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Sonntag, 14. Dezember 2025

The Hunted Review

The Hunted

Story:

Paul Racine (Christopher Lambert), der beruflich in Japan zu tun hat, wird von einem Ninja verletzt und für tot befunden zurückgelassen. Seine Affäre hingegen überlebt die Attacke, welche ihr gegolten hat, nicht. Doch Paul überlebt und da er das Gesicht des Mörders sah, haben sie es weiterhin auf ihn abgesehen…

Meine Meinung:

The Hunted bekam ich gratis vom Kumpel. Es handelt sich um eine Mitte der 90er Jahre US-Produktion. Ich hörte zuvor noch nie von dem Film. Es handelt sich um einen typischen US-Actionfilm, der zum Teil auch von Ort in Japan gedreht wurde. Ich bin immer etwas skeptisch, wenn Amerikaner Filme mit Ninjas drehen. Da haben mir schon zuletzt einige Filme weniger gut als früher gefallen (Scott Adkins Rolle in Ninja – Revenge Will Rise) oder kamen erst gar nicht in die Sammlung (z.B. Ninja III - Die Herrschaft der Ninja).

So geht es mir auch mit The Hunted. Der ist zwar ganz ok für eine einmalige Sichtung, aber nichts für meine Sammlung. Da ich den Film auch früher nie sah, entfällt ein möglicher Nostalgie-Bonus. Der Film hat mich inhaltlich an den US-Actionfilm mit dem kultigen Filmtitel, Wenn er in die Hölle will, lass ihn gehen erinnert. Dieser entstand aber 1982 und hatte für meinen Geschmack deutlich mehr Charme und sogar gewisse Mondo-Elemente. The Hunted wartet mit Christopher Lambert als Titelheld auf.

Und Christopher Lambert (The Creeps) kann ich in der Rolle eigentlich fast nicht ernst nehmen. Für mich gehört der nicht zu den kultigen Actionhelden wie es andere Stars tun (Chuck Norris, Charles Bronson, Arnold Schwarzenegger, Bruce Willis, Dolph Lundgren, Sylvester Stallone, Steven Seagal). Seine Mimik ist immer gleich und ihm nehme ich die Rolle des Ninja(Kontrahenten) nicht ab. Dennoch ist der Film kurzweilig und vermag mit z.T. recht blutiger Action zu überzeugen. An der Stelle sei vor allem das Zugmassaker erwähnt, welches wohl das Highlight des Filmes darstellt. Am Ende bleibt es Geschmackssache.

Fazit: B-Action- und Christopher Lambert-Fans können einen Blick riskieren!

Infos:

O: The Hunted

USA 1995

R: J.F. Lawton

D: Christopher Lambert, Yoshio Harada, John Lone, Joan Chen, Yôko Shimada

Laufzeit der UK-DVD: 105:35 Min.

Gesehen am: 08.11.25

Fassungen: Gesehen via UK-DVD von Universal = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, Englisch/Deutsch und diverse Untertiteloptionen runden die Disc ab. Den Film gibt es inzwischen in Deutschland auch auf Blu-Ray.

Dienstag, 4. März 2025

Der Weisse Hai

Der Weisse Hai

Story:

Ein Hai verschreckt eine Insel und deren Bewohner in Angst und Schrecken. Während sich der Bürgermeister (Murray Hamilton) vor allem um kommerzielle Einschränkungen sorgt, erkennt Chief Brody (Roy Scheider) das wahre Problem. Zusammen mit einem Meeresbiologen (Richard Dreyfuss) und einem Fischer (Robert Shaw) will Brody den Hai finden und unschädlich machen…

Meine Meinung:

Der Weisse Hai ist einer meiner Lieblingsfilme. Der Titel und die Sichtung sind mit viel Nostalgie verbunden. Ich sah den Film als Kind und hatte danach wirklich Angst, wenn wir in Spanien am Meer Urlaub machten, von einem Hai gefressen zu werden. Zum Glück hat sich das mit dem Älterwerden verändert und es kamen keine neuen Ängste (oder sonstige gestörte Verhaltensweisen dazu). Ich mag den Film, der drei Fortsetzungen widerfuhr und zu einem Kultklassiker und grossen Erfolg wurde, unglaublich gut. Einer der besten Tierhorrorfilme überhaupt. Und wohl der beste Titel des Tierhorror Sub-Genres mit einem Hai als Erzeuger von Angst und Schrecken.

Ein dazumal junger Steven Spielberg genoss das Vertrauen von Universal und landete mit Der Weisse Hai einen Welterfolg. Der Plot, der auf einem Roman von Peter Benchley basiert (ich glaube, den Roman hole ich mir Mal), wird mit vielen tollen Figuren erzählt. Das Kleinstadt-Feeling der Insel mag ich. Roy Scheider (Sorcerer) als Chief Brody ist die perfekte Wahl, wie auch die Besetzung von Robert Shaw (From Russia with Love) sowie Richard Dreyfuss (Piranha 3D). Alle sind auf ihre Art und Weise sympathisch und unterhalten und harmonieren toll zusammen. Grandioses Schauspiel des Trios. Der Soundtrack trägt viel zur Stimmung und Spannung es Filmes bei.

Damit die Spannungskurve auch immer schön oben bleibt wird der Hai auch erst spät dem Zuschauer präsentiert. Zuvor sieht man nur die Flosse. Das ganze Tier, dessen Grösse oder mörderische Zähne bleiben dem Zuschauer lange verborgen. Ein Merkmal, was auch später in zahlreichen Tierhorrorfilmen für «Spannung» sorgen sollte. Dem Zuschauer das Tier (oder Monster) länger vorenthalten, damit eine Spannung gegeben ist, wurde zur "Regel". Die Effekte in Der Weisse Hai sind stark anzusehen. Die Kameraarbeit ist exzellent, so dass der Hai auch heuer nicht immer (so schnell) als Modell auszumachen ist.

Fazit: Sehenswerter und wegweisender Klassiker!

Gefolgt von: Der Weisse Hai 2

Infos:

O: Jaws

USA 1975

R: Steven Spielberg

D: Roy Scheider, Robert Shaw, Richard Dreyfuss, Murray Hamilton

Laufzeit der deutschen DVD: 118:52 Min.

Gesehen am: Kindheit / Neusichtung: 29.12.24

Fassungen: Mir liegt die deutsche DVD von Columbia TriStar / Universal vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Original Kino-Synchro. Den Film gibt es inzwischen auch auf Blu-Ray und UHD. Mir ist unbekannt, ob dort die Kino-Synchro oder die später neu synchronisierte deutsche Sprachfassung enthalten ist.

Montag, 1. April 2024

Jaws 3

Jaws 3

Story:

Die Söhne von Polizeichef Brody, Sean und Mike (John Putch & Dennis Quaid), bekommen es in Florida im Sea World Park von Calvin Bouchard (Louis Gossett Jr.) mit einem tödlichen Hai zu tun…

Meine Meinung:

Den Film, den ich seit meiner Kind- und Jugendzeit kenne (hatte damals im Spanien-Urlaub sogar Angst, vor der möglichen Gefahr, im Meer von einem Hai angegriffen zu werden), wurde aufgrund des Todes von Schauspieler Louis Gossett Jr. aufgefrischt. Der Weisse Hai ist einer meiner Lieblingsfilme und den ersten Teil habe ich von der vierteiligen Reihe auch am meisten gesehen. Die Sichtung des dritten Teiles ist sicher auch ca. 15 Jahre oder länger her, würde ich meinen.

Da ich Jaws 2 und Jaws: The Revenge lange nicht sah, kann ich keine Vergleiche liefern. Abgesehen davon handelt es sich bei Jaws 3 um einen soliden und durchschnittlichen Tierhorrorfilm. Der Film schwamm auf der damaligen 3D-Welle mit. Interessanterweise gilt das auch für den dritten Teil der Freitag der 13. Reihe (Friday the 13th Part III) sowie für den dritten Teil der Spukhaus-Reihe Amityville (Amityville 3-D). Aber auch andere (Horror)Filme wurden dazumal im 3D-Verfahren realisiert (Revenge of the Shogun Women 3-D, Parasite 3D oder Flesh for Frankenstein mit Udo Kier).

Der Film ist in allen Punkten solide. Aber mehr auch nicht. Mit den inzwischen erwachsenen Söhnen wird der Link zum 1. Teil aufgebaut. Der Hai, der die Familie Brody bis zum letzten Teil Jaws: The Revenge verfolgen sollte. Damit wurde der Plot immer abstruser und unlogischer. Die neuen Figuren, vor allem die Brody-Söhne, waren ok. Aber kein Vergleich zu einem Roy Scheider und anderen Figuren aus dem Erstlingswerk. Die Mädels, gespielt von Bess Armstrong und Lea Thompson (ihre einzige Horrorfilm-Rolle), waren definitiv besser als ihre männlichen Gegenüber. Die Ausnahme stellt Louis Gossett Jr. als Park-Besitzer dar, der im auftauchen des Haies den grossen Profit riecht. Passende Rolle für ihn. Gut gespielt.

Der Film hat definitiv Längen, auch wenn die Szenen vor der Massenpanik interessant sind. Das Unheil wird gekonnt langsam aufgebaut. Aber die Action-Parts waren mir zu wenig vorhanden und es gab für meinen Geschmack zu wenig Hai-Action, Effekte und Opfer. Der Hai als Modell war cool, die 3D-Effekte hingegen wirkten in der 2D-Fassung billig «ins Bild kopiert». Künstlich und unecht. Dazwischen variiert die Grösse des Haies, da auch Aufnahmen von echten Haien (Unterwasseraufnahmen) «verwendet» werden. Hat eigentlich schon fast Stock Footage Mondo-Charakter (kennt man ja sonst von ital. Tierhorrorfilmen mit Haien). Auch die Musik war schwach: vom bekannten Jaws-Theme kaum eine Spur.

Fazit: Kein Kracher, aber Tierhorrorfilm-Fans können einen Blick riskieren!

Gefolgt von: Der weisse Hai – Die Abrechnung

Infos:

O: Jaws 3-D

USA 1983

R: Joe Alves

D: John Putch, Dennis Quaid, Louis Gossett Jr., Bess Armstrong, Simon MacCorkindale, Lea Thompson

Laufzeit der franz. DVD: Ca. 94 Min.

Gesehen am: Kind- und/oder Jugendzeit / Neusichtung: 29.03.24

Fassungen: Mir lag die franz. DVD von Universal vor. Der Film heisst dort Les Dents de la Mer 3. Englischer O-Ton und englische Subs vorhanden. Film ist Uncut und die Bild- und Tonqualität sind gut. In Deutschland ist der Film als Der weiße Hai 3-D bekannt. Den Film gibt es von Universal inzwischen auch auf Blu-Ray. Als Bonus ist sogar eine 3D-Fassung integriert.

Samstag, 2. März 2024

The Deep House

The Deep House

Story:

Ein Paar findet beim Tauchen in einem See ein Haus unter dem Wasser. Sie stellen unter Wasser, angezogen von der Neugier, Nachforschungen an. Keine gute Idee…

Meine Meinung:

Der Trailer zu The Deep House sah stimmungsvoll aus. Ich fand die Idee eines Unterwasser-Hauses vermischt mit einer Found Footage und Geister-Story interessant und vielversprechend. Daher den Film auf die Wunschliste gesetzt und nun angesehen. Ich bin froh, einen günstigen Import und nicht das teure Set aus Deutschland erworben zu haben, denn der Film landet nicht in der Sammlung. Für eine einmalige Sichtung ist The Deep House, eine französisch-belgische Produktion, i.O. Aber mehr auch nicht.

Der Plot ist simpel und eigentlich auch wenig originell. Dazu kommt, dass mir der Film doch deutlich zu wenig spannend, stimmungsvoll und gruselig war. Ich bin auch nur 1x zusammengezuckt. Der Film braucht auch zu lange, um in die Gänge zu kommen und vielen Szenen sind vorhersehbar. Dazu kommt, dass mir das offene Ende nicht gefiel. Fand ich doof. Daher war es auch leicht zu entscheiden, den Film zu entsorgen/weiter zu verkaufen.

Wer sich schnell gruseln lässt, wird ggf. anders empfinden. Die Darsteller waren glaubhaft, solide und authentisch. Der Film zudem technisch auch einwandfrei in Szene gesetzt. Die Filmemacher verstanden ihr Handwerk und das sieht man dem Film des Duos Alexandre Bustillo (Leatherface, Inside) und Julien Maury auch zu jeder Sekunde an. In der Hinsicht enttäuscht die Produktion nicht. Zudem gibt es Elemente, die an frühere Filme des Duos erinnern (z.B. Among the Living mit Kindern als Opfern).

Fazit: Für mich persönlich zu wenig gruselig, und daher nichts für meine Filmsammlung, aber Horrorfilmfans können durchaus einen Blick riskieren

Infos:

O: The Deep House

Frankreich, Belgien 2021

R: Alexandre Bustillo, Julien Maury

D: Camille Rowe, James Jagger, Eric Savin

Laufzeit der UK-Blu-Ray: Ca. 85 Min.

Gesehen am: 11.01.24

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Universal vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Gibt es in Deutschland von Turbine/Universal auf DVD, Blu-Ray oder UHD. Nur im limitierten Mediabook, daher holte ich mir die viel günstigere UK-Ausgabe. In Deutschland soll im Feb. dieses Jahres eine Amaray -Version erscheinen.

Donnerstag, 22. Februar 2024

Das Geheimnis des Dr. Mirakel

Das Geheimnis des Dr. Mirakel

Story:

19. Jahrhundert in Paris:

Dr. Mirakel (Bela Lugosi) experimentiert mit Affenblut und braucht dazu Frauen zum Experimentieren, auch gegen ihren Willen…

Meine Meinung:

Meine erste Erfahrung mit Bela Lugosi. Der in Ungarn geborene Schauspieler, der in den USA durch Broadway-Bühnenschauspiel zu einem Horrorstar der 30er Jahre mutierte (durch Rollen in Filmen wie Dracula, The White Zombie, Die Insel der verlorenen Seelen, Das Zeichen des Vampirs, Frankensteins Sohn etc.), spielt in dieser auf einer Edgar Allan Poe basierten Handlung die Hauptrolle als Schurke und Mad-Scientist. Bela Lugosi sollte danach in weiteren Edgar Allan Poe Verfilmungen mitwirken (Der Rabe, The Black Cat).

Das Geheimnis des Dr. Mirakel basiert auf der Edgar Allan Poes Story Mord in der Rue Morgue. Der Plot erinnert dabei, abgesehen von den Mad-Scientist-Momenten, an King Kong. Es wurde auch ein echter Affe (teilweise) verwendet. Den Film bekam ich geschenkt, ansonsten hätte ich mir den Film wohl nie angesehen. Der ca. einstündige Film ist dabei ok und grundsolide, einmal gesehen zu werden. Es gibt hier und da stimmungsvolle Momente zu sehen, vor allem wenn die Kamera die Gemäuer, Nebenschwaden und Ansichten der Stadt während der Nacht zeigen.

Die Schauspielkünste von Sidney Fox, Bela Lugosi und Leon Ames (Tora! Tora! Tora!) sind gelungen. Schade, dass Sidney Fox später an einer Überdosis starb. Bela Lugosi hingegen konnte auch eine lange Grusel-Karriere zurückblicken. Der restliche Cast ist teilweise schwächer, da die Figuren von einem ziemlichen Overacting durchzogen sind. Auch der Humor ist dabei mehr störend als dienlich. Der Plot ist relativ spannungsarm, trotz der kurzen Laufzeit auch mit Längen versehen.

Fazit: Für mich persönlich kein Film für meine Sammlung, aber für eine einmalige Sichtung ok.

Infos:

O: Murders in the Rue Morgue

USA 1932

R: Robert Florey

D: Sidney Fox, Bela Lugosi, Leon Ames, Bert Roach, Betty Ross Clarke, Brandon Hurst

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 60:37 Min.

Gesehen am: 08.01.24

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Ostalgica vor = Deutsche Erstveröffentlichung im Schuber, mit Booklet, zwei CDs (Hörspiel) und einer Blu-Ray. Es liegt ein Bonusfilm vor = The Death Kiss in Englisch mit deutschen Untertiteln. Das Geheimnis des Dr. Mirakel kann in Deutsch oder Englisch mit zwei Untertitelspuren (Deutsch oder Englisch) gesehen werden. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut.

Sonntag, 12. März 2023

Nobody Review

Nobody

Story:

Der scheinbar unauffällige Vater und Familienmensch Hutch (Bob Odenkirk) ist in Wahrheit ein Agent, der früher für den Staat Feinde ausgelöscht hat.  Durch Zufall gerät Hutchs Familie (u.a. Connie Nielsen) ins Visier des russischen Gangsters Yulian (Aleksey Serebryakov). Um seine Familie zu schützen, lässt Hutch alte Tugenden erwachen und sagt der russischen Mafia den Kampf an…

 

Meine Meinung:

 

Nobody war ein Wichtelgeschenk. Den Film habe ich im Kino verpasst. Ich mochte den Trailer, war aber auch skeptisch, da vom John Wick Autor. Und die John Wick Filme (Teil 1, Teil 2, Teil 3) mochte ich nicht. Nobody ist im Vergleich auch der klar bessere Film. Weniger übertrieben, weniger CGI, altmodischer und in den Actionszenen meist übersichtlicher im direkten Vergleich. Besonders die 1. Filmhälfte hat mir ausgezeichnet gefallen. Dafür sorgen dann Namen wie Ilya Naishuller, Bob Odenkirk oder Daniel Bernhardt.

 

Ilya Naishuller sorgte 2015 mit Hardcore Henry, wohl einem der besten Actionfilme seit langem, für Furore. Nobody ist, scheinbar, erst sein 2. Spielfilm. Der mir unbekannte Bob Odenkirk (kenne ihn nur aus der 1. Fargo Staffel) macht als Nobody, der viel einsteckt und in sich reinfrisst, eine tolle Figur. Vor allem dann, wo er explodiert und in bester Charles Bronson Manier mit dem Abschaum der Welt aufräumt. Die Szenen im Bus z.B. sind absolut grossartig. Daran war auch der Schweizer Martial Arts Künstler Daniel Bernhardt beteiligt.

 

Daniel Bernhardt war der Kampf-Choreograph des Filmes und spielte auch einen der Bus-Schläger nebst Alain Moussi. Bernhardt war früher im B-Actionfilm zu sehen. Inzwischen ist er jedoch schon länger als Schauspieler und Stuntmen/Choreograph in Hollywood angekommen (= Karriereabstieg). Alain Moussi, ein echter Martial Arts Kämpfer, sah man auch schon zuvor in einigen sehenswerten Filmen wie Kickboxer - Die Vergeltung oder dessen Fortsetzung Kickboxer- Die Abrechnung. Abgesehen davon wurde es aber bereits wieder leise um Alain Moussi. Guter Kämpfer, aber wenig Charisma. Anders kann ich es mir nicht erklären.

 

Als Bösewicht überzeugt Aleksey Serebryakov. Passt perfekt in die Rolle. Hübsch, dass 80er und 90er Jahre Klischees genutzt wurden (Russen = Bösewichte). In weiteren Nebenrollen sind Michael Ironside (Scanners, Starship Troopers), "Sänger" RZA und Christopher Lloyd zu sehen. Letzteren konnte ich zumindest im Finale nicht ernst nehmen, da ich einfach die ganzen  Zeit "Doc Brown" aus Zurück in die Zukunft vor dem geistigen Auge hatte. Da hätte man es bei dem Altersheim-Shootout bleiben lassen sollen. Auch RZA Rolle hätte man streichen können, statt noch einen Buddy aus dem Hut zu zaubern.

 

Die Action-Szenen bestehen aus Verfolgungsjagden (Fahrzeuge), Crashs (Fahrzeuge), Kampfszenen (Bus, Haus) und Shoot-Outs (Haus, Finale). Die 1. Filmhälfte gefiel mir klar besser. Auch die Action-Szenen mochte ich dort mehr. Die 2. Filmhälfte und das Finale waren mir dann zu modern und zu übertrieben. Nicht so schlimm wie bei John Wick, aber dennoch. Zudem wirkte Bob dann wie "MacBrover" aus Broforce (Videospiel). Und eben auch das Beisein von RZA und Christopher Lloyd fand ich etwas störend. Technisch war der Film sonst gut: Gute Kameraarbeit, genug Kleingeld vorhanden, gute Choreo (Bus- oder Kämpfe in der Wohnung waren sehr übersichtlich) und starke Musikwahl (z.B. brennende Killer im Keller).

 

Fazit: Wer Action- Filme à la Shoot ’Em Up mag, kann sich auch bedenkenlos an Nobody wagen!


Gefolgt von: Nobody 2

 

Infos:

 

O: Nobody

 

USA 2021

 

R: Ilya Naishuller

 

D: Bob Odenkirk, Aleksey Serebryakov, Connie Nielsen, RZA, Christopher Lloyd, Michael Ironside, Araya Mengesha, Daniel Bernhardt, Alain Moussi

 

Laufzeit der deutschen Blu-Ray: 91:42 Min.

 

Gesehen am: 28.02.23

 

Fassungen: Mir lag die deutsche Blu-Ray von Universal vor = Uncut, Deutsch/Englisch mit diversen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität.

Sonntag, 8. Januar 2023

King Kong vs. Godzilla


Japanuary 2023

King Kong vs. Godzilla

Story (US-Fassung):

 

Ein UN-Reporter berichtet von dem Auftauchen Godzillas, was die Welt in Angst und Schrecken versetzt. Da kommt der Bevölkerung King Kong, ein Riesen-Affe, der von einer Insel entführt wurde, um die Taschen eines Geschäftsmannes zu füllen, gerade recht: dieser entkommt seinen Entführern und nimmt den Kampf gegen Godzilla auf…

 

Meine Meinung (US-Fassung):

 

King Kong vs. Godzilla ist der 3. Teil der langen Godzilla Reihe. Nach den ersten zwei Streifen (Godzilla und Godzilla Raids Again) wirkt die Fortsetzung von Ishirô Honda (Latitude Zero) leicht schwächer da zu lustig. Die ersten zwei Filme waren mehr oder weniger Frei vor Humor/Klamauk und düsterer. Dies steht den Filmen besser. Mir persönlich gefällt es besser.

 

Wie im Vorgänger (gegen Anguirus) darf hier Godzilla nicht nur zerstören, sondern erneut gegen ein ebenbürtiges Geschöpf kämpfen: King Kong! Man nahm die bekannte King Kong Geschichte (Review) und hat einen Godzilla und UN-Reporter-Doku-Plot um die Geschehnisse herumgedichtet. Die Szenen mit dem Riesen-Affen auf der Insel sind, vor allem zum Original King Kong, wenig stimmungsvoll und wenig spektakulär.

 

Leider fehlt in der Hinsicht auch die Musik von Akira Ifukube (Godzilla Fantasia), da veränderte US-Fassung. Die Füllszenen, gerade in der ersten Filmhälfte, sind ebenfalls lahm. Die Darsteller 08/15 und ebenso die Charakterisierung der Figuren. Diese überzeugen nicht sonderlich und bleiben nicht in Erinnerung. Wo der Film schlussendlich punktet, sind die Monster-Sequenzen.

 

Die Gummikostüme von Godzilla und King Kong haben Charme. Ebenso ihre Zerstörungen gegen Gebäude, Städte oder der Kampf gegen das Militär. Während Godzilla gegen Panzer und Co. für Freude bei den Kaiju -Fans sorgt, darf King Kong auf der Insel gegen einen Riesen-Tintenfisch kämpfen - das Highlight bevor er entführt wird. Gekonnt werden beide Filmmonster im langen und actionreichen Finale, welches für Längen dann entschuldigt, in den Plot integriert. Das Finale ist das 2. Highlight des Filmes!

 

Fazit: Für Kaiju-Fans zu empfehlen und dem (CGI-Müll) US-Remake vorzuziehen!

 

Gefolgt von: Mothra Vs. Godzilla

 

Infos

 

O: Kingu Kongu tai Gojira

 

Japan 1962

 

R: Ishirô Honda

 

D: Tadao Takashima, Kenji Sahara, Yû Fujiki, Ichirô Arishima, Jun Tazaki

 

Laufzeit der US-DVD: 90:43 Min.

 

Neusichtung am: Jan. 2023 / Sichtung der Anolis DVD: 23.12.25

 

Fassungen: Mir lag tatsächlich, was ich nicht mehr wusste, nur die US-Fassung vor = Englisch Dubbed, viele Szenen entfernt, neue Szenen (Sub-Plot und westliche Schauspieler) dabei und leider wurde auch die Musik ausgetauscht. Daher: die DVD fliegt aus der Sammlung und die deutsche Ausgabe von Anolis (= beide Fassungen an Bord) wandert auf die Wunschliste! Titel in Deutschland: Die Rückkehr des King Kong. Nachtrag Dez. 2025: Nun sah ich erstmals die japanische Originalversion. Bis auf die ersten lahmen 20-30 Minuten und den etwas deplatzierten Humor sehenswerte Monster-Effekte, Miniaturbauten, Zerstörungen und Monsterkämpfe (Godzilla, King Kong, Tintenfisch). Dazu lag mir die deutsche DVD von Anolis vor = Die Rückkehr des King Kong. Steelbook mit der deutschen Fassung, der US-Fassung und der japanischen Fassung (In Japanisch mit deutschen Subs). Dazu gibt es ein Booklet mit vielen Infos. Leider ist die Bildqualität der japanischen Fassung nur durchschnittlich geworden. Hier und da etwas zu dunkel aber vor allem die Unschärfe des Bildes ist zu bedauern. Alternativen: DVD, VHS und LD aus Japan (Nicht Englisch freundlich) oder die US/UK-Blu-Ray von Criterion Collection (Jap. mit englischen Subs).

Sonntag, 4. Dezember 2022

Dawn of the Dead Review

Dawn of the Dead

Story:

 

Ein unbekannter Virus verwandelt Menschen in Zombies. Diverse Überlebende (u.a. Ving Rhames, Sarah Polley, Michael Kelly, Jake Weber, Ty Burrell, Mekhi Phifer, Kim Poirier) verschanzen sich in einem Einkaufszentrum vor den Zombie-Massen…

 

Meine Meinung:

 

Dawn of the Dead war 2004 der erste Spielfilm von Zack Snyder, der später mit einigen audiovisuellen Filmen auf sich aufmerksam machen sollte (300, Watchmen), ehe er zum totalen Comic- und Kommerz-Regisseur aufsteigen sollte. Sein letzter Film war für Netflix und auch ein Zombiefilm (Army of the Dead). Abgesehen von den erwähnten Filmen wie Watchmen oder 300 interessieren mich die anderen Werke von ihm gar nicht.

 

Zack Snyder nahm sich unter finanzieller Mithilfe von Universal einem Horrorklassiker an: George A. Romeros Dawn of the Dead. Das Remake hat mir dazumal (2004) im Schweizer Kino gut gefallen. Besser als erwartet. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich mag den Film tatsächlich auch aktuell noch sehr gut. Im Gegensatz zu anderen Remakes (Evil Dead, Friday the 13th, Last House on the Left, Candyman, The Stepfather) nach wie vor sehenswert!

 

Ich mag bereits den Start des Filmes. Das Unheil ist, bevor der Horror beginnt, spürbar. Die Panik und das Chaos wurden toll eingefangen und auch das Intro mit dem Song When a Man Comes Around von Johnny Cash passt perfekt ins Geschehen! Später fühlte ich mich bei anderen Zombiefilmen (dem Taiwanesischen Film The Sadness z.B.) ans Unbehagen erinnert, welches Dawn of the Dead in den ersten Minuten spürbar werden lässt. Toll!

 

Der Cast ist auch nicht übel. Sarah Polley (die Krankenschwester) oder Ving Rhames (der Cop) sind sympathisch. Das gilt mehr oder weniger für die Hauptfiguren. Die Nebenfiguren sind mehr 08/15 gezeichnet, aber m Vergleich zu heutigen neuen Filmen weitaus weniger nervend. Sie erfüllen ihrem Zweck (mehr oder weniger Kanonenfutter). Schön fand ich die Hommagen und Zitierungen ans Original ("When there's no more room in hell, the dead will walk the earth") oder die Gastauftritte von Tom Savini (zeichnete sich im Original für die Effekte verantwortlich plus kleine Nebenrolle) und Ken Foree (Hauptfigur im Original).

 

Sieht man von einigen wenigen miesen CGI-Explosionen/Feuer-Sequenzen ab, sind die Effekte ordentlich und aufwändig in Szene gesetzt. Das nötige Kleingeld war vorhanden, und das sieht man Dawn of the Dead zu jeder Sekunde an. Die Splatter-Szenen und Zombie-Make-Up Masken sind stark in Szene gesetzt. Auch jetzt, fast 20 Jahre später noch. Tolle Arbeit. Und wer jetzt denkt, dass dafür Profis wie z.B. die KNB-FX verantwortlich war = Fehlanzeige! Wer es gerne blutig mag, kommt m Film definitiv auf seine Kosten. Es gibt auch Neuerungen wie ein Zombie-Baby (Hommage an Dead Alive?) wie auch im Finale eine Hommage an Cannibal Holocaust. Apropos Finale: ich mochte das Ende!

 

Fazit: Gelungenes Remake und sehenswerter Zombie-Horror-Film!

 

Infos:

 

O: Dawn of the Dead

 

USA, Kanada, Frankreich, Japan 2004

 

R: Zack Snyder

 

D: Ving Rhames, Sarah Polley, Michael Kelly, Jake Weber, Ty Burrell, Mekhi Phifer, Kim Poirier, Tom Savini, Ken Foree

 

Laufzeit der jap. DVD: 109:06 Min.

 

Neusichtung am: 18.11.22

 

Fassungen: Mir lag die jap. Premium Edition (Doppel DVD mit Schuber) aus Japan von Universal vor. Die alte Universal DVD aus Deutschland habe ich entsorgt? Warum? Weil die 1. Universal Disc aus Deutschland, verglichen mit der jap. Disc, in Sachen Bild- und Tonqualität deutlich schlechter abschnitt. Deshalb. Zur japanischen Ausgabe: Uncut, DTS Ton, Englischer O-Ton, englische Subs, Unrated Fassung. Inzwischen auch als Blu-Ray zu haben (jedoch sind hier Brüste zensiert, sogar in der Unrated Fassung da gleiches Master wie aus den USA).