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Samstag, 27. Juni 2026

5 Venoms vs. Wu Tang

5 Venoms vs. Wu Tang

Story:

Ein Taoist-Priester (Lu Feng) kümmert sich um Vampire. Doch ein Exorzismus geht schief und ein Vampir Kind entkommt. Das Vampir-Kind trifft auf eine Gruppe Kinder. Diese nehmen den Vampir-Jungen zu sich nach Hause und versuchen, ihn vor ihren Eltern (Cynthia Khan) zu verstecken. Dumm nur, dass es sich die Vampir-Eltern zur Aufgabe machen, ihren Sohn zu finden. Derweil gerät auch ein anderer Taoist-Priester (Chiang Sheng) und dessen Schüler (Tang Heng-Wu) zwischen die Fronten…

Meine Meinung:

Aka Vampire Kid II. 5 Venoms vs. Wu Tang ist ein weiterer Mr. Vampire Abklatsch aus Taiwan à la Hello Dracula. Das heisst hüpfende Vampire, Kinder, Slapstick, Urin-Jokes (mehrere) und Martial Arts werden zu einem kurzweiligen Film geformt. Der Film ist sehr solide und wer das Genre um hopping Vampires mag, kann bedenkenlos einen Blick riskieren. In den USA wurde der Film als «Venoms» Film vermarktet, da zwei der «Venoms» an Bord sind. Lu Feng (der am 27.09.26 nach London kommen wird) sowie Chiang Sheng (The Imperial Sword Killing the Devil, Ninja Kung Fu, Crippled Avengers) sind in Hauptrollen zu sehen.

Der Film ist ein unterhaltsamer Mix ohne grössere Überraschungen. Die Mehrheit der Vampir, Action- und Taoist-Priester-Szenen kommen am Anfang und Ende vor. Dazwischen gibt es auch ruhigere Momente mit dem Vampir-Kind und anderen Kindern. In diesen Szenen taucht auch kurz Cynthia Khan (Queen’s High, Catching Murderer Overseas, Madam City Hunter) in einer kleinen Nebenrolle auf. Sie bekommt keine Kampfszenen spendiert. Dann ist auch noch Ricky Cheng Tien-Chi (Five Element Ninjas, The Nine Demons) dabei. Ihn habe ich allerdings nicht erkannt, was am Outfit (Kleidung, Fake-Bärte oder Make-Up Masken, sollte er einen der Vampire spielen) liegen könnte.

Die Kampfszenen sind fantasievoll, rasant und mit den üblichen Tricks des Genres ausgestattet (z.B. Luft anhalten, um vom Vampir nicht erkannt zu werden). Das überrascht auch nicht, denn Regisseur Wang Chih-Cheng hat in dem Sub-Genre um hüpfende Vampire Erfahrungen. So drehte er u.a. Hello Dracula 2 und Chivalric Tornado (aka Vampire Strikes Back). Produziert wurde der Film von Hong Hwa International Films, die viele Joseph Kuo (Born Invincible, The Mystery of Chess Boxing, The 7 Grandmasters) Filme oder andere Kracher wie Seven Men of Kung-Fu realisiert haben. Und einige der Kinder-Darsteller waren auch in anderen Rollen als Kinder zu sehen (Li Min-Sek spielte z.B. in Aloha Little Vampire Story mit).

Fazit: Solide. Fans des Jiangshi-Genres greifen zu!  

Infos:

O: 天外天小子

Taiwan 1988

R: Wang Chih-Cheng

D: Lu Feng, Chiang Sheng, Ricky Cheng Tien-Chi, Cynthia Khan, Tang Heng-Wu, Li Min-Sek

Laufzeit der US-DVD: Ca. 92 Min.

Gesehen am: 26.06.26

Fassungen: Gesehen via US-DVD von Ground-Zero Entertainment = zwei Filme in einem Set, Mandarin mit englischen und chinesischen Subs, k.A. ob Uncut oder nicht. Die Bild- und Tonqualität sind mässig. Das Bild nicht anamorph. Es gibt u.a. eine LD in China, eine jap. VHS und auch eine VHS in Südkorea (sehr dunkle Bildqualität). Gemäss einem YouTube Kommentar soll die US-Fassung zensiert und die VHS aus Südkorea, ausgerechnet in Gewaltmomenten, länger sein = «This isn't uncut.  It's missing the scenes where the kid friends are killed and the brother loses his leg.  You can see it if you search this.  강시소자 2 천외천소자天外天小子».

Montag, 19. Januar 2026

Gallants

 

NIFFF 2010 / 2011 mit Chen Kuan-Tai in Amsterdam

Gallants

Story:

Ein Teehaus soll verkauft werden. Schwächling Leung King Cheung (Wong Yau-Nam) wird damit beauftragt. Doch den Verkauf lassen Dragon (Chen Kuan-Tai) und Tiger (Bruce Leung Siu-Lung) nicht zu, dessen Meister Law Sun (Teddy Robin Kwan) seit 30 Jahren im Koma liegt und der Besitzer des Grundstücks ist. Als Meister Law Sun aus dem Koma erwacht, hält er ausgerechnet Schwächling Leung King Cheung für seinen Schüler Dragon und bereitet ihn auf ein Kampfturnier, organisiert und gesponsert von Master Pong Ching (Michael Chan Wai-Man), vor…

Meine Meinung:

Gallants sah ich 2010 am NIFFF. Ein Jahr später liess ich meine HK-DVD in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signieren. Bei Gallants vom Regie-Duo Clement Cheng & Derek Kwok handelt es sich um eine Retro-Hommage ans klassische Kung-Fu-Genre. Daher wurden auch Altstars wie Chen Kuan-Tai (Challenge of the Gamesters, Man of Iron), Bruce Leung (Broken Oath, Call Me Dragon), Teddy Robin Kwan (To Spy with Love, Cops and Robbers), Michael Chan Wai-Man (The Invincible Killer, Black List) oder Venom-Star Lo Meng (Pursuit of a Killer, Crippled Avengers) im Film vereint. Das dazumal im Jahr 2010 noch erleben zu dürfen war schon eine tolle Sache. Der Film wurde zu Ehren von Bruce Leung neu angesehen, der Mitte des Monats verstorben ist.

Gallants hat, wenig überraschend, die Neusichtung bestanden. Der Film hat mir Spass und Vergnügen bereitet. Wer das klassische (Shaw Brothers) Kung-Fu Kino mag, wird am Film Freude haben. Nur schon aufgrund des Cast. Zu den oben genannten Recken sehen wir auch in der weiblichen Nebenrolle als Teddy Robins Ehefrau einen Altstar: Siu Yam-Yam spielte auch schon in Shaw Brothers Filmen mit, u.a. in The Teahouse an der Seite von Chen Kuan-Tai. Schön. Auch die jungen Newcomer um Wong Yau-Nam (Coffin Homes, Bursting Point), JJ Jia Xiaochen oder Ou-Yang Ching vermögen zu überzeugen. Der Film ist unterhaltsam und wartet mit einem tollen Intro, welches an Bruce Lee Filme erinnert, auf. Die Kampfszenen wurden realistisch eingefangen, sind schön choreographiert, bodenständig und es wurde als Stilmittel auch viel Zeitlupe verwendet.

Dabei bekommt Bruce Leung deutlich mehr Kampfszenen spendiert als z.B. sein Partner Chen Kuan-Tai oder Lo Meng. Michael Chan Wai-Man hingegen ist in keiner Kampfszene zu sehen. Dennoch machte seine Präsenz auch Freude. Er war gut mit Bruce Leung befreundet. Bruce Leung macht trotz seines Alters eine starke Figur. Seine Kicks sind noch immer eine Augenweide und mit viel Power garniert. Für die Kampfchoreographie ist auch ein Shaw Brothers Talent verantwortlich gewesen: Yuen Tak (Lovers Blades, Ambitious Kung Fu Girl). Er hat einen ausgezeichneten Job gemacht. Der mir unbekannte Li Haitao, der quasi den «Endgegner» spielt, hat mich auch überzeugt. Er feierte sein Filmdebüt, wie es scheint, auch in einer Shaw Brothers Produktion = Drunken Monkey aus dem Jahr 2003. Dort spielte er «Rocky».

Fazit: Spassig und unterhaltsam!

Infos:

O: Da Lui Toi

HK 2010

R: Clement Cheng, Derek Kwok

D: Chen Kuan-Tai, Bruce Leung Siu-Lung, Wong Yau-Nam, JJ Jia Xiaochen, Teddy Robin Kwan, Lo Meng, Michael Chan Wai-Man, Ou-Yang Ching

Laufzeit der HK-DVD: 96:94 Min.

Gesehen am: NIFFF 2010 / Neusichtung am:

Fassungen: Ich sah den Film am NIFFF 2010. Später kaufte ich mir die HK-DVD von KAM & RONSON, die 2011 in Amsterdam von Chen Kuan-Tai signiert wurde. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut, O-Ton und englische Subs sind auf der Disc enthalten. Der Film ist Uncut. In Deutschland als Tiger & Dragon Reloaded erschienen (auf DVD, Uncut, Deutsch/Kantonesisch mit deutschen Untertiteln).

Samstag, 6. Dezember 2025

Ninja Kung Fu Review


Ninja Kung Fu

Story:

Japaner attackieren China und dringen ins Land ein. Ihr Ziel ist es, den Kaiser (Ti Lung) zu töten und ein wertvolles Buch über Kampftechniken zu finden. Die Chinesen suchen nach einem Meister und dessen drei Schüler (Phillip Kwok Chun-Fung. Chiang Sheng, Lu Feng), die es mit den Japanern (Yasuaki Kurata) aufnehmen sollen…

Meine Meinung:

Aka Ninja in the Deadly Trap. Ich sah den Film aus Taiwan, in welchem China von Japanern bedroht wird, seit dem Januar 2008 nicht mehr. Ich habe Ninja Kung Fu und dessen Inhalte mit jenem aus A Life of Ninja verwechselt. Bei letzterem handelt es sich auch um eine 80er Jahre Produktion aus Taiwan, das Wort Ninja kommt im Titel ebenso vor und teilweise spielt auch der gleiche Cast mit (Yasuaki Kurata). Ninja Kung Fu hat die 2. Sichtung bestanden.

Der Film ist, trotz Shaw Brothers Cast und Ähnlichkeiten zu diversen Shaw Arbeiten (z.B. Heroes of the East oder Five Element Ninjas), eine unabhängige Film-Produktion. Scheinbar war die Produktion auch etwas chaotisch, wenn man sieht, wie viele Regisseure einige der Film-Datenbanken listen. Laut hkmdb führten z.B. ganze vier Personen Regie. In einem Interview gab Venom-Star Phillip Kwok Chun-Fung, der im Film mitspielt und auch Regie führte an, dass die «Nicht-Actionszenen» aufgrund Dreh- und Produktionsprobleme von Pao Hsueh-Li (Blooded Treasury Fight) beendet wurden. Was genau es für Probleme sind, wollte Phillip Kwok im Interview nicht verraten.

Sieht man dem Film seine chaotischen Produktions- und Drehbedingungen an? Eigentlich nicht. Auffallend ist nur, dass die 2. Hälfte und das Finale klar besser sind als der Rest. Das liegt aber schlicht an der Tatsache, dass dort die meisten Action-Sequenzen zum Tragen kommen. Der Plot ist relativ dünn. Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra, The Avenging Eagle, The Convict Killer) als General ist in einer Rolle ohne Kampfszenen zu sehen. Dem sollten sich Fans bewusst sein. Ihr Idol oder Liebling ist kein Actionheld in dieser Rolle. Als Bösewicht und Anführer der Japaner (logisch und konsequent) ist natürlich kein geringerer als Yasuaki Kurata (Millionaires Express, V.I.P., Return of the Sister Street Fighter) zu sehen.

Die Kampfszenen sind zuweilen blutig, fantasievoll, voller Ninjas und tollen Eins zu Eins Duellen. Vor allem im letzten Viertel. Die drei Venom Stars Phillip Kwok Chun-Fung (Hard Boiled, Das Höllentor der Shaolin), Lu Feng (Death Ring, Heaven and Hell) sowie Chiang Sheng (The Rebel Intruders, Crippled Avengers) mögen zwar nicht das Charisma anderer Stars aus jener Zeit besitzen, doch was ihre Kampffähigkeiten und die Choreographie angehen, sind sie erste Sahne. Die spielen die drei Helden des Filmes, die China vor den Japanern rettet. Die Kampfszenen im letzten Viertel sind spektakulär und sehenswert ausgefallen. Nur schon allein deshalb lohnt sich die Sichtung des Filmes.

Fazit: Für Eastern Fans ein gefundenes Fressen!

Infos:

O: Sui Si San Chuen

Taiwan 1981, 1982 (je nach Quelle)

R: Pao Hsueh-Li, Phillip Kwok Chun-Fung, Chiang Sheng, Lu Feng

D: Phillip Kwok Chun-Fung, Lu Feng, Ti Lung, Yasuaki Kurata, Chiang Sheng

Laufzeit der US-VHS: 96:15 Min. / Laufzeit der HK VCD: 52:44 & 40:31 Min.

Gesehen am: Januar 2008 / Neusichtung am: 14.09.25 / Sichtung der HK-VCD: 13.02.26

Fassungen: Den Film sah ich früher als US-DVD von Tai Seng. In der Hoffnung für eine O-Ton Fassung kaufte ich mir via FB-Auktion das VHS aus den USA (Tai Seng). Dort heisst der Film Ninja Kung Fu. Schade ist, dass der Film dort neu auf Kantonesisch eingesprochen wurde (mit festen englischen und chinesischen Untertiteln). Mühsam ist, dass die Original-Dialoge in Mandarin noch (leise) zu hören sind. Diese sind, wie auch allgemein der Ton (Kampfgeräusche, Musik) sehr leise abgemischt, was ein komisches Filmvergnügen abgibt. Teilweise hat man fast das Gefühl, eine VCD zu schauen die falsch abgemischt ist (wenn Mandarin und Kantonesisch gleichzeitig aus den Boxen dröhnen). Im O-Ton ist die HK-VCD von Ocean Shores (Canto und Mandarin ohne Subs). In Widescreen scheint bisher nur die VHS aus Japan zu sein (Englischer Dub). In Deutschland ist der Film nur zensiert auf VHS zu haben (Titel: Der Clan der Ninja). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: Sept. 2025). Nachtrag Feb. 2026: Endlich in einer O-Ton Fassung (Mandarin ohne Subs) gesehen via HK-VCD von Ocean Shores. Kommt besser als beim US-VHS (Canto Dub aber Mandarin Dialoge noch leicht hörbar, Umgebungsgeräusche/Musik bei Dialogen kaum zu hören). Wäre zwar jetzt auch in Deutschland erschienen und die deutsche Synchro soll top sein (wurde das jap. VHS als Master gebraucht da Widescreen), aber die VCD war schon auf dem Weg. Tolle Kampfszenen. Keine Untertitel, solide Bild- und Tonqualität. In einem Auktionshaus in HK gefunden. 

Sonntag, 23. November 2025

They Came to Rob Hong Kong Review

They Came to Rob Hong Kong

Story:

Mao (Roy Cheung), ein Gangster aus Hong Kong, entkommt in China der chinesischen Polizei (u.a. Kara Hui, Ann Bridgewater). Mao stellt vor Ort eine Gruppe aus Verbündeten (u.a. Chin Siu-Ho, Dean Shek, Sandra Ng, Stanley Fung, Eric Tsang, Charlie Cho Cha-Lee, Shing Fui-On) zusammen. Jenny (Chingmy Yau) wird ihre Ausbildnerin. Ihr Zielt ist es, in Hong Kong einen grossen Coup zu landen…

Meine Meinung:

They Came to Rob Hong Kong sah ich zufällig, als ich ein befreundetes Ehepaar besuchte via YouTube auf ihrem TV. Es handelt sich um eine Ende der 80er Jahre Actionkomödie aus Hong Kong und um einen Film von Clarence Ford (Info), der dieses Jahr zu jung verstorben ist. Zu dem Zeitpunkt habe ich praktisch alle seine Filme, die ich auf dem Blog noch nicht beschrieben hatte, gesichtet. They Came to Rob Hong Kong hatte ich nie, aber ich glaube, den Film auf einer Wunschliste notiert zu haben.

Wir wurden positiv überrascht. Wer das moderne Kino aus Hong Kong mag (Ende 80er Jahre, 1990-1995), dürfte mit They Came to Rob Hong Kong viel Spass haben. Der Film hat eigentlich kaum Plot. Dieser dient mehr als Aufhänger und dem Selbstzweck. Zum Banküberfall kommt es z.B. nie. Roy Cheung (School on Fire, Wild Search) spielt den Gangster, der sich gleich zu Beginn u.a. mit Kara Hui (Mrs K, Madam City Hunter) harte Kämpfe und coole Stunts abliefert (inklusive eines blutigen Shoot-Outs).

Danach kommt es zur Rekrutierung der Einzelpersonen, die Roy Cheung meint, für seinen Banküberfall brauchen zu können. Und hier ändert sich der Ton des Filmes weg von harter Action zu Slapstick, Situationskomik, Blödeleien, sexistischem, derbem und politisch unkorrekten Humor. Mit anderen Worten: zu viel Spass! Der Film erinnert dabei von dem Tonfall und dem Mix (Action und Klamauk) an die «Lucky Stars» Film. Dass dann auch noch zwei der «Lucky Stars», nämlich Eric Tsang (The Last Blood, Hitman) und Stanley Fung (Thrilling Story, Winners Takes All), hier zu sehen sind, passt perfekt dazu.

Der Film ist spassig und unterhaltsam. Klamauk im ständigen Wechsel mir rasanten Kampfszenen, die spektakulär anzusehen und stark choreographiert wurden. Venom-Star Phillip Kwok (Holy Flame of the Martial World, The Cat) hat diese choreographiert. Dazu kommt ein unglaublicher Cast. Noch nicht erwähnte Namen wären z.B. Chin Siu-Ho (Fast Fingers, The Seventh Curse), Dean Shek (By Hook or by Crook, Aces Go Places), Sandra Ng (Forced Nightmare, The Inspector Wears Skirts), Charlie Cho Cha-Lee (Who Cares, The Two Jolly Cops), Shing Fui-On (Running Mate, Brave Young Girls) und eine junge Chingmy Yau (Raped by an Angel, City Hunter).

Fazit: Nebst The Man from Vietnam, Naked Killer und Cheap Killers der beste Film von Clarence Ford!

Infos:

O: Ba bo qin bing

HK 1989

R: Clarence Ford

D: Roy Cheung, Kara Hui, Ann Bridgewater, Chin Siu-Ho, Dean Shek, Sandra Ng, Stanley Fung, Eric Tsang, Charlie Cho Cha-Lee, Shing Fui-On, Chingmy Yau

Laufzeit der YouTube Fassung: Ca. 91 Min.

Gesehen am: 15.08.25

Fassungen: Beim Kumpel via YouTube Kanal (den offiziellen von Mei Ah) gesehen. Im O-Ton mit chinesischen und englischen Subs. Dürfte das HD-Master der HK-Blu-Ray gewesen sein. Diese läuft jedoch 98 Minuten (Online finde ich Versionen, die 98:41 Min. laufen), während die YouTube Fassungen nur 90:52 und 91:02 Minuten (Mandarin und Canto) laufen. Der YouTube Print soll zensiert sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Samstag, 23. August 2025

Shaolin Temple

Shawgust 2025

Shaolin Temple

Story:

Die Regierung (Ku Feng, Lu Feng, Wong Ching, Tsai Hung) plant den Shaolin Tempel und dessen Mönche und Schüler (Lo Meng, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Ti Lung, David Chiang, Phillip Kwok, Li Yimin, Bruce Tong Yim-Chaan, Yueh Hua, Wang Chung, Lau Wing, Wai Wang) zu töten. Verräter (Shan Mao, Johnny Wang Lung-Wei) im Shaolin Tempel machen es der Regierung einfach, sich auf den Kampf vorzubereiten…

Meine Meinung:

Chang Cheh (The Generation Gap, Die 13 Söhne des gelben Drachen, Heaven and Hell) spannte mit Wu Ma (Haunted House Elf, Heroic Brothers, Into the Night) zusammen und veröffentlichte Mitte der 70er Jahre mit neuem Choreographen-Team (Liu Chia-Liang und Tong Kai waren Geschichte) und in Taiwan gedreht einen der sehenswertesten Shaolin-Kloster-Beiträge aus dem Shaw Brothers Universum. Der Film gilt zu Recht als sehenswert und Klassiker des Genres. Ich sah den Film seit 15 Jahren nicht mehr und der Steifen hat die 2. Sichtung locker bestanden.

Der Plot ist zwar sehr dünn, nichts Neues und dient praktisch nur dem Selbstzweck, dafür rocken die vielen spektakulären Kampf- und Trainingsszenen. Vor allem das lange Finale bietet Spektakel pur. Der Film wird aber nicht jedem Star gerecht. Folgende Namen bekommen am meisten Kampfszenen spendiert: Chi Kuan-Chun (Shaolin – Eine Faust die tötet), Alexander Fu Sheng (Friends), Johnny Wang Lung-Wei (My Rebellious Son), Li Yimin (7 Commandments of Kung Fu), Bruce Tong Yim-Cha (Shaolin Abbot) und Shan Mao (Tiger). Vor allem letzterer, den ich vor allem von 70er Jahre Basher kenne, hat mich in den Kampfszenen positiv beeindruckt.

Namen wie Ti Lung (Young Lovers on Flying Wheels), Phillip Kwok (Forbidden Arsenal) und David Chiang (The Revenge of the Shaolin Kid) dürfen eigentlich fast nur im Finale zeigen, was sie können. Andere Namen kommen so gut wie nicht (Wang Chung und Yueh Hua) oder gar nicht (Ku Feng) zum Zug. Als Bösewichte (nebst den zwei Verrätern) und daher nur im Finale kämpfend überzeugen Namen wie Lu Feng (The Rebel Intruders), Tsai Hung (8 Strikes of Wild Cat) und Wong Ching (The Prodigal Boxer). An dem Trio hatte ich grosse Freude. Die passen immer hervorragend in die Schurken-Rollen.

Fazit: Must See Titel!

Infos:

O: Shao Lin Si

HK 1976

R: Chang Cheh, Wu Ma

D: Lo Meng, Alexander Fu Sheng, Chi Kuan-Chun, Ti Lung, David Chiang, Phillip Kwok, Li Yimin, Bruce Tong Yim-Chaan, Shan Mao, Johnny Wang Lung-Wei, Yueh Hua, Wang Chung, Ku Feng, Lu Feng, Wong Ching, Tsai Hung, Lau Wing, Wai Wang, Shih Szu

Laufzeit der UK-Blu: 119:45 Min.

Gesehen am: April 2010 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shaw Scope Volume One) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Als Bonus gibt es eine Fassung ohne Frame-Cuts und ein Special über Chang Cheh vorgetragen von Tony Rayns (Ca. 30 Min.). Letzteres ist zu empfehlen. Weitere Extras (u.a. ein Interview mit Chiang Tao) muss ich noch schauen. In Deutschland (als Der Tempel der Shaolin) von diversen Labels auf Blu-Ray und DVD zu haben (Deutsch, Mandarin mit Subs, Uncut).

Sonntag, 17. August 2025

The Brave Archer

Shawgust 2025

The Brave Archer

Story:

Kuo Tsing (Alexander Fu Sheng) wächst bei den 7 Seltsamen (u.a. Tsai Hung, Lam Fai-Wong, Lo Meng, Lu Feng) auf. Er macht sich nach einem Angriff auf den Weg zu einem Duell. Unterwegs trifft er auf neue Freunde (u.a. Dick Wei und Kara Hui) und trifft auf diverse Meister (u.a. Ku Feng und Phillip Kwok), welche ihn trainieren. Am Ende muss er gegen Ouyang Ke (Danny Lee) antreten, um das Herz seiner Liebe (Tien Niu) zu gewinnen…

Meine Meinung:

The Brave Archer stellt die Verfilmung chinesischer Literatur dar. Die Shaw Brothers verfilmten The Legend of the Condor Heroes. Insgesamt umfasst die Reihe vier Filme. Ende der 70er Jahre wurde Chang Cheh (Kuan - Der unerbittliche Rächer, Five Element Ninjas, Dancing King) beauftragt, den Stoff mit seinem damaligen Star Alexander Fu Sheng (Chinatown Kid, Heroes Two, Disciples of Shaolin) zu verfilmen. Der Film ist sehr komplex und konnte mich während der 2. Sichtung nicht 100% überzeugen. Es kommen etliche Figuren vor, die alle im Vorspann vorgestellt werden. Einige der Darsteller kommen nur im Vorspann vor und dessen gespielte Figuren sind nicht Mal im Film zu sehen. Schräg.

Nebst Alexander Fu Sheng tummeln sich hier Namen wie Phillip Kwok (einer der Meister, den Fu Sheng trifft), Ku Feng (Dito), Johnny Wang Lung-Wei (taucht nur im Finale auf und kämpft unspektakulär gegen Ku Feng), Danny Lee (mit ihm werde ich ihn Shaw Produktionen nicht warm), Dick Wei (Vater von Kara Hui), Kara Hui (Tochter von Dick Wei), Chan Shen (spielt fast immer die gleichen Rollen), Fan Mei-Sheng, Lo Meng (Venom-Star), Lu Feng (Venom-Star) oder Ti Lung (kommt nur im Vorspann vor). Tsai Hung sah durch seine Perücke doof aus und Ku Kuan-Chung und Lam Fai-Wong waren wenig sympathisch und (durch ihr Aussehen) fast schon nervend.

Für Chang Cheh Verhältnisse ist das Fazit eigentlich (vor allem in Sachen Action, Blutgehalt und Choreographie) enttäuschend. Die 1. Hälfte mochte ich mehr als die 2. Eigentlich geht es darum, dass sich Alexander Fu Sheng in die Welt auf macht, um sich zu duellieren. Zuerst denkt der Zuschauer noch, dass es eine Rache-Story gibt. Am Ende muss Fu Sheng dann gegen Danny Lee antreten, um das Herz seiner Liebe (Niedlich: Tien Niu) zu erobern. Zwischendurch lässt er sich von diversen Meistern weiter trainieren. Alexander Fu Sheng wirkt gehemmt/lustlos und viele der anderen Stars kommen viel zu kurz oder können kaum bis nichts von ihrem Können zeigen. Schade. Der Film wirkt überladen und verschenkt viel Potenzial. Die beste Szene ist jene mit der grossen Gummi-Schlange. Warum nicht mehr davon?

Fazit: Da wäre mehr möglich gewesen!

Gefolgt von: The Brave Archer 2

Infos:

HK 1977

R: Chang Cheh

D: Alexander Fu Sheng, Tien Niu, Phillip Kwok, Ku Feng, Johnny Wang Lung-Wei, Danny Lee, Dick Wei, Kara Hui, Chan Shen, Fan Mei-Sheng, Lo Meng, Ti Lung, Tsai Hung, Ku Kuan-Chung, Lam Fai-Wong, Lu Feng

Laufzeit der US-Blu: Ca. 122 Min.

Gesehen am: Jan. 2013 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Mir lag die US-Blu-Ray von Shout Factory vor (The Brave Archer Collection) = O-Ton, englische Subs, Uncut, hervorragende Bild- und Tonqualität, 15minütiges Extra mit David West. In Deutschland lief der Film als Der Schwur des Karateka in einer stark zensierten Form im Kino. Es gibt in Deutschland keine VHS, DVD oder Blu-Ray (wohl, weil ca. 50 Min. an Handlung entfernt wurden).

Freitag, 8. August 2025

Holy Flame of the Martial World

Shawgust 2025

Holy Flame of the Martial World

Story:

Das Schicksal führt Geschwister (Max Mok, Yeung Ching-Ching) nach dem Tod ihrer Eltern wieder zusammen. Gemeinsam wollen sie die Mörder ihrer Eltern (Jason Pai Piao, Leanne Lau Suet-Wah) töten und den Tod ihrer Eltern rächen…

Meine Meinung:

Holy Flame of the Martial World ist Shaw Brothers Antwort auf Tsui Harks Zu: Warriors from the Magic Mountain. Regie führte Lu Chin-Ku (The Haunted Madam, Dreaming the Reality, Lovers Blades). Holy Flame of the Martial World bietet Unmengen an Fantasy-Elementen, abgefahrenen Kamerafahrten, schnellen Szenenabfolgen, charmanten Effekten und extrem viel Wirework-Einsatz. Sehr viel. Der Film wirkte auf mich schon fast zu abgedreht, zu übertrieben und zu überladen, was fantastische Ideen und die Hülle und Fülle an Figuren angehen.

Einige Action-Szenen waren zu schnell und etwas zu unübersichtlich gefilmt und geschnitten. Zudem fand ich den Humor und speziell auch die Musik(Geräusche) teilweise etwas nervend und doof. Wäre der Film ernster und der Film etwas weniger überladen gewesen, hätte ein echter Kracher bei rauskommen können. So bleibt noch immer ein guter, solider und sehenswerter und vor allem zu keinem Zeitpunkt langweiligen Wuxia-Fantasy-Abenteuer, das von Beginn an bis zum Ende rasant und pausenlos zu überzeugen und unterhalten versteht. Die Kostüme, Effekte und Settings sind bunt, abwechslungsreich und könnten aus einem Märchen stammen.

Was den Cast angeht, haben mir vor allem die Mädels um Yung Jing-Jing (Little Dragon Maiden), Yeung Ching-Ching (Treasure Hunters) sowie ein junger Max Mok (Usurpers of Emperor's Power) gut gefallen. Auch Jason Pai Piao (Pursuit of a Killer) sehe ich immer gerne. Er spielt hier den Bösewicht. Etwas weniger Overacting wäre hingegen wünschenswert gewesen. Wo wir schon beim Overacting sind: Venom-Star Phillip Kwok (Hard Boiled) und seine Lach-Technik waren sehr «silly». Er war übrigens nebst Yuen Tak (Iron Angels II) der Action-Choreograph des Filmes. In kleineren Rollen sind ausserdem noch Namen wie Lam Wai (Visa to Hell), Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire) und Elvis Tsui (Shaolin Prince) zu sehen.

Fazit: Wer fantasievolle Shaw Brothers Filme à la Bastard Swordsman, Demon of the Lute und Co. mag, kann bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: Mou Lam Sing Foh Ling

HK 1983

R: Lu Chin-Ku

D: Max Mok, Jason Pai Piao, Phillip Kwok, Leanne Lau Suet-Wah, Chu Ko, Yung Jing-Jing, Yeung Ching-Ching, Lau Siu-Kwan, Elvis Tsui, Chan Shen, Lam Wai

Laufzeit der US-Blu: Ca. 90 Min.

Gesehen am: Okt. 2011 / Neusichtung am: Aug. 2025

Fassungen: Für die Neusichtung lag mir die US-Blu-Ray von Shout Factory vor = Shaw Brothers Classics Vol. Four. Der Film ist Uncut, kommt im O-Ton Kantonesisch daher und es gibt englische Subs. Die Bild- und Tonqualität sind hervorragend. Als Extras gibt es ein ca. 8:30minütiges Interview mit Chu Ko, der im Film auch mitspielt. Er liefert einige interessante Hintergrundinfos zum Film = Als Shaw von Tsui Harks innovativer Wire-Work und Fantasy Produktion erfuhr, die gerade gedreht wurden (Zu: Warriors from the Magic Mountain), wurde danach gleich Holy Flame of the Martial World ins Leben gerufen. Die Action-Choreographen Yuen Tak und Phillip Kwok (einer der Venoms, spielt im Film auch mit) sollen sich nicht vertragen haben und nie gleichzeitig am Set gewesen sein und Star Leanne Lau Suet-Wah soll während den Dreharbeiten angeblich erst 16 oder 17 Jahre alt gewesen sein. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Aug. 2025).

Samstag, 28. Juni 2025

Death Ring

 

Death Ring

Story:

Sun (Lee Chung-Yat) kämpft um das Herz einer Frau und tötet dabei unwillentlich seinen Gegenspieler. Der Vater der Frau (Chen Kuan-Tai) empfiehlt Sun, zu fliehen. Er geht nach Thailand. Dort wird er u.a. mit dem Vater der Verstorbenen (Chan Sing) konfrontiert, der im Kampf schwer verletzt wird (Ti Lung mischt dort auch noch mit). Viele Jahre später geht es um die Söhne der Protagonisten, welche ihren Rachedurst stillen und nach ihren Vätern suchen und zusammen in einem Thai.-Box-Turnier aufeinandertreffen…

Meine Meinung:

Death Ring ist ein komischer Film und kein Kracher. Wirklich schlecht ist die Mitte der 80er Jahre und zum Teil in Thailand gedrehte Produktion aber auch nicht. Der Film stellt eine Zusammenarbeit des Godfather of Kung Fu, Regisseur Chang Cheh (The Shanghai Thirteen, Chinatown Kid, Vengeance!), und Venom-Star Lu Feng (The Rebel Intruders, Vier gnadenlose Rächer, Ninja Kids) dar, der im Film auch eine Nebenrolle spielt. Chang Cheh hat wohl die Szenen in Hong Kong gedreht und Lu Feng jene in Thailand. Das dürfte auch das wirre und zusammenhängende Skript erklären.

Der wirre Plot war zusätzlich durch fehlende englische Untertitel, viele Zeitsprünge im Setting und hier und da durch eine mässige Bildqualität zusätzlich erschwert. Der lahme und sehr wirre Teil betrifft den Mittelteil des Filmes, wo es gar zu Längen kommt. Die besten Szenen und auch die besten Kampfszenen hat der Film in den ersten 20 Minuten. Die sind sehenswert. Die dort vorgeführten Kampfszenen sind rasant, knackig und spektakulär choreographiert. In diesen mischen dann auch Alt-Stars wie Chen Kuan-Tai (Heroes Two), Ti Lung (trägt eine ähnliche Kleidung wie in The Shanghai Thirteen) und Chen Sing (Tough Guy) mit. Deren Kämpfe gehören natürlich auch zu den Highlights des Filmes.

Danach flacht der Film, wie erwähnt, ab. Zwar gibt es hier und da Mal einen Kampf zu sehen, doch die Qualität der Kampfszenen der ersten 20 Minuten wird danach nie mehr erreicht. Es gibt mind. zwei solide Turnier-Thai.-Box-Szenen und auch im Finale folgen noch einige Prügeleien. Die erreichen aber nur noch solide Qualität. Lu Feng taucht erst später im Film auf und spielt nur eine Nebenrolle. Die Hauptfigur wird von Lee Chung-Yat (The Nine Demons) gespielt. Nebst ihm hat auch Co-Star Cheung Tai-Lun schon oft mit Chang Cheh gedreht (The Naval Commandos).

Fazit: Kein Must See Titel. Dazu gibt es im Mittelteil zu wenig Action und der Plot ist zu konfus. Nur für Hardcore-Fans von Chang Cheh zu empfehlen!

Infos:

O: Lei Tai

HK 1984

R: Chang Cheh, Lu Feng

D: Lu Feng, Chan Sing, Ti Lung, Chen Kuan-Tai, Lee Chung-Yat, Cheung Tai-Lun, Chai Kuang-Ning, Ho Kang

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 84:19 Min.

Gesehen am: Juli 2010 / Neusichtung: Ende März 2025

Fassungen: Für meine damalige Erstsichtung lag mir die US-DVD von Tai Seng vor. Uncut, Vollbild, nur Englisch Dubbed. Die DVD wurde 2011 von Chen Kuan-Tai signiert. Für die 2. Sichtung lag mir die VHS aus Südkorea vor. Dieses hat den Vorteil des Mandarin O-Tones. Dazu gibt es koreanische Subs. Die Bildqualität ist durchschnittlich bis mässig (dunkle Szenen). Vollbild. Sah Uncut aus. Eine O-Ton Fassung mit Subs ist mir nicht bekannt (Stand: März 2025). Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: März 2025).

Freitag, 2. Mai 2025

Witch from Nepal

Witch from Nepal

Story:

Joe (Chow Yun-Fat) macht zusammen mit seiner Freundin (Yammie Lam Kit-Ying) in Nepal Urlaub, als er auf eine mysteriöse Frau (Emily Chu) trifft, die ihm magische Kräfte überträgt. Beide beginnen eine Affäre. Doch ein Katzen-Krieger (Dick Wei) ist hinter Joes Affäre her und trachtet ihr und ihrem Umfeld nach dem Leben. In den Strassen Hong Kongs kommt es zum finalen Duell…

Meine Meinung:

Aka Nepal Affair. Nachdem das US-Label Vinegar Syndrome den Film als Blu-Ray angekündigt hat (wie auch das UK-Label 88 Films), wollte ich meine HK-DVD, eine relativ alte Scheibe, verkaufen. Doch der Deal schlug fehl. So nutzte ich diese Chance, um mir den Film nochmals anzusehen, statt Witch from Nepal, eine Mitte der 80er Jahre Produktion aus Hong Kong, blind neu zu kaufen. Und das war eine korrekte Entscheidung. Denn der Film konnte mich eigentlich nicht mehr wirklich überzeugen und ein Neukauf ist ausgeschlossen und eigentlich müsste ich den Film auch aus der Filmsammlung verbannen.

Witch from Nepal, teilweise wirklich vor Ort in Tibet gedreht, ist nämlich vor allem eins: uninteressant und langweilig. Sehr langweilig. Wenn man bedenkt, welche Namen und welches Filmstudio hinter mit dem Projekt standen (Ching Siu-Tung, Dick Wei, Chow Yun-Fat, Alan Chui Chung-San, Phillip Kwok Chun-Fung, Golden Harvest) kann man eigentlich nur enttäuscht sein. Das dürfte zusammen mit The Scripture with No Words oder Naked Weapon der uninteressanteste Film von Regisseur Ching Siu-Tung (Duel to the Death, A Chinese Ghost Story, Wonder Seven) sein. Auch die kaum vorhandene Action ist im Grossen und Ganzen enttäuschend. Trotz bekannter Namen wie Alan Chui Chung-San (The 7 Grandmasters) und Venom Star Phillip Kwok (Hard Boiled).

Der ähnlich gelagerte (Filmstudio, Herstellungsjahr, Herstellungsland, Chow Yun-Fat) The Seventh Curse war da um Längen besser. In jeder Hinsicht. Chow Yun-Fat (Wild Search, City War, Scared Stiff) war solide. Aber allein durch seine Präsenz kann er die Qualität des lahmen Filmes und des lahmen Plots nicht verbessern. Dick Wei (No Way Back, Rosa, To Kill a Mastermind) als Katzen Geist-Krieger bekommt nur im Finale paar coole Szenen spendiert. Allgemein gibt es nur im Finale und vor dem Finale die besten Szenen zu sehen, die u.a. Zombies und einen Kampf zwischen Dick Wei und Chow Yun-Fat auf menschenleeren Strassen in Hong Kong beinhalten, inklusive eines sehenswerten Abganges von Dick Weis Figur.

Fazit: Kein Must See Titel. Dazu ist der Film viel zu langweilig…

Infos:

O: Qi Yuan

HK 1986

R: Ching Siu-Tung

D: Chow Yun-Fat, Dick Wei, Emily Chu, Lam Kit-Ying

Laufzeit der HK-DVD: 88:51 Min.

Gesehen am: Nov. 2008 / Neusichtung am: 10.02.25

Fassungen: Mir lag die HK-DVD von Universe vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, Code Free, nicht anamorph, durchschnittliche Bild- und Tonqualität. Wer den Film mag, sollte die Vinegar Syndrome Blu-Ray (Double Feature zusammen mit The Seventh Curse) kaufen. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Feb. 2025).

Samstag, 29. März 2025

The Shanghai Thirteen


The Shanghai Thirteen

Story:

Ein brisantes Dokument macht die Runde. Diverse Killer (u.a. Danny Lee, Lu Feng, Chi Kuan-Chun, Wong Ching, Chan Sing, Sonny Yue) versuchen, den Besitzer zu töten und in den Besitz des Dokumentes zu gelangen. Doch diverse Helden (u.a. Wang Chung, Leung Kar-Yan, Andy Lau, David Chiang, Ti Lung, Chiang Sheng) setzen ihr Leben aufs Spiel, um den Träger und das Dokument an ihren Zielort zu bringen…

Meine Meinung:

Ich sah den Film länger nicht. Dies dürfte meine 3. Sichtung sein. The Shanghai Thirteen ist eine Mitte der 80er Jahre Produktion aus Taiwan von Meister-Regisseur Chang Cheh (The Boxer from Shantung, Chang Cheh: A Memoir, Chinatown Kid) der hier seine ganzen Stars (plus einige Neulinge), die er zu Shaw Brothers Zeiten entdeckte und förderte, in einem Film à la The Expendables oder Just Heroes zusammen vor der Kamera vereint. Im Gegensatz zu meiner 1. Sichtung (alte HK-DVD, nur Vollbild = englische Subs, wie das Bildformat, stark beschnitten) schaute ich den Film heuer ohne englische Untertitel an (dafür in Widescreen).

Fehlende englische Untertitel sind zu verschmerzen, da der Film praktisch keinen Plot an. Bis auf Jimmy Wang Yu (der Dieb zu Beginn), Danny Lee (Attentäter zu Beginn) und Chen Kuan-Tai (Executioners from Shaolin, Gang Master, Dirty Trick) bekommen alle mind. eine absolut spektakuläre Kampfszene spendiert. Nach dem Diebstahl und Attentat folgt etwas Gelaber, aber nach ca. 20-25 Min. folgt ein Kampfsetting nach dem anderen. Ohne Pause bis zum Ende. Die Kampf-Choreographie ist der Wahnsinn und es wird heldenhaft und blutig gestorben wie zu besten Chang Cheh Zeiten. Ein feuchter Traum für Shaw Brothers Fans.

Nebst Jimmy Wang Yu (The Killer Meteors), Danny Lee (Undeclared War) und Chen Kuan Tai sind Namen zu sehen wie Raiders of the Shaolin Temple Star Sonny Yue (tolle Kämpfe im Finale), Venom Star Chiang Sheng (Crippled Avengers), Wang Chung (tolle Kampfszene, bevor er erschossen wird), Leung Kar-Yan (grössere Überraschung, ihn in diesem Film zu sehen, toller Kampf gegen Venom Star Lu Feng), ein junger Andy Lau (grössere Überraschung, ihn in diesem Film zu sehen, toller Kampf gegen Venom Star Lu Feng), David Chiang (tolle Kampfszenen im Casino gegen Chi Kuan-Chun und Wong Ching), Ti Lung (darf im Finale kämpfen und ist einer der wenigen Überlebenden), Venom Star Lu Feng (tolle Kampfszenen gegen Andy Lau und Beardy), Chi Kuan-Chun (Casino Bösewicht, liefert sich tolle Kampfszenen mit u.a. David Chiang), Wong Ching (toller Fächer-Kampf mit Dauergrinsen und starken Overacting, Kampf gegen u.a. David Chiang), The Nine Demons Star Ricky Cheng (Dancing King) und Chan Sing als Art Endboss (Kampf gegen Ti Lung).

Fazit: Must See Titel für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O:  Shang Hai Tan Shi San Tai Bao

Taiwan 1984

R: Chang Cheh

D: Danny Lee, Lu Feng, Chi Kuan-Chun, Wong Ching, Chan Sing, Wang Chung, Leung Kar-Yan, Andy Lau, David Chiang, Ti Lung, Chen Kuan-Tai, Jimmy Wang Yu, Sonny Yue, Ricky Cheng

Laufzeit der jap. DVD: 86:48 Min.

Gesehen am: Sept. 2011 / Neusichtung am: 18.01.25 / Sichtung der HK-Blu: 28.05.25

Fassungen: Mir lag die DVD aus Japan von Victor Entertainment vor. Die ist zwar Uncut (und somit länger als die DVDs aus Deutschland und England) und bietet eine recht anständige Bildqualität (plus Widescreen), aber leider liegt der Film nur in Kantonesisch vor. O-Ton wäre Mandarin. Es gibt keine englischen Subs. Uncut, mit O-Ton und englischen Subs ist die HK-Blu-Ray. In Deutschland wurde der Film als 13 Kämpfer von Shanghai veröffentlicht. Nachtrag Mai 2025: Mit der HK-Blu-Ray von CN Entertainment erfolgte nun die erste Sichtung im O-Ton und mit englischen Subs. Der Film ist, wie bereits erwähnt, ein Kracher! Die Blu-Ray hat eine bessere Bildqualität als die DVD aus Japan. Allerdings war ich mit der Tonspur qualitativ nicht zufrieden. Vor allem im letzten Viertel gab es meiner Meinung nach hörbare Probleme. Dialoge und Geräusche, die dumpf waren und die man kaum gehört hat oder wo sich die Tonlage während eines Dialogs verändert hat. Zudem hatte ich auch den Eindruck, dass einige der Kampfszenen plötzlich schneller ablaufen als bei der DVD aus Japan, was unecht aussah. Da ich die DVD aus Japan nicht mehr habe, kann ich das aber nicht mehr vergleichen. 

Freitag, 24. Januar 2025

Fast Fingers

 

Fast Fingers

Story:

Uncle Dong Bill (Bill Tung) ist ein Meisterdieb. Er und seine zwei Schüler Qiu Qi (Chin Siu-Ho) und Ma Cheung (Chiang Kam) stehlen und stehlen und stehlen. Captain Tie Li Wei (Lo Meng) macht sich das Trio zu Nutzen und lässt die drei für sich arbeiten. Sein Ziel ist es, Gangster Dragon (Johnny Wang Lung-Wei) zu schnappen…

Meine Meinung:

Hsu Hsia (Shaolin Hand Lock, Full Moon Scimitar, Shaolin Abbot), ein Shaw Darsteller (meist Cameos oder Kurzauftritte), führte am Ende der Shaw Brothers Ära auch in einigen Shaw Filmen Regie. Er erreichte nie die Aufmerksamkeit und Klasse eines Chang Cheh, Liu Chia-Liang und Co. Dennoch war er für einige tolle und spassige Filme wie Kid from Kwangtung, Ghosts Galore oder I Will Finally Knock You Down, Dad! zuständig. Fast Fingers, sein 4. Film, ist ein Mix aus Komödie, Action und Gambling. Die Shaw Brothers versuchten dazumal, den damals noch jungen und nicht bekannten Chin Siu-Ho als neuen Star zu etablieren. Er spielte auch in Hsu Hsias späterem Film I Will Finally Knock You Down, Dad! mit.

Die Mitte der 80er Jahre Produktion sprang auf den Zug von Kung Fu Komödien, ausgelöst durch Drunken Master und Co. (1979) und dessen Erfolg, auf. Die Konkurrenz war jedoch hoch. Golden Harvest und andere, kleinere unabhängige Studios gewannen mehr und mehr die Oberhand. Stars wanderten ab (Jimmy Wang Yu, John Woo, Yuen Wah…). Das gleiche trifft auf Chin Siu-Ho (Love Me Vampire, The Seventh Curse, The Blonde Fury) zu, der hier eine starke Performance bietet und schon zuvor mit Kollege Johnny Wang Lung-Wei (Shaolin and Wu Tang, Lovers Blades, This Man Is Dangerous) zusammengearbeitet hat (in Brothers from Walled City). Johnny Wang Lung-Wei macht seine Sache als Bösewicht souverän.

Chin Siu-Ho spielt hier zusammen mit Fatty Chiang Kam (Two Fists Against the Law) einen Taschendieb und Schüler von Meister-Dieb Uncle Bill, gespielt von Police Story Star Bill Tung (The Inspector Wear Skirts II, First Strike, Just Heroes). Diese geraten im Verlauf des Filmes an Bösewichte und dienen damit Venom-Star Lo Meng (Pursuit of a Killer, Men from the Gutter, Five Element Ninjas). An Lo Leng hatte ich Freude, aber auch Chiang Kam und Bill Tung haben gut mit Chin Siu-Ho und dem Plot harmoniert. In kleine Nebenrollen und Gastauftritten sind Namen wie Chan Shen (Die 7 goldenen Vampire), Charlie Cho Cha-Lee (Funny Ghost) und Tai Bo (The Ghost Informer) zu sehen. Vor allem Tai Bos Szenen waren sehr amüsant. Schade, dass die Mädels wie Liu Lai-Ling oder Chiu Man-Yan nicht mehr (Kampf)Szenen abbekommen haben. Der Film hatte deutlich mehr und bessere Kampfszenen, als erwartet.

Fazit: Spassig und unterhaltsam!

Infos:

O: Leung Seung Gwan Ji

HK 1983

R: Hsu Hsia

D: Bill Tung, Chin Siu-Ho, Chiang Kam, Lo Meng, Johnny Wang Lung-Wei, Eva Lai Yin-Shan, Liu Lai-Ling, Maria Yuen Chi-Wai, Chan Shen, To Siu-Ming, Charlie Cho Cha-Lee, Tai Bo, Ko Hung

Laufzeit der Originalversion: Ca. 93 Min.

Gesehen am: 27.11.24

Fassungen: Gesehen via ZiiEagle-Box = O-Ton, englische Subs, recht gute Bild- und Tonqualität, Uncut. Es gibt nebst VHS-Fassungen (HK = Ocean Shores, Taiwan = Kings Video) mind. eine VCD von IVL/Celestial. Ob es auch eine DVD gab, weiss ich nicht. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: Nov. 2024).

Freitag, 2. August 2024

This Man Is Dangerous

 

Shawgust 2024

This Man Is Dangerous

Story:

Die zwei Rookies Cheng Zhi-Hao (Chin Siu-Ho) und Wei (Cheung Chin-Pang) werden ins Team von Sgt Philip Chen (Phillip Ko Fei) und Co. (u.a. Lam Fai-Wong, Tong Kam-Tong) versetzt unter der Leitung von Officer Leung (Leung Kar-Yan) und Chief Luo (Lo Meng). Sie geraten an eine brutale Gangster-Bande, die von Ku Lung (Johnny Wang Lung-Wei) angeführt wird. Als dessen Bruder von Cheng Zhi-Hao erschossen wird, schwört Ku Lung Rache…

Meine Meinung:

This Man Is Dangerous war bis zum Erscheinen der ZiiEagle Box ein nahezu unauffindbarer Shaw Brothers Film. Den zu schauen, war schlicht unmöglich. Ich sah den Film vor fast zehn Jahren im Juli 2015 als Bootleg-DVD. Nun erfolgte via ZiiEagle Box die 2. Sichtung. Bei This Man Is Dangerous handelt es sich um einen Shaw Brothers Film im modernen Setting. Cops Vs. Gangster. Und es handelt sich um das Regiedebüt von Johnny Wang Lung-Wei, der im Film auch den Bösewicht spielt, das Drehbuch schrieb und für die Actionszenen zuständig war.

Johnny Wang Lung-Wei (Tiger Cage), einer meiner Lieblinge in Sachen Shaw Brothers und Bösewichte (in Filmen wie Martial Club, The Treasure Hunters oder My Young Auntie), sollte später weitere interessante Regie-Beiträge auf die Menschheit loslassen. Titel wie Hong Kong Godfather, City Warriors, Bloody Brotherhood, Widow Warriors oder Escape from Brothel. This Man Is Dangerous ist zwar kein Highlight und dass die Shaw Brothers ihre Kinoproduktionen bald einstellen und ihre Tore schliessen sollten, sieht man dem Film zu jeder Zeit an, dennoch ist ein solides Produkt entstanden.

Der Streifen nimmt sich zunächst Zeit, um die Figuren einzuführen und den Plot entwickeln zu lassen. Ein junger Chin Siu-Ho (Love Me Vampire) spielt die Hauptrolle. Daneben sind Leung Kar-Yan (ohne Bart), Venom Star Lo Meng (Spike Drink Gang) und Phillip Ko Fei (Master Killers) zu sehen. Elvis Tsui (Butterfly Sword) legt einen Gastauftritt als Dealer hin. Alexander Fu Shengs Bruder Cheung Chin-Pang spielt an der Seite von Chin Siu-Ho und macht das sehr gut. Zudem sieht er Fu Sheng extrem ähnlich. Schade, dass er nur in wenigen Filmen mitwirkte. Er hätte Potenzial gehabt.

In den ersten 50 Min. gibt es eigentlich kaum eine wirkliche Action-Szene zu sehen. Dafür bietet der Film danach bis und mit zum Finale viele Actionmomente. Die Action-Szenen bestehen vor allem aus blutigen Shoot-Outs, Explosionen, kurzen Kämpfen, Verfolgungsjagden. Die Szenen sind brutal und nicht ästhetisch inszeniert. Der Film bietet im Finale und davor starke Heroic Bloodshed Momente. Startete der Film als Buddy-Movie-Cop-Comedy (z.B. die Szene in der Leichenhalle), driftet der nach und nach in düstere Gefilde ab. Von Humor keine Spur mehr. Tod, Gewalt und Drama dominieren. Stark.

Fazit: Für Shaw Brothers Fans zu empfehlen!

Infos:

O: Saan Dung Kong Jan

HK 1985

R: Johnny Wang Lung-Wei

D: Johnny Wang Lung-Wei, Chin Siu-Ho, Cheung Chin-Pang, Phillip Ko Fei, Lam Fai-Wong, Tong Kam-Tong, Leung Kar-Yan, Lo Meng, Eva Lai Yin-Shan, Elvis Tsui

Laufzeit der ZiiEagle-Fassung: Ca. 93 Min.

Gesehen am: Juli 2015 / Neusichtung am: 19.07.24

Fassungen: This Man Is Dangerous ist selten. So viel mir bekannt, gibt es davon keine offizielle DVD, Blu-Ray, UHD, VCD, VHS, LD oder Betamax. Den Film gibt es bisher offiziell nur in der ZiiEagle Box zu sehen. Die Bildqualität ist ok und solide. Etwas besser als eine VCD. Uncut, O-Ton Canto und englische Subs sind anwählbar.