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Montag, 18. Mai 2026

The Prodigal Boxer II

The Prodigal Boxer II

Story:

Fong Sai-yu (Meng Fei) infiltriert in einer Undercover-Aktion das Anwesen des Bösewichts (Lu Ping). Dessen Mitarbeiter und rechte Hand Kow Lee (Dorian Tan Tao-Liang) erkennt den jungen Helden sofort und will sich mit ihm messen. Nach einem Kampf werden sie zu Freunden und am Ende erkennt auch Kow Lee, dass sein Meister ein Tyrann ist, der aufgehalten werden muss. Treu steht er seinem neuen Freund Fong Sai-yu im Kampf zur Seite…

Meine Meinung (Re-released re-edit/New edit):

The Prodigal Boxer II ist die direkte Fortsetzung von The Prodigal Boxer. In der Hauptrolle kehrt Meng Fei (Take the Rap, Shaolin Hero, Eagle Flying in September) als Volksheld Fong Sai-Yuk zurück. Die Rolle steht im definitiv gut. Regie führt erneut Ulysses Au-Yeung Jun (The Wandering Dragon, Island Warriors, The Ming Patriots). Yasuaki Kurata (Tiger) und Wong Ching (Shaolin Temple) kehren nur in Rückblenden zurück. Neu an Bord sind Dorian Tan Tao-Liang (Tornado of Pearl River) sowie Doris Lung Chun-Erh (keine kampfbetonte Rolle).

Wer den ersten Film mochte, wird auch die Fortsetzung mögen. Mir lag nur die Wiederaufführungsfassung vor. Diese zeigt ca. 30 Minuten des ersten Filmes. Was dabei von der ursprünglichen Version entfernt wurde, ist mir nicht bekannt. Nach dem Start wechselt der Film zu den Szenen des ersten Teiles und zeigt eine Art actionbetonte Zusammenfassung. Daher auch die Szenen mit Yasuaki Kurata & Wong Ching. Dazu wird nett ein Link zur Fortsetzung eingestreut. Plötzlich sehen wir im Finale des ersten Teiles nämlich Dorian Tan Tao-Liang als Zuschauer des Kampfes. Danach wechselt der Film zum neuen Plot.

Und der besteht dann fast nur noch aus Action. Meng Fei muss, bevor er gegen den Hauptboss antreten kann, dessen vier Killer ausschalten. Und wir sehen nach den Flashbacks des ersten Teiles nur noch das plus den Endkampf. Und das war doch ziemlich cool, auch wenn vor allem die von Doris Lung Chun-Erh gespielte Figur ziemlich auf der Strecke bleibt. Die Kampfchoreographie steuerte Lau Kar-Wing (The Fake Ghost Catchers) bei. Die Choreographie war bodenständig, sehenswert und realistisch. Die Duelle muten etwas kürzer an, als im Vorgänger. Dafür wurde der Blutgehalt nach oben geschraubt. Einziges kleines Manko ist, dass Meng Fei die vier Killer relativ schnell besiegt. Da hätte ich mir durchaus härtere, längere und dramatischere Kämpfe gewünscht. Alles in allem aber sehenswert!

Fazit: Fans des ersten Teiles schalten ein!  

Infos:

O: Chuan Ji Fang Shi Yu

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1976

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Meng Fei, Dorian Tan Tao-Liang, Doris Lung Chun-Erh, Lu Ping, Wei Ping-Ao

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:50 Min. (inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung)

Gesehen am: 18.05.26

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Boo Video Production vor = Mandarin O-Ton mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität. Die englischen Subs fehlen nur in den ersten ca. zehn Minuten und in den letzten Dialogen vor der The End Einblendung. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Mai 2026). Der Film wurde nach seiner Erstaufführung später nochmals unter anderem Titel (Young Hero of Shaolin) und mit Archivaufnahmen (in denen u.a. Yasuaki Kurata zu sehen ist) des ersten Teiles neu aufgeführt. Die südkoreanische VHS-Fassung entspricht auch diesem «New Edit».

Mittwoch, 4. März 2026

Shanghai Massacre

Shanghai Massacre

Story:

China während der japanischen und französischen Besetzung:

Drei Gruppen von Chinesen (Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh) beherrschen Shanghai. Als Elsa von Yasuaki Kurata getötet wird, schwört der ehrenhafte Wang (Wang Kuan-Hsiung) Rache…

Meine Meinung:

Von Shanghai Massacre war ich doch recht enttäuscht. Der Film, der mir einmal von einem Deutschen für 200 (!!!) Euro angeboten wurde (ich fand den dann für ca. 20-40 CHF), enttäuscht vor allem durch die wenige Anzahl von Actionmomenten. Bei dem Cast, der den Film auflaufen lässt, grenzt das Endergebnis an Potenzialverschwendung und kommt fast schon einer Arbeitsverweigerung gleich. Trotz Lee Tso-Nam (The Woman Avenger) als Regisseur, trotz First Films (Mission Kiss and Kill) als Produktionsfirma und trotz Blacky Ko Shou-Liang (Master Killers) als Action-Regisseur.

Trotz vielen bekannten Namen wie Elsa Yang (Deadly Silver Angels), Wang Kuan-Hsiung (Diamond Fight), Yasuaki Kurata (Legend of a Fighter), Lung Fei (Master of the Flying Guillotine), Chan Sing (Shaolin Warrior) und Chen Hung-Lieh (The Masks) wird der Kung Fu Fan am Ende enttäuscht. Viele der Stars kommen nur selten und teilweise nicht Mal in Action-Szenen vor. Wang Kuan-Hsiung und Elsa Yang sind die Hauptfiguren und Japaner Yasuaki Kurata, der natürlich einen Bösewicht spielt, kommt nur im letzten Viertel vor. Er macht noch fast die beste Figur, auch in den Actionszenen.

Die wenigen Actionszenen werden vor allem immer wieder durch unblutige Shoot-Outs gestört, wenn denn Mal gekämpft wird. Das ist schade. Das Shanghai Setting und der Plot sind 08/15 und gehört nicht zu meinen Lieblings-Settings in dem Genre. Das Hauptproblem ist aber die kleine Anzahl von Actionszenen. Der Film ist sehr dialoglastig. Somit tun sich viele lahme Füllszenen auf und statt Unterhaltung wird dem Zuschauer schnell langweilig. Und dass vor dem Finale ausgerechnet noch Elsa Yang aus dem Film scheidet, einer der wenigen interessanteren Figuren des Filmes, macht die Sache auch nicht besser.

Fazit: Kommt wahrscheinlich nicht in die Filmsammlung…

Infos:

O: Shang Hai Tan da ye

Taiwan 1981

R: Lee Tso-Nam

D: Wang Kuan-Hsiung, Elsa Yang Hui-Shan, Lung Fei, Chan Sing, Chen Hung-Lieh, Yasuaki Kurata

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 87:43 Min.

Gesehen am: 04.03.26

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Saek Yong Video Production vor = Vollbild statt Widescreen, gute Bildqualität, wahrscheinlich Uncut, Mandarin O-Ton mit koreanischen Subs. Es gibt noch eine US-VHS (Englisch Dubbed) von Paragon Video und eine VHS in der Türkei (Türkisch Dubbed und auch nur Vollbild). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: März 2026).

Freitag, 27. Februar 2026

Legend of a Fighter

Legend of a Fighter

Story:

Father Fok (Phillip Ko Fei) ist ein berüchtigter Martial Arts Meister, der sein Wissen an seine Söhne weitergibt mit Ausnahme von Fok Yun Gap (Yuen Yat-Choh). Fok Yun Gap erhält mit Kong Ho San (Yasuaki Kurata) einen neuen Lehrer. Dieser ist in Wahrheit ein japanischer Kämpfer, der heimlich Father Foks Kampfstil studiert aber nebenbei Fok Yun Gap auch selbst in Sachen Kung Fu ausbildet. Danach macht sich Kong Ho San wieder auf den Weg nach Japan. 12 Jahre später rettet Fok Yun Gap (Leung Kar-Yan) seinen Vater und wird zum neuen Oberhaupt der Familie. Er zieht durchs Land und kämpft gegen Russen und Japaner - und besiegt sie alle. Da schicken die Japaner ihren besten Mann gegen Fok Yun Gap: Dessen ehemaligen Lehrer Kong Ho San…

Meine Meinung:

Legend of a Fighter lag acht Jahre ungesehen rum. Der Film hat allgemein einen sehr guten Ruf, so dass ich bei Namen wie Yuen Woo-Ping (Magnificent Butcher, The Buddhist Fist, Mismatched Couples), Yasuaki Kurata (Fist of Legend, Heroes of the East, Call Me Dragon), Leung Kar-Yan (Sleeping Fist, Knockabout, Die Tödliche Rache) und Phillip Ko Fei (Duell der 7 Tiger, Cantonen Iron Kung Fu, The War of the Boundary) doch hohe Erwartungen an den Tag legte. Dazu Action vom Yuen Clan (The Miracle Fighters, The Champions). Was will man mehr?

Der Plot basiert auf dem chinesischen Volkshelden Fok Yun Gap. Dieser wurde später auch noch von Jet Li verkörpert. Nämlich 2006 in Fearless von Ronny Yu. Fok Yun Gap reiht sich damit zu anderen chinesischen Volkshelden um Fong Sai-yuk (u.a. gespielt von Jet Li, Meng Fei und Shaw Brothers Legende Alexander Fu Sheng) oder Wong Fei-Hung (u.a. gespielt von Jet Li, Vincent Zhao oder Gordon Liu). Und genau da hätten wir ein Problem von Legend of a Fighter: nebst der Tatsache, dass Fok Yun Gap hier von zwei Darstellern gespielt wird, nahm ich Leung Kar-Yan diese anmutige Heldenrolle nicht ab. Dafür sah ich Leung Kar-Yan zu oft in Kung Fu Komödien und als Comic-Charakter.

Zudem, und eigentlich überrascht mich das, waren seine Kampfkünste in dem Film auch nicht so gut wie jene seiner Co-Stars um Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata. Das Duo hatte nämlich weitaus bessere, agilere und flüssigere Kampfszenen zu bieten. Egal ob Trainings- oder Kampfszenen. Das überrascht, zumal Leung Kar-Yan ansonsten eigentlich in der Hinsicht nie enttäuscht. Und dass, obwohl der Yuen Clan hinter den Action-Szenen stand. So sind die Kampfszenen mit Phillip Ko Fei und Yasuaki Kurata die Highlights des Filmes. Das Finale kann daher dann leider auch nicht die Qualität der Kampfszenen vom Beginn oder Mittelteil erreichen, was leicht schade ist. Im Grossen und Ganzen ist das jedoch Meckern auf hohem Niveau. Es gibt genug spektakuläre Kampfszenen im Film, die zu überzeugen wissen. Der Humor dürfte nicht alles gefallen (z.B. Fung Hak-Ons Gastauftritt) und der Plot war sehr dünn und episodenhaft.

Fazit: Nicht ganz der erhoffte Kracher, aber noch immer über dem Durchschnitt anzusiedeln!

Infos:

O: Fok Yuen Gap

HK 1982

R: Yuen Woo-Ping

D: Phillip Ko Fei, Yuen Yat-Choh, Yasuaki Kurata, Leung Kar-Yan, Lau Hok-Nin, Brandy Yuen Jan-Yeung, Huang Ha, Fung Hak-On

Laufzeit der UK-DVD: 88:47 Min.

Gesehen am: 27.02.25

Fassungen: Mir lag die UK-DVD von HKL vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, gute Bild- und Tonqualität, leider von 2,35:1 zu 1,78:1 beschnitten. Die Extras der Disc fehlen bei meiner Version. Ggf. handelt es sich bei der Disc um die holländische HKL-Ausgabe in welcher die Extras "oft fehlen sollen" (vom Hörensagen). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Feb. 2026).

Samstag, 6. Dezember 2025

Ninja Kung Fu Review


Ninja Kung Fu

Story:

Japaner attackieren China und dringen ins Land ein. Ihr Ziel ist es, den Kaiser (Ti Lung) zu töten und ein wertvolles Buch über Kampftechniken zu finden. Die Chinesen suchen nach einem Meister und dessen drei Schüler (Phillip Kwok Chun-Fung. Chiang Sheng, Lu Feng), die es mit den Japanern (Yasuaki Kurata) aufnehmen sollen…

Meine Meinung:

Aka Ninja in the Deadly Trap. Ich sah den Film aus Taiwan, in welchem China von Japanern bedroht wird, seit dem Januar 2008 nicht mehr. Ich habe Ninja Kung Fu und dessen Inhalte mit jenem aus A Life of Ninja verwechselt. Bei letzterem handelt es sich auch um eine 80er Jahre Produktion aus Taiwan, das Wort Ninja kommt im Titel ebenso vor und teilweise spielt auch der gleiche Cast mit (Yasuaki Kurata). Ninja Kung Fu hat die 2. Sichtung bestanden.

Der Film ist, trotz Shaw Brothers Cast und Ähnlichkeiten zu diversen Shaw Arbeiten (z.B. Heroes of the East oder Five Element Ninjas), eine unabhängige Film-Produktion. Scheinbar war die Produktion auch etwas chaotisch, wenn man sieht, wie viele Regisseure einige der Film-Datenbanken listen. Laut hkmdb führten z.B. ganze vier Personen Regie. In einem Interview gab Venom-Star Phillip Kwok Chun-Fung, der im Film mitspielt und auch Regie führte an, dass die «Nicht-Actionszenen» aufgrund Dreh- und Produktionsprobleme von Pao Hsueh-Li (Blooded Treasury Fight) beendet wurden. Was genau es für Probleme sind, wollte Phillip Kwok im Interview nicht verraten.

Sieht man dem Film seine chaotischen Produktions- und Drehbedingungen an? Eigentlich nicht. Auffallend ist nur, dass die 2. Hälfte und das Finale klar besser sind als der Rest. Das liegt aber schlicht an der Tatsache, dass dort die meisten Action-Sequenzen zum Tragen kommen. Der Plot ist relativ dünn. Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra, The Avenging Eagle, The Convict Killer) als General ist in einer Rolle ohne Kampfszenen zu sehen. Dem sollten sich Fans bewusst sein. Ihr Idol oder Liebling ist kein Actionheld in dieser Rolle. Als Bösewicht und Anführer der Japaner (logisch und konsequent) ist natürlich kein geringerer als Yasuaki Kurata (Millionaires Express, V.I.P., Return of the Sister Street Fighter) zu sehen.

Die Kampfszenen sind zuweilen blutig, fantasievoll, voller Ninjas und tollen Eins zu Eins Duellen. Vor allem im letzten Viertel. Die drei Venom Stars Phillip Kwok Chun-Fung (Hard Boiled, Das Höllentor der Shaolin), Lu Feng (Death Ring, Heaven and Hell) sowie Chiang Sheng (The Rebel Intruders, Crippled Avengers) mögen zwar nicht das Charisma anderer Stars aus jener Zeit besitzen, doch was ihre Kampffähigkeiten und die Choreographie angehen, sind sie erste Sahne. Die spielen die drei Helden des Filmes, die China vor den Japanern rettet. Die Kampfszenen im letzten Viertel sind spektakulär und sehenswert ausgefallen. Nur schon allein deshalb lohnt sich die Sichtung des Filmes.

Fazit: Für Eastern Fans ein gefundenes Fressen!

Infos:

O: Sui Si San Chuen

Taiwan 1981, 1982 (je nach Quelle)

R: Pao Hsueh-Li, Phillip Kwok Chun-Fung, Chiang Sheng, Lu Feng

D: Phillip Kwok Chun-Fung, Lu Feng, Ti Lung, Yasuaki Kurata, Chiang Sheng

Laufzeit der US-VHS: 96:15 Min. / Laufzeit der HK VCD: 52:44 & 40:31 Min.

Gesehen am: Januar 2008 / Neusichtung am: 14.09.25 / Sichtung der HK-VCD: 13.02.26

Fassungen: Den Film sah ich früher als US-DVD von Tai Seng. In der Hoffnung für eine O-Ton Fassung kaufte ich mir via FB-Auktion das VHS aus den USA (Tai Seng). Dort heisst der Film Ninja Kung Fu. Schade ist, dass der Film dort neu auf Kantonesisch eingesprochen wurde (mit festen englischen und chinesischen Untertiteln). Mühsam ist, dass die Original-Dialoge in Mandarin noch (leise) zu hören sind. Diese sind, wie auch allgemein der Ton (Kampfgeräusche, Musik) sehr leise abgemischt, was ein komisches Filmvergnügen abgibt. Teilweise hat man fast das Gefühl, eine VCD zu schauen die falsch abgemischt ist (wenn Mandarin und Kantonesisch gleichzeitig aus den Boxen dröhnen). Im O-Ton ist die HK-VCD von Ocean Shores (Canto und Mandarin ohne Subs). In Widescreen scheint bisher nur die VHS aus Japan zu sein (Englischer Dub). In Deutschland ist der Film nur zensiert auf VHS zu haben (Titel: Der Clan der Ninja). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2025). Nachtrag Feb. 2026: Endlich in einer O-Ton Fassung (Mandarin ohne Subs) gesehen via HK-VCD von Ocean Shores. Kommt besser als beim US-VHS (Canto Dub aber Mandarin Dialoge noch leicht hörbar, Umgebungsgeräusche/Musik bei Dialogen kaum zu hören). Wäre zwar jetzt auch in Deutschland erschienen und die deutsche Synchro soll top sein (wurde das jap. VHS als Master gebraucht da Widescreen), aber die VCD war schon auf dem Weg. Tolle Kampfszenen. Keine Untertitel, solide Bild- und Tonqualität. In einem Auktionshaus in HK gefunden. 

Freitag, 18. Juli 2025

Call Me Dragon


Call Me Dragon

Story:

Siu Gam (Bruce Leung Siu-Lung) und seine zwei Helfer (Hon Kwok-Choi, Mang Hoi) gehen dem illegalen Kauf von Jungen in einem Dorf auf den Grund. Siu Gam ist ein Agent, der verdeckt ermittelt. Bald schon zieht er den Zorn des Gangsters Pao (Yasuaki Kurata) auf sich…

Meine Meinung:

Call Me Dragon ist ein ähnlicher Film wie Kidnap in Rome sowie Little Super Man. In allen drei kommen, mehr oder weniger, der gleiche Cast vor. In der Hauptrolle gibt sich Bruce Leung Siu-Lung (The Dragon Lives Again, Bruce and the Iron Finger) die Mühe als Held und Titelfigur. Er wird von seinen Sidekicks Mang Hoi (The Blonde Fury) und dem oft nervenden Hon Kwok-Choi (Crocodile Evil) begleitet. Beide waren speziell in Little Super Man absolut nervtötend, auch wenn der gegen Ende aufdreht und knallharte Kung Fu Szenen zum Besten gibt. So macht es auch Call Me Dragon.

Call Me Dragon ist im Vergleich deutlich besser als z.B. ein Kidnap in Rome und im Vergleich weniger nervend als Little Super Man. Das heisst jedoch nicht, dass es hier nicht auch Humor, Slapstick und Klamauk zu sehen gibt. Das war zu der Zeit halt einfach so. Der Film von Ng See-Yuen (Game of Death II, The Bloody Fists) ist sehr solide. Da ich eine Fassung ohne Untertitel sah, war mir nicht alles verständlich auf Bezug der Motive und Figuren.

Aber ich denke, der Plot ist dünn und relativ unwichtig und nicht wirklich kompliziert. Bruce Leung Siu-Lung und seine zwei Helfershelfer sind die Helden, Wong Wan-Si (Mismatched Couples) die mysteriöse Frau und Japaner Yasuaki Kurata (Tiger, The Rangers), der schon in The Good and the Bad in einem Film von Ng See-Yuen vor der Kamera stand (ein ziemlicher Kracher und sehr harter Basher), der Bösewicht. Alles wie erwartet ohne wirkliche Überraschungen. Mit anderen Worten: dem Plot kann auch ohne Subs irgendwie gefolgt werden. Die Kampfszenen und Beinarbeit von Bruce Leung Siu-Lung und Yasuaki Kurata sind selbstverständlich erste Klasse und absolut sehenswert!

Fazit: Für Fans von Yasuaki Kurata und Bruce Leung absolut zu empfehlen!

Infos:

O: San Lung Siu Foo Chong Kong Woo

HK 1974

R: Ng See-Yuen

D: Bruce Leung Siu-Lung, Hon Kwok-Choi, Mang Hoi, Yasuaki Kurata, Cham Siu-Hung, Wong Wan-Si, Sun Lan, Dean Shek

Laufzeit der HK-VCD: 54:28 Min. (1. Disc) / 44:26 Min. (2. Disc) / Laufzeit der jap. Blu-Ray: Ca. 98 Min.

Gesehen am: 27.04.25 / Sichtung der jap. Blu-Ray: 30.06.26

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Mei Ah vor = k.A. ob Uncut oder nicht (nehme an, ja), solide Bildqualität, nur Vollbild, Canto Dub statt O-Ton Mandarin, keine Subs. Die DVD aus Japan ist auch nur in Canto und ist zensiert (Szenen mit Dean Shek sollen fehlen). Die jap. Blu-Ray soll Uncut sein und neu restauriert, jedoch auch nur in Kantonesisch. Der Dub hörte sich auf der VCD sehr nach «Fake» an, vor allem, weil Schreie im Original Mandarin belassen wurden. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2025). Nachtrag Juni 2026: Voller Vorfreude sah ich mir den Film in der neuen Fassung an = die japanische Blu-Ray von Amazing D.C. = Statt Mandarin auch in Kantonesisch, im Gegensatz zur alten jap. DVD Uncut (Szenen mit Dean Shek), jedoch kein 2,35:1 Bildformat sondern 1.78:1 (nicht perfekt aber mehr Bild als bei der Vollbild VCD aus HK), zwei Kurzfilme mit Yasuaki Kurata und ein Trailer als Bonus. Was mich überrascht hat, war die eher schwache Bildqualität. Das sah zu keinem Zeitpunkt nach Blu-Ray-Niveau aus. Vor allem der Vorspann war in schlechter Qualität. Anscheinend liess die Materiallage nicht mehr zu. Der Film hat mir bei dieser 2. Sichtung etwas weniger gefallen. Ich fand, dass es zu wenig spektakuläre Kämpfe gibt (vor allem am Anfang und Mittelteil) und das Duo Hon Kwok-Choi und Mang Hoi fand ich nervend. Das Finale war stark, aber ich hätte gerne mehr von Yasuaki Kurata gesehen. Der taucht erst in der 60. Minute auf. Dennoch können, vor allem Fans von Yasuaki Kurata und Bruce Leung, einen Blick riskieren. Und nur schon weil es hier mehr Bildinfos gibt, ist die Fassung am Ende der HK-VCD vorzuziehen. 

Freitag, 13. Juni 2025

The Rangers

The Rangers

Story:

Lin Jo Nan (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) will den Namen ihres Vaters rächen. Dieser wurde von Salz-Schmugglern unter der Führung von Chang (Yasuaki Kurata) hereingelegt. Lin gibt sich als Mann aus und infiltriert die rivalisierende Bande von Chang, um ihren Vater zu rächen und Chang das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

70er Jahre Basher von Hou Cheng (Unsubdued Furies, The Shaolin Invincibles, On the Waterfront), der viele Filme mit Star Polly Shang-Kuan Ling-Feng realisierte = Heroine of Tribulation, The Zodiac Fighters, Fight for Survival, Heroine Kan Lien Chu, Empress Dowager's Agate Vase, Seven to One. Nach Seven to One und A Girl Called Tigress trifft Star Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Little Hero, The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous) erneut auf Japaner Yasuaki Kurata (The Secret of Shaolin Poles, Wang Yu - Der Karatebomber), der den Bösewicht spielt.

The Rangers fängt gut an, kann das Niveau aber nicht durchgehend halten. Trotz gutem Cast mit Namen wie Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata, Chin Kang (The Silver Spear) oder Addy Sung Gam-Loi (Kung Fu from Beyond the Grave) kommt es im Verlauf zu Längen. Vor allem der Klamauk und die Tatsache, dass auch ein kleiner, extrem nervtötender Junge (Yeh Hsiao-Yee aus Mars Men), im Film mitspielt, schwächen den Film doch erheblich. Verstärkt wird dies durch den Gender-Tausch. Polly Shang agiert im Tomboy Look und ihr kleiner Bruder bekommt eine Perücke und spielt ein Mädchen, dass im Finale einem Bösewicht in Nahaufnahme ins Gesicht uriniert (nicht der einzige Urin-Joke). Muss ich nicht sehen.

Hätte man das weggelassen und/oder diese «humorvollen» Szenen durch harte Kampfszenen ersetzt, wäre der Film um einiges besser geworden. So trübt das Endergebnis am Ende doch etwas, was schade ist. Schade um Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata und Addy Sung Gam-Loi, die ansonsten in den Kampfszenen zu gefallen wissen. Addy Sung Gam-Loi spielt dabei einer der Männer an Yasuaki Kuratas Seite. So was wie seine rechte Hand. Trotz Urin-Joke im Finale wird der Film gegen Ende wieder etwas härter und die Kampfszenen nehmen wieder zu = solide!

Fazit: Auch wenn kein Kracher für Fans von Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Yasuaki Kurata zu empfehlen!

Infos:

O: Daai Siu Yau Lung

HK 1974

R: Hou Cheng

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata, Addy Sung Gam-Loi, Han Ching-Hsiang, Chin Kang

Laufzeit der China VCD: Disc 1 (47:50 Min.) / Disc 2 (40:06 Min.)

Gesehen am: 20.03.25

Fassungen: Mir lag die VCD aus China vor = In Mandarin mit englischen & chinesischen Subs, solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, Vollbild. Es gibt keine Blu-Ray oder deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Mittwoch, 11. Juni 2025

Tiger

Tiger

Story:

Chinese Shih Tien (Yasuaki Kurata), der in Japan Kampfkunst studierte, und seine japanische Ehefrau, kehren nach Shanghai zurück. Shanghai wird von den Japanern besetzt. Shih Tien findet heraus, dass seine Eltern von den Japanern getötet wurden und schwört Rache…

Meine Meinung:

Nach Filmen wie The Big Boss, The Chinese Boxer oder King Boxer waren Kung Fu Filme mit Fäusten populärer und lösten eine Welle von sogenannten Basher-Streifen aus. Es wurde nun weniger mit Waffen und Schwertern gekämpft, sondern mit Kicks und Schlägen. Das sollte bis 1979 dominieren, ehe Jackie Chan über Nacht zum Weltstar werden sollte (mit Die Schlange im Schatten des Adlers und Co.). Tiger ist eine taiwanesische Produktion vom Regisseur von Kung Fu Mama, Chien Lung (Boxers of Loyalty and Righteousness).

Tiger ist solide, aber für mich kein Kracher. Der Film erinnert stark an den Bruce Lee Klassiker Fist for Fury und ist eine Produktion, die aufgrund dessen Erfolg produziert wurde. Die Macher wollten den Erfolg von Fist of Fury für eigene Zwecke auszunutzen. So erinnert der Plot und viele Momente an das grosse Vorbild. Bruce Lees Figur wird diesmal von Yasuaki Kurata (The Golden Triangle, The Good and the Bad, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread) gespielt, der im Fist of Fury Remake Fist of Legend in den 90ern mitwirkten sollte.

Yasuaki Kurata, ein Japaner, spielt hier einen Chinesen, der sein Land vor den bösen Japanern retten muss. Seiner Film-Ehefrau ist auch Japanerin, was für Spannungen sorgt. Zu gestohlener Musik (die Musik aus dem Vorspann soll aus dem US-Film Shaft stammen) prügelt sich Yasuaki Kurata durch den Film und sorgt für Gerechtigkeit. Es gibt einzelne Action-Parts, die aus der Masse herausstechen und in denen Yasuaki Kurata sein Können eindrucksvoll beweisen darf.

Leider gibt es aber auch Längen und Action-Sequenzen mit Shoot-Outs (unblutig) und Soldaten. Diese Szenen fand ich lahm. Leider nehmen solche Szenen auf der 2. VCD viel Platz ein. Da wurde dann auch weniger gekämpft und die Soldaten sind schwach gespielt. Keine wirkliche Bedrohung. Der Finalkampf war ok. Leider war Lung Fei (Eunuch of the Western Palace) nicht der Hauptbösewicht. Das wäre die bessere Wahl gewesen. Im Film wird die von Yasuaki Kuratas gespielte Figur von Kang Kai unterstützt, der dann teilweise die Stellvertretung übernimmt, wenn Yasuaki Kurata z.B. durch die Soldaten festgenommen wird.

Fazit: Solide, aber kein Kracher!

Infos:

O: Pa Shan Hu

Taiwan (HK, je nach Quelle) 1972

R: Chien Lung

D: Yasuaki Kurata, Kang Kai, Sun Chia-Lin, Liu Chu, Lu Ping, Shan Mao, Lung Fei

Laufzeit der HK-VCD: Disc 1 (46:51 Min.) / Disch 2 (44:33 Min.)

Gesehen am: 20.03.25

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Worldtrade vor = Canto/Mandarin ohne Subs. durchschnittliche Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus, Vollbild. Es gibt keine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung (Stand: März 2025).

Sonntag, 20. April 2025

The Unsubdued Furies

The Unsubdued Furies

Story:

Siao (Alan Tang Kwong-Wing) kehrt in sein Heimatdorf zurück, nur um festzustellen, dass dort die Japaner die Macht ergriffen haben. Diese (u.a. Yasuaki Kurata) lassen die Chinesen für sich arbeiten. Mit Gewalt. Dies unter der Leitung des einflussreichen Managers Tsing Pan (Han Ying-Chieh). Doch als die Schwester von Yauaki Kurata (Tang Pao-Yun) auftaucht und sich diese in Siao und umgekehrt verliebt, wendet sich das Blatt…

Meine Meinung:

Dieser Basher aus dem Jahr 1973 aus Hong Kong war besser als erwartet. Der Film von Hou Cheng (Seven to One, On the Waterfront, The Shaolin Invincibles) gefällt durch seine Charaktere, einige unerwartete Szenen (Eine Frau rettet die Helden vor einer Bombe. Anstatt die Bombe über die Klippe in den Abgrund zu werfen, springt sie zusammen mit der Bombe von der Klippe und wird in der Luft zerfetzt. Cool), seine Kämpfe und deren Choreographie und durch seinen Verzicht auf Klamauk. Schon On the Waterfront ging im Verlauf des Filmes in diese Richtung: harte Kämpfe, zuvor auch etwas Sleaze und nackte Tatsachen.

Der Held wird von Alan Tang Kwong-Wing (Return Engagement, Winner Takes All?) dargestellt. Der ist, aufgrund des limitierten Charismas, die schwächste Figur im Film. Aber in den Kampfszenen überzeugt er. Dass, was die bösen Japaner angehen, der Name Yasuaki Kurata (The Prodigal Boxer, Fist of Legend, Heroes of the East) fällt, ist hingegen wenig überraschend. Doch das ist nur ein Vorurteil. Seine Figur bekommt mehr Tiefe als erwartet und seine Figur wandelt sich im Film. Kuarates Filmschwester, gespielt von Tang Pao-Yun (Blood Reincarnation, The Lost Swordship, Love and Sword), verliebt sich nämlich in den chinesischen Helden und umgekehrt. Zudem stellt sich Kuratas Filmmutter als Chinesin heraus. Somit ist für einige Twists gesorgt.

Der Hauptbösewicht ist daher auch gar nicht Yasuaki Kurata, sondern The Big Boss Bösewicht Han Ying-Chieh (Duell der 7 Tiger, Six Kung Fu Heros, The Golden Triangle), der den Manager spielt. Und er spielt ein absolutes Ekel und einen Perversen, der gerne Frauen vergewaltigt und sich an nackten Männer- und Frauenleichen aufgeilt. Das führt im Verlauf des Filmes zum Bruch mit Yasuaki Kurata, als Han Ying-Chieh auch versucht, dessen Schwester zu vergewaltigen. Auch in den Kampfszenen und im Finale macht Han Ying-Chieh eine gute Figur. Allgemein tun die Härte und der Verzicht auf Klamauk der Produktion gut wie auch das Stilmittel wie Slow-Mo-Szenen in den Kampfszenen, die im Verlauf des Filmes immer sehenswerter werden.

Fazit: Sehenswert!

Infos:

O: Nu Fa Chong Guan

HK 1979

R: Hou Cheng

D: Alan Tang Kwong-Wing, Yasuaki Kurata, Han Ying-Chieh, Tang Pao-Yun, Yee Hung

Laufzeit der HK-VCD: 1. Disc = 44:36 Min. / 2. Disc = 40:20 Min.

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Worldtrade vor = solide Bild- und Tonqualität, sah Uncut aus (inklusive des Zeigens von nackten Leichen), Canto/Mandarin mit englischen und chinesischen Subs. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Feb. 2025).

Mittwoch, 16. April 2025

The Prodigal Boxer



The Prodigal Boxer

Story:

Fong Sai-Yuks (Meng Fei) Vater (Sze-Ma Wah-Lung) wird getötet. Fong Sai-Yuk will Rache, doch der Versuch scheitert aufgrund seiner noch unerfahrenen Kampferfahrungen. Fong Sai-Yuk zieht sich aufs Land zurück, wo er von seiner Mutter (Maggie Li Lin-Lin) trainiert wird, um am Ende Rache üben zu können…

Meine Meinung:

Wie bereits bei Wong Fei-Hung gibt es auch die Person Fong Sai-Yuk betreffend ältere Filme, die sich um den Volkshelden bemühen. Es war also nicht erst Jet Li, der in den 90ern in die Haut von Fong Sai-Yuk schlüpfte (in Corey Yuens Fong Sai Yuk 1 + 2), sondern dies geschah schon 1972 in der taiwanesischen Produktion von Ulysses Au-Yeung Jun (The Wandering Dragon, Island Warriors, Shaolin Warrior). In dieser ist der junge Meng Fei (The Unbeaten 28, The Unique Lama, The Invincible Kung Fu Trio) als Titelheld zu sehen. Meng Fei spielte in dem erwähnten The Invincible Kung Fu Trio auch den anderen Volkshelden Wong Fei-Hung.

Der Film ist ein Basher. Der Film hat mir gut und um ehrlich zu sein, sogar etwas besser als die Jet Li Filme gefallen. Der Grund ist der, dass The Prodigal Boxer ein ernster Film ist. Hier wird auf Klamauk, Humor und Love-Story verzichtet. Der Film ist ernster als die späteren Jet Li Filme. Es geht dramatisch, teilweise auch überraschend hart zur Sache. Der Plot ist auf das nötigste limitiert und gradlinig. Der Film hat mich vom Inhalt und dessen Aufbau leicht an die Shaw Brothers Produktion Executioners from Shaolin erinnert. Die Kampfszenen, von Lau Kar-Wing choreographiert, werden im Verlauf des Filmes immer besser.

Den Wandel, den Meng Fei als Held durchmacht, kommt glaubhaft und mit viel Emotion und Wut zur Geltung. Das wird im Finale deutlich. Nebst Meng Fei haben mir vor allem die zwei Haupt-Bösewichte sehr gut gefallen. Zum einen sehen wir den immer fleissigen Japaner Yasuaki Kurata (The Golden Triangle, Seven to One, Aces Go Places II), der hier vor allem durch spektakuläre Beinarbeit und Kicks auftrumpft, zum anderen sehen wir Shanghai Thirteen Bösewicht Wong Ching (The Thirty Million Dollar Rush, The Imp, Mobfix Patrol) als dessen «Bruder». Auch dieser überzeugt. Eine der eindrücklichsten Szenen ist jene, in welcher Meng Fei eine Art Alptraum hat, nachdem er das erste Duell überlebt. Starke Szene!

Fazit: Sehenswert!

Gefolgt von: Prodigal Boxer II (liegt mir ungesehen vor) & The Secret of the Shaolin Poles

Infos:

O: Fang shiyu

Taiwan 1972

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Meng Fei, Yasuaki Kurata, Maggie Li Lin-Lin, Pa Hung, Wong Ching, Fung Hak-On, Brandy Yuen Jan-Yeung, Lau Kar-Wing, Sze-Ma Wah-Lung

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 08.02.25 / 2. Sichtung (in Mandarin): Mai 2025

Fassungen: Gesehen via The Basher Box = US-Blu-Ray (Region-All-Disc), zwei Filme im Set (The Awaken Punch & The Prodigal Boxer), Uncut, Englischer Dub (und Englische Subs), 4K Master eines 35mm Print = hervorragende Bild- und Tonqualität. Der Englische Dub ist mässig Schade, dass kein O-Ton an Bord ist. Aus Japan sollte ich noch ein US-VHS von Inter-Continental Video erhalten, welches in Mandarin ist. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025). Nachtrag Mai 2025: Nun sah ich mir den Film als US-VHS von Inter-Continental Video an. Dieses bekam ich aus Japan und ich wusste, dass es sich um eine Mandarin-Ausgabe handelt. Zu meinem Glück sind sogar englische & chinesische Subs dabei. Das VHS ist, mit Ausnahme des Vorspannes, jedoch nur in Vollbild. Bis auf die Alptraum-Szene stört das Vollbild aber nicht. Der Film hat mir während der 2. Sichtung besser gefallen. Der Film kommt in Mandarin definitiv besser und hat teilweise schon fast epische Qualitäten. Ob ich die US-Blu-Ray nochmals einlegen werde, weiss ich nicht. 

Samstag, 12. April 2025

Seven to One

Seven to One

Story:

Ting Hsia-Fang (Polly Ling-Feng Shang-Kuan) will den Tod ihres Vaters rächen und sucht, zusammen mit ihrem Freund, nach dem Mörder…

Meine Meinung:

Seven to One hat mir gut gefallen. Ich mochte vor allem die Tatsache, dass der Film in der Gegenwart (Taiwan 70er Jahre) spielt. Also ein modernes Setting. Ich glaube, dass ist der einzige Film mit Polly Ling-Feng Shang-Kuan (A Girl Called Tigress, Little Hero, The Mysterious Heroes, Shaolin Traitorous), den ich kenne, der nicht im klassischen Kung Fu Setting angesiedelt ist. Und diese willkommene Abwechslung mochte ich sehr.

Der Film von Cheng Hou (The Shaolin Invincibles, The Legend of Mother Goddess) ist eine taiwanesische Produktion, auch wenn es Filmdatenbanken gibt, die auch Hong Kong als Herstellungsland listen. Cheng Hou ist auch der Regisseur hinter Zodiac Fighters. Zudem hat Cheng Hou auch in Filmen wie Empress Dowager's Agate Vase, Heroine of Tribulation (eine Art heiliger Gral des Kung Fu Filmes, glaube es existiert eine Betamax in Südkorea), The Fight for Shaolin Tamo Mystique, Heroine Kan Lien Chu oder in The Rangers schon mit Polly Ling-Feng Shang-Kuan zusammengearbeitet.

Drei der oben genannten Filme (Empress Dowager's Agate Vase, The Fight for Shaolin Tamo Mystique und The Rangers) liegen mir noch ungesehen vor. Es machte Spass, Polly Ling-Feng Shang-Kuan Mal in einem modernen Film und in modernen 70er Jahre Klamotten zu sehen statt im klassischen Kung Fu Setting. Sie macht optisch eine gute Figur und Fans von ihr werden voll auf ihre Kosten kommen. Der Plot ist simpel und es gibt jede Menge Action sprich Kämpfe.

Yasuaki Kurata (The Good and the Bad, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread, The Secret of Shaolin Poles) ist der 2. grosse Name an Bord der Produktion. Er spielt einen Sänger und den Retter von Polly. Er hilft ihr. Dass sich Yasuaki Kurata am Ende doch noch als Bösewicht entpuppt, ist leicht schade, aber durfte von Fans von ihm fast erwartet werden. Schade, aber auch etwas vorhersehbar. Dafür gibt es ein unendlich langes Finale mit unterschiedlichen Settings und Verfolgungsjagden (Strasse, See, Insel). Das lange Finale kompensiert für die ein oder andere lahme Sequenz in der Mitte des Filmes. Ansonsten legt der Film ein hohes Tempo an den Tag.

Fazit: Pflichtprogramm für Fans von Polly Ling-Feng Shang-Kuan!

Infos:

O: Nu ying xiong fei che duo bao

Taiwan 1973

R: Cheng Hou

D: Polly Ling-Feng Shang-Kuan, Yasuaki Kurata, Ma Chi, Chou Chung-Lien, Shao Lo-Hui, Yee Hung, Chiu Ting, Bruce Leung Siu-Lung, Lung Fong, Blacky Ko Shou-Liang

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 02.02.25

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von AGFA = zusammen mit Shaolin Invincibles auf einer Blu-Ray mit Schuber. Zu Seven to One = 35mm Print, Englischer Dub, hervorragende Bild- und Tonqualität. Soll ähnlich wie die Celestial Restaurationen von Shaw Brothers Filmen unzählige Fehlstellen und Frame-Cuts haben*. Region-All-Disc. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025). Die VHS aus Südkorea ist auch Englisch Dubbed. *So fehlt das Intro in den Film (Verfolgungsjagd zu Fuss und Credits) und auch im Finale scheint ein grösserer Szenenblock zu fehlen (Polly verfolgt Kurata mit dem Motorrad, während Kurata Benzin auf die Strasse kippt, Szenenwechsel: Kurata bedient auf einem See ein Motorboot während Polly bewusstlos in einem kleinen Boot liegt, welches vom Motorboot nachgezogen wird).

Mittwoch, 5. Februar 2025

The Golden Triangle

The Golden Triangle

Story:

Nachdem sein Partner stirbt, begibt sich ein Agent (Yasuaki Kurata) auf eine tödliche Undercover-Mission im goldenen Dreieck. Er gibt sich als Gangster aus, um eine Drogenbande zu infiltrieren und deren Boss (Han Ying-Chieh) das Handwerk zu legen…

Meine Meinung:

Co-Produktion zwischen Hong Kong und den Philippinen. Ich freute mich eigentlich auf den Film. Simpler Plot, Japaner Yasuaki Kurata als Undercover-Agent (aka Held) und The Big Boss Bösewicht Han Ying-Chieh (Tiger Jungle) ist auch hier als Bösewicht zu sehen. Vielversprechend. Was kann da schon schief gehen? Leider eine ganze Menge. The Golden Triangle, nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Film mit Lo Lieh, hat mich leider wenig beeindruckt.

Ich mochte einige der vereinzelten Kampfszenen und die erfrischenden Settings. Aber der Rest war nichts für mich. Zwar hat man mit Japaner Yasuaki Kurata (V.I.P., Twinkle Twinkle Lucky Stars, Millionaires Express) einen fähigen Mann im besten Alter vor der Kamera, aber auch er vermochte aufgrund der schwachen Story, der unglaubwürdigen Co-Stars und der miesen Dialoge (plus mieser Englischer Dub) in Kombination mit furchtbarem Klamauk, nicht zu überzeugen. Hier und da liefert er in einer Kampfszene, aber viel zu wenig, um wirklich zu überzeugen.

Gegen Ende dreht der Film leicht auf. Es gibt hier und da einen blutigen Einschuss zu sehen, in einer Szene wird Yasuaki Kurata auch von einer (Gummi)Schlange angegriffen und eine Frau zeigt in einer Bar ihre Brüste. Ansonsten herrscht gähnende Langeweile in Kombination mit einem uninteressanten, lahmen Plot und dummen Klamauk, der leider zu keiner Sekunde wirklich lustig war. Und die Dialoge, auch die ernst gemeinten, waren unfreiwillig komisch. Dies lag aber wohl mehr am Englischen Dub. Das wirkt sich leider auch auf das Schauspiel aus, so dass viele Co-Stars laienhaft anmuten. Schade.

Fazit: Nichts für meine Sammlung. Ich hoffe der andere The Golden Triangle mit Lo Lieh wird sich mehr lohnen…

Infos:

O: Jin San Jiao Long Hu Men, The Golden Triangle (je nach Quelle)

Hong Kong, Philippinen 1975

R: Lo Kei, Romeo N. Galang

D: Yasuaki Kurata, Han Ying-Chieh, Cheung Lik, Ko Keung

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 93 Min.

Gesehen am: 05.12.24

Fassungen: Mir lag die US-Region-All-Blu-Ray von Gold Ninja Video vor = Booklet, Bonusfilm (Phantom Soldiers), limitiert (196/900), exklusive Extras ("A Blade Of Many Uses: An Exploration of The Great Yasuaki Kurata’s Career", "The Wildest Cinema Around: A Beginner’s Guide to Fillipino Action Cinema", Audiokommentar), nur Englisch Dubbed, Widescreen Master («Presented for the first time on home video in widescreen!»), hervorragende Bild- und Tonqualität. Leider ist der Englische Dub mies. Die Fassungen aus Griechenland und Deutschland (VHS bis zu DVDs) sind jedoch auch in Widescreen. In Deutschland ist der Film bekannt als Die Falle des gelben Drachen. Den gibt es von M.I.B. auf DVD.

Montag, 20. Januar 2025

A Girl Called Tigress

A Girl Called Tigress

Story:

Sau Fong (Polly Shang-Kuan Ling-Feng) ist auf der Suche nach ihrer Zwillingsschwester Sau Ping (Polly Shang-Kuan). Diese wird vom örtlichen Gangster-Boss Chow Kwan (Yasuaki Kurata) festgehalten. Sau Fong wird bei ihrer Suche von einem Freund (Chin Kang) begleitet. Derweil erschweren Clan-Rivalitäten zwischen dem Chow Kwan und einem anderen Clan (u.a. Blacky Ko Shou-Liang) die Suche nach Sau Ping…

Meine Meinung:

Bei A Girl Called Tigress handelt es sich um einen Anfang der 70er Jahre Basher aus Taiwan mit Polly Shang-Kuan Ling-Feng (Zodiac Fighters, The Ghostly Face, Little Hero) und Yasuaki Kurata (The Good and the Bad, Sister Street Fighter: Hanging by a Thread, The Secret of Shaolin Poles) in den Hauptrollen. Polly Shang-Kuan Ling-Feng spielt sogar eine Doppelrolle als Zwillingsschwester und der aus Japan stammende Kurata selbstverständlich den Bösewicht.

Der Film beginnt mit einem coolen Intro à la Bruce Lee Film. Zudem mit Musik aus einem Alice Cooper Song. Cool. Der Film hat auch immer wieder Action zu bieten. Doch der Plot ist uninteressant. Nicht wirklich langweilig als Film, aber wirklich unspektakulär. Es gibt zudem diverse Nebenfiguren und Nebenplots, die eigentlich immer wieder den Drive aus dem Film und Verlauf nehmen. Da hätte man gerne Szene straffen und weglassen können, um so Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Yasuaki Kurata noch mehr in den Mittelpunkt zu stellen (die meisten Zuschauer werden den Film sowieso nur aufgrund der beiden ansehen).

Das heisst, der Plot wirkt vor allem lahm und einige Szenen wirken sehr repetitiv. Zur Verteidigung des Filmes sei gesagt, dass mir der Film in Mandarin ohne englische Untertitel zur Verfügung stand. Ab einem bestimmten Zeitpunkt nehmen die Kampfszenen zu. Mehr und mehr. Und Yasuaki Kurata und Polly Shang-Kuan Ling-Feng geraten mehr und mehr in den Vordergrund, was dem Film und dem Spektakel gut tut. Zuvor waren statt unsere Lieblinge Namen wie Chin Kang (Shaolin Warrior) oder Shan Mao (Wang Yu - Der Karatebomber) zu sehen. Und Blackie Ko Shou-Liang (Invincible). Auch bekannte Gesichter im 70er Jahre Basher-Kino.

Fazit: Für Basher Fans, vor allem dank der 2. Action intensiven Hälfte und viel Polly Shang-Kuan Ling-Feng und Yasuaki Kurata zu empfehlen!

Infos:

O: Shuang Mian Nu Sha Xing

Taiwan 1973

R: Wang Hung-Chang

D: Polly Shang-Kuan Ling-Feng, Yasuaki Kurata, Chin Kang, Shan Mao, Cheng Fu-Hung, Blackie Ko Shou-Liang

Laufzeit der HK-VHS: 74:43 Min.

Gesehen am: 24.11.24

Fassungen: Mir lag das Ocean Shores VHS vor = unbekannt ob Uncut oder nicht (wirkte auf jeden Fall nicht zensiert), Mandarin O-Ton, keine Subs, gute Bild- und Tonqualität, Vollbild. Zuvor lag mir die Englisch Dubbed VHS (ungesehen) vom gleichen Label vor. Das VHS wurde nach Holland verkauft. Es gibt keine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung (oder sind mir zumindest nicht bekannt, Stand: Nov. 2024).

Samstag, 17. Juni 2023

V.I.P.

V.I.P. 

Story:

 

Gangster-Boss Steven (Bill Lake) plant in Jakarta einen grossen Coup. Dafür arbeitet er mit den vier Gangstern Miss Tina (Pei Ju-Hua), Peter (Michael Chan Wai-Man), Yamaha (Yasuaki Kurata) und Negro (Boy Tirayoh) zusammen. Doch die Interpol Agenten Jack (George Rudy) und Co. (Debby Cynthia Dewi) sind schon hinter ihnen her…

 

Meine Meinung:

 

Bei V.I.P. aka The Mad, the Mean and the Deadly aka Bandit Bandit International handelt es sich um einen seltenen Gangster-Actionfilm aus den 70ern, in Jakarta gedreht. Es ist schwer zu sagen, ob es sich um eine reine indonesische Produktion oder um eine Co.-Produktion zwischen Hong Kong und Indonesien handelt. Es finden sich im Netz verschiedene Angaben zu Regisseuren (F. Soetrisno, Joseph Kuo Nan-Hong, Sutrisno Wijaya) und auch verschiedene Produktionsfirmen wie Chin Tsai (nichts darüber gefunden) oder PT Metro 77 (dies ist eine offizielle indonesische, private Kompanie).

 

Auf jeden Fall ist der Cast sehr international besetzt. Chinesen (Michael Chan Wai-Man), Indonesier (Boy Tirayoh), Japaner (Yasuaki Kurata) oder Kanadier (Bill Lake) sind im Film in Haupt- und Nebenrollen zu sehen. Ich wurde natürlich durch meine Michael Chan Wai-Man Wunschliste auf den Film aufmerksam. Der Film ist selten, ich habe bisher keine offizielle Fassung gefunden bzw. ich kenne Menschen, die solche haben, aber nicht bereit sind, zu verkaufen oder zu tauschen, was ich nachvollziehen kann.

 

Daher guckte ich mir den Film auf Youtube an. V.I.P. hat mir gut gefallen. Der Film ist besonders für Fans der 70er Jahre Michael Chan Wai-Man-Filme interessant, sehenswert und zu empfehlen. Das Jakarta-Setting und der internationale Cast sind eine willkommene Abwechslung zum sonstigen HK-Kino der Zeit. Zudem wirkt der Film dadurch exotisch. Und seltene waren Männer cooler als in dem Film hier. Besonders Michael Chan Wai-Man (Carry On Yakuza, Crimson Street) und Yasuaki Kurata (Heroes of the East, Aces Go Places II) geben alles und Fans der zwei kommen voll auf ihre Kosten, vor allem wenn sich beide in einem langen Kampf bekämpfen.

 

Ansonsten gefällt der Film durch sein Low-Budget, eine ganz eigene 70er Jahre Stimmung, einige herrlich naive Liebesgeschichten am Rande, dem Sightseeing von Jakarta und soliden Action-Szenen wie wenigen blutigen Shoot-Outs, Verfolgungsjagden und coolen Kampfszenen, die teilweise auch in Zeitlupe gefilmt wurden. Am Ende darf Michael Chan Wai-Man noch einen "hängt mit Seil vom Helikopter" Stunt absolvieren wie einst Jackie Chan in Police Story 3 oder Yuen Biao in Above the Law inklusive Sprung ins Wasser. Und seine Schlussszene mit Leder-Bike-Outfit war zum Brüllen komisch. Die 70er halt!

 

Fazit: Für Fans von Michael Chan Wai-Man zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Bandit-bandit internasional, 男猛

 

Indonesien, HK 1977 (je nach Quellen)

 

R: F. Soetrisno, Joseph Kuo Nan-Hong, Sutrisno Wijaya (je nach Quellen)

 

D: Michael Chan Wai-Man, Yasuaki Kurata, Pei Ju-Hua, Boy Tirayoh, George Rudy, Debby Cynthia Dewi, Bill Lake

 

Laufzeit der TW-VHS: 86:53 Min.

 

Gesehen am: 04.05.23

 

Fassungen: Gesehen via Youtube = Upload des seltenen VHS (oder Beta) aus Taiwan = Mandarin mit englischen und chinesischen Subs. Vollbild. Es fehlt eine erotische Tanzszene. Diese gibt es in der Fassung aus dem Libanon (Betamax, Englisch Dubbed) zu sehen. Die Tanzszene fehlt auch in der indonesischen 16mm Print Fassung (die dafür in Widescreen wäre). Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: Mai 2023). 

 

So sähen die Fassungen aus Taiwan und dem Libanon aus: