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Sonntag, 14. Dezember 2025

Sniper Review

Sniper

Story:

Ein Sniper (Tom Berenger) und ein Rookie-Sniper (Billy Zane) kämpfen im Dschungel bei der Erfüllung eines Auftrags um ihr Überleben…

Meine Meinung:

Sniper bekam ich geschenkt. Das ich den Film im Jahr 2009 einmal sah, wusste ich nicht mehr. Daran konnte ich mich schlicht nicht mehr erinnern. Sniper empfand ich bei der neuen Sichtung als okay und brauchbar. Ich gehe sogar so weit zu planen, mir vom Film in Zukunft eine würdigere Fassung zu erwerben. Denn die (alte) deutsche DVD ist qualitativ schon sehr mässig geworden und ich denke, dass der in einer wirklich anständigen Bildqualität nochmals besser wirkt.

Der Film dürfte vor allem bei Fans von Sniper-Szenen/Filmen gut ankommen. Der Film wirkt daher oft wie ein intensives Kammerspiel im Dschungel. Das hat Regisseur Luis Llosa nicht nur in Sniper gekonnt eingesetzt, sondern auch in späteren Filmen, die im Dschungel spielten (z.B. Anaconda). Luis Llosa kann Dschungel. Der Film wirkt, was die Settings angehen, authentisch. Der Plot hingegen ist natürlich etwas klischeehaft, aber das erwartet der Fan solcher Filme auch und stört nicht.

Der Film ist zu keinem Zeitpunkt langweilig. Obwohl ich Tom Berenger nach Recherche aus ein bis zwei Filmen «kennen sollte» (Platoon und The Sentinel), wirkte er mir zuerst unbekannt. Er war dazumal natürlich schon lange ein erfahrener und gefragter Star und vermag in der Rolle zu überzeugen. Neuling und der damalige Ritter der Dämonen Star Billy Zane (für mich noch immer seine beste Rolle) konnte ebenso überzeugen. Das Thema um «Meister» und «Schüler», die sich dann vielleicht sogar noch selbst bekämpfen, erinnerte an den Italo-Western.

Die wenigen Actionszenen sind dabei erstklassig in Szene gesetzt. Wie die Kamera die Kugeln beim Abfeuern begleitet, hat mich an Ringo Lams Full Contact erinnert. Es gibt zwar alles in allem nicht sonderlich viele Actionsequenzen, diese sind aber aufwändig (echte Hubschrauber), optisch toll und stimmungsvoll (Dschungel, Dunkelheit, Regen) und sehr blutig inszeniert (ein besseres und restauriertes Master dürfte diese Momente positiv aufwerten). Ein weiteres Plus der deutschen Fassung ist die starke deutsche Synchronisation. Es sind bekannte Sprecher dabei.

Fazit: Wird dankend in die Sammlung integriert!  

Gefolgt von: Sniper II

Infos:

O: Sniper

USA 1993

R: Luis Llosa

D: Tom Berenger, Billy Zane, J.T. Walsh, Aden Young, Ken Radley

Laufzeit der deutschen DVD: 94:57 Min.

Gesehen am: Feb. 2009 / Neusichtung am: 16.11.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Euro Video vor = durchschnittliche Bildqualität, Deutsch/Englisch, keine Untertitel, Uncut. Die deutsche Sprachausgabe ist exzellent synchronisiert. Gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray.

Montag, 23. Oktober 2023

God's Army


Horroktober 2023

God's Army

Story:

Detektiv Thomas Dagget (Elias Koteas) gerät zwischen die Fronten im Kampf der Engel um eine Seele, welcher der verletzte Engel Simon (Eric Stoltz) in der jungen Mary (Moriah 'Shining Dove' Snyder) versteckt. Und genau hinter dieser ist Engel Gabriel (Christopher Walken) nun her, während Thomas und Mary Lehrerin (Virginia Madsen) versuchen, das Mädchen zu beschützen…

Meine Meinung (US-Fassung):

Gregory Widens Regie-Debüt kann sich sehen lassen. Umso bedauerlicher, dass er danach nie mehr als Regisseur tätig war. Die «The Prophecy» Reihe, wie sie im Original heisst, hat es immerhin auf vier weitere Fortsetzungen geschafft. God's Army mag ich. Besonders den religiösen Inhalt, der auf fantasievolle Art und Weise ausgelegt wird: Mordende Engel, sich bekämpfende Engel und selbst Lucifer darf in einem Kurzauftritt noch mitmischen! Cool und fantasievoll!

Zudem mag ich Christopher Walken (True Romance). Starke Leistung von ihm. Eine seiner besten Rollen nebst seinen Darbietungen in Filmen wie Batman Returns, Sleepy Hollow, The Sentinel, Pulp Fiction oder natürlich The Dead Zone. Jede Szene mit ihm ist ein Genuss. Auch der restliche Cast kann sich, bis auf Eric Stoltz (Anaconda), sehen lassen. Mit Eric Stoltz wurde ich nicht warm, weiss nicht warum. Aber ansonsten mit Namen wie Virginia Madsen (Candyman) oder Viggo Mortensen (A History of Violence) gut besetzt. Woke-Fans von heute werfen dem Film aufgrund der Kuss-Szene mit Mary gar Pädophilie vor, lächerlich.

Ich mag den mystischen Plot, die Dialoge, die Figuren und die wenigen Horrormomente. Es gibt nicht viele Effekte zu sehen, aber die wo zu sehen sind, sind bis auf eine Szene mit dem Feuer gut geworden. Make-Up Effekte (Wunden, Leichen, Beseitigung der Leiche), CGI-Effekte (im Finale in der US-Fassung), alles wirkt rund und unterhaltsam. Auch der Humor störte mich nicht, im Gegenteil. Wenn religiöse Inhalte alle so unterhaltsam wie im Film dargestellt sind, hätte ich früher vielleicht doch den Religionsunterricht besuchen sollen.

Fazit: Sehenswerter 90er Jahre Horror mit starkem Christopher Walken und interessantem Plot!

Gefolgt von: God's Army II - Die Prophezeiung

Infos:

O: The Prophecy

USA 1995

R: Gregory Widen

D: Christopher Walken, Elias Koteas, Moriah 'Shining Dove' Snyder, Virginia Madsen, Eric Stoltz, Viggo Mortensen

Laufzeit der deutschen DVD: 97:22 Min.

Neusichtung am: Okt. 2023 / Sichtung der neuen deutschen Blu-Ray: 16.08.24

Fassungen: Die Fassung, die auf der deutschen DVD von Euro Video zu sehen ist, entspricht der US-Fassung: anderes Bildformat, neuer Beginn (nur im O-Ton und ohne Subs) und im Finale gibt es paar zusätzliche CGI-Effekte, welche in der europäischen Fassung (= Laser Paradise DVD) fehlen. Schön wäre eine Disc, auf welcher beide Fassungen zu sehen sind. Ich mag die deutsche Synchronisation. Die Qualität der DVD ist jedoch grottig: das Bild ist sehr unscharf und nicht anamorph. Daumen drücken, dass da in Zukunft eine Blu-Ray Neuauflage folgen wird. Wie im Netz zu lesen ist, soll noch 2023 in Deutschland eine neue Fassung von Plaion Pictures erscheinen. Mehr Infos dazu gibt es aber noch nicht. Nachtrag Aug. 2024: Die deutsche DVD wurde inzwischen aus der Sammlung verbannt. Nun befindet sich die Collector's Edition von Plaion Pictures in meiner Sammlung: die bietet den Film restauriert, in Deutsch/Englisch mit Subs, Poster, Karten, Booklet und Sonderverpackung. Abgesehen davon, dass mir das neue Master persönlich etwas zu dunkel gehalten wurde, im Gegensatz zur alten DVD eine Offenbarung. Das Set hat vier Discs: Den Film gibt es in der Prophecy Fassung je einmal auf Blu-Ray und UHD, dann als God's Army Fassung auf Blu-Ray und die vierte Disc ist wieder eine Blu-Ray (Bonusmaterial). Den Film mag ich noch immer. Stark. Eine der besten Arbeiten mit Christopher Walken. Ich sah nun den Film nun aktuell erstmals in der God's Army Fassung. 

Freitag, 7. Oktober 2022

The Vigil - Die Totenwache

 
Horroktober 2022

The Vigil - Die Totenwache

Story:

Yakov Ronen (Dave Davis) braucht Geld und willigt ein, für einen verstorbenen Juden die Totenwache zu übernehmen. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

The Vigil - Die Totenwache hörte sich potenziell spannend, stimmungsvoll, gruselig und interessant an. Ein Slow-Burner mit jüdischer Folklore. The Vigil - Die Totenwache kann gut geschaut werden. Um in der Sammlung zu bleiben bzw. aufgenommen zu werden, fehlte es dem Film aber am gewissen Etwas und das letzte Viertel und das Ende waren dann zu schwach und unspektakulär, um rundum zu überzeugen.

Seine besten Szenen hat der Film, der auch optisch interessant und stimmungsvoll gefilmt ist, am Anfang und Mittelteil. Der Plot baut sich quälerisch langsam auf. Fast kammerspielartig. Alleine in einer Wohnung mit einer Leiche und deren an Demenz erkrankten Ehefrau? Eigentlich toller Inhalt für einen Horrorfilm. Der Film spielt dann auch, einmal mehr, mit der Frage, ob Yakov verrückt ist oder ob das Gezeigte wahr ist. So à la The Babadook oder The Canal.

Das war dann hingegen weniger originell, da halt schon oft gesehen in dem Genre. Mehr Einblicke in jüdische Traditionen oder Hintergründe zum Thema (z.B. zum Mazzikin, dem Dämon) wären interessant gewesen. Das Finale war irgendwie nichtssagend und schwach. Ein grosser Punkt, den ich zudem negativ fand, war die Tatsache, dass ausgerechnet Lead Dave Davis als Yakov schwach gespielt war. Relativ kühl, distanziert, kaum sympathisch. Schade. Die Musik war jedoch klasse und wurde packend und passend in die Szenerie gebracht.

Fazit: Wer sich schnell gruseln lässt, kann bedenkenlos zugreifen. Für mich wars zu wenig Grusel und in Kombination mit den Defiziten (wenig sympathische Hauptfigur, schwaches Finale) also kein Film für die Sammlung…

Infos:

O: The Vigil

USA 2019

R: Keith Thomas

D: Dave Davis, Menashe Lustig, Malky Goldman, Lynn Cohen, Fred Melamed

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 90:05 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Eurovideo vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs positiv.

Montag, 20. April 2020

The 5th Commandment Review

The 5th Commandment

Story:

Profikiller Chance Templeton (Rick Yune) soll Sängerin Angel (Dania Ramirez) eliminieren. Dessen Bodyguard ist jedoch Chance Adoptivbruder Miles (Bokeem Woodbine). Also werden neue Killer (u.a. Roger Yuan) auf Angel angesetzt, während Chance seinen Bruder und Angel im Kampf gegen die Killer unterstützt…

Meine Meinung:

B-Action Frühwerk von Jesse V. Johnson welches mir gar nicht gefallen hat. Dass Jesse V. Johnson dazumal noch ein Greenhorn war, sieht man The 5th Commandment in jeder Hinsicht negativ an. Heute ist Jesse V. Johnson ein gefragter Action-Regisseur, der oft mit Scott Adkins zusammenarbeitet (Savage Dog, Accident Man, Pay Day, Triple Threat, Avengement).

Die Story in The 5th Commandment strotzt nur so vor Klischees und ist nichts Besonderes. Die Musik gefiel mir gar nicht (Hip Hop). Im Gegenteil: kann ich mir nicht anhören. Die Figuren haben eigentlich alle ausser Rick Yune und Roger Yuan genervt. Vor allem Dania Ramirez als Angel und Keith David waren unerträglich nervend und zuweilen wars richtig mies gespielt.

In einem B-Actionfilm sollte eins klappen: die Action. Aber auch diese rockt nicht. Bei den Shoot-Outs gibt es kaum Einschusslöcher, es gibt billige CGI Effekte (Explosionen) und der Schnitt, Kameraführung und die Choreographie waren eine Beleidigung fürs Auge – dass kann Jesse V. Johnson heute zum Glück besser. Allgemein sind die Action-Szenen, gerade in den Shoot-Outs, total unübersichtlich und ohne Power in Szene gesetzt.

Der Film versucht, hier und da optisch nett auszusehen (Finale im Regen, zuvor Kämpfe im Regen, Zeitlupen-Einsatz etc.), was teilweise gelingt. Es kaschiert allerdings nicht die Tatsache, dass es sich bei The 5th Commandment um einen schlechten, billigen B-Actionfilm handelt, dessen Cast & Crew technisch viel Luft nach oben hatte (Optimierungen).

Fazit: Lohnt sich auch für B-Actionfans nicht. Besser die neuen Actionfilme von Jesse V. Johnson schauen…

Infos:

O: The 5th Commandment

USA 2008

R: Jesse V. Johnson

D: Rick Yune, Keith David, Bokeem Woodbine, Dania Ramirez, Roger Yuan, Shaun Delaney

Laufzeit der deutschen DVD: 86:40 Min.

Gesehen am: 03.03.20

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von EuroVideo vor = gute Bild- und Tonqualität, Deutsch/Englisch, keine Subs. Gäbe es auch auf Blu-Ray.

Dienstag, 10. März 2020

In einer kleinen Stadt Review

In einer kleinen Stadt

Story:

Kleinstadt Castle Rock:

Der mysteriöse Leland Gaunt (Max von Sydow) taucht in der Stadt auf und eröffnet den Laden «Needful Things». Dieser zieht die Bewohner sofort in ihren Bann. In Wahrheit ist Leland Gaunt der Teufel höchstpersönlich, der für Geschenke die Seelen der Bewohner entgegennimmt und diese gegeneinander aufhetzt. Wo Leland Gaunt auftaucht, brechen Chaos, Anarchie und Katastrophen aus. Der örtliche Sheriff (Ed Harris) versucht gegen den Teufel vorzugehen…

Meine Meinung:

Diese Stephen King Verfilmung hat mir schon immer gut gefallen. Ich mag Kleinstadt-Settings, wo jeder jeden zu kennen scheint. Ein oft gesehenes Merkmal und Setting in Stephen King Geschichten und Roman-Verfilmungen. So auch hier – und dies birkt bereits grosse Pluspunkte und viel Potenzial, da die Figuren und deren Beziehungen zueinander (oder Intrigen, Lügen, Fehden) wichtig für den Verlauf der Geschichte sind.

Der 2. grosse Punkt, den ich sehr mag ist Max von Sydow als Teufel in Person, der die Leute dazu bringt, sich selbst an die Kehle zu gehen. Er agiert wunderbar! Obwohl immer in menschlicher Gestalt, ist seine Rolle als Teufel unverkennbar (ab und zu hat er lange Fingernägel und hässliche Zähne, die er offenbart).

Starkes Schauspiel von ihm – dieser Punkt in der Kombination mit der Kleinstadt-Stimmung, dem Chaos und Panik, die durch den Inhalt mehr und mehr werden, alleine rechtfertigen bereits das Sehvergnügen dieser Stephen King Verfilmung. Der restliche Cast ist okay bis sehr gut. Ed Harris (Mother!), wohl am meisten bekannt aus dem Action-Spektakel The Rock, macht einen ebenso guten Job. Don S. Davis dürften Fans aus dem TV noch aus Twin Peaks kennen.

Der Film, der eine 2stündige Laufzeit bietet (eine TV-Fassung läuft noch rund eine Stunde länger, mir reicht die reguläre Fassung aber absolut aus), baut sich schön langsam auf. Das Unheil nimmt quälerisch-schleichend seinen Lauf, die Figuren und deren Probleme zueinander (oder zur Stadt) werden gekonnt dargeboten und miteinander verflochten. Dazu kommt viel schöne Musik (glaube klassisch und/oder kirchliche Musik oder beides). Die Musik passt auf jeden Fall als Kontrast wunderbar zu den Szenen mit dem Teufel in Menschengestalt.

Fazit: Eine meiner liebsten Stephen King Verfilmungen – Dank Neusichtung nun auch am Roman interessiert, den ich auf meine zu lange Wunschliste setzten werde!

Infos:

O: Needful Things

USA 1993

R: Fraser C. Heston

D: Max von Sydow, Ed Harris, Bonnie Bedelia, Don S. Davis, Shane Meier

Laufzeit der deutsche DVD: 115:30 Min.

Gesehen am: Nov. 2007 / Review überarbeitet am: 10.03.20

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von EuroVideo vor = Kinofassung, nur Deutsche Synchro (gut gelungen), gute Bild- und Tonqualität. Wer mehr Komfort möchte, greift zur deutschen Blu-Ray von Koch Media = mehr Extras, seltene TV-Fassung an Bord (3h Fassung), Deutsch/Englisch mit Subs, 1,85:1 statt Vollbild (wie bei EuroVideo).

Sonntag, 30. Dezember 2018

China Salesman Review

China Salesman

Story:

Der chinesische Geschäftsmann Yan (Dong-Xue Li) versucht in Afrika einen Mobilfunk Deal über die Bühne zu bringen. Bürgerkriegsnahe Zustände, die fremde Kultur, Söldner (Steven Seagal), Konkurrenz und nichtmotivierte Stammesangehörige (Mike Tyson) erschweren die Durchführung des Deals…

Meine Meinung:

Wolf Warrior 2 war in Sachen Action eine Bombe, ein Kracher. Sonst aber nervend. Der zuletzt gesehen Operation Red Sea hingegen legte noch eins drauf in Sachen Action und war auch sonst ein Kracher – und weit weg von nervend! Chinesische Filme im Afrika-Setting sind der Renner – so wurde dem unbekannten Regisseur Tan Bing die Chance gegeben, sich in dieser Action-Kategorie verwirklichen zu dürfen.

Um den Mehrwert zu steigern, gerade für ausländische Fans, holte man sich Boxer Mike Tyson und B-Action-Star Steven Seagal an Bord. Steven Seagal, der Actionfans mit seinen Arbeiten wie Zum Töten freigegeben, Alarmstufe: Rot, Auf brennendem Eis oder Deadly Revenge – Das Brooklyn Massaker zu entzücken vermochte, ist seit vielen Jahren nur noch im B- oder gar C-Film tätig. Weit weg aus Erfolgen vergangener Zeiten. Mike Tyson, ehemaliger Boxer, versucht sich mehr und mehr in Actionfilmen in Szene zu setzen. Mir fallen spontan seine Rolle in Ip Man 3 (sehenswerter Kampf gegen Donnie Yen) und seine Nebenrolle im Trash-Film Kickboxer - Die Abrechnung ein.

Beide sind in China Salesman verschenktes Potenzial. Der Film ist grottenschlecht und hat mir in keiner Hinsicht gefallen. Ich war so genervt vom extrem miesen, billigen Treiben, dass ich nach 28 Minuten genug hatte und die Sichtung abbrach. Der Film nervt extrem, die Dialoge sind absolut lächerlich, billig, das Schauspiel miserabel, die Darsteller zum Teil nachsynchronisiert (billig), Story wirkt hölzern, Szenenabläufe völlig aus den Haaren gegriffen, miese Soundeffekte, miese Kameraführung in den Actionszenen (die auch alles andere als toll sind) und extrem peinliche CGI Einfälle / Effekte (einem Chinesen auf Motorrad wurde einfach Steven Seagals Gesicht digital draufkopiert).

Fazit: Grottenschlecht, billig, peinlich. Funktioniert nicht Mal als Trash und/oder unfreiwillige Komik!

Infos:

O: Zhong Guo Tui Xiao Yuan

China 2017

R: Tan Bing

D: Mike Tyson, Dong-Xue Li, Steven Seagal,

Laufzeit der deutschen DVD: Ca. 106 Min.

Gesehen am: 05.11.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Eurovideo vor = Uncut, Wendecover, Deutsch oder O-Ton (Chinesisch, Englisch, Afrikanisch OHNE Subs), gute Bild- und Tonqualität. Gäbe es vom gleichen Label auch auf Blu-Ray. Fehlende Subs = ärgerlich.

Freitag, 8. September 2017

Undisputed IV Boyka Is Back Review

Undisputed IV Boyka Is Back

Story:

Boyka (Scott Adkins) tötet in einem Ringkampf seinen Gegner bzw. dieser stirbt an Verletzungen, welche der Kampf zur Folge hatte. Boyka reist nach Russland, um dessen Ehefrau und jetzt Witwe um Vergebung zu bitten. Diese wird von einem Gangster, bei welchem sie Schulden hat, zum Abarbeiten derselbigen gezwungen. Boyka setzt sich für die Frau ein und muss dafür für den (Gangster)Boss in den Ring steigen…

Meine Meinung:

Scott Adkins (Close Range, Savage Dog, Hard Target 2) Fans kommen bei der mittlerweile dritten Fortsetzung voll auf ihre Kosten. Seit Teil zwei (für mich noch immer der beste der Reihe da Boyka den Bösewicht spielt und herrliche Knast Klischees) ist er als Boyka, eine Art Aushängeschild für seine Fans, bekannt und sorgt für sehenswerte Action. So auch hier.

Die Action rockt und ist sehenswert in Szene gesetzt. Adkins macht eine gute Figur, auch wenn er selbst in dem Nu Image und von Isaac Florentine produziertem Film in einigen Szenen gedoubelt wurde (von Veselin Troyanov). Die Action beschränkt sich zu 95% auf Ring-Kämpfe.

Der Film unterhält ohne Anspruch. Inhalte und Rahmenhandlung sind jedoch sehr billig – da war mir wie gesagt die Knast-Story aus Teil zwei trotz aller Klischees 10x lieber als diese inhaltliche Klischeedrama-Grütze wie sie hier in Teil vier geboten wird. Da hilft nur Hirn ausschalten – sonst überlebt man die Rahmenhandlung nicht!

Fazit: Inhalt schwach, Action stark. Unterhaltsam, sehr solide, aber wird schlussendlich nichts Neues geboten. Aber für Adkins Fans trotzdem uneingeschränkt zu empfehle.

Infos:

O: Boyka: Undisputed IV

USA 2016

R: Todor Chapkanov

D: Scott Adkins, Teodora Duhovnikova, Alon Aboutboul, Julian Vergov, Valentin Ganev, Martyn Ford

Laufzeit der deutschen Blu Ray: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 16.08.17

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu Ray vor = sehr gute Bild- und Tonqualität, Wendecover, O-Ton, keine Subs, Uncut.