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Donnerstag, 13. August 2026

Mission Impossible

 
Shawgust 2026

Mission Impossible

Story:

Huo Xiao-Fen (Ching Li) will den Tod ihres Vaters rächen und das gestohlene Schwert wieder finden. Dumm nur, dass auch viele andere (u.a. Chen Hung-Lieh) hinter dem Schwert her sind und dabei über Leichen gehen…

Meine Meinung:

Mission Impossible ist einer von zwei Filmen (nebst The Mighty One), die Joseph Kuo (Sorrowful to a Ghost, The Swordsman of All Swordsmen, Mystery of Chess Boxing) für Shaw Brothers drehte. Mission Impossible war lange Zeit nur schwer erhältlich, da es davon mit Ausnahme der ZiiEagle Version nur eine VHS aus Taiwan gab. Diese zu finden, dürfte ein Ding der Unmöglichkeit sein. Im Gegensatz zu anderen Shaw Brothers Filmen, wurde Mission Impossible von Celestial zwar restauriert, aber, warum auch immer, nicht veröffentlicht.

Ich freute mich, Mission Impossible nun erstmals völlig restauriert zu sehen (in der ZiiEagle Box haben sie eine etwas schwächere Bildqualität). Der Film ist jedoch nur solide und einige Punkte störten mich jetzt, die mir bei der Erstsichtung nicht negativ ins Gewicht gefallen sind. Der Film ist mit seiner Laufzeit von 101 Minuten zu lang. Da wären 80 oder 90 Minuten besser gewesen. Der Mix aus Eastern und am Ende Ghost-Film ist nicht übel, aber ich hätte mir lieber ein Martial Arts Finale gewünscht. Was mich störte war die Tatsache, dass die Kampfszenen etwas steif und oft künstlich beschleunigt wurden, was ich nicht mag.

Abgesehen davon ist der Film solide. Chen Hung-Lieh (Manhood, Shaolin Invincibles, Tough Duel) sehe ich immer gern als Bösewicht. Er spielt hier den Hauptbösewicht. Der einzig mir bekannte Name der Produktion nebst Regisseur Joseph Kuo. Ching Li war gut in ihrer Rolle. Einige ihrer Kampfszenen mit den zwei kurzen Messern hatten japanische Samurai-Vibes. Das war ziemlich cool und abgefahren. Davon hätte ich gerne mehr gesehen. Auch die abwechslungsreichen Settings (Klippe, Felsen, auf dem Schiff) wussten zu gefallen. Die Musik war unauffällig. Die Kampfszenen waren erstaunlich unblutig, die Waffen und Gimmicks hingegen innovativ.

Fazit: Solide, aber kein Kracher!

Infos:

O: Jian Nu You Hun

HK 1971

R: Joseph Kuo

D: Ching Li, Chen Hung-Lieh, Chiang Nan, Ma Chi, Ko Yu-Min, Yi Yuan, Tsai Hung

Laufzeit der US-Blu-Ray: Ca. 101 Min.

Gesehen am: Feb. 2016 / Neusichtung am: Aug. 2026

Fassungen: Mit Ausnahme der VHS aus Taiwan und der Version in der ZiiEagle-Box gab es den Film sonst nicht zu erwerben. Daher war die Info, dass der Film in Shout Factorys Box (Shaw Brothers Classics Vol. Five) enthalten sein würde, toll. Der Film ist Uncut, O-Ton und englische Subs sind vorhanden und die Bild- und Tonqualität sind sehr gut (aber allgemein etwas dunkel) Als Extras gibt es ein Interview mit Regisseur Joseph Kuo. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026).

Manhood

Manhood

Story:

In Taipei herrscht zwischen zwei Gangsterbanden Krieg. Bei einer Schiesserei wird Drug Lord Lei Zhenxiao erschossen. Ma So (Ma Sha) stellt sich daraufhin der Polizei und wandert für sieben Jahre ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung will Ma So von den Gangs nichts mehr wissen. Doch zwei Banden sind hinter den Drogen vom damals geplatzten Deal her, die dazumal versteckt wurden. Doch Ma So bleibt standhaft, zumal ein mysteriöser Mann (Ga Lun) ihm mehrfach gegen die Attacken der Gangster hilft. Doch dann entführt Gangsterboss Jia (Chen Hung-Lieh) Ma Sos Schwester als Druckmittel…

Meine Meinung:

Manhood ist ein Taiwan Black Movie und einer der besseren dieser Sorte. Der Film bietet inhaltlich zwar nichts Neues und gewisse Klischees (Ex-Gangster arbeitet in Auto-Werkstatt), dafür war der Film unterhaltsam, bot viel Action und war auch in Sachen Gewalt nicht zurückhaltend. Inhaltlich erinnert der Film sogar etwas an den Italo-Kracher Milano Kaliber 9. Regie führte Lin Ying, von dem ich nur einen anderen Film kenne (= Little Flying Dragon). Ungesehen müsste mir noch Survival of a Dragon als holländische VHS vorliegen.

Der Plot ist simpel. Für Unterhaltung ist garantiert. Auch die Figuren überzeugen im Grossen und Ganzen. Als Lead und Antiheld wurde ein früherer Gangster gecastet, der in mehreren Taiwan Black Movies mitwirkte: Ma Sha (The Masks, Golden Fists of a Duo, Mad Rose), der im Vorspann in den Credits Maa Sha genannt wird.  Er ist natürlich die ideale Wahl für die Hauptrolle, auch wenn ich ihn etwas lieber als Bösewicht statt als Held sehe. Doch als Bösewicht ist auch ein bekannter Name an Bord = Chen Hung-Lieh (A Taste of Cold Steel, The Cannibals, On the Waterfront). Und diesen sehe ich immer gerne als Bösewicht.

Etwas schade ist, dass es keinen wirklichen Finalkampf zwischen Ma Sha und Chen Hung-Lieh gibt. Abgesehen davon sind noch Violet Pan Ying-Zi (The Guy at Simenting) und Ga Lun (Red Spell Spells Red) als Co-Stars zu sehen. Die Actionszenen bestehen aus Kampfszenen, Shoot-Outs, Folterszenen und Szenen, in denen mit Messern, Stichwaffen, Ziegelsteinen, Ketten oder Schwerkraft (aus der Höhe in den Tod fallen) gekämpft und getötet wird (inklusive einer abgebrochenen Flasche). Der Film ist härter und blutiger, als andere Filme dieser Art. Cool war auch, dass zu einer Kampfszene die Musik von Tangerine Dream aus Sorcerer zu hören ist.

Fazit: Für Fans von Taiwan Black Movies zu empfehlen!

Infos:

O: Nan Zi Han

Taiwan 1982

R: Lin Ying

D: Ma Sha, Violet Pan Ying-Zi, Ga Lun, Chen Hung-Lieh, Liu Chun, Han Hsiang-Chin, Yi Yuan

Laiufzeit der südkoreanischen VHS: 90:12 Min.

Gesehen am: Aug. 2026

Fassungen: Es gibt keine DVD, Blu-Ray, UHD oder deutsche Fassung (Stand: Aug. 2026). Die VHS aus HK ist stark in Gewalt zensiert (5-6 Min.), hätte jedoch englische Subs. Die VHS aus China ist bis auf eine Szene mit Brüsten Uncut, aber ohne Englische Untertitel. Eine DVCD aus China ist komplett Uncut (auch keine englischen Subs). Ich sah den Film als südkoreanische VHS von Dae Joo Cinema Co. = Uncut-Status unbekannt, Audio mit koreanischen Subs, mässige (Nachtszenen) bis durchschnittliche Bild- und Tonqualität, Vollbild statt Widescreen Es scheint auch in den USA eine VHS zu geben (von Tai Seng). Dazu habe ich jedoch keine weiteren Infos. Die VHS aus Südkorea sah in Sachen Action, Gewalt und Brüste Uncut aus.