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Sonntag, 19. Oktober 2025

Creepshow Review

Horroktober 2025

Creepshow

Story:

Ein Vater (Tom Atkins) nimmt seinem Sohn (Joe Hill) das Horrorcomic Creepshow weg und entfernt es im Müll. Der Film erzählt danach fünf Kurzgeschichten mit diversen Inhalten. Es geht um Rache, Monster, Beziehungen, Gefahren aus dem All und Angst vor Käfern…

Meine Meinung:

Creepshow ist unter Horrorfans bekannt. Es handelt sich um den ersten Teil einer dreiteiligen Horrorreihe. 2019 folgte noch eine TV-Serie, welche und das überrascht mich, es doch bisher schon auf vier Staffeln schaffte (ich startete mit der 1. und brauch während der Staffel ab, da zu wenig gut und zu viel CGI). Creepshow ist eine Hommage an 50er Jahre Horrorcomics und der Film wartet mit diversen Persönlichkeiten auf, die Horrorfans kennen. Daher überrascht der Erfolg des Episodenfilmes auch nicht.

Mit Creepshow bringen sich Namen wie George A. Romero (Die Nacht der Lebenden Toten, Dawn of the Dead, Day of the Dead), Stephen King (Menschenjagd, Es, Im Kabinett des Todes), Tom Savini (Land of the Dead, From Dusk Till Dawn, Friday the 13th: The Final Chapter), Adrienne Barbeau (stand schon in Two Evil Eyes in einem George A. Romero Film vor der Kamera) oder Tom Atkins (Halloween III – Season of the Witch) in Verbindung. George A. Romero hatte mit seinen Zombiefilmen grossen Erfolg. Tom Savini ebenso (plus seine Arbeit in Filmen wie Freitag der 13. und Co.).

Adrienne Barbeau war damals die Ehefrau von Halloween Regisseur John Carpenter und spielte daher in einigen Horrorfilmen mit. Creepshow hat, trotz dieser Namen, die Neusichtung nicht bestanden und fliegt aus meiner Filmsammlung. Der Film war mir mit einer Laufzeit von zwei Stunden zu lang. Die Episoden (der Film hat fünf Episoden und eine Rahmenhandlung) waren vor allem durchschnittlich und wenig interessant. Dazu kommt, dass mir der Film zu lustig und zu harmlos war, Tom Savini Effekte hin oder her (er legt auch einen Cameo-Auftritt ab).

Es gab für meinen Geschmack im ganzen Film nur zwei Highlights, die wirkliche Freude in mir ausgelöst haben. Das «Affenmonster» (aus der Kiste) inklusive zwei Make-Up-Effekte, welche es verursacht, und wie in der letzten Episode die Käfer aus der Leiche brechen. Ansonsten gab es überraschend wenig Effekte zu sehen. Die Story mit Stephen King hatte The Curse & Die Farbe aus dem All Vibes. Gut gespielt hat nur Leslie Nielsen. Nebst Leslie Nielsen, Tom Savini, Stephen King, Adrienne Barbeau und Tom Atkins wartet der Film noch mit einem jungen Ed Harris (Love Lies Bleeding, In einer kleinen Stadt, A History of Violence) auf.

Fazit: Durchschnittlicher Episoden-Film.

Gefolgt von: Creepshow 2

Infos:

O: Creepshow

USA 1982

R: George A. Romero

D: Tom Atkins, Leslie Nielsen, Tom Savini, Stephen King, Adrienne Barbeau, Ed Harris, Ted Danson, E.G. Marshall, Hal Holbrook, Fritz Weaver, Joe Hill

Laufzeit der franz. DVD: Ca. 120 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: Okt. 2025

Fassungen: Mir lag die franz. DVD von TF1 Video vor = Uncut, Englischer O-Ton mit festen franz. UT, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch Uncut in Deutschland, auch auf Blu-Ray. In Deutschland heisst der Film Die Unheimlich verrückte Geisterstunde.

Samstag, 15. März 2025

Robin Hood: Ghosts of Sherwood

Robin Hood: Ghosts of Sherwood

Story:

Robin Hood (Martin Thon) nimmt den Kampf gegen den reichen Sheriff of Nottingham (Tom Savini) auf. Nachdem Robin Hood im Kampf getötet wird, erwacht er dank einer Hexe (Anika Neubauer) wieder zum Leben. Später werden sie zu Zombies. Die Nichte vom Sheriff (Ramona Kuen) versucht nun, zusammen mit Little John (Kane Hodder) zu überleben…

Meine Meinung:

Der Film hat mich nie interessiert. Ich bekam den Film, mehr just for fun, vom Kollegen geliehen. Quasi als eine Art masochistischer Akt schaute ich mir diese miese Robin Hood-Verfilmung an (in 2D). Was soll ich sagen? Kurz: wie erwartet Scheissdreck! Alles an dem Film ist schlecht. Was kann man erwarten, wenn ein narzisstischer Möchtegern-Regisseur wie Oliver Krekel, sich als richtiger Filmemacher versucht? Das hat schon in Vergangenheit nicht funktioniert, und tut es auch jetzt nicht.

Der «legendäre» und «kultige» Label-Chef mit der grossen Klappe und viel «stinkendem Eigenlob», er liefert hier auch einen Cameo-Auftritt ab, wie das hier und da Jess Franco in seinen Arbeiten ebenso tat, führte mit Hilfe seiner Familie Regie und versuchte, einen internationalen Robin Hood Film im Horrorgewand zu drehen. Oliver Krekel, Gründer von Astro, war dabei auch für die bescheuerte Story und das wenig perfekte Editing zuständig. Nadine Krekel (seine Frau) hat den Film mitfinanziert. Sogar ihren Sohn liessen sie im Film integrieren. Wie bei einer echten Sekte.

Ich bin wahrlich kein Fan von Robin Hood. Die Idee, den Plot im Horrorgewand zu verpacken, hat eigentlich was. Etwas, was in letzter Zeit auch bei Motiven wie Comics oder Zeichentrickfiguren mehr und mehr Anwendung fand, da die Rechte ausgelaufen sind: Popeye the Slayer Man, The Mouse Trap (Micky Maus Horrorfilm) oder die schon veröffentlichten Winnie the Pooh: Blood and Honey sowie die Fortsetzung Winnie the Pooh: Blood and Honey 2. Ich nehme an, bei Robin Hood war es einfacher, die Rechte zu erwerben. Krekel würde wohl meinen, der Zeit Mal wieder voraus gewesen zu sein.

Der Film ist technisch auf keinem grossen Niveau. Auch als Horrorfan oder Sicht eines Splatter-Fans überzeugt der Film, der eigentlich sehr harmlos gehalten ist, nicht. Der Plot ist lahm und uninteressant und wird nicht Mal zu Ende erzählt. Zum Glück gab es nie eine Fortsetzung. Zwei Stunden absolut gähnende Langeweile mit hölzernen, miesen und unfreiwillig komischen Dialogen und «Schauspielern» aus der Hölle erwarten den Zuschauer. Martin Thon als linksradikaler (= die neuen Nazis) Robin Hood war absolut grottenschlecht. Totale Fehlbesetzung. Kane Hodder (Hatchet, Jason Goes to Hell: The Final Friday, Kill Her Goats) und Tom Savini (The Dark Half, Dawn of the Dead, From Dusk Till Dawn) sollten sich schämen, für den Film vor die Kamera getreten zu sein.

Fazit: Zeitverschwendung!

Infos:

O: Robin Hood: Ghosts of Sherwood

Deutschland, USA 2012

R: Oliver Krekel

D: Martin Thon, Tom Savini, Anika Neubauer, Ramona Kuen, Kane Hodder, Oliver Krekel

Laufzeit der deutschen DVD: 116:13 Min.

Gesehen am: 03.01.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von VZ-Handelsgesellschaft vor = 2D und 3D Fassung, Uncut, Deutsch/Englisch ohne Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es auch auf Blu-Ray.

Dienstag, 11. Februar 2025

Two Evil Eyes

Two Evil Eyes

Story:

1. Geschichte:

Jessica (Adrienne Barbeau) und Dr. Robert Hoffman (Ramy Zada) betrügen Jessicas sterbenden Ehemann (Bingo O'Malley) um viel Geld. Doch am Ende läuft ihr Coup nicht so, wie geplant…

2. Geschichte:

Roderick Usher (Harvey Keitel) ist Künstler und Alkoholiker. Er hat eine Blockade. Seine Ehefrau und dessen Katze nerven und stören ihn. Es kommt, wie es kommen muss. Roderick lässt zuerst die Katze verschwinden, später wird die Ehefrau getötet. Doch das ist erst der Anfang vom Grauen für Roderick Usher…

Meine Meinung:

Nun sah ich Two Evil Eyes das erste Mal in Deutsch. Der Film bleibt knapp in der Sammlung. Two Evil Eyes ist ganz sicher kein Kracher, aber dennoch kann man den Film irgendwie ganz gut schauen und anspruchslos unterhalten werden, auch wenn viel mehr Potenzial vorhanden gewesen wäre. George A. Romero und Dario Argento, die schon mit Dawn of the Dead zusammen zu tun hatten, führten bei dieser 1990er Produktion Regie. Romero für die 1. und Argento für die 2. Kurzgeschichte. Es handelt sich um eine Italienisch-Amerikanische Produktion.

Two Evil Eyes ist eine Anthologie mit zwei Kurzgeschichten. Deren Inhalte basieren auf Geschichten des Autors Edgar Allan Poe. Diese wurden oft, vor allem im Horror-Genre, verfilmt. Wohl am meisten nebst Geschichten von H.P. Lovecraft und Stephen King, nehme ich Mal an. Wenn ich die zwei Verfilmungen vergleiche, hat mir jene von Dario Argento (Dracula 3D, The Card Player, Jenifer - Masters of Horror) mehr zugesagt, auch wenn diese bei weitem nicht perfekt ist. Ich hätte gerne mehr seiner typischen Kamerafahrten gesehen und die Musik war schwach. Letzteres war aber auch bei Romeros Episode der Fall.

Die Geschichte von Argento hatte mehr Action und Effekte zu bieten. Die Make-Up Masken und Effekte, viele gibt es nicht zu sehen, sind jedoch toll getrickst. Und als Katzen-Vater von zwei Katzen, mag ich es immer, wenn Katzen auch in einem Film vorkommen, auch wenn jene aus Two Evil Eyes stirbt. Der Film wartet mit diversen bekannten Namen auf. In Romeros (The Dark Half) Geschichte spielt die Ex-Frau von John Carpenter die Hauptrolle. Adrienne Barbeau. Argento zieht mit From Dusk Till Dawn Star Harvey Keitel nach. Und ausgerechnet er, hat in der deutschen Fassung eine eher unpassende Stimme verpasst bekommen. In Gastauftritten sind noch Tom Atkins (Halloween III – Season of the Witch) sowie Tom Savini (Night of the Living Dead) zu sehen.

Fazit: Kein Kracher, aber Horrorfans können dennoch einen Blick riskieren!

Infos:

O: Due Occhi Diabolici

Italien, USA 1990

R: George A. Romero, Dario Argento

D: Adrienne Barbeau, Ramy Zada, Bingo O'Malley, Harvey Keitel, Sally Kirkland

Laufzeit der deutschen DVD: 115:01 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 07.12.24

Fassungen: Mir lag bisher die UK-DVD von Arrow Video vor. In der Zwischenzeit bekam ich die deutsche DVD von '84 Entertainment geschenkt. Der deutsche Dub ist in solchen Fällen oft besser als der Englische oder der Italienische. Den Film daher erstmals in Deutsch gesichtet. Die UK-DVD wird danach verkauft/entsorgt. Die deutsche DVD ist Uncut und es gibt auch Englischen und Ital. Ton (aber keine Subs). Die Bild- und Tonqualität sind gut. Auch die deutsche Synchronisation ist gelungen, bist vielleicht die Stimme von Harvey Keitel. Ich fand ich eher unpassend. Es gibt keine Untertitel. Blu-Ray Fassungen gibt es schon in England (88 Films), Japan (Gruppo Bema / ADC Films), «Österreich» (NSM) und den USA (Blue Underground).

Mittwoch, 27. November 2024

The Dark Half

The Dark Half

Story:

Thad Beaumont (Timothy Hutton) ist Universitätsprofessor und Schriftsteller. Jahrelang schrieb Thad unter einem Pseudonym Schund- und Horrorromane, die sich gut verkauft haben. Nun wird er erpresst, da jemand herausgefunden hat, dass er dessen Autor ist. So kommt Thad, sein Management und seine Ehefrau zum Schluss, an die Öffentlichkeit zu gehen und die beliebte Horrorfigur in einem letzten Roman sterben zu lassen – und somit nicht mehr erpressbar zu sein. Doch kurze Zeit später beginnt eine mysteriöse Mordserie, und alle Indizien lassen Thad als Täter dastehen…

Meine Meinung:

Im ersten Quartal dieses Jahres habe ich den Roman gelesen (siehe Review) und war begeistert. Danach wollte ich mir den Film ansehen, um vergleichen zu können und stellte erschrocken fest, dass ich die DVD nicht habe. Ich fand heraus, dass ich den Film nie hatte, sondern im Januar 2012 beim Kumpel (als deutsche DVD) während eines Filmabends gesehen habe. Der Film stand auf der Wunschliste, doch andere Filme hatten Priorität. Im Sommer kaufte ich mir die Blu-Ray und nun, im Herbst, auch durch meinen Geburtstag an den Film erinnert (quasi eine Horror-Zwillinge-Story = ich habe auch einen Zwilling), war es endlich so weit.

Der Film ist solide und okay. Jedoch kann ich die ganz grosse Euphorie der 1. Sichtung nicht mehr teilen. Das liegt vor allem auch einfach daran, dass der Roman deutlich besser, spannender, fesselnder und stimmungsvoller war. Zudem gibt es diverse Änderungen zwischen Roman und Film, welche im Booklet von Thorsten Hanisch perfekt erläutert werden. Endlich Mal ein Booklet, welche das bietet, was ich von diesem erwarte. Ausserdem werden einige tolle Momente des Romans im Film viel zu schnell behandelt, was aber auch normal ist, da weniger Zeit, um alles aus dem Roman filmisch darzustellen.

Dem Stoff des Stephen King Romans nahm sich Dawn of the Dead Regisseur George A. Romero (Day of the Dead, Land of the Dead, Die Nacht der lebenden Toten, The Crazies) an. Die Umsetzung ist durch und durch solide. Langweilig wird es nicht. Timothy Hutton Schauspiel wird vor allem dann deutlich, wenn er Stark, seinen Filmmörder, spielt. Das Gegenteil vom Schriftsteller. Gekonnt, solide. Der wohl bekannteste Name wird von Michael Rooker gespielt, den vor allem Horrorfans aus Filmen wie Henry: Portrait of a Serial Killer oder Slither kennen dürften.  Die Horrorparts sind weniger stimmungsvoll und brutal/explizit als im Roman.

Es gibt wenig Effekte zu sehen. In der Hinsicht sei vor allem die Operation zu beginnt des Filmes erwähnt, 1-2 Wunden (Gesicht) und der wunderbare Make-Up-Effekt im Finale! Absolut sehenswerte und tolle Kreationen, die die Effekte-Macher da kreiert haben. Auch Tom Savini (Night of the Living Dead, Dawn of the Dead, From Dusk Till Dawn) wird im Team der Künstler gelistet. Als «special makeup effects production assistant». Er hat schon zuvor mit Regisseur George A. Romero (in Dawn of the Dead) zusammengearbeitet. Die Musik besorgte Christopher Young, der auch für viele Horrorfilme als Komponist  tätig war (A Nightmare on Elm Street 2: Freddy's Revenge, Hellraiser, Die Fliege 2, Düstere Legenden). Ich kann mir vorstellen, dass der Film besser gefällt, wenn nicht mit dem Roman vergleichen wird. Ist das aber nicht fast immer so?

Fazit: Horror- und Stephen King Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: The Dark Half

USA 1993

R: George A. Romero

D: Timothy Hutton, Amy Madigan, Michael Rooker, Julie Harris, Robert Joy, Chelsea Field, Royal Dano

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 121:28 Min.

Gesehen am: Januar 2012 / Neusichtung am: 14.10.24

Fassungen: Mir lag das deutsche Mediabook von OFDb Filmworks vor = Mediabook, DVD/Blu-Ray Fassung zum Film, Booklet von Thorsten Hanisch (sehr zu empfehlen), Deutsch/Englisch mit Untertiteln, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist gelungen.

Donnerstag, 19. Oktober 2023

Night of the Living Dead


Horroktober 2023

Night of the Living Dead

Story:

Diverse Überlebende (Patricia Tallman, Tony Todd, Tom Towles, William Butler, Katie Finneran) verschanzen sich in einem Haus und kämpfen ums Überleben, als Horden von Zombies auftauchen…

Meine Meinung:

Night of the Living Dead ist in meinen Augen nach wie vor ein sehr gutes Horror-Remake zu George A. Romeros Zombieklassiker mit dem gleichnamigen Titel aus dem Jahr 1968, der wohl die berühmteste Zombie-Reihe der Welt lostrat (Dawn of the Dead, Day of the Dead). Neu ist, dass hier auch auf Effekte und eine starke Frauenrolle wert gelegt wird. Anders als im Original wandelt sich Barbara hier von der ängstlichen, hysterischen Frau zur knallharten Überlebungskünstlerin.  

Ansonsten handelt es sich, mehr oder weniger, um denselben Plot wie im Original. Regie führte Effekte-Techniker Tom Savini (From Dusk Till Dawn, Land of the Dead, Deathdream), der in den 80ern wohl seine besten Arbeiten ablieferte (Friday the 13th: The Final Chapter, Maniac, Freitag der 13., The Texas Chainsaw Massacre 2). Und als Regisseur war es selbstverständlich, dass Tom Savini auch die Effekte für das besprochene Remake erstellte. Eine kleine Schande, dass einige der besten Szenen der Zensur zum Opfer gefallen sind.

Die Zombie-Make-Up Masken sind superb. Der eine Zombie (mit der Naht, erfolgt durch die Autopsie) erinnert dabei an den Italo-Film Let Sleeping Corpses Lie. Das Grauen wird, wie im Original, quälerisch langsam deutlich. Und stellt auch die Menschen untereinander als potenzielle Gegner dar. Sei es den von Anfang an unsympathischen Choleriker Cooper oder die schiesswütigen Rednecks am Ende. Der Grundidee von George A. Romero wird damit Früchte getragen. Was den Cast angeht, ist ein grosser, späterer Horrorstar dabei: Tony Todd (Candyman's Fluch). Und in einer kleinen Rolle ist Bill Moseley (House of 1000 Corpses) zu sehen.

Der Film fängt ohne lange Einleitung an und der Film bleibt fesselnd, actionreich und spannend. Die Effekte sind soll anzusehen und auch der Cast macht seine Sache sehr gut. Wer jedoch das Original kennt, wird in dem Remake wenig neue Überraschungen vorfinden. Dem sollte sich der Zuschauer bewusst sein. Da gibt es sicher jene, die finden das gut und hätten Neuerungen kritisch betrachtet und umgekehrt. Man kann es nie allen recht machen. Apropos Remake: Angeblich sollte Tom Savini auch ein Remake zu Umberto Lenzis Film Nightmare City verwirklichen – doch in den letzten Jahren gab es dazu keine News mehr. Wohl ein Projekt, welches nie das Licht der Welt erblicken wird…

Fazit: Wer gerne klassisches Zombie-Kino mag, sprich die langsamen Fleischfresser, macht mit Tom Savinis Remake nichts falsch – im Gegenteil, es lohnt sich!

Infos:

O: Night of the Living Dead

USA 1990

R: Tom Savini

D: Patricia Tallman, Tony Todd, Tom Towles, William Butler, Katie Finneran

Laufzeit der US-DVD: 88:11 Min.

Neusichtung am: Okt. 2023 / Sichtung der UHD: 14.06.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia Pictures vor = zensierte US-R-Rated Kinofassung (eine echte Uncut gibt es nicht), solide Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs vorhanden. Für die US-Freigabe wurden vor dem Kinostart mehrere blutige Kopfschüsse bei Zombies zensiert und/oder durch unblutige Einstellungen ausgetauscht. Auch die Szene mit dem Schürhaken im Zombiekopf wäre ursprünglich grafischer ausgefallen. In Deutschland auch nur in dieser Version zu haben. Gibt es auch auf Blu-Ray von Nameless Media. Der Film ist bzw. war (?) in Deutschland lächerlicherweise sogar Mal verboten, wenn ich nicht irre. Nachtrag Juni 2026: Meine Gebete wurden erhört: Night of the Living Dead wurde 2025 erstmals offiziell in der völlig unzensierten Version veröffentlicht. Der Film, der dazumal (1990) für seine US-Kinofreigabe in Gewaltszenen zensiert wurde, gibt es nun schick restauriert auf Blu-Ray und UHD. Mir lag die deutsche Steelbook Fassung von Sony / Plaion Pictures vor. Ich sah mir die UHD an = Englischer O-Ton mit englischen Subs, Uncut, neues Master. Das Master beginnt in s/w und wird im ersten Viertel farbig. Die ehemals zensierten Szenen erstrahlen in einer hervorragenden Qualität. Von den zwei Tonspuren sah ich mir die DD 5.1 Tonspur an. Die war ein Genuss. Den deutschen Ton gibt es nur für die zensierte Kinofassung. Der Film hat die Neusichtung bestanden. Sehr solider Zombiehorror mit tollem Cast (Tony Todd, Patricia Tallman, Bill Moseley). Trotz Regie und Effekten von Tom Savini, ist der Film eigentlich relativ harmlos gehalten, was das frühere Verbot in Deutschland (oder die US-Kinozensur) noch lächerlicher erscheinen lässt. Das Verbot wurde 2018 bzw. 2020 aufgehoben. Horrorfans sollen sich den Film in dieser Form nicht entgehen lassen. 

Sonntag, 4. Dezember 2022

Dawn of the Dead Review

Dawn of the Dead

Story:

 

Ein unbekannter Virus verwandelt Menschen in Zombies. Diverse Überlebende (u.a. Ving Rhames, Sarah Polley, Michael Kelly, Jake Weber, Ty Burrell, Mekhi Phifer, Kim Poirier) verschanzen sich in einem Einkaufszentrum vor den Zombie-Massen…

 

Meine Meinung:

 

Dawn of the Dead war 2004 der erste Spielfilm von Zack Snyder, der später mit einigen audiovisuellen Filmen auf sich aufmerksam machen sollte (300, Watchmen), ehe er zum totalen Comic- und Kommerz-Regisseur aufsteigen sollte. Sein letzter Film war für Netflix und auch ein Zombiefilm (Army of the Dead). Abgesehen von den erwähnten Filmen wie Watchmen oder 300 interessieren mich die anderen Werke von ihm gar nicht.

 

Zack Snyder nahm sich unter finanzieller Mithilfe von Universal einem Horrorklassiker an: George A. Romeros Dawn of the Dead. Das Remake hat mir dazumal (2004) im Schweizer Kino gut gefallen. Besser als erwartet. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich mag den Film tatsächlich auch aktuell noch sehr gut. Im Gegensatz zu anderen Remakes (Evil Dead, Friday the 13th, Last House on the Left, Candyman, The Stepfather) nach wie vor sehenswert!

 

Ich mag bereits den Start des Filmes. Das Unheil ist, bevor der Horror beginnt, spürbar. Die Panik und das Chaos wurden toll eingefangen und auch das Intro mit dem Song When a Man Comes Around von Johnny Cash passt perfekt ins Geschehen! Später fühlte ich mich bei anderen Zombiefilmen (dem Taiwanesischen Film The Sadness z.B.) ans Unbehagen erinnert, welches Dawn of the Dead in den ersten Minuten spürbar werden lässt. Toll!

 

Der Cast ist auch nicht übel. Sarah Polley (die Krankenschwester) oder Ving Rhames (der Cop) sind sympathisch. Das gilt mehr oder weniger für die Hauptfiguren. Die Nebenfiguren sind mehr 08/15 gezeichnet, aber m Vergleich zu heutigen neuen Filmen weitaus weniger nervend. Sie erfüllen ihrem Zweck (mehr oder weniger Kanonenfutter). Schön fand ich die Hommagen und Zitierungen ans Original ("When there's no more room in hell, the dead will walk the earth") oder die Gastauftritte von Tom Savini (zeichnete sich im Original für die Effekte verantwortlich plus kleine Nebenrolle) und Ken Foree (Hauptfigur im Original).

 

Sieht man von einigen wenigen miesen CGI-Explosionen/Feuer-Sequenzen ab, sind die Effekte ordentlich und aufwändig in Szene gesetzt. Das nötige Kleingeld war vorhanden, und das sieht man Dawn of the Dead zu jeder Sekunde an. Die Splatter-Szenen und Zombie-Make-Up Masken sind stark in Szene gesetzt. Auch jetzt, fast 20 Jahre später noch. Tolle Arbeit. Und wer jetzt denkt, dass dafür Profis wie z.B. die KNB-FX verantwortlich war = Fehlanzeige! Wer es gerne blutig mag, kommt m Film definitiv auf seine Kosten. Es gibt auch Neuerungen wie ein Zombie-Baby (Hommage an Dead Alive?) wie auch im Finale eine Hommage an Cannibal Holocaust. Apropos Finale: ich mochte das Ende!

 

Fazit: Gelungenes Remake und sehenswerter Zombie-Horror-Film!

 

Infos:

 

O: Dawn of the Dead

 

USA, Kanada, Frankreich, Japan 2004

 

R: Zack Snyder

 

D: Ving Rhames, Sarah Polley, Michael Kelly, Jake Weber, Ty Burrell, Mekhi Phifer, Kim Poirier, Tom Savini, Ken Foree

 

Laufzeit der jap. DVD: 109:06 Min.

 

Neusichtung am: 18.11.22

 

Fassungen: Mir lag die jap. Premium Edition (Doppel DVD mit Schuber) aus Japan von Universal vor. Die alte Universal DVD aus Deutschland habe ich entsorgt? Warum? Weil die 1. Universal Disc aus Deutschland, verglichen mit der jap. Disc, in Sachen Bild- und Tonqualität deutlich schlechter abschnitt. Deshalb. Zur japanischen Ausgabe: Uncut, DTS Ton, Englischer O-Ton, englische Subs, Unrated Fassung. Inzwischen auch als Blu-Ray zu haben (jedoch sind hier Brüste zensiert, sogar in der Unrated Fassung da gleiches Master wie aus den USA).

Mittwoch, 2. November 2022

From Dusk Till Dawn Review

 
Horroktober 2022

From Dusk Till Dawn

Story:

Zwei Bankräuber (George Clooney, Quentin Tarantino) inklusive Geiseln (Harvey Keitel, Juliette Lewis, Ernest Liu) und Gäste (u.a. Tom Savini, Fred Williamson, Gregory Nicotero) erleben nach ihrer Flucht in Mexiko in der Bar Titty Twister eine Nacht, die sie nicht so schnell vergessen werden…

Meine Meinung:

Ich war 1996, als der in die Kinos kam, dafür noch zu jung, da Jahrgang 1985. Den damals unvorbereitet im Kino sehen zu können, muss sicher ein fantastisches Erlebnis gewesen sein. Der Film wurde nicht nur zu einem finanziellen Erfolg, sondern gar zu einem Kultfilm. Es folgten zwei Fortsetzungen und eine TV-Serie, die jedoch das hohe Niveau des ersten Filmes nicht mehr zu halten vermochten.

Ein ähnliches Kaliber von Film war auch Desperado. Kein Zufall, da gleicher Regisseur. Robert Rodriguez und Quentin Tarantino (Reservoir Dogs) waren für den Film verantwortlich: Regie (Robert Rodriguez), Drehbuch (Robert Rodriguez), Screenplay (Quentin Tarantino) und produziert haben sie den Film z.T. auch. Es gibt auch Gerüchte, dass die 1. Hälfte des Filmes von Quentin Tarantino und die 2. von Robert Rodriguez gedreht wurde. 

Der Klassiker ist nebst Arbeiten wie Desperado, Faculty - Trau keinem Lehrer!, Sin City oder Planet Terror der beste Film von Robert Rodriguez. Zumindest in meinen Augen, auch wenn ich einige der genannten Filme auch schon länger nicht mehr sah. Der Mix aus Road-Movie (1. Filmhälfte) und Vampir-Splatter (2. Filmhälfte) ist extrem unterhaltsam. Es stimmt praktisch alles: Kultige Dialoge, amüsante Ideen, grosser Unterhaltungswert, coole Mucke der Band Tito & Tarantula.

Obwohl der Film in Sachen Gewalt, Make-Up Masken und Monster-Kreationen (u.a. eine The Thing Hommage) zensiert wurde (für das R-Rating) und gar ganze Todesszenen fehlen (z.B. von Nebenfiguren wie jene gespielt von Greg Nicotero), gibt es für Fans des roten Lebenssafts genug Effekte, Splatter und Monster zu sehen. Dennoch leicht schade, dass es keine richtige Uncut Fassung gibt. Schön fand ich, dass hier auch Effekte-Techniker und Legenden wie Tom Savini und die neuere Generation, die Mitglieder der KNB-FX Group, aufeinandertreffen (die waren auch für die Effekte im Film zuständig).

Daneben ist der Film bis in die Nebenrollen und Gastauftritte toll mit diversen Stars und Namen wie George Clooney, Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood), Juliette Lewis (Kap der Angst), Harvey Keitel (Taxi Driver), Salma Hayek (Sausage Party), Danny Trejo (Anaconda), Cheech Marin, Tom Savini (The Texas Chainsaw Massacre 2), John Saxon (Enter the Dragon), Fred Williamson, Michael Parks (Death Wish V), Howard Berger (Dr. Giggles) oder Greg Nicotero (Intruder) besetzt.

Fazit: Kultiger 90er Jahre Streifen und Must-See Titel für Fans von Robert Rodriguez / Quentin Tarantino!

Gefolgt von: From Dusk Till Dawn 2 - Texas Blood Money

Infos:

O: From Dusk Till Dawn

USA 1996

R: Robert Rodriguez

D: George Clooney, Quentin Tarantino, Harvey Keitel, Juliette Lewis, Ernest Liu, Salma Hayek, Cheech Marin, Danny Trejo, Tom Savini, Fred Williamson, Michael Parks, John Saxon

Laufzeit der deutschen DVD: 103:28 Min.

Neusichtung am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Buena Vista / Miramax Films vor = Deutsch/Englisch mit Subs (tolle deutsche Synchro), sehr gute Bild- und Tonqualität, diverse Extras. Gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray. Der Film wurde für die R-Rating Freigabe zensiert. Die Szenen sind teilweise als Bonus (z.B. SE LD aus den USA), in Bootleg-Fassungen (Deutsches VHS) oder im Making of (Full Tilt Boogie) zu sehen. Nachtrag: im Making of sind nur einige der Szenen zu sehen. Wer alle Szenen sehen möchte (sind ganz schön viele) muss zur US-LD/US-Blu-Ray (oder einem Bootleg) greifen. Die Szenen sind gar von Rodriguez und Greg Nicotero kommentiert und sie bestätigen, dass die Szenen nicht nur aus Pacing Gründen, sondern auch aufgrund MPAA Zensur durchgeführt wurden. Eine echte Uncut-Fassung gibt es nicht.

Freitag, 1. Oktober 2021

Wishmaster Review

 
Horroktober 2021

Wishmaster

Story:

Ein Djinn (Andrew Divoff) erwacht durch Zufall zu neuem Leben und sorgt für diverse Opfer (Tony Todd, Kane Hodder, Reggie Bannister…). Alexandra (Tammy Lauren), die dem Djinn drei Wünsche erfüllen darf, kämpft nun gegen das Schrecken an, das sie «heraufbeschworen» hat…

Meine Meinung:

Was haben folgende Namen gemeinsam?

Wes Craven (A Nightmare on Elm Street), Pierre David (Scanners), Harry Manfredini (Freitag der 13.), Robert Kurtzman (Nightwish), Robert Englund (Düstere Legenden), Ted Raimi (Skinner), Reggie Bannister (Phantasm Ravager), Kane Hodder (Jason Goes to Hell: The Final Friday), Tom Savini (Dawn of the Dead), Tony Todd (Candyman's Fluch), Angus Scrimm (Phantasm Ravager) und Joseph Pilato (Day of the Dead)?

Nebst dem absolut grossartigen Andrew Divoff als böser, fieser und charismatischer Djinn sind oben genannte Namen Cast und Crew Beteiligte aus Wishmaster, einem Werbefilm um die Arbeiten und Trickkiste der KNB-FX Group. Und allesamt haben ihre Spuren im Horrorfilm hinterlassen.

Wes Craven & Pierre David haben den Film produziert, Harry Manfredini besorgte die Musik und KNB-FX Mitglied Robert Kurtzman führte auch gleich Regie, während die restlichen Namen in Gastauftritten zu sehen sind, was Wishmaster für Horrorfans sympathisch macht.

Der Film ist unterhaltsam und gefällt durch den Plot um den Djinn und wie es diesem listig gelingt, seinen Opfern Wünsche zu entlocken, damit er seine böse Macht auch Walten lassen kann. Der Film wird von einem grossartigen Andrew Divoff und hervorragenden Make-Up-Masken und Splattereffekten getragen. Da stört es auch nicht, dass der weibliche Lead (Tammy Lauren) dabei leicht abfällt, was die Leistung oder Sympathie angeht.

Der Film ist sehr blutig und es gibt nicht nur sehenswerte und blutige Splatter-Effekte zu sehen, sondern auch diverse coole Monster, Make-Up und Gummi/Latex-Kreaturen und ein stimmungsvolles Höllen-Setting. Etwa zwei bis drei digitale Effekte fallen im Grossen und Ganzen negativ auf, aber 90% der Effekte sind handgemachte Effekte und in ihrer Umsetzung schnörkellos.

Fazit: Pflicht für Horrorfans, was man von den unnötigen, weniger guten und billigen Fortsetzungen nicht mehr behaupten kann (für Andrew Divoff war nach Teil zwei auch Schluss).

Gefolgt von: Wishmaster 2 - Das Böse stirbt nie

Infos:

O: Wishmaster

USA 1997

R: Robert Kurtzman

D: Tammy Lauren, Andrew Divoff, Robert Englund, Chris Lemmon, Wendy Benson-Landes, Ted Raimi, Reggie Bannister, Kane Hodder, Tony Todd, Tom Savini, Angus Scrimm, Joseph Pilato

Laufzeit der schweizerischen DVD: 86:29 Min.

Neusichtung am: Okt. 2021

Fassungen: Mir lag die alte Schweizer DVD von Atlantis Film vor = Nur Deutsch (gute Synchro), solide bis durchschnittliche (Intro in den Film) Bildqualität, Uncut. Eine Blu-Ray gibt es in D von NSM.