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Mittwoch, 1. Juli 2026

Sorrowful to a Ghost

Sorrowful to a Ghost

Story:

Meng (Ma Chi) führt eine Kampfschule. Meng will demnächst seinen Platz räumen und einen Nachfolger bestimmen. Doch alles kommt anders. Ein rivalisierender Kämpfer namens Dare Devil taucht auf und tötet Meng. Dessen Schüler schwören Rache…

Meine Meinung:

Bei Sorrowful to a Ghost handelt es sich um einen taiwanesischen Wuxia aus dem Jahr 1970 von Joseph Kuo (The Death Duel, The 18 Bronzemen, The Smart Cavalier) und Hsin Chi (Shadow Girl). Da Joseph Kuo, zumindest laut KI, dazumal noch vertraglich an die Shaw Brothers gekettet war, drehte den Grossteil des Filmes Hsin Chi. Joseph Kuo musste nach 16 Drehtagen in Taiwan das Land wieder Richtung Shaw Brothers verlassen. Sorrowful to a Ghost war einer der ersten Produktionen der Firma Hong Hwa International Films (H.K.) Ltd., die dazumal von Joseph Kuo ins Leben gerufen wurde.

Sorrowful to a Ghost ist solide und unterhaltsam. Nicht alles am Film ist perfekt. Es gibt Schatten- sowie Sonnenseiten. Positiv anmerken möchte ich den simplen und unkomplizierten Plot. Dem konnte ich gut folgen, obwohl ich keinen der Schauspieler namentlich aus anderen Filmen kannte. Die Drehorte und vielfältige Natur Taiwans wurde gekonnt und abwechslungsreich eingefangen. Auch die Settings haben mir daher gut gefallen. Passend waren auch die Ernsthaftigkeit und der völlige Verzicht von Klamauk und Slapstick. Der Film ist nicht besonders brutal, aber es gibt einige wenige blutige Schwertkampfszenen. Die Kampfszenen wirkten hier und da noch etwas theatralisch und steif.

Etwas, was mir nicht sonderlich gefiel war die Tatsache, dass einige der Kampfszenen «vor gespult» abgespielt werden, was einfach unecht aussieht. Das mag ich nicht. Abgesehen davon sind die Kampfszenen solide und der Film gefällt in diesen aufgrund der Settings, der Waffen und der Kameraführung. Die Helden fand ich im Grossen und Ganzen wenig charismatisch und sympathisch. Das empfand ich, gerade bei einigen Ende der 60er Jahre Shaw Produktionen, ähnlich. Die Helden Luschen, die Bösewichte überzeugend. So auch hier. Yi Yuan (The Shadow Chaser, A Brave Girl-Boxer in Shanghai, Struggle for a Vengeance) war die perfekte Wahl für die Rolle des Oberschurken.

Fazit: Wuxia Fans können bedenkenlos einen Blick riskieren!

Gefolgt von: The Ghost's Sword

Infos:

O: Gui Jian Chou

Taiwan 1970

R: Joseph Kuo

D: Ma Chi, Julie Lee Chi-Lun, Chang Ching-Ching, Chiang Pin, Yi Yuan, Wei Su, Han Chiang

Laufzeit der HK-DVD: 90:09 Min.

Gesehen am: 30.06.26

Fassungen: Gesehen als HK-DVD von Mei Ah = Code Free, O-Ton, englische Subs, gute und helle Bild- und Tonqualität (aber Vollbild). Zudem habe ich noch eine VHS aus Südkorea von Goldstar Home Video = Mandarin mit koreanischen Subs. Das Artwork der VHS ist sehr schön. Als ich dieses in meinem Urlaub in Südkorea gekauft habe, wusste ich nicht, dass es davon eine Englisch freundliche DVD gibt. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Dienstag, 9. September 2025

The Legend of Eight Knights Review

The Legend of Eight Knights

Story:

Eine Schlange greift in Yong-City einen Hund an. Die Schlange wird getötet, doch auch der Hund stirbt. Die Schlange war in Wahrheit ein Schlangen-Dämon. Dessen Tochter tut sich mit einer Hexe aus Meteor-City zusammen. Ihr Ziel: sich für den Tod des Schlangen-Dämons zu rächen. Nach dem Kampf (Schlange Vs. Hund) blieben acht Perlen zurück, aus denen acht Kämpfer (u.a. Wang Kuan-Hsiung, Tsai Hung) mit magischen Kräften wurden. 20 Jahre später finden sich diese acht Kämpfer zusammen, um Yong-City vor den magischen Kräften und Monstern aus Meteor-City zu beschützen…

Meine Meinung:

Bei The Legend of Eight Knights handelt es sich um einen sehr seltenen Film aus Taiwan. Der Film vereint die Genres Fantasy, chinesische Mythologie, Kaiju und Kung-Fu und stammt aus dem Jahr 1980. Damit war der Film älter als seine Kollegen wie A Valiant Villain (1969) oder The War God (1976). Regie führte Hsu Ta-Chun, der schon Kaiju-Erfahrungen vorweisen konnte (1971 in Tsu Hong Wu). Für die Effekte holte man sich Hilfe aus Japan. Diese kam in Form von Chujio Shintaro, der u.a. für King of Snake die Effekte beisteuerte.

Der Film, der in einigen Datenbanken nicht gelistet ist (ofdb) und/oder in Datenbanken keine Reviews vorzuweisen hat (imdb, hkmdb, Letterboxd), ist sehr selten und gehört zu den besseren taiwanesischen Filmen mit Kaiju-Effekten. Inhaltlich erzählt der Film den Seven Samurai Plot im Fantasy-Setting. Acht "Helden"(= Knights) sagen den Bösewichten den Kampf an und beschützen die Stadt. Mit Wang Kuan-Hsiung (Deadly Duo), Elsa Yang (Deadly Silver Angels) und Wang Hsieh (Fury of a Virgin) in den Hauptrollen. In einer Nebenrolle ist noch Chan Sing zu sehen (mehr Gastauftritt).

Die Fantasy-Momente und diversen Monster(Effekte) sind die Highlights des Filmes. Zwar hätte es davon im Mittelteil etwas mehr haben dürfen, dafür wird ansonsten stellvertretend viel gekämpft. Und im Vergleich zu anderen Filmen dieser Art (Young Flying Hero, The Legend of Mother Goddess, The Boy and a Magic Box) ist der Film unterhaltsamer, auf nervenden Klamauk wird fast komplett verzichtet und es gibt keine störenden Kinderfiguren. Nur die Musik hätte einen Tick interessanter sein dürfen und bestand zum grössten Teil sicherlich aus Archivklängen.

Fazit: Kaiju-Fans werden mit einigen coolen Monster-Effekten, Kreationen und Masken belohnt!

Infos:

O: Ling long pei zhu ba xia chuan

Taiwan 1980

R: Hsu Ta-Chun

D: Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Wang Hsieh, Tsai Hung, Chan Sing

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 86:19 Min.

Gesehen am: 09.06.25

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Goldstar Home Video vor = bis auf die Titeleinblendung (0.5 Sek) wohl Uncut, im O-Ton mit koreanischen Subs, in Vollbild statt in 2,35:1, bietet die Fassung jedoch eine gute Bildqualität. Im Vergleich zu einer Fassung auf YouTube sind die Farben in der südkoreanischen VHS deutlich besser und intensiver und es gibt an den Seiten mehr Bildinformation zu sehen (siehe Bild unten). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt. Der Film ist extrem selten. Das war mein teuerster Kauf (450 USD) eines Filmes. Das VHS war massiv verschimmelt und wurde vom Verkäufer gereinigt (siehe Bild unten). Es lief ohne Probleme.




Mittwoch, 3. Februar 2021

The Great Hunter Review

The Great Hunter

Story:

China in vergangenen Zeiten:

Ein Captain der Polizei (Jimmy Wang Yu) und die Tochter (Judy Lee) eines Ermordeten versuchen die Täterschaft zu stellen…

Meine Meinung:

The Great Hunter ist ein relativ unbekannter Film aus Taiwan mit Shaw Brothers Legende Jimmy Wang Yu (Das Todeslied des Shaolin). Mir sind auch keine Fassungen ausser diesem VHS bekannt. Der Film hat mir besser gefallen als erwartet und auch die Kampfszenen waren qualitativ besser als erwartet.

Der Film erzählt eine Art Krimi-Geschichte: der Film startet mit einem Mord. Der Mörder wird in den ersten Minuten geschnappt und soll zu einem Gericht eskortiert werden (à la The Green Dragon Inn). Doch auf dem Weg dorthin wird der Mörder von einem Profi getötet – und noch immer wissen Jimmy Wang Yu und Judy Lee (The Devil's Owl) nicht, wer der Auftraggeber war.

Ich mochte die Story, die nicht nur Wert auf die Kampfszenen legt. Phasenweise gibt es sehr lange keine Kampfszenen zu sehen. Ich mochte jedoch die Ermittlungen und die Tatsache, dass der Film ernst gehalten ist. Es gibt null Humor und Klamauk in dem Film, der mehr als nur einmal (Musik, Schusswaffen, Kameraeinstellungen) ans Italo-Western Genre erinnert.

Dazu kommt, dass die Englische Synchro wirklich gelungen ist. Wohl eine der besten Englischen Synchros die ich je zu einem asiatischen Film aus der Zeit hörte. Die Figuren fand ich durchs Band klasse: Jimmy Wang Yu ist diesmal als Captain der Polizei zu sehen, der ein ordentliches Verfahren vor Gericht einem Lynchmord vorzieht. Judy Lee spielt die Tochter des Getöteten voller Rache-Gedanken. Beide machen einen tollen Job!

Aber auch die Bösewichte gefallen sehr: egal ob der undurchsichtige Cousin, der alte Meister (gespielt von Chang Yu) mit cooler Waffe (starker und harter Finalkampf) oder der Profi-Killer. Letzterer war extrem stark gespielt. Chen Hung-Lieh (The Devil), auch bekannt aus vielen Shaw Brothers Filmen, passt mit seinem charismatischen Auftreten perfekt in die Rolle des Profi-Killers. Er überzeugt auch sichtlich in den Kampfszenen. Diese waren besser als erwartet und gerade seine Fights gegen die Mädels oder Jimmy Wang Yu (zwei Kampfszenen) sind einige der Highlights des Filmes.

Fazit: Fans von Jimmy Wang Yu greifen klar zu! Sehr gute Produktion aus Taiwan, teilweise mehr Krimi statt reiner Martial Arts Film aber durch die Story, die starken Figuren und die coolen Kampfszenen absolut empfehlenswert und besser als erwartet!

PS: Ein Jahr später drehte Regisseur Larry Tu Chong-Hsun noch einen weiteren Film mit Jimmy Wang Yu: The Lantern Street

Infos:

O: Lie Ren

Taiwan 1976

R: Larry Tu Chong-Hsun

D: Jimmy Wang Yu, Judy Lee, Chang Yu, Chen Hung-Lieh

Laufzeit des koreanischen VHS: 87:00 Min. (ca. 10-15 Sek. müssten noch abgezogen werden, da es mitten im Film einen längeren Unterbruch gibt = Jeans Werbung.

Gesehen am: 05.11.20

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von GoldStar vor = solide Bildqualität (könnte hier und da etwas heller und schärfer sein), Englisch Dubbed mit koreanischen Subs. Sah Uncut aus. Selten eine solch gute Englische Synchro gehört zu einem asiatischen Film. Es gibt keine DVD, keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung. Mit Ausnahme des VHS aus Südkorea sind mir keine Fassungen bekannt (Stand: Nov. 2020).