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Freitag, 1. April 2022

Texas Chainsaw Massacre Review


Texas Chainsaw Massacre

Story:

 

Leatherface (Mark Burnham) verbreitet 50 Jahre nach Blutgericht in Texas erneut Angst und Schrecken. In einer texanischen Kleinstadt will er sich an Teens (u.a. Sarah Yarkin, Elsie Fisher) rächen, die er für den Tod seiner Mutter (Alice Krige) verantwortlich macht. Dies ruft die einzige Überblende aus Teil eins, Sally (Olwen Fouéré), auf den Plan, die sich Leatherface stellen und ihn zur Strecke bringen will…

 

Meine Meinung:

 

Texas Chainsaw Massacre ist der neuste Streich von Leatherface und knüpft an Teil eins, Blutgericht in Texas, an. Der Film spielt 50 Jahre später und wartet nebst Leatherface mit der Figur Sally auf. Das Mädel, welches ihm, Kettensägen schwingend, entkommen konnte. Der Film ist eine Netflix-Produktion und stammt von No-Name Rookie David Blue Garcia und der Plot stammt von Fede Alvarez (Evil Dead).

 

Kurz vor der weltweiten Veröffentlichung Mitte Februar machten Schlagzeilen über den angeblich hohen Gewaltlevel des Filmes die Runde und dass die MPAA keine Schnitte für die Freigabe verlangte. Dies ist immer eine zweifelhafte Werbung, wenn mit dem Gewaltgrad geworben wird. Und meist bedeutet das nichts Gutes.

 

Und leider bewahrheitet sich die Vorahnung: Texas Chainsaw Massacre ist dumm und schlecht, aber immerhin nicht langweilig. Wo viele Filme eine zu lange Laufzeit bieten, läuft der Film ohne Abspann unter 80 Minuten. Kurzweiligkeit ist somit garantiert. Ansonsten ist der Film total spanungsarm, bietet null Charme, keine stimmungsvollen Momente und der Plot ist auch total Banane.

 

Dazu Figuren aus der Hölle (die nicht Mal alle sterben), peinliche Szenen (Terminator 2 Hommage), lächerliche Dialoge und unrealistisch (Szenen im Finale). Dazu gibt es eine nervende, total verschenkte, lächerliche Auferstehung von Sally als Granny-Actionbraut. Dies hat zuletzt bereits im neuen Terminator oder Halloween (Halloween Kills und Vorgänger) total genervt. Aber der Auftritt von Sally wird der Figur aus dem Original absolut nicht gerecht. Slapstick pur…

 

Und auch in Sachen Gore/Härte ist der Film nicht wirklich überzeugend da zu schnell geschnitten, zu dunkel, zu wenig explizit, Figuren einem so oder so egal sind, Kamera im entscheidenden Moment wegblendet oder nur Resultat zu sehen ist etc. Also sogar für reine Splatter-Freunde enttäuschend, auch wenn der Film sicherlich einer der blutigeren Teile der Reihe ist. Aber rein von Story/Stimmung/Figuren wohl der schlechteste TCM den es je gab! Unnötige Fortsetzung für die Woke-Generation!

 

Vorgeschichte/Remake und Co.:

 

- Blutgericht in Texas

- The Texas Chainsaw Massacre 2

- Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III

- Texas Chainsaw Massacre 4

- Texas Chainsaw 3D

- Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre

- Texas Chainsaw Massacre: The Beginning

- Leatherface

 

Infos:

 

O: Texas Chainsaw Massacre

 

USA, Bulgarien 2022

 

R: David Blue Garcia

 

D: Sarah Yarkin, Elsie Fisher, Mark Burnham, Olwen Fouéré, Alice Krige

 

Laufzeit der Netflix-Fassung: Ca. 81 Min.

 

Gesehen am: 18.02.22

 

Fassungen: Gesehen via Netflix = O-Ton, deutsche Subs, Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Netflix Film = wird es wohl nie auf DVD, Blu-Ray, UHD etc. geben.

Sonntag, 7. Oktober 2018

Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III Review


Horroktober 2018 Spezial

Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III

Story:

Vorgeschichte/Nachgeschichte:


Ein Paar (William Butle, Kate Hodge) reist durch das texanische Outback, nimmt auf Rat eine Abkürzung und wird nachts von Leatherface (R. A. Mihailoff) angegriffen. Beide können entkommen – müssen sich aber trennen und um ihr Leben kämpfen…

Meine Meinung:

Teil drei gefällt mir besser als Teil zwei. Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III ist sicherlich besser gealtert als sein Vorgänger, auch wenn Teil eins Blutgericht in Texas, der Klassiker, qualitativ unerreicht bleibt (was auch für alle weiteren Fortsetzungen, Vorgeschichten, Remakes etc. gilt).

Teil drei stammt aus 1990 und orientiert sich inhaltlich sehr am ersten Film. Man könnte schon fast von einem Remake sprechen. Regie führt Jeff Burr, der zur damaligen Zeit paar solide Horrorbeitrage inszeniert hat (Episodenhorror The Offspring, Stepfather 2, Pumpkinhead II, Night of the Scarecrow). Er macht auch hier einen soliden Job, auch wenn es aufgrund Zensur und Co. viele verschiedene Fassungen gibt (mehr dazu unter Fassungen – insgesamt scheint es mind. fünf Fassungen zu geben).

Warum mir der Film, der ziemlich modern, Mainstream massig, actionbeladen, etwas zu sauber und steril wirkt, besser als Teil zwei gefallen hat?

Deshalb:

Der Film hat kaum Längen. Das Tempo, welches der Film vorgibt, ist von Beginn an hoch. Es ist eine Achterbahnfahrt aus Verfolgungsjagden, Schrecken, Stunts und Leatherface und seiner Redneck-Familie, in welcher u.a. auch ein kleines Mädchen (Leatherface Schwester) vorkommt. Der Film ist z.T. weniger ein Backwood-Horrorfilm, sondern mehr ein harter Action-Film (spätestens dann, wenn Dawn of the Dead Ken Foree die Rednecks via Schusswaffe bearbeitet). Doch das tut dem Spass und Unterhaltungswert keinen Abbruch.

Durch die kurze Laufzeit ist der Film sehr kurzweilig. Die Figuren nerven auch deutlich weniger als im Vorgänger, so dass hier ein zweiter grosses Pluspunkt genannt werden muss. Namentlich sind mir die Darsteller ausser dem späteren Der Herr der Ringe Star Viggo Mortensen nicht bekannt. Letzterer macht als Redneck eine gute Figur – schön fies und gut gespielt. Er hat in der Zeit auch in anderen Horrorfilmen mitgespielt – es war ihm nicht fremd (z.B. seine Rolle in Prison von Renny Harlin oder im späteren God's Army). Das Overacting ist sicherlich Geschmackssache, was die Rednecks angehen, aber im Vergleich zu Teil zwei ist deren Schauspiel hier kaum nervend.

Tom Savini, der für die Effekte in Teil zwei verantwortlich war, wurde durch die KNB-FX-Group würdig ersetzt. Diese haben für viele Horrorfilme dieser Zeit tolle Effekte und Masken kreiert – so auch hier, auch wenn selbst in der Unrated Fassung (DVD/Blu-Ray) noch immer Effekte Szenen fehlen (Leatherface näht länger die Maske zusammen, die Frau am Baum wird länger zersägt, die Hand vom Opa ist zusehen, Redneck brennt länger, Haken wird in Wade gerammt, Hammer klatscht sichtlich an den Kopf, Leichenteile werden länger aus dem Sumpf geborgen, Kopf wird sichtbar und aus anderer Einstellung mit Kettensäge angesägt etc.). Diese gibt es auf dem spanischen VHS (die DVD aus Spanien soll die gleiche Fassung haben) und/oder dem Workprint zu sehen. Auf jeden Fall sind die Arbeiten der KNB-FX vielfältig ausgefallen – und demonstrieren wirkungsvoll dessen Können. In der regulären Unrated Fassung (DVD/Blu-Ray), wirkt der Film für heutige Verhältnisse jedoch relativ harmlos – da die Taten oft nur im off Screen stattfinden und/oder nur Blut spritzt und/oder die einzelnen Szenen schnell und kurz gezeigt werden. Da sich der Film auch nicht ganz ernst nimmt (eine Atmosphäre wie Teil eins sucht man hier vergebens), sondern comicartig übertrieben wirkt, lindert dies den Gewaltlevel zusätzlich noch einmal.

Fazit: Guter Teil der The Texas Chainsaw Massacre Reihe – Fans von Leatherface zu empfehlen! 

Gefolgt von: Texas Chainsaw Massacre 4

Infos:

O: Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III

USA 1990

R: Jeff Burr

D: Jennifer Banko, Ron Brooks, William Butler, Miriam Byrd-Nethery, Ken Foree, Viggo Mortensen

Laufzeit der US-DVD: 85:18 Min.

Gesehen am: 1. Sichtung während Jugendzeit / Review überarbeitet am: 06.10.18

Fassungen: Mir lag die US-DVD von New Line Cinema vor = es befinden sich beide Versionen, also die harmlose R- und die ungeschnittene Unrated Fassung, im Set. Auf einer Disc. Englischer Ton und englische Subs vorhanden. In Deutschland bisher nicht offiziell erschienen (Stand: Okt. 2018). Es gibt jedoch noch andere Fassungen, die zum Teil alternatives Material und/oder mehr Gore bieten, die auch in der Unrated fehlt z.B. der Workprint als US VHS oder das VHS und die DVD aus Spanien (Titel: La Matanza de Texas III). Einige dieser Szenen sind auf der US-DVD (oder LD oder Blu-Ray) auch als Bonus dabei. Zumindest in den USA auch als Blu-Ray zu haben. Die Unrated LD unterscheidet sich nochmals von der Unrated DVD/Blu-Ray (LD = harmloser). Nachtrag 17.02.24: Für eine neue Sichtung wurde die neue deutsche DVD/Blu-Ray Fassung von Plaion Pictures gekauft = Mediabook mit Unrated Fassung auf DVD, Unrated Fassung auf Blu-Ray und der Kinofassung auf Blu-Ray. Geschnittene Szenen sind als Extras zu sehen. Es gibt ein informatives Booklet. Deutsch/Englisch mit deutschen Subs. Sehr gute Bild- und Tonqualität. Gekauft habe ich die Fassung wegen einem versteckten Bonus-Feature d.h. deinem Easter Egg. In diesem wird vom Film eine Alternativfassung gezeigt = Unrated Fassung mit dem alternativen Ende (welches der Regisseur bevorzugt) integriert = mehr Effekte-Szenen (Kampf Leatherface Vs. Ken Foree und wie der verbrannte Tex in die Falle tappt) = bessere Fassung! Der Film macht, auch wenn es davon leider keine wirkliche Uncut Fassung gibt, Spass! Blutige, unterhaltsame Mainstream-Horror-Action! 

Donnerstag, 1. März 2018

Leatherface Review

Leatherface

Story:

Texas in den 50ern: nachdem die Tochter des Sheriffs (Stephen Dorff) getötet wurde, werden der Mutter Verna Sawyer ihr kleiner Sohn genommen und in eine Nervenheilanstalt gesteckt. Zehn Jahre später: drei Insassen der Anstalt gelingt mit zwei Geiseln die Flucht. Einer davon ist Vernas Sohn. Verna Sawyer will ihren Sohn zurückhaben. Doch auch der Sheriff ist hinter der Gruppe her und ihm ist jedes Mittel recht, die Insassen zur Strecke zu bringen…

Meine Meinung:

Vom neusten Teil der Horrorreihe The Texas Chainsaw Massacre, gestartet mit Blutgericht in Texas, habe ich von Beginn an nicht viel erwartet. Der Film, der die Vorgeschichte zu Blutgericht in Texas erzählt (wie aus einem kleinen Jungen bzw. Jugendlichen Leatherface wurde), erhielt vorwiegend negative und durchschnittliche Kriterien. Das war aber schon beim Vorgänger Texas Chainsaw 3D der Fall, den ich trotzdem okay fand.

Daher schraubte ich meine Erwartungen zurück und fand auch diesen neusten Ausflug ins Genre durchaus okay. Kein Highlight, nicht wirklich toll, aber auch nicht wirklich schlecht. Man nimmt das Geschehen kurzweilig und unterhaltsam, aber immer ohne Ansprüche, hin. Belanglos, aber die Zeit geht beim Schauen vorbei und nicht alles ist schlecht gewählt.

Die Darsteller sind durchschnittlich bis okay. Stephen Dorff, der bekannteste Name (Bösewicht in Blade), war noch einer der besseren. Die Teens sind durchschnittlich. Zu wenig beleuchtet wird Leatherface Mutter und dessen Geschwister. Diese bleiben blass. Andere Figuren sind reinste Klischees (die Krankenschwester, der böse Direktor). Die Figurenzeichnung erinnert ein wenig an die Figuren in Rob Zombies Halloween 2 – alle total durchgedreht, böse, übertrieben in ihrer Darstellung

Eine echte Stimmung oder Spannung kommt selten auf – immerhin wird Texas und der Zeitgeist gut eingefangen. Die Story fand ich nicht verkehrt und bringt etwas Abwechslung ins angestaubte The Texas Chainsaw Massacre Universum – es sollte jedem Zuschauer klar sein, dass hier die Vorgeschichte zum Klassiker erzählt wird – und diese hat nun Mal viele Facetten und weicht von der klassischen, bekannten Storyline ab. 

Auf den Regiestuhl sassen die zwei Franzosen, welche sich u.a. für den grossartigen Inside verantwortlich gezeigt haben. Doch einen solchen Kracher und Erfolg konnten sie danach nicht mehr verbuchen. Livid war gut – stimmungsvoll, spannend und auch nicht harmlos. Aber trotzdem als Ganzes gesehen nur 08/15 Horror von der Stange. Among the Living hat die Meinungen der Fans wie auch bei Leatherface stark gespalten. Die Episode, welche sie für ABCs of Death 2 kreiert haben, bringt ein wiedersehen mit der grossartigen Béatrice Dalle (welche mich wegen ihren Zähnen an Wong Ching erinnert) und war eine der besten Episoden des Filmes.

In Leatherface konnten sich die zwei Regisseure immerhin, was Gewalt, Effekte und (zum Teil auch billige) Schockszenen (sich in einem toten Kadaver verstecken aber vor allem ist die aufgesetzte Nekrophilie Szene gemeint) angehen, so richtig austoben. Der Film ist recht blutig, der Bodycount sehr hoch und es gibt zum Teil übertriebene Gewaltdarstellungen zu sehen. Immerhin in dieser Hinsicht muss der Fan, der The Texas Chainsaw Massacre bzw. die Filme mit Gewalt gleichsetzt, nicht verzichten und Splatterfans werden bestens bedient.

Fazit: Bei mir wird erst nach einer zukünftigen 2. Sichtung entschieden, ob der Film in der Sammlung bleibt oder nicht. Ich fand den Film weder gut noch schlecht – sondern mittelmässig aber zumindest gut schaubar und nicht langweilig. Stark Geschmackssache…

Infos:

O: Leatherface

USA 2017

R: Alexandre Bustillo, Julien Maury

D: Lili Taylor, Stephen Dorff, Nicole Andrews, Sam Coleman, Julian Kostov

Laufzeit der deutschen DVD: 83:45 Min.

Gesehen am: 08.01.18

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Turbine vor = Uncut, Single Disc mit wenigen Extras / keine Beilagen /Gimmicks (Bonus Disc, kein Booklet) dafür auch am billigsten (das Label hat diverse Auflagen veröffentlicht – DVD, Blu Ray, limitierte Scheiben etc.). Sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und deutsche Subs vorhanden.

Mittwoch, 30. August 2017

The Texas Chainsaw Massacre 2 Review



The Texas Chainsaw Massacre 2

Story:

Nach Teil 1, Blutgericht in Texas, geht es wie folgt weiter:

Der Bruder von Franklin (Dennis Hopper) will Rache an Franklins Tod und ist hinter der Kettensägen-Familie (Bill Johnson, Jim Siedow, Bill Moseley) her. Dazu braucht er eine Radio-Moderatorin (Caroline Williams) als Köder…

Meine Meinung:

Lange Zeit hielt ich den zweiten Teil der The Texas Chainsaw Massacre Reihe, verursacht durch Tobe Hoopers ersten Film und Klassiker Blutgericht in Texas, für den besten Teil der Reihe.

Doch nach einer Neusichtung muss ich meine Meinung ändern. An den ersten Teil, intensiv und authentisch, kommt Teil zwei, trotz Hooper Regie, nicht heran. Tobe Hooper, im August 2017 verstorben, war trotz mehrere Filme vor allem berühmt und berüchtigt für sein The Texas Chainsaw Massacre. Andere Filme vermochten es nicht, seinen Ruf diesbezüglich zu ändern. Andere Werke floppten an den Kinokassen (Lifeforce – jedoch toller Film), hielten ihren Quellen nicht stand (Brennen muss Salem – Teil 2 ist deutlich besser), wurden durch Drittpersonen verschlimmbessert (Poltergeist) oder waren reine B-Ware (The Mangler). Daher entschloss sich Hooper nach über zehn Jahren eine Fortsetzung zu seinem bis dato erfolgreichsten Klassiker zu drehen.

Nebst Hooper kehrte aus Teil eins nur Jim Siedow als Koch zurück (massives Overacting). Ansonsten wurden neue Namen angestellt. Caroline Williams versucht sich als Scream Queen (Leistung okay), Bill Johnson versucht sich als neuer Leatherface (kommt nie an Gunnar Hansons Leistung aus Teil eins heran, zudem Leatherface hier verweichlicht wirkt, weil in Caroline Williams verliebt und er sie deshalb nicht töten kann) und den wohl grössten Namen an Bord stellt Dennis Hopper dar – wer hätte das gedacht? Aber auch er spielt nur okay – man merkt irgendwie, dass er nicht mit Herz und Seele dabei war. 

Von der Kettensägen Familie überzeugt eigentlich nur Bill Moseley, der später noch in unzähligen anderen Horrorfilmen zu sehen war und eine bekannte B-Ikone des Genres wurde. Unter anderem sah man ihn noch in Der Blob (Remake), Silent Night, Deadly Night 3, Die Rückkehr der Untoten (das Night of the Living Dead Remake), Die Armee der Finsternis (Teil drei der Tanz der Teufel Reihe), Haus der 1000 Leichen (Rob Zombie Zusammenarbeit), The Devil’s Reject (Rob Zombie Zusammenarbeit Teil zwei), Halloween (Remake und Rob Zombie Zusammenarbeit Teil drei) oder Charlie`s Farm (Backwood Horror).

Zu Dennis Hopper Karriere hingegen braucht man nicht viel sagen, während Caroline Williams einen ähnlichen Genre-Einschlag getätigt hat wie Bill Moseley. Weitere Horrorfilme mit ihr: Stepfather 2, Leprechaun 3, Halloween 2 (Rob Zombie), Hatchet 3 (Teil 4 kommt diesen Sommer am Fantasy Film Fest), Contracted (schöner Body Horror) und wird auch im Remake zu Blood Feast zu sehen sein (leider noch nicht veröffentlicht).

Das Overacting oder Schauspiel einiger Figuren war nicht wirklich grandios und teilweise gar nervend, dass Verhalten einiger Figuren auch sehr dumm und nervend (die zwei Typen zu Beginn im Auto). Dazu kommt, dass der Film einfach Längen hat. Nach dem Beginn passiert erstmal lange nichts. Hier und da eine kleine Szene, ein toller Effekt. Aber danach heisst es warten bis zum Ende.

Regisseur Tobe Hooper schaffte es auch nicht Mal ansatzweise, die dreckige Stimmung des Terrorklassikers aus Teil eins heraufzubeschwören. Im Gegenteil: im Gegensatz zu Teil eins, der keinen Splatter bot, versuchte er hier anstatt Atmosphäre den Fan mit harten Effekten bei Laune zu halten. Um diese harten Effekte zu «verharmlosen», wurde der Film halt auch relativ lustig getrimmt in Form von Overacting und schwarzen Humors – ob das gefällt ist stark Geschmackssache. Die Mischung aus Teil eins hätte ich lieber gesehen…das Terrorfeeling kommt hier nur gelegentlich zur Geltung und den Soundtrack fand ich schwach.

Wenn man den Film aus der Sicht der Effekte anschaut muss man diese Arbeiten und Effekte würdigen! Man hat auch einen bekannten Mann an Bord geholt – Tom Savini der zuvor mit Effekten auf sich aufmerksam machte (Freitag der 13., Freitag der 13. – Das letzte Kapitel…) und hier die Chance erhielt, tolle Kreationen abzuliefern was er auch Tat. In Sachen Effekten besticht der Film für eine Vielzahl von starken Gore-Effekten, welche Fans zufriedenstellen dürften. Diese (viele mumifizierte Leichen, Leiche über dem Feuer am Grill, Häutungen, Kettensägen Wunden) sind sehenswert geworden und zeigen einige von Tom Savinis besten Arbeiten (Kopf Wunde zu Beginn, Leatherface mit Bauchwunde und Kettensäge, welche darin steckt). Zumindest in dieser Hinsicht wird der Fan nicht enttäuscht werden (oder alle welche von Teil eins solche Szenen erwartet haben und enttäuscht wurden).

Fazit: Tolle Effekte, leider kein allzu toller Film. Zu viele Längen, teilweise schwache Leistungen der Darsteller und den Versuch, den Film in Richtung Horrorkomödie zu pushen wirken sich eher negativ auf den Film aus – so dass das Original von 1974 unerreicht bleibt! Trotzdem kann man sich den Film als Horrorfan natürlich gut ansehen…

Gefolgt von: Leatherface: The Texas Chainsaw Massacre III

Infos:

O: The Texas Chainsaw Massacre 2

USA 1986

R: Tobe Hooper

D: Dennis Hopper, Caroline Williams, Bill Johnson, Jim Siedow, Bill Moseley, Ken Evert, Kirk Sisco, Lou Perry

Laufzeit der deutschen Blu Ray: 100:33 Min.

Erstsichtung: Ende 90er / Anfang 2000 (aus Ferien in Frankreich damals franz. VHS gekauft)

Review überarbeitet: 30.08.17

Fassungen: Mir lag die deutschsprachige Blu Ray aus Österreich von Turbine vor = hübsche Verpackung, Blu Ray oder DVD zum Film und eine Bonus-DVD, erstklassige Bild- und Tonqualität, viele Extras, O-Ton und Subs auch an Bord. Lässt alle DVDs weit hinter sich…für mich die ultimative Fassung zu diesem Film auch wenn die danach erschienene UK Blu noch minim besser sein soll was Bildqualität angeht (was mir beim Schauen auf einem Fernseher wohl nicht Mal auffallen würde).

Blutgericht in Texas Review





Blutgericht in Texas

Story:

Fünf Jugendliche ahnen noch nichts von dem schrecklichen Grauen, das über sie kommen wird. Sally (Marilyn Burns), ihr im Rollstuhl sitzender Bruder Franklin (Paul A. Partain), Jerry (Allen Danziger), Kirk (William Vail) und Pam (Teri McMinn) hatten eigentlich einen idyllischen Sommerausflug im Sinn, doch als sie einen Anhalter mitnehmen, ist die gute Stimmung hinüber, als dieser Franklin mit dem Messer verletzt. Sie werfen ihn raus. Als sie kein Benzin mehr haben, stossen sie auf ein altes Schlachterhaus. Dort erhoffen sie sich Hilfe...

Meine Meinung:

Blutgericht in Texas muss zu den grossen Klassikern des Genres gezählt werden, egal ob man den Film gut findet oder nicht. Regisseur Tobe Hooper hat zusammen mit Kim Henkel einen fiesen, kleinen und dreckigen Film geschaffen, der für das Genre, insbesondere für den Terrorfilm / Backwood-Genre wegweisend war.

Die Warnung durch den Tankwart z.B. ist seit Blutgericht in Texas berühmt und viele nahmen sich diese oder andere Szene als Vorbild (z.B. Wrong Turn, House of 1000 Corpses, Muttertag, Wolf Creek). Der Film schaffte es damals, die Zuschauer zu schockieren, was zum einen an der Story liegt, zum anderen an der Atmosphäre und dem nervenaufreibenden Soundtrack im Zusammenhang mit der Kameraführung (man denke da nur an die Szene, wo Sally an den Tisch gefesselt ist und ihr panisches Verhalten und wie die Familienmitglieder darauf reagieren). Und zuvor anstatt Soundtrack Gekreische und Kettensägen Rasseln, als Sally und Franklin von Leatherface durch die Nacht gejagt werden = Terrorkino pur.

Vor allem im Kino müssen solche Szenen sehr intensiv gewirkt haben. Der Film ist nicht sehr explizit und Blut gibt es nur sehr wenig. Richtige Splattereffekte gibt es keine, obwohl der Titel dies suggerieren will. Dies wird rein der Fantasie des Zuschauers überlassen. Trotzdem stand der Film jahrelang auf der Verbotsliste (Deutschland und somit auch in der Schweiz) was zumindest in Deutschland heute glücklicherweise nicht mehr der Fall ist. Doch der Film wirkt trotzdem alles anderes als harmlos und die psychische Komponente und die stimmungsvollen, kräftigen Bilder des Filmes, da einfach, billig und simpel, aber immer effektiv und den Nerv des Zuschauers treffend in Szene gesetzt, haben eine starke Wirkung auf den Zuschauer.

Zudem gibt es einige (zwar wenige) gute Make-Up Effekte zu sehen (Leatherface Maske, die Leichen zu Beginn, Überfahren werden am Ende) und die Darsteller sind solide bis gut. Marilyn Burns mauserte sich zur Scream-Queen, Jim Siedow sah man noch in Teil zwei und Gunnar Hansen hatte die grosse Ehre, eine neue Horrorfigur (eben "Leatherface") ins Genre einzuführen nebst all seinen Kollegen wie Michael Myers, Freddy Krüger, Pinhead, Jason Vorheess oder Chucky (Die Mörderpuppe). Eine Rolle, welche ihn bis zu seinem Tod prägte.

Fazit: Der Film gilt zurecht als Klassiker und steht deshalb auch im New Yorker Museum Of Modern Art! Tobe Hoopers bester Film und gleichzeitig bester Film dieser Horrorreihe (es gab mehrere Fortsetzungen, Remakes etc.). 

Gefolgt von: The Texas Chainsaw Massacre 2

Infos:

O: The Texas Chainsaw Massacre

USA 1973

R: Tobe Hooper

D: Gunner Hansen, Marilyn Burns, Jim Siedow, Edwin Neal, Paul A. Partain

Laufzeit der deutschen Blu Ray: 83:34 Min.

Erstsichtung:  Ende 90er/Anfang 2000er

Review überarbeitet: 30.08.17

Fassungen: Die in Österreich oder Deutschland erschienene Blu Ray von Turbine kann ich nur empfehlen! Uncut, DVD/Blu Ray, Booklet (zur ganzen Zensurgeschichte und welche Anstrengungen Turbine über Jahre hinweg erdulden musste, um den Film vom Verbot zu befreien), Bonusdisk und schicke Verpackung in restaurierter Bild- und Tonqualität machen diese Vö zu einem absoluten Pflichtkauf für Fans des Filmes (O-Ton und Subs natürlich auch vorhanden). Paar Jahre später erschien von Label eine Neuauflage, in welcher nochmals ein neues Master vorlag (Zitat: «Der Film wurde restauriert und in 4K vom 16mm-Negativ abgetastet»). Mir langt aber die reguläre Fassung, welche gegenüber Importen und/oder alten DVD Fassungen eine haushoch überlegene Fassung darstellt.
Interessante Nebeninfo: laut Turbine war die VPS VHS die letzte in Deutschland offiziell lizensierte Fassung bevor sie sich die Rechte ergattert haben soll heissen: alle Laser Paradise DVDs sind scheinbar Bootlegs…