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Freitag, 2. Januar 2026

The Great Chase

 
Japanuary 2026

The Great Chase

Story:

Die Rennfahrerin Shinobu Yashiro (Etsuko Shihomi) arbeitet für den japanischen Geheimdienst. Nun arbeitet sie an einem Fall, der Drogenschmuggel beinhaltet. Und die Täter sollen auch für den Mord an ihrem Vater verantwortlich sein…

Meine Meinung:

The Great Chase ist 70er Jahre Exploitation von Toei von Norifumi Suzuki, der einige beachtliche Filme realisiert hat (School of the Holy Beast, Star of David: Beauty Hunting, Sex & Fury). Ich hatte vielleicht etwas zu viel und/oder falsche Erwartungen, so dass ich mir am Ende mehr vom Film versprochen hätte. Aufgrund Etsuko Shihomi (Soul of Bruce Lee, Message from Space, The Executioner II: Karate Inferno) als Hauptfigur wird The Great Chase natürlich oft mit ihren Sister Street Fighter vergleichen und auch in die gleiche Kerbe geworfen.

Ich muss jedoch sagen, dass mir die Sister Street Fighter Filme (vor allem die ersten drei Filme der Reihe) im Vergleich doch eine ganze Stufe besser gefallen haben als The Great Chase. Auch 13 Steps of Maki mit Etsuko Shihomi war nochmals ein anders Kaliber. Daher war ich von The Great Chase etwas enttäuscht. Der Gewalt- und Blutlevel ist viel kleiner, der Film ist gar zu lustig und die Mehrheit der ganzen Verkleidungsszenen von Etsuko Shihomi gefielen mir nicht, da die Gangster dabei einfach viel zu naiv agiert haben. Der Einsatz von Saxophon-Musik entsprach auch nicht meinem musikalischen Geschmack.

Einzelne der Kritikpunkte könnten bei einer zukünftigen Zweitsichtung mit angepassten Erwartungen in der Zukunft weniger stark ins Gewicht fallen (Kleine Blutmenge, der Humor). Der knapp 80minütige Film ist nämlich zu keiner Sekunde langweilig und versucht, viel zu bieten. Das «Highlight» ist sicher der als Bär verkleidete Bösewicht, dem eine Kollegin von Etsuko Shihomi zum Opfer fällt und welche vor den Augen ihres gefesselten Bruders vergewaltigt wird. Das ist sozusagen die einzige fiese Szene des ganzen Filmes. Mit dem «Bär» liess sich jedoch auch auf dem Filmplakat wunderbar werben!

Fazit: Erreicht nicht die Qualität und Klasse von The Sister Street Fighter oder 13 Steps of Maki, aber es wird noch immer gute und kurzweilige Karate-Action mit Bond-Motiven geboten, um unterhalten zu können!

Infos:

O: Karei-naru tsuiseki

Japan 1975

R: Noribumi Suzuki

D: Etsuko Shihomi, Bin Amatsu, Mach Fumiake, Eiji Gô

Laufzeit der US-Blu: Ca. 83 Min.

Gesehen am: Jan. 2026

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Neon Eagle vor = Schuber, Booklet, Wendecover, weltweite Blu-Ray Premiere, wohl auch die erste Vö mit englischen Subs (Japanischer Ton), Uncut, exzellente Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Jan. 2026).

Dienstag, 29. April 2025

Ninja Terminator

Ninja Terminator

Story:

Jaguar Wong (Im Ja-Ho) sucht im Auftrag seines Ninja-Chefs Harry (Richard Harrison) nach der Statue Golden Ninja Warrior. Doch auch diverse Bösewichte (Chiang Tao, Jonathan Watts, Hwang Jang-Lee) haben es darauf abgesehen…

Meine Meinung:

Wie ich in der Besprechung zu The Uninvited Guest of the Star Ferry bereits erwähnte, bin ich kein allzu grosser Fan dieser Cut-and-paste-Filme von Godfrey Ho (Robo Vampire, The Blazing Ninja, Men Behind the Sun 2: Laboratory of the Devil). Godfrey Ho hat zusammen mit Richard Harrison (Boxer Rebellion, Challenge of the Tiger, Achtung! The Desert Tigers) unzählige Ninja-Filme realisiert. Ich kenne bisher nur zwei Zusammenarbeiten zwischen Richard Harrison und Godfrey Ho: Das Schlangenmonster (fand ich cool) und Cobra Against Ninja (kann ich mich an nichts mehr erinnern).

Was Ninja Terminator angeht, finde ich den Originalfilm (The Uninvited Guest of the Star Ferry) besser. Dennoch ist Ninja Terminator, halt auch gerade wegen den vielen Szenen aus dem Original, sehenswert. Ich denke, zu 80% kommen alle Action- bzw. Kampfszenen mit Im Ja-Ho (Secret Ninja Roaring Tiger) und Hwang Jang-Lee (Buddha Killer, Two Fists Against the Law, Lackey and the Lady Tiger) vor. Und das neue Master lässt diese Kampfszenen in neuem Licht erstrahlen. Und daher ist Ninja Terminator sehr unterhaltsam und actionreich, da praktisch nur Actionszene an Actionszene gereiht wird.

Die neuen Szenen mit Phillip Ko (der nur kurz einmal am Telefon zu sehen ist), den Ninjas und Schnauzer Richard Harrison wirken in der Tat unpassend zum Rest des Filmes. Zwar wurde durch die neuen Szenen und abweichende Dialoge (im Vergleich zum Originalfilm) versucht, einen Plot zu kreieren, der ist aber schon relativ hohl und hölzern. Ich bin kein allzu grosser Fan dieser Flickwerke von Godfrey Ho und den Kultstatus kann ich auch nicht ganz nachvollziehen. Sofern aber auch der Originalfilm im Set enthalten ist, sollen mir weitere Releases nur Recht sein. Und eins kann ich Ninja Terminator in der Tat nicht absprechen: langweilig war das Ganze definitiv nicht!

Fazit: Dank der vielen Kampfszenen mit Im Ja-Ho aus dem ursprünglichen Originalfilm sehenswert!

Infos:

O: Ninja Terminator

HK 1985

R: Godfrey Ho

D: Im Ja-Ho, Richard Harrison, Hwang Jang-Lee, Jonathan Wattis, Maria Francesca, Philip Ko, Chiang Tao

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 09.02.25

Fassungen: Mir lag die auf 2500 Stück limitierte US-Blu-Ray von Neon Eagle vor = nebst Ninja Terminator befindet sich auch der Originalfilm (The Uninvited Guest of the Star Ferry) im Set und ein sehr informatives Booklet zum Film und der IFD. Die Bild- und Tonqualität ist exzellent (4K Restauration). Der Film liegt im O-Ton Englisch vor. Es gibt englische Subs. Die Extras waren amüsant und informativ, vor allem das Interview mit Godfrey Ho (ca. 16 Min.) und das Feature über das Dubbing (ca. 17 Minuten). Danach gibt es noch ein Feature über den damaligen Ninja Kult (ca. 19 Min.). Das war ok, aber weniger amüsant wie die anderen Extras. Die IFD-Fassung bietet mind. zwei (unerotische) Sexszenen, die in der Originalversion fehlen. In Deutschland von diversen Anbietern Uncut auf DVD zu haben (Deutscher Ton & Widescreen).

Samstag, 8. Februar 2025

The Uninvited Guest of the Star Ferry

The Uninvited Guest of the Star Ferry

Story:

Hong Kong: koreanische Immigranten und Restaurant-Besitzer werden bedroht, erpresst und z.T. getötet. Im Ja-ho taucht vor Ort auf und verliebt sich in die Schwester (Flora Seo Jeong-ah) eines getöteten Restaurantbesitzers. Er verspricht ihr, den Mord aufzuklären. Derweil schickt die Gangster Organisation (u.a. Hwang Jang-Lee) weitere Männer los, doch Im Ja-ho kämpft gegen sie an…

Meine Meinung:

Dieser unbekannte Film aus Südkorea, ein Mix aus Action- und Gangsterfilm, erinnert minim an den Bruce Lee Streifen Way of the Dragon. Nur dank Godfrey Ho (Lethal Panther, Blazing Ninja, Men Behind the Sun 2: Laboratory of the Devil) und der Tatsache, dass dieser für seinen späteren Richard Harrison Film Ninja Terminator Szenen aus The Uninvited Guest of the Star Ferry verwendete, verdankt es die Mitte der 80er Jahre Produktion, auch westlichen Fans bekannt gemacht worden zu sein.

Ansonsten wäre der Film wohl in der Versenkung verschwunden und hätte nie die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wie sie durch den Release der Neon Eagle entstanden ist. Ich bin ehrlich. Ich bin kein grosser Fan dieser Ninja Richard Harrison Godfrey Ho Flickwerke. Muss ich zugeben. Ich kenne auch kaum welche, aber sie interessieren mich nicht. Ich weiss jedoch, dass die Filme eine riesengrosse Fan- und Kultgemeinde haben. Ich kaufte mir dieses Set nur aufgrund The Uninvited Guest of the Star Ferry und dem Wissen, dass Hwang Jang-Lee (Buddha Killer, Game of Death II, Snake in the Eagle’s Shadow) mitspielt.

Ich habe dennoch nicht allzu viel vom Film erwartet und muss sagen, dass ich positiv überrascht wurde. Der Plot ist dünn und nur Mittel zum Zweck. Hat mich nicht gestört. Diese Art Film schaue ich nicht aufgrund einer intelligenten oder anspruchsvollen Story. Die Dialoge waren auch etwas hölzern, aber auch egal. Hier und da gibt es James Bond Vibes und/oder unfreiwillig komische Momente (was soll die blonde Perücke von Hwang Jang-Lee?). Der Film wartet mit viel Action auf. Mit sehenswerter Action. Die Kämpfe sind gut choreographiert und es wird gekickt was das Zeug hält. Dazu wirkt der Film fast wie ein Touristenvideo (Sightseeing). Die Settings, in denen gekämpft wird, sind schick anzusehen.

Hwang Jang-Lee kämpft nur im Finale. Er hält sich zuvor im Hintergrund und auch sein Gesicht (und die blonde Perücke) sind bis am Ende nie wirklich zu sehen. Er ist jedoch nicht der Hauptboss des Gangster-Organisation, sondern so was wie dessen rechte Hand und/oder die Stellvertretung. Das wird dann erst im Finale richtig deutlich, als Hwang Jang-Lee den Boss tötet, um selbst zum Oberhaupt aufzusteigen. Die Love-Story nimmt wenig Platz ein und stört nicht. 

An wem ich sehr Freude hatte war unser Held gespielt von Im Ja-ho. So heisst er laut der US-Blu-Ray. Ansonsten finden sich viele unterschiedliche Namen für den Darsteller: Im Jaho aka 임봉기 Im Bonggi. Er macht in den Kampfszenen eine starke Figur und kann definitiv auch kicken. Zudem ist er einfach eine coole Socke. Vom Aussehen und seiner Coolness her hat er mich an City of Violence Star Jung Doo-hong erinnert. Anhand eines US-Forums konnte ich Im Ja-ho verifizieren. Er spielte auch in wenigen HK-Filmen mit, z.B. in The Postman Strikes Back, in welchem er sich einen sehenswerten Kampf gegen Chow Yun-Fat liefert. Ungesehen liegt mir noch Secret Ninja, Roaring Tiger vor, in dem er auch mitwirken soll.

Fazit: Hat Spass gemacht!

Infos:

O: Stafferyui bulcheonggaek

Südkorea 1984

R: Shi-hyeon Kim

D: Im Ja-ho, Hwang Jang-Lee, Flora Seo Jeong-ah, Yoon Yang-ha

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 06.12.24

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Neon Eagle vor = Koreanische Originalfassung (laut Info vom Label in Gewalt und Sex/Nacktszenen zensiert) in Koreanisch mit englischen Subs. Es handelt sich um einen schicken und charmanten 16mm Print. Zensurschnitte sind mir nicht aufgefallen, aber Sex- und Nacktszenen gab es keine zu sehen. Szenen aus dem Film wurden später für Ninja Terminator verwendet, der im Set nebst Booklet auch enthalten ist. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Dez. 2024).