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Samstag, 25. Juli 2026

Drunken Master

Drunken Master

Story:

Wong Fei-Hungs (Jackie Chan) Vater (Lam Kau) soll durch Profikiller Thunderleg (Hwang Jang-Lee) eliminiert werden. Wong Fei-Hung spannt zusammen mit Beggar So (Simon Yuen Siu-Tin), der ihn in Sachen Kung Fu ausbildet, um seinen Vater retten und den Feind besiegen zu können…

Meine Meinung:

Etwa ein halbes Jahr nach dem Erfolgsfilm Die Schlange im Schatten des Adlers startete im Jahr 1978 (im Oktober) der nächste Hit in den Hong Konger Kinos: Drunken Master! Erneut von Yuen Woo-Ping (Blades of the Guardians, The Buddhist Fist) und mit Namen wie Jackie Chan (Der Superfighter, City Hunter), Simon Yuen (Fist of the Double K, The Valiant Ones), Hwang Jang-Lee (Hitman in the Hand of Buddha, Boss) sowie Dean Shek (Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin). Produziert wurde der Klassiker erneut von Ng See-Yuen (The Good and the Bad). Zusammen mit Die Schlange im Schatten des Adlers war der Film ein extremer Erfolg und machte aus Jackie Chan einen Star. Zudem wurden Kung-Fu-Komödien salonfähig. Es folgten unzählige Nachahmer.

Jackie Chan spielt hier den Volkshelden Wong Fei Hung, der später auch von anderen Stars gespielt werden sollte (z.B. von Jet Li in der Once Upon a Time in China Reihe). Und auch die Shaw Brothers sollten in der Hinsicht kurze Zeit später mitmischen = in Martial Club sollte Glatzkopf Gordon Liu in die Rolle des frechen Kung-Fu-Kämpfers schlüpfen, und sich im Finale einen spektakulären Kampf gegen Johnny Wang Lung-Wei liefern. Jackie Chan verkörpert Wong Fei Hung gekonnt. Jackie Chan kann sein Talent (Körperbeherrschung, seine Physik und sein Talent für Humor) gekonnt in den Film einbringen. Der Film bietet eine grosse Anzahl an Kampf- und Trainingsszenen.

Diese wurden von Regisseur Yuen Woo-Ping und Shaw Brothers Star Hsu Hsia (Eine Prise für tödliche Pfeifen) gekonnt choreographiert. Die Kampfszenen sind auf aller höchstem Niveau und steigern sich immer mehr und mehr. Der Film hat allgemein regelmässig Kampf- und Trainingszenen zu bieten, so dass kaum Längen aufkommen. Egal ob mit oder ohne Waffen oder mit Alltagesgegenständen, die in Kampfhandlungen integriert werden, gekämpft wird. Nebst Jackie Chan brillieren in diesen Szenen auch Simon Yuen, der seinen Meister spielt, sowie der koreanische Kicker Hwang Jang-Lee, den ich als Bösewicht immer gerne sehe. Das bekannte Wong Fei-Hung Theme ist mehrmals zu hören.

Wenn ich überhaupt etwas an Drunken Master bemängeln möchte, dann die ansonsten eher unauffällige Musik. Da bot Die Schlange im Schatten des Adlers coolere Musik in den Kampf- und Trainingszenen (oder im Vorspann). Und der Plot ist selbst für diese Art Film ausserordentlich dünn. Hwang Jang-Lee hat eigentlich relativ wenig Screentime und kommt fast nur im letzten Viertel vor. Bis zu dem Zeitpunkt ist eigentlich auch kaum ein wirklicher Handlungstrang ersichtlich. Aber das ist meckern auf hohem Niveau!

Fazit: Zurecht ein Klassiker!

Gefolgt von: Drunken Master II

Infos:

O: Jui Kuen

HK 1978

R: Yuen Woo-Ping

D: Jackie Chan, Hwang Jang-Lee, Simon Yuen Siu-Tin, Dean Shek, Lam Kau, Linda Lin Ying, Chiang Kam, Fung Ging-Man, San Kuai, Tino Wong Cheung

Laufzeit der US-DVD: 111:10 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia TriStar vor = Uncut, Englisch oder Kantonesisch (paar wenige Dialoge sind auch im Canto Track nur auf Englisch) mit englischen Subs. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray (z.B. England) und in Deutschland auf DVD (als Sie nannten ihn Knochenbrecher).

Freitag, 29. Mai 2026

Der Blob

Der Blob

Story:

Ein militärisches Experiment schlägt fehl = Der Blob droht die Einwohner (Kevin Dillon, Shawnee Smith) einer Kleinstadt zu vertilgen…

Meine Meinung:

Der Blob ist eine Kindheit/Jugenderinnerung von mir und damit mit viel Nostalgie verbunden. Der Film von Chuck Russell (A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors) ist ein Remake des Ende des 50er Jahre Filmes The Blob. Dieses sah ich nie (glaube ich) und muss sagen, dass mich dieses auch nicht interessiert (so alte Filme sagen mir i.d.R. kaum zu). Damit gleicht Der Blob John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt. Wie in diesem überzeugen in Der Blob auch die phänomenalen Effekte- und Make-Up-Sequenzen.

Die Monster- Schleim- und Zersetzungs- und Splatter-Effekte in Der Blob sind der Wahnsinn. Da einzelne Namen rauszupicken, die dafür verantwortlich waren, ist kaum möglich, bei der schier grossen Auswahl an Personen, die an den Effekten gearbeitet haben. Auf jeden Fall sind es absolut sehenswerte Effekte und Horrorfans werden voll auf ihre Kosten kommen. Zudem mag ich die 80er Jahre sowie die typische US-Kleinstadt-Stimmung, in der jeder jeden kennt. So was mag ich einfach. Der Film hat mich von der ersten bis zur letzten Sekunde unterhalten. Dazu kommt, dass mir die Mehrheit der Figuren gefällt. Diese sind, bis in die kleinsten Rollen, toll gewählt und wirken authentisch. Oder zumindest so, wie ich mir das vorstellen würde.

Kevin Dillon (der Haarverlängerungen trug) und Shawnee Smith (Summer School, Saw X) geben ein sympathisches Duo ab. Als Zuschauer fiebert man mit ihnen mit. Was die Figuren angehen, gibt es zwei Überraschungen. Zum einen, dass die von Donovan Leitch gespielte Figur, die zuerst als Hauptfigur eingeführt wird, ein schnelles Ende findet und dann die Szene mit Eddie in der Kanalisation. Das war für einen US-Mainstream Film ungewöhnlich, auch wenn es nicht immer ganz ausgeschlossen werden kann (siehe die Swimming-Pool Szene mit dem Kind in Der Horror-Alligator). Und als Twin Peaks Fan war es eine nette Überraschung, Jack Nance (Blue Velvet) in einem Gastauftritt erleben zu dürfen. Cool.

Fazit: Für mich der beste «Blob»!

Infos:

O: The Blob

USA 1988

R: Chuck Russell

D: Kevin Dillon, Shawnee Smith, Jeffrey DeMunn, Joe Seneca, Del Close, Donovan Leitch, Paul McCrane, Jack Nance

Laufzeit der deutschen DVD: 91:02 Min.

Gesehen am: Kind- oder Jugendzeit / Neusichtung: 29.05.26

Fassungen: Gesehen via deutsche DVD von Columbia TriStar (Horror Box zusammen mit Ghosts of Mars und Candyman’s Fluch) = Uncut, Deutsch/Englisch (die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen), gute Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es in Deutschland inzwischen auch auf Blu-Ray.

Samstag, 16. Mai 2026

Pakt der Wölfe

Pakt der Wölfe

Story:

Frankreich im Jahr 1766:

Morde im ganzen Land, begangen von einer Bestie, sollen im Auftrag des Königs untersucht werden. Dieser schickt Grégoire de Fronsac (Samuel Le Bihan) und seinen Helfer (Mark Dacascos) los, um den Fall aufzuklären…

Meine Meinung (Kinofassung):

Pakt der Wölfe sah ich 2002 mit meinem Bruder und meinem Vater im Kino. Ich war damals noch ein Jugendlicher. Pakt der Wölfe gefällt mir auch heute noch extrem gut. In meinen Augen ist Pakt der Wölfe einer der besten Filme von Christophe Gans (Crying Freeman, Necronomicon). Dass Christophe Gans ein Fan des HK-Kinos ist, sieht man auch Pakt der Wölfe in den Actionszenen an. Dazu kommt, dass Christophe Gans hier nach Crying Freeman erneut mit Mark Dacascos (Sabotage, John Wick: Chapter 3 - Parabellum, China Strike Force) zusammenarbeitete.

Pakt der Wölfe ist ein nicht uninteressanter Mix aus Historienfilm, Kostümdrama, Actionfilm (Martial Arts), Krimi sowie Monster- und Tierhorrorfilm. Der Mix ist in der Tat speziell, originell und innovativ. Mir gefiel er. Trotz seiner stolzen Laufzeit von über zwei Stunden (auch in der regulären, von mir gesichteten Kinofassung) wurde mir zu keiner Sekunde langweilig. Der Film sieht mit Ausnahme von einzelnen Aufnahmen des Biestes, dem man hier und da etwas billiges CGI ankreiden darf, einfach toll aus. Superbe Kameraarbeit und Choreographien, viel Einsatz von Zeitlupe und einfach schöne gefilmt und passende Settings.

Mark Dacascos macht in den Kampfszenen, wenig überraschend, eine starke Figur. So aber auch Samuel Le Bihan. Samuel Le Bihan gibt einen sympathischen Helden ab.  So stark Samuel Le Bihan als Held agiert, so toll macht das auf der anderen Seite Vincent Cassel als Bösewicht. Vincent Cassel, der dazumal mit Monica Bellucci (Beetlejuice Beetlejuice) zusammen war, die im Film auch mitwirkt, war dazumal im franz. Kino ein grosser Star. So war es damals nicht ungewöhnlich, ihn und seine Freundin in vielen Kinofilmen gesehen zu haben (z.B. Dobermann, Irreversible, Die purpurnen Flüsse). In einer Nebenrolle ist noch Genre-Star Philippe Nahon (High Tension) zu sehen.

Fazit: Abgefahren und fantasievoll. Der beste Film von Christophe Gans!

Infos:

O: Le Pacte des loups

Frankreich 2001

R: Christophe Gans

D: Samuel Le Bihan, Mark Dacascos, Émilie Dequenne, Vincent Cassel, Monica Bellucci, Jacques Perrin, Christian Marc, Karin Kriström, Philippe Nahon

Laufzeit der deutschen DVD (Kinofassung): 136:57 Min.

Gesehen am: 21.02.2002 / Neusichtung am: 16.05.26

Fassungen: Mir lag die deutsche Doppel-DVD von Helkon / Columbia TriStar vor = Kinofassung sowie der längere Director’s Cut (etwas mehr Figurentiefe) plus viele Extra verteilt auf zwei Discs. Ich sah mir die Kinofassung an = Deutsch/Franz. mit Untertiteln (sehr gute deutsche Synchronisation), exzellente Ton- und Bildqualität (DTS-Deutsch). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Mittwoch, 13. Mai 2026

Godzilla vs. Hedorah

Godzilla vs. Hedorah

Story:

Aus den Folgen der Umweltverschmutzung entsteht das Monster Hedorah. Godzilla sagt der Kreatur den Kampf an…

Meine Meinung:

Die grosse Mehrheit der Godzilla Filme sah ich bisher nur einmal. Zeit, dass nach und nach zu ändern. Nach einer Diskussion mit dem Kumpel sah ich mir heute Abend Godzilla vs. Hedorah an. Den Godzilla mit Öko-Botschaft. Und ich muss sagen, dass mir dieser Beitrag zur langlebigen Reihe sehr gut gefallen hat. Warum Regisseur Yoshimitsu Banno danach keine weiteren Filme mehr drehte, ist mir nicht bekannt.

Fakt ist, dass Godzilla vs. Hedorah einige Punkte bietet, die interessant sind. Ob diese gefallen oder nicht, ist Geschmackssache. Mir haben sie gefallen. Der Film wirkt dunkel und düster. Mit wenigen Ausnahmen wird auf Humor verzichtet. Natürlich gibt es einige komische Momente (fliegender Godzilla im Finale), aber im Grossen und Ganzen ist der Film erwachsener als andere Godzilla-Werke. Dazu passen dann auch ein höherer Bodycount sowie Skelette der Opfer oder aus dem Schädel entfernte Augen. Durch die vielen dunklen Szenen wirkt der Film zudem stimmungsvoll.

Dazu kommt, dass der Film teilweise sehr psychedelisch wirkt. Wie ein Fiebertraum. Auch die Musik war sonderbar und dann gibt es noch schräge Animationen, die in den Film eingeflossen sind. Das, und die Tatsache, dass der Film sehr viele Monster-Kämpfe bietet, machte den Film für meinen Geschmack sehr unterhaltsam und sehr sehenswert. Es geht eigentlich von Anfang an schnell zur Sache und die Figuren sind hier definitiv nur «Ballast». Hauptaugenmerk sind die zwei kämpfenden Monster. Und die Effekte sind, wie immer, sehr cool anzusehen. Hedorah ist definitiv ein vielversprechender Gegner mit einigen coolen Gimmicks.

Fazit: Für Godzilla-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Godzilla vs. Gigan

Infos:

O: Gojira tai Hedora

Japan 1971

R: Yoshimitsu Banno

D: Akira Yamauchi, Toshie Kimura, Hiroyuki Kawase, Keiko Mari, Toshio Shiba, Yukihiko Gondo

Laufzeit der US-DVD: 85:43 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: 13.05.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia TriStar vor = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs. Gibt es in Deutschland als Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster auf Blu-Ray.

Dienstag, 11. November 2025

Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast Review

Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Story:

Julie (Jennifer Love Hewitt) nagt noch immer an den Ereignissen, die sich in Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast, ereignet haben. Um einen klaren Kopf zu bekommen, fährt sie mit Freunden (Brandy Norwood, Mekhi Phifer, Matthew Settle) auf die Bahamas. Doch im Hotel lauert ihnen der Killer mit dem Haken (Muse Watson) erneut auf und ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Derweil macht sich Julies Ex (Freddie Prinze Jr.) auf, seine Angebetete zu retten…

Meine Meinung:

Früher fand ich Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast, die Slasher-Fortsetzung von Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast, besser als den Vorgänger. Den zweiten Teil sah ich 1999 (als 13jähriger in Begleitung der Eltern) sogar im Kino. Ob es daran lag? Nostalgische Erinnerungen? Nun empfinde ich es anders als früher. Unterschiedlich.  Zwar hat der 2. Film mehr Action, mehr Blut, ein höheres Tempo und einen höheren Bodycount, aber ich mochte den langsameren Aufbau des ersten Filmes, dessen Setting und die Figuren des Vorgängers mehr. Figuren à la Ryan Phillippe oder Sarah Michelle Gellar fehlen hier leider.

Schlecht ist Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast deshalb noch lange nicht. Schlecht war z.B. die miese I Know What You Did Last Summer Serie, die 2021 lief. Das ist schlecht. Ich weiss noch immer, was du letzten Sommer getan hast ist immerhin pure Unterhaltung. Zugegeben stupide Unterhaltung (Hauptstadt von Brasilien) mit vorhersehbarem Plot und Figuren (Sohn des Killers), aber auf jeden Fall unterhaltsam. Der Film drückt mächtig aufs Gaspedal, das Setting der isolierten Ferieninsel gefällt (auch wenn mir das Fischerdorf im 1. Film mehr zusagt) und an Jeffrey Combs (Re-Animator) Nebenrolle hatte ich Freude (Das wusste ich gar nicht mehr, dass er mitspielt).

Jennifer Love Hewitt und Brandy Norwood haben überzeugt. Freddie Prinze Jr. gerät in den Hintergrund und Mekhi Phifer (Dawn of the Dead) passt zwar gut in die Rolle, mutiert aber, auch wie unser Killer im Finale, zum Sprücheklopfer à la Freddy Krüger oder Chucky.  Matthew Settle empfand ich als schwach. Seine Rolle ist, wie schon angedeutet, vorhersehbar. Nebst Jeffrey Combs gibt es weitere bekannte Namen in Nebenrollen zu sehen, z.B. Bill Cobbs (Demolition Man). Es gibt nette Slasher-Morde und sogar eine Hommage an Freitag der 13. – Jason kehrt zurück zu sehen. Als Horrorfan fand ich das ziemlich cool.

Fazit: Wer den 1. Teil mochte, kann bedenkenlos einschalten!

Gefolgt von: Ich werde immer wissen, was Du letzten Sommer getan hast und als Reboot Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast

Infos:

O: I Still Know What You Did Last Summer

USA 1998

R: Danny Cannon

D: Jennifer Love Hewitt, Freddie Prinze Jr., Brandy Norwood, Mekhi Phifer, Matthew Settle, Muse Watson, Bill Cobbs, Jeffrey Combs

Laufzeit der deutschen DVD: 96:30 Min.

Gesehen am: 1999 (CH-Kino) / Neusichtung am: 14.07.25

Fassungen: Ich sah den Film als 13jähriger 1999 im Kino und für eine Neusichtung lag mir die deutsche DVD von Columbia TriStar zur Verfügung = Uncut, sehr gute Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist sehr gelungen. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Montag, 10. November 2025

Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast Review

Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast

Story:

Julie (Jennifer Love Hewitt), Ray (Freddie Prinze Jr.), Helen (Sarah Michelle Gellar) und Barry (Ryan Phillippe) fahren nachts nach einer Party einen Mann an. Sie einigen sich, die Leiche im Meer zu versenken. Dabei stellen sie fest, dass das Opfer noch gar nicht tot war. Ein Jahr später: Julie erhält eine mysteriöse Nachricht, in der «Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast» geschrieben steht. Kurz darauf wird die Clique von einem Unbekannten terrorisiert…

Meine Meinung:

Nachdem demnächst ein neuer Teil in die Kinos kommen wird (mit dem gleichen Titel = Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast), der offiziell nach dem 2. Teil spielen wird (und den dritten Teil Ich werde immer wissen, was Du letzten Sommer getan hast ignorieren wird), wollte ich mir die ersten zwei Filme der Reihe erneut ansehen. Denn im neusten Film, der Mitte Juli dieses Jahres in den Kinos starten wird, sind Jennifer Love Hewitt sowie Freddie Prinze Jr., zwei der Hauptfiguren aus den ersten beiden Filmen, wieder mit von der Partie.

Ich bin gespannt, wie der neue Film an die alten Filme anknüpfen wird. Ich sah die alten Filme seit Ewigkeiten nicht mehr. Beides sind aber nostalgische Erinnerungen, da ich beide Filme in meiner Jugend sah (den ersten als deutsches VHS und den zweiten mit den Eltern im Kino, da wir noch unter 14 Jahre alt waren). Ich hatte den 2. Teil immer als besser abgespeichert. Mal schauen, ob dies aktuell noch der Fall sein wird. Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast hat die Neusichtung bestanden. Mir gefiel der Film und die ganze 90er Jahre und Kleinstadt-Stimmung, in welcher der Film angesiedelt ist.

Die Teenie-Slasher-Welle der 90er, durch den Erfolg von Scream ausgelöst, gefällt mir. Nebst Filmen wie Düstere Legenden oder The Faculty gehört auch Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast dazu. Lustig ist, dass Elemente aus Düstere Legenden auch hier kurz Anwendung finden (die besprochenen Horrorgeschichten am Lagerfeuer). Zudem war Star Sarah Michelle Gellar (Dexter: Original Sin, Buffy - Im Bann der Dämonen) später in Scream 2 zu sehen, während ihr Co-Star Ryan Phillippe (One Shot) danach mit Sarah Michelle Gellar in Eiskalte Engel vor der Kamera stehen sollte.

Der Plot erfüllt seinen Zweck und der Film ist unterhaltsam. Kevin Williamson, der das Drehbuch schreib, tat das auch für andere 90er Jahre Slasher wie die bereits erwähnten Scream, Scream 2 oder The Faculty. Zwar ist das Ende etwas vorhersehbar, aber es hat dem Unterhaltungswert des Filmes nicht geschadet. Die Figurenzeichnungen wirkten glaubhaft und sind stark gespielt. Die Stimmung, welche durch das Fischerdörfchen entsteht, ist stimmig. Die Morde sind meist harmlos und die FSK18 Freigabe konnte ich schon bei der Veröffentlichung nicht nachvollziehen. Dennoch sind einige nette Werkzeuge dabei und der Haken ist definitiv eine fiese Tötungswaffe (Candyman lässt grüssen).

Fazit: Für 90er Jahre Slasher Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Ich weiss noch immer, was Du letzten Sommergetan hast

Infos:

O: I Know What You Did Last Summer

USA 1997

R: Jim Gillespie

D: Jennifer Love Hewitt, Freddie Prinze Jr., Sarah Michelle Gellar, Ryan Phillippe, Johnny Galecki, Muse Watson, Stuart Greer

Laufzeit der deutschen DVD: 96:48 Min.

Gesehen: Jugendzeit / Neusichtung: 13.07.25

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von Columbia TriStar vor = gute Bild- und Tonqualität (die deutsche Synchro ist sehr gelungen) und Uncut (die 18er Freigabe empfand ich jedoch schon früher als zu hoch). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD.

Sonntag, 30. März 2025

Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Story:

Zehn Jahre nach Terminator 2 - Tag der Abrechnung:

John Conner (Nick Stahl) und sein ehemaliger Jugendflirt Kate Brewster (Claire Danes) werden von einem neuen Terminator (Kristanna Loken) attackiert. Doch auch ein neues Modell der alten Terminator Serie (Arnold Schwarzenegger) kehrt in die Vergangenheit zurück, um die beiden zu beschützen…

Meine Meinung:

Es gibt Film-Reihen, auf dessen Fortsetzungen hätte verzichtet werden können. So auch auf Terminator 3 - Rebellion der Maschinen. Den Film, den ich, glaube ich, nur im Kino sah, konnte mich nicht mehr überzeugen. Der Film hat die Neusichtung nicht bestanden und fliegt aus der Filmsammlung. Der Film ist, vor allem im Vergleich mit den Vorgängern (Teile 1 + 2) eine Schande und leider wirklich nur ein lieb- und seelenloses 08/15 Kommerz-Filmchen aus Hollywood, welches sich z.B. von heutigem Marvel-Mainstream Schund nicht zu unterscheiden scheint. Schade!

Störte mich schon leicht im 2. Teil die Harmlosigkeit und der vor allem im Director’s Cut der zusätzlich gezeigte Humor, so haben es die Filmemacher im dritten Teil deutlich übertrieben. Der Humor und die Sprüche, gerade von einer Legende wie Arnold Schwarzenegger, sind peinlich, unlustig, unpassend, schlecht und unangebracht. Schon der Beginn des Filmes, in welcher Arnie an einer Ladies Night eine Bar betritt, um Kleidung zu finden, was zum Fremdschämen wie auch der lächerliche Gastauftritt von Earl Boen.

Der Cast war grösstenteils auch nicht wirklich toll. Sogar Arnold Schwarzenegger wird von einem schwachen Drehbuch, seinem Alter und vor allem den miesen Dialogen im Stich gelassen. Kristanna Loken kann nie das Charisma eines Robert Patrick entflammen und ihre Dialoge sind ebenfalls lächerlich. Am schlimmsten war ausgerechnet Nick Stahl als John Conner. Eine absolute Fehlbesetzung. Dröhnt sich zu, trinkt, in Selbstmitleid zerfressen. Welch Klischees. Und dann unglaublich schlecht und unglaubwürdig gespielt…

Es gibt nur zwei Dinge, die nicht schlecht waren. Die Action am Anfang war sehenswert. Damit meine ich vor allem die längere Verfolgungsjagd auf der Strasse. Da ging unglaublich viel kaputt, es gibt Crashs, diverse Explosionen. Das hat Spass gemacht. Das war cool. Und die zweite Tatsache ist, dass der Film, egal wie ungut der ist, er ist nicht langweilig. Der Schund unterhält, legt ein hohes Tempo an den Tag und in den 104 Minuten Laufzeit wird es eigentlich nie langweilig. Das macht den Film nicht besser, aber erträglicher.

Fazit: Eine Fortsetzung, die die Welt nicht braucht!

Gefolgt von: Terminator - Die Erlösung

Infos:

O: Terminator 3: Rise of the Machines

USA, Deutschland, Grossbritannien 2003

R: Jonathan Mostow

D: Nick Stahl, Claire Danes, Kristanna Loken, Arnold Schwarzenegger, Earl Boen

Laufzeit der deutschen DVD: 104:40 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung: 18.01.25

Fassungen: Gesehen via Terminator Box von MGM, Kinowelt, Studiocanal und Columbia TriStar = Deutsche DVD-Box mit den Teilen 1-3 plus jeweils eine Bonus-Disc. Zu Teil 3: Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Ich habe den Film auf Englisch mit Untertiteln gesehen.

Mittwoch, 26. März 2025

Terminator

Terminator

Story:

Ein Terminator (Arnold Schwarzenegger), eine autonome Killermaschine, wird in die Vergangenheit geschickt, um die Mutter des Feindes (Linda Hamilton), noch bevor dieser geboren wird, zu töten und damit die Zukunft zu ändern. Kyle Reese (Michael Biehn) wird ebenfalls in die Vergangenheit geschickt. Er soll den Terminator aufhalten und die Mutter beschützen…

Meine Meinung:

Nachdem James Camerons Spielfilmdebüt Piranha II: The Spawning zum kommerziellen Desaster wurde (dennoch für mich persönlich eine seiner besten Arbeiten), drehte James Cameron zwei Jahre später Terminator. Der Film wurde zu einem bahnbrechenden Hit und machte James Cameron wie auch den damals noch wenig bekannten Darsteller, Österreicher Arnold Schwarzenegger (Running Man, Commando, Red Heat), über Nacht zum Star. Unzählige, jedoch mehrheitlich unnötige Fortsetzungen, waren die Folge. Davor drehte James Cameron weitere Hits wie Aliens oder True Lies. Ein Mann, der wenig Filme drehte, aber praktisch alles war kommerziell erfolgreich. Terminator sah ich erstmals in meiner Kind- oder Jugendzeit. Der Film ist also mit nostalgischen Gefühlen verbunden.

In den letzten Wochen sah ich vor allem viele meiner ungesehenen Filme. Nach sechs Nächten auf Arbeit (ich arbeite als Nachtwache) hatte ich Lust, Terminator zu schauen. Den sah ich in den letzten Jahren immer auf Englisch (DVD aus Japan). Ich hatte aber Lust, den auf Deutsch zu schauen und muss nach der Neusichtung sagen, dass die deutsche Synchronisation absolut gelungen ist. Es war eine Wohltat, den Sci-Fi Klassiker aufzufrischen und anzusehen. Die Sichtung hat unglaublich viel Spass gemacht und Emotionen geweckt. In meinen Augen ist Terminator einer der besten Filme mit Arnold Schwarzenegger, der natürlich perfekt in diese Rolle passt.

Terminator erzählt eine simple aber unterhaltsame, spannende, technisch stark in Szene gesetzt und düstere Sci-Fi-Story. Der Plot ist quasi eine lange Verfolgungsjagd. Mensch gegen Killermaschine. Mit Themen wie der Künstliche Intelligenz (KI), aktueller denn je, war der Film und seine Zukunftsangst vor autonomen Maschinen mit künstlicher Intelligenz, die sich gegen die Menschen und ihre Schöpfer stellen, seiner Zeit voraus. Die Musik, nur schon im Vorspann, ist der Wahnsinn. Und die starken Effekte von Stan Winston (Congo, Wrong Turn, Predator) sind auch heute noch eine Wucht und toll anzusehen.

James Cameron bewies ein gutes Händchen beim Cast. Diese sind, bis auf die Nebenrollen, perfekt besetzt. Linda Hamilton, Michael Biehn (der danach, wie Lance Henriksen auch in Camerons Aliens mitwirkte), Lance Henriksen (House III, Harte Ziele, Pumpkinhead), Paul Winfield (White Dog) oder Earl Boen (Marked for Death, The Dentist) passen perfekt in ihre Rollen. Und der spätere Akte-X Star Brian Thompson (Nightwish) darf sogar zu einem der ersten Opfer des Terminators werden. 

Fazit: Zurecht ein wegweisender Klassiker und für mich der beste «Terminator»!

Gefolgt von: Terminator 2 - Tag der Abrechnung

Infos:

O: The Terminator

USA, Grossbritannien 1984

R: James Cameron

D: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Michael Biehn, Dick Miller, Lance Henriksen, Paul Winfield, Bess Motta, Earl Boen, Brian Thompson

Laufzeit der deutschen DVD: 102:45 Min.

Gesehen am: Kind- Jugendzeit / Neusichtung: 16.01.25

Fassungen: Gesehen via Terminator Box von MGM, Kinowelt, Studiocanal und Columbia TriStar. Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs (Deutsche Synchro ist stark), nur DD 5.1 Re-Mix (mit scheinbar hier und da neuen Schuss- und Soundgeräuschen) und kein Original-Mono Ton (ich finde die Tonspur trotzdem gut). Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Die jap. DVD habe ich entsorgt und die Hülle für die deutsche Disc gebraucht. Die Terminator Box gefällt mir nämlich optisch gar nicht (mehr) und vom 2. Teil will ich für eine Neusichtung die Kinofassung anschaffen. Den DC empfand ich nämlich in Vergangenheit als zu lang und die neuen Szenen als zu uninteressant. Und der dritte Teil könnte ggf. aus der Sammlung fliegen. Mit anderen Worten: die Box wird wohl entsorgt! 

Dienstag, 4. März 2025

Der Weisse Hai

Der Weisse Hai

Story:

Ein Hai verschreckt eine Insel und deren Bewohner in Angst und Schrecken. Während sich der Bürgermeister (Murray Hamilton) vor allem um kommerzielle Einschränkungen sorgt, erkennt Chief Brody (Roy Scheider) das wahre Problem. Zusammen mit einem Meeresbiologen (Richard Dreyfuss) und einem Fischer (Robert Shaw) will Brody den Hai finden und unschädlich machen…

Meine Meinung:

Der Weisse Hai ist einer meiner Lieblingsfilme. Der Titel und die Sichtung sind mit viel Nostalgie verbunden. Ich sah den Film als Kind und hatte danach wirklich Angst, wenn wir in Spanien am Meer Urlaub machten, von einem Hai gefressen zu werden. Zum Glück hat sich das mit dem Älterwerden verändert und es kamen keine neuen Ängste (oder sonstige gestörte Verhaltensweisen dazu). Ich mag den Film, der drei Fortsetzungen widerfuhr und zu einem Kultklassiker und grossen Erfolg wurde, unglaublich gut. Einer der besten Tierhorrorfilme überhaupt. Und wohl der beste Titel des Tierhorror Sub-Genres mit einem Hai als Erzeuger von Angst und Schrecken.

Ein dazumal junger Steven Spielberg genoss das Vertrauen von Universal und landete mit Der Weisse Hai einen Welterfolg. Der Plot, der auf einem Roman von Peter Benchley basiert (ich glaube, den Roman hole ich mir Mal), wird mit vielen tollen Figuren erzählt. Das Kleinstadt-Feeling der Insel mag ich. Roy Scheider (Sorcerer) als Chief Brody ist die perfekte Wahl, wie auch die Besetzung von Robert Shaw (From Russia with Love) sowie Richard Dreyfuss (Piranha 3D). Alle sind auf ihre Art und Weise sympathisch und unterhalten und harmonieren toll zusammen. Grandioses Schauspiel des Trios. Der Soundtrack trägt viel zur Stimmung und Spannung es Filmes bei.

Damit die Spannungskurve auch immer schön oben bleibt wird der Hai auch erst spät dem Zuschauer präsentiert. Zuvor sieht man nur die Flosse. Das ganze Tier, dessen Grösse oder mörderische Zähne bleiben dem Zuschauer lange verborgen. Ein Merkmal, was auch später in zahlreichen Tierhorrorfilmen für «Spannung» sorgen sollte. Dem Zuschauer das Tier (oder Monster) länger vorenthalten, damit eine Spannung gegeben ist, wurde zur "Regel". Die Effekte in Der Weisse Hai sind stark anzusehen. Die Kameraarbeit ist exzellent, so dass der Hai auch heuer nicht immer (so schnell) als Modell auszumachen ist.

Fazit: Sehenswerter und wegweisender Klassiker!

Gefolgt von: Der Weisse Hai 2

Infos:

O: Jaws

USA 1975

R: Steven Spielberg

D: Roy Scheider, Robert Shaw, Richard Dreyfuss, Murray Hamilton

Laufzeit der deutschen DVD: 118:52 Min.

Gesehen am: Kindheit / Neusichtung: 29.12.24

Fassungen: Mir liegt die deutsche DVD von Columbia TriStar / Universal vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Original Kino-Synchro. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Mir ist unbekannt, ob dort die Kino-Synchro oder die später neu synchronisierte deutsche Sprachfassung enthalten ist.

Dienstag, 28. Juni 2022

Harte Ziele Review

Harte Ziele

Story:

 

Reiche Gangster (Lance Henriksen, Arnold Vosloo) organisieren für Reiche (u.a. Joe Warfield) Menschjagden in New Orleans. Doch als die Tochter (Yancy Butler) eines Opfers (Chuck Pfarrer) und deren Helfer (Jean-Claude Van Damme) unbequeme Fragen stellen, laden auch diese auf der Abschussliste…

 

Meine Meinung (Unrated Fassung & XXL Rohschnitt-Fassung = Sneak Preview Fassung):

 

Früher habe ich Harte Ziele als besten US-Film von John Woo (The Killer, A Better Tomorrow, Hard-Boiled) betitelt. Heute kann ich das nicht mehr sagen. Dazu müssten zuerst Neusichtungen von Operation: Broken Arrow und Im Körper des Feindes her. Auf jeden Fall ist Harte Ziele für sich gesehen ein unglaublich toller Film und das damalige US-Debüt von John Woo (Windtalkers).

 

John Woo, dem Sam Raimi (Tanz der Teufel) zur Seite stand (Studio hatte Angst, dass Woo zu wenig gut Englisch kann), hatte leider Probleme mit seiner Wunschfassung und dem Studio. Sieht man sich den XXL Rohschnitt-Fassung (=Sneak Preview Cut) an und schaut, was davon in der Un- oder R-Rated (Kinofassung) übrig ist, ist das ein echtes Ärgernis. Die XXL Rohschnitt-Fassung (= Sneak Preview Cut) bietet mehr John Woo Feeling und ist für Fans die bessere Filmfassung.

 

Die Unrated Fassung, welche auch in Gewaltszenen nach wie vor teilweise stark zensiert ist, ist dennoch auch eine gut schaubare Fassung. Ausserdem mag ich die deutsche Synchronisation, da ich Harte Ziele als Kind/Jugendlicher zuerst im deutschen Free-TV sah und selbst in der stark verstümmelten Fassung mochte ich den Film. John Woo abreitet mit Jean-Claude Van Damme (The Last Mercenary). Dieser macht, mit Ausnahme von seiner Frisur, eine gute Figur, so war er doch auf dem Höhepunkt seiner Karriere.

 

Vor allem die Zeitlupen-Szenen im Finale komme Van Damme gut zu stehen: da kann er Stunts wie Saltos einlegen, seine Kicks demonstrieren und Gegner blutig ins Jenseits befördern. Für eine US-Actionfilm gibt es sehr viel Action und wenig Plot zu sehen. Der Plot um Menschenjagd ist dünn, aber perfekt geeignet, um dem Fan spektakuläre und blutige Action zu bieten.

 

Das New Orleans Setting kommt dem Film auch gut zu stehen und auch die Musik mochte ich. Sehr Freude hatte ich ausserdem an den Bösewichten des Filmes: Lance Henriksen (House III, Piranha II – Fliegende Killer) und Arnold Vosloo harmonieren prächtig miteinander und sind schön fies, diabolisch und charismatisch.

 

Zudem ist der Film schön politisch unkorrekt (z.B. gegen Übergewichtige wie Eliott Keener, bekannt aus Angel Heart). Abstriche gibt es bei Yancy Butler (zu naiv, unglaubwürdig), dem Humor (weiblicher Cop und Geburtstagskuchen in Schublade) und dem Overacting von Jean-Claude Van Dammes Filmonkel (Nervt: Wilford Brimley). Wobei er bei Neusichtung weniger nervte als früher. Sam Raimis Bruder Ted hat, wie dazumal (Candymans Fluch) üblich, seinen obligatorischen Gastauftritt.

 

Fazit: Harte Ziele ist einer der besten Filme von John Woo und Jean-Claude Van Damme und jedem Actionfan uneingeschränkt zu empfehlen! 

 

Gefolgt von: Hard Target 2

 

Infos:

 

O: Hard Target

 

USA 1994

 

R: John Woo

 

D: Jean-Claude Van Damme, Yancy Butler, Lance Henriksen, Arnold Vosloo, Wilford Brimley, Chuck Pfarrer, Robert Apisa, Joe Warfield, Ted Raimi

 

Laufzeit der deutschen DVD / XXL Rohschnitt-Fassung: 116:24 Min.

 

Neusichtung am: 14.06.22

 

Fassungen: Es gibt mind. fünf Fassungen:

 

1. R-Rated Kinofassung: Schrott, da stark zensiert. 

 

2. Unrated Fassung: Gut schaubar und gibt es auf DVD / Blu-Ray, aber im Gegensatz zur XXL

Rohschnitt-Fassung noch immer in Handlung, Action und Gewalt zensiert. 

 

3. XXL Rohschnitt-Fassung = Sneak Preview Fassung. Die Fassung läuft ca. 116 Minuten. Bei der Fassung handelt es sich eigentlich um die Sneak Preview Fassung. Bei dieser waren die Gäste mit Zeitlupenszenen, Flashbacks und Gewaltszenen nicht zufrieden. 

 

4. Rohschnittfassung von 127 Minuten mit Time-Code (auch Workprint Fassung genannt). 

 

5. Rohschnittfassung von 122 Minuten mit Time-Code (auch Workprint Fassung genannt).

 

Interessant ist, dass der 127minütig Rohschnitt/Workprint Fassung zwar keine Musik und einen laufenden Timecode zeigt, dafür aber eine bessere Bildqualität und ein besseres Bildformat aufweist als die XXL Rohschnitt-Fassung. Und: es gibt sogar noch hier und da etwas mehr Gewalt-Spitzen (Leiche länger zu sehen, ein weiterer Typ wird im Finale erschossen, mehr Einstellungen als der Farbige erschossen wird). 

 

 





 

XXL Rohschnitt-Fassung/Sneak Preview Vs. Unrated DVD

 

 

Mittwoch, 22. Juni 2022

Death Wish 2 Review

Death Wish 2

Story:

 

Paul Kerseys (Charles Bronson) Haushälterin (Silvana Gallardo) und Tochter (Robin Sherwood) werden von Gangstern (u.a. Laurence Fishburne) vergewaltigt und getötet. Grund genug, Jagd auf die Verbrecher zu machen…

 

Meine Meinung:

 

Nach dem grossen Erfolg von Death Wish war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Nebst Regisseur Michael Winner kehrten Charles Bronson und Vincent Gardenia zurück. Kerseys Tochter wird von einer neuen Schauspielerin (Robin Sherwood) gespielt und Charles Bronsons Ehefrau Jill Ireland ist auch im Film als dessen Partnerin zu sehen. Sie würde noch in vielen Filmen mit Charles Bronson vor der Kamera auftreten.

 

Wer den ersten Film mochte, wird auch den 2. mögen. Die Ereignisse aus Teil eins liegen länger zurück, dennoch schliesst der Film an dessen Handlung an. Dies macht den Film interessant. Einerseits ist es ein aufwärmen des Inhaltes (wobei Selbstjustiz Inhalte immer funktionieren), andererseits ist es eine neue Rolle für Charles Bronsons Figur, der nun nicht mehr zögert, den Abzug zu drücken.

 

Die Idee, den Cop aus Teil eins in die Handlung zu verknüpfen, sorgt für einige amüsante Szenen und einen leichten Anflug für Spannung. Was klar zugenommen hat sind Actionszenen und der Bodycount. Zudem die Brutalität. Der Film ist deutlich derber als der Vorgänger, sowohl was blutige Shoot-Outs aber vor allem sexuelle Gewalt angehen. Lange Zeit gab es den Film in den USA nur in einer zensierten Form zu sehen. Die Gewaltakte an Kerseys Haushälterin und Tochter sind sehr explizit und fies in Szene gesetzt.

 

In der Hinsicht überzeugt auch das Gesindel, welches direkt aus Troma-Filmen stammen könnte. Kamen im ersten Film die Täter davon, räumt Charles Bronson im 2. Film mit den Tätern auf und rächt sich - nebst vielen anderen "Muggers", die er ins Jenseits befördert (Highlight: die Jesus Szene!). Die Täter werden schön überzeichnet "nervend" dargestellt, so dass man es richtig geniesst, wenn sich Bronson an ihnen rächt. Als einer der Haupttäter war der damals unbekannte Laurence Fishburne (Matrix) zu sehen, der später zum gefragte Hollywood-Star aufsteigen sollte.

 

Fazit: Starke Fortsetzung und jedem Charles Bronson Fan zu empfehlen!

 

Gefolgt von: Death Wish 3

 

Infos:

 

O: Death Wish 2

 

USA 1982

 

R: Michael Winner

D: Charles Bronson, Jill Ireland, Vincent Gardenia, Anthony Franciosa, Silvana Gallardo, Robin Sherwood, Laurence Fishburne

 

Laufzeit der franz. DVD: 87:56 Min.

 

Neusichtung am: 18.05.22

 

Fassungen: Siehe Death Wish! Inzwischen gibt es den 2. Teil auch in D und den USA auf Blu-Ray und als Unrated Fassung!