Dieses Blog durchsuchen

Posts mit dem Label Liechtenstein werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Liechtenstein werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 7. März 2026

Dracula, Prisoner of Frankenstein

 

Dracula, Prisoner of Frankenstein

Story:

Dem Vampirjäger Sewart (Alberto Dalbes) gelingt es, Dracula (Howard Vernon) zu töten. Doch Wissenschaftler Frankenstein (Dennis Price) erweckt Dracula wieder zum Leben. Dieser soll ihm nun, wie auch sein Monster (Fernando Bilbao), als Werkzeug dienen. Derweil nimmt Sewart den Kampf gegen Dracula wieder auf…

Meine Meinung:

Dass ich Dracula, Prisoner of Frankenstein irgendeinmal schonmal als japanische DVD unter dem Titel Drácula contra Frankenstein sah, daran konnte ich mich nicht erinnern. Auch nicht, als ich mir den Jess Franco (Die Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne, Greta – Haus ohne Männer, The Sadist of Notre Dame) Film heute ansah. Der Film hat mir heute, wenn ich mit meinem uralten Review vergleiche, schlechter gefallen. Allerdings möchte ich mir erst in Zukunft bei einer weiteren Sichtung mit angepassten Erwartungen ein definitives Urteil erlauben.

Der Film ist, trotz der kurzen Laufzeit von nur 82 Minuten und trotz Beteiligung von diversen Moneten und Geschöpfen wie Dracula, Frankenstein, Frankensteins Monster und einem Werwolf (nur in den letzten acht Minuten oder so zu sehen), langweilig. Die 82 Minuten fühlten sich definitiv länger an. Der Film, der teilweise an Paul Naschy (Werwolf-Maske) oder Jean Rollin Werke erinnert hat, ist sehr dialogarm. Es wird praktisch nichts gesprochen in dem Film. Das war sonderbar. Der Film hat allgemein eine traumhafte und surreale Note. In Sachen Sex und Gewalt ist der Film völlig harmlos. 

Das sind dann auch die Pluspunkte des Filmes: die Bilder sind atmosphärisch dicht und stimmungsvoll eingefangen worden. Die Settings (Schloss) sind toll gewählt und wer Gothic-Stimmung mag, wird mehr als belohnt. Howard Vernon (Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein, The Other Side of the Mirror, Faceless) hat zudem stark gespielt. Die Frauen machten ihre Sache auch ordentlich. Bei den anderen Herren ist ein gewisses Overacting auszumachen und auch eine unfreiwillige Komik (z.B. Kampf Frankenstein gegen den Werwolf im Finale). Nach Antworten und Logik sollte nicht gesucht werden. Jess Franco schuf mit Dracula, Prisoner of Frankenstein eine Hommage an die Universal Gruselklassiker der 40er Jahre.

Fazit: Jess Franco Fans können einen Blick riskieren.

Infos:

O: Drácula contra Frankenstein

Frankreich, Liechtenstein, Portugal, Spanien 1972

R: Jess Franco

D: Alberto Dalbes, Howard Vernon, Dennis Price, Paca Gabaldón, Carmen Yazalde, Josyane Gibert, Fernando Bilbao, Geneviève Robert

Laufzeit der US-Blu: 82:59 Min.

Gesehen am: ? / 2. Sichtung am: 07.03.26

Fassungen: Ich habe den Film als japanische DVD von Atlus (Drácula contra Frankenstein) in der Sammlung (Best of Jess Franco Special Pack). Dieses kaufte ich 2010 in Japan im Urlaub. Über die Spezifikationen weiss ich nicht mehr Bescheid. Für die 2. Sichtung lag mir die US-Blu-Ray von Severin Films vor = Schuber, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität (vielleicht hier und da etwas dunkel), viele Extras (das Interview von Stephen Thrower ist interessant), Region-All-Disc und ganze fünf Audio-Optionen sind vorhanden inklusive englische Untertitel. Ich sah mir den Film in Deutsch an. In Deutschland ist der Film von Colosseo Film / AL!VE Uncut auf Blu-Ray zu haben (Titel: Die Nacht der offenen Särge).

Samstag, 28. August 2021

A Virgin Among the Living Dead Review


Mit Jess Franco am NIFFF 2008

A Virgin Among the Living Dead

Story:

 

Nach dem mysteriösen Tode ihres Vaters reist die junge Christina (Christina von Blanc) aus London nach Frankreich, um vor Ort die restliche Familie im Familienanwesen zu treffen und das Erbe entgegen zu nehmen. Doch der Trip wird zum Alptraum…

 

Meine Meinung:

 

Diesen Jess Franco (The Sadist of Notre Dame, The Bloody Judge, Bahia Blanca) Film sah ich seit Jugendzeiten nicht mehr. Damals wusste ich um seine Qualität noch nicht Bescheid und schätzte seine Art und Weise des Filmschaffens zu wenig. Daher war ich gespannt auf die Neusichtung. Es fühlte sich fast so an, als schaute ich mir einen neuen Film an, da ich so gut wie nichts mehr wusste.

 

A Virgin Among the Living Dead hat mir sehr gut gefallen und die Neusichtung bestanden. Der Film hat mich, teilewiese auch nur aufgrund einzelner Szenen an Filme wie Dead & Buried, Cannibal Girls, The Texas Chainsaw Massacre, City of the Living Dead, Zombi 2, Trio Infernal und Last House on the Left erinnert. Nüchtern betrachtet bietet der Film kaum einen Plot und um den Zustand der Familie wird auch von der ersten Sekunde an kein Geheimnis gemacht.

 

Mit einer Laufzeit von nur 79 Minuten ist der Film kurzweilig. Der Film gefällt vor allem von der Optik, den Kameraaufnahmen, der Wahl der Darsteller und durch die Stimmung. Der Film wirkt wie ein surrealistischer Traum – von Anfang an bis zum passenden Ende. Das Jess Franco selbst mitspielte und somit oft vor und nicht hinter der Kamera stand, wirkte sich, wie bereits erwähnt, positiv auf die Kameraeinstellungen aus. Dazu ein traumhafter Score von Bruno Nicolai (Emanuelle in America, A Pistol for Ringo).

 

Nebst Jess Franco und Howard Vernon (Seven Women for Satan) überzeugen auch die Mädels – allen voran Lead Christina von Blanc. Obwohl der Film so gut wie keine Sex-Szenen bietet, wird auf nackte Haut nicht verzichtet und der Film ist stellenweise (auch unterschwellig) erotisch und knisternd. Dass Christina von Blanc nur in einer kleinen Anzahl Filmen mitwirkte, ist daher eigentlich ungewöhnlich. Die Frauen laufen hier den Männern klar den Rang ab – körperlich wie auch schauspielerisch.

 

Der Film wurde später während der Zombie-Welle in den 80ern mit durch Jean Rollin neu gedrehten (und peinlichen) Zombie-Szenen neu vermarktet (inklusive neu hinzugefügten Sex-Szenen). Diese Fassung kann ich nicht wirklich empfehlen, da die neuen Szenen wie ein Fremdkörper wirken und nicht zum Franco-Rest passen wollen. Nur die Original-Version von Jess Franco lohnt!

 

Fazit: Einer der besten Filme von Jess Franco!

 

Infos:

 

O: Christina, princesse de l'érotisme

 

Belgien, Frankreich, Italien, Liechtenstein 1973

 

R: Jess Franco

 

D: Christina von Blanc, Britt Nichols, Rosa Palomar, Anne Libert, Howard Vernon, Paul Muller, Jess Franco

 

Laufzeit der US-DVD: Ca. 79 Min.

 

Gesehen am: ? / Neusichtung: 01.06.21

 

Fassungen: Mir lagen zwei DVDs vor: die US-DVD von Image Entertainment und die jap. DVD von Pioneer. Zur US-DVD: Uncut-Fassung in Franz./Englisch mit englischen Subs. Die von Jean Rollin später gedrehten Szenen für seine «Version» des Filmes sind als Bonus auf der Disc. Die jap. DVD bietet beide Fassungen. Die US-DVD wurde am NIFFF 2008 von Jess Franco signiert. Die Bild- und Tonqualität sind gut. Gibt es auf Blu-Ray von Redemption (USA) oder X-Rated (Deutschland).

Donnerstag, 12. Januar 2017

99 Women Review

99 Women

Story:

Weibliche Insassinnen versuchen aus einer Gefängnisinsel zu entfliehen…

Meine Meinung:

Von 99 Women habe ich etwas mehr erwartet ging aber auch mit etwas zu hohen Erwartungen und ohne grosses Vorwissen an den Franco Film heran!

Dem Film tat ich Unrecht, da es sich doch um einen sehr frühen Vertreter des WIP (Women In Prison) Genre handelt und es Jess Francos erster WIP Film war. Weitre Werke sollten folgen. Das sollte man beachten, wenn man den Film schaut und nicht zu hohe Erwartungen an den Film hegen.

Soll heissen: der Film gibt sich zu späteren Werken zahm was Gewaltexzesse aber auch Szenen nackter Haut angehen. Man hatte einen recht bekannten Cast zur Verfügung, so dass auf allzu explizite Sex- und Erotikszenen verzichtet wurde (etwas schade).

Ansonsten bietet der Film die gängigen Klischees, welche das Sub-Genre mit sich bringt. Die Frauen sind schön und einige Erotikszenen gibt es zu bestaunen. Leider stellt sich selten eine wirklich erotische Darbietung an und die meisten Szenen wirkten nicht erotisch. Das ist etwas schade. Die Story gibt nicht zu viel her und es gab auch einige langweilige Füllszenen so das am Ende ein etwas zwielichtiger Eindruck zurückbleibt.

Technisch ist der Film für einen Franco aber gut gemacht und ein starker Cast von schönen Frauen wertet den Film positiv auf. Dazu kommt, dass in der HC Fassung auch Szenen der Originalfassung fehlen sollen! Da ich den Film in der HC Fassung (lohnt sich nicht, mehr dazu unter Fassungen) gesehen habe bezieht sich meiner Meinung auf diese. Das nächste Mal gucke ich mir die Originalfassung an (auch in Englisch) und gehe mit den richtigen Erwartungen an den Film. Bin zuversichtlich, dass mir der Film dann mehr zusagen wird.

Fazit: Für Franco Fans auf jeden Fall zu empfehlen! Sein erster Ausflug ins WIP Genre sollte den Fan nicht verpassen, auch wenn spätere Franco Werke, was Sex, Gewalt und Erotik angehen, doch teilweise besser sein sollten!

Infos:

O: Der Heisse Tod

Deutschland, Großbritannien, Italien, Liechtenstein, Spanien 1969

R:  Jess Franco

D:  Maria Schell, Rosalba Neri, Maria Rohm, Mercedes McCambridge, Herbert Lom

Laufzeit der US Blu: Ca. 90 Min. / 98 Min. (DC, HC-Fassung)

Gesehen am: Ende Dez. 2016

Fassungen: Mir lag die neue US Blu Ray von Blu Underground vor = Unrated DC auf einer Disc, franz. HD Fassung auf einer Disc, Soundtrack CD. Viele Extras. Booklet mit vielen Filminfos. Ton u.a. Englisch (nur Unrated DC) oder Franz. mit UT (HC Fassung). D9e HC Fassung lohnt sich nicht, denn die Szenen wurden nicht von Franco gedreht, wurden nachträglich gedreht (mit anderen Darstellern) und unpassend in Erotikszenen reingeschnitten. Laut einem Review sollen dafür Szenen der normalen Fassung auf der Strecke geblieben sein.