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Donnerstag, 6. Juni 2024

Mother of Tears

 

Mit Claudio Simonetti am Brugggore Filmfestival 2024

Mother of Tears

Story:

Eine tödliche Urne, in der der Geist einer Hexe (Moran Atias) eingeschlossen ist, wird an einer Uni von einer Angestellten (Asia Argento) geöffnet. Ein tödlicher Fehler…

Meine Meinung:

Mother of Tears war 2007 der überraschende Abschluss von Dario Argentos (Deep Red, Pelts) Mütter Trilogie nach seinen Klassikern Suspiria und Inferno. Dazwischen gab es inoffizielle Filme mit ähnlichem Inhalt (Demons 6).  Leider hat Mother of Tears die 2. Sichtung nicht bestanden. Der Film müsste eigentlich aus der Sammlung fliegen und entfernt werden. Bei der Veröffentlichung schien ich vom Hype geblendet, auf der anderen Seite haben mir auch schon andere Argentos nach Neusichtungen nicht mehr gefallen (La Sindrome di Stendhal).

Im Vergleich zu den noch mieseren Argentos wie Dracula 3D oder Dark Glasses ist der Film irgendwie noch ok, technisch besser und besitzt einen, wenn auch trashigen und mehrfach ungewollt komischen (die Szenen im Zug) Unterhaltungswert. Aber von einem richtig guten Film ist Mother of Tears leider meilenweit entfernt. Da bin ich doch ziemlich erschrocken. Die Neusichtung verdankt der Film dem Ableben des französischen Darstellers Philippe Leroy, dessen Nebenrolle hier etwas an Donald Pleasence aus Phenomena erinnert.

Natürlich erinnern einzelne Aufnahmen, Szenen und Momente an bessere Zeiten (Opera, Tenebre, Sleepless), dennoch wird man als Argento Fan enttäuscht sein, wenn man mit hohen Erwartungen an den Film geht. Das Kaschieren von mangelnder filmischer Qualität durch ultrabrutale Splatter-Szenen (immerhin tolle Effekte von Sergio Stivaletti) spricht Bände. Ohne Erfolg, auch wenn einige Effekte durchaus sehenswert geworden sind. Der Look wirkt billig (wie auch einzelne CGI -Momente), die Musik von Claudio Simonetti (Demons) leider ebenso (teilweise The Omen Vibes) und das Schauspiel der meisten Akteure ist schlecht, wobei Dario seine Tochter Asia (Interstate, The Church) Mal wieder nackt präsentiert.

Fazit: Enttäuschender Abschluss von Dario Argentos Mütter Trilogie!

Infos:

O: La Terza madre

Italien, USA 2007

R: Dario Argento

D: Udo Kier, Asia Argento, Daria Nicolodi, Cristian Solimeno, Adam James, Moran Atias, Valeria Cavalli, Philippe Leroy

Laufzeit der UK-DVD: 97:30 Min.

Gesehen am: April 2008 / Neusichtung am: 03.06.24

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Optimum Home Entertainment = Uncut, Englischer Ton, keine Subs, gute Bild- und Tonqualität. Die Disc wurde am Brugggore Filmfestival 2024 von Claudio Simonetti signiert. Gibt es in Deutsch von diversen Labeln Uncut auf Blu-Ray (ILLUSIONS UNLTD. films, Koch Media, 8-Films).

Dienstag, 4. Januar 2022

Return of the Street Fighter Review

 Japanuary 2022

Return of the Street Fighter

Story:

Hitman Tsurugi (Sonny Chiba) wird nach einem Auftrag von einem ehemaligen Polizisten, einem Überlebenden aus Teil eins und der amerikanischen Mafia gejagt…

Meine Meinung:

Return of the Street Fighter kann nicht mit Teil eins mithalten aber ist für Fans des japanischen Kinos und Sonny Chiba (Samurai Reincarnation, The Golden Bat, Message from Space) noch immer zu empfehlen. Es wird ein neues Abenteuer erzählt. Sonny Chiba ist erneut als Antiheld zu sehen, der jedoch zwischen die Fronten von Japanern und der amerikanischen Mafia, auch wenn diese im Film wie Hippies aussehen, gerät.

Nebst Sonny Chiba kehren aus Teil eins zwei weitere Figuren plus Regisseur Shigehiro Ozawa (Ling Fung - Das glorreiche Schwert) zurück. Als Link zum Vorgänger gibt es drei längere Rückblenden zu Teil eins zu sehen. Ob diese wirklich nötig gewesen wären, ist fraglich. Ohne diese wäre der Film noch kürzer ausgefallen als er schon ist (79 Minuten Laufzeit). Hat man wohl zum Strecken der Laufzeit als Füllmaterial gebraucht…

Die negativen Seiten des Filmes sind schnell erklärt: die ersten 30 Minuten sind trotz der kurzen Laufzeit relativ unspektakulär, Sonny Chibas Sidekick nervt sehr und zumindest im Finale fehlt ein echter Endkampf gegen die beiden Hauptbösewichte: einer wird durch Strom getötet und der andere (der amerikanische Mafia-Hippie) ist kein Martial Artist und kann nicht kämpfen. Das ist leicht schade.

Dafür gibt es unmittelbar vor dem Ende unendlich lange, fantasievolle und blutige Karate-Action zu sehen. Allgemein legt der Film nach einer halben Stunde los und tritt mächtig aufs Gas. Mit skurrilen Figuren, blutigen Fights und Splatter (die Augen aus dem Kopf Szene war das Highlight des Filmes) und sonderbaren Settings (Kampf im Schnee) macht die Toei-Produktion im Grossen und Ganzen doch viel Spass. Und: die coole Musik aus Teil eins wird wieder verwendet! Top!

Fazit: Zwar schlechter als Teil eins, aber alle Sonny Chiba-Fans dennoch zu empfehlen!

Gefolgt von: The Street Fighter's Last Revenge

Infos:

O: Satsujin ken 2

Japan 1974

R: Shigehiro Ozawa

D: Sonny Chiba, Claude Gannyon, Yôko Ichiji, Masashi Ishibashi, Masataka Iwao, Masafumi Suzuki, Kô Tanaka

Laufzeit der UK-DVD: 79:15 Min.

Gesehen am: ? / Neusichtung am: Jan. 2022

Fassungen: Siehe Teil eins!

Donnerstag, 28. Januar 2021

Azumi 2: Death or Love Review

Japanuary 2021

Azumi 2: Death or Love

Story:

 

Azumi (Aya Ueto) und Nagara (Yûma Ishigaki) haben ihre Mission noch nicht beendet: Inoue Kanbê (Kazuki Kitamura) muss sterben! Auf ihrem Weg treffen Azumi und Co. auf neue Verbündete aber auch auf neue Feinde (Chiaki Kuriyama)…

 

Meine Meinung:

 

Azumi 2: Death or Love hat die Neusichtung nicht bestanden. Der Film hat gegen Teil eins in allen Belangen keine Chance, trotz gutem Regisseur (verantwortlich für Filme wie: H.P. Lovecraft’s Necronomicon, Godzilla, Mothra and King Ghidorah: Giant Monsters All-Out Attack, Gamera: Guardian of the Universe, God’s Left Hand, Devil’s Right Hand) hinter der Fortsetzung.

 

Die Gründe:

 

1. Die Story ist uninteressant und ein lahmer Aufguss aus Teil eins.

 

2. Es gibt Längen. Ich musste sogar spulen.

 

3. Die Figurenzeichnung, vor allem jene der neuen Figuren, waren schwach. Kein Vergleich zum ersten Film. Chiaki Kuriyama (Battle Royale, Exte: Hair Extensions) kann als Ausnahme angesehen werden. Im Grossen und Ganzen fehlt es an Figuren eines Schlags Monkey Face oder Bijomaru Mogami.

 

4. Viel zu wenig Azumi! Fans von ihr werden enttäuscht sein. Sie darf erst im Finale richtig zulangen! Vorher gibt es zu wenig von ihr zu sehen…

 

5. Enttäuschende Action und Potenzialverschwendung: Die Action im ersten Film war klar besser. Zudem grenzt der Kampf zwischen Azumi und Battle Royale Star Chiaki Kuriyama vor dem Finale an eine Potenzialverschwendung, da viel zu kurz. Schade, da wäre mehr möglich gewesen…

 

6. Die CGI Effekte (Blut) sieht teilweise furchtbar billig aus – leider im modernen Kino aus Japan Standard (siehe Film wie Battle Royale 2 oder Zatoichi).

 

7. Zu viel Gefühlsquatsch und Kitsch = interessiert niemand!

 

Leider ist Azumi 2: Death or Love nur eine mittelmässige Fortsetzung geworden! Manche Filme sollten nicht fortgesetzt werden…

 

Aufgrund dieser sieben Gründe fliegt Azumi 2: Death or Love aus der Sammlung…

 

Fazit: Besser Teil eins nochmal gucken!

 

Infos:

 

O: Azumi 2: Death or Love

 

Japan 2005

 

R: Shûsuke Kaneko

 

D: Aya Ueto, Ken'ichi Endô, Mikijirô Hira, Yuma Ishigaki, Shun Ito, Chiaki Kuriyama

 

Laufzeit der UK-DVD: 108:01 Min.

 

Gesehen am: ? / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Optimum Releasing vor = Uncut, solide Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Die deutsche Fassung (z.B. Blu-Ray von TB Productions / Intergroove) haben zum O-Ton keine Untertitel. Dasselbe gilt für die deutschen DVDs.

Dienstag, 12. Januar 2021

The Street Fighter Review

Japanuary 2021

The Street Fighter

Story:

 

«Street Fighter» Takuma Tsurugi (Sonny Chiba) wird als Leibwächter für die schwerreiche Tochter Sarai (Yutaka Nakajima) eines Unternehmens angestellt. In Wahrheit will er, wie auch die Yakuza/Triaden (Chiyoko Kazama), an ihren Reichtum ran. Dann ist da noch Karate Kämpfer Tateki Shikenbaru (Masashi Ishibashi) und dessen Schwester Nachi (Etsuko Shihomi), der mit Takuma Tsurugi noch eine offene Rechnung zu begleichen hat…

 

Meine Meinung:

 

The Street Fighter war einer der ersten Sonny Chiba (Message from Space, Sister Street Fighter, Legend of the Eight Samurai, Virus, Karate for Life, The Executioner II: Karate Inferno, Doberman Cop, Wolf Guy, Hiroshima Death Match) Filme die ich sah. Der Film wurde auch ausserhalb Japans bekannt, vor allem durch die Tatsache, dass der Film auch in den US-Kinos lief. Der Film wurde durch drei Faktoren begünstigt:

 

1. Wegen seiner Gewaltdarstellung war The Street Fighter der erste Film, der eine X-Rated Freigabe erhielt = perfekte Werbung für den Film.

 

2. In dem Klassiker und Kultfilm True Romance wird der Film erwähnt. Zudem guckt sich der dortige Held, Christian Slater, alle drei Teile der Reihe im Kino an und erzählt davon voller Begeisterung seinem weiblichen Date.

 

3. Quentin Tarantino (Once Upon a Time in Hollywood) ist Fan des Filmes.

 

Diese drei Tatsachen sorgten dafür, dass der Film Fans auch ausserhalb Japans kennen und lieben geschätzt haben. Der Film ist eine ultrabrutale und blutige Mischung aus Karate-, Gangster und Exploitation-Schiene der Toei Studios. Halt die typische 70er Jahre Marke, die sie dazumal rausgehauen haben. Und der grosse Star des Films: Sonny Chiba!

 

Der Film war so erfolgreich, dass es mehrere Fortsetzungen gab plus eine 4teilige Sister Street Fighter Reihe. Es gibt einige Karate-Filme mit Sonny Chiba, doch selten waren die Kampfszenen so blutig und schön abwechslungsreich choreographiert wie hier. Mit Blut wird wahrlich nicht gespart.

 

Das Tempo des Filmes ist rasant, einige Figuren könnten direkt aus einem Manga oder Videospiel stammen und eine Art Hommage an die Zatoichi Film-Reihe gibt es auch (mit dem blinden Schwertkämpfer). Dazu kommt ein hammergeiler Soundtrack! Dazu kommt, dass die Mädels im Film alle schick anzusehen sind (darunter in einer Nebenrolle bereits Etsuko «Sister Street Fighter» Shihomi).

 

Einzige Kritikpunkt: der Sidekick von Sonny Chiba nervt leicht (immerhin stirbt er blutig und sorgt damit für mehr Effekte) und das offene Ende mochte ich nicht (lebt er oder nicht?). Aber das ist Jammern auf hohem Niveau = The Street Fighter ist allen Sonny Chiba Fans oder solchen, die es noch werden wollen, zu empfehlen!

 

Gefolgt von: Return of the Street Fighter

 

Infos:

 

O: Gekitotsu! Satsujin ken

 

Japan 1974

 

R: Shigehiro Ozawa

 

D: Sonny Chiba, Masashi Ishibashi, Yutaka Nakajima, Etsuko Shihomi

 

Laufzeit der UK-DVD: 87:08 Min.

 

Gesehen am: Dez. 2006 / Review überarbeitet am: Jan. 2021

 

Fassungen: Mir lag die UK-Trilogie DVD-Box von Optimum Asia vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs vorhanden. Gibt es in D Uncut von Anolin auf DVD (Titel in Deutschland: Der Wildeste von allen). Eine Blu-Ray gibt es nicht (Stand: Jan. 2021).

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Hardware


Horroktober 2020

Hardware

Story:

In einer futuristischen Zukunft: Jill (Stacey Travis) bekommt von ihrem Freund Moses (Dylan McDermott) einen Roboter-Kopf geschenkt. Dumm nur, dass dieser ein Überbleibsel eines strenggeheimen Militärprojektes war – MARK 13 – einer tödlichen Waffe mit künstlicher Intelligenz, die nun im Apartment von Jill ein tödliches Eigenleben entwickelt…

Meine Meinung:

Vor elf Jahren zwischen einem dicht gestaffelten NIFFF Programm gesehen und als ok abgetan, gefiel mir Hardware aktuell, nun fast wie eine Neusichtung wirkend, deutlich besser. Der Film vom Dust Devil Regisseur Richard Stanley (Color Out of Space) gefällt durch einen originellen Inhalt und die schräge Art und Weise der Umsetzung.

In einer futuristischen Endzeit-Storyline geht es um einen Killerroboter, der Angst und Schrecken verbreitet. Ziel: Jill, die zudem von einem unheimlichen Nachbar und Voyeur belästigt wird. Ich wusste nur noch wenig seit der letzten (und einmaligen) Sichtung 2009, aber ich wusste, dass der Film einen langsamen Aufbau pflegt.

Dies empfand ich nun nicht mehr als störend. Im Gegenteil: es wird eine schräge Stimmung geschaffen und das Unheil nimmt langsam seinen Lauf. Der Film ist optisch eine Wucht und das Endzeit-Setting und die futuristische Eirichtung von Jills Wohnung kommt dem Film optisch wie auch audiovisuell gut zu stehen.

Richard Stanley, der in seiner Karriere auch mit diversen Bands zusammen gearbeitet hat, liess dies auch in Hardware einfliessen (Wahl der Songs) und bot einigen bekannten Namen Gastauftritte: Iggy Pop, Lemmy (der auch oft in Troma Produktionen zu sehen war), Carl McCoy.

Die 2. Filmhälfte ist mörderisch spannend. Zusammen mit dem tollen Schauspiel der Stars, der Optik sind es dann auch die Effekte, die zu überzeuge vermögen. Speziell der Mark 13 Roboter ist toll getrickst und richtig fies, eindrücklich und unheimlich. 

Dazu kommen 2-3 unerwartet blutige und originelle Tötungsszenen, dessen Effekte stark in Szene gesetzt wurden. Bob Keen (Nightbreed, The Unholy) war daran beteiligt. Das Warten darauf lohnt sich.

Fazit: Aktuell kann ich den Kult um Richard Stanley und seine Filme gut nachvollziehen! Eigentlich ein Grund, bald auch Dust Devil Mal wieder in den Player zu werfen! Hardware gefiel mir klar besser als früher = erfuhr eine klare Aufwertung bei Neusichtung! Sicher nebst The Terminator einer der besten Filme mit einem Killer-Roboter…

Infos:

O: Hardware

Großbritannien, USA 1990

R: Richard Stanley

D: Dylan McDermott, Stacey Travis, John Lynch, William Hootkins, Carl McCoy

Laufzeit der UK-DVD: 90:22 Min.

Gesehen am: Juli 2009 / Review überarbeitet am: Okt 2020 / Sichtung der australischen UHD: 19.06.26

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Optimum Home / MGM vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, exklusive Extras, O-Ton aber keine Subs dazu. Wer eine Blu-Ray möchte sollte zur Ausgabe aus Österreich (Koch Media) oder den USA (Ronin Flix) greifen. Nachtrag Juni 2026: Um eine Version mit englischen Subs zu besitzen, habe ich zu der inzwischen veröffentlichten australischen Blu-Ray und UHD-Fassung von Umbrella gegriffen. Die Fassung kommt mit Schuber, restauriert, mit englischen Untertiteln und jede Menge Extras daher. Ich sah mir den Film in der UHD-Fassung an. Ich fand das Bild hier und da etwas zu dunkel. Ob es am Medium UHD liegt oder daran, dass ich einen alten Plasma-TV habe, ist mir nicht bekannt. Es dürfte spannend sein, in Zukunft die Blu-Ray damit zu vergleichen. Wo die Edition hingegen extrem toll war, war die Musik. Die Vertonung war stark. Der Film gefiel mir nach wie vor gut. Es handelt sich definitiv um den besten Film von Richard Stanley.