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Donnerstag, 15. Dezember 2022

A Heroic Fight Review

A Heroic Fight

Story:

Gangsterboss Duh will aus dem Geschäft aussteigen und die Macht seinem Sohn abgeben, sehr zur Missgunst seiner rechten Hand Wey (Dick Wei). Dazu lässt Duh seinen Tod vortäuschen, indem er eine Special Effects und Stunt-Crew (Yuen Cheung-Yan, Lin Hsiao-Lu) anheuert, welche die «Tötung» inszenieren. Doch Wey und Co. (Chang Shan, Yang Hsiung) kommen hinter das Geheimnis und sagen der Special Effects und Stunt-Crew den Kampf an…

 

Meine Meinung:

 

Als ich A Heroic Fight vor elf Jahren das erste Mal sah, war mir die Taiwanesin Lin Hsiao-Lu scheinbar noch unbekannt. A Heroic Fight war wohl der erste Film von ihr, den ich sah. Inzwischen habe ich etliche Filme von ihr gesehen und hab daran grosse Freude - man denke nur an Fantasy-Filme wie Kung-Fu Wonder Child, The Child of Peach, Magic of Spell, Strange Tales of Ghosts, Magic Warriors, King of the Children (= Hello Dracula 4), You Xia Er, Dragon Kid, Haunted House Elf, The Twelve Fairies oder Iceman Cometh.

 

A Heroic Fight stellt daher eine willkommene Abwechslung dar, da modernes Setting und kein Fantasy-Genre. Damit reiht sich der Film in andere Werke wie Kung Fu Student, Emergency Police Lady, Thunder Cops II, Horrible High Heels, The War Dogs, The Magic Amethyst oder The Dignified Killers ein. A Heroic Fight von Regisseur Chiu Chung-Hing (Hello Dracula) ist ein Mitte der 80er Jahre Mix aus Action, Stunts, Film-in-Film-Szenen und Komödie. Der Film war ein Erfolg, so dass Regisseur Chiu Chung-Hing auch noch in späteren Filmen mit Lin Hsiao-Lu als Regisseur tätig war.

 


Der Film erzählt einen originellen, abwechslungsreichen und fantasievollen Plot. Dabei sitzt nicht jeder Joke, aber der Mix aus Stunts, Action und Gimmicks à la James Bond machen viel Spass! Der Fantasie scheinen keine Grenzen gesetzt! Yuen Cheung-Yan (Drunken Tai Chi), vom legendären Yuen Clan, macht wie Lin Hsiao-Lu, welche wieder Mal eine Tomboy spielt, eine gute Figur. Ebenso HK-Star und Ex-Kickboxer Dick Wei (Shanghai Police), der selbstverständlich einen Bösewicht mimt. 

 

 

Was mir an den Action-Szenen auch gefiel waren die Film-in-Film-Szenen, Gimmicks und Kostüme. Lin Hsiao-Lu schlüpft hier schon gefühlt dreimal in andere Rollen - als Kämpferin gegen Monsterwesen à la The Child of Peach und als sie später die Attentäterin spielt, erinnerte mich ihr Outfit an jenes von Yukari Oshima aus Kung-Fu Wonder Child und/oder ihre Prinzessinnen Darstellung aus Dragon Kid. Nicht nur dass: einige der Bösewichte um Dick Wei entsprangen, was deren Aussehen angehen, auch aus anderen Filmen: 

 

Yang Hsiung, der den Gangster mit der Hakenhand spielt, erinnert an den Gangster mit derselben Waffe aus Dragon Kid und Shaolin Vs. Lama Bösewicht Chang Shan kopiert Chung Fats Outfit aus dem ein Jahr zuvor in Hong Kong veröffentlichten Police Assassins. Auch die Musik ist teilweise gestohlen (A Nightmare on Elm Street). Jedoch immer nur ganz kurz, so dass für ungeübte Ohren nicht ersichtlich. Und der Hauptplot erinnert, wohl auch nicht ganz zufällig, an den US-Film F/X - Murder by Illusion.

 

Fazit: Spassig, actionreich, fantasievoll, abwechslungsreich & unterhaltsam!  

 

Infos:

 

O: Yong chuang jiang hu

 

Taiwan 1986

 

R: Chiu Chung-Hing


D: Dick Wei, Yuen Cheung-Yan, Lin Hsiao-Lu, Chang Shan, Yang Hsiung

 

Laufzeit der HK-DVD: 84:11 Min.

 

1. Sichtung am: Okt 2011 / Neusichtung am: 23.11.22

 

Fassungen: Mir lag die Code-Free DVD aus HK von Joy Sales / Fortune Star (The Legendary Collection) vor = Uncut, O-Ton, englische Subs, sehr gute Bild- und Tonqualität. Schade, dass andere Filme mit Lin Hsiao-Lu nicht auch von dem Label in Hong Kong veröffentlicht wurden. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Nov. 2022).

Sonntag, 15. Mai 2022

Magic Warriors Review

Magic Warriors

Story:

 

Little Flying Dragon (Lin Hsiao-Lu) rettet Golden Boy (Chan Yin-Yu) vor Kid of the Worst (Chang Shan) und macht sich auf die Suche, um Golden Boys Onkel Hsiu Lo Se (Alexander Lo Rei) zu befreien, um Kid of the Worst und dessen Vater, Devil King, zu zerstören…

 

Meine Meinung:

 

Nach The Child of Peach und Magic of Spell folgt der dritte und letzte Teil der Child of Peach Fantasy-Reihe aus Taiwan mit Lin Hsiao-Lu in der Hauptrolle. Zwar spielt sie nicht mehr Peach Boy, sondern Little Flying Dragon, aber ansonsten ist mehr oder weniger alles beim Alten geblieben: Verrückte, fantasievolle, bunte und herrlich naive Fantasy-Elemente dominieren das Geschehen!

 

Und für 1989 bot der Film quasi das beste des damaligen Kinos aus Taiwan: Lin Hsiao-Lu (Kung Fu Wonder Child), Lee Tso-Nam (The Woman Avenger), Chang Shan (Wild Panther) oder Alexander Lo Rei (Ninja - The Final Duel) in seiner Doppelrolle, wobei letzterer auch die Action besorgte und Lee Tso-Nam, der sich den Regiestuhl teilte (mit Chuang Yan-Chien), den Film auch produzierte.

 

Viele bekannte Namen, die in anderen Zusammensetzungen bereits zusammengearbeitet haben, z.B. Alexander Lo Rei und Chang Shan (in Shaolin Vs. Lama) oder Alexander Lo Rei und Lin Hsiao-Lu (in The Magic Amethyst, Kung Fu Student und Emergency Police Lady). Besonders Lin Hsiao-Lu und Alexander Lo Rei haben gut harmoniert, was ihr späteres Zusammenarbeiten erklären dürfte, zumal beide dazumal gern gesehen waren im Taiwan-Kino: Lin Hsiao-Lu im Child-Fantasy Sektor und Robert Tai Entdeckung Alexander Lo Rei im Ninja-Film.

 

Dennoch hat mir der Film, wenngleich noch immer sehenswert und spassig, weniger gut als die Vorgänger gefallen. Der Film bot für mich, warum auch genau immer, weniger Charme. Dazu kommt, dass die Musik nicht mehr so gut war wie in den Vorgängern und ausserdem hat Golden Boy und dessen Fäkal-Humor (Fürze bis hin zu Urin oder Defäkation) genervt statt «lustig unterhalten». Auch die neuen Nebenfiguren, die zwar lustige Namen tragen (Dirty Ghost, Evergreen Wierdo*, Snails Spirit) waren wenig interessant und charismatisch.

*die englischen Subs der DVD sind stark fehlerhaft. Jedes Weirdo wurde z.B. als Wierdo übersetzt.

 

Was die Action-Szenen angehen haben harte Stunts abgenommen, dafür wurde die Martial Arts Schraube, vor allem im 9minütgen Finale, erhöht. Es wird weiterhin nicht mit innovativen Gimmicks (Bösewicht, dass seinen linken Arm als Kanone anfeuern kann), amüsanten Szenen (Lin Hsiao-Lu verwandelt sich aufgrund von "corrila Pills" in einen Gorilla) und coolen Szenen gespart (z.B. ein Einhorn Plüschtier, welches sich in Ponygon verwandelt, um Bösewichte zu bekämpfen siehe Bild unten.

 

 


 

Lin Hsiao-Lu Fans kommen voll auf ihre Kosten, auch wenn sie erneut einen Jungen spielt und sogar einen auf Lone Wolf & Cub macht, während sie Golden Boy (der im Film mehrfach, auch von seinen Eltern oder einem Papagei, als dumm bezeichnet wird) via fallenbestückten Kinderwagen durch die Wälder schiebt. Im Finale darf sie mit Äxten kämpfen, eine willkommene Abwechslung.

 

Alexander Lo Rei spielt in der ersten Rolle einen edlen Schwertkämpfer, der in Säure getaucht (in einem Vogelkäfig zum Skelett getaucht) verstirbt und darf erst kurz vor dem Finale als «Onkel» wieder auftauchen - diesmal mehr als Macho und so, wie wir ihn aus anderen Filmen kennen. Chang Shan als Bösewicht ist, gerade nach seiner Rolle in Shaolin Vs. Lama, immer ein Genuss. Leider wird hier bis zum Finale mit seinem Potenzial gespart, was schade ist. Dennoch liefert er sich im Finale einen tollen Fight gegen Lo Rei und Lin Hsiao-Lu, auch wenn danach noch sein Film-Vater, Devil King, mitmischen darf! Und nur schon allein wegen diesen neuen Minuten voller Wahnsinn und Martial Arts, lohnt sich der Film allemal!

 

Fazit: Für Fans der Reihe nach wie vor sehenswert!

 

Infos:

 

O: Feng Huang Wang Zi

 

Taiwan 1989

 

R: Chuang Yan-Chien, Lee Tso-Nam

 

D: Lin Hsiao-Lu, Chan Yin-Yu, Chang Shan, Alexander Lo Rei

 

Laufzeit der TW-DVD: 93:43 Min.

 

Gesehen am: Mai 2016 / Neusichtung am: 10.04.22

 

Fassungen: Mir lag die taiwanesische DVD von Scholar vor = Uncut, VHS Master, recht dumpfer Ton, O-Ton, feste englische Subs mit vielen Fehlern, gute Bildqualität. Andere Fassungen sind mir nicht bekannt (Stand: April 2022).

Montag, 16. August 2021

Drug Tiger Review

Drug Tiger

Story:

 

Gangster (u.a. Tai Bo, Chang Shan, Chu Kwan-Yeung) töten an einer Kinder-Geburtstagsfeier die Eltern (u.a. Shing Fui-On) von Tang (Vincent Chiu Yan-Chun). Tang überlebt. Viele Jahre später: Durch Zufallen geraten Tang und sein Kumpel (Chiu Ying-Hong) zwischen die Fronten der Gangster/Killer seiner Eltern, einem Rächer (Lam Wai) und der Polizei (Cynthia Lam Ban-Gwan)

 

Meine Meinung:

 

Drug Tiger war ein Zufallskauf. In meinem Südkorea Urlaub kaufte ich mit meinem Korea-Dealer in einer Videothek einige VHS – darunter war auch City War II. Es handelt sich jedoch bei Drug Tiger, der, und da hatte ich Glück, wegen Alexander Lo Rei (Ninja Kids, Secret Rivals 3, Shaolin Vs. Ninja) so oder so auf meiner Wunschliste stand. Win Win Situation!

 

Doch leider hat mir dieser Film aus Taiwan (einige Datenbanken geben auch Hong Kong an, aber es sieht definitiv mehr nach Taiwan aus) nicht sonderlich gefallen. Hauptproblem: der Film hat zu viele Längen, viele der Figuren nerven oder sind uninteressant und der Humor und das Overacting waren doof und nicht lustig.

 

Bis auf Cynthia Lam überzeugen die meisten Figuren nicht. Chiu Ying-Hong nervt wie Hölle (à la Ng Man-Tat in Taxi Driver). Tai Bo (Miss Magic) und Shing Fui-On (The Killer) überzeugen, sterben aber schnell. Wu Ma (Ti Lung – Die tödliche Kobra), Eric Tsang (Lucky Stars Go Places) und Lam Wai (à la Chow Yun-Fat in A Better Tomorrow) werden total verschenkt. Shaolin Vs. Lama Bösewicht Chang Shan war solide. Leider wird er im Finale nicht im Kampf besiegt.

 

Das Beste war wirklich Cynthia Lam und ihre wenigen Kampf-Szenen. Auch sonst gibt es solide Action-Szenen zu sehen, aber im Grossen und Ganzen waren diese zu billig und zu wenig vorhanden. Stark waren viele (teilweise total unlogische) Explosionen. Ein Stunt hat dabei an Mirage und Devil Hunters erinnert.

 

Zu Alexander Lo Rei: dieser hat leider nur einen Mini-Part von ca. fünf Minuten und bekommt keine Action-Szene spendiert. Schade, wenn man bedenkt, dass er und Chang Shan, welche bereits beide in Shaolin Vs. Lama zu sehen waren, dort einige der besten Kampfszenen überhaupt abgeliefert haben! Immerhin hat der Film als Nebeneffekt etwas Positives: von Cynthia Lam Ban-Gwan werde ich mir sicherlich Madman Hunt auf die Wunschliste setzen. Hätte man sie Ende der 80er entdeckt, wäre sie sicher bekannt wie Moon Lee, Cynthia Khan oder Yukari Oshima geworden!

 

Fazit: Kann man gut einmal gucken - aber aufgrund der uninteressanten, teilweise nervenden Figuren und Humor kein Film für die Sammlung (zumal Action auch nichts Besonderes)…

 

Infos:

O: '93 jie tou ba wang

 

HK/TW 1993

 

R: Philip So Yuen-Fung

 

D: Vincent Chiu Yan-Chun, Chiu Ying-Hong, Cynthia Lam Ban-Gwan, Chang Shan, Chu Kwan-Yeung, Tai Bo, Lam Wai, Shing Fui-On, Wu Ma, Eric Tsang, Alexander Lo Rei

 

Laufzeit der koreanischen VHS: 84:42 Min.

 

Gesehen am: 08.05.21

 

Fassungen: Mir lag das südkoreanische VHS von Asia Video vor = Wahrscheinlich Uncut, wahrscheinlich O-Ton (Angaben sind ja unterschiedlich ob HK oder TW-Produktion – für mich sieht es mehr nach einer taiwanesischen Produktion aus = Mandarin O-Ton) Mandarin mit koreanischen Subs, Vollbild, Titel: City War II.  Das HK-VHS ist in Canto und hat englische Subs. Die Tai Seng US-DVD ist Englisch Dubbed. Eine Blu-Ray oder deutsche Fassung gibt es nicht (Stand: Mai 2021).

Samstag, 24. Juli 2021

Wild Panther Review

Wild Panther

Story:

 

Bösewichte (u.a. Eagle Han Ying, Park Dong-Yong, Ching Kuo-Chung) sind hinter einer Liste her und gehen dabei über Leichen. Die Helden (Don Wong Tao, Peggy Min Bok-Ki, Chang Shan) versuchen zu überleben und nehmen den Kampf gegen die Gangster auf…

 

Meine Meinung:

 

Wild Panther ist eine 1984er Produktion aus Taiwan gedreht in Südkorea. Regie führt Genre-Spezialist Lee Tso-Nam (The Leg Fighters). Der Film war ein Tauschgeschäft: ich gab dafür Rape in Public Sea her und ich habe den Tausch nicht bereut: Wild Panther hat mir gut gefallen und ist im Vergleich der deutlich unterhaltsamere Film!

 

Die Drehorte in Korea wirken sich positiv auf den Film aus. Eine willkommene Abwechslung zu den Bildern aus Hong Kong. Der Plot ist simpel und wenig originell: Gangster wollen eine Liste, töten dafür, unser Held kennt die Feinde und kämpft gegen die Bösewichte an. Lustig ist, dass der Hauptbösewicht mit dem Helden eine gemeinsame Vergangenheit hat = offene Rechnung zu begleichen.

 

Solche «Zufälle», Rachemotive (vom Helden sterben Frau und Kind = ebenfalls Rache angesagt) oder Plots (Geheime Listen, Micro-Chips…) sind nichts Neues aber im Falle von Wild Panther nur eines: Mittel zum Zweck! Von dieser Art Film erwarte ich, ähnlich wie im Kung Fu Film, keine originelle Story, sondern nur eines: Unterhaltung und coole Action!

 

Und das ist in Lee Tso-Nam Film garantiert: es wird gekämpft, gefoltert, verfolgt, geschossen, gestorben und gekickt was das Zeug hält! Der Cast ist dementsprechend ausgewählt worden und kann sich für einen B-Actionfilm sehen lassen: Chang Shan (der grandiose Bösewicht aus Shaolin Vs. Lama), Eagle Han Ying (South Shaolin vs. North Shaolin) oder Don Wong Tao (Slaughter in San Francisco, Drei wild wie der Teufel). Chang Shan sielt diesmal den Helden (an der Seite von Don Wong Tao) und Eagle Han gibt einen wunderbaren Fiesling ab.

 

Fazit: Unterhaltsame Action im modernen Setting von Lee Tso-Nam!

 

Infos:

 

O: Ye Bao

 

Taiwan 1984

 

R: Lee Tso-Nam

 

D: Eagle Han Ying, Park Dong-Yong, Ching Kuo-Chung, Don Wong Tao, Peggy Min Bok-Ki, Chang Shan

 

Laufzeit der HK-VCD: 89:31 Min.

 

Gesehen am: 03.04.21

 

Fassungen: Mir lag die HK-VCD von Mei Ah vor = durchschnittliche Bildqualität, Mandarin, englische und chinesische Subs, sieht Uncut aus. Unter dem Titel The Wild Panther gibt es ein US-VHS. Es gibt keine DVD, Blu-Ray oder deutsche Fassung (Stand: April 2021).