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Donnerstag, 1. März 2018

Leatherface Review



Leatherface

Story:

Texas in den 50ern: nachdem die Tochter des Sheriffs (Stephen Dorff) getötet wurde, werden der Mutter Verna Sawyer ihr kleiner Sohn genommen und in eine Nervenheilanstalt gesteckt. Zehn Jahre später: drei Insassen der Anstalt gelingt mit zwei Geiseln die Flucht. Einer davon ist Vernas Sohn. Verna Sawyer will ihren Sohn zurückhaben. Doch auch der Sheriff ist hinter der Gruppe her und ihm ist jedes Mittel recht, die Insassen zur Strecke zu bringen…

Meine Meinung:

Vom neusten Teil der Horrorreihe The Texas Chainsaw Massacre, gestartet mit Blutgericht in Texas, habe ich von Beginn an nicht viel erwartet. Der Film, der die Vorgeschichte zu Blutgericht in Texas erzählt (wie aus einem kleinen Jungen bzw. Jugendlichen Leatherface wurde), erhielt vorwiegend negative und durchschnittliche Kriterien. Das war aber schon beim Vorgänger Texas Chainsaw 3D der Fall, den ich trotzdem okay fand.

Daher schraubte ich meine Erwartungen zurück und fand auch diesen neusten Ausflug ins Genre durchaus okay. Kein Highlight, nicht wirklich toll, aber auch nicht wirklich schlecht. Man nimmt das Geschehen kurzweilig und unterhaltsam, aber immer ohne Ansprüche, hin. Belanglos, aber die Zeit geht beim Schauen vorbei und nicht alles ist schlecht gewählt.

Die Darsteller sind durchschnittlich bis okay. Stephen Dorff, der bekannteste Name (Bösewicht in Blade), war noch einer der besseren. Die Teens sind durchschnittlich. Zu wenig beleuchtet wird Leatherface Mutter und dessen Geschwister. Diese bleiben blass. Andere Figuren sind reinste Klischees (die Krankenschwester, der böse Direktor). Die Figurenzeichnung erinnert ein wenig an die Figuren in Rob Zombies Halloween 2 – alle total durchgedreht, böse, übertrieben in ihrer Darstellung

Eine echte Stimmung oder Spannung kommt selten auf – immerhin wird Texas und der Zeitgeist gut eingefangen. Die Story fand ich nicht verkehrt und bringt etwas Abwechslung ins angestaubte The Texas Chainsaw Massacre Universum – es sollte jedem Zuschauer klar sein, dass hier die Vorgeschichte zum Klassiker erzählt wird – und diese hat nun Mal viele Facetten und weicht von der klassischen, bekannten Storyline ab. 

Auf den Regiestuhl sassen die zwei Franzosen, welche sich u.a. für den grossartigen Inside verantwortlich gezeigt haben. Doch einen solchen Kracher und Erfolg konnten sie danach nicht mehr verbuchen. Livid war gut – stimmungsvoll, spannend und auch nicht harmlos. Aber trotzdem als Ganzes gesehen nur 08/15 Horror von der Stange. Among The Living hat die Meinungen der Fans wie auch bei Leatherface stark gespalten. Die Episode, welche sie für ABCs of Death 2 kreiert haben, bringt ein wiedersehen mit der grossartigen Béatrice Dalle (welche mich wegen ihren Zähnen an Wong Ching erinnert) und war eine der besten Episoden des Filmes.

In Leatherface konnten sich die zwei Regisseure immerhin, was Gewalt, Effekte und (zum Teil auch billige) Schockszenen (sich in einem toten Kadaver verstecken aber vor allem ist die aufgesetzte Nekrophilie Szene gemeint) angehen, so richtig austoben. Der Film ist recht blutig, der Bodycount sehr hoch und es gibt zum Teil übertriebene Gewaltdarstellungen zu sehen. Immerhin in dieser Hinsicht muss der Fan, der The Texas Chainsaw Massacre bzw. die Filme mit Gewalt gleichsetzt, nicht verzichten und Splatterfans werden bestens bedient.

Fazit: Bei mir wird erst nach einer zukünftigen 2. Sichtung entschieden, ob der Film in der Sammlung bleibt oder nicht. Ich fand den Film weder gut noch schlecht – sondern mittelmässig aber zumindest gut schaubar und nicht langweilig. Stark Geschmackssache…

Infos:

O: Leatherface

USA 2017

R: Alexandre Bustillo, Julien Maury

D: Lili Taylor, Stephen Dorff, Nicole Andrews, Sam Coleman, Julian Kostov

Laufzeit der dt. DVD: 83:45 Min.

Gesehen am: 08.01.18

Fassungen: Mir lag die dt. DVD von Turbine vor = Uncut, Single Disc mit wenigen Extras / keine Beilagen /Gimmicks (Bonus Disc, kein Booklet) dafür auch am billigsten (das Label hat diverse Auflagen veröffentlicht – DVD, Blu Ray, limitierte Scheiben etc.). Sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton und dt. Subs vorhanden.

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