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Sonntag, 26. Juli 2026

Evil Dead Burn

Evil Dead Burn

Story:

Alice (Souheila Yacoub) und ihre Familie trauern gemeinsam im Anwesen um Alices Ehemann, den sie heute beerdigt haben. Als die Dämonen von einzelnen Familienmitgliedern Besitz ergriffen, endet die Nacht in einem Gemetzel…

Meine Meinung:

Evil Dead Burn ist der dritte Teil der neuen Evil Dead Reihe nach Evil Dead und Evil Dead Rise. Eine Reihe, die es bisher nicht in meine Sammlung (oder wieder aus meiner Filmsammlung) geschafft hat. Mir sind die alten Filme (Evil Dead 1 + 2) einfach lieber. Mehr Nostalgie, mehr Charme, mehr Sympathieträger (Bruce Campbell). Evil Dead Burn wurde vom jungen französischen Regisseur Sébastien Vanicek inszeniert, der vor einigen Jahren mit seinem Tierhorrorfilm Infested zu überzeugen vermochte. Ich habe Evil Dead Burn am NIFFF verpasst. Die Sichtung holte ich mir heute mit dem Kumpel nach.

Ich habe mich nicht gross um den Film informiert, nicht viel gelesen und den Trailer sah ich gezwungenermassen während der Backrooms Kino-Vorstellung. Einiges, was ich über den Film wusste, gefiel mir nicht (z.B. französische Rap-Musik). Ich war skeptisch. Leider hat mir Evil Dead Burn nicht sonderlich gut gefallen. Für meinen Geschmack handelt es sich um den schwächsten der drei neuen Evil Dead Filme. Der Film war zwar meistens gut gemacht (wobei es auch einige CGI-Momente gibt) und eigentlich nicht wirklich langweilig (dennoch zog sich die 2. Hälfte ewig und ich kämpfte gegen die Müdigkeit), dennoch konnte ich mit dem Film nicht viel anfangen. Mit fast zwei Stunden Laufzeit fand ich den auch klar zu lang (es gibt ausserdem während und nach dem Abspann noch Szenen zu sehen).

Ein Plot ist kaum vorhanden. Die Bild-Optik war mir zu wenig wechselhaft. Die Bilder und Farben zu gleich, zu monoton. Die Kameraführung und Schnitte waren mir oft zu wild, zu hektisch, zu nah dran und/oder dann fanden Gewaltmomente doch nur im off screen statt. Wenn die Dämonen ihre Opfer minutenlang im Haus hin- und her schleudern, kam ich mir mehr vor, als sähe ich mir einen Marvel-Film an, statt einem Horrorfilm. Eine echte Spannung war nie vorhanden und ich fand den Film selten atmosphärisch oder stimmungsvoll. Das Hauptproblem waren jedoch alle Figuren. Die waren alle uninteressant und unsympathisch. Als Zuschauer baute ich zu keinem einen Draht auf und fieberte daher auch mit niemandem mit. Der Film und das Overacting (der Dämonen oder die Familienstreitigkeiten) waren zum Teil zu viel des Guten. Allgemein fand ich die Dämonen langweilig und auch in Sachen Gore und Splatter hätte ich mir, nachdem was ich alles gehört habe, mehr erhofft.

Fazit: Nicht mein Cup of Tea!

Gefolgt von: Evil Dead Wrath

Infos:

O: Evil Dead Burn

USA, Neuseeland 2026

R: Sébastien Vanicek

D: Souheila Yacoub, Luciane Buchanan, Hunter Doohan, Victory Ndukwe, Tandi Wright

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 110 Min.

Gesehen am: Juli 2026

Fassungen: Läuft in den Kinos in einer scheinbar leicht entschärften Fassung (Schnitte für das R-Rating). Ob auf DVD, Blu-Ray und UHD eine Uncut sprich Unrated Fassung erscheinen wird, ist noch nicht bekannt. In Deutschland soll der Film am 31.12.26 auf DVD, Blu-Ray und UHD erscheinen.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Za Karate 3

Za Karate 3

Story:

Tadashi Yamashita (Tadashi Yamashita) wird erneut zur Zielscheibe diverser Kämpfer (u.a. Donnie Williams) plus einen chinesischen Meister (Masafumi Suzuki) und dessen Tochter (Yoko Horikoshi)…

Meine Meinung:

Za Karate 3 ist der Abschluss und letzte Teil der Za Karate Reihe (Za Karate 1 + 2). Erneut führte Yukio Noda Regie und mit Tadashi Yamashita kehrte als Held der Stunde aus den Vorgängern zurück (inklusive Tadashis Meister, seinem Sidekick und auch dessen Kollegin). Ansonsten bleibt fast alles beim Alten: dünner Plot, diverse (z.T.) ausländische Kämpfer, die Tadashi Yamashita an den Kragen wollen, viel Overacting und Kampfszenen.

Dennoch vermag Za Karate 3 die Klasse und Qualität der beiden Vorgänger nicht zu erreichen. Trotz der kurzen Laufzeit von 86 Minuten gibt es einige lahme Hänger, irgendwie fehlt es dem Film im Gegensatz zu den Vorgängern am gewissen Etwas und das Budget schien ggf. auch kleiner, da kaum mehr blutige Make-Up Effekte zu sehen. Und am schlimmsten waren leider einige der Bösewichte. Die haben es zwar körperlich drauf d.h. die überzeugen zwar in den Kampfszenen, aber ihr Schauspiel ist peinlich, lachhaft, einfach schlecht. Das betrifft 2-3 der Bösewichte.

Leider sind davon auch der Finalendgegner und Hauptbösewicht betroffen. Donnie Williams (Battle Creek Brawl, Enter the Dragon) spielt diesen. Er spielt «Black Wolf» und seine Grimassen und seine zappelige Art und Weise sind mir von der ersten Szene mit ihm auf den Sack gegangen. Er hat mich genervt und ich habe mich für ihn fremdgeschämt. Schade. Da bot der 2. Teil mit Bolo Yeung einen deutlich besseren und charismatischen Bösewicht. Die Kampfszenen im Film sind ansonsten solide, Tadashi Yamashita macht das erneut sehr gut und die Settings für den Finalkampf sind toll anzusehen.

Fazit: Schwächster der drei Za Karate Filme!

Infos:

O: Za karate 3: Denkô sekka

Japan 1975

R: Yukio Noda

D: Tadashi Yamashita, Masafumi Suzuki, Yoko Horikoshi, Donnie Williams

Laufzeit der US-Blu: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 23.07.26

Fassungen: Siehe Za Karate 2.

Sonntag, 19. Juli 2026

Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

Story:

Angela (Pamela Springsteen), die Killerin aus Sleepaway Camp 1 + 2, ist zurück und mordet nun im Camp New Horizons Teens ab…

Meine Meinung (Workprint):

Unmittelbar nach dem Beenden der Dreharbeiten des zweiten Teiles wurde am gleichen Ort gleich die nächste Fortsetzung mit dem Zusatztitel «Teenage Wasteland» gedreht. Wieder von Regisseur Michael A. Simpson und erneut mit Pamela Springsteen als Angela. Der Film hat wenig Plot und spielt neu mit der Idee, reiche und sozial benachteiligte Jugendliche in einem Camp zu vereinen. Abgesehen davon bleibt alles beim Alten. Ich sah mir den Workprint an, da die Kinofassung in Sachen Morden und Gewalt stark zensiert wurde.

Der Workprint ist zwar in den Gewaltmomenten Uncut, dafür ist die Bildqualität alles andere als toll (aber absolut okay), nur Vollbild und was am meisten irritiert hat, waren der fehlende Soundtrack, Musik sowie fehlende Toneffekte und Geräusche (so ist z.B. bei jeder Szene mit dem mobilen Radio keine Musik zu hören). Den Film kann ich Hardcore-Slasher Fans empfehlen, auch wenn Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland das Niveau des Vorgängers nicht halten kann. Der Plot wirkt nochmals dünner und der Film billiger als der zweite Teil. Dass der Film ein sehr kleines Budget hatte, sieht man der Produktion jederzeit an.

Pamela Springsteen spielt gut. Der Rest der Figuren und Charaktere sind 08/15 Stereotypen und spielen mit viel Overacting, schlecht oder austauschbar. Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland punktet in Sachen kreatives Töten und einem hohen Bodycount. Es gibt etliche Opfer. Auch auf einige Nacktszenen muss der Slasher-Fan nicht verzichten. Die Morde sind innovativ, aber selbst in der Workprint Fassung eigentlich nicht sonderlich brutal oder blutig, so dass die starke Zensur der Kinofassung nicht nachvollziehbar ist. Dennoch war es cool, z.B. einen Rasenmäher (noch vor Braindead) als Mordwerkzeug gesehen zu haben.

Fazit: Wer die ersten zwei Filme mochte, kann trotz den Mängeln einschalten!

Gefolgt von: Return to Sleepaway Camp

Infos:

O: Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

USA 1989

R: Michael A. Simpson

D: Pamela Springsteen, Tracy Griffith, Michael J. Pollard, Mark Oliver, Sandra Dorsey, Kim Wall, Daryl Wilcher

Laufzeit der US-Blu (Workprint): 84:48 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: Juli 2026

Fassungen: Ich habe den Film als US-DVD von Anchor Bay (zensierte Kinofassung) und US-Blu-Ray von Shout Factory in der Sammlung. Letztere bietet den Workprint (VHS-Master) als Bonus = immerhin Uncut in den Kills. Jedoch sollen einige Dialoge und Musikstücke fehlen da eben ein Workprint. Die Kinofassung ist stark zensiert. Schade, dass man für die Bonusfassung nicht das HD-Master nahm und die Uncut Szenen einfügte. Die Bild- und Tonqualität des Workprint sind durchschnittlich. O-Ton Englisch ohne Untertitel. Es gibt keine Musik und diverse Soundgeräusche fehlen, was die Sichtung gewöhnungsbedürftig macht. In Deutschland gibt es den Workprint von X-Rated auf DVD.

Freitag, 3. Juli 2026

Deathstalker II - Duell der Titanen

Deathstalker II - Duell der Titanen

Story:

Der Deathstalker (John Terlesky) rettet Reena die Seherin (Monique Gabrielle), die in Wahrheit eine Prinzessin ist, und verspricht ihr, ihr zu helfen. Ein böser Zauberer (John Lazar) hat ein Ebenbild (Monique Gabrielle) von ihr kreiert und will Reena töten...

Meine Meinung (Director’s Cut):

Mit Deathstalker kam ich zum ersten Mal durch das Brugggore Filmfestival in Kontakt, als dort der neue Film mit Daniel Bernhardt aufgeführt wurde. Zuvor war mir diese Film-Reihe um die alten «Deathstalker» Filme nicht bekannt. An besagten Filmfestival hatte es eine Filmbörse, wo ich mir spontan Deathstalker II - Duell der Titanen gekauft habe. Den sah ich mir nun an, da eine kurze Laufzeit und ich einen Film gesucht habe, der nicht länger als 80 Minuten laufen würde (wegen dem anstehenden Fussballspiel Spanien vs. Österreich). Deathstalker II - Duell der Titanen läuft im Director’s Cut nur 77 Minuten und passte perfekt in die kurze Lücke zwischen Abendessen und Fussball.

Deathstalker II - Duell der Titanen hat mir sehr gut gefallen. Ich habe in letzter Zeit selten einen Film gesehen, der von Anfang an so kurzweilig, lustig und einfach total unterhaltsam war. Ich ging ohne Erwartungen an den Film und der grosse Unterhaltungswert des Trash-Filmes hat es mir angetan. Dieser Director’s Cut läuft kürzer als die Kinofassung. Szenen wurden aus Straffungsgründen entfernt und das scheint dem Film nun gut zu stehen, der u.a. von Roger Corman (Frankenstein Unbound, Piranha, Carnosaur) produziert wurde. Ich fühlte mich bestens unterhalten. Das Tempo des Filmes ist von Beginn an hoch.

Im Vergleich zum ersten Teil, den ich nicht kenne, soll diese Fortsetzung viel lustiger und ironischer ausgefallen sein. Und genau dort hat mich der Film auch abgeholt: die Sprüche regen zum Schmunzeln an, die Figuren und deren Overacting haben mir gefallen, es gab einige coole Settings (hatte hier und da Die Insel der Riesendinosaurier Vibes) und Fantasy-Momente inklusive etwas nackte Haut. Auch an den zwei Hauptfiguren hatte ich Freude. John Terlesky machte seine Sache und sein Zusammenspiel mit Monique Gabrielle sehr gut. Letztere und ihre fast kindliche Art des Schauspieles war für mich fast das Highlight des Filmes. Und die Musik fand ich sehr cool. Eine Szene hat mich sogar an Lucio Fulcis Das Haus an der Friedhofsmauer erinnert und im Abspann gibt es Outtakes à la Jackie Chan Filme.

Fazit: Fantasy- und Conan-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Deathstalker III

Infos:

O: Deathstalker II

USA 1987

R: Jim Wynorski

D: John Terlesky, Monique Gabrielle, John Lazar, Marcos Woinsky, María Socas, Toni Naples, Dee Booher,

Laufzeit der deutschen Blu (Director’s Cut): 77:27 Min.

Gesehen am: 02.07.26

Fassungen: Gesehen als deutsches Mediabook (DVD, Blu-Ray, Booklet) von White Pearl Classics / daredo = Nebst Kino-Cut (nur auf der DVD) befindet sich hier der Director’s Cut im Set (Blu-Ray), den ich mir auch angesehen habe. Uncut, Deutsch/Englisch (ohne Untertitel), hervorragende Bild- und Tonqualität. Die deutsche Synchronisation ist gelungen.

Sonntag, 28. Juni 2026

Sleepaway Camp II: Unhappy Campers

 

Sleepaway Camp II: Unhappy Campers

Story:

Angela (Pamela Springsteen) arbeitet nun in einem Sommercamp. Dort findet sie viele Gründe, die Jugendlichen Teilnehmer zu dezimieren…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg des ersten Filmes war eine Fortsetzung schnell beschlossene Sache. Diesmal führte Michael A. Simpson Regie, der auch im dritten Teil Regie führen sollte (glaube auch, dass die beiden Filme gleich zusammengedreht wurden). Wer sonderbare Charme des ersten Teils ist in der Fortsetzung nicht mehr spürbar. Dafür setzt die erste Fortsetzung typische Slasher-Klischees ein d.h. es gibt nun einen deutlich höheren Bodycount, die Morde sind blutiger und es gibt Nacktszenen zu sehen. Immerhin sind die Opfer hier Jugendliche, und nicht wie im Vorgänger, Kinder.

So viel ich weiss, kehrt aus dem Vorgänger niemand zurück. Angela ist nun auch älter als im ersten Teil und wird von einer neuen Schauspielerin verkörpert. Und zwar von Pamela Springsteen. Der Schwester des Rockstars Bruce Springsteen, die sich auch kurz als Schauspielerin versucht hat. Und ich muss sagen, dass sie das mit viel Hingabe, Lust und Motivation tut. Ihr Overacting ist sehenswert und sie macht definitiv Laune. Der Film ist allgemein sehr lustig und makaber inszeniert. Angela ist ein Moralapostel. Wer unmoralisches tut, stirbt. Sogar andere Horrorreihen werden durch den Kakao gezogen, wenn sich Teens als Freddy Krüger (A Nightmare on Elm Street) oder Jason Voorhees (Freitag der 13.) verkleiden.

Mit einer Laufzeit von nur 79 Minuten (und ohne Abspann geht es noch schneller) ist der Film herrlich kurzweilig und unterhaltsam. Humor, doofe Sprüche, fiese 80er Jahre Frisuren, originelle Morde und hier und da wenig nackte Haut oder Drogen machen den Film für Fans solcher 80er Jahre Slasher-Fans sehenswert. Nebst Pamela Springsteen spielen Renée Estevez (Intruder), Brian Patrick Clarke, Tony Higgins und Valerie Hartman mit. Herrlich stereotypische Klischeefiguren. Eigentlich absolut austauschbar, aber sie erfüllen ihre Pflicht.

Fazit: 80er Jahre Slasher-Fans können einen Blick riskieren!

Gefolgt von: Sleepaway Camp III: Teenage Wasteland

Infos:

O: Sleepaway Camp II: Unhappy Campers

USA 1988

R: Michael A. Simpson

D: Pamela Springsteen, Renée Estevez, Tony Higgins, Valerie Hartman, Brian Patrick Clarke, Walter Gotell

Laufzeit der US-DVD: 79:45 Min.

Gesehen am: Vor 2006 / Neusichtung am: 28.06.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Anchor Bay (Sleepaway Camp Survival Kit Box) vor = Sehr gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton, keine Subs. Gibt es in Deutschland von NSM Records / AL!VE Uncut auf Blu-Ray (Titel: Das Camp des Grauens - Teil II).

Sonntag, 14. Juni 2026

Za Karate 2

Za Karate 2

Story:

Tadashi (Tadashi Yamashita) will ein gestohlenes Schwert zurückholen. Doch die Bösewichte hetzen unzählige Killer (u.a. Gerald Carsons, Jerry Samson, Milan van Okan, Bolo Yeung, Tsutomu Harada, Toshio Tomogane) auf den blinden Tadashi und selbst sein Meister (Masafumi Suzuk) gerät in Gefahr, getötet zu werden…

Meine Meinung:

Za Karte 2 hat extrem viel Spass gemacht. Wer den ersten Film Za Karate bereits mochte, sollte sich auch unbedingt die Fortsetzung ansehen. Aus dem ersten Film kehren nebst Tadashi Yamashita, der nun mit der Tatsache, dass er blind ist, zu kämpfen hat, auch folgendes Trio zurück: Masafumi Suzuk, Shingo Yamashiro, Shinobu Suzuki. Die spielen u.a. die weibliche Rolle, den Meister und den Sidekick. Neu dazu, und das ist das Einzige, was ich etwas störend und unpassend fand, waren einige Kinder, wobei von denen vor allem Kenichi Ageo diverse Szenen bekommen hat. Ich habe nichts gegen eine Schar Kinder in einem Kaiju à la Gamera, aber bitte nicht in einem blutigen und überdrehten Toei-Karate-Action-Trash-Fest.

Ohne Kinderrollen wäre der Film ein Kracher geworden. Aber auch so macht der Film verdammt viel Spass. Der Film hat eine angenehm kurze Laufzeit von nur 86 Minuten. Es geht von Anfang an die Post ab und es gibt unzählige unterschiedliche Kämpfer mit unterschiedlichen Waffen. Diese sind herrlich überzeichnet und das Trash-Faktor macht viel Spass (die Frisur des Deutschen und ein Hakenkreuz darf dabei natürlich auch nicht fehlen). Die Kämpfe waren blutiger, als ich das erwartet hätte. Vor allem die Geheimtechnik der zehn Finger sorgte für zwei ungeheuer blutige Momente, die sich nicht hinter The Street Fighter und Co. zu verstecken brauchen.

Tadashi Yamashita gibt erneut eine starke Performance ab. Dieser hat eigentlich absoluten Kultcharakter. Er versteht es perfekt, den blinden Kämpfer zu mimen. Er überzeugt sowohl in Hand zu Hand Kämpfen inklusive des Einsatzes von diversen Waffen. Die drei Namen aus dem Vorgänger (Sidekick, Frau, Meister) treten etwas kürzer. Die Mehrheit der Szenen beinhaltet die schrillen Bösewichte und Kämpfer, die Tadashi an den Kragen wollen. Bolo Yeung (Bruce, Hong Kong Master, The Kung Fu Cook, Deadly Chase for Justice) ist dabei der stärkste der Bösewichte. Der Film ist toll gefilmt und von den Settings deutlich abwechslungsreicher als sein Vorgänger.

Fazit: Stark, aber lässt die Erwartungen für den dritten und letzten Teil der Reihe klar anwachsen!

Gefolgt von: Za Karate 3

Infos:

O: Za karate 2

Japan 1974

R: Yukio Noda

D: Tadashi Yamashita, Gerald Carsons, Jerry Samson, Milan van Okan, Bolo Yeung, Tsutomu Harada, Toshio Tomogane, Masafumi Suzuk, Shingo Yamashiro, Shinobu Suzuki, Kenichi Ageo

Laufzeit der US-Blu: Ca. 86 Min.

Gesehen am: 14.06.26

Fassungen: Gesehen via US-Blu-Ray von Severin Films = Uncut, O-Ton, englische Subs (wohl die weltweit erste offizielle Vö mit englischen Subs), hervorragende Bild- und Tonqualität. Es gibt keine deutsche Fassung (Stand: Juni 2026).

Sonntag, 7. Juni 2026

Scary Movie

Scary Movie

Story:

Tuesday Campbell (Savannah Lee Nassif) wird von einem maskierten Killer niedergestochen, überlebt aber. Dessen Schwester Sara (Olivia Rose Keegan) sucht nach Jahren ihre Mutter Cindy Campbell (Anna Faris) auf, die damals im ersten Scary Movie bereits von einem Killer gejagt wurde. Zusammen mit alten Bekannten (u.a. Marlon Wayans, Regina Hall, Shawn Wayans, Lochlyn Munro, Dave Sheridan) versuchen sie, den Killer zu schnappen…

Meine Meinung:

Scary Movie ist der inzwischen sechste Teil der Reihe, dessen erster Film 2000 ein voller Erfolg war. Mir gefiel der erste Film immer sehr. Das hat auch nostalgische Gründe. Die Fortsetzungen sah ich alle. Im Gegensatz zum ersten Film fand ich diese aber alle schwächer und keiner der Fortsetzungen hat es in meine Filmsammlung geschafft (oder flogen wieder raus). Der Trailer zum neuen Film, der kreativ vermarktet wurde, gefiel mir. Die Art des Humors (unter der Gürtellinie) erinnerte an die alten Filme aus der Reihe. Ich vermutete, dass mir der Film für eine einmalige Sichtung gefallen würde.

Heute war ich jedoch zu faul für ins Kino zu gehen. Ich habe mir den Film gestreamt und bekam mehr oder weniger genau das, was ich erwartet habe. Ich empfand Scary Movie als kurzweilig, nie langweilig aber nicht als Kracher. Das heisst der Film wird, wie erwartet, nicht auf meine Wunschliste gesetzt. Der Humor war grösstenteils unter der Gürtellinie, Fäkalhumor, lustig und unlustig. Natürlich haben die Segmente gefallen, die Filme durch den Kakao gezogen haben, welche ich kannte. Da sind schon einige Titel dabei wie die Final Destination Reihe, Terrifier Reihe, Get Out, Sinners, The Substance, die Serie Wednesday, Weapons, Ich weiss, was du letzten Sommer getan hast, John Wick oder Smile.

Daneben werden auch zeitgemässe Themen wie Social Media, Influencer oder die Epstein Files in den Plot integriert. Auch das fand ich amüsant, da der Film kein Blatt vor den Mund nimmt und politisch unkorrekten Humor bietet. Zudem war es cool, dass ein grosser Teil des Original-Cast aus dem 2000er Film zu sehen war: Anna Faris, Regina Hall, die Wayans Brüder, Lochlyn Munro (Freddy vs. Jason) oder Dave Sheridan (Victor Crowley). Die neuen Hauptfiguren werden von Olivia Rose Keegan sowie Cameron Scott Roberts gespielt. Die machen das gut. Die Identität des Killers war jedoch vorhersehbar.

Fazit: Wer die Scary Movie Fortsetzungen mochte, kann bedenkenlos einschalten!

Infos:

O: Scary Movie

USA 2026

R: Michael Tiddes

D: Savannah Lee Nassif, Olivia Rose Keegan, Anna Faris, Marlon Wayans, Regina Hall, Shawn Wayans, Lochlyn Munro, Dave Sheridan

Laufzeit der Kinofassung: Ca. 96 Min.

Gesehen am: 07.06.26

Fassungen: Gesehen via Stream in Englisch. Der Film läuft auch in den Schweizer Kinos (in Deutsch oder Englisch, Uncut). Es gibt noch keine deutsche DVD, Blu-Ray oder UHD (Stand: Juni 2026).

Montag, 18. Mai 2026

The Prodigal Boxer II

The Prodigal Boxer II

Story:

Fong Sai-yu (Meng Fei) infiltriert in einer Undercover-Aktion das Anwesen des Bösewichts (Lu Ping). Dessen Mitarbeiter und rechte Hand Kow Lee (Dorian Tan Tao-Liang) erkennt den jungen Helden sofort und will sich mit ihm messen. Nach einem Kampf werden sie zu Freunden und am Ende erkennt auch Kow Lee, dass sein Meister ein Tyrann ist, der aufgehalten werden muss. Treu steht er seinem neuen Freund Fong Sai-yu im Kampf zur Seite…

Meine Meinung (Re-released re-edit/New edit):

The Prodigal Boxer II ist die direkte Fortsetzung von The Prodigal Boxer. In der Hauptrolle kehrt Meng Fei (Take the Rap, Shaolin Hero, Eagle Flying in September) als Volksheld Fong Sai-Yuk zurück. Die Rolle steht im definitiv gut. Regie führt erneut Ulysses Au-Yeung Jun (The Wandering Dragon, Island Warriors, The Ming Patriots). Yasuaki Kurata (Tiger) und Wong Ching (Shaolin Temple) kehren nur in Rückblenden zurück. Neu an Bord sind Dorian Tan Tao-Liang (Tornado of Pearl River) sowie Doris Lung Chun-Erh (keine kampfbetonte Rolle).

Wer den ersten Film mochte, wird auch die Fortsetzung mögen. Mir lag nur die Wiederaufführungsfassung vor. Diese zeigt ca. 30 Minuten des ersten Filmes. Was dabei von der ursprünglichen Version entfernt wurde, ist mir nicht bekannt. Nach dem Start wechselt der Film zu den Szenen des ersten Teiles und zeigt eine Art actionbetonte Zusammenfassung. Daher auch die Szenen mit Yasuaki Kurata & Wong Ching. Dazu wird nett ein Link zur Fortsetzung eingestreut. Plötzlich sehen wir im Finale des ersten Teiles nämlich Dorian Tan Tao-Liang als Zuschauer des Kampfes. Danach wechselt der Film zum neuen Plot.

Und der besteht dann fast nur noch aus Action. Meng Fei muss, bevor er gegen den Hauptboss antreten kann, dessen vier Killer ausschalten. Und wir sehen nach den Flashbacks des ersten Teiles nur noch das plus den Endkampf. Und das war doch ziemlich cool, auch wenn vor allem die von Doris Lung Chun-Erh gespielte Figur ziemlich auf der Strecke bleibt. Die Kampfchoreographie steuerte Lau Kar-Wing (The Fake Ghost Catchers) bei. Die Choreographie war bodenständig, sehenswert und realistisch. Die Duelle muten etwas kürzer an, als im Vorgänger. Dafür wurde der Blutgehalt nach oben geschraubt. Einziges kleines Manko ist, dass Meng Fei die vier Killer relativ schnell besiegt. Da hätte ich mir durchaus härtere, längere und dramatischere Kämpfe gewünscht. Alles in allem aber sehenswert!

Fazit: Fans des ersten Teiles schalten ein!  

Infos:

O: Chuan Ji Fang Shi Yu

Taiwan, HK (je nach Quelle) 1976

R: Ulysses Au-Yeung Jun

D: Meng Fei, Dorian Tan Tao-Liang, Doris Lung Chun-Erh, Lu Ping, Wei Ping-Ao

Laufzeit der südkoreanischen VHS: 85:50 Min. (inklusive einer kurzen Werbeunterbrechung)

Gesehen am: 18.05.26

Fassungen: Mir lag das VHS aus Südkorea von Sam Boo Video Production vor = Mandarin O-Ton mit englischen, chinesischen und koreanischen Subs, solide Bild- und Tonqualität. Die englischen Subs fehlen nur in den ersten ca. zehn Minuten und in den letzten Dialogen vor der The End Einblendung. Es gibt keine deutsche Fassung und keine Blu-Ray (Stand: Mai 2026). Der Film wurde nach seiner Erstaufführung später nochmals unter anderem Titel (Young Hero of Shaolin) und mit Archivaufnahmen (in denen u.a. Yasuaki Kurata zu sehen ist) des ersten Teiles neu aufgeführt. Die südkoreanische VHS-Fassung entspricht auch diesem «New Edit».

Donnerstag, 14. Mai 2026

Class of 1999

Class of 1999

Story:

1999:

Unter der Leitung von Dr. Bob Forrest (Stacy Keach) werden Roboter (Patrick Kilpatrick, Pam Grier, John P. Ryan) als Lehrer eingestellt, um das Gewaltproblem an Schulen zu lösen. Doch als es unter den Schülern zu Toten kommt, will der Rektor (Malcolm McDowell) das Programm stoppen während sich die Roboter-Lehrer mit Gang-Anführer Cody (Bradley Gregg) anlegen…

Meine Meinung:

Mark L. Lester (Showdown in Little Tokyo, Commando, Truck Stop Women) tut es wieder. Nach seinem Class of 1984 aus dem Jahr 1982 drehte er acht Jahre später diese Fortsetzung/Remake. Der Film spielt in einer leicht entfernten Zukunft (1999), in denen das Land vor Ganggewalt erschüttert wird. Mark L. Lester verbindet somit Motive des Sci-Fi-Filmes (Roboter) mit den Themen B-Action und Selbstjustiz. Erneut spielt sich der Plot mehrheitlich in einer Schule und in Klassenräumen ab. Class of 1999 ist ein sehr unterhaltsamer B-Actionfilm.

Ich sah den Film ewig nicht. Ich mag Selbstjustiz-Inhalte und diese klassischen, kitschigen Filme, in denen klischeehafte Figuren das bekommen, was sie verdienen. Natürlich wird alles mit einem grossen Augenzwinkern und viel Overacting erzählt. Die Figuren, speziell die Gangs, könnten aus Troma-Filmen stammen. Der Inhalt ist spassig, mehr oder weniger unterhaltsam und regt zum Schmunzeln an. Für einen B-Actionfilm gibt es im Verlauf auch bessere Actionmomente, als erwartet (Stunts und Explosionen mit echtem Feuer).

Dass Mark L. Lester ansonsten im Actionfilm Zuhause ist, sieht man der Produktion jede Sekunde an. Die Roboter-Effekte, die selbstverständlich an Terminator, Nemesis und Co. erinnern, sehen für diese Art Film sehr gut aus. Die Make-Up-Effekte, speziell im Finale, sind cool. Die drei Lehrer sind die heimlichen Stars des Filmes und werden überzeugend vom Trio Patrick Kilpatrick (The Toxic Avenger, The Cellar, Alarmstufe: Rot 2), Pam Grier (Coffy, Nico, Pet Sematary: Bloodlines) sowie John P. Ryan (Futureworld, Death Wish 4: The Crackdown) gespielt.

Die Jungschauspieler fallen im Vergleich mit den älteren Kollegen etwas ab. In grossen Nebenrollen sind sogar noch bekannte Namen wie Malcolm McDowell (, Halloween, 31, Halloween II) sowie Stacy Keach (Slave of the Cannibal God) zu sehen. Für die tollen Effekte waren u.a. Eric Allard und Rick Stratton zuständig. Die haben ihr Können in vielen Filmen unter Beweis gestellt (Sleepwalkers, Windtalkers, Alien: Resurrection, Demolition Man). Auf diversen Blu-Ray Fassungen geben sie zudem exklusiven Einblick in ihre Arbeit in Class of 1999.

Fazit: Für Mark L. Lester Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Class of 1999 Part II

Infos:

O: Class of 1999

USA 1990

R: Mark L. Lester

D: Stacy Keach, Bradley Gregg, Malcolm McDowell, Patrick Kilpatrick, Pam Grier, John P. Ryan, Traci Lind, Joshua John Miller, Darren E. Burrows, Sharon Wyatt

Laufzeit der jap. DVD: 96:02 Min.

Gesehen am: 22.12.2004 / Neusichtung am: 14.05.26

Fassungen: Mir lag die japanische DVD von Beam Entertainment vor = Uncut, gute Bild- und Tonqualität, nicht anamorph, Englisch/Japanisch ohne englische Untertitel. Inzwischen gibt es davon auf DVD sowie Blu-Ray sicherlich qualitativ (Bildformat, Untertitel, Bildqualität, exklusive Extras) bessere Alternativen (Vestron Video / Lionsgate, Nameless).

Mittwoch, 13. Mai 2026

Godzilla vs. Hedorah

Godzilla vs. Hedorah

Story:

Aus den Folgen der Umweltverschmutzung entsteht das Monster Hedorah. Godzilla sagt der Kreatur den Kampf an…

Meine Meinung:

Die grosse Mehrheit der Godzilla Filme sah ich bisher nur einmal. Zeit, dass nach und nach zu ändern. Nach einer Diskussion mit dem Kumpel sah ich mir heute Abend Godzilla vs. Hedorah an. Den Godzilla mit Öko-Botschaft. Und ich muss sagen, dass mir dieser Beitrag zur langlebigen Reihe sehr gut gefallen hat. Warum Regisseur Yoshimitsu Banno danach keine weiteren Filme mehr drehte, ist mir nicht bekannt.

Fakt ist, dass Godzilla vs. Hedorah einige Punkte bietet, die interessant sind. Ob diese gefallen oder nicht, ist Geschmackssache. Mir haben sie gefallen. Der Film wirkt dunkel und düster. Mit wenigen Ausnahmen wird auf Humor verzichtet. Natürlich gibt es einige komische Momente (fliegender Godzilla im Finale), aber im Grossen und Ganzen ist der Film erwachsener als andere Godzilla-Werke. Dazu passen dann auch ein höherer Bodycount sowie Skelette der Opfer oder aus dem Schädel entfernte Augen. Durch die vielen dunklen Szenen wirkt der Film zudem stimmungsvoll.

Dazu kommt, dass der Film teilweise sehr psychedelisch wirkt. Wie ein Fiebertraum. Auch die Musik war sonderbar und dann gibt es noch schräge Animationen, die in den Film eingeflossen sind. Das, und die Tatsache, dass der Film sehr viele Monster-Kämpfe bietet, machte den Film für meinen Geschmack sehr unterhaltsam und sehr sehenswert. Es geht eigentlich von Anfang an schnell zur Sache und die Figuren sind hier definitiv nur «Ballast». Hauptaugenmerk sind die zwei kämpfenden Monster. Und die Effekte sind, wie immer, sehr cool anzusehen. Hedorah ist definitiv ein vielversprechender Gegner mit einigen coolen Gimmicks.

Fazit: Für Godzilla-Fans zu empfehlen!

Gefolgt von: Godzilla vs. Gigan

Infos:

O: Gojira tai Hedora

Japan 1971

R: Yoshimitsu Banno

D: Akira Yamauchi, Toshie Kimura, Hiroyuki Kawase, Keiko Mari, Toshio Shiba, Yukihiko Gondo

Laufzeit der US-DVD: 85:43 Min.

Gesehen am: Jan. 2008 / Neusichtung am: 13.05.26

Fassungen: Mir lag die US-DVD von Columbia TriStar vor = gute Bild- und Tonqualität, Uncut, O-Ton und englische Subs. Gibt es in Deutschland als Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster auf Blu-Ray.

Stadt des Bösen

Stadt des Bösen

Inhalt:

«Der gewaltige Kampf zwischen Gut und Böse, von dem Barker in «Jenseits des Bösen» erzählt, ist aufs neue entbrannt. Schauplatz der furchtbaren Konfrontation mit den Mächten der Finsternis ist Everville, ein geheimnisvoller Ort der Magie und der Mysterien, wo Vergangenheit, Gegenwart und Traumwelt auf wunderbare Weise ineinander verschmelzen. Everville öffnet die Türen zu einer neuen Realität, die voll phantastischer Möglichkeiten ist - ein Reich der Mythen und Abenteuer, der Schrecken und Visionen.»

Meine Meinung:

Jenseits des Bösen war einer der besten Romane, welchen ich in den letzten Monaten gelesen habe. Umso schöner war es, als ich sah, dass es eine Fortsetzung namens Stadt des Bösen gab. Dieses begann ich kurz vor meinem Trip nach London zu lesen und habe ich nun vorletzte Nacht auf der Arbeit (ich arbeite als Nachtwache) beendet. Stadt des Bösen hat mir genauso gut gefallen wie der Vorgänger. Da die Figuren bekannt sind, wirkte das Lesen wie ein Klassentreffen mit alten Bekannten. Es kommen jedoch auch neue Figuren dazu.

Austragungspunkt der neuen Geschichte ist die Stadt Everville (übrigens auch der Originalname des Romans). Der Roman beginnt fesselnd. Der Inhalt ist spannend. Als Leser fiebert man den diversen Parteien mit. Der Inhalt ist sehr phantastisch. Es geht erneut um die Magie, die Kunst und die Essenz. Es wird diesmal mehr Zeit in der Essenz verbracht als im ersten Roman. Ich mag Kleinstadt-Settings und obwohl der Film auch andere Orte beleuchtet, findet die Mehrheit der Handlung ist der Kleinstadt, wo jeder jeden kennt, statt. Und das mag ich. Zudem bekommt die Figur Harry D'Amour auch mehr Zeit eingeräumt (der ist in Lord of Illusions die Hauptfigur = motiviert, den Film aufzufrischen).

Die neuen Figuren sind auch sympathisch. So auch die neuen Bösewichte. Zudem werden einige Geheimnisse gelüftet, die ich so nicht erwartet hätte. Der Roman, die Beschreibungen der Kreaturen und/oder der zwei Welten ist sehr fantasievoll. Wer solche magischen «Märchen» mag, kommt mit Stadt des Bösen voll auf seine Kosten. Der Roman endet zwar mit einem Art Happy End, aber auch offen. Diverse Schicksale sind ungeklärt und der Kampf von Gut gegen Böse ist definitiv noch nicht zu Ende erzählt. Clive Barker sieht sein Werk als Trilogie an. Der dritte Band ist leider noch nicht geschrieben, und das obwohl Stadt des Bösen nun schon ca. 30 Jahre alt ist. Der Roman hat mich auch motiviert, Barkers Gewebte Welt aufzufrischen. Das habe ich letzte Nacht zu lesen begonnen und freue mich, erneut in eine märchenhafte Fantasywelt eintauchen zu können!

Fazit: Lesenswert!

Infos:

Infos:

In Deutschland erschienen: Ja

Sprache: Deutsch

Verlag: Heyne

Anzahl Seiten: 779

Roman/Sachbuch: Roman

Art: Taschenbuch

Autor: Clive Barker

Erschienen: 2. Auflage 1995 (Deutsche Erstausgabe)

Samstag, 25. April 2026

Deathgasm 2: Goremageddon

Deathgasm 2: Goremageddon

Story:

Als Brodie (Milo Cawthorne) erfährt, dass seine Ex (Kimberley Crossman) in einer anderen Band mitmischt, die an einem Turnier teilnimmt, erwecken sein Kumpel (Daniel Cresswell) und er seine ehemaligen Bandmitglieder Zakk (James Blake) und Zion (Sam Berkley) zu neuem Leben.  Doch Zombies in einer Band zu integrieren, ist einfacher gesagt, als getan…

Meine Meinung:

Es dauerte lange, bis mit Deathgasm 2: Goremageddon die Fortsetzung zum neuseeländischen Fun-Splatter Deathgasm in die Kinos kam. Ich sah Deathgasm 2015 am NIFFF und habe den als charmanten, liebevollen und sympathischen Fun-Splatter abgespeichert. Ob die Fortsetzung nach so langer Zeit an den Vorgänger heranreichen wird? Immerhin kehrt ein Grossteil des Cast inklusive Regisseur (Guns Akimbo) sowie die Hauptdarsteller (Milo Cawthorne, Kimberley Crossman, James Blake, Sam Berkley, Daniel Cresswell) zurück und neue Namen kommen dazu.

Warum es so lange dauerte, bis der 2. Film realisiert werden konnte, weiss ich nicht. Der Film wurde jedoch auch von Fans mit produziert und wie dem Abspann des Filmes zu entnehmen ist, sind wohl gleich mehrere Beteiligte inklusive des Hündchens nicht mehr am Leben. Der Film war auch eine Kickstarter Produktion, die Anfang 2024 in Produktion ging. Derweil besucht der Film diverse Festivals und für solche, ist die Fortsetzung natürlich mehr als gelungen. Seit ich den ersten Teil sah, ist zu viel Zeit her, um vergleichen zu können.

Der Plot von Deathgasm 2: Goremageddon ist simpel. Zumindest an Brodie, Zakk und Medina (seine Ex) konnte ich mich noch erinnern. Nicht so an die anderen Figuren. Neue Figuren, die dazustossen, sorgen für viel Spass (Religiöser Fanatiker und der andere Band-Anführer, der mehr wie ein Sektenguru wirkt). Auch der heutige Zeitgeist wird durch den Kakao gezogen, was mir gefiel. Ansonsten war der Humor oft weniger mein Fall und zu sehr Penis fixiert. Die Gloryhole-Sequenz war schon sehr drüber. Der Humor passt perfekt zu einem Festival, aber mir sagt das oft nichts mehr. Die Figuren sind mir Herzblut dabei. Es gibt hier und da auch Längen.

Vielleich wäre es besser gewesen, den Film etwas zu straffen. Wer eklige Szenen (es wird viel gekotzt in dem Film), pubertierenden Humor, Metal-Band und Fun-Splatter mag, wird Deathgasm 2: Goremageddon hingegen lieben. Es gibt viele abgefahrene Ideen und viele sehr blutige und handgemachte Effekte. In der Hinsicht enttäuscht der Film nicht. Splatterfans werden voll auf ihre Kosten kommen. Das Finale war jedoch etwas enttäuschend, die digitalen Effekte hätte es nicht gebraucht (Strom, Feuer) und in vielen Szenen wirkt der Film, trotz starker handgemachter Effekte, etwas klein, einfach und billig. Das Zombie-Make-Up fand ich allgemein schwach.

Fazit: Perfekter Festival-Beitrag, aber nichts für meine persönliche Sammlung!

Infos:

O: Deathgasm 2: Goremageddon

Neuseeland, Kanada 2025

R: Jason Lei Howden

D: Milo Cawthorne, Kimberley Crossman, James Blake, Daniel Cresswell, Sam Berkley

Laufzeit der Kinoversion: Ca. 102 Min.

Gesehen am: Brugggore Filmfestival 2026

Fassungen: Gesehen am Brugggore Filmfestival 2026 in Englisch. Uncut. Eine DVD, Blu-Ray oder UHD ist noch nicht angekündigt (Stand: April 2026).

Montag, 30. März 2026

Deadly Angels Strike Back

 

Deadly Angels Strike Back

Story:

Herman (Barry Prima) wird von Gangstern (u.a. George Rudy) erpresst, gezwungen und gefügig gemacht. In dem Zustand muss er Windy (Eva Arnaz) vergewaltigen. Die anderen Angels (Dana Christina, Dewi Debbie Cynthia) bekommen davon mit und rächen die Vergewaltigung…

Meine Meinung:

Nach dem Erfolg von 5 Deadly Angels kehrten die Angels ein Jahr später zurück. Deadly Angels Strike Back wurde erneut von Danu Umbara (Jungle Virgin Force) realisiert und aus dem Vorgänger kehren Namen wie Dewi Debbie Cynthia (Mystics in Bali), Dana Christina (Blazing Battle), Eva Arnaz (Special Silencers) sowie Barry Prima (The Devil’s Sword) zurück. Barry Prima und Eva Arnaz waren zwei der damaligen Top-Stars und sollen zu der Zeit auch verheiratet gewesen sein. George Rudy (The Hungry Snake Woman) mimt einen der Bösewichte und Gangster (natürlich dunkel gekleidet und Sonnenbrille tragend).

Der Film startet mit einem Art Trailer zum Film und danach folgt die erste, ruhigere Hälfte des Filmes. Diese erinnert ans Taiwan Black Kino und der Inhalt entspricht dem Rape & Revenge Genre. Das heisst die Szenen sind zwar nicht zu explizit (d.h. keine I Spit on Your Grave «Qualitäten») in Sachen nackte Tatsachen, dennoch sind die Szenen nicht ohne und verfehlen nicht ihre Wirkung. Die erste Hälfte des Filmes würde ich als Mix aus Drama und Rape & Revenge-Film bezeichnen. Die Action, die der Zusammenschnitt des Filmes zeigt, kommt erst in der zweitem Filmhälfte zum Tragen.

In der gibt es dann Verfolgungsjagden, Kampfszenen (mit oder ohne Waffen) und auch einige blutige Details. Besonders die Kampfszenen im Dschungel oder die Zeitlupensaufnahmen der Stunts (Crashs mit Auto etc.) sind toll inszeniert. Das sind die Stärken des Filmes. Und diese Szenen erinnern ans HK-Kino der Zeit und scheinen von dort inspiriert zu sein. Barry Prima ist solide, wird aber von den Mädels an die Wand gespielt. George Rudy gibt einen wunderbaren Fiesling ab. Dass sich im Finale die Selbstjustiz nur bedingt lohnt und auch die Helden hinter Gittern laden, war im asiatischen Kino der Zeit nichts Aussergewöhnliches.

Fazit: Wer den ersten Teil mochte, kann sich bedenkenlos an die Fortsetzung wagen!

Infos:

O: Cewek Jagoan Beraksi Kembali

Indonesien 1981

R: Danu Umbara

D: Dewi Debbie Cynthia, Dana Christina, Eva Arnaz, Barry Prima, George Rudy, Eddy S. Jonathan

Laufzeit der libanesischen VHS: 81:00 Min.

Gesehen am: 29.03.26

Fassungen: Ich habe den Film beim Kumpel gesehen der davon nebst einer VCD drei VHS-Fassungen hat (aus Indonesien, aus Malaysia und aus dem Libanon). Wir schauten uns die VHS aus dem Libanon von Video Lebanese International an = einzige bekannte Englische Fassung zum Film mit franz. und arabischen Subs, gute Bildqualität, leicht Widescreen, k.A. ob Uncut oder nicht (sah nicht zensiert aus). Der in Deutschland von Schröder Media veröffentlichte Film Tödliche Engel 2 ist nicht der korrekte Deadly Angels Strike Back d.h. nicht die offizielle Fortsetzung, sondern der Film Fire of Vengeance. Das sind zwei unterschiedliche Filme und die ofdb hat daraus einen Film "gemacht" (wurde in deren Forum heute gemeldet d.h. dürfte demnächst korrigiert werden). Ob das auch für das deutsche VHS gilt, ist mir nicht bekannt (aber sehr wahrscheinlich). Es gibt keine Blu-Ray (Stand: März 2026).

Freitag, 6. März 2026

The New One-Armed Swordsman

 

The New One-Armed Swordsman

Story:

Durch List und Intrige gelingt es Long Yizhi (Ku Feng), dem jungen Helden und Schwertkämpfer Lei Li (David Chiang) ein Verbrechen anzuhängen, ihn zu provozieren und im Kampf zu besiegen. Dies hat zur Folge, dass sich Lei Li einen Arm abtrennt und sich aus der Martial Arts Welt zurückzieht. Als Long Yizhi dies später wiederholt und Lei Lis Freund Hero Fung (Ti Lung) dabei ums Leben kommt, schwört Lei Li blutige Rache…

Meine Meinung:

Der dritte und letzte Teil der «The One-Armed Swordsman» Reihe von Chang Cheh (The Savage 5, The Nine Demons) kommt nicht ganz die die Vorgänger (The One-Armed Swordsman und Return of the One-Armed Swordsman) heran. Dennoch ist auch The New One-Armed Swordsman ein sehenswerter Eastern, der noch immer aus der Masse herausragt. Superstar Jimmy Wang Yu (The Chinese Boxer, Die Todesbucht der Shaolin) stand für die neuste Fortsetzung nicht zur Verfügung und wurde durch David Chiang (Kuan - Der unerbittliche Rächer, It Remains) ersetzt.

Der Hauptgrund, warum mir die zwei vorherigen Teile mehr zugesagt haben, ist die Tatsache, dass es hier im Mittelteil doch einige Längen gibt. Das ist der Grund. Und die Musik fand ich stellenweise unpassend. Was ich nicht wusste ist, dass sich die Musik im O-Ton und z.B. der englischen Sprachfassung unterscheiden. Ggf. wäre jene vom englischen Dub besser gewesen. Abgesehen davon ist der Film unterhaltsam. David Chiang gibt einen wunderbaren Jimmy Wang Yu Ersatz ab und Ku Feng mag ich als Bösewicht so oder so. Auch hier liefert er in der Hinsicht ab, auch wenn sein Umfeld etwas naiv agiert.

Ti Lung (Ti Lung – Die tödliche Kobra) spielt diesmal nur eine grosse, tragische Nebenrolle. Er macht das jedoch stark und sein Heldentot ist äussert derb in Szene gesetzt. In weiteren Nebenrollen sind Namen wie Wang Chung (The Delinquent), Chan Sing (Tiger Force) oder Cheng Kang-Yeh (Drunken Master Slippery Snake) zu sehen. Und selbst eine Frau (Li Ching) kommt vor und spielt einen nicht unwichtigen Charakter. Immerhin ist es ihr Schwert, welches sie David Chiang geschenkt hat, mit welchem er am Ende, einem sehenswerten Finale auf einer Brücke, voller blutiger Momente und einem hohen Bodycount, für Rache sorgt.

Fazit: Must See Titel für Shaw Brothers Fans!

Infos:

O: Xin Du Bi Dao

HK 1971

R: Chang Cheh

D: Ku Feng, David Chiang, Ti Lung, Li Ching, Wang Chung, Chan Sing, Cheng Kang-Yeh

Laufzeit der UK-Blu: 102:33 Min.

Gesehen am: Juni 2008 / 2. Sichtung am: 06.03.26

Fassungen: Gesehen via UK-Blu-Ray von Arrow Video (Shawscope Volume Three) = Uncut und ohne Frame Cuts, O-Ton mit englischen Subs, hervorragende Bild- und Tonqualität. Gemeldete Asynchronitäten sind mir beim Schauen nicht aufgefallen. In Deutschland von TVP (als Das Schwert des gelben Tigers) auf Blu-Ray zu haben.

Sonntag, 15. Februar 2026

Iron Angels III


Iron Angels III

Story:

Moon (Moon Lee) nistet sich in einer thailändischen Terrororganisation ein, um deren Anführerin (Katy Hickman) und ihre Truppe unschädlich machen zu können. Dabei wird sie von ihrem Team um weitere «Angels» (Alex Fong, Ralph Chan Shing-Gwai, Kharina, Mark Steinborn) unterstützt…

Meine Meinung («Unrated» Fassung):

Iron Angels III macht, wie bereits die zwei Vorgänger (Iron Angels und Iron Angels II), Spass. Der Film stammt erneut von Teresa Woo bzw. Dang Tak-Wing und Stanley Tong Gwai-Lai (The Stone Age Warriors, Project S, First Strike) und aus den Vorgängern kehren immerhin noch Moon Lee (A Serious Shock! Yes Madam!, Blood Sister, The Nocturnal Demon), Alex Fong (Cheap Killers, The Killer from China, Devil Cat) sowie Kharina zurück. Leider gibt es kein Wiedersehen mit Elaine Lui. Der Film legt diesmal vor allem Wert auf Moon Lee (Anfang) und Alex Fong (Mittelteil).

Der Film bietet tolle Actionszenen. Diese bestehen als knackigen, harten Kampfszenen mit oder ohne Waffen, Ringduelle oder Gruppenkämpfe. In denen machen vor allem Moon Lee und Alex Fong eine gute Figur. Moon Lee darf dabei auch mit Nunchakus kämpfen. Alex Fong überzeugt vor allem in dem spektakulären Ringkampf gegen Thailänder Panna Rittikrai (Bangkok Knockout). Letzterer gilt quasi als Mentor von Ong-Bak und Tom Yum Goong Star Tony Jaa (Striking Rescue, Paradox). Iron Angels III wurde z.T. in Thailand gedreht. Dort spielt die Handlung. Einem bekannten Gesicht wie Panna Rittikrai dann eine längere Kampfszene zu schenken, war ein gekonnter Schachzug der Macher.

Der Film unterhält. Der Plot ist nur Mittel zum Zweck. Der Beginn im Zug ist fast etwas zu viel des Gutes, was Moon Lees Darbietung angeht. Warum sie dann z.B. im Finale nicht mehr mitwirkte, war für mich unverständlich. Im Netz finden sich auch keine Infos dazu, warum sie dort gefehlt hat (war sie z.B. verletzt?). Das Finale bietet viele blutige Shoot-Outs, aber leider keine Kämpfe. Die Bühne gehört dort Alex Fong und Ralph Chan Shing-Gwai. Letzterer ist nebst Gweilo Mark Steinborn der 2. Comic-Charakter im Film, der hier und da nervt. Aber in seinen Actionszenen überzeugt er. Der Cast ist allgemein sehr international. Kharina, die schon im 2. Film mitwirkte, stammt aus Thailand und die blonde Anführerin der Terrororganisation, gespielt von Katy Hickman, wurde durch ein Inserat in einer San Francisco Zeitung auf das Projekt aufmerksam. Abenteuerlich!

Fazit: Vielleicht nicht mehr ganz so toll wie die beiden Vorgänger, aber dennoch für Fans von Moon Lee und Co. sehenswert!

Infos:

O: Tian shi xing dong 3

HK, Thailand (je nach Quelle) 1989

R: Teresa Woo

D: Moon Lee, Katy Hickman, Alex Fong, Ralph Chan Shing-Gwai, Kharina, Mark Steinborn, Panna Rittikrai

Laufzeit der deutschen Blu-Ray («Unrated» Fassung): 92:07 Min.

Gesehen am: Feb. 2012 / Neusichtung am: 14.02.26

Fassungen: Früher sah ich den Film via deutsche DVD. Inzwischen habe ich die US-Blu-Ray von Vinegar Syndrome in der Sammlung. In der ist aber «nur» die reguläre HK-Fassung enthalten. Daher kaufte ich mir für die Sammlung die neue deutsche Blu-Ray von Shamrock Media. Diese haben aus Extra-Material (ca. 30 Sek. an z.T. blutigen Shoot-Outs aus einer singapurischen oder malaysischen Fassung) eine Langfassung gebastelt. Diese wurde im deutschen Mediabook (DVD, Blu-Ray, Booklet) als «Unrated» Fassung tituliert und liegt u.a. im O-Ton mit deutschen Subs vor. Die Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Als Extras gibt es im Booklet ein schriftliches Interview mit Katy Hickman, welches informativ ist.