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Mittwoch, 1. April 2026

Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin

 

Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin

Story:

Pai Yung Feng (John Cheung Ng-Long) macht es sich zur Aufgabe, seine Schwester (Yu On-Kei), die als Prostituierte in einem Bordell arbeitet, freizukaufen. Auf dem Weg dorthin rettet er die Kellnerin Shuang Shuang (Sarina Sai Zhu-Juan) vor aufdringlichen Kerlen, die später alle tot im Wald gefunden werden. Darunter ist auch der Sohn von Hung Chun Piao (Dean Shek). Hung Chun Piao plant nun, Pai Yung Feng zu töten, da er meint, dass dieser der Mörder ist. Doch wer ist in Wahrheit der mysteriöse Killer?

Meine Meinung (SPOILER):

Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin lag seit 2017 ungesehen rum. Erst durch einen neu entstandenen Kontakt zu einem Deutschen Sammler wurde ich indirekt motiviert, den Film anzuschauen, jedoch in einer anderen Fassung (mehr dazu unter Fassungen). Bei Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin handelt es sich um einen Ende der 70er Jahre (1977) Eastern aus Hong Kong von Goldig Films (The Gold Connection, Cunning Kids, Two Wondrous Tigers).

Der Film von Simon Chui Yee-Ngau (auch Action-Regie) und Cheung Sum (war auch für das Drehbuch zuständig) wartet mit John Cheung Ng-Long (The Eagle's Killer, Kung Fu Master Named Drunk Cat, The 36th Chamber of Shaolin) als Star auf. Er hat in einigen Filmen, die von Goldig Films produziert wurden, mitgewirkt. Einer seiner bekanntesten Titel dürfte Snake in the Monkey's Shadow sein. Mantis Fists and Tiger Claws of Shaolin hat mir sehr gut gefallen. Der Film ist aus mehreren Gründen erwähnenswert, die ich so nicht erwartet hätte.

Zum einen die Rolle von Dean Shek (His Name Is Nobody, A Better Tomorrow 2, By Hook or by Crook). Dean Shek spielt oftmals übertriebene Comic-Charaktere. Dass er auch ernstere Rollen spielen kann, ist mir bewusst, auch wenn ich dies selten erlebt habe (z.B. in The Bravest Fist nebst Michael Chan Wai-Man). Hier spielt er nicht nur eine ernste Rolle, sondern auch den Hauptbösewicht. Und er macht das ausserordentlich gut. Seine Kampfszenen, egal ob mit oder ohne Waffen oder sonstigen Überraschungen (einem Krug aus giftigem Wein), sind stark choreographiert und im Finale gibt er einen harten Brocken ab.

Auf Humor und Klamauk wird im Film verzichtet. Ganz ohne kommt der Film dennoch nicht aus. Wobei es mehr ein Overacting ist, welches einige der Handlanger von Dean Shek an den Tag legen. Vor allem dann, wenn es um die Vergewaltigungen von der von Sarina Sai Zhu-Juan gespielten Figur geht. Da drehen die Herren im Film durch (Mimik, Lachen etc.). Sehr übertrieben und cartoonhaft dargestellt. Aber alles in allem ein ernster Eastern. Dazu passt dann auch der Genre-Mix. 

Der Film ist nämlich ein Genre-Mix aus Kung-Fu-Streifen, Monster-Film (an der Stelle will ich auch nicht mehr verraten, aber die Auflösung ist unglaublich amüsant und innovativ) und Rape & Revenge-Inhalten. Einige Zuschauer haben die Menge an Vergewaltigungen im Film kritisiert, aber am Ende wird deutlich, dass es mit dem Plot und dem Verlauf des Plots zu tun hat. Ein unschönes, aber wichtiges Merkmal der Geschichte. Hut ab vor der mir unbekannten Darstellerin Sarina Sai Zhu-Juan (The Dragon Lives Again, Hot Blood), die dabei gut agiert hat. Da auch die Kampfszenen und die Waffen, welche die Kämpfer brauchen, rocken, kann ich nur eine Empfehlung aussprechen!

Fazit: Sehenswerter Kung-Fu-Film, der leider viel zu wenig bekannt ist!

Infos:

O: Huet Hoi Tong Long Chau

HK 1977

R: Cheung Sum, Simon Chui Yee-Ang

D: John Cheung Ng-Long, Yu On-Kei, Sarina Sai Zhu-Juan, Dean Shek

Laufzeit der DVD-R-Fassung: 95:44 Min.

Gesehen am: 01.04.26

Fassungen: Mir lag seit 2017 ungesehen eine US-Bootleg-DVD rum. Diese ist, wie ich nun getestet habe, Englisch Dubbed und kommt nicht in die Sammlung. Warum nicht? Von einem Kumpel aus Deutschland habe ich eine selbst gebastelte Version als DVD-R erhalten. Diese hat mehrere Vorteile wie z.B. Widescreen Bild (Master = franz. VHS = Mantis, le tigre de Shaolin) und diverse Audio-Optionen. Für mich war vor allem der Mandarin-Track ausschlaggebend. Dazu gibt es zwei englische Untertitelspuren (einmal in Weiss, einmal in Gelb). Die Fassung findet sich inzwischen auch auf YouTube. Offizielle, mir bekannte Fassungen sind die VHS aus Frankreich (kostet auf Ebay ca. 100 Euro), eine VHS aus Algerien (Englisch Dubbed mit franz. und arabischen Subs) und eine US-DVD (Englisch Dubbed). Zudem gibt es noch eine UK-DVD von Vengeance Video. Dort ist mind. auch englischer Ton enthalten. Es gibt keine Blu-Ray und keine deutsche Fassung (Stand: April 2026). In China und Taiwan finde ich nur Bootlegs (Taiwan) und auf dem chinesischen «YouTube» auch nur Mandarin Ausgaben (jedoch ohne irgendwelche Subs und in Vollbild).

Dark Mission

Dark Mission

Story:

C.I.A.-Agent Derek Carpenter (Christopher Mitchum) soll einem Drogenboss (Christopher Lee) das Handwerk legen…

Meine Meinung:

Dark Mission, der zweite Film im Set von Pulse Vide nebst Je brûle de partout, habe ich mehr als Bonusfilm angesehen. Gekauft habe ich das Set primär wegen Je brûle de partout. Wie auch dieser hat mir Dark Mission zu wenig gut gefallen, um in die Sammlung aufgenommen zu werden. Im Vergleich ist der Film aber definitiv unterhaltsamer als Je brûle de partout. Und für einen Jess Franco Film ist Dark Mission sogar technisch einwandfrei in Szene gesetzt.

Zudem kann sich der Cast sehen lassen = Christopher Mitchum (Murder in a Blue World, Faceless), Christopher Lee (The Bloody Judge, Die Rache der Pharaonen, Panga), Richard Harrison (Challenge of the Tiger, Ninja Terminator, Der Tollwütige), Antonio Mayans (Cries of Pleasure, Night of Open Sex, Black Boots, Leather Whip) oder Brigitte Lahaie (Sabine S. - Durch Liebe weg vom Stoff)! Viele bekannte Namen des damaligen europäischen Kinos. Mit vielen hatte Jess Franco (Night of the Skull, Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein, The Silence of the Tomb) bereits in anderen Filmen zusammengearbeitet.

Dark Mission ist okay. Kann einmal angesehen werden. Die deutsche Sprachfassung, welche im Set auch als Option vorhanden ist, wertet den Film zudem qualitativ noch etwas auf und macht ihn besser, als er sonst wäre. Trotz der soliden Leistungen der Darsteller und der soliden Inszenierung fehlt es dem Film an Höhepunkten. Das ist nicht Jess Francos Zuhause, nicht sein Ding, nicht sein Metier. Man merkt, dass es (für Eurociné) eine Auftragsarbeit war. Ohne Seele. Ohne Gefühl. Das Ding ist harmlos (keine blutige Action) und vor allem belanglos und langweilig.

Fazit: Lohnt sich nicht. Den Film können sich Jess Franco Fans sparen…

Infos:

O: Operación cocaína

Frankreich, Spanien 1988

R: Jess Franco

D: Christopher Mitchum, Christopher Lee, Richard Harrison, Antonio Mayans, Brigitte Lahaie, Cristina Higueras

Laufzeit der franz. Blu-Ray: 91:08 Min.

Gesehen am: 01.04.26

Fassungen: Siehe Je brûle de partout. Dark Mission liegt sogar in mehreren Sprachen vor (darunter auch Deutsch) und deren Bildqualität ist absolut fantastisch. Es scheint, als sei das gleiche Master mit den gleichen Audio-Optionen auch in Deutschland auf Blu-Ray erschienen. Label: 8-Films!

Brugggore Filmfestival 2026 Vorbericht

Vorbericht

Das Karma meinte es gut mit mir. Ursprünglich wollte ich für das diesjährige Brugggore Filmfestival Urlaub nehmen. Das war an meiner neuen Stelle (ich arbeite seit zwölf Jahren als Nachtwache) jedoch nicht möglich. Mütter mit Kindern haben Vorrang. Als der «Freiwunschplan» aufgehängt wurde, gab ich stattdessen fünf Freiwünsche am Stück ein und siehe da: Ich habe sie bekommen. Mit anderen Worten: Ich kann das Filmfest praktisch komplett besuchen, ohne einen Ferientag dafür zu opfern. Als Kompromiss habe ich jedoch bis am Dienstagmorgen (dem ersten Tag des Filmfestes) Nachtdienst. Das heisst ich kann erst ab spätem Nachmittag am Filmfest teilnehmen. Und am Samstagabend kann ich keine späten Vorstellungen ansehen, da Hotel nur bis am Samstag gebucht (am Sonntag habe ich wieder Nachtdienst).  

Aktuell geniesse ich gerade zehn freie Tage am Stück. Im April arbeite ich nur wenig (= zehn Nächte). Es stehen weitere Events an (das Event mit Yukari Oshima in London) Ich wusste, dass am 1.4. das Programm des Filmfestes Online gehen würde. Dieses war bereits, als ich um 07.00 Uhr aufstand, Online. In wenigen Stunden hatte ich mein Programm zusammengestellt, die Tickets gekauft, gedruckt und mein Programm an diverse Kollegen verschickt. Da wird zumindest einer am Freitag und Samstag auch kommen, auch wenn wir diesmal mehrheitlich ein unterschiedliches Programm haben werden. Cool ist, dass am Samstag sogar noch eine Filmbörse in Brugg stattfindet. Etwas, was der Kumpel und ich am Samstag auch besuchen werden. Nebst einigen Klassikern, welche ich nicht schauen gehe (Das Syndikat des Grauens, Body Melt, Dawn of the Dead, Jack the Ripper, The Church, The Greasy Strangler), habe ich mir 15 Vorstellungen gebucht.


Nachdem ich letztes Jahr in Sachen Hotel keine guten Erfahrungen machte, wollte ich wieder im Schnitzeria Hotel Gotthard buchen. Die waren aber schon ausverkauft. So wird es mich erstmals ins Centurion Towerhotel ziehen. Die haben zudem auch ein eigenes Restaurant mit hoffentlich leckerer Küche. Da werde ich voraussichtlich einmal auch essen gehen. Ansonsten wird es neu auch beim Filmfest Essestände (oder so was) geben (Zitat: «Daily Specials 10.30-21.00 BRUGGGORE Street Food Village»). Ich bin auf das «Food Village» gespannt! Von den 15 gebuchten Filmen gibt es zu einem Film (Frankie, Maniac Woman) noch keinen Trailer. Da gehe ich auf gut Glück. Es sind mehr asiatische Filme dabei, als erwartet (vor allem aus Japan). Mehrere Titel sind in diversen Filmdatenbanken noch nicht geleistet. Dann sind auch Titel dabei, die es schon auf Heimmedium zu kaufen gibt und/oder die auch regulär in den Kinos laufen werden. Ich freue mich vor allem auf Titel wie Whistle (Hoffentlich spanend), Omukade (Tierhorror) oder Fuck My Son («Bad Taste»).  Ich habe von keinem der Filme Reviews gelesen, um möglichst neutral an die Filme zu gehen. Ich freue mich schon jetzt auf die Stimmung und das Filmfest!


Brugggore Filmfestival 2026 Spezial


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