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Mittwoch, 1. Juli 2026

The Manchu Boxer

 

The Manchu Boxer

Story:

Ein koreanischer Gangsterboss (Kim Ki-Joo) und seine Leute (Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui) lassen vor einem Kampfturnier die Konkurrenz töten, damit er sich beim Turnier selbst zum Gewinner küren kann. Als Ku Yu-Changs (Lau Wing) Freund ebenfalls getötet wird (inklusive weitere Opfer, Vergewaltigungen und Suizide), bricht Ku Yu-Chang mit seinem Gelübde (nicht mehr zu kämpfen) und schwört Rache…

Meine Meinung (Extended Version):

The Manchu Boxer ist eine Co-Produktion zweiter Firmen (u.a. Golden Harvest). Einer aus Hong Kong und einer aus Südkorea. Das ist auch der Grund, warum vor Ort in Südkorea gedreht wurde und warum der Film zum Teil einen südkoreanischen Cast bietet. The Manchu Boxer bietet Inhalte, die der Fan aus anderen Filmen bereits kennt (Chinese Hercules, The Big Boss). Mir hat der Film gut gefallen. Ich sah den Film in einer Sammo Hung Collection und ich würde fast sagen, dass es der beste der drei Filme war.

Der Film von Wu Ma (spielt auch eine kleine Rolle, wird aber gleich am Anfang von Lau Wing getötet) und Kim Si-hyun (The Eighth Master, The Uninvited Guest of the Star Ferry) hat mir durch mehrere Faktoren gut gefallen. Zum einen die Drehorte. Das alte, verschneite und felsige Südkorea-Setting ist immer eine willkommene Abwechslung zu den Eastern, die in HK oder Taiwan gedreht wurden. Das gibt einfach schon eine ganz andere Stimmung. Zudem ist der Film ernst, hart, dramatisch, blutig (selbst in dieser noch leicht zensierten Version) und absolut humorlos. Auch das hat gefallen.

Der Plot ist Mittel zum Zweck. Von Lau Wing (Human Lanterns, Bastard Swordsman, The Enchantress) bin ich nie ein grosser Fan gewesen. Hier sollte er als neuer Held etabliert werden, was sich jedoch für Golden Harvest und Lau Wing nicht auszahlte. Ich muss jedoch sagen, dass er seine Sache hier gut macht. Auch an den Bösewichten hatte ich Freude. Der «Oberboss» wird von Koreaner Kim Ki-Joo (Hard Bastard, Fury in Shaolin Temple) verkörpert. Der macht das ok.

Noch mehr Freude hatte ich an Wilson Tong (Snake Deadly Act) sowie Sammo Hung (Shanghai Shanghai) als Kämpfer des Oberbosses. Die spielen japanische Charaktere. Die machen das gut. Sammo Hung war auch für die Action-Choreographie zuständig. Toll war noch das Mädel bei den Bösewichten: die mit Messern bewaffnete Sin Jin-Hui machte Lust auf mehr. Schade, dass sie scheinbar kaum in anderen Produktionen vor der Kamera stand. Welch Verschwendung.

 Fazit: Kung Fu Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Qi Sheng Quan Wang, Daepyeong-won-a

HK, Südkorea 1974

R: Wu Ma, Kim Si-hyun

D: Kim Ki-Joo, Sammo Hung, Wilson Tong, Sin Jin-Hui, Lau Wing, Wu Ma, Jeong Ae-Jeong, Tao Min-Ming, Kao Chiang

Laufzeit der UK-Blu (Extended Version): 92:53 Min.

Gesehen am: 01.07.26

Fassungen: Gesehen als UK-Blu-Ray von Eureka (Triple Threat) = obwohl zwei Fassungen an Bord (Kinofassung und ein Extended Cut) ist die längere Fassung dennoch nicht Uncut. Es fehlen Gewaltszenen (fünf Stück). Die Schnitte fallen aber, kennt man die Uncut nicht, nicht auf. Diese Szenen sind bei der auch zensierten US-DVD von Brentwood Home Video zu sehen (Englisch Dubbed, veränderter Soundtrack, Master sieht massiv dunkel aus, so dass kaum was zu erkennen in den Gewaltmomenten). Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. O-Ton mit englischen Subs. Schuber, Wendecover und Booklet.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Kung Fu Stars

Kung Fu Stars

Story:

Die ehemalige Schönheitskönigin He Aiqiu (Betty Ting Pei) und zwei weitere Frauen werden bei einem falschen Schönheitswettbewerb als Prostituierte an einen reichen Geschäftsmann verkauft. Fluchtversuche schlagen fehl, bis sich die rechte Hand des Geschäftsmannes (Wilson Tong) in He Aiqiu verliebt und er ihr helfen möchte. Doch das bezahlt er mit dem Leben, ehe sich weitere Zuhälter (u.a. Jason Pai Piao, Hon Kwok-Choi) gegen den Mörder (Fung Hak-On) auflehnen…

Meine Meinung:

Aka My Darling Gals. Kung Fu Stars lag seit 2018 ungesehen in meiner Sammlung. Die US-DVD spricht dabei von Filmen von Yuen Woo-Ping (Action Regie). Allerdings trifft das auf Kung Fu Stars nicht zu. In diesem ist Yuen Woo-Ping (Wing Chun, Magnificent Butcher, The Buddhist Fist) nur in einem Miniauftritt nebst Namen wie Lam Ching-Ying (Encounters of the Spooky Kind 2, Mr. Vampire III, Pom Pom & Hot Hot), Yuen Biao (A Kid from Tibet, The Champions, Above the Law) oder Eric Tsang (The Last Blood, Hitman, Scared Stiff) zu sehen.

Der Film von Law Kei (Green Killer, Ghost Festival, Bruce Lee the Invincible) ist ein Mix aus Drama, Menschenhandel, Erotik, Gangster- und Kung-Fu Film inklusive asiatischem Klamauk und Humor. Die Hauptfigur ist (die meiner Meinung nach überbewertete) Betty Ting Pei (My Name Ain't Suzie, Mahjong Heroes) sowie Wilson Tong (Kung Fu Genius, Mission to Kill, My Young Auntie). In kleineren Nebenrollen sind noch Jason Pai Piao (Men from the Gutter, Blind Boxer, Twins of Kung Fu) sowie Hon Kwok-Choi (Killer in the Dark) zu sehen. Fung Hak-On (Dirty Kung Fu, Last Hurrah for Chivalry, Dreadnaught) spielt quasi eine Art Hauptbösewicht. Mit Schnauz!

Da ich vor der Sichtung keine Inhaltsangabe fand, war der Inhalt etwas wirr und sprunghaft. Das aufgrund der Tatsache, dass die weissen englischen Untertitel oft nicht lesbar waren. Und nicht erkennbar. Warum? Es gab doch viele helle und weisse Hintergründe und somit sah man die englischen Untertitel nicht. Dazu gibt es Kürzungen (mehr dazu unter Fassungen). Ich wusste, dass der Film im Prostitutions-Setting spielt. Einzelne Momente tragen aber gar nichts zum Film bei (z.B. die Film-in-Film Szenen). Die erste Hälfte empfand ich, auch wenn der Film nur 73 Minuten lief, als lahm. Und relativ uninteressant. Doch es tat gut, dran zu bleiben.

Die besten Momente hat der Film dann in seiner zweiten Filmhälfte. Die Actionszenen kommen nun vermehrt zum Einsatz. Die Kampfszenen sind bodenständiger als in klassischen Martial Arts Filmen. Für die Choreographie waren Sammo Hung (Point of No Return, Don't Give a Damn, The Odd Couple), der im Film auch einen kleinen Gastauftrott mit Kampfszene hinlegt, und Fung Hak-On zuständig. Die haben ihre Sache ordentlich gemacht. Wilson Tong bekommt am meisten Kampfszenen spendiert. Danach Fung Hak-On. Im Finale dürfen dann auch Jason Pai Piao und Co. kurz kämpfen. Das war cool. Die Kampfszenen in der zweiten Hälfte waren sehenswert. Diese und auch Wilson Tongs Darbietung haben mich an die 70er Jahre Gangster-Rollen von Michael Chan Wai-Man erinnert = Das wertet den Film auf und dank den Kampfszenen und der starken zweiten Hälfte des Filmes landet der Film auch (knapp) in der Filmsammlung!

Infos:

O: Zi Fan Daai Saat Seng

HK 1978

R: Lo Kei

D: Betty Ting Pei, Wilson Tong, Fung Hak-On, Jason Pai Piao, Hon Kwok-Choi, Luk Chu-Sek, Kao Chiang, Lee Ka-Ting, Tang Ti, Eric Tsang, Yuen Biao, Lam Ching-Ying, Sammo Hung, Yuen Woo-Ping, Kitty Meng Chui, Lam Yeung-Yeung, Angel Chan Wai-Ying

Laufzeit der US-DVD: Ca. 73 Min.

Gesehen am: 06.05.26

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Ground Zero («Black Belt Theatre»). Zusammen mit Fist of the Double K auf einer Disc. Zu Kung Fu Stars: 73 Minuten Laufzeit, statt O-Ton Kantonesisch in Mandarin mit festen englischen und chinesischen Subs. Diese sind oft nicht lesbar, da weisse Farbe und gleichzeitig heller Hintergrund. Die Bildqualität ist durchschnittlich. Auf YouTube ist der Film ebenfalls zu finden, hingegen in Kantonesisch mit englischen und chinesischen Subs und einem anderen Vorspann. Die US-DVD ist gegenüber der YouTube Fassung zensiert. Die Musik scheint teilweise im Kantonesischen und Mandarin Dub unterschiedlich zu sein. Dann finde ich auf YouTube noch weitere Szenen, die in beiden Fassungen fehlen. Bei der US-DVD fehlt:

- Der Vorspann ist alternativ

- Schönheitswettbewerb am Anfang fehlt (ca. fünf Minuten)

- Black-Face Girl zieht sich (im off screen) aus und wirft die Kleider auf den Boden. Umschnitt und sie ist oben durch nackt und sitzend zu sehen (Brüste). Der Mann, der sie dann "Chocolate" nennt, drückt sie mit dem Oberkörper in eine liegende Position aufs Bett. Danach fehlt ein Dialog des Mannes und danach sieht man "Chocolate" nochmal nackt da liegen. Das fehlt auch im YouTube Print.

- Es fehlt eine weitere Nacktszene zwischen einer Frau und einem Mann (auch ihr sind mehrfach Brüste zu sehen). Er gibt ihr Geld und sie fangen zu knutschen an. Fehlt auch im YouTube Print.

- Die Film-im-Film Drehszene (Lesben im Bikini) wurde stark verkürzt. In einem YouTube Clip küssen sie sich mehr, liegen auch aufeinander und stöhnen.

Auf YouTube habe ich in den Kommentaren gelesen (Chinesisch d.h. eine deren englischen Übersetzung), dass es nach Beendigung des Filmes Nachdrehs gegeben hat. Das würde die unterschiedlichen und chaotischen Bedingungen erklären. Ob es eine Komplettfassung (mit Nacktszenen etc.) gibt, weiss ich nicht.  Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2026).

Montag, 27. April 2026

Kung Fu Genius

Kung Fu Genius

Story:

Kung Fu Genius (Cliff Lok) und Freunde (Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh) wollen eine Kung-Fu-Schule eröffnen und ziehen somit den Zorn von Gangstern (Wilson Tong, Lee Hoi-Sang), die ebenfalls eine Kung-Fu-Schule sowie ein Bordell betreiben, auf sich…

Meine Meinung:

Kung Fu Genius ist eine weitere Kung-Fu-Komödie aus dem Jahr 1979. Es handelt sich um eine Goldig Films Produktion (Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin, Cunning Kids) aus Hong Kong. Wilson Tong (Invitation of Ghost, Daggers 8, Dirty Ho) spielt mit = Endgegner, war für die Kampfszenen und deren Choreographie zuständig und führte Regie. Der Star des Filmes ist Cliff Lok (The Shaolin Kids, Shaolin Death Squads, Drunken Master Slippery Snake), der persönlich nicht zu meinen Lieblingen gehört und Charisma vermissen lässt.

Der Plot ist 08/15 und es gibt jede Menge Humor, Slapstick und Peinlichkeiten. Dazu gehört die Tatsache, dass mehrere Personen im Film, wie und warum auch immer, in einen kognitiv veränderten, lächerlichen und nervenden Menschen umgepolt werden. So à la Dean Shek (Bruce, Hong Kong Master) in A Better Tomorrow II = braucht Nerven. Gut war, dass meine Fassung in Mandarin statt im furchtbaren Englischem Dub war. Das wäre, mit den Figuren und dem Humor, sicher eine absolute Qual gewesen.

Zwei Dinge sah ich als grössere «Kritikpunkte» an. Zum einen eben die Helden, die mir wenig zugesagt haben. Cliff Lok ist mir nicht sonderlich charismatisch und auch Cheng Kang-Yeh nervte mich schon in anderen Filmen (z.B. Heroes of the East). Er spielt oft solche (nervende) Comic-Charaktere. Peter Chan Lung steuert immerhin einen Enten-Kampfstil bei und Hsiao Ho (My Young Auntie) war noch der erträglichste aus der Truppe. Schade war auch, dass der Film fast keine Musik hat. Einmalig gibt es das Dawn of the Dead Theme zu hören und das wäre cool gewesen, wenn das auch bei den späteren Kampfszenen eingesetzt worden wäre.

Stark war hingegen die sehr hohe Anzahl an Trainings- und vor allem Kampfszenen. Vor allem in den letzten 30-40 Minuten gibt es etliche Duelle, so dass Kung-Fu-Fans bestens bedient werden. Zudem haben wir auf der Seite der Bösewichte die Namen besser gefallen als unsere Helden. Wilson Tong sehe ich seit Daggers 8 immer gerne als Bösewicht und einer seiner Männer wird von Glatzkopf Lee Hoi-Sang (Fists and Guts, Shaolin and Wu Tang, The Kung-Fu Warrior) gespielt. Auch ihn mag ich in solchen Rollen. Die Outdoor-Settings, besonders im Finale, waren für die finale Kampfkonfrontation passend gewählt (Steinbruch).

Fazit: Old School Kung Fu Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: Tian Cai Gong Fu

HK 1979

R: Wilson Tong

D: Wilson Tong, Cliff Lok, Peter Chan Lung, Hsiao Ho, Cheng Kang-Yeh, Lee Hoi-Sang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 27.04.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Sam Boo Production vor = Vollbild (hier und da störend in den Kampfszenen), solide Bild- und Tonqualität, Mandarin mit koreanischen Subs. Auf DVD gibt es den Film u.a. in England, aber nur Englisch Dubbed. Es gibt keine deutsche Fassung, keine Blu-Ray und keine UHD (Stand: April 2026). Es scheint eine DVD in Japan zu geben, die ggf. in Mandarin und Widescreen sein könnte.

Donnerstag, 18. Dezember 2025

The Iron Monkey Review

The Iron Monkey

Story:

Die Regierung schlachtet seine Feinde, darunter ganze Familien, ab. Nur Chen (Chen Kuan-Tai) kann entkommen. Er flüchtet sich ins Shaolin Kloster und lässt sich dort im Kampf ausbilden. Später lernt er bei einem Meister die Affenkampftechnik. Danach lässt er sich als General beim Feind (u.a. Chin Kang, Leung Kar-Yan, Wilson Tong) anstellen, um diese von innen heraus zu zerstören und Rache zu nehmen…

Meine Meinung:

The Iron Monkey, nicht zu verwechseln mit dem 90er Jahre Streifen mit Donnie Yen, stellt eine unabhängige, kleine Perle von und mit Shaw Brothers Star Chen Kuan-Tai (The Challenge of the Lady Ninja, Tough Guy, Challenge of the Gamesters) dar. Es war seine 2. Regie-Arbeit und auch für die Kampfszenen und deren Choreographie war er zuständig.

Zwar ist der Inhalt des Filmes nicht wirklich was Neues oder originell, doch die extrem hohe Anzahl von Trainings- und Kampfszenen machen den Film zum Pflichtprogramm. Gut ist, dass der Film komplett aus Humor und Klamauk verzichtet. Das kommt dem Film gut zu stehen. Allgemein ist der Ton düster und hart und selbst vor Kindern wird keinen Halt gemacht. Dasselbe gilt für die Kampfszenen: hart und mit viel Power. Ein Genuss!

Der Film startet bereits vielversprechend mit Kampfdemonstrationen (nebst einigen Tier-Szenen, in denen ein Affe auf einen Adler losgelassen wird). Ein gern gesehener Start im Old School Kung Fu Kino, der Lust auf mehr macht. Quasi eine Art schmackhafter «Trailer» vor dem Film der zeigt, worauf sich der Zuschauer im Film freuen kann. Nebst Chan Kuan-Tai gefallen vor allem die Bösewichte um Wilson Tong (Snake Deadly Act), Leung Kar-Yan (Profile in Anger) sowie Chin Kang (The Mysterious Heroes). Shaw Brothers Star Chi Kuan-Chun (Shaolin – Eine Faust die tötet) ist nur in einer kleineren Nebenrolle zu sehen.

Fazit: Must See Titel für Chen Kuan-Tao Fans!

Infos:

O: Tit Hau Ji

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1977

R: Chen Kuan-Tai

D: Chen Kuan-Tai, Leung Kar-Yan, Wilson Tong, Chin Kang, Shih Chung-Tien, Viola Ku Yin, Wu Ma

Laufzeit der HK-VHS: ?

Gesehen am: Juli 2010 / Neusichtung am: 27.11.25

Fassungen: Ich sah den Film früher als US-DVD (nur Englisch Dubbed). Die deutsche DVD von Ascot Elite/Shamrock Media (soll eine kultige deutsche Synchro haben, aber keinen O-Ton) soll eine Langfassung darstellen = Export-Fassung plus erweiterten Handlungsszenen aus einem Mandarin-Print. Angeblich sollen einige Mandarin Fassungen dafür in Gewaltmomenten zensiert sein. Mir lag eine VHS aus Hong Kong oder China vor. Auf der Rückseite steht Inter-Continental Video. Copyright 1980. Das Label gab es damals in HK und den USA. 2022 riss mir jedoch das Band von der Spule und das VHS-Gehäuse ging kaputt. Doch mir gelang es, das Band wieder an der Spule zu befestigen und danach packte ich das Band und die Spule in ein leeres VHS-Gehäuse aus Südkorea. Das könnt ihr hier nachlesen: Link. Heute sah ich mir dieses VHS an. Der Ton ist etwas leise und der Ton rauscht. Abgesehen davon lief der Film gut durch. Die Bildqualität war gut und es handelt sich um einen Mandarin Print mit englischen und chinesischen Subs. Auffällige Schnitte bemerkte ich keine.

Dienstag, 10. September 2024

Hand of Death

Hand of Death

Story:

Commander Shih (James Tin Chuen) ist ein Verräter. Er verrät die Shaolin Kämpfer und arbeitet für die Mandschuren. Ihm ist er zu verdanken, dass Zhang Yi (John Woo), der im Besitz einer wichtigen Karte war, verhaftet und zum Tode verurteilt wird. Yung Fei (Dorian Tan Tao-Liang) macht es sich zusammen mit anderen Kämpfern (u.a. Jackie Chan) zur Aufgabe, Commander Shih und Co. (u.a. Yuen Wah, Sammo Hung) aufzuhalten…

Meine Meinung:

Hand of Death sah ich seit 2008 nicht mehr. Ich hatte das Frühwerk von John Woo (The Killer, Heroes Shed no Tears) nie als Kracher in Erinnerung oder als solches abgespeichert. Ich wusste auch kaum mehr was über den Film. Ich wusste nur, dass Kung Fu und klassisches Setting inklusive Jackie Chan (Dragon Fist, Police Story) in einer Nebenrolle. John Woo, der seine Karriere bei den Shaw Brothers begann (unter seinem Mentor Chang Cheh), war inzwischen zu Golden Harvest übergewechselt.

Dort versuchte er sich im klassischen Kung Fu Film und spielt auch eine kleine Nebenrolle. Der Film ist absolut ok und solide, aber im Grossen und Ganzen eben auch nicht wirklich was Besonderes. Aber gut, um Erfahrungen zu sammeln. Nur drei Jahre später sollte John Woo mit Last Hurrah for Chivalry einen Kracher aus dem Hut zaubern. Die Erfahrungen, die er in Hand of Death sammelte, zahlten sich schlussendlich aus.

John Woo drehte den Film in Taiwan und Südkorea. Es sind auch viele Darsteller aus Südkorea dabei. Die Settings sind hübsch. Wo der Film seine klaren Stärken hat ist seine Musik (sein Theme), der Finalkampf von Jackie Chan und der Finalkampf zwischen James Tin Chuen (The Big Boss) und Dorian Tan Tao-Liang (Drei wild wie der Teufel). Der war stark und dessen Choreographie auch absolut sehenswert, wie auch jene von Jackie Chans Kampf gegen zwei Killer. Die Kampfchoreographie besorgte Sammo Hung (Pantyhose Hero, Slickers Vs Killers), der wie Yuen Wah (The Master, Eastern Condors) auch eine Nebenrolle als Bösewicht spielt.

Die Kampfszene zuvor sind solide, aber erreichen nie die Qualität der besagten Szenen im Finale. Die Szenen zuvor ragen nicht aus der Masse heraus. Der Plot empfand ich als relativ dürftig und es gab für meinen Geschmack auch die ein oder andere Länge. Zudem mag Dorian Tan Tao-Liang ein spektakulärer Kicker sein, aber er misst doch recht viel Charisma. Jackie Chan darf nur im Finale zeigen, zu was er fähig ist und von den Figuren gefielen mir sonst die Bösewichte. James Tin war gut und Sammo Hung als dessen rechte Hand machte viel Spass.

In Cameo-Auftritten sind noch einige bekannte Namen wie Wilson Tong (einer der kämpfenden Shaolin Mönche zu Beginn des Filmes), Yuen Biao (der von James Tin beim Einsammeln der Pfeile erschossen wird), dem späteren «Venoms» Darsteller Lu Feng (nicht erkannt), Robert Tai (nicht erkannt) oder Hard-Boiled Star Phillip Kwok (nicht erkannt) zu sehen. Es soll sich bei Hand of Death um John Woos erste Arbeit für Golden Harvest handeln und um den ersten Film, der die drei «Brüder» Sammo Hung, Yuen Biao und Jackie Chan in einem Film vereint.

Fazit: Kein Kracher, aber Old School Kung Fu Fans schlagen trotzdem zu!

Infos:

O: Shao Lin Men

HK 1976

R: John Woo

D: James Tin Chuen, John Woo, Dorian Tan Tao-Liang, Sammo Hung, Kim Ki-Joo, Yuen Wah, Jackie Chan, Yuen Biao, Wilson Tong, Phillip Kwok, Lu Feng, Robert Tai,

Laufzeit der UK-Blu-Ray: 97:05 Min.

Gesehen am: April 2008 / Neusichtung am: 16.06.24

Fassungen: Siehe Last Hurrah for Chivalry. Double Feature. Schuber, Wendecover, Uncut, O-Ton, englische Subs, John Woo Interview und Audiokommentar als Bonusmaterial, hervorragende Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland von Splendid auf Blu-Ray (Uncut, Deutsch oder O-Ton, deutsche Subs).

Montag, 10. Juni 2024

Shaolin Mantis

Shaolin Mantis

Story:

Wai Fung (David Chiang) wird im Auftrag der Regierung in einen Haushalt geschickt, in welchem Rebellen vermutet werden. Dort lernt er Tien Gi Gi (Cecilia Wong Hang-Sau) kennen und beide verlieben sich. Wai Fung und Tien Gi Gi heiraten. Später eskaliert die Situation, als Tien Gi Gis Grossvater Master Tien (Lau Kar-Wing) Wai Fung aufgrund der Tatsache, dass er in ihm einen Spion vermutet, verletzt. Dabei kommt Tien Gi Gi zu Tode. Wai Fung kann entkommen und schwört Rache…

Meine Meinung:

Shaolin Mantis hat die Neusichtung bestanden. Die Shaw-Brothers Produktion hat mich nach wie vor sehr unterhalten und begeistert. Der Film von Lau Kar-Leung (Challenge of the Masters), der zusammen mit Wilson Tong (The Treasure Hunters) auch für die absolut spektakuläre Kampf-Choreographie zuständig war, überzeugt vor allem durch seine diversen Kampfstile, die grosse Anzahl an Actionszenen und den Stars, die darin zu überzeugen vermögen.

Der Plot ist simpel und auch mit Dramatik wird nicht gespart. Nur das Ende fand ich irgendwie etwas blöd. Cool fand ich, dass sich David Chiangs Figur die neue Kampftechnik selbst beibringt und er nicht von einem Meister trainiert wird. Ein kleiner, aber feiner Unterschied zum Sonstigen 08/15 Meister-Schüler-Rache-Plot. Die Aufnahmen der Insekten sprich Königsanbeterinnen waren originell und haben an Filme wie Phenomena erinnert, der auch Grossaufnahmen von Insekten beinhaltet.

Action-Fans kommen vor allem zu Beginn und ab dem Mittteilteil bis zum Ende voll auf ihre Kosten. Im ersten Viertel gibt es danach viel Handlung: wie sich David Chiang in die Familie einverleibt, wie sie sich verlieben, die Heirat, der Verrat. Das braucht etwas Zeit und in dieser wird kaum gekämpft und es gibt naiven Humor zu sehen. Das wird nicht allen gefallen wobei der Humor nicht an sonstigen HK-Slapstick oder Klamauk erinnert. Es wird mit verschiedenen Waffen aber auch von Hand zu Hand gekämpft. Spektakel ist garantiert. Vor allem im langen und sehenswerten Finale.

Der Cast ist eine Wucht, bis in die Nebenrollen und Gastauftritte. David Chiang (The One Armed Swordsmen), Lau Kar-Wing (Scared Stiff) und Cecilia Wong Hang-Sau (The Young Avenger) überzeugen in den Hauptrollen. Als weitere Familienmitglieder sind Wilson Tong, Norman Tsui (Das Todesduell der Shaolin) sowie Lily Li (The Greatest Eight Kinds of Kung Fu) zu sehen. Davon überzeugt am meisten Wilson Tong in den Kampfszenen gefolgt von Lily Li. Gordon Liu (The 36th Chamber of Shaolin) bekommt nur einen Gastauftritt spendiert. Seine Rolle ist unverkennbar: ein glatzköpfiger Shaolin-Mönch, der David Chiangs Figur zu einem Testkampf auffordert.

Fazit: Eine der besten Shaw Brothers Produktionen und Pflichtprogramm für jeden Shaw Brothers Fan!

Infos:

O: Tang Lang

HK 1978

R: Liu Chia-Liang

D: David Chiang, Lau Kar-Wing, Cecilia Wong Hang-Sau, Lily Li, Wilson Tong, Gordon Liu, Norman Tsui,

Laufzeit der HK-DVD: 95:46 Min.

Gesehen am: März 2010 / Neusichtung am: Juni 2024

Fassungen: Mir lag die von Gordon Liu im Jahr 2011 in Amsterdam signierte HK-DVD von IVL vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs vorhanden. Es gibt weder eine deutsche Fassung, noch eine Blu-Ray noch eine UHD (Stand: April 2024).

Samstag, 4. Mai 2024

The Association


Mit Angela Mao in Queens (August 2022)

The Association

Story:

Detektiv Wang (Byong Yu) findet eine junge Frau tot vor. Sie starb wegen einer Abtreibung. Seine Recherchen führen ihn zur den Organisation The Welfare Association, die sich vordergründig legal gibt, aber in Wahrheit ein Frauenschmuggler- und Prostitutionsring darstellt. Wang wird dabei von Lei (Tanny Tien Ni), der Schwester der Getöteten, unterstützt.

Meine Meinung:

The Association ist ein nicht uninteressanter Genre-Mix aus Kung Fu- und Exploitation, Sleaze und Schmuddel. So was hat sich früher gut verkauft. Die Golden Harvest Produktion aus dem Jahr 1975 geizt nicht mit nackten Tatsachen. Es gibt massenweise Nackt-Szenen zu sehen: Vergewaltigungen, Liebesszenen, Rituale, blanke Busen. Dazwischen folgt ein Krimi-Plot mit Kung-Fu-Einlagen. Die Nackt- und Sexszene dienen dabei als eine Art nicht uninteressante Füllszenen.

Der Film beginnt mit einer Rückblende, irritiert aber auch, wenn Angela Mao dann von einem Erschiessungskommando exekutiert wird (optisch und visuell tolle Sequenz mit dem darauffolgenden Intro in den Film). Angela Mao (The Swift Shaolin Boxer) spielt eine Doppelrolle. Angela Mao ist dabei zusammen mit Namen wie Sammo Hung (Slickers Vs Killers) oder Wilson Tong (Ghost Nursing) in einer Nebenrolle zu sehen. Whang In-Sik (The Young Master) spielt eine grössere Rolle und Namen wie Carter Wong (The Legendary Strike), Yuen Wah (Eastern Condors) oder Chung Fat (Two Toothless Tigers) sind mir nicht Mal aufgefallen. Simon Yuen (The Six Directions Boxing) legt einen Gastauftritt hin.

Der Held des Tages und Hauptrolle spielt der mir unbekannte Byong Yu, der im Vorspann seine Kampfkünste demonstrieren darf. Er und die später dazustossende Tanny Tien Ni (Hex) sind die Hauptfiguren des Filmes. Byong Yu spielte später, wenn die Angaben in Filmdatenbanken korrekt sind, nie mehr in einem Film mit. Warum, ist mir nicht bekannt. Und eigentlich ist es schade, da er eine gute Figur abgegeben und vor allem auch in den Kampfszenen zu überzeugen vermochte. Besonders seine Duelle mit Whang In-Sik waren sehenswert.

Wer 70er Jahre Kung-Fu- und Exploitation Filme mag, macht mit The Association alles richtig!

Infos:

O: Yan Ku Shen Tan

HK 1975

R: Chung Chang-wha

D: Angela Mao, Carter Wong, Tanny Tien Ni, Byong Yu, Chao Lei, Sammo Hung, Whang In-Sik, Simon Yuen, Wilson Tong, Yuen Wah, Chung Fat,

Laufzeit der HK-DVD: 86:59 Min.

Gesehen am: 19.02.24

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, Code Free, O-Ton, keine englischen Subs, gute Bild- und Tonqualität. Wer zum O-Ton englische Subs möchte, muss zur US-Fassung greifen = Shout Factory (Martial Arts Movie Marathon). Es keine weder eine deutsche Fassung noch eine Blu-Ray (Stand: Feb. 2024):

Mittwoch, 21. Februar 2024

Killer from Above

Killer from Above

Story:

Chen Wu-Hai (Lo Lieh) sorgt in der Martial Arts Welt für Sorgen, als er einige namhafte Meister (u.a. Robert Tai, Wilson Tong) tötet. Der aktuelle Präsident der Martial Arts Welt, Hsueh Ko-Shu (Carter Wong), setzt auf Chen Wu-Hai ein Kopfgeld aus und spielt in Wahrheit ein falsches Spiel, welches Chen Wu-Hai aufzudecken versucht…

Meine Meinung:

Als ich im Jahr 2011 Killer from Above, einen taiwanesischen Low-Budget Kung-Fu-Film, beim Kollegen sah, hatte ich den nach der Sichtung als Kracher abgespeichert. Trotz schlechter Fassung (Vollbild, Englischer Dub). An Einzelheiten, warum mir der Film so gefiel, konnte ich mich aber nach so langer Zeit nicht mehr erinnern. Nun habe ich den Film in einer besseren Fassung (Mandarin mit englischen Subs) neu gesichtet und bleibe dabei: Killer from Above ist ein sehenswerter Kung Fu-Film!

Killer from Above, der leider zu unbekannt und somit unterschätzt wird, kann ich Fans des Genres nur empfehlen. Der Film erzählt eine Geschichte, die im Verlauf aufgeklärt wird. Bis auf zwei Comic-Charaktere wird auf Klamauk verzichtet. Romanzen gibt es keine, dafür gibt es praktisch Non-Stop Martial Arts. Vor allem in den ersten 30-40 Min. wird dauernd nur gekämpft, so dass kaum Zeit zum Luft holen bleibt.

Dabei sind die Kampfszenen stark inszeniert und vor allem auch optisch interessant und cool gefilmt. Das muss an der Stelle erwähnt werden: schräge Kameraeinstellungen- und Winkel, Einsatz von Slow-Mo = die Kampfszenen sehen einfach toll aus. Aber natürlich sind im Film von Regisseur Joe Law Chi (Haunted House Elf, Huge Brothers, The Crippled Masters) auch viele Könner des Fachs dabei. Der Cast kann sich, bis in die Nebenrollen, sehen lassen.

Namen wie Lo Lieh (Fatal Needles vs. Fatal Fists), Robert Tai (Ninja - The Final Duel), Wilson Tong (Daggers 8), Carter Wong (Shaolin Death Squads), Cliff Lok (Chinese Kung Fu Against Godfather), Chang Yi (Shaolin Kung Fu - Der gelbe Tiger) oder Lung Fei (Haruschi – Das blanke Schwert der Rache) sind zu sehen. Robert Tai und Wilson Tong haben nur Gastauftritte. Lo Lieh und Carter Wong spielen den Helden und Bösewicht und sind die Hauptrollen, während Cliff Lok, Lung Fei und Chang Yi in grossen und längeren Nebenrollen zu sehen sind. Wang Ping (The Silver Spear) als Poison Queen hat auch gefallen.

Fazit: Klarer Must See Titel für Kung-Fu-Film-Fans!

Infos:

O: Dao Jian Ba Wang Quan

Taiwan 1977

R: Joe Law Chi

D: Lo Lieh, Carter Wong, Chang Yi, Robert Tai, Wilson Tong, Cliff Lok, Lung Fei, Wang Ping, Ko Yu-Min

Laufzeit der VHS aus China: 86:22 Min.

Gesehen am: Feb 2011 / Neusichtung am: 02.01.24

Fassungen: Im Feb. 2011 guckte ich den Film beim Kollegen als Vollbild und Englisch Dubbed DVD von Tai Seng. Die DVD kaufte ich später auch. Nun liegen mir aber zwei VHS aus China vor (wohl Bootlegs). Das VHS von «Mei Ai / Star Art» läuft nur fehlerhaft. Das 2. VHS läuft einwandfrei. Die Bildqualität würde ich als gut betiteln. Film wohl Uncut. Und wichtig: O-Ton Mandarin mit festen englischen und chinesischen UT. Eine legale Fassung im O-Ton mit Subs ist mir nicht bekannt. Es gibt weder eine Blu-Ray noch eine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2021).

Donnerstag, 20. Juli 2023

Das Todesduell der Shaolin

Das Todesduell der Shaolin 

Story:

 

Der beste Kämpfer Japans, Hashimoto (Norman Tsui), macht sich auf den Weg nach China. Dort will er gegen den besten Kämpfer Chinas antreten – in einem Duell auf Leben und Tod. Sein Gegenüber ist Bo Ching Wan (Damian Lau). Der Shogun hat jedoch Bedenken, dass Hashimoto siegen wird und schickt seine Ninjas unter der Führung von Kenji (Eddy Ko) los. Diese versuchen, Bo Ching Wan unschädlich zu machen ganz zum Missfallen von Hashimoto…

 

Meine Meinung:

 

Das Todesduell der Shaolin aka Duel to the Death erinnert vom Setting und den Stars (Eddy Ko, Norman Tsui) an Patrick Tams Das Schwert. Im direkten Vergleich ist Das Schwert der deutlich bessere Film. Das soll aber nicht heissen, dass Das Todesduell der Shaolin ein schlechter Film ist. Aber die Musik fand ich wenig speziell, am Anfang gibt’s Längen und auch unpassenden Humor (Hon Kwok-Choi Rolle) und ein Damian Lau ist halt kein Adam Cheng.

 

Der Film stellt das Regiedebüt des späteren A Chinese Ghost Story Regisseurs Tony Ching Siu-Tung (Dragon Inn, Wonder Seven, The Sorcerer and the White Snake) dar und war ein voller Erfolg an den Kinokassen. Er war auch schon hier als Action-Regisseur tätig und schrieb auch am Drehbuch mit. Kein wirklich origineller Plot, aber bietet genug Unterhaltung, um zu überzeugen. Die Kampfszenen sind rasant und fantasievoll eingefangen worden, auch dank den japanischen Ninja-Gimmicks und Einflüssen.

 

Auch das Finale ist, wenn auch nur kurz, sehenswert und bietet genug blutiges Spektakel, um in Erinnerung zu bleiben. Wo Damian Lau schwächelt, überzeugen in den Hauptrollen Namen wie Norman Tsui (Invitation of Ghost) oder Eddy Ko (Chinese Kung Fu Against Godfather). Die machen beide einen fantastischen Job. Flora Cheung Tin-Oi, die einzige Frau im ganzen Film, ist auch überzeugend und in einem Gastauftritt ist Wilson Tong (Snake Deadly Act) zu sehen.

 

Fazit: Kein 100%iger Kracher, aber für ein Regiedebüt erstaunlich gelungen. HK-Filmfans greifen zu!

 

Infos:

 

O: Saang Sei Kyut

 

HK 1983

 

R: Ching Siu-Tung

 

D: Norman Tsui, Damian Lau, Eddy Ko, Flora Cheung Tin-Oi, Paul Chang Chung, Yeung Chak-Lam, Wilson Tong

 

Laufzeit der deutschen DVD: 82:50 Min.

 

Neusichtung am: 25.05.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eyecatcher DVD vor = Deutsch/Mandarin/Englisch mit deutschen und englischen Subs. Im Gegensatz zum ähnlichen Film Das Schwert kann die deutsche Synchro nicht überzeugen, so dass ich im O-Ton mit deutschen Subs guckte. Der Film ist Uncut und die Bild- und Tonqualität sind gut, aber man sieht dem Master das Alter an. Fans sollten daher die Blu-Ray aus England kaufen (Eureka!). Diese dürfte qualitativ deutlich besser sein plus exklusive Extras (Booklet, Interviews etc.).

Montag, 22. Mai 2023

The 36th Chamber of Shaolin




The 36th Chamber of Shaolin 

Story:

 

Chinesische Rebellen und Patrioten (Lau Kar-Wing, Wai Wang, Wong Yu, Norman Tsui) kämpfen gegen die mordlustigen Tataren (u.a. Lo Lieh, Wilson Tong) an. Liu Yu-de (Gordon Liu) flieht verletzt ins Shaolin Kloster, wo er sich zum Rächer ausbilden lässt…

 

Meine Meinung:

 

The 36th Chamber of Shaolin ist ein Klassiker und sicher einer der erfolgreichsten und einflussreichsten Filme der Shaw Brothers, der unzählige Nachahmer und zwei Fortsetzungen zur Folge hatte. Der Film von Liu Chia-Liang (Challenge of the Masters, The Eight Diagram Pole Fighter, My Young Auntie), in dem er auch gleich die Actionszenen in Szene setzte, ist für jeden Shaw Brothers Fan ein Must See Titel!

 

Ich sah den Film seit extrem langer Zeit nicht mehr. Mir sind nun mehr Stars aufgefallen als früher. Gordon Liu (Heroes of the East, Dirty Ho, Fury in Shaolin Temple) wurde danach zum gefeierten Star und auch im Ausland, vor allem in England und den USA, bekannt und beliebt (als "Master Killer"). Bei Fans geht er als Legende durch und auch aus der Popkultur ist er nicht mehr wegzudenken = Einflüsse in der Musikszene, z.B. RZA und sein Wu-Tang Clan = ihr Debütalbum hiess z.B. Enter the Wu-Tang (36 Chambers).

 

Gordon Liu macht seine Sache toll. Fans von ihm kommen voll auf ihre Kosten. In kleineren Nebenrollen sind u.a. Namen wie Lau Kar-Wing (The Odd Couple), Wong Yu (The Young Avenger), Norman Tsui (Blood Ritual), Chan Shen (Five Element Ninjas) oder Drunken Master Star Simon Yuen (Crystal Fist) zu sehen. Nebst Gordon Liu hatte ich am meisten Freude an den Bösewichten im Film: Lo Lieh (The Concrete Jungle) spielt den feindlichen General unglaublich gut und fies. Seine rechte Hand wird gekonnt böse von Wilson Tong (Snake Deadly Act) verkörpert. In den Kampfszenen hat mich zudem Lee Hoi-Sang (Die Schlitzaugen mit dem Superschlag) sehr überzeugt. Seine Trainingskämpfe und Duelle gegen Gordon Liu im letzten Viertel des Filmes waren überragend.

 

Der Film bietet zunächst am Anfang Kämpfe und vor allem im Finale. Zu 90% des Filmes spielt der Film hingegen im Shaolin Kloster. Das lange Training, die diversen Kammern und der Aufstieg zum Rächer sind Inhalte des Filmes. In den Kammern werden diverse Körperpartien gezielt trainiert (Arme, Beine, Kopf…). Ich muss sagen, dass ich genau diese Szenen auf Dauer doch recht repetitiv fand, da halt kein wirkliches Kung Fu zu sehen ist. 

 

Diese Szenen finde ich überbewertet. Es wird besser, wenn es mehr und mehr direkt ums Kung Fu geht, z.B. besagte Duelle zwischen Gordon Liu und Lee Hoi-Sang. Mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden, kann der Film genug Inhalte liefern. Die Kampfszenen am Anfang und vor allem Finale sind dann von aller höchster Qualität und absolut sehenswert.

 

Fazit: Klarer Must See Titel für Shaw Brothers Fans oder solche, die es noch werden wollen!

 

Gefolgt von: Die Rückkehr zu den 36 Kammern der Shaolin

 

Infos:

 

O: Shao Lin San Shi Liu Fang

 

HK 1978

 

R: Liu Chia-Liang

 

D: Gordon Liu, Lo Lieh, Wilson Tong, Lau Kar-Wing, Lee Hoi-Sang, Wai Wang, Chan Shen, Simon Yuen, Wong Yu, Norman Tsui

 

Laufzeit der US-DVD: 115:56 Min.

 

Neusichtung am: 20.04.23 / Sichtung der UK-Blu: 03.11.25

 

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Dragon Dynasty vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, von Gordon Liu signiert (Mai 2011 in Amsterdam), hervorragende Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland als Die 36 Kammern der Shaolin von filmArt auf Blu-Ray. In England in einer Shaw Brothers Box (Shaw Scope Volume Two) von Arrow Video auf Blu-Ray zu haben. Nachtrag Nov. 2025: Neu gesehen als UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shaw Scope Volume Two): Klassiker von Liu Chia-Liang mit Gordon Liu. Der Film war ein extremer Erfolg (auch in den USA) und machte Gordon Liu zum Star. Ich fand den Film zwar immer leicht überbewertet, aber umso mehr ich den ansehe, umso mehr muss ich anerkennen, dass der aus der Masse herausragt, auch wenn der 2. Teil noch immer mein Liebling der Reihe ist. Gordon Liu, Lo Lieh und Wilson Tong machen ihre Sache ausgezeichnet. Die Bild- und Tonqualität der neuen UK-Disc sind fantastisch. Es gibt sehr viele Extras auf der Disc. Das 1. Interview mit Gordon Liu ist solide. Es zeigt auch, was für ein sympathischer Kerl er ist. Das Interview mit Arthur Wong, dem Kameramann des Filmes, fand ich das beste Extras der Disc (Trailer, Englischer Vorspann, Audiokommentar, Bildergalerie und das Spezial mit Tony Rayns sah ich mir nicht an), vor allem auch, weil er in ausländischen Produktionen mitwirkte (er spricht auch sehr gut Englisch). Sogar Jumping Ash erwähnt er! Dann folgen Archiv-Extras von Celestial (2003) = hier erzählt Gordon Liu ähnliches, wie im anderen Interview von Frédéric Ambroisine. Das Extra über den Einfluss der Shaw Brothers auf die Musikindustrie und Dreck wie Hip Hop sah ich mir nicht an. Hat mich nicht interessiert. Ein ebenfalls 2003 durch Celestial gedrehtes Feature befindet sich auch auf der Disc. Es erzählt vor allem von diversen Shaw Produktionen. Es kommen Stars wie Gordon Liu, Kara Hui oder Liu Chia-Liang zu Wort. Das war noch cool, auch wenn nicht sonderlich viel Neues geboten wird. 

Montag, 21. November 2022

Karato - Der Knochenbrecher aus Singapur

Karato - Der Knochenbrecher aus Singapur

Story:

 

Zwei Agenten (Wilson Tong und Kao Chiang) nehmen den Kampf gegen eine Drogen- und Gangsterbande (u.a. Sammo Hung) auf…

 

Meine Meinung:

 

Aka The Life for Sale, HK 1973. Der Film von Lo Kei (Bruce Lee The Invincible) geht gut ab und hat mir gefallen. Laut hkmdb führte zudem Koreaner Kim Si-Hyeon (Treasure Castle) Regie. Es war schön, Mal ein solchen Streifen im modernen Setting zu sehen. Der Film ist selten und vor allem den Deutschen ist es zu verdanken, dass der Film für die Nachwelt gerettet wurde.

 

Erzählt wird eine Agenten-Story. In ein-zwei Szenen erinnert der Film an einen James Bond Plot, wenn z.B. die weibliche Killerin dem Feind verfällt und sie ihn daher nicht töten kann. Ansonsten gibt es 1-2 Twists aber wenig Originalität, die aber auch weder gesucht noch erwartet werden. Was es in dem kurzweiligen Film (in der Langfassung nur 80 Minuten) vor allem zu sehen gibt: Kung Fu Kämpfe!

 

Ich würde behaupten, dass etwa 80% des Plots aus Kampfszenen bestehen. Diese sind besser choreographiert als erwartet. Vor allem im Finale gibt es einige sehr schöne Duelle am Strand, in denen Kao Chiang (Dragon Fist), Wilson Tong (Daggers 8, Dirty Ho) oder der "Endboss" zu überzeugen vermögen. Dabei geht es dann auch Mal hier und da härter zur Sache. So erstaunt es nicht, dass der Film früher zur VHS-Zeiten zensiert wurde.

 

Für die Kampfszenen zeigte sich Sammo Hung (Pantyhose Hero) zuständig. Er spielt ihm Film auch mit: einen der Handlanger der Gangster. Nicht den Oberboss, aber doch mehr als nur ein Gastauftritt. Und bereits hier darf sich Sammo Hung z.B. "Dicker" nennen lassen. Die deutsche Synchronisation wertet den Film zusätzlich auf. Kao Chiang war stark, von Wilson Tong war ich überrascht. Teilweise wirkt er fast mehr als Hauptperson und Held statt Kao Chiang als Karato. Abgerundet wird der Film mit cooler Musik und einer gesunden Portion Sleaze und Schmuddel.

 

Fazit: Für Kung-Fu-Film-Fans alter Schule klar zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Mai Ming

 

HK 1973

 

R: Lo Kei

 

D: Kao Chiang, Wilson Tong, Sammo Hung, Chiu Hung, Lee Jan-Jan, Cai Wen-Feng, Lam Ying-Kit

 

Laufzeit der deutschen DVD: 80:44 Min.

 

Gesehen am: 20.10.22

 

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Savoy Film vor = Zensierte deutsche Fassung und eine Langfassung, die leider doch nicht ganz Uncut ist. Es soll ein Mord fehlen im Finale. Soll in der Super8-Fassug aus Deutschland komplett zu sehen sein. Macht ca. sieben Sekunden aus. Dennoch ist die Fassung gut schaubar da nahezu Uncut, Widescreen, tolle deutsche Sprachfassung, gute bis durchschnittliche (Nachtszenen) Bildqualität. O-Ton gibt es nicht. Eine O-Ton Fassung ist mir nicht bekannt.