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Sonntag, 26. Juli 2026

Evil Dead Burn

Evil Dead Burn

Story:

Alice (Souheila Yacoub) und ihre Familie trauern gemeinsam im Anwesen um Alices Ehemann, den sie heute beerdigt haben. Als die Dämonen von einzelnen Familienmitgliedern Besitz ergriffen, endet die Nacht in einem Gemetzel…

Meine Meinung:

Evil Dead Burn ist der dritte Teil der neuen Evil Dead Reihe nach Evil Dead und Evil Dead Rise. Eine Reihe, die es bisher nicht in meine Sammlung (oder wieder aus meiner Filmsammlung) geschafft hat. Mir sind die alten Filme (Evil Dead 1 + 2) einfach lieber. Mehr Nostalgie, mehr Charme, mehr Sympathieträger (Bruce Campbell). Evil Dead Burn wurde vom jungen französischen Regisseur Sébastien Vanicek inszeniert, der vor einigen Jahren mit seinem Tierhorrorfilm Infested zu überzeugen vermochte. Ich habe Evil Dead Burn am NIFFF verpasst. Die Sichtung holte ich mir heute mit dem Kumpel nach.

Ich habe mich nicht gross um den Film informiert, nicht viel gelesen und den Trailer sah ich gezwungenermassen während der Backrooms Kino-Vorstellung. Einiges, was ich über den Film wusste, gefiel mir nicht (z.B. französische Rap-Musik). Ich war skeptisch. Leider hat mir Evil Dead Burn nicht sonderlich gut gefallen. Für meinen Geschmack handelt es sich um den schwächsten der drei neuen Evil Dead Filme. Der Film war zwar meistens gut gemacht (wobei es auch einige CGI-Momente gibt) und eigentlich nicht wirklich langweilig (dennoch zog sich die 2. Hälfte ewig und ich kämpfte gegen die Müdigkeit), dennoch konnte ich mit dem Film nicht viel anfangen. Mit fast zwei Stunden Laufzeit fand ich den auch klar zu lang (es gibt ausserdem während und nach dem Abspann noch Szenen zu sehen).

Ein Plot ist kaum vorhanden. Die Bild-Optik war mir zu wenig wechselhaft. Die Bilder und Farben zu gleich, zu monoton. Die Kameraführung und Schnitte waren mir oft zu wild, zu hektisch, zu nah dran und/oder dann fanden Gewaltmomente doch nur im off screen statt. Wenn die Dämonen ihre Opfer minutenlang im Haus hin- und her schleudern, kam ich mir mehr vor, als sähe ich mir einen Marvel-Film an, statt einem Horrorfilm. Eine echte Spannung war nie vorhanden und ich fand den Film selten atmosphärisch oder stimmungsvoll. Das Hauptproblem waren jedoch alle Figuren. Die waren alle uninteressant und unsympathisch. Als Zuschauer baute ich zu keinem einen Draht auf und fieberte daher auch mit niemandem mit. Der Film und das Overacting (der Dämonen oder die Familienstreitigkeiten) waren zum Teil zu viel des Guten. Allgemein fand ich die Dämonen langweilig und auch in Sachen Gore und Splatter hätte ich mir, nachdem was ich alles gehört habe, mehr erhofft.

Fazit: Nicht mein Cup of Tea!

Gefolgt von: Evil Dead Wrath

Infos:

O: Evil Dead Burn

USA, Neuseeland 2026

R: Sébastien Vanicek

D: Souheila Yacoub, Luciane Buchanan, Hunter Doohan, Victory Ndukwe, Tandi Wright

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 110 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Läuft in den Kinos in einer scheinbar leicht entschärften Fassung (Schnitte für das R-Rating). Ob auf DVD, Blu-Ray und UHD eine Uncut sprich Unrated Fassung erscheinen wird, ist noch nicht bekannt. In Deutschland soll der Film am 31.12.26 auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Freitag, 24. Juli 2026

Pai Yu Ching

Pai Yu Ching

Story:

Ein maskierter Dieb stiehlt eine Schriftrolle. Später wird Pai Yu-Cheng (Tien Peng), der zusammen mit einer Frau (Hsu Feng) und einem Kind (Lin Hsiao-Hu) durchs Land reist, fälschlicherweise als dieser Dieb «erkannt». Daher versuchen nun, etliche Kämpfer Pai Yu-Cheng auszuschalten, da Zhu Da-Shao (Ko Hsiao-Pao) und seine Männer (Pai Ying) ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt haben…

Meine Meinung:

Pai Yu Ching war ein absoluter Blindkauf. Ich hörte nie zuvor von diesem Film. Es handelt sich um eine Ende der 70er Jahre Produktion aus Taiwan. Regie führte Li Chia (The Lost Swordship). Von ihm liegt mir noch sein Sword Named Revenge ungesehen als taiwanesische DVD vor. Mit Nam Keung (H. K.) Film Co., Ltd. stand eine sehr unbekannte Produktionsfirma hinter dem Film. Pai Yu Ching hat mir dabei gut gefallen. Es sollte nicht die letzte Zusammenarbeit zwischen Regisseur Li Chia und Star Tien Peng bleiben.

Trotz fehlender englischer Untertitel (vielleicht waren sie auch einfach nicht zu sehen, da ggf. das Vollbild zusätzlich gezoomt wurde) und Gu Long als einer der beiden Drehbuchautoren war der Plot diesmal sehr leicht verständlich. Ein unbekannter Dieb stiehlt eine Schriftrolle und hängt die Tat Tien Peng an. Dieser muss sich gegen diverse Kämpfer wehren. Im Finale wird ein Überraschungsbösewicht aus dem Hut gezaubert (mit einer Peitsche bewaffnet). Ende. Wirklich einfach zu verstehen und immer nachvollziehbar. Der Film, der regelmässig und von Beginn an Kampfszenen bietet, unterhält.

Der völlige Verzicht auf Humor, die fantasievollen Waffen, Kämpfer und deren Gimmicks, die Anzahl Kampfszenen und die abwechslungsreichen Natur-Settings Taiwans haben mir zugesagt. Tien Peng (The Elimination Pursuit, The Swordsman of All Swordsmen, Sword with the Windbell) ist die perfekte Wahl als Antiheld. Er macht das schauspielerisch wie auch in den Kampfszenen gut. An seiner Seite befindet sich Ein Hauch von Zen Star Hsu Feng (Legend of the Mountain, Assassin, The Valiant Ones). Pai Ying (Raiders of the Shaolin Temple, A Fistful of Talons) spielt den Betrogenen, der sich ebenfalls einige tolle Kämpfe liefert. Er spielt auch eine der Hauptrollen.

Fazit: Fans von Tien Peng können bedenkenlos zugreifen!

Infos:

O: Bai Yu Jing

Taiwan 1977

R: Li Chia

D: Tien Peng, Hsu Feng, Pai Ying, Lin Hsiao-Hu, Ko Hsiao-Pao, Tang Pao-Yun, Wang Quen, Wen Chiang-Long

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 81:46 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von NVC vor = Vollbild und ggf. noch zusätzlich gezoomt (und leider auch hier und da störend), Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. Sah Uncut aus (allerdings fehlt der Vorspann). Mit Ausnahme der ersten fünf Minuten solide Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Juli 2026).

Sonntag, 19. Juli 2026

Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

Story:

Angela (Pamela Springsteen), die Killerin aus Sleepaway Camp 1 + 2, ist zurück und mordet nun im Camp New Horizons Teens ab…

Meine Meinung (Workprint):

Unmittelbar nach dem Beenden der Dreharbeiten des zweiten Teiles wurde am gleichen Ort gleich die nächste Fortsetzung mit dem Zusatztitel «Teenage Wasteland» gedreht. Wieder von Regisseur Michael A. Simpson und erneut mit Pamela Springsteen als Angela. Der Film hat wenig Plot und spielt neu mit der Idee, reiche und sozial benachteiligte Jugendliche in einem Camp zu vereinen. Abgesehen davon bleibt alles beim Alten. Ich sah mir den Workprint an, da die Kinofassung in Sachen Morden und Gewalt stark zensiert wurde.

Der Workprint ist zwar in den Gewaltmomenten Uncut, dafür ist die Bildqualität alles andere als toll (aber absolut okay), nur Vollbild und was am meisten irritiert hat, waren der fehlende Soundtrack, Musik sowie fehlende Toneffekte und Geräusche (so ist z.B. bei jeder Szene mit dem mobilen Radio keine Musik zu hören). Den Film kann ich Hardcore-Slasher Fans empfehlen, auch wenn Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland das Niveau des Vorgängers nicht halten kann. Der Plot wirkt nochmals dünner und der Film billiger als der zweite Teil. Dass der Film ein sehr kleines Budget hatte, sieht man der Produktion jederzeit an.

Pamela Springsteen spielt gut. Der Rest der Figuren und Charaktere sind 08/15 Stereotypen und spielen mit viel Overacting, schlecht oder austauschbar. Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland punktet in Sachen kreatives Töten und einem hohen Bodycount. Es gibt etliche Opfer. Auch auf einige Nacktszenen muss der Slasher-Fan nicht verzichten. Die Morde sind innovativ, aber selbst in der Workprint Fassung eigentlich nicht sonderlich brutal oder blutig, so dass die starke Zensur der Kinofassung nicht nachvollziehbar ist. Dennoch war es cool, z.B. einen Rasenmäher (noch vor Braindead) als Mordwerkzeug gesehen zu haben.

Fazit: Wer die ersten zwei Filme mochte, kann trotz den Mängeln einschalten!

Gefolgt von: Return to Sleepaway Camp

Infos:

O: Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

USA 1989

R: Michael A. Simpson

D: Pamela Springsteen, Tracy Griffith, Michael J. Pollard, Mark Oliver, Sandra Dorsey, Kim Wall, Daryl Wilcher

Laufzeit der US-Blu (Workprint): 84:48 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Ich habe den Film als US-DVD von Anchor Bay (zensierte Kinofassung) und US-Blu-Ray von Shout Factory in der Sammlung. Letztere bietet den Workprint (VHS-Master) als Bonus = immerhin Uncut in den Kills. Jedoch sollen einige Dialoge und Musikstücke fehlen da eben ein Workprint. Die Kinofassung ist stark zensiert. Schade, dass man für die Bonusfassung nicht das HD-Master nahm und die Uncut Szenen einfügte. Die Bild- und Tonqualität des Workprint sind durchschnittlich. O-Ton Englisch ohne Untertitel. Es gibt keine Musik und diverse Soundgeräusche fehlen, was die Sichtung gewöhnungsbedürftig macht. In Deutschland gibt es den Workprint von X-Rated auf DVD.

Freitag, 17. Juli 2026

Event Horizon

Event Horizon

Story:

2047:

Eine Rettungscrew (Laurence Fishburne, Richard T. Jones, Jack Noseworthy, Joely Richardson, Kathleen Quinlan, Jason Isaacs, Sean Pertwee) und ein Wissenschaftler (Sam Neill) sollen das vor sieben Jahren verschwundene Raumschiff Event Horizon bergen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Event Horizon wurde zu Ehren von Sam Neill (Possession) gesichtet, der am 13.07.26 verstorben ist. Event Horizon mochte ich schon immer und da ich den Film auf dem Blog noch nicht besprochen hatte, war es klar, dass das der erste Film sein würde, den ich aufgrund des Todesfalles in den Player legen würde. Event Horizon von Regisseur Paul W.S. Anderson (Death Race) ist in meinen Augen einer der besten Sci-Fi-Horrorfilme der damaligen Zeit. Der Film erinnert aufgrund einiger Bilder, seiner Stimmung und durch Settings (Hölle) an Clive Barkers Hellraiser. Dem Vergleich hält der Film auch heute noch Stand.

Event Horizon ist ein Film nahezu zur Perfektion, selbst in der stark verkürzten und auch zensierten Kinofassung (siehe Fassungen). Das Einzige, was mir nicht gefiel, war der Vorspann des Filmes. Billig in Optik und Musikauswahl. Wirkt einfältig und lahm (wie dann auch der Abspann). Schade, dass da nicht was Passenderes kreiert wurde. Abgesehen davon hat mir der Streifen ansonsten sehr zugesagt. Ich fand den Plot stimmungsvoll, leicht unheimlich, unterhaltsam, gradlinig, fesselnd und interessant. Die Weltraum- und Raumschiff-Szenen kommen aufwändig zur Geltung, vor allem der Zugang (das Schwarze Loch) zur anderen Dimension hebt den Film von anderen Sci-Fi-Filmen ab.

Der Film ist für eine FSK 16 Freigabe dennoch relativ blutig, trotz der Zensur, die der Film widerfahren hat. Die Effekte sind toll anzusehen und es gibt mehrere herrlich fiese Szenen (ohne Schutzanzug in die Schleuse z.B.). Die Wahl des Soundtracks/der Musik ist mit Ausnahme des Vor- und Abspannes toll und passt hervorragend zu den Horrorparts. Die passen und machen Laune. Der Cast um Sam Neill (er spielt unglaublich gut), Laurence Fishburne (Death Wish II), Joely Richardson (Color Out of Space), Kathleen Quinlan (The Hills Have Eyes) oder Jason Isaacs (Black Hawk Down) ist durch und durch stark. Wenig bekannt ist, dass für die «Höllensequenz» sogar Porno-Darsteller und Menschen mit Amputationen an Bord geholt wurden. Jedoch ist davon nicht mehr viel übrig (die Szenen fielen beim Testpublikum durch).

Fazit: Sehenswerter Sci-Fi-Horror!  

Infos:

O: Event Horizon

USA, Grossbritannien 1997

R: Paul W.S. Anderson

D: Laurence Fishburne, Sam Neill, Richard T. Jones, Jack Noseworthy, Joely Richardson, Kathleen Quinlan, Jason Isaacs, Sean Pertwee

Laufzeit der deutschen DVD: 92:01 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Paramount vor = wie weltweit nur die (u.a. in Gewalt) zensierte US-Kinofassung, Deutsch/Englisch mit Untertiteln (ich mag die deutsche Synchro), gute Bild- und Tonqualität (DTS-Tonspur). Einige der zensierten Szenen sind mit Kommentar als Extras vorhanden. Der Rohschnitt soll 130 Minuten gelaufen sein und angeblich musste Anderson den Film auf 92 Minuten kürzen. Schade, dass es bis heute keine echte Uncut-Fassung des Filmes gibt (Stand: Juli 2026). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Mittwoch, 1. Juli 2026

The Manchu Boxer

 

The Manchu Boxer

Story:

Ein koreanischer Gangsterboss (Kim Ki-Joo) und seine Leute (Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui) lassen vor einem Kampfturnier die Konkurrenz töten, damit er sich beim Turnier selbst zum Gewinner küren kann. Als Ku Yu-Changs (Lau Wing) Freund ebenfalls getötet wird (inklusive weitere Opfer, Vergewaltigungen und Suizide), bricht Ku Yu-Chang mit seinem Gelübde (nicht mehr zu kämpfen) und schwört Rache…

Meine Meinung (Extended Version):

The Manchu Boxer ist eine Co-Produktion zweiter Firmen (u.a. Golden Harvest). Einer aus Hong Kong und einer aus Südkorea. Das ist auch der Grund, warum vor Ort in Südkorea gedreht wurde und warum der Film zum Teil einen südkoreanischen Cast bietet. The Manchu Boxer bietet Inhalte, die der Fan aus anderen Filmen bereits kennt (Chinese Hercules, The Big Boss). Mir hat der Film gut gefallen. Ich sah den Film in einer Sammo Hung Collection und ich würde fast sagen, dass es der beste der drei Filme war.

Der Film von Wu Ma (spielt auch eine kleine Rolle, wird aber gleich am Anfang von Lau Wing getötet) und Kim Si-hyun (The Eighth Master, The Uninvited Guest of the Star Ferry) hat mir durch mehrere Faktoren gut gefallen. Zum einen die Drehorte. Das alte, verschneite und felsige Südkorea-Setting ist immer eine willkommene Abwechslung zu den Eastern, die in HK oder Taiwan gedreht wurden. Das gibt einfach schon eine ganz andere Stimmung. Zudem ist der Film ernst, hart, dramatisch, blutig (selbst in dieser noch leicht zensierten Version) und absolut humorlos. Auch das hat gefallen.

Der Plot ist Mittel zum Zweck. Von Lau Wing (Human Lanterns, Bastard Swordsman, The Enchantress) bin ich nie ein grosser Fan gewesen. Hier sollte er als neuer Held etabliert werden, was sich jedoch für Golden Harvest und Lau Wing nicht auszahlte. Ich muss jedoch sagen, dass er seine Sache hier gut macht. Auch an den Bösewichten hatte ich Freude. Der «Oberboss» wird von Koreaner Kim Ki-Joo (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple) verkörpert. Der macht das ok.

Noch mehr Freude hatte ich an Wilson Tong (Snake Deadly Act) sowie Sammo Hung (Shanghai Shanghai) als Kämpfer des Oberbosses. Die spielen japanische Charaktere. Die machen das gut. Sammo Hung war auch für die Action-Choreographie zuständig. Toll war noch das Mädel bei den Bösewichten: die mit Messern bewaffnete Sin Jin-Hui machte Lust auf mehr. Schade, dass sie scheinbar kaum in anderen Produktionen vor der Kamera stand. Welch Verschwendung.

 Fazit: Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Qi Sheng Quan Wang, Daepyeong-won-a

HK, Südkorea 1974

R: Wu Ma, Kim Si-hyun

D: Kim Ki-Joo, Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui, Lau Wing, Wu Ma, Jeong Ae-Jeong, Tao Min-Ming, Kao Chiang

Laufzeit der UK-Blu (Extended Version): 92:53 Min.

Gesehen am: 01.07.26

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) = obwohl zwei Fassungen an Bord (Kinofassung und ein Extended Cut) ist die längere Fassung dennoch nicht Uncut. Es fehlen Gewaltszenen (fünf Stück). Die Schnitte fallen aber, kennt man die Uncut nicht, nicht auf. Diese Szenen sind bei der auch zensierten US-DVD von Brentwood Home Video zu sehen (Englisch Dubbed, veränderter Soundtrack, Master sieht massiv dunkel aus, so dass kaum was zu erkennen in den Gewaltmomenten). Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. O-Ton mit englischen Subs. Schuber, Wendecover und Booklet.

Samstag, 16. Mai 2026

Total Recall

Total Recall

Story:

Bauarbeiter Douglas Quaid (Arnold Schwarzenegger) plant einen Erinnerungsurlaub (implantiert und sich echt anfühlend). Doch es gibt Probleme und kurze Zeit später wird Douglas Quaid von diversen Personen (Sharon Stone, Michael Ironside, Michael Champion, Robert Costanzo) gejagt und muss um sein Leben kämpfen…

Meine Meinung:

Total Recall ist einer der besten Filme von Paul Verhoeven (Starship Troopers, Benedetta, Flesh + Blood) und mit Arnold Schwarzenegger (Running Man, Terminator 2: Judgment Day, Red Heat). Beide waren damals auf ihrem Karrierehöhepunkt und der Mix aus Sci-Fi und Action sorgt für pausenlose, spektakuläre und höchst abwechslungsreiche und amüsante Unterhaltung. Jede Szene mit Arnie ist ein Genuss. Bei Total Recall, der später ein unnötiges Remake erfuhrt, handelt es sich um einen Big-Budget-Blockbuster.

Der Film stellt praktisch von Anfang an bis zu seinem Ende eine Verfolgungsjagd dar, in der oft mit der Frage, ist das Gezeigte real oder nicht, gespielt wird. Kosten wurden keine gescheut und die Effekte (Raumschiffe, der Mars, Make-Up-Masken, Mutanten) sind sehenswert. Das nötige Kleingeld war vorhanden, was dem Film auch heute noch anzusehen ist. Für die spektakulären Make-Up Masken und blutigen Shoot-Outs war Maskenbildner Rob Bottin (Maniac, The Thing, Piranha, Deep Rising) zuständig. Allgemein ist der Film relativ blutig ausgefallen. Auch Sci-Fi Fans dürften aufgrund des Mars als Setting auf ihre Kosten kommen.

Die Actionszenen bestehen mehrheitlich aus (z.T. sehr blutigen) Shoot-Outs, Explosionen, Stunts, Verfolgungsjagden und kleineren Prügeleien. Arnold Schwarzenegger macht in den Actionszenen eine sehr gute Figur. So auch Sharon Stone (Nico, Nobody 2), die Sexappell in den Film bringt. Michael Ironside (Scanners, Watchers, Red Scorpion 2) gibt einen wunderbaren Fiesling ab. Ronny Cox (Beim Sterben ist jeder der Erste, Beverly Hills Cop) spielte auch in anderen Filmen von Paul Verhoeven mit (z.B. RoboCop). Allgemein sind es bekannte Namen und Gesichter, die ihm Film vor der Kamera stehen und sie überzeugen. Der passende Score von Jerry Goldsmith (The Omen, Rambo, Gremlins) ist ebenfalls toll.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Total Recall

USA 1990

R: Paul Verhoeven

D: Arnold Schwarzenegger, Sharon Stone, Michael Ironside, Michael Champion, Robert Costanzo, Rachel Ticotin, Ronny Cox, Marshall Bell, Mel Johnson Jr., Roy Brocksmith

Laufzeit der UK-DVD: 108:37 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von Momentum vor = Kinofassung, sehr gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch mit diversen Untertiteloptionen. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Den Film gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray und UHD. Der Film wurde für die US-Kinofreigabe zensiert. Eine richtige Uncut Fassung gibt es nicht (Stand: Mai 2026).

Freitag, 15. Mai 2026

Born Under Crossed Stars

 

Born Under Crossed Stars

Story:

Japan in den 20ern:

Jûkichi Suzuki (Ken Yamauchi) ist ehrgeizig und will was werden. Er gerät mit seinem Vater in Konflikt und später sind es zwei Frauen, die ihm den Kopf verdrehen. Taneko (Yumiko Nogaw) ist modern, frech und charmant. Suzuko (Masako Izumi) ist traditionell und altmodisch veranlagt. Nach und nach gerät Jûkichis Leben aus den Fugen und er kämpft gegen seine eigenen Prinzipien an…

Meine Meinung:

Mit Born Under Crossed Stars habe ich Arrow Videos Edition Seijun Suzuki the Early Years Vol. 1 endlich beendet. Und ich muss sagen, dass der Kauf für mich ein Fehlkauf darstellt. Die Frühwerke von Seijun Suzuki (The Boy Who Came Back, The Wind-of-Youth Group Crosses the Mountain Pass, Teenage Yakuza sowie The Incorrigible) sind, zur Liebe zu den späten Klassikern (Detective Bureau 2-3: Go to Hell Bastards!, Branded to Kill, Tokyo Drifter, Youth of the Beast) des Regisseurs, nicht meine Kragenweite. Definitiv nicht.

Es sind vielleicht zwei ganze Filme aus dem Set, die leicht besser sind (Teenage Yakuza und The Incorrigible), aber dennoch von Must See Titeln weit entfernt sind. Und den Rest kann man knicken. Born Under Crossed Stars wartet teilweise mit dem gleichen Cast aus The Incorrigible auf. Letzterer war aber besser. Born Under Crossed Stars ist zwar gut gespielt und optisch schick, aber der Inhalt fesselt wenig. Der Film war mir auch viel zu lustig. Das hätte ich nicht erwartet und war störend. So muss man um die Figuren nie Angst haben und der Film, der Coming of Age und New Wave Vibes beinhaltet, wirkt dadurch zu wenig dramatisch. Die komischen und lustigen Momente haben hier definitiv gestört.

Was den Cast angeht, macht vor allem Yumiko Nogaw eine gute Figur. Sie spielte auch in späteren Filmen von Seijun Suzuki mit (Gate of Flesh sowie Story of a Prostitute) und war auch abgesehen davon in vielen Genre-Filmen zu sehen (Hokuriku Proxy War, Killer’s Mission). Ken Yamauchi war aufgrund des Overacting wenig überzeugend. Er konnte danach auch nicht wirklich auf eine bekannte Filmographie zurückblicken. Masako Izumi (Haunted Samurai) war solide, aber bliebt im Schatten von Yumiko Nogaw. Alles in allem machten die Schauspieler ihre Sache solide.

Fazit: Kein Must Have Titel, auch nicht für Fans von Seijun Suzuki!

Infos:

O: Akutarôden: Waruihoshi no Shita Demo

Japan 1965

R: Seijun Suzuki

D: Ken Yamauchi, Masako Izumi, Yumiko Nogaw, Jun Tatara, Kotoe Hatsui, Masahiko Tanimura, Masao Mishima

Laufzeit der UK-Blu: 96:52 Min.

Gesehen am: 15.05.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Seijun Suzuki the Early Years Vol. 1) = Hervorragende Bild- und Tonqualität, fünf Filme und Booklet in einem Set (jeweils auf DVD und Blu-Ray), in Japanisch mit englischen Subs. Born Under Crossed Stars ist zensiert (Hahnenkämpfe). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Donnerstag, 14. Mai 2026

Sleepaway Camp

Sleepaway Camp

Story:

Ricky (Jonathan Tiersten) und dessen Schwester Angela (Felissa Rose) verbringen ihren Sommer im Sommercamp. Doch der Spass wird zum tödlichen Alptraum, als ein unbekannter Killer die Teens zu meucheln beginnt…

Meine Meinung:

Nach den Erfolgen von Halloween und Freitag der 13. war die grosse Zeit der 80er Jahre US-Slasher gekommen. Sleepaway Camp ist der erste Teil einer insgesamt fünfteiligen Reihe und speziell in den USA erlangte Sleepaway Camp Kultstatus. Der vierte Teil entstand erneut durch Regisseur Robert Hiltzik, jedoch erst deutlich später und zwar im Jahr 2008. Dass 2012 sogar noch eine weitere Fortsetzung folgte, war mir nicht bewusst.

Sleepaway Camp hat die Neusichtung bestanden. Der Film ist selbstverständlich kein Highlight und es gibt viele bessere Slasher, dennoch wurde ich doch relativ gut und anspruchslos unterhalten. Nicht mehr, und nicht weniger. Dennoch hat der Film auch einige interessante Aspekte zu bieten. Zum einen war ein grosser Teil des Cast während den Dreharbeiten minderjährig, so z.B. auch Hauptdarstellerin Felissa Rose (Victor Crowley, Terrifier 2). Das sorgt dafür, dass der Film, vor allem in Sachen Drogen und nackter Haut, sehr harmlos ist.

Auf der anderen Seite sehen die Kids und Jugendlichen auch Mal aus wie Kinder und Jugendliche. Auch in Sachen blutiger Morde ist der Film eher auf der harmlosen Seite, was nicht heisst, dass es nicht die ein oder andere blutige Szene zu sehen gibt. Einige der Morde sind, auch wenn mehrheitlich im off screen stattfindend, cool da innovativ und z.T. ist das Endresultat zu sehen. Und diese Make-Up-Effekte sind ziemlich cool. Die Kills sind innovativ und beinhalten u.a. kochendes Wasser oder Bienen. Im Grossen und Ganzen folgt der Film den 08/15 Klischees des Slasher-Genres. Die Ausnahme stellt das überraschende und originelle Ende dar, welches den Film und Schauspielerin Felissa Rose zu ihrem Kultstatus verhalf.

Fazit: 80er Jahre Slasher-Fans können durchaus einen Blick riskieren!

Gefolgt von: Sleepaway Camp II: Unhappy Campers

Infos:

O: Sleepaway Camp

USA 1983

R: Robert Hiltzik

D: Felissa Rose, Jonathan Tiersten, Karen Fields, Christopher Collet, Mike Kellin, Katherine Kamhi, Paul DeAngelo

Laufzeit der US-Blu: 84:50 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 14.05.26

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Shout Factory vor = Schuber, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs und diverse Extras (Interviews, Audiokommentare etc.) runden die Disc ab. Zudem liegt mir noch die Sleepaway Camp Survival Kit Box von Anchor Bay vor = alle drei Teile in einer Box inklusive Booklet. Die 1. Auflage mit rotem Kreuz musste nach Beschwerden des roten Kreuzes für spätere Auflagen abgeändert werden. Die Anchor Bay Fassung ist in Gewalt und Handlung zensiert. In Deutschland Uncut von Retro Gold 63 auf Blu-Ray zu haben (als Sleepaway Camp oder Blutiger Sommer - Das Camp des Grauens, je nach Cover-Auflage).

Mittwoch, 6. Mai 2026

Kung Fu Stars

Kung Fu Stars

Story:

Die ehemalige Schönheitskönigin He Aiqiu (Betty Ting Pei) und zwei weitere Frauen werden bei einem falschen Schönheitswettbewerb als Prostituierte an einen reichen Geschäftsmann verkauft. Fluchtversuche schlagen fehl, bis sich die rechte Hand des Geschäftsmannes (Wilson Tong) in He Aiqiu verliebt und er ihr helfen möchte. Doch das bezahlt er mit dem Leben, ehe sich weitere Zuhälter (u.a. Jason Pai Piao, Hon Kwok-Choi) gegen den Mörder (Fung Hak-On) auflehnen…

Meine Meinung:

Aka My Darling Gals. Kung Fu Stars lag seit 2018 ungesehen in meiner Sammlung. Die US-DVD spricht dabei von Filmen von Yuen Woo-Ping (Action Regie). Allerdings trifft das auf Kung Fu Stars nicht zu. In diesem ist Yuen Woo-Ping (Wing Chun, Magnificent Butcher, The Buddhist Fist) nur in einem Miniauftritt nebst Namen wie Lam Ching-Ying (Encounters of the Spooky Kind 2, Mr. Vampire III, Pom Pom & Hot Hot), Yuen Biao (A Kid from Tibet, The Champions, Above the Law) oder Eric Tsang (The Last Blood, Hitman, Scared Stiff) zu sehen.

Der Film von Law Kei (Green Killer, Ghost Festival, Bruce Lee the Invincible) ist ein Mix aus Drama, Menschenhandel, Erotik, Gangster- und Kung-Fu Film inklusive asiatischem Klamauk und Humor. Die Hauptfigur ist (die meiner Meinung nach überbewertete) Betty Ting Pei (My Name Ain't Suzie, Mahjong Heroes) sowie Wilson Tong (Kung Fu Genius, Mission to Kill, My Young Auntie). In kleineren Nebenrollen sind noch Jason Pai Piao (Men from the Gutter, Blind Boxer, Twins of Kung Fu) sowie Hon Kwok-Choi (Killer in the Dark) zu sehen. Fung Hak-On (Dirty Kung Fu, Last Hurrah for Chivalry, Dreadnaught) spielt quasi eine Art Hauptbösewicht. Mit Schnauz!

Da ich vor der Sichtung keine Inhaltsangabe fand, war der Inhalt etwas wirr und sprunghaft. Das aufgrund der Tatsache, dass die weissen englischen Untertitel oft nicht lesbar waren. Und nicht erkennbar. Warum? Es gab doch viele helle und weisse Hintergründe und somit sah man die englischen Untertitel nicht. Dazu gibt es Kürzungen (mehr dazu unter Fassungen). Ich wusste, dass der Film im Prostitutions-Setting spielt. Einzelne Momente tragen aber gar nichts zum Film bei (z.B. die Film-in-Film Szenen). Die erste Hälfte empfand ich, auch wenn der Film nur 73 Minuten lief, als lahm. Und relativ uninteressant. Doch es tat gut, dran zu bleiben.

Die besten Momente hat der Film dann in seiner zweiten Filmhälfte. Die Actionszenen kommen nun vermehrt zum Einsatz. Die Kampfszenen sind bodenständiger als in klassischen Martial Arts Filmen. Für die Choreographie waren Sammo Hung (Point of No Return, Don't Give a Damn, The Odd Couple), der im Film auch einen kleinen Gastauftrott mit Kampfszene hinlegt, und Fung Hak-On zuständig. Die haben ihre Sache ordentlich gemacht. Wilson Tong bekommt am meisten Kampfszenen spendiert. Danach Fung Hak-On. Im Finale dürfen dann auch Jason Pai Piao und Co. kurz kämpfen. Das war cool. Die Kampfszenen in der zweiten Hälfte waren sehenswert. Diese und auch Wilson Tongs Darbietung haben mich an die 70er Jahre Gangster-Rollen von Michael Chan Wai-Man erinnert = Das wertet den Film auf und dank den Kampfszenen und der starken zweiten Hälfte des Filmes landet der Film auch (knapp) in der Filmsammlung!

Infos:

O: Zi Fan Daai Saat Seng

HK 1978

R: Lo Kei

D: Betty Ting Pei, Wilson Tong, Fung Hak-On, Jason Pai Piao, Hon Kwok-Choi, Luk Chu-Sek, Kao Chiang, Lee Ka-Ting, Tang Ti, Eric Tsang, Yuen Biao, Lam Ching-Ying, Sammo Hung, Yuen Woo-Ping, Kitty Meng Chui, Lam Yeung-Yeung, Angel Chan Wai-Ying

Laufzeit der US-DVD: Ca. 73 Min.

Gesehen am: 06.05.26

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Ground Zero («Black Belt Theatre»). Zusammen mit Fist of the Double K auf einer Disc. Zu Kung Fu Stars: 73 Minuten Laufzeit, statt O-Ton Kantonesisch in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs. Diese sind oft nicht lesbar, da weisse Farbe und gleichzeitig heller Hintergrund. Die Bildqualität ist durchschnittlich. Auf YouTube ist der Film ebenfalls zu finden, hingegen in Kantonesisch mit englischen und chinesischen Subs und einem anderen Vorspann. Die US-DVD ist gegenüber der YouTube Fassung zensiert. Die Musik scheint teilweise im Kantonesischen und Mandarin Dub unterschiedlich zu sein. Dann finde ich auf YouTube noch weitere Szenen, die in beiden Fassungen fehlen. Bei der US-DVD fehlt:

- Der Vorspann ist alternativ

- Schönheitswettbewerb am Anfang fehlt (ca. fünf Minuten)

- Black-Face Girl zieht sich (im off screen) aus und wirft die Kleider auf den Boden. Umschnitt und sie ist oben durch nackt und sitzend zu sehen (Brüste). Der Mann, der sie dann "Chocolate" nennt, drückt sie mit dem Oberkörper in eine liegende Position aufs Bett. Danach fehlt ein Dialog des Mannes und danach sieht man "Chocolate" nochmal nackt da liegen. Das fehlt auch im YouTube Print.

- Es fehlt eine weitere Nacktszene zwischen einer Frau und einem Mann (auch ihr sind mehrfach Brüste zu sehen). Er gibt ihr Geld und sie fangen zu knutschen an. Fehlt auch im YouTube Print.

- Die Film-im-Film Drehszene (Lesben im Bikini) wurde stark verkürzt. In einem YouTube Clip küssen sie sich mehr, liegen auch aufeinander und stöhnen.

Auf YouTube habe ich in den Kommentaren gelesen (Chinesisch d.h. eine deren englischen Übersetzung), dass es nach Beendigung des Filmes Nachdrehs gegeben hat. Das würde die unterschiedlichen und chaotischen Bedingungen erklären. Ob es eine Komplettfassung (mit Nacktszenen etc.) gibt, weiss ich nicht.  Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2026).

Samstag, 25. April 2026

Häxan

Brugggore Filmfestival 2026 Spezial

Häxan

Inhalt inklusive meiner Meinung (Brugggore Filmfestival 2026 Version):

Bei Häxan handelt es sich um einen 20er Jahre Stummfilmklassiker aus Schweden/Dänemark. Der Film war dazumal eine der teuersten skandinavischen Filme aller Zeiten, der in vielen Ländern mit Zensurauflagen und Verboten zu kämpfen hatte. Der Film ist kein Spielfilm, sondern gibt sich als (fiktive) Dokumentation über Hexen. Präsentiert wird der Inhalt in sieben Kapiteln. Die Musik, für diese am Brugggore Filmfestival aufgeführte Version, steuerte die Musikerin Anna Murphy bei.

Wie bei vielen anderen Stummfilmen ist die Originalmusik nicht mehr vorhanden (die Filme wurden ohne Ton gedreht). Und wie bei vielen anderen Stummfilmen wurde die Originalversion erst spät entdeckt, was zur Folge hat, dass es zig Schnittfassungen mit unterschiedlichen Kommentaren, Laufzeiten und Musikbeilagen gibt. Die US-Version namens Witchcraft Through the Ages wurde z.B. von Autor William S. Burroughs (Naked Lunch) kommentiert.

Ich bin kein allzu grosser Fan von Stummfilmen. Aber als ich den Trailer zu Häxan sah, überlegte ich mir einen Blindkauf des Tickets, da eben auch interessant da Live-Musik-Vertonung zum Film. Der Trailer zeigte zu 90% nur Effekte: Make-Up-Masken, Teufel, Darstellungen der Höllen, Hexen-Settings. Und dazu wunderschöne, stimmungsvolle und düstere Bilder. Das war der ausschlaggebende Grund, warum ich das Ticket gekauft habe. Die Vorstellung, die scheinbar ausgebucht war, war sehenswert. Häxan war nebst Higuma!! The Killer Bear der bisher beste Film am diesjährigen Filmfestival.

Der Film kommt in der Tat wie eine Doku daher. Die ersten sechs Kapitel waren die besten. Ich liebe Darstellungen der Hölle und solche alten Bilder und Zeichnungen. Davon gab es jede Menge zu sehen und der Zuschauer wird mit echten Hintergrundinfos zur Hexenzeit gefüttert. Damit und mit den charmanten, coolen und starken Effekten und Höllen- und Teufel-Darstellungen hatte mich der Film schnell gewonnen. Auch als echte Darsteller ins Spiel kommen, wird Häxan nicht uninteressanter. Für mich spielen sie nur das wieder, was zuvor theoretisch erklärt wurde. Das Ganze hat für mich keinen echten Spielfilmcharakter und ich denke der dokumentarische Inszenierungsstil half, dass mir Häxan so gut gefiel.

Die Effekte, Kostüme, Settings und Requisiten sind der Wahnsinn, vor allem wenn man bedenkt, dass der Film schon über 100 Jahre alt ist. Unglaublich. Die Darsteller sind eher Beilagen und nicht wirklich der Rede wert. Das letzte Kapitel war vielleicht das schwächte, weil dazumal in der Gegenwart erzählend (über die hysterische Frau und Wahrsagerinnen etc.). Das war auch das kürzeste Kapitel. Ich weiss nicht ob dort durch das Festival ggf. Straffungen vorgenommen wurden, aber gut möglich da weniger interessant als die vorherigen Hexen-Inhalte.

Fazit: Zu Recht ein grosser Klassiker, der es auch auf meine Wunschliste schafft!

Infos:

O: Häxan

Schweden, Dänemark 1922

R: Benjamin Christensen

D: Maren Pedersen, Clara Pontoppidan, Elith Pio, Oscar Stribolt

Laufzeit der Brugggore Filmfestival Version: Ca. 96 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival mit deutschen Untertiteln und Live-Musik von Anna Murphy (= Musikerin und Tontechnikerin). Zu Grunde lag der Print von The Criterion Collection, wobei die Festivalveranstalter zwei längere Passagen zu Straffungszwecken entfernt haben. Die Straffungen fielen nicht auf und die Bildqualität war fantastisch. Wer eine Blu-Ray möchte, wird in England (Radiance Films) oder den USA (The Criterion Collection) fündig. Dort sind unterschiedliche Film- und Vertonungen zum Film vorhanden. In Deutschland gibt es keine Heim-Medium Fassung. Der Film lief im Free-TV (u.a. Deutsch eingesprochen aber zensiert = 79 Minuten) und kann gestreamt werden (Englische Subs).

Dienstag, 14. April 2026

The Outlaw Brothers



The Outlaw Brothers

Story:

Autodiebe (Frankie Chan, Max Mok) und eine Polizistin (Yukari Oshima) sind hinter einer Gangster-Bande (Michiko Nishiwaki, Jeff Falcon, Vincent Lyn, Mark Houghton) her…

Meine Meinung:

The Outlaw Brothers ist sicherlich einer der besten Filme von und mit Frankie Chan (Fun and Fury, Goodbye My Love, A Warrior's Tragedy) und mit Yukari Oshima (Devil Cat, Brave Young Girls, Blood Sister). Es handelt sich um eine Actionkomödie im modernen Setting. Man könnte fast von einem HK-Remake des US-Filmes Gone in 60 Seconds (aus dem Jahr 1974, erfuhr auch ein US-Remake) sprechen. The Outlaw Brothers wartet mit einem tollen Cast und superben Kampfszenen auf. Fans dieses HK-Filmzeitalters dürften mit The Outlaw Brothers bestens bedient werden.

Der Mix aus mehrheitlich harmloser Action und Humor funktioniert gut. Frankie Chan und Yukari Oshima harmonieren prächtig. Ihre Kampfszenen sind erste Sahne. Allgemein sind die Kampfszenen und deren Choreographie einfach nur spektakulär, rasant und innovativ. Diese wurde von fähigen Männern, u.a. Fung Hak-On (Edge of Darkness), der im Film auf einen Gastauftritt hinlegt, choreographiert. Im Finale durfte dann sogar noch Jackie Chan (Battle Creek Brawl) vorbeischauen und half mit, eine Szene zu choreographieren.

Besonders cool ist auch die Tatsache, dass hier mehrere ausländische Kämpfer in einem Film, und vor allem im sehenswerten Finale, vereint zu sehen sind. Deren Kämpfe sind der Wahnsinn. Da kämpfen Yukari Oshima und Frankie Chan abwechselnd gegen Namen wie Vincent Lyn (Robotrix), Mark Houghton (Angel Terminators) und Jeff Falcon (Caged Beauties). Vor allem letzterer konnte sich von seiner allerbesten Seite zeigen. Max Mok (An Eye for an Eye) bekommt wenig Kampfszenen spendiert. Nebst Yukari Oshima gefallen bei den Mädels ansonsten noch Sharon Kwok Sau-Wan (Lethal Panther 2) sowie Sheila Chan Suk-Lan (Prince of the Sun).

In weiteren Gastauftitten sind Namen wie Dan Mintz (Fatal Termination) und Chiang Tao (The Savage 5) auszumachen. Sheila Chan Suk-Lan sorgt mit ihrer Rolle für heutige Verhältnisse auch für viele politisch unkorrekte Szenen, was ich sehr mochte. Da ging im Kino auch hier und da ein raunen durch die Ränge. Ich bin sicher, dass der Film in Kantonesisch noch besser und lustiger rüberkommt. Einziger Schwachpunkt des Filmes: dass Michiko Nishiwaki (The Dragon Fighter) praktisch nichts von ihrem Kampftalent zeigen darf und im Finale auch nicht im Kampf besiegt wird. Das glich Potenzialverschwendung…

Fazit: Must Have Titel!

Infos:

O: Jui Gaai Chaak Paak Dong

HK 1990

R: Frankie Chan

D: Frankie Chan, Yukari Oshima, Max Mok, Michiko Nishiwaki, Jeff Falcon, Vincent Lyn, Mark Houghton, Sharon Kwok Sau-Wan, Sheila Chan Suk-Lan, Dan Mintz, Chiang Tao, Michael Miu Kiu-Wai, Fung Hak-On

Laufzeit der UK-Fassung: 96:42 Min.

Gesehen am: Nov. 2007 / Neusichtung am: 12.04.26

Fassungen: Ich sah den Film in London im Kino (Event mit Yukari Oshima). Dort lief leider nur eine leicht zensierte (typische UK-Zensur) Fassung, zudem nur Englisch Dubbed (mit chinesischen Subs). Zudem war die Fassung sehr dunkel. Zuhause habe ich die UK-DVD von HKL stehen = In Tiergewalt zensiert, sonst Uncut, auch O-Ton und englische Subs plus exklusive Extras (Bey Logan AK, u.a. Interview mit Vincent Lyn und Yukari Oshima). Wer den Uncut (auf DVD) haben möchte, sollte zur DVD aus den USA greifen. Die deutsche DVD (als Born to Fight 4) ist zwar auch Uncut und in Sachen Bildqualität massiv heller als die UK-DVD, dafür gibt es zum Originalton keine Untertitel = kein Kauf. Warten und hoffen, dass der irgendwann auf Blu-Ray erscheint…

Sonntag, 5. April 2026

Shaolin Vs Manchu

 

Shaolin Vs Manchu

Story:

Ricky soll der neue Abt des Shaolin Klosters werden. Das passt nicht allen in den Kram. Als er eine Frau vor den Manchus rettet und von dieser später der Vergewaltigung bezichtigt wird, verlässt er den Shaolin Tempel. In der Zeit plant ein Verräter (Andy Tam Tak-Shing), den Shaolin Tempel von innen heraus zu zerstören. Als die Mehrheit der Mönche im Tempel von den Manchus getötet werden, kommt es im Finale zum Kampf zwischen Ricky und dem Verräter…

Meine Meinung:

Bei Shaolin Vs Manchu handelt es sich um einen Mitte der 80er Jahre Streifen (sieht jedoch wie ein 70er Jahre Film aus HK aus) aus Taiwan (eine Datenbank gibt auch Hong Kong an, aber es ist definitiv eine taiwanesische Produktion) von Max Lee Chiu-Chun (Who Cares). Dieser hat scheinbar nur vier Filme realisiert, einer davon liegt mir noch ungesehen vor (Ruthless Family). Der Film verzichtet auf bekannte Namen. Inhaltlich erinnert der Film an grosse Klassiker, Vorbilder oder Nachzügler wie The Shaolin Temple (Jet Li), Shaolin Temple (Shaw Brothers), 36th Chamber of Shaolin (Gordon Liu) oder die taiwanesische Produktion Shaolin Temple Strikes Back.

Vom Cast kenne ich wirklich niemanden. Namen wie Ling Man-Hoi (Angel Terminators), Andy Tam Tak-Shing (The Nocturnal Demon), Suen Kwok-Ming (auch der Martial Arts Regisseur des Filmes), Lee Kin-Hing (That's Money) oder Chou Chang-Hua (The Naval Commandos) sind mir unbekannt. Die Stars machen ihre Sache aber mehr als ordentlich. Es kam sogar ein kleines Kind vor (am Anfang und im letzten Viertel). Das hat leicht genervt und brachte eigentlich keinen Mehrwert in den Film. Und es ist kein kämpfendes Kind, dafür war es deutlich zu jung. Mit abgesehen den ersten Szenen mit dem Kind, wird auf Humor verzichtet.

Die Musik besteht aus 08/15 Klängen. Optisch ist der Film schön in Szene gesetzt und erinnerte mich am meisten an The Shaolin Temple mit Jet Li. Auch das Aussehen der Kämpfer erinnerte an den Klassiker (oder auch an Shaolin Vs. Lama). Der Film lag mir nun in einer Französisch synchronisierten Fassung vor. So konnte ich den Dialogen nicht folgen, aber ich las vor der Sichtung über den Film und dessen Plot. Im Gegensatz zu anderen Fassungen läuft dieser Print jedoch nur knapp mehr als 70 Minuten. Es fehlen also Szenen. Das machte den Film jedoch sehr kurzweilig. Die gesamte Inszenierung ist solide. Mehr Kämpfe hätten dem Film gutgetan. Was vor allem dominiert hat, sind Trainingsszenen.

Fazit: Solide Eastern Unterhaltung mit dem bekannten 08/15 Plot, den Kung Fu Fans i.d.R. werden…

Infos:

O: Huan Wo Shao Lin

HK, Taiwan (je nach Quelle) 1984

R: Max Lee Chiu-Jun

D: Ling Man-Hoi, Tam Tak-Shing, Sun Kuo-Ming, Lee Gin-Hing, Chow Cheong-Wa, Ban Sang

Laufzeit der DVD-R: 72:48 Min.

Gesehen am: 05.04.26

Fassungen: Mir lag eine DVD-R vor, die ich von einem Sammler aus Deutschland erhalten habe = Kopie der franz. VHS-Fassung (?). Vorteil: Widescreen (4:3) statt Vollbild. Franz. Dubbed (On-Screen-Titel = Defi sanglant = «Blutige Herausforderung»). Lief nur 72 Minuten. Dürfte zensiert sein, da die US-DVD länger läuft (87 Minuten). Diese ist aber nur in Vollbild. Es gibt noch eine DVD in England (auch nur Englisch Dubbed und vermutlich auch nur in Vollbild). Es gibt keine deutsche Fassung, keine Blu-Ray und eine Fassung in Mandarin mit englischen Subs ist mir ebenso nicht bekannt (Stand: April 2026). Selbst Bootleg DVDs, welche ich in taiwanesischen Auktionshäusern finde, sind nicht im Originalton.

Sonntag, 8. März 2026

The Soul Guardians

The Soul Guardians

Story:

Eine Polizeieinheit stürmt das Lager eines satanischen Kultes, nur um festzustellen, dass alle Mitglieder tot sind. Durch Suizid. Ein schwangeres Opfer schafft es bis ins Krankenhaus. Dort stirbt sie, ihre Tochter kann aber gerettet werden. 20 Jahre später sucht die dunkel Macht nach der jungen Frau, um durch ihren Körper wiedergeboren zu werden. Ehemalige Sekten-Anhänger sterben, die Polizei ermittelt und mehrere «Soul Guardians» setzen such zum Ziel, die junge Frau vor den dunklen Mächten zu schützen…

Meine Meinung:

Als ich 2008 in Hong Kong war, kaufte ich, so viel ich noch weiss, über 100 Filme. Auch einige VCDs. Das waren zu einem Teil reine Blindkäufe. So einer war The Soul Guardians. Bei The Soul Guardians handelt es sich um einen Ende der 90er Jahre Film aus Südkorea, der vor allem für seinen teilweisen Einsatz von CGI-Effekten das damalige Kino in Südkorea revolutioniert haben soll. Wer jetzt vermutet, dass es sich bei The Soul Guardians um eine «CGI-Schlacht» handelt, der irrt.

Ich fand den Film solide. Ich fühlte mich gut unterhalten. Die erste Disc (meiner VCD-Version) war dabei etwas unterhaltsamer und bot mehr Action. Der Film erinnerte mich zwar an Filme wie Sieben, Warlock – Satans Sohn kehrt zurück und Co., machte das aber ganz ordentlich. Besser gut geklaut als nicht, würde ich meinen. Jedoch stimmt das so nicht ganz: es handelt sich beim Film um eine Verfilmung eines in Südkoreas populären Romans (Toemarok). Die CGI-Effekte haben 90er Jahre Vibes, so à la Buffy - Im Bann der Dämonen. Die fliegenden Messer haben mich vor allem an oben genannten «Warlock» erinnert. Eine Einstellung vom besessenen Kind erinnerte mich zudem an der 80er Jahre Horrorstreifen Evilspeak.

Der Film bietet einen guten Mix aus Okkult-Thriller, Krimi, Action- und Horrorfilm. Hier und da erinnerten mich einzelne Szenen auch an Sci-Fi Momente aus Matrix oder Terminator, wo einige Sequenzen fast 1:1 aus den Klassikern stammen könnten. Oder die Kleidung. Oder der Dauerregen. Das Böse kommt hier in diversen Formen. Zum einen kann es auch Objekte und Gegenstände befallen und töten, zum anderen in der Form eines Killersoldaten. Daher wirkt der Film auch kurzweilig, abwechslungsreich und unterhaltsam.

Der Cast besteht aus Namen wie Kim Roi-ha (Memories of Murder), Ahn Sung-ki (Musa), Shin Hyun-jun (Shadowless Sword), Lee Ki-young (A Bittersweet Life) oder Lee Beom-soo (The City of Violence). Der weibliche Hauptstar Chu Sang-mi, feierte 2000 mit Say Yes grosse Erfolge. Einen Film, den ich nicht kenne, nun aber viel Gutes gelesen habe = Wunschliste. The Soul Guardians kommt in dieser Form (VCD, kein DTS-Ton, keine englischen Untertitel, leicht zensiert) nicht in die Sammlung. Wäre mir für die Sichtung z.B. die DVD aus Südkorea zur Verfügung gestanden, hätte ich den Film behalten. So bin ich jedoch unschlüssig, ob ich neu kaufen werde oder ob es bei dieser einen Sichtung bleiben wird.

Fazit: Fans von südkoreanischen Horrorfilmen können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Toemalog

Südkorea 1998

R: Park Gwang-choon

D: Ahn Sung-ki, Shin Hyeon-joon, Choo Sang-mi, Oh Hyeon-cheol, Chu Sang-mi

Laufzeit der HK-VCD: 49:51 Min. (1. Disc) / 47:21 Min. (2. Disc)

Gesehen am: 08.03.26

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Winson Entertainment vor = solide Bild- und Tonqualität, O-Ton mit chinesischen Subs (nicht Englisch freundlich), ca. 34 Sekunden zensiert (0.5-1 Sek. Gewalt, Rest = Sexszene). Qualitativ am besten dürfte die DVD aus Südkorea sein (DTS-Ton, Uncut, englische Untertitel). Die deutsche DVD (als Soul Guardians - Die Seelenwächter) hat zwar auch O-Ton, aber keine Untertitel. Es scheint keine Blu-Ray zu geben (Stand: März 2026).