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Dienstag, 5. Mai 2026

The Killer Must Kill Again

The Killer Must Kill Again

Story:

Giorgio (George Hilton) plant, um an Geld zu kommen, seine Ehefrau (Teresa Velázquez) zu töten. Als er nachts einen Mörder (Antoine Saint-John) bei der Beseitigung einer Leiche beobachtet, handelt er mit diesem einen Deal aus. Der Plan scheint aufzugehen. Doch als das Auto mit der Leiche im Kofferraum gestohlen wird, nimmt der Fall unerwartet Wendungen an und Unbeteiligte (Femi Benussi, Cristina Galbó, Alessio Orano) geraten zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

The Killer Must Kill Again ging mir irgendwie immer durch die Lappen und den hatte ich, bis zu einem Tauschgeschäft mit einem Sammler aus Deutschland, nie auf dem Schirm. Bei dem Film, einer französisch-italienischen Ko-Produktion, handelt es sich um das Regiedebüt von Luigi Cozzi (Demons 6 De Profundis, Godzilla, Nosferatu in Venedig). Und für ein Regiedebüt fand ich den Film mehr als gelungen und ordentlich.

Der Film ist ein Mix aus Krimi, Giallo und Sleaze. Ich fand die Mischung toll. Der Film macht aus der Identität des Killers kein Geheimnis. Der ist am Anfang schon zu sehen. Den Plot fand ich interessant und eine gewisse Spannung war gegeben. Wo wird der Plot hinführen? Was wird schiefgehen? Was sind die Folgen? Was passiert mit den Figuren, die zwischen die Fronten geraten? Das macht den Reiz des Filmes aus. Zuerst wird das Story-Gerüst erklärt, dann folgen mehr ruhige Momente und das Finale und die Story-Inhalte davor haben dann die grösste Giallo Vibes plus hübsch fiese, schmierige Sleaze-Momente und eine Hauch Erotik.

In den Momenten ist auch die Kameraarbeit exzellent und Giallo-Fans werden voll auf ihre Kosten kommen, auch wenn der Film definitiv mehr Wert auf Plot und Verlauf statt auf blutige Morde legt. Mir haben der Film und sein Mix zugesagt. Der Cast, vor allem Antoine Saint-John (The Beyond), Cristina Galbó (What Have You Done to Solange?) sowie Alessio Orano haben sehr gut agiert. Aber auch George Hilton (Der Killer von Wien), Teresa Velázquez, Eduardo Fajardo (Django) sowie Femi Benussi (Der Vernichter) waren solide.

Fazit: Fans von Euro-Cult Filmen aus der Zeit können bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: L'Assassino è Costretto ad Uccidere Ancora

Italien, Frankreich 1975

R: Luigi Cozzi

D: Antoine Saint-John, George Hilton, Teresa Velázquez, Femi Benussi, Cristina Galbó, Alessio Orano, Eduardo Fajardo

Laufzeit der US-DVD: Ca. 90 Min.

Gesehen am: 05.05.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Mondo Macabro vor = Uncut, Englisch/Ital. mit englischen Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Ich sah mir den Film in Ital. mit Untertiteln an. Als Extras gibt es u.a. ein Interview mit Regisseur Luigi Cozzi. Es gibt weder eine Blu-Ray, noch eine deutsche Fassung (Stand: Mai 2026).

Mittwoch, 19. Oktober 2022

Nosferatu in Venedig Review

 
Horroktober 2022

Nosferatu in Venedig

Story:

Venedig 1786:

Professor Paris Catalano (Christopher Plummer) reist nach Venedig, um das Mysterium um Nosferatu (Klaus Kinski) zu lösen…

Meine Meinung:

Nosferatu in Venedig, eine Fake Fortsetzung zu Nosferatu mit Klaus Kinski und von Werner Herzog, wirkt wie ein zusammengeflickter Mondo. Das liegt an der chaotischen Produktion zum Film: der Film bot insgesamt vier verschiedene Regisseure plus Klaus Kinski, der z.T. auch das Runder übernommen haben soll. Dass die Regisseure immer wieder gefeuert oder von sich aus gingen, sieht man der wirren Produktion an. Zu ihrem Nachteil…

Ich bin zwar ein grosser Fan des damaligen Italo-Kinos und auch Klaus Kinski mag ich als Schauspieler (Leichen pflastern seinen Weg, Creature, Jack the Ripper), aber Nosferatu in Venedig hat mir wirklich auch nicht gefallen. Daher war ich froh, diese alte deutsche DVD gratis vom Kumpel bekommen zu haben, statt viel Geld für das Mediabook ausgegeben zu haben.

Der Plot ist wirr, kaum vorhanden und nichtlinear. Aber das verwundert eben auch nicht, wenn es hinter der Kamera bei Cast & Crew solche Probleme gab. Von Klaus Kinski Auftritt, sind Chaos und Panik keine Seltenheit. Er soll sich sogar vor der Kamera an zwei der Schauspielerinnen sexuell vergangen haben (an Barbara De Rossi und Elvire Audray). Heutzutage unvorstellbar. Warum haben die Filmemacher da nicht eingegriffen?

Mehrheitlich schleicht Klaus Kinski in Nebel-Settings durchs menschenleere Venedig. Teilweise sind diese Szenen stimmig und schön gefilmt. Grösstenteils gelingt es dem Film aber nicht, eine fesselnde Atmosphäre zu generieren. Die Musik war nicht mein Fall und der Plot ist lahm und eine Spannung nicht vorhanden. Ich bin beim Schauen fast eingeschlafen. Gore darf man kaum erwarten, dafür gibt es, zumindest in der 2. Hälfte, viel nackte Haut zu sehen.

Der Cast ist mehr oder weniger auch wenig interessant. Barbara De Rossi überzeugt vor allem durch ihre Optik und Nacktszenen und Christopher Plummer war gut. Aber der restlich Cast war total verschenkt oder wurde nur geholt, um für den Film werben zu können. Dies trifft vor allem auf Halloween Star Donald Pleasence zu, der kaum zu sehen ist. Und Klaus Kinski beste Zeiten waren damals definitiv vorbei!

Fazit: Nicht wirklich zu empfehlen, da wirr, belanglos und langweilig!

Infos:

O: Nosferatu a Venezia

Italien 1986

R: Augusto Caminito, Mario Caiano, Luigi Cozzi, Klaus Kinski, Maurizio Lucidi

D: Klaus Kinski, Christopher Plummer, Donald Pleasence, Barbara De Rossi, Yorgo Voyagis, Anne Knecht, Elvire Audray

Laufzeit der deutschen DVD: 89:37 Min.

Gesehen am: Okt. 2022

Fassungen: Mir lag die deutsche DVD von VPS Video vor = Uncut, Deutsch/Englisch/Ital. ohne Subs. Die Bild- und Tonqualität sind nicht wirklich gut. Aber zum Schauen reichte es allemal, zudem ich die DVD gratis bekam. Für Fans gäbe es auch bessere Blu-Ray Alternativen aus den USA (Severin Films) oder Deutschland (Mediacs). Interessant ist dabei die 80minütige neue Doku Creation is Violent über Klaus Kinski.

Mittwoch, 4. August 2021

Godzilla Review

Godzilla

Story:

 

Nach mysteriösen Zerstörungen und Vorkommnissen in Japan versuchen japanische Wissenschaftler, die Regierung, die Armee und US-Reporter Steve Martin (Raymond Burr) dem Geheimnis auf die Spur zu kommen…

 

Meine Meinung:

 

Durch ein Forum wurde ich auf diese seltene Fassung zu Godzilla aufmerksam. 1977 erwarb Luigi Cozzi (Demons 6 De Profundis) die Rechte an der veränderten US-Fassung. Doch die Zeit hat sich geändert und s/w Kino war 1977 nicht mehr angesagt. Daher wurde der Film in einem speziellen Verfahren eingefärbt. Der Film, auch bekannt als The Psychedelic Version of Godzilla, Godzilla: The Euro-Trash Version oder Cozzilla ist eine legale Produktion (bestimmt für Italien).

 

Dazu kommt, dass vermutlich Szenen entfernt wurden um dem Film mehr Tempo zu generieren. Cozzi schmückte den Film ausserdem mit Szenen aus anderen Filmen wie The Day the Earth Caught Fire, The Beast from 20,000 Fathoms, The Train (dessen Szenen bei der Zug-Szene hinzugefügt wurden) oder der Godzilla Fortsetzung Godzilla Raids Again.

 

Teilweise wurde wohl noch mehr Extramaterial/Archiv- und/oder Kriegsaufnahmen (z.B. Hiroshima) in den Film geschnitten. Teilweise ergibt das einen krassen Mondo-Faktor (inklusive Ital. Kommentator) der jedoch erstaunlich gut und kurzweilig zu gefallen weiss.

 

Die US-Fassung von Godzilla sah ich nie. Die Szenen mit US-Darsteller Raymond Burr sind nicht wirklich schlimm - erinnern etwas an Richard Harrison und dessen IFD Films and ARTS Produktionen. Raymond Burr starrt hauptsächlich wirr in den Himmel oder hängt am Telefon.

 

Hat man sich erst Mal daran gewöhnt, dass ein Amerikaner und 90% von allen Japanern selbst in Tokyo und Co. Ital. sprechen, kanns losgehen (90% sind in Ital. mit Subs, 10% sind in Jap. ohne Subs). Die "colorierten" Szenen kommen vor allem in den Godzilla- und Zerstörungssequenzen sehr geil zum Tragen. Vor allem dort, wo das Militär scharfes Geschütz einsetzt, wo es brennt und explodiert oder Godzilla mit seinem Feuerstrahl vernichtet. Da passt der Titel The Psychedelic Version of Godzilla perfekt dazu. Die Effekte-Szenen der Filme sind nach wie vor toll anzusehen und jedem Kaiju-Fan absolut zu empfehlen.

 

Die Godzilla Version von Luigi Cozzi ist eine offizielle Fassung, die aber auf VHS und Co. unveröffentlicht ist – schade! Damit reiht sich der Film in andere seltene Filme dieser Art ein: den verschollenen Kaiju Space Monster Wangmagwi aus Südkorea, den Godzilla-Fan-Film Wolfman Vs Godzilla, die Toho-Produktionen Prophecies of Nostradamus oder Half-Human oder die indische Godzilla Variante Gogola und auch HK/Taiwan Produktionen sollen an der Stelle nicht unerwähnt bleiben (The War God, Devil Fighter).

 

Fazit: Diese Version ist optisch interessant (vor allem in den Zerstörungsszenen) und bietet auch aufgrund der sonderbaren neuen Szenen einen Mondo-Faktor. Jedem Kaiju-Fan zu empfehlen!

 

Infos:

 

O: Godzilla

 

Japan, Italien, USA 1977

 

R: Luigi Cozzi, Ishirô Honda, Terry O. Morse, Kurt Neumann, Motoyoshi Oda, Val Guest, Eugène Lourié, Arthur Penn

 

D: Raymond Burr, Mikel Conrad, Akihiko Hirata, Akihiko Hirata, Ren Imaizumi, Paul Frees

 

Laufzeit der Blu-Ray: 92:49 Min.

 

Gesehen am: 19.04.21

 

Fassungen: Mir lag eine US(?)-Blu-Ray vor = kein offizielles Release, gute Bildqualität, in Ital./Jap. (90% Ital., 10% Jap.) mit Subs (englische Subs für Ital. Dialoge), Uncut, einzige mir bekannte Version zu Luigi Cozzis Fassung, die erworben werden kann. Offiziell lief der Film 1977 in den Ital. Kinos und 2017 in Rom (am Fantafestival). Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: April 2021).

Montag, 15. Januar 2018

Demons 6 De Profundis Review


Demons 6 De Profundis

Story:

Anne Ravenna (Florence Guérin) bekommt durch ihren Ehemann und Regisseur Marc (Urbano Barberini) eine Rolle in einem Horrorfilm. Anne soll die Hexe Levana spielen. Dadurch wird ein Fluch freigelegt bzw. die Hexe Levana will durch Anne wieder auf die Welt gelangen und für Angst und Schrecken sorgen…

Meine Meinung:

Anfang der 90er neigte sich das Italo Genre, wie es der Euro-Cult Fan seit vielen Jahren kannte, liebte und schätze, dem Ende zu. Zwar sorgte danach noch ein gewisser Michele Soavi mit Dellamorte Dellamore für Furore, aber die grossen Zeiten waren definitiv vorbei.

Das sieht man Demons 6 De Profundis, dem inoffiziellen dritten Teil der Mütter Trilogie, durch Dario Argento mit Suspiria und Inferno begonnen, auch etwas an (Dario Argentos dritter, offizieller Teil der Trilogie, Mother of Tears, sollte erst viele Jahre später, um genau zu sein 2007, das Licht der Welt erblicken). Dieser inoffizielle Abschluss der Reihe stammt von Genre-Regisseur Luigi Cozzi, den Fans durch seinen Contamination oder Star Crash kennen dürften.

Der Film erinnert teilweise an die grossen Vorbilder – so wird Argentos Suspiria erwähnt (inklusive dem Soundtrack), Caroline Munro kehrt erneut in einen Luigi Cozzi Film zurück (spielte schon in Star Crash mit) und auch sonst blieb sich der Regisseur treu (eine der Splatterszenen mit aufplatzendem Bauch und rumfliegendem Gedärm könnte direkt aus seinem Contamination stammen).

Die Geschichte ist simpel, hier und da stimmungsvoll und bietet teilweise auch einige hübsche unheimliche Momente, paar tolle Blut-, Ekel- (die Kotz-Szene war super) oder sonstige Make-Up Effekte, welche genau meinen Geschmack entsprachen. Schöne Make-Up Kostüme und Masken, allesamt handgemachte Kreationen.

Der Soundtrack von Vince Tempera war sehr rockig und erinnert an den Soundtrack der grossen Vorbilder (Demons 1 + 2, Phenomena) – passte auf jeden Fall wunderbar dazu. Das japanische VHS gibt zudem Goblin an – eventuell, weil auch hier und da der Soundtrack von Suspiria zu hören ist? Anders kann ich es mir nicht erklären – so viel ich weiss gehört Vince Tempera nicht zur Gruppe Goblin.

Die Darsteller waren solide, wenn auch eher Mittel zum Zweck. Caroline Munro ist, wie gesagt, in einer Nebenrolle zu sehen während Michele Soavi einen Miniauftritt hat. Hauptdarstellerin Florence Guérin gefiel mir am besten, da wechselhafte und glaubhafte Darbietung der Figur Anne und als besessene Hexe.

Zwar hier und da leicht trashig und nicht an die grossen Vorbilder herankommend (was die filmische Qualität angeht), aber im Grossen und Ganzen einer der letzten wirklich guten Italo. Horrorfilme = für Fans des Genres sicherlich zu empfehlen! Abstriche müssen in Kauf genommen werden, aber der Film hat seine Szenen und Highlights (Effekte, Stimmung).

Infos:

O: Il Gatto nero

Italien 1989

R: Luigi Cozzi

D: Florence Guérin, Urbano Barberini, Caroline Munro, Brett Halsey, Luisa Maneri, Michele Soavi

Laufzeit der jap. VHS: Ca. 89 Min.

Gesehen am: 04.12.17

Fassungen: Mir lag das VHS aus Japan von Cam Video vor = Uncut, relativ günstig (30 Euro) von einem Finnländer abgekauft in Englisch in einer guten Bildqualität mit festen japanischen UT. In Deutschland bisher nur zensiert auf VHS veröffentlicht worden. Andere VHS (Frankreich z.B.) sollen eine alternative Fassung innehaben. Es gibt weltweit keine DVD oder Blu Ray (Stand: Dez. 2017). Laut imdb.com liegen die weltweiten Rechte für alle Medien seit 2017 bei MGM – ob bald mit einer DVD oder Blu Ray zu rechnen sein wird? Nachtrag 07.02.21: Für eine 2. Sichtung lag mir nun die US-Blu-Ray von Severin Films vor = Uncut, erstklassige Bild- und Tonqualität, DVD (oder Blu-Ray) Weltpremiere, Englischer Ton, exklusive Extras (u.a. Interviews mit Luigi Cozzi & Caroline Munro).