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Sonntag, 8. März 2026

The Soul Guardians

The Soul Guardians

Story:

Eine Polizeieinheit stürmt das Lager eines satanischen Kultes, nur um festzustellen, dass alle Mitglieder tot sind. Durch Suizid. Ein schwangeres Opfer schafft es bis ins Krankenhaus. Dort stirbt sie, ihre Tochter kann aber gerettet werden. 20 Jahre später sucht die dunkel Macht nach der jungen Frau, um durch ihren Körper wiedergeboren zu werden. Ehemalige Sekten-Anhänger sterben, die Polizei ermittelt und mehrere «Soul Guardians» setzen such zum Ziel, die junge Frau vor den dunklen Mächten zu schützen…

Meine Meinung:

Als ich 2008 in Hong Kong war, kaufte ich, so viel ich noch weiss, über 100 Filme. Auch einige VCDs. Das waren zu einem Teil reine Blindkäufe. So einer war The Soul Guardians. Bei The Soul Guardians handelt es sich um einen Ende der 90er Jahre Film aus Südkorea, der vor allem für seinen teilweisen Einsatz von CGI-Effekten das damalige Kino in Südkorea revolutioniert haben soll. Wer jetzt vermutet, dass es sich bei The Soul Guardians um eine «CGI-Schlacht» handelt, der irrt.

Ich fand den Film solide. Ich fühlte mich gut unterhalten. Die erste Disc (meiner VCD-Version) war dabei etwas unterhaltsamer und bot mehr Action. Der Film erinnerte mich zwar an Filme wie Sieben, Warlock – Satans Sohn kehrt zurück und Co., machte das aber ganz ordentlich. Besser gut geklaut als nicht, würde ich meinen. Jedoch stimmt das so nicht ganz: es handelt sich beim Film um eine Verfilmung eines in Südkoreas populären Romans (Toemarok). Die CGI-Effekte haben 90er Jahre Vibes, so à la Buffy - Im Bann der Dämonen. Die fliegenden Messer haben mich vor allem an oben genannten «Warlock» erinnert. Eine Einstellung vom besessenen Kind erinnerte mich zudem an der 80er Jahre Horrorstreifen Evilspeak.

Der Film bietet einen guten Mix aus Okkult-Thriller, Krimi, Action- und Horrorfilm. Hier und da erinnerten mich einzelne Szenen auch an Sci-Fi Momente aus Matrix oder Terminator, wo einige Sequenzen fast 1:1 aus den Klassikern stammen könnten. Oder die Kleidung. Oder der Dauerregen. Das Böse kommt hier in diversen Formen. Zum einen kann es auch Objekte und Gegenstände befallen und töten, zum anderen in der Form eines Killersoldaten. Daher wirkt der Film auch kurzweilig, abwechslungsreich und unterhaltsam.

Der Cast besteht aus Namen wie Kim Roi-ha (Memories of Murder), Ahn Sung-ki (Musa), Shin Hyun-jun (Shadowless Sword), Lee Ki-young (A Bittersweet Life) oder Lee Beom-soo (The City of Violence). Der weibliche Hauptstar Chu Sang-mi, feierte 2000 mit Say Yes grosse Erfolge. Einen Film, den ich nicht kenne, nun aber viel Gutes gelesen habe = Wunschliste. The Soul Guardians kommt in dieser Form (VCD, kein DTS-Ton, keine englischen Untertitel, leicht zensiert) nicht in die Sammlung. Wäre mir für die Sichtung z.B. die DVD aus Südkorea zur Verfügung gestanden, hätte ich den Film behalten. So bin ich jedoch unschlüssig, ob ich neu kaufen werde oder ob es bei dieser einen Sichtung bleiben wird.

Fazit: Fans von südkoreanischen Horrorfilmen können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Toemalog

Südkorea 1998

R: Park Gwang-choon

D: Ahn Sung-ki, Shin Hyeon-joon, Choo Sang-mi, Oh Hyeon-cheol, Chu Sang-mi

Laufzeit der HK-VCD: 49:51 Min. (1. Disc) / 47:21 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 08.03.26

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Winson Entertainment vor = solide Bild- und Tonqualität, O-Ton mit chinesischen Subs (nicht Englisch freundlich), ca. 34 Sekunden zensiert (0.5-1 Sek. Gewalt, Rest = Sexszene). Qualitativ am besten dürfte die DVD aus Südkorea sein (DTS-Ton, Uncut, englische Untertitel). Die deutsche DVD (als Soul Guardians - Die Seelenwächter) hat zwar auch O-Ton, aber keine Untertitel. Es scheint keine Blu-Ray zu geben (Stand: März 2026).

Mittwoch, 2. Juni 2021

Devil Hunters


Devil Hunters

Story:

Zwei Gangs und ihre Mitglieder (Francis Ng, Michael Chan Wai-Man, Ken Lo, Cheng Kang-Yeh) bekämpfen sich, während Cops / Undercover-Cops (Ray Lui, Moon Lee, Sibelle Hu, Candy Wen, Alex Man) hinter den Gangstern her sind…

Meine Meinung:

Devil Hunters ist ein Mix aus modernem Actionfilm, Category III und Girls with Guns-Genre. Zusammengehalten wird der Film durch eine etwas wirre und konfuse Story, in welcher sich zwei Gangster-Baden bekämpfen inklusive der Polizei, welche hinter den Gangstern her sind plus zwei-drei mysteriöse Figuren im Hintergrund, deren Aufgabe lange nicht klar sind. Zudem gibt es auch innerhalb der Gangster-Banden Maulwürfe und Machtspiele.

Mit anderen Worten: es ist nicht immer einfach herauszufinden, warum wer auf wen schiesst! Die englischen Subs der VCD helfen teilweise auch nicht, da schwer lesbar (mehr dazu unter Fassungen). So bestehen die meisten Action-Szenen aus Shoot-Outs und weniger aus Martial Arts Szenen, was angesichts der Stars doch etwas schade ist. Devil Hunters ist eines nicht: langweilig! Es gibt viele Action-Sequenzen und die Shoot-Outs sind blutig, der Film allgemein alles andere als harmlos.

Der Film verdankt seine CAT. III Freigabe einer derben und innovativen Folter-Szene, die Insekten, Missbrauch und das Entfernen von Zehennägeln beinhalten. Mutige Rolle der Dame und ungewöhnlich für diese Art Action-Film. Der Film wartet am Ende mit einem fehlgeschlagenen Stunt (Explosion) auf, der mehrere der Akteure ins Krankenhaus brachte (Verbrennungen), u.a. auch Moon Lee. Im Abspann und zuvor im Film sind die Szenen alle zu sehen.  In Hollywood wäre das undenkbar…

Der Film wartet mit einem Traum-Cast auf: Michael Chan Wai-Man (The Concrete Jungle, The Escaped Convict), Ray Lui (The Bund), Moon Lee (Angel 2), Sibelle Hui (The Way of the Lady Boxers), Alex Man (The Daring Kung-Fu Refugee), Ken Lo (Cheetah on Fire) oder Francis Ng (Final Run). Michael Chan Wai-Man leider ohne Kampfszene. Trotzdem: cooler Cast für diese Art Film!

Fazit: Jedem HK-Actionfan zu empfehlen!

Infos:

O: Lip Mo Kwan Jing

HK 1989

R: Lu Chin-Ku

D: Francis Ng, Michael Chan Wai-Man, Ken Lo, Cheng Kang-Yeh, Ray Lui, Moon Lee, Sibelle Hu, Candy Wen, Alex Man

Laufzeit der HK-VCD: Ca. 78 Min.

Gesehen am: Feb. 2010 / Review überarbeitet am: 02.03.21 / Neusichtung (Blu-Ray): 03.06.26

Fassungen: Mir lag früher die deutsche DVD vor, die ich aufgrund der miesen Synchro verkauft habe, nachdem ich mir die HK-VCD von Winson gekauft habe. Diese ist zwar nur in Vollbild und bildtechnisch qualitativ dürftig, dafür in O-Ton und mit englischen Subs, die teilweise wegen weissem Hintergrund schwer lesbar sind. Die Alternative: die franz. Blu-Ray von Spectrum: restauriert, O-Ton, erstklassige Bild- und Tonqualität, Originalbildformat aber keine englischen Subs. Nachtrag Juni 2026: Als ich den zuletzt sah, war das eine sehr bescheidene HK-VCD. Den Film nun als Upgrade auf einer Blu-Ray (von Shamrock Media) sehen zu können, ist schon cool. Der Film macht Spass, auch wenn es nicht der ganz grosse Kracher ist. Dafür war die Action doch hier und da auch unspektakulär. Zudem hätte ich mir, vor allem am Anfang und Mittelteil, etwas mehr Kampfszenen gewünscht. Der Plot ist etwas verschachtelt und die Polizei stellt sich mehr als einmal naiv an. Zudem gab es auch wirklich lahme Actionszenen (Verfolgungsjagd mit den Motorbooten). Dennoch unterhaltsam und mit vielen bekannten Gesichtern (Ray Lui, Moon Lee, Francis Ng, Alex Man, Sibelle Hu, Michael Chan Wai-Man, Ken Lo, Cheng Kang-Yeh). Dabei fiel mir Shaw Brothers Star Cheng Kang-Yeh, der mich oft in seinen humorvollen Rollen nervte (z.B. Heroes of the East), erst bei dieser Sichtung auf. Der film ist Uncut, kommt im O-Ton mit deutschen Subs und ist einer absolut hervorragenden Bild- und Tonqualität daher. Richtige Extras = Fehlanzeige. Wendecover vorhanden. 

Evil Black Magic Review

Evil Black Magic

Story:

Ming (Lawrence Ng) ist eifersüchtig, da Wai (David Wu), der Schönling, immer die Mädels abbekommt und er leer ausgeht. Mit dem Ziel, Wais aktuelle Freundin mit einem Liebeszauber zu verführen, reist Ming nach Thailand in den Urlaub, wo er sich durch Meister La Pin (Eddy Ko) in Sachen Magie ausbilden lässt…

Meine Meinung:

Shaw Brothers Regisseur Ho Meng-Hua (Shaolin Abbot, Shaolin Hand Lock) drehte, wenn die Datenbank-Infos stimmen, 1992 seinen letzten Film: Evil Black Magic. Eine Art Remake zu seinem Shaw Brothers Klassiker Black Magic. Ein CAT. III Werk und absoluter Schund im positiven Sinne!

Ich war gespannt darauf, eine Art Neuinterpretation von Black Magic zu sehen. Ich ging trotzdem mit kaum vorhandenen Erwartungen an den Film, um nicht enttäuscht zu werden. So kam es, dass ich phasenweise positiv überrascht wurde. Evil Black Magic ist mit Sicherheit per se kein wirklich guter Film. Von einem Meisterwerk wollen wir auch nicht sprechen.

Aber ich hatte mit dem Inhalt und Schund, vor allem auf 1. Seite (oder der A Seite) der Laserdisc so richtig meinen Spass! Und langweilig wurde der Film nie. Das schaffen auch nicht alle Filme. Eddy Ko (Postman Strikes Back) nimmt hier die Rolle von Ku Feng im Original ein, während Lawrence Ng (der Dreckskerl aus The Black Wall) quasi dessen Hilfe erbittet und sein Schüler wird (inklusive Hommage an Alexander Fu Shengs Szene vor dem Shaolin Kloster in Shaolin Temple).

Ich habe mir beim Schauen einige Szenen notieren müssen, da teilweise so irre und/oder fantasievoll und/oder amüsant:

1. Betrifft die 1. LD Seite: 90% der Musik stammt aus A Nightmare on Elm Street! Find ich cool! Oft erwartete ich Freddy Stimme "Nancy" sagen zu hören, aber so weit (nicht wie in Zuma II) kam es nicht…

2. Eddy Ko gräbt eine weibliche Leiche aus, dessen Gesicht leuchtet. Dieser schlägt er einen Nagel in den Kopf, um die Frau als Killer-Vampir einsetzen zu können (sorgt dann auch für den ersten Splattereffekt des Filmes).

3. Der weibliche Killer-Vampir wird von mehreren Kleinwüchsigen bedrängt, befummelt, ausgezogen und verfolgt. Schön, dass Minderheiten schon damals integriert wurden. Damit war der Film seiner Zeit voraus!

4. Es gibt indirekte Werbung für den Stephen Chow Film When Fortune Smiles. Dieser lief während den Dreharbeiten des Filmes scheinbar im Kino, so dass eine riesengrosse Kinoanschrift zum Film inklusive Original-Plakat zu sehen ist. Cool.

5. Es gibt einen nackten Frauenkampf zu sehen und die Gerechtigkeit siegt: beide Frauen klatschen dem Typen eine (plus in den Arm beissen) und lassen ihn alleine zurück! Diese Szene ist köstlich amüsant und beweist, dass man den Film und Inhalt nie und nimmer ernst nehmen kann und darf! Allgemein gibt es viel nackte Haut zu sehen.

6. Wohl eines der Highlights des Filmes, der Liebeszauber: Eddy Ko streicht eine nackte Frau mit irgendwas ein (mit einem Pinsel), rasiert ihre Schamhaare ab und führt diese zusammen mit Reis (!) in ihre Vagina ein. Danach muss die Frau ein Weilchen in der Pose verweilen und der Reis wird wieder entfernt. Mit dem "magischen Reis", den die Dame nun ihrem Freund zum Essen geben muss, der sie nicht begehrt, sollte der Liebeszauber wirken. Was er auch tut. Geschmeckt hats nicht - das lässt die Mimik des Freundes bei der Szene erahnen (plus, dass er beim Essen ein Schamhaar im Reis findet!). Der Film wartet mit solchen Szenen als Füllmaterial auf. Prima!

7. Gibt es kleine Komodowarane, Spinnen, Schlangen, Skorpione und einen grossen Centipede zu sehen. Lawrence Ng (oder ein Double) beisst in Nahaufnahme aus einem lebenden Riesen-Centipede ein ganzes Stück ab und frisst es, während das halbtote Tier davonzieht! Unschön – da kommen mir doch gerade The Princess and Toxicant oder Red Spell Spells Red in den Sinn. Und im Finale darf die Hauptdarstellerin dann noch lebende Maden/Spulwürmer erbrechen…(à la The Devil, Centipede Horror, The Boxer’s Omen…).

8. Gibt es zwei Splattereffekte und Laserstrahlen (wie im Original) zu sehen.

9. Gibt es kein wirkliches Happy End.

Die 2. Seite der LD ist etwas weniger unterhaltsam. Es gibt auch hier und da Mal einige lahmere (Sex)Szenen, da die von Lawrence Ng verkörperte Figur an paar Beispielen üben muss, bevor er vor dem Finale seinen Zug macht, um das Herz seiner grossen Liebe zu verzaubern! Allgemein ist die 2. Filmhälfte weniger spektakulär und weniger abwechslungsreich. Aber immerhin stimmte mich das Ende (siehe Punkt neun der Auflistung) zufrieden.

Fazit: Für Category III, Trash, Erotik- und Fans des Original Black Magic zu empfehlen! Man sollte einfach nichts erwarten, dann wird man doch relativ gut unterhalten meine ich…

Infos:

O: Chu nu de you huo

HK 1992

R: Ho Meng-Hua

D: Eddy Ko, Lawrence Ng, David Wu, Chung Yim-Hung, Eliza Yue Chi-Wai, Tiu Gwan-Mei, Chiagng Tao,

Laufzeit der HK-LD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 01.03.21

Fassungen: Mir lag die HK-LD von Winson vor = Wahrscheinlich Uncut, O-Ton, keine Subs, sehr gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2021). Nachtrag: gibt es in den USA von World Video auf Laserdisc (soll zudem englische Subs haben).

Freitag, 31. Juli 2020

Centipede Horror Review





Centipede Horror

Story:

Die Schwester von Michael wird in Thailand im Urlaub von deinem Tausendfüßler-Fluch befallen und getötet. Michael (Michael Miu Kiu-Wai) reist daraufhin selbst mit seiner Freundin (Margaret Lee Din-Long) vor Ort, um Recherchen anzustellen. Er trifft auf zwei sich bekämpfende Magier (Hussein Hassan, Stephan Yip Tin-Hang) und die Tatsache, dass auf seiner Familie ein Fluch lastet…

Meine Meinung:

Centipede Horror hat die Zweitsichtung bestanden und noch besser: der obskure HK-Horrorfilm aus den 80ern (1982) gefiel mir aktuell ein ganzes Stück besser als bei der Erstsichtung. Ich wusste nämlich um die Schwächen des Filmes (zu Beginn Längen) Bescheid und konnte meine Erwartungen korrekt anpassen.

Der Film, dessen Drehbuch wie schon bei Red Spell Spells Red von einer Frau stammt (und zwar von der gleichen), überzeugt vor allem in der zweiten Filmhälfte. Trotzdem möchte ich auch die «lahme» erste Filmhälfte nicht per se schlecht machen. Der Vorspann mit Nahaufnahmen der giftigen, vor allem in Asien sehr verbreiteten Tausendfüßlern (dort sind grössere Exemplare als bei uns heimisch) ist beeindruckend.

Dazu wird ein Soundtrack aufgespielt, der dem Morricone Soundtrack aus The Thing gleicht. Und bald schon gehen die Tausendfüßler auf Mordsjagd und es gibt einige krude Make-Up Effekte zu sehen (Wunden am ganzen Körper und mutige Szenen der Schauspieler, die sich von vielen, lebenden Tausendfüßlern belagern liessen).

Dazu kommt, dass der Film ernst, düster und humorlos ist. Eine willkommene Abwechslung zum sonstigen HK-Klamauk. Dies tut der Stimmung des Filmes gut. Auch das exotische Thailand-Setting trägt (à la Red Spell Spells Red) zu dieser Stimmung bei. Gerade in dem Genre war es nicht unüblich, die Story z.B. in Thailand zu drehen und die Geschehnisse weg von Hong Kong zu verlagern.

Auf Seite B der Laserdisc geht der Film dann völlig ab. Von Längen keine Spur mehr. Es gibt pausenlose Unterhaltung bis zum Ende und das Duell der Magier ist kreativ, sehenswert und bietet einige herrliche WTF Momente (die lebenden Hühner Skelette erinnerten mich an The Boxer's Omen). Solche bizarren und skurrilen Szenen können nur aus dem asiatischen Kino der damaligen Zeit stammen.

Die mir unbekannten Darsteller sind solide. Keine Glanzleistungen, aber solide. Die Szenen mit den Tausendfüßlern sind eklig bis faszinierend zugleich. Im Finale erinnern einige Szenen sehr an Slugs und/oder Squirm. Typische Tierhorrorszenen.

Regisseur Keith Li hat als Regisseur keine Karriere gemacht. Er war zuvor/danach in diversen Bereichen für die Shaw Brothers tätig – Regie (The Supreme Swordsman), Assistant Director (The Sentimental Swordsman), Writer (Men from the Gutter), Planning (Danger Has Two Faces) oder Script Supervisor (Killer Clans).

Das Ekel-Highlight, welches den Film jedoch von den besagten Filmen (Slugs, Squirm) abhebt: die Freundin vom Lead erbricht ohne Schnitt lebende Tausendfüßler (mehrere). Wie gesagt: eklig bis faszinierend zugleich! So was ist in dem Sub-Genre aus Taiwan/Hong Kong nicht neu (siehe Filme wie The Devil und Co.), aber selten und immer wieder herrlich eklig und sehenswert! Sehr mutige Leistung von Margaret Lee Din-Long!

Fazit: Wer das Weird Asian Kino der damaligen Zeit mag (HK, Taiwan, Indonesien, Philippinen etc.), sollte sich Centipede Horror nicht entgehen lassen!

Infos:

O: Ng Gung Jau

HK 1982

R: Keith Li

D: Michael Miu Kiu-Wai, Margaret Lee Din-Long, Hussein Hassan, Stephan Yip Tin-Hang

Laufzeit der HK-LD: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Review überarbeitet am: 19.05.20

Fassungen: Mir lag für die 2. Sichtung die HK-LD von Winson vor = Uncut, O-Ton, sehr gute und helle Bildqualität und englische Subs. Diese sind an den Seiten NICHT abgeschnitten (also Vorteil gegenüber der US-VHS). Die «HK DVD», wohl ein Bootleg wie auch eine ominöse US-DVD, ist seitlich oben leicht beschnitten gegenüber der LD und die Bildqualität ist im Vergleich zur LD etwas unscharf. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Mai 2020). In den USA wurde eine 35mm Kino-Kopie gefunden und daraus ein 2K Master erstellt. Es ist anzunehmen, dass in der Zukunft mit einer Blu-Ray zum Film zu rechnen ist. Nachtrag 31.07.20: dieses 2K Master soll um zwei Minuten zensiert sein. Nachtrag 14.05.23: Das neue US-Label Error 4444 haben den Film inzwischen auf Blu-Ray veröffentlicht. Bisher gab es den FIlm nur auf LD oder VHS. Weltpremiere. Dazu diente ein restauriertes Uncut-Master ohne Framecuts im O-Ton mit englischen Subs. Die Disc kommt mit Schuber, Wendecover und Booklet daher. Als Extras gibt es u.a. einen Einblick in die Zensur zum Film und eine kleine Einführung ins CAT. III Genre (uninteressant für Kenner). Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Interessant ist, das das neue Master keine Credits im Vorspann zeigt. Ansonsten eine hervorragende Scheibe. Error 4444 ist ein Label, welches Fans im Auge behalten sollten!

Mittwoch, 25. März 2020

Spooky, Spooky Review



 Mir lag die HK LD ohne Cover vor. Das Cover sähe wie folgt aus:

Spooky, Spooky

Story:

An einem Touristenstrand und Ortschaft, so sagt man, soll es spuken. Geister sollen die Gegend heimsuchen, da früher eine Frau und ein Mann von einem Mob getötet wurden (u.a. im Treibsand und im Meer ertränkt). Die örtliche und externe Polizei (u.a. Wu Ma, Joyce Godenzi, Alfred Cheung Kin-Ting, Anthony Chan Yau, Chung Fat, Corey Yuen, Mars, Yuen Wah, Richard Ng) bekommt es im Verlauf des Filmes dann tatsächlich mit bösen Geistern, Zombies und Besessenen zu tun. In ihrem kleinen Polizeirevier kämpfen sie ums Überleben…

Meine Meinung:

Bei Spooky, Spooky handelt es sich um einen 1988er Sammo Hung Film, in welchem er Regie führte und als Produzent fungierte. Mitspielen tut Sammo Hung diesmal aber nicht. Die Action besorgte Yuen Wah, der im Film in der 2. Filmhälfte als Cop zu sehen ist.

Der Film ist ein Mix aus Action, Grusel und Komödie. Und wie so oft im HK-Kino der damaligen Zeit, funktioniert der Mix erstaunlich gut. Daher ist es umso unverständlicher, dass der Film so wenige Fassungen erfuhr und selten d.h. kaum zu bekommen ist (siehe mehr Infos unter Fassungen).

Der Film macht vor allem ab der 2. Filmhälfte (Seite B der Laserdisc) sehr viel Spass, da sich Grusel und Action (plus Humor) die Waage halten und es diesbezüglich ohne Längen bis zum Abspann Unterhaltung gibt. Längen gibt es nur zu Beginn – Einführung in die Story, Einführung der Figuren, zäher Aufbau. Der Soundtrack hätte zudem, gerade in der ersten Filmhälfte, besser sein dürfen. Der war relativ lahm.

In der 2. Filmhälfte dominieren dann Action, Stunts, Grusel, charmante Make-Up Effekte und Masken nach meinem Geschmack und das Auftreten vieler bekannter Gesichter wie: Wu Ma, Chung Fat, Yuen Wah, Corey Yuen, Mars, Richard Ng oder Joyce Godenzi. Der Humor ist lustig, die Action rockt, die Effekte waren stark getrickst. Es werden etliche Horror-Klassiker zitiert: Das Ding aus einer anderen Welt, Re-Animator, Der Exorzist, Der Blob, Jaws und vor allem Tanz der Teufel. Mir als Horrorfilmfan gefielen diese Details sehr.

Fazit: Wer das HK-Kino aus der Zeit mag, sollte sich diesen Sammo Hung Film nicht entgehen lassen! Daumen drücken, dass der vielleicht irgendeinmal auf Blu-Ray erscheinen wird!

Infos:

O: Gwai Mang Goek

HK 1988

R: Sammo Hung

D: Wu Ma, Joyce Godenzi, Alfred Cheung Kin-Ting, Anthony Chan Yau, Chung Fat, Corey Yuen, Mars, Yuen Wah, Richard Ng, Pauline Wong Yuk-Wan (als Geist), Phillip Ko Fei (als Lover, der zu Beginn des Filmes im Meer ertränkt wird)

Laufzeit der HK-LD: Ca. 95 Min.

Gesehen am: 23.01.20

Fassungen: Mir lag die seltene HK-LD von Winson vor, die den Film als Spooky, Spooky, Spooky veröffentlicht hat. Meine LD kommt ohne Cover daher. Infos: Uncut, O-Ton, englische Subs, gute bis hier und da etwas zu dunkler Bildqualität. Es gibt den Film scheinbar nebst LD nur als VHS d.h. es gibt den Film weder als VCD, noch DVD und schon gar nicht auf Blu-Ray. Eine deutsche Fassung gibt es auch nicht (Stand: Jan. 2020). Andere Fassungen: Rainbow Audio US-VHS. Zudem soll es noch eine VCD aus Malaysia geben (jedoch keine weiteren Infos und/oder Cover dazu gefunden).

Sonntag, 1. September 2019

Human Pork Chop Review

Human Pork Chop

Story:

Die Polizei verhört Chan Wan-Hok (Wayne Lai Yiu-Cheung) und dessen Ehefrau und findet heraus, dass Chan Wan-Hok und zwei seiner Kumpels für den Tod einer Frau verantwortlich sind. Die Leiche wurde zerstückelt, entsorgt (in einer Hello Kitty Puppe) und z.T. auch gekocht…

Meine Meinung:

True-Crime CAT. III Film der fast zeitgleich mit There Is a Secret in My Soup veröffentlicht wurde. Beide Filme basieren auf dem «Hello Kitty» Mord und sind, was die Jahrgänge angehen, zu spät. Die goldene Zeit des regulären HK-Kino sowie das CAT. III Genres waren längst vorbei. Die besten Filme dieser Art wurden in den 90ern, vor allem zu Beginn und Mitte der 90er, veröffentlicht. Da sind Kracher dabei wie: Her Vengeance, The Untold Story, Run and Kill, Ebola Syndrome.

Human Pork Chop gehört definitiv nicht zu den Krachern. Den Film sah ich zuletzt in der Jugendzeit und nun fliegt er aus der Sammlung, obwohl ich erst jetzt die Uncut Fassung zum ersten Mal sah (welche als offizielle Fassung von meiner Wunschliste gestrichen wird). Der Film ist solider Durchschnitt, aber nicht mehr. Es ist für meinen Geschmack kein Mehrwert vorhanden, den Film in Zukunft wieder zu schauen.

Das liegt an folgenden Punkten:

Der Film ist viel zu ernst. Andere CAT. III Filme sind zwar auch ernst, aber z.T. bieten sie auch HK Humor/Klamauk. Das passt oft wunderbar zusammen. Humor hätte Human Pork Chop gutgetan – ich erinnere mich, dass There Is a Secret in My Soup nebst nackter Haut auch Humor bietet – ich denke, der Titel wird mir heute besser gefallen als Human Pork Chop (was zu Jugendzeiten gerade umgekehrt war).

Ein weiteres Problem: es gibt keine «Identifikationsfiguren» wie dies in früheren CAT. III Filmen der Fall war. Keinen Anthony Wong (Love to Kill), keinen Simon Yam (Dr. Lamb), keinen William Ho Ka-Kui (Daughter of Darkness) und keinen Tommy Wong Kwong-Leung Tommy Wong Kwong-Leung (Vendetta). Der Cast ist, zumindest mir, mehr oder weniger unbekannt.

Dazu kommt, dass es viele Längen und wenig Höhepunkte (wobei es, zumindest in der Uncut Fassung, schon paar deftige und eklige Szenen gibt, vor allem die Szene mit dem Kot war schon sehr grenzwertig) und keine Erotik gibt. Erst gegen Ende wird es deftiger und interessanter, wobei die Effekte, die man z.T. sieht, nicht das The Untold Story Niveau erreichen.

Fazit: Mittelmass – kann man sich, wenn man das Genre gerne mag, ansehen. Aber nur in der Uncut Fassung (d.h. vergesst die reguläre HK Fassung) – und auch in der Uncut schafft es der Film nicht, an Klassiker des CAT. III Kinos heranzukommen und fliegt somit aus der Sammlung!

Infos:

O: Peng shi zhi sang jin tian liang

HK 2001

R: Benny Chan Chi Shun

D: Emily Kwan, Wayne Lai Yiu-Cheung, Amanda Lee, Helena Law Lan, Sai-Wing Yip

Laufzeit der Uncut Fassung: 89.33 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 16.06.19

Fassungen: Mir lag die HK DVD von Winson und eine DVD-R (Kopie der Uncut Fassung vor). Zur HK DVD = O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität aber zensiert. Die Uncut Fassung auf DVD-R ist ein privates Filmprojekt meines Korea-Dealers (HK DVD Fassung mit integrierten Uncut Szenen, O-Ton, englischen Subs etc.). Laut imdb soll die Fassung aus Thailand Uncut sein, laut meinem Korea-Dealer hingegen sei die Fassung aus Malaysia Uncut. Eine deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Juni 2019).

Donnerstag, 20. Juni 2019

Red Spell Spells Red Review


Red Spell Spells Red

Story:

Reporterin Stella (Poon Lai-Yin) inklusive Crew reisen nach Malaysia. Dort berichten sie von einem magischen Zwerg und einem Fluch. Nachdem sein Grab geöffnet wurde, geschehen um die Crew und die Stammesangehörigen mysteriöse Todesfälle…

Meine Meinung:

Red Spell Spells Red habe ich nach acht Jahren wieder gesehen und diesmal gefiel mir der Film besser, als ich den in Erinnerung hatte. Der Film beginnt bizarr (Höhle, Masken, Rituale, Magie) und erinnert dabei ans HK-Horror-Genre à la The Boxer’s Omen und Co.

Danach flacht der Film ab. Das ist das einzig wirklich schlechte am Film: die darauffolgende erste halbe Stunde, da einfach langweilig. Das muss der Fan in Kauf nehmen. Man sollte nicht aufgeben und es durchstehen. Danach wird man mit einem völlig verrückten, skurrilen und bizarren Film und Szenen belohnt, die z.T. ihresgleichen suchen. Und viel Exotik und leider auch viel Tiersfnuff – aber eines ist Red Spell Spells Red nicht mehr: langweilig!

Man zieht es mit dem Unterhaltungswert und fantasievollen (vor allem in den Tötungsszenen der Crew) Szenen bis zum Ende durch. Im Finale gibt es nochmals sehenswerte Rituale voller Magie und Horror zu sehen, so dass der Film befriedigend endet. Durch die Orte (viel Dschungel, Ortswechsel zwischen HK und Borneo) wirkt alles sehr exotisch. Der Horror in Form von Magie, einem Fluch und unsichtbaren, magischen Kräften, lässt den Zuschauern im Dunkeln, wie sich das «Böse» an seine Opfer heranmachen wird. Dazu gestohlene Musik aus westlichen Filmen.

Bisschen Sex und nackte Haut dürften ebenso wenig fehlen wie eine tierfeindliche Handlung, die a) von einer Frau geschrieben wurde (kaum zu glauben) und b) von Stephen Chan Chue-Kwong produziert wurde (er hat auch Centipede Horror produziert – irgendwie ein ähnlicher Schocker). Brutale Highlights betreffen vor allem die Szene mit den drei kleinen Schweinen und die absolut unfassbare Szene ist diese, in welcher ein Huhn lebendig (von einem Menschen) gefressen wird! Aber auch Frösche, Vögel und Skorpione haben im Film nichts zu lachen…

Der Cast ist mir völlig unbekannt. Regisseur Titus Ho Wing-Lam hat laut hkmdb nur in diesem Film Regie geführt. Er war jedoch alternativ der Filmszene verbunden als Produzent, Drehbuchautor und Darsteller (sogar für die Shaw Brothers). Poon Lai-Yin, welche die weibliche Hauptrolle spielt (ihre Szenen am Ende auf dem Rad sind auch eindrücklich, welche Schauspielerin würde heute so was über sich ergehen lassen?), kenne ich nur (unbewusst) aus zwei anderen Filmen: A Hearty Response (Chow Yun-Fat) und The Millionaires' Express (All Star Cast Ansammlung von Golden Harvest). Sie konnte nicht auf eine grosse Karriere zurückblicken und verschwand recht schnell wieder von der Bildfläche.

Fazit: Wer das skurrile und exotische 80er Jahre, ernste, HK-Horror-Genre mag, dem sei dieser Film auf jeden Fall ans Herz gelegt!

Infos:

O: Gong gui zai

HK 1983

R: Titus Ho Wing-Lam

D: Poon Lai-Yin, Kent Tong Chun-Yip, Ga Lun, Wan Ting-Fong, Hussein Hassan

Laufzeit der US-DVD: 93:07 Min.

Gesehen am: Dez. 2011 / Review überarbeitet: 28.04.19

Fassungen: Mir lag eine US-DVD (Bootleg) von Far East Flix vor = Uncut, O-Ton, englische Subs. Die Bildqualität ist aber sehr dürftig d.h. sehr oft viel zu dunkel, Bildqualität zu unscharf, englische Subs oft kaum zu lesen. Es gäbe folgende Alternativen: HK LD (Uncut, Subs, O-Ton), VHS aus Taiwan (Dubbed in Mandarin mit Englischen Subs), das HK VHS (soll als Master für meine US-DVD gedient haben) oder das VHS aus Südkorea (zensiert). Daneben gäbe es wohl noch mind. zwei andere Bootlegs (FLK und wie es aussieht eine Disc aus Taiwan). Die HK LD soll die beste Qualität bieten. Eine dt. Fassung gibt es nicht (Stand: April 2019). Die LD ist teuer (wurde mir im Sommer 2018 für 200 Euro angeboten). Nachtrag 16.01.21: Für eine weitere Sichtung lag mir nun die seltene HK-Laserdisc von Winson vor = Uncut, O-Ton, englische Subs und in der Tat qualitativ massiv besser als die bereits verkaufte oder verschenkte US-Bootleg DVD. Macht deutlich mehr Spass, den Film so zu schauen! Nachtrag 25.05.23: Inzwischen gibt es vom US-Label Error 4444 eine US-Blu Ray = Schuber, Booklet, Region All, Uncut, restauriert, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton und englische Subs. Nie hätte ich gedacht, den Film in einer so tollen Bildqualität sehen zu können. Must Have Vö für Fans des Filmes. Die Restauration und das neue Master werten den Film sichtlich auf. Das Booklet bietet ein Interview mit dem Regisseur. Das Feature How To Make A Successful Hong Kong Black Magic Film ist absolut uninteressant.

Dienstag, 26. Dezember 2017

The Holy Virgin Versus the Evil Dead Review

 
The Holy Virgin Versus the Evil Dead

Story:

Nach Morden an Frauen durch einen Dämon (Ken Lo) gerät ein Professor (Donnie Yen) in Verdacht der Täter zu sein. Dieser reist daraufhin mit der Polizei (u.a. Ben Lam) nach Kambodscha, da dort der Ursprung des bösen Dämons lauern soll. Eine einheimische Prinzessin (Pauline Yeung Bo-Ling) unterstützt die Helden im Kampf gegen das Böse…

Meine Meinung:

The Holy Virgin Versus the Evil Dead, ein Genremix und Low-Budget Film eines ehemaligen Shaw Brothers Regisseur, sah ich vor über zehn Jahren das letzte Mal (wohl eher sind 15 Jahre korrekt).

Regisseur Tony Liu Chun-Ku war in Sachen Shaw Brothers verantwortlich für Filme wie The Master mit Chen Kuan-Tai und Johnny Wang Lung-Wei, Ambitious Kung Fu Girl wieder mit Chen Kuan-Tai, Bastard Swordsman inklusive Fortsetzung oder Secret Service of the Imperial Court mit Leung Kar-Yan. Aber auch nachdem die Shaw Brothers ca. 1985 ihre Tore schlossen hat Tony Liu Chun-Ku paar tolle Kracher abgeliefert wie: Mission of Justice (Moon Lee, Oshima Yukari), Devil Hunters (Sibelle Hu, Moon Lee), Killing Angels (Gordon Liu, Moon Lee), The Dragon Fighter (Carrie Ng, Sibelle Hu, Nishiwaki Michiko), Dreaming the Reality (Moon Lee, Oshima Yukari, Ben Lam, Sibelle Hu) oder Angel Terminators 2 (Oshima Yukari, Moon Lee, Sibelle Hu, Lo Lieh, Jason Pai Piao).

Er hat oft mit den gleichen Stars gedreht (Moon Lee, Sibelle Hu, Oshima Yukari, Alex Man) aber auch in Sachen ehemalige Shaw Brothers Legenden griff er auf bekannte Namen zurück (wenn oft auch nur in Nebenrollen – Gordon Liu, Lo Lieh, Jason Pai Piao, Leung Kar-Yan etc.). Auch in The Holy Virgin Versus the Evil Dead sind einige der erwähnten Namen in Neben- oder Hauptrollen zu sehen (Ben Lam, Sibelle Hu).

Der Film hat mir vor allem Dank der 2. Filmhälfte gefallen bzw. hat dafür gesorgt, dass der Film nicht aus der Sammlung fliegt. Die erste Filmhälfte ist nämlich nüchtern betrachtet ziemlich unspektakulär und sogar oft langweilig. Ja – man sieht paar Mal etwas billiges Blut und den Dämon – dazwischen nackte Mädels. Aber sonst gähnende Unlust. Donnie Yen (Donnie Yen Reviews) zeigt kaum etwas von seinem Können und allgemein gibt es kaum Action zu sehen. Dabei hätte man erfahrene Namen an Bord wie Donnie Yen, Sibelle Hu (Crystal Hunt, auch mit Donnie Yen), Ken Lo (Drugs Fighters) oder Ben Lam (Legend of the Wolf, auch mit Donnie Yen) – und trotzdem: so gut wie keine Action!

Dies ändert sich storytechnisch erst mit dem Wechsel nach Kambodscha. Der Film wird exotisch und es gibt nun viel und in steigender Anzahl Action zu sehen in Form von Martial Arts, Fantasy, blutigen Shoot-Outs. Das hohe Tempo wird nun bis zum Finale (hier: wieder viele nackte Frauen) aufrechterhalten. Vor allem Donnie Yen, Ken Lo und Pauline Yeung Bo-Ling glänzen in den Kampfszenen. Von Ben Lam hätte ich gerne mehr gesehen (von ihm unbedingt ansehen: Angry Ranger aus 1991) und von Sibelle Hu sieht man nichts, weil ihr Charakter in Hong Kong bleibt und nicht mit nach Kambodscha reist (warum auch immer). Die CAT. III Freigabe (Vergleichbar mit FSK 18 in Deutschland) verdankt den Film den vielen nackten Chinesinnen im Film und nicht den harmlosen, übertriebenen und billigen Blutszenen.

Fazit: Kann man sich als Fan von HK Streifen mit Faible für Donnie Yen, Trash, Fantasy, Genre-Mix oder für CAT. III Alles-Gucker ansehen – sollte aber kein Highlight erwarten! Vor allem die erste Filmhälfte ist schwach – bedenken und Erwartungen anpassen.

Infos:

O: Moh Sun Gip

HK 1991

R: Tony Liu Chun-Ku

D: Donnie Yen, Ken Lo, Ben Lam, Pauline Yeung Bo-Ling, Sibelle Hu

Laufzeit der HK VCD: Ca. 88 Min.

Gesehen am: Erstsichtung war vor über zehn Jahren. Review überarbeitet am: 28.11.17

Fassungen: Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2017). Die DVD aus Japan ist ausfolgenden Gründen nicht zu empfehlen: Internationale Version (= alle Nacktszenen sind ausgetauscht d.h. die Frauen sind nun bekleidet) und NIX ENGLISCH! Die DVD aus Malaysia ist ausfolgenden Gründen nicht zu empfehlen: Internationale Version und ein Schnitt (wohl ein Versehen). Die US DVD (von Videoasia), enthalten in der Donnie Yen Superstar Collection zusammen mit drei anderen Filmen auf einer DVD (Flipper), ist ausfolgendem Grund nicht zu empfehlen: man hört gleichzeitig Kantonesisch und die Mandarin Tonspur – beide Sprachen wurden unter einer Tonspur aufgenommen = unbrauchbar. Mir lag die alte HK VCD von Winson Entertainment vor = Gute Bildqualität, Uncut, O-Ton, englische Subs. Nachtrag 22.07.24: Inzwischen liegt mir die neue UK-Blu-Ray von 88 Films vor = Schuber, Wendecover, Booklet, exklusive Extras (zwei exklusive Interviews), zwei Fassungen. Es liegt die veränderte und zensierte CAT. II Fassung in durchgängigem HD vor und die unzensierte CAT. III Fassung. Die Uncut-Szenen stammen aus der HK-LD und wurden ins HD-Master eingefügt. O-Ton, englische Subs, sehr gute bis gute Bild- und Tonqualität. Sicherlich wertet die bessere Qualität den Film auf, den ich nach wie vor überbewertet finde, vor allem aufgrund der 1. lahmen Hälfte des Filmes. Und Sibelle Hus Auftritt hätte man sich gänzlich sparen können. Donnie Yen nimmt man den Professor absolut nicht ab. Die 2. Hälfte war exotisch und unterhaltsamer.