 2022 auch vorgestellt hat. Laut ihr stellte die Sichtung vom 06.07.22 die Europapremiere dar. Es war sehr schade, dass der Film kaum besucht wurde. Allerdings liefen gleichzeitig auch drei weitere Filme, so dass sich die Zuschauer verteilt haben. Mexiko hat in den letzten Jahren das ein oder andere Genre-Produkt abgeliefert (z.B. The Untamed, Here Comes the Devil etc.).

Huesera war von den Filmen, welche ich bisher am NIFFF sah, der 2. unterhaltsamste. Punkteabzug gibt es nur für das doofe Ende, welches ich wirklich nicht mochte. Der Film hätte mit den surrealen Szenen zuvor, wo keine Antworten geliefert werden, enden sollen. Das wäre besser gewesen. Der Film ist technisch stark und vor allem überzeugend gespielt. Natalia Solián als Valeria war eine klasse Besetzung. Sie tut dem Film und der Authentizität gut.

Der Film ist phasenweise stimmungsvoll, gruselig und spannend. Es stellt sich schliesslich die Frage, ob Valeria den Verstand zu verlieren droht oder sie wirklich ein Monster austragen wird und/oder von Geistern verflucht oder verfolgt wird. Es tauchen mehrere Interpretationsmöglichkeiten (Schwangerschaftsdepression manifestiert als Horror) auf, die gelungen umgesetzt wurden. Die Rituale gegen Ende fand ich interessant. Das ständige Knacken der Hauptdarstellerin (Finger, Knochen etc.) fand ich auch herrlich gruselig - passt gut zu einem Horror-Setting.  Schade, dass der Film durch ein unpassendes Ende an Qualität verliert.

Fazit: Horrorfans können durchaus einen Blick riskieren!

Infos:

O: Huesera

Peru, Mexiko 2022

R: Michelle Garza Cervera

D: Michelle Garza Cervera, Abia Castillo, Natalia Solián

Laufzeit der NIFFF Fassung: Ca. 93 Min.

Gesehen am: NIFFF 2022

Fassungen: Gesehen im O-Ton mit englischen Subs am NIFFF 2022. Eine DVD/Blu-Ray sind noch nicht angekündigt (Stand: Juli 2022).

Freitag, 3. Dezember 2021

Anaconda Review

Anaconda

Story:

 

Im Dschungel von Brasilien: eine Doku-Film-Crew (Jennifer Lopez, Ice Cube, Eric Stoltz, Jonathan Hyde, Owen Wilson, Vincent Castellanos, Kari Wuhrer) und Anhang (Jon Voight) geraten an eine tödliche Riesen-Anakonda…

 

Meine Meinung:

 

Als Anaconda in die Kinos kam, war ich im Wechsel vom Kind zum Jugendlichen. Wir waren damals auf Reise (Luxemburg, Belgien, Holland, Deutschland) und ich sah das Kinoplakat in unserem Stopp in Hamburg. Für den Kinobesuch war ich jedoch schlicht zu jung. Erst später sah ich Anaconda und mochte den Film von Luis Llosa, der erstaunlich wenig Filme realisiert hat (u.a. den Actionfilm The Specialist).

 

Luis Llosa stammt aus Peru und Anaconda ist laut Internetangaben auch von Peru. Warum ist mir nicht klar. Gedreht wurde nebst den USA auch in Brasilien wie auch einige der Firmen, die für den Film tätig waren. Aber Peru? Auch die Produzenten sind nicht von Peru. Die Drehorte sind aber stimmungsvoll, wie auch die Bilder zu Beginn des Filmes, die gleich Danny Trejo in einem Kurzauftritt zeigen. Dazumal war er für solche Kurzrollen bekannt (From Dusk Till Dawn oder Zum Töten Freigegeben).

 

Anaconda lässt nostalgische Gefühle in mir hochkommen. Die letzte Sichtung ist Ewigkeiten her und der Film überzeugt mich noch immer. Ich bin zwar kein Fan, wenn Musiker (Jennifer Lopez, Ice Cube) in Filmen zu sehen sind, aber in Anaconda wirkt sich dies kaum störend aus. Zudem mit bekannten Namen wie Danny Trejo, Eric Stoltz (Die Fliege 2) und Jon Voight (Beim Sterben ist jeder der Erste) besetzt.

 

Nebst dem kurzweiligen Unterhaltungswert überzeugt der Film auch durch die teilweise mechanischen Schlangen-Effekte, den 08/15 Elementen, die einen guten Tierhorrorfilm ausmachen (langsamer Aufbau, Tier lange nicht zu sehen etc.), dem Setting und Bildern und vor allem der Over-the-Top Darstellung von Jon Voight, der den restlichen Cast problemlos an die Wand spielt. Amüsanter Auftritt.

 

Fazit: Für Tierhorrorfans zu empfehlen!

 

Gefolgt von: Anacondas - Die Jagd nach der Blut-Orchidee

 

Infos:

 

O: Anaconda

 

USA, Brasilien, Peru, 1997


R: Luis Llosa

 

D: Jennifer Lopez, Ice Cube, Jon Voight, Eric Stoltz, Jonathan Hyde, Owen Wilson, Vincent Castellanos, Kari Wuhrer, Danny Trejo

 

Laufzeit der deutschen DVD: 85:44 Min.

 

Neusichtung am: 02.09.21

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Columbia TriStar vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Die deutsche Synchro ist gelungen und absolut i.O. Gibt es von Sony Pictures in D auch auf Blu-Ray.