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Sonntag, 10. April 2022

A Nightmare on Elm Street Review

A Nightmare on Elm Street

Story:

 

Die Teens der Elm Street werden in ihren Träumen zum Opfer von Freddy (Jackie Earle Haley), der sich damit an den Eltern der Teens rächt, die für seinen Tod verantwortlich sind. Nancy (Rooney Mara) und ihr Freund versuchen Freddy aufzuhalten…

 

Meine Meinung:

 

A Nightmare on Elm Street ist bereits 12 Jahre alt und wurde von mir ignoriert. Zurecht, wie ich nun, nach einer Netflix-Sichtung behaupten kann. A Nightmare on Elm Street ist eines der schlechtesten modernen Remakes und überbietet sogar noch die Remakes zu Filmen wie Blutgericht in Texas oder Friday the 13th. A Nightmare on Elm Street stellt ein Remake zum 1984er Original von Wes Craven dar.

 

Zum Remake von A Nightmare on Elm Street lässt sich kein gutes Wort sagen. Der Plot ist dem Original ähnlich und in einzelnen Szenen 1:1 nachempfunden. Eine Spannung kommt zu keiner Sekunde auf. Leider auch keine Stimmung. Es wird null Grusel, Atmosphäre oder Stimmung aufgebaut. Alles plätschert desinteressiert, sauber, lieblos und steril vor sich her.

 

Es gibt nur wenige Kills und der Film ist relativ unblutig. Wo das Original unheimlich, düster und Freddy böse war, verkommt das Remake zu einem harmlosen Ärgernis. Jackie Earle Haley als Freddy hat nun mal keine Chance gegen die Qualität und das Charisma eines Robert Englunds. Zudem ist die Stimme von Jackie Earle Haley schlecht. So will ich einen Freddy gar nicht hören. Noch schlechter sind auch sein Make-Up und einige unschöne CGI-Szenen. Enttäuschend ist auch die Wahl der Musik ausgefallen.

 

Die Figuren sind allesamt total uninteressant, 08/15, sehen viel älter aus als Teens und bieten weder Charisma noch Sympathien. Das Schicksal der Figuren ist einem total egal. Zudem ist das Schauspiel nicht wirklich toll. Man nahm viele unbekannte Jung-Darsteller, die damit sicherlich keine Türen zu grösseren Erfolgen aufgestossen haben dürften. Das Remake war für New Line ein Flop und kam sowohl bei Kritik und Fans, nicht gut an. Karma!

 

Fazit: Den schlechtesten Freddy, den es je gab! Schlechtes und total unnötiges Remake, das sich überhaupt nicht lohnt!

 

Infos:

 

O: A Nightmare on Elm Street

 

USA 2010

 

R: Samuel Bayer

 

D: Jackie Earle Haley, Kyle Gallner, Rooney Mara, Katie Cassidy, Thomas Dekker, Kellan Lutz, Clancy Brown

 

Laufzeit der Netflix Fassung: Ca. 95 Min.

 

Gesehen am: 25.02.22

 

Fassungen: Gesehen via Netflix Schweiz im O-Ton mit englischen Subs, Uncut und in einer sehr guten Bild- und Tonqualität. Gibt es in D auch auf DVD oder Blu-Ray (Warner).

Mittwoch, 1. Juli 2020

Wes Craven's New Nightmare Review

Wes Craven's New Nightmare

Story:

B-Horror Star Heather Langenkamp hat Alpträume und ist mit den Nerven am Ende (ständige Erdbeben, seltsames Verhalten des Sohnes, Stalker der sie am Telefon belästigt). Dass ihr Ehemann heimlich an den Effekten zu einem neuen A Nightmare on Elm Street arbeitet und Wes Craven und Robert Shaye sie gerne nebst Robert Englund wieder im Film als Star dabeihaben wollen, sorgen für zusätzliche Spannungen. Es kommt schlimmer, nachdem ihr Ehemann tödlich «verunglückt»…

Meine Meinung:

Nach dem Flop-Vorgänger konnte auch Wes Craven (The Hills Have Eyes), der Mann und Meister hinter dem Original A Nightmare on Elm Steet, nicht länger zusehen und nahm es sich zur Aufgabe, die Reihe mit der sechsten Fortsetzung zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Und dies tat Wes Craven erfolgreich und auf eine originelle Art und Weise:

mit dem Inhalt des Filmes sagt er sich von den Fortsetzungen, die nicht von ihm stammten ab, und verdonnert diese als «Filme» in einer angeblichen Realität. Von solchen Film-im-Film Elementen hat Wes Craven auch später, in seiner Scream-Reihe, Gebrauch gemacht. Daher sind Stars wie Heather Langenkamp, Robert Englund, Wes Craven oder Robert Shaye auch als sich selbst zu sehen und sie spielen keine «Rollen».

Nach dem miesen Vorgänger ist Freddy zurück – und endlich wieder böse, düster und unheimlich. Dies sieht man auch seinem neuen Make-Up an und der Film ist ernst, düster und böse. Es geht um Erwachsene, nicht mehr um Teens. Humor und Spass weichen einem psychologischen, erwachsenem Horror. Änderungen waren nach den letzten Fortsetzungen nötig.

Das Schauspiel, vor allem Beteiligten (sogar vom Kind), waren erste Sahne. Es gibt viele Hommagen und Zitierungen an die Teile eins und drei. Im Ende dürften die Figuren dann in ihrem Film-Rollen schlüpfen, wenn Nancy ihren Sohn sucht und vor Freddy retten und diesen besiegen muss. Das Traum-Setting empfand ich als sehenswert und sehr stimmungsvoll. Auch die Effekte (wie Freddy versucht, den Jungen zu fressen oder seine Aktion mit der Zunge) sagten mir zu.

Nur bei seiner Tötung im Feuer sind die Effekte weniger gut gelungen…Der Bodycount ist sehr klein– aber die Morde haben es in sich. Da der Film nicht spassig in Szene gesetzt ist, sind die Morde viel intensiver und auch dramatisch (Verlust des Ehemannes, Mord vor Kind). Besonders die Mordszene im Krankenhaus (erneut tolle Hommage an Teil eins) empfand ich als hart.

Fazit: Nach den Teilen eins und zwei der beste Film der Reihe!

Infos:

O: Wes Craven's New Nightmare

USA 1994

R: Wes Craven

D: Heather Langenkamp, Robert Englund, Robert Shaye, Wes Craven, Miko Hughesm, David Newsom, Tracy Middendorf

Laufzeit der US-DVD: 112:11 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 30.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von New Line vor = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs, englischer O-Ton, enthalten in der A Nightmare on Elm Street Box. Gäbe es inzwischen auch auf Blu-Ray, ebenso auch in Deutschland. Gerüchte, dass eine längere Fassung existiert (stand damals in einem Art of Horror Schnittberichte X-Rated Buch) haben sich nicht bewahrheitet (das angebliche VHS stellt die reguläre Fassung dar, keine Ahnung was die da vergleichen haben wollen!).

Sonntag, 24. Mai 2020

Freddy's Dead: The Final Nightmare Review

Freddy's Dead: The Final Nightmare

Story:

Freddy Krüger (Robert Englund) ist hinter dem letzten Teen (Shon Greenblatt) der Elm Street her. Dieser soll Freddy Krüger zu seiner Tochter (Lisa Zane) führen – natürlich nicht ohne, dass weitere Jugendliche (Lezlie Deane, Ricky Dean Logan, Breckin Meyer) als Opfer hinhalten dürfen…

Meine Meinung:

Früher, in der Jugendzeit, mochte ich durchgängig alle Teile von Halloween, Freitag der 13. oder auch A Nightmare on Elm Street. Jetzt, wo ich die Filme nach vielen Jahren neu schaue, ist dies z.T. anders. Filme und Fortsetzungen mag ich weniger und/oder werden aus der Filmsammlung ausgeschlossen, da mir nicht mehr gefallend (z.B. Jason X, Freddy Vs. Jason…).

Freddy's Dead: The Final Nightmare würde sich aktuell Jason X und Freddy Vs. Jason anschliessen – bleibt jedoch nur in der Sammlung, weil sonst ein Film in der Box fehlt. Freddy's Dead: The Final Nightmare hat mir heuer nicht mehr zugesagt. Ich empfand den Film zu keiner Sekunde als gruselig oder stimmungsvoll.

Der Bodycount ist, wie bereits im Vorgänger klein. Es gibt hingegen weniger Effekte zu sehen und die Figuren sind deutlich weniger sympathisch. Zudem ist alles vorhersehbar (mit der Tochter z.B.). Wie sich die Figuren im Film ändern (Haltungen) und/oder agieren ist unglaubwürdig.

Ja, es gibt mehr Hintergrundinfos zu Freddy – aber wollen wir das? Muss man ihn als Kind zeigen mit 08/15 Psychologie-Serienkiller-Klischees (als Kind Tiere töten, vom Vater in Jugendjahren missbraucht etc.)? Wäre ein Freddy nicht viel unheimlicher, wenn es keine Motive gäbe?

Ich empfand diese Story-Inhalte als zu viel des Guten – spätestens als noch die Dämonen-Wesen ins Spiel kommen, welche ihn quasi in das unsterbliche Traummonster verwandelt haben, schüttelte ich nur noch den Kopf.

Es gibt leider auch viele Längen, so dass ich hin und wieder spulen musste. Da rettet auch Robert Englund als Freddy nichts mehr und auch der amüsante Kurzauftritt von Johnny Depp ist nichtssagend (er spielte in Teil eins ja eine Nebenrolle). Den restlichen Cast kann man knicken, nicht der Rede Wert.

Fazit: Leider ein enttäuschender Abschluss und bis dato schlechteste Fortsetzung der Reihe, der Freddys Tod (wobei er ja wieder kam) schon im Titel verraten hat wie es auch in anderen Filmen oft der Fall war (Friday the 13th: The Final Chapter, Jason Goes to Hell)…


Infos:

USA 1991

R: Rachel Talalay

D: Shon Greenblatt, Robert Englund, Lisa Zane, Lezlie Deane, Ricky Dean Logan, Breckin Meyer, Yaphet Kotto, Tom Arnold, Johnny Depp, Alice Cooper

Laufzeit der US-DVD: 89:13 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 29.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD von New Line vor = in der Freddy Krüger Box enthalten, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, diverse Extras, kann in der 2D wie auch der 3D Fassung geschaut werden. Gibt es inzwischen auch in Deutschland Uncut auf DVD oder Blu-Ray.

Mittwoch, 20. Mai 2020

A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child Review



A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child

Story:

Nach Teil 4 geht es wie folgt weiter:

Alice (Lisa Wilcox) und Dan (Danny Hassel) sind ein Paar. Alice ist schwanger. Durch das ungeborene Baby kehrt Freddy Krüger (Robert Englund) zurück. Alice will diesen mithilfe seiner Mutter Amanda (Beatrice Boepple) aufhalten…

Meine Meinung:

A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child knüpft ans Ende aus Teil vier an und aus Teil vier kehren nebst Robert Englund als Freddy Krüger noch Lisa Wilcox als Alice, Danny Hassel als ihr Freund Dan und Nicholas Mele als Alice Vater zurück. Der 5. Teil hat mir leicht besser gefallen als Teil vier.

Gründe:

Ich empfand den Film als ernster, düsterer und weniger lustig als Teil vier. Ich mag lieber einen bösen Freddy, als einen ulkigen, wobei es natürlich auch in Teil fünf mit Freddy als Sprücheklopfer weitergeht und Freddy auch hier stellenweise lustig agiert. Aber es hält sich im Vergleich zum Vorgänger in Grenzen.

Zudem wirken die Figuren hier erwachsener, während mich die Teens in Part vier mehr genervt haben. Ein weiteres positives Detail sind neue Hintergrundinfos zu Freddy Krüger – hier erfahren wir, dass er der Sohn von hunderten Irren ist, die damals in einer Institution eine Nonne vergewaltigt haben. Freddy ging als Sohn hervor (in der Szene sieht man Robert Englund übrigens auch ohne Make-Up als Mensch).

Der Film hat einen kleinen Bodycount – dem muss man sich bewusst sein. Es sterben nur drei Personen, zwei dafür auf sehr originelle, fiese Art und Weise und deren Ableben wurde tricktechnisch absolut fantastisch und aufwändig in Szene gesetzt – schade, dass genau dort die Schere angesetzt wurde und die MPAA nach Zensur verlangte. Folge: weltweit sind alle DVDs und Blu-Ray Fassungen nur zensiert.

Der Film bietet aber weitaus mehr Effekte, obwohl es nur drei Kills durch Freddy gibt. Auch «Freddys Geburt», wie der teilweise bekämpft wird (Metallrohr durch Mund, durch monströsen Kinderwagen aufgespiesst), seine Selbstverletzung (Freddy trennt sich selbst den Arm ab) und sein Ende im Finale sind tricktechnisch wunderbar umgesetzt worden, so dass die Effekte-Künstler alle Hände voll zu tun hatten. Wunderbare Effekte durch die KNB-FX Group (Intruder).

Einziges Manko: die Effekte kamen selten richtig zur Geltung, da die mir vorliegende Fassung stark abgedunkelt war. Ob es bessere Alternativen gibt? Vielleicht – bin ich am Klären. Vielleicht wirkte der Film auch aufgrund der Dunkelheit so düster auf mich – dies werde ich dann sehen, wenn ich mir den Film in paar Monaten als japanische Laserdisc (bestellt) ansehen werde!

Fazit: Leichte Steigerung zum Vorgänger = Freu:-)


Infos:

O: A Nightmare on Elm Street 5: The Dream Child

USA 1989

R: Stephen Hopkins

D: Robert Englund, Lisa Wilcox, Kelly Jo Minter, Danny Hassel, Erika Anderson, Nicholas Mele

Laufzeit der UK VHS: 86:05 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 26.03.20

Fassungen: Mir lagen die US-DVD von New Line (= zensierte Kinofassung) und das UK VHS von CBS Fox vor = Unrated Fassung und in Sachen Gewalt ca. 38 Sekunden länger als alle DVD/Blu-Ray Fassungen. Leider hat das UK VHS eine sehr dunkle Bildqualität, so dass man sich nach Alternativen umsehen muss = US-LD, US-VHS oder jap. LD sollen auch der Unrated entsprechen – während dem Schreiben dieses Reviews liegt die jap. LD bereits im Warenkorb – die kann qualitativ von der Bildqualität nur besser sein…Nachtrag 20.05.20: Die jap. LD on Tokuma habe ich inzwischen erhalten und gesichtet - der Film hat eine bessere und hellere Bildqualität als das UK-VHS und ist daher dem VHS vorzuziehen! Der Neukauf hat sich definitiv gelohnt! PS: Sogar eine DVD aus Japan fand ich in meiner Sammlung - wohl 2010 im Urlaub vor Ort gekauft (damals in der Hoffnung, dass die DVD von dort eventuell der Unrated entspräche).

Samstag, 25. April 2020

A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master Review


 DVD wurde am NIFFF von Renny Harlin signiert

A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master

Story:

Nach Teil drei geht es wie folgt weiter:

Freddy Krüger (Robert Englund) ist zurück und tötet die Überlebenden aus Teil drei. Teenager Kristen (Tuesday Knight) sagt Freddy den Kampf an…

Meine Meinung:

Wie schon beim Vorgänger muss ich sagen: schlecht gealtert! Das heisst: die Teile 1 und 2 bleiben unerreicht! Teil vier ist mir zu lustig, von echtem Horror, Grusel oder Stimmung keine Spur mehr und die Darstellung der 80er Jahre Teens waren teilweise nervend (z.B. Kristens Bruder als Japan-Freak und Martial Arts «Experte»).

Was bleibt: eine solide, kurzweilige und hingegen aufwändige Unterhaltung. Der Film ist aufwändig und actionreich geworden – dazu schön gefilmt und eingefangen – Renny Harlin (Prison) sei Dank! Schlecht ist der Film bei Leibe nicht, aber ich hätte mir lieber einen düsteren Grundton und Grusel gewünscht wie in den ersten Filmen der Reihe…

Freddy, erneut von Robert Englund (Düstere Legenden) verkörpert, mutiert hier definitiv zu einem Sprücheklopfer – was sich schon im Vorgänger angedeutet hat. Sein Make-Up hingegen ist cool, die (Traum)-Settings teilweise sehr schön, fantasievoll und aufwändig (Lift, Keller, Haus, Strand, vor allem: der Autofriedhof zu Beginn).

Es gibt zwar viele nervende Teens – diese sterben aber fast alle. Der Film ist zwar nicht sonderlich blutig, der Body-Count dafür sehr hoch und die Kills teilweise fantasievoll und einfallsreich. Wo der Film nebst Settings, Budget und Unterhaltungswert Punktet sind die Effekte wie Freddys Make-Up, sein Tod, seine Auferstehung und andere Effekte (z.B. wie sich die Frau in eine Kakerlake verwandelt). Stark – so wundert es auch nicht, dass gleich mehrere namhafte Künstler am Set vertreten waren:

Kevin Yagher (The Borrower), John Carl Buechler (Friday the 13th Part 7), Screaming Mad George (Beyond Re-Animator) sowie Steve Johnson (Night Angel)!

Fazit: Okay, aber gehört nicht zu den besten Teilen der Reihe! Nur für Fans der Reihe interessant…


Infos:

O: A Nightmare on Elm Street 4: The Dream Master

USA 1988

R: Renny Harlin

D: Robert Englund, Tuesday Knight, Rodney Eastman, Lisa Wilcox, Andras Jones, Danny Hassel, Brooke Theiss

Laufzeit der US-DVD: 93.17 Min.

Gesehen am: Jugendzeit / Review überarbeitet: 17.03.20

Fassungen: Mir lag die US-DVD (die Box mit allen Teilen der Reihe) von New Line vor = Wurde an einem NIFFF von Renny Harlin originalsigniert, sehr gute Bild- und Tonqualität, O-Ton, englische Subs, Uncut. Gäbe es inzwischen auch in Deutschland auf Blu-Ray.

Dienstag, 1. Oktober 2019

A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors Review

Horroktober 2019
 
A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors

Story:

Freddy Krüger (Robert Englund) ist hinter den letzten Jugendlichen der Elm Street (u.a. Patricia Arquette, Ken Sagoes, Rodney Eastman, Bradley Gregg) her – diese befinden sich jedoch in einer psychiatrischen Anstalt, da man ihren Kampf und Folgen (Wunden) gegen Freddy als Suizidversuche missinterpretiert. Nancy (Heather Langenkamp), Überlebende aus Teil 1, macht es sich zur Aufgabe, die Teens vor Freddy zu retten…

Meine Meinung:

Die Filme um Filmmonster Freddy Krüger kenne ich seit der Kind/Jugendzeit. In Erinnerung habe ich, dass ich die ganze Reihe mag. Alle Teile. Die Sichtungen sind zum Teil viele Jahre her. Teil drei hat die Neusichtung bestanden – jedoch ist der Film für meinen aktuellen Geschmack schlechter als die Vorgänger (Teil eins / Teil zwei). Die Gründe sind simpel:

Freddy Krüger hat in den ersten zwei Streifen eingeschlagen – waren Erfolge an den Kinokassen. New Line Cinema schnupperte Geld und Konkurrenz war schliesslich vorhanden (Freitag der 13. Reihe, Halloween Reihe, The Texas Chainsaw Massacre Reihe) – also musste man Freddy Krüger auch markttechnisch und kommerziell zu weiteren Erfolgen bringen.

Dies hat aber einen faden Nachgeschmack: waren die Teile eins und zwei düster, spannend, unheimlich und Freddy Krüger noch böse, so mutiert er in Teil drei zum Sprücheklopfer – der Film wirkt lustig, schwarzhumorig. Dem hingegen weicht die Spannung – der Film ist leider weder düster noch unheimlich noch stimmungsvoll. Das ist sehr schade.

Weiter: die neue Umgebung bzw. das Setting ist zwar eine Abwechslung aber nicht stimmungsvoll und atmosphärisch. Zudem, und das gefiel mir bereits früher nie, finde ich die Idee der Dream Warriors und deren Darstellung bekloppt. Gefällt mir nicht, nervt. Die Teens sind so oder so nur Kanonenfutter und nicht der Rede wert, auch wenn allgemein einige spätere Hollywood-Stars zu sehen sind (Patricia Arquette, Laurence Fishburne).

Wo der Film hingegen punktet ist die Rückkehr von Stars wie Robert Englund, John Saxon (Der Todeskuss des Paten) und Heather Langenkamp aus Teil eins und die Tatsache, dass der Film aufwändig und einfach unterhaltsam in Szene gesetzt ist. Zwar nicht wirklich spannend, aber immerhin auch nicht langweilig. Vor allem einige der Traum-Settings und die Effekte allgemein waren stark getrickst – und in der Hinsicht sieht man dem Film das Budget zu jeder Sekunde an.

Egal ob das reguläre Freddy Krüger Make-Up, ob Freddy in diversen anderen Formen (Riesen-Schlange, Wasserhahn, TV-Gerät) und/oder einige Splatter-Effekte (die Wunden am Handgelenkt z.B. waren stark getrickst und/oder die Marionette-Szene) oder sonstige Effekte (Zungen, die Joey über dem Abgrund halten oder Freddys Brustkorb) – diese waren stark in Szene gesetzt – MPAA Zensur hin oder her (siehe mehr dazu unter Fassungen). Für die Effekte waren u.a. ein junger Screaming Mad George (The Guyver) und Kevin Yagher (Alienkiller) zuständig. Namhafte Qualität, was man den Effekten im Film auch ansieht.

Fazit: Gute Freddy Krüger Fortsetzung – wer die Reihe mag, sollte es zum Wiedersehen mit Heather Langenkamp kommen lassen!


Infos:

O: A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors

USA 1987

R: Chuck Russell

D: Robert Englund, Heather Langenkamp, Patricia Arquette, Ken Sagoes, Rodney Eastman, Bradley Gregg, Laurence Fishburne, John Saxon

Laufzeit der US-DVD: 96:25 Min.

Gesehen am: Kind/Jugendzeit / Review überarbeitet: Okt. 2019

Fassungen: Siehe Teil eins! Laut imdb.com wurde der Film für die R-Rated Freigabe vor dem US-Kinostart zensiert (Gewalt). Eine echte Uncut Fassung, welche auch diese Szenen beinhaltet, gibt es nicht (Stand: Okt. 2019).

Freitag, 13. September 2019

Freddy vs. Jason Review

Freddy vs. Jason

Story:

Freddy (Robert Englund) will die Teens der Elm Street weiterhin töten und sich damit an deren Eltern rächen. Jedoch sind die Taten von Freddy in Vergessenheit geraten, die Teens haben vor ihm keine Angst mehr und in Kliniken wird mit Drogen experimentiert, welche das Träumen verhindern, damit Freddy nicht töten kann. Um Angst zu schüren um somit wieder Angst und Schrecken verbreiten zu können, sucht Freddy in der Hölle nach einem Verbündeten, welchen er in Jason (Ken Kirzinger) findet. Doch nach und nach übernimmt Jason die Führung und lässt sich nicht manipulieren – die zwei Monster werden zu Feinden…

Meine Meinung:

Die Freitag der 13. und A Nightmare on Elm Street Reihe sind zwei der bekanntesten Horrorfilmreihen überhaupt. So war es nur eine Frage der Zeit, die zwei Monster gegeneinander antreten zu lassen. Dies wurde seit 1993 immer wieder heiss diskutiert (Endgag in Jason Goes to Hell) und war, nachdem Studio-Wechsel, auch rechtemässig möglich.

Zuschlag erhielt Ronny Yu (Family Man), der in Hollywood bereits im Horrorgenre tätig war (Bride of Chucky) und ansonsten im HK-Kino zu Hause war = auf sein Konto gingen einige tolle Filme wie: Fearless (Jet Li), The Bride with White Hair (Leslie Cheung, Brigitte Lin), China White, The Occupant (Chow Yun-Fat), The Trail (Ricky Hui) oder The Postman Fights Back (Chow Yun-Fat, Leung Ka-Yan, Eddy Ko).

Im Vergleich zu anderen HK-Regisseuren, kann Ronny Yu nur auf eine kleine Anzahl von Filmen zurückblicken – jedoch sind diese mehrheitlich von guter und z.T. überdurchschnittlicher Qualität was man von Freddy vs. Jason nicht behaupten kann. Dem Film, der mir früher im Kino gefiel, kann ich heute praktisch nichts mehr abgewinnen, so dass ich den Film als schlechtesten Beitrag mit Jason Voorhees betitelt muss, der, wie auch Jason X, aus der Sammlung fliegt.

Die Figuren haben genervt und waren schlecht und billig gezeichnet. 08/15 Teens voller nervender Stereotypen. Zudem auch nicht wirklich gut gespielt. Der Film war zu lustig, übertrieben und modern. CGI Effekte sorgen einfach für weniger Grusel / Stimmung / Intensität im Vergleich zu handgemachten Effekten. Die Kreatur (die der Kiffer sieht) wirkte billig und deplatziert wie auch einige von Freddys One-Linern.

Zu Freddy: im Gegensatz zu Kane Hodder (spielte Jason in den Filmen zuvor) durfte weiterhin Freddy Krüger Darsteller Robert Englund ran. Doch auch er überzeugt nicht. Dies lag am Humor, einem schwachen Skript, doofen Dialogen und einem schwachen Make-Up. Selten sah Freddy so billig aus wie hier…

Da war das Outfit von Jason schon besser. Die Idee, beide Horrorlegenden zu verknüpfen, ist gegeben. Aber es stellt sich kein Grusel und keine Atmosphäre/Stimmung ein. Null. Fehlanzeige. Wie sich beide bekämpfen, wurde oft auch billig umgesetzt. Wer will schon Martial Arts Einlagen von Freddy gegen Jason sehen? Oder wie Jason meterweit rumgeschleudert wird? So was findet der oberflächliche Zuschauer von Marvel-Superhelden-Schrott gut, aber nicht Old-School Horrorfans wie ich. Das passte einfach hinten und vorne nicht. Dann schon lieber so, wie im Finale, wo auch mit Blut und Blutfontänen nicht gespart wird.

Das Finale, die Alptraum-Szene als Freddy aus dem Wasser springt (nur in dieser Szene sieht er düster und böse aus inklusive besserem, veränderten Make-Up) und mind. zwei Szenen (brennender Jason und eine Szene in der Traumklinik) sind die raren «Highlights» eines durch und durch mässigen Filmes, der sich eigentlich nicht lohnt, gesichtet zu werden!

Infos:

Italien, Kanada, USA 2003

R: Ronny Yu

D: Robert Englund, Ken Kirzinger, Monica Keena, Jason Ritter, Kelly Rowland, Chris Marquette

Laufzeit der US-DVD: 97:11 Min.

Gesehen am: Oktober od. November 2003 (CH Kino) / Review überarbeitet: Sept. 2019

Fassungen: Mir lag die US-DVD von New Line Cinema vor = Uncut O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Gibt es inzwischen auch in D Uncut auf DVD / Blu-Ray.

Mittwoch, 31. Oktober 2018

A Nightmare on Elm Street Review



Horroktober 2018 Spezial

A Nightmare on Elm Street

Story:

Fred Krueger (Robert Englund), ein ehemaliger Kindsmörder, kehrt in den Alpträumen der Jugendlichen (u.a. Amanda Wyss, Jsu Garcia, Johnny Depp) an die Elm Street zurück, um Rache zu üben. Nancy Thompson (Heather Langenkamp), deren Freunde z.T. schon Opfer von Fred Krueger wurden, nimmt den Kampf gegen das Monster auf…

Meine Meinung:

Klassiker des Horrorfilms von Wes Craven und Auftakt zu einer neuen Horrorreihe, welche sich hinter der Halloween, The Texas Chainsaw Massacre oder Freitag der 13. Reihe nicht zu verstecken braucht. Freddy Krüger wurde zur bekannten Horrorfigur, die A Nightmare on Elm Street Reihe zu einer bekannten, kultigen Horrorfilmreihe und auch in der Popkultur ist Freddy Krüger, wie auch andere Filmkiller à la Leatherface, Pinhead oder Jason Vorhees, nicht mehr wegzudenken.

A Nightmare on Elm Street zähle ich zu den besten Filmen von Wes Craven nebst Last House on the Left, The Hills Have Eyes, Das Haus der Vergessenen oder Scream und ist für mich persönlich eine schöne Kindheitserfahrung, da dies sicher einer der ersten Horrorfilme war, welchen ich sah (weitere Titel: Der Blob, Der weisse Hai, Chucky – Die Mörderpuppe inklusive Teile 2 und 3, Link der Butler, weitere A Nightmare on Elm Street Fortsetzungen, einige der Halloween Fortsetzungen, Stephen Kings Es, Friedhof der Kuscheltiere 1 + 2 etc.) und an welchen ich mich immer gut zu erinnern vermochte (war eine Ausstrahlung der Unrated Fassung auf dem Schweizer Sender SF1).

Als Kind hatte ich vor dem Film, speziell vor der Musik, höllisch Angst. Daher mochte ich den Film auch so gut – denn was gibt es Schöneres, als sich gruseln zu lassen? Ich mag die ganze Reihe um Freddy Krüger. Teil eins mag ich besonders, da Freddy Krüger, stark gespielt von Robert Englund, der damit zur Horrorikone aufstieg (und danach in vielen anderen Horrorfilmen zu sehen war), noch ernst war. Humor kam erst ab Teil drei zum Tragen – auch ein Grund, warum ich den stark unterschätzen zweiten Teil (Review: HIER KLICKEN!) der Reihe sehr mag.

Auch die anderen Darsteller machen ihre Sache sehr gut. Heather Langenkamp kehrte in Teil drei und sieben zurück, Johnny Depp ist in einer seiner ersten Rollen zu sehen (und hat in Teil sechs ereut einen Kurzauftritt), bevor er zu einem gefragten Star in Hollywood aufstieg und B-Darsteller John Saxon kennt der Fan nebst Bruce Lee Klassikern vor allem aus dem Ital. Kino (Der Todeskuss des Paten, The .44 Specialist, Special Cop in Action).

Die düstere Stimmung, unheimlichen und fantasievollen Alptraum-Szenen und wunderbaren Make-Up- (Freddy Krügers Gesicht) und Splattereffekte (Tinas Ende) tun ihr Übriges dazu, warum es nicht überrascht, dass A Nightmare on Elm Street dazumal so erfolgreich war.

Ein Klassiker des Horrorfilms, den man als Fan des Genres gesehen haben sollte (was nicht für das Remake gilt)!  

Gefolgt von: A Nightmare on Elm Street 2

Infos:

O: A Nightmare on Elm Street

USA 1984

R: Wes Craven

D: Robert Englund, Heather Langenkamp, Amanda Wyss, Jsu Garcia, Johnny Depp, John Saxon

Laufzeit der US-DVD: 91:19 Min.

Gesehen am: Kindheit / Review überarbeitet am:31.10.18

Fassungen: Mir liegen vor: die US-DVD (Box mit allen Teilen, Uncut im Sinne der Kinofassungen, sehr gute Bild- und Tonqualität, englische Subs) von New Line, die DVD aus Japan (in der Hoffnung, dass die Unrated Fassung enthalten ist = Fehlanzeige) von Happinet und die jap. Laserdisc (= Unrated Fassung und somit länger als die DVD Fassungen, leider z.T. recht dunkel in Sachen Bildqualität) von Herald Videogram. Das deutsche VHS und die UK LD entsprechen auch der Unrated Fassung.